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am 17. Mai 2015
Story (5)
Die Geschichte spielt in Delft im 17. Jahrhundert. die 17-jährige Griet wird als Dienstmagd in der Familie des berühmten Malers Jan Vermeers in Dienst genommen.
Die sehr schüchterne aber kluge Griet ist fasziniert von der neuen Welt, die sich ihr hier eröffnet. Es entwickelt sich eine Zuneigung zwischen Vermeer und seiner Dienstmagd, die ihn mehr und mehr zu inspirieren vermag.
Als er den Auftrag eines reichen Mäzen erhält Griet zu malen, nimmt die Handlung eine dramatische Wendung...

Die Strasse von Delft sind schmutzig, die Hände der Dienstmagd zerschunden und vom Wäