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am 29. April 2017
"Wir beide wussten, dass uns nur wenig Zeit blieb, und ich habe ihn so akzeptiert wie er war."

Hollywood-Autor Ben Sanderson ist alkoholkrank ("Das ist alles was ich habe, bitte versauf es nicht!"). Als er entlassen wird, nimmt er seine Abfindung und macht sich auf zu einer letzten Reise in die Glitzermetropole nach Las Vegas, wo die Bars nie schließen, um sich zu Tode zu trinken.
Bei seinen Streifzügen durch die Stadt lernt er die Prostituierte Sera kennen. Aus einem Geschäft wird Freundschaft und irgendwie Liebe. Viel Zeit bleibt den beiden jedoch nicht und Sera begleitet Ben auf seinem beschwerlichen, selbstzerstörerischen Leidensweg, ohne ihn von seinem Vorhaben abbringen zu können...

"Denkst du nicht, es wird ganz schön langweilig, mit einem Säufer zusammen zu hausen?" - "Aber ich möchte es gern." - "Aber die schlimmste Phase kennst du noch gar nicht. In den letzten Tagen hatte ich mich ziemlich unter Kontrolle. Ich werfe dann alles Mögliche runter und muss mich ständig übergeben. Ich meine, im Augenblick geht's mir richtig gut!"

Mit Nicolas Cage (The Rock, Con Air, Face/Off: Im Körper des Feindes, 8mm, Nur noch 60 Sekunden, Das Vermächtnis der Tempelritter, Oscar-Gewinner 1996 für seine Rolle hier in diesem Film, Nominierung 2003 für Adaption - Der Orchideen-Dieb, Neffe von Regie-Legende Francis Ford Coppola: Der Pate-Trilogie, Apocalypse Now) als ehemaliger Schriftsteller und nun Vollzeit-Alkoholiker Ben Sanderson ("Wie wär's mit 'nem Drink?")
"Ich weiß nicht, ob ich anfing zu trinken, weil meine Frau mich verlassen hat oder ob meine Frau mich verlassen hat, weil ich angefangen habe zu trinken. Ist auch sch...egal!"
und Elisabeth Shue (71 Folgen CSI: Vegas, Cocktail, als 20-jährige in Karate-Kid, Oscar-Nominierung 1996 für ihre Rolle hier) als gedemütigte, geschlagene und vergewaltigte Prostituierte Sera ("Für fünfhundert Dollar kriegst du so ziemlich alles was du willst! Was ist los? Zu betrunken, um zu kommen?").

"Mich würde interessieren, wieso du dich umbringen willst?" - "Ich weiß nur, dass ich es will!" - "Willst du damit sagen, dass die Trinkerei eine Methode ist, dich umzubringen?" - "Mich umzubringen, ist eine Möglichkeit zu trinken!" - "Wie lange, denkst du, wird es dauern, bis du dich tot gesoffen hast?" - "Ich schätze etwa vier Wochen. Das was ich habe sind etwa 250 bis 300 Dollar pro Tag."

In weiteren nur kleinen Nebenrollen Emily Procter (232 Folgen CSI: Miami) und Kim Addams als Debbie und Sheila ("Was ist denn los mit ihm?" - "Er ist... krank."),
Valeria Golino (Rain Man, Hot Shots) als Frau an der Bar ("Puh, Sie haben den ganzen Tag getrunken!" - "Hab ich. Natürlich! Ich wünsch mir echt, dass Sie mitkommen würden. Sie sind so süß und ich bin im Bett nicht übel, wirklich nicht. Sie riechen fantastisch und Sie sehen toll aus. Ihr Haar ist klasse. Nein? Okay." - "Vielleicht sollten Sie nicht so viel trinken!"),
Graham Beckel (Der Diamanten-Cop, L.A. Confidential, Jennifer 8) als Barkeeper#1 ("Wenn Sie sehen würden, was ich sehe, würden Sie sich das bestimmt nicht antun!"),
Carey Lowell (James Bond: Lizenz zum Töten, von 2002 bis 2013 mit Richard Gere verheiratet) als Bankangestellte ("Ich bin etwas zittrig. Eine Gehirnoperation ist schuld daran!" – Ben),
R. Lee Ermey (Gunnery Sergeant Hartman in Full Metal Jacket) als Mann an der Bar ("Sind Sie geschäftlich hier in Vegas? Sind Sie allein hier oder wollen Sie jemanden eifersüchtig machen? Wo wohnen Sie?" – Sera),
Mariska Hargitay (über 400 Folgen Law & Order) als Prostituierte (ohne Text),
Danny Huston (Der ewige Gärtner, 30 Days of Night, X-Men Origins: Wolverine, Halbbruder von Anjelica und Sohn von Regisseur John Huston: Moby Dick, Der Schatz der Sierra Madre, Asphalt-Dschungel, African Queen) als Barkeeper#2 ("Vielleicht versuchen Sie es lieber woanders!"),
Laurie Metcalf (221 Folgen Roseanne, Sheldons Mutter in The Big Bang Theory) als Vermieterin Mrs. Van Houten ("Wir müssen Sie bitten, bis Ende der Woche auszuziehen!"),
Shawnee Smith (Amanda in Saw, 100 Folgen Anger Management) als Biker Girl ("Hör zu, weißt du mein Freund da ist ein typischer Langweiler und ich frag mich, ob du mir einen Drink spendierst?"),
Julian Lennon (Sohn von Beatle John Lennon aus dessen erster Ehe mit Cynthia Powell) als Barkeeper#3 ("Sie haben ganz schön was abgekriegt! Hören Sie, es mag albern klingen, aber ich muss Sie bitten, wieder zu gehen. Das ist bei uns so üblich, wenn es eine Schlägerei gab!"),
Xander Berkeley (Gregory in The Walking Dead, 27 Folgen als George Mason in 24) als Taxifahrer ("Können Sie überhaupt bezahlen?")
und Julian Sands (Warlock - Satans Sohn, Arachnophobia) als lettischer Zuhälter Yuri ("Sera ist mein Geschenk an Sie alle!").

"Ich habe mich in dich verliebt! Ich bin nicht hergekommen, um deinem Leben eine verkorkste Seele aufzuzwingen." - "Das weiß ich." - "Und dass ich ein Säufer bin, wissen wir auch! Und ich weiß auch, dass du eine [Prostituierte] bist. Aber ich hoffe du weißt, dass ich ein Mensch bin, für den das keine Rolle spielt!"

Regie führte im Jahr 1995 (mit einem Budget von 3,6 Mio. $) der 46-jährige Brite Mike Figgis (Stormy Monday, Internal Affairs, Mr. Jones; spielt hier im Film einen der drei russischen Gangster an der Tankstelle und ist auf der Taxiwerbung zu sehen, als Running- bzw. Driving-Gag sozusagen), der auch das Drehbuch schrieb (und für die Musik verantwortlich ist: Figgis studierte in London Musik, spielte zusammen mit Bryan Ferry in der Band The Gas Board) – basierend auf dem gleichnamigen (zum Teil autobiografischen) Roman des US-Amerikaners John O'Brien von 1990. O'Brien erschoss sich mit 33 Jahren noch vor Drehbeginn, nachdem er erfahren hatte, dass sein Debütroman verfilmt werden würde.

"Nettes Gespräch. Trink ruhig weiter! Zwischen deinen unzähligen Atemzügen und der Alkoholfahne rutschen dir zwischendurch in all deinem Gelalle ganz interessante Worte raus."

Fazit: 112 Minuten düsteres und resolut unsentimentales Porträt der letzten Tage eines sich zu Tode saufenden Schriftstellers. Mit einer bemitleidenswerten Elisabeth Shue, stimmungsvollem Jazz und Musik von Sting (Angel Eyes, It's a lonesome old town, My one and only love). Ein Film, der mich zutiefst erschüttert und sprachlos macht. Derb, schonungslos und mit einem (für mich) unsympathischen, abartigen Nicolas Cage. Ein Drama über einen, der auszog, um sich tot zu saufen und den Alltag einer Prostituierten, geprägt von Ablehnung, Schlägen und Vergewaltigung ("Ich komme eigentlich nur nach Hause, um mir den Spermageschmack aus dem Mund zu spülen."). Für mich (4 sternhagelvolle Promille und) Note 2- [den Abzug in der B-Note gibt es für die nicht wirklich gute Bildqualität]

"Eine unbeschönigte Bestandsaufnahme menschlicher Leidens- und Liebesfähigkeit, in der sich Dokumentation und Poesie zu einer ebenso deprimierenden wie beunruhigenden Beschreibung existenzieller Grenzsituationen treffen. In seiner kompromisslosen Konsequenz für manchen Zuschauer ein sicher schwer erträglicher Film, der sich moralischer Kategorisierung verweigert und stattdessen zur Reflexion über individuelle Schicksale einlädt." – Lexikon des internationalen Films

"Der Film verspricht keine Art Rettung. Er zeigt die Raserei und die Delirien, er zeigt das Schmatzen, das Gurgeln, das Zittern, das Würgen, das Sabbern, das Kotzen, und bei alledem lässt er den Mann auf dem Weg in den Tod eine Liebesgeschichte erleben, die das Grauen des Sterbenmüssens seltsam verklärt und verwandelt. Die Ungeheuerlichkeit dieser Liebe gibt dem Film seinen Sog, seinen Zauber, seine Erschütterungskraft. Die Musik betont, dass man hier eine Geschichte voll Nostalgie erzählt, dass man noch einmal das Lied des Verlierers singt, den einsamen Untergang feiert, die Romantik der Selbstzerstörung." – Der Spiegel

Der Film gewann 1996 den OSCAR für den Besten Hauptdarsteller (Cage) und wurde für drei weitere nominiert: Shue als Beste Hauptdarstellerin (ging an Susan Sarandon in Dead Man Walking) und Figgis für die Beste Regie und das Beste adaptierte Drehbuch (Regie ging an Mel Gibson: Braveheart, Drehbuch an Emma Thompson: Sinn und Sinnlichkeit).

"Ich denke, du solltest zu einem Arzt gehen." - "Ich will zu keinem Arzt gehen!"
"Willst du, dass ich dir helfe?" - "Nein."
"Du wirst mich nie, niemals davon abbringen, dass ich trinke! Verstehst du?" - "Ja, ich weiß. Und ich versteh dich gut..."

EXTRAS: Making Of 5:28, vier Interviews: Nicolas Cage 3:14, Elisabeth Shue 3:05, Julian Sands 2:37, Mike Figgis 3:06, Hinter den Kulissen 9:55, Trailer 2:01, außerdem gibt es ein Wendecover.

Bildformat: angeblich 1.85:1, 1080/24p Full HD, Sprache/Ton: Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch,Portugiesisch DTS Stereo, Englisch DTS-HD MA Stereo, Untertitel: Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Niederländisch, Japanisch
Cage wird hier einmalig von Michael Christian (starb 2006 mit nur 59 Jahren) gesprochen, der Standardstimme von MacGyver, während Cages eigentliche Standardstimme Martin Keßler (spricht auch Vin Diesel) ausgerechnet Zuhälter Yuri seine Stimme leiht.
Das Bild der neueren Blu-ray vom 3. November 2016 ist klar besser als das hier vom 20. Mai 2009 (beide Veröffentlichungen von Studiocanal). Vielleicht liegt's an meinem Fernseher, aber ich hatte links und rechts schwarze Balken.

"Was bist du? Bist du so was wie ein Engel, der mich heimsucht in meinem Säuferwahn? Wieso bist du so gut?" - "Ich brauche dich!"

KOMASAUFEN – Trinken bis der Notarzt kommt...
"In Berlin haben im vergangenen Jahr 275 Kinder und Jugendliche so viel Alkohol getrunken, dass sie in ein Krankenhaus mussten. Darunter sei auch ein Kind unter zehn Jahren gewesen, teilte das Statistische Landesamt auf Anfrage mit. 53 Komatrinker waren zwischen 10 und 15 Jahre alt, darunter 35 Mädchen und 18 Jungen. 221 Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung waren im Alter zwischen 15 und 20. Nach Ansicht von Krankenkassen bleibt Komasaufen ein Problem in Berlin." – Berliner Zeitung (November 2016)

"Es ist keinem Jugendlichen zu wünschen, mit einem Schlauch im Hals und einer Windel auf der Intensivstation aufzuwachen." – Kerstin Jüngling, Leiterin der Fachstelle für Suchtprävention Berlin
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am 11. Dezember 2001
Schade, dass dieser grandiose Film nicht mit erlesenen Extras oder einer Engl. Fassung auf dieser DVD verteten ist. Trotzdem 5 Sterne für Nicolas Cage, der hier alles gibt. Hervorragender Film, ein Muss für alle Alkis, Prost!
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Der beruflich und privat gescheiterte Hollywood-Autor Ben Sanderson (Nicholas Cage) hat sich dem Alkohol ergeben und wird daraufhin entlassen. Nachdem er seinen gesamten Hausrat verbrannt hat, fährt Sanderson nach Las Vegas, um sich mit dem Geld aus seiner Abfindung zu Tode zu trinken. Aus der Zufallsbekanntschaft der Prostituierten Sera (Elisabeth Shue) wird bald eine Freundschaft mit eigentümlichen Regeln, die an dem Plan jedoch nichts ändert ...

Mike Figgis (*1948) drehte das düstere Drama nach dem autobiografischen Bericht (1990) von John O'Brien (1960-1994). Für die glaubwürdige Verkörperung der Hauptrolle erhielt Nicholas Cage 1996 den Oscar als bester Hauptdarsteller. Der stimmungsvolle Soundtrack von Mike Figgis wird vor allem durch drei von Sting gesungene Titel geprägt. "Und Einsamkeit, Tristesse, Schmerz und Verzweiflung sind genau die Themen, die sich auch ohne viel Worte in Bildern und Blues ausdrücken lassen." (Fischer Film Almanach 1997) Ein ebenso beeindruckender wie gelegentlich nur schwer erträglicher Film.

Die Bildqualität der Blu-ray von STUDIOCANAL ist in Relation zum Ausgangsmaterial in Ordnung. LEAVING LAS VEGAS wurde auf dem für Hollywood-Produktionen sehr ungewöhnlichen Super-16mm-Filmmaterial gedreht, das wegen der deutlich geringeren Kosten im Normalfall für TV-Produktionen verwendet wurde. Daher reicht das Bild kaum über DVD-Qualität heraus, was somit nicht dem Label anzulasten ist. Neben der englischen Originalfassung in DTS-HD 2.0 Stereo sind die deutsche Synchronfassung sowie Französisch, Italienisch, Spanisch und Portugiesisch in DTS 2.0 Stereo vorhanden. Untertitel für den Film gibt es weder deutsch noch englisch. Die Tonspuren sind ungewöhnlicherweise nur über das Menü zu wechseln. Die knappen Extras in SD beinhalten Kinotrailer, Making of und Hinter den Kulissen (15 min) sowie Interviews mit Regisseur und Hauptdarstellern (12 min) - jeweils englisch mit deutschen Untertiteln. Ein Wendecover ohne FSK-Logo ist vorhanden.

Ein sehenswertes Drama für anspruchsvoller sortierte Sammlungen, wobei der Austausch einer eventuell vorhandenen DVD sich nicht aufdrängt.
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am 19. Februar 2017
Ich bewerte hier nur die Qualität der Streamingversion. Leider vermischt Amazon die Rezensionen. Der Film wird hier leider nicht in H angeboten. Viel schlimmer ist aber, das der Film nur im 4:3 Letterboxformat vorliegt. Das bedeutet oben unten rechts und links schwarze Balken. In der Mitte bleibt dadurch nur ein kleines Bild übrig. So ist der Film leider überhaupt nicht anschaubar. Schade!
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Ein rares Meisterwerk das jeder cineast gesehen haben sollte. Neben der schauspielerischen Leistung sind Drehbuch, Timing und Bildsprache ein Gedicht. Den Oscar hätte Regisseur Mike Figgis verdient. Der jazzige Soundtrack ist wie der Film ein einzigartiges Kunstwerk in der sonst von belanglosem Kommerz dominierten Filmlandschaft. ÜBer den Inhalt ist in den bisherigen Rezensionen schon ausreichend geschrieben worden.
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Der beruflich und privat gescheiterte Hollywood-Autor Ben Sanderson (Nicholas Cage) hat sich dem Alkohol ergeben und wird daraufhin entlassen. Nachdem er seinen gesamten Hausrat verbrannt hat, fährt Sanderson nach Las Vegas, um sich mit dem Geld aus seiner Abfindung zu Tode zu trinken. Aus der Zufallsbekanntschaft der Prostituierten Sera (Elisabeth Shue) wird bald eine Freundschaft mit eigentümlichen Regeln, die an dem Plan jedoch nichts ändert ...

Mike Figgis (*1948) drehte das düstere Drama nach dem autobiografischen Bericht (1990) von John O'Brien (1960-1994). Für die glaubwürdige Verkörperung der Hauptrolle erhielt Nicholas Cage 1996 den Oscar als bester Hauptdarsteller. Der stimmungsvolle Soundtrack von Mike Figgis wird vor allem durch drei von Sting gesungene Titel geprägt. "Und Einsamkeit, Tristesse, Schmerz und Verzweiflung sind genau die Themen, die sich auch ohne viel Worte in Bildern und Blues ausdrücken lassen." (Fischer Film Almanach 1997) Ein ebenso beeindruckender wie gelegentlich nur schwer erträglicher Film.

STUDIOCANAL veröffentlicht in der anlässlich der Oscarverleihung kreierten "Award Winning Collection" mit verändertem Coverdesign erneut die bereits 2009 vorgelegte Blu-ray. Die Bildqualität ist in Relation zum Ausgangsmaterial in Ordnung. LEAVING LAS VEGAS wurde auf dem für Hollywood-Produktionen sehr ungewöhnlichen Super-16mm-Filmmaterial gedreht, das wegen der deutlich geringeren Kosten im Normalfall für TV-Produktionen verwendet wurde. Daher reicht das Bild kaum über DVD-Qualität heraus, was somit nicht dem Label anzulasten ist. Neben der englischen Originalfassung in DTS-HD 2.0 Stereo sind die deutsche Synchronfassung sowie Französisch, Italienisch, Spanisch und Portugiesisch in DTS 2.0 Stereo vorhanden. Untertitel für den Film gibt es weder deutsch noch englisch. Die Tonspuren sind ungewöhnlicherweise nur über das Menü zu wechseln. Die knappen Extras in SD beinhalten Kinotrailer, Making of und Hinter den Kulissen (15 min) sowie Interviews mit Regisseur und Hauptdarstellern (12 min) - jeweils englisch mit deutschen Untertiteln. Ein Wendecover ohne FSK-Logo ist vorhanden.

Ein sehenswertes Drama für anspruchsvoller sortierte Sammlungen, wobei der Austausch einer eventuell vorhandenen DVD sich nicht aufdrängt.
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am 16. November 2001
Nicolas Cage in einer Charakter- Rolle, in der er mir wesentlich besser gefällt als die Action- Streifen, in denen er mitspielte. Seine Darbietung des Ben, der dem Alkohol verfallenen ist, keine Zukunft hat und sich als "Lebensziel" setzt, sich tot zu saufen, spielt er so brilliant, dass er voll zu Recht mit dem Oscar ausgezeichnet wurde. Auch Elizabeth Shue überzeugt in ihrer Rolle aus Prostituierte in Las Vegas, sehr eindringlich, liebevoll, bemittleidenswert. Durch den gesamten Film zieht sich eine grenzenlose Hoffnungslosigkeit, obwohl es immer wieder scheinbare Lichtpunkte gibt, die dann aber im nächsten Moment zerfallen. Perspektivlosigkeit, unsinnige Selbstzerstörung hinterlassen ein schreckliches Bild, das sich auch lange nach dem Abspann nicht aus dem Gedächtnis verdrängen lässt- einfach deprimierend.
Sicherlich wird Popcorn auch bei diesem Film gut schmecken, jedoch ist er nicht als Unterhaltungskino gedacht, dieser Film schockiert, keine gute Wahl für eine spaßige, gesellige Runde- trotzdem sollte man ihn unbedingt gesehen haben.
Zur DVD- Umsetzung: Bescheiden, was ALLIGATOR hier bietet (noch nicht einmal einen Stern für diese "Leistung"!), es gibt nur die deutsche Tonspur, diese in DD5.1 oder Surround- Stereo hätte hier aber fast gereicht, denn die Rear- Speaker werden fast gar nicht in Anspruch genommen. Als insgesamt recht "leiser" Film fällt dies aber erst auf, wenn man speziell darauf achtet. Die Stimmung des Filmes ist so eindringlich, dass man erst beim dritten oder vierten Mal ansehen ein Augenmerk hierauf wirft. Es kann sein, dass es bereits eine neue Auflage der DVD gibt- hoffentlich mit einer englischen Tonspur- da bin ich mir aber nicht ganz sicher- vielleicht ist die ja insgesamt besser, denn Zusatzmaterial und all die Extras, die gerade das Medium DVD ausmachen, sucht man hier vergebens.
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am 28. Juli 2007
"Leaving Las Vergas" ist zweifelsohne ein Film den jeder mal gesehen haben muss. Er ist direkt, krass und endet so wie er enden muss. Genau genommen ist er näher an der Realität als dies bei vielen anderen Filmen der Fall ist. Für viele mag "Leaving Las Vegas" beim ersten Mal sehen total übertrieben rüberkommen, was er aber in keinster Weise ist. Er spiegelt lediglich das Leben tausender auf dieser Welt wieder.

Regisseur Mike Figgis drehte dieses Meisterwerk innerhalb von fünf Wochen mit Handkameras ab. Traurige Ironie des Schicksal ist es wohl auch, dass sich der Autor der Romanvorlage John OŽBrian, der lediglich seine eigenen Erfahrungen mit einbrachte, kurz nach dem Verkauf der Rechte an Hollywood sich mit einer Kugel das Leben nahm - auch eine mögliche Folge des Alkoholismus.

Nicolas Cage zeigt als zum Tode geweihter eine der besten schauspielerischen Leistungen der Filmgeschichte und hat seinen Oscar dafür allemal verdient - was ja meiner Meinung nach nicht immer der Fall ist. Er spielt absolut glaubwürdig und spiegelt somit das Schicksal vieler wieder. Sei es die Szene seinen Krampfanfalls im Casino oder die verzweifelte Suche nach seinem Stoff oder auch nur das morgendliche Erwachen. Er ist in dieser Rolle einfach perfekt.
Aber auch Elisabeth Shue zeigt in "Leaving Las Vegas" eine der besten Leistunge ihrer Filmkarriere. Sie verkörpert den Gegenpart in einer Liebesbeziehung welche nur scheitern kann so realistisch, dass sich vielleicht der eine oder andere über die Thematik des Films noch mehr Gedanken macht als es wohl eh schon der Fall ist. Sie zeigt wie es trotz einem extrem hohen Mass an erotischem Auftreten, Einfühlungsvermögen und Verständniss gegenüber der Krankheit Alkoholismus nicht möglich ist, diese eine Person die man liebt vor dem sicheren Tod zu retten, da dieser es ganz einfach selbst nicht wirklich will. Denn einzig allein darauf kommt es an - es selbst zu wollen.

Es kommt wie es kommen muss im Laufe des Filmes. Und auch das Finish mag hart erscheinen, ist aber lediglich die logische Konsequenz und wird auch in diesem Fall den einen oder anderen stark zum Nachdenken anregen. "Leaving Las Vegas" ist neben "When a Man loves a Woman" einer der wenigen Beiträge aus dem Filmgeschäft die ein sehr ernsthaftes und oft todgeschwiegenes Thema behandeln. In beiden Fällen jedoch mit Erfolg, nämlich dem Zuschauer etwas zu zeigen, nichts als die Wahrheit. Und die kann grausamer sein, als jedes erfundene Drehbuch.
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am 26. Mai 2011
"Leaving Las Vegas" ist definitiv einer meiner Lieblingsfilme! Zu diesem Preis absolut zu empfehlen. Allerdings sollte man weder zart Besaitet noch abgestumpft sein. Ich fürchte es handelt sich um ein Film für eine relativ kleine Zielgruppe, die wird allerdings begeistert sein.
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am 28. Juli 2007
"Leaving Las Vergas" ist zweifelsohne ein Film den jeder mal gesehen haben muss. Er ist direkt, krass und endet so wie er enden muss. Genau genommen ist er näher an der Realität als dies bei vielen anderen Filmen der Fall ist. Für viele mag "Leaving Las Vegas" beim ersten Mal sehen total übertrieben rüberkommen, was er aber in keinster Weise ist. Er spiegelt lediglich das Leben tausender auf dieser Welt wieder.

Regisseur Mike Figgis drehte dieses Meisterwerk innerhalb von fünf Wochen mit Handkameras ab. Traurige Ironie des Schicksal ist es wohl auch, dass sich der Autor der Romanvorlage John OŽBrian, der lediglich seine eigenen Erfahrungen mit einbrachte, kurz nach dem Verkauf der Rechte an Hollywood sich mit einer Kugel das Leben nahm - auch eine mögliche Folge des Alkoholismus.

Nicolas Cage zeigt als zum Tode geweihter eine der besten schauspielerischen Leistungen der Filmgeschichte und hat seinen Oscar dafür allemal verdient - was ja meiner Meinung nach nicht immer der Fall ist. Er spielt absolut glaubwürdig und spiegelt somit das Schicksal vieler wieder. Sei es die Szene seinen Krampfanfalls im Casino oder die verzweifelte Suche nach seinem Stoff oder auch nur das morgendliche Erwachen. Er ist in dieser Rolle einfach perfekt.
Aber auch Elisabeth Shue zeigt in "Leaving Las Vegas" eine der besten Leistunge ihrer Filmkarriere. Sie verkörpert den Gegenpart in einer Liebesbeziehung welche nur scheitern kann so realistisch, dass sich vielleicht der eine oder andere über die Thematik des Films noch mehr Gedanken macht als es wohl eh schon der Fall ist. Sie zeigt wie es trotz einem extrem hohen Mass an erotischem Auftreten, Einfühlungsvermögen und Verständniss gegenüber der Krankheit Alkoholismus nicht möglich ist, diese eine Person die man liebt vor dem sicheren Tod zu retten, da dieser es ganz einfach selbst nicht wirklich will. Denn einzig allein darauf kommt es an - es selbst zu wollen.

Es kommt wie es kommen muss im Laufe des Filmes. Und auch das Finish mag hart erscheinen, ist aber lediglich die logische Konsequenz und wird auch in diesem Fall den einen oder anderen stark zum Nachdenken anregen. "Leaving Las Vegas" ist neben "When a Man loves a Woman" einer der wenigen Beiträge aus dem Filmgeschäft die ein sehr ernsthaftes und oft todgeschwiegenes Thema behandeln. In beiden Fällen jedoch mit Erfolg, nämlich dem Zuschauer etwas zu zeigen, nichts als die Wahrheit. Und die kann grausamer sein, als jedes erfundene Drehbuch.
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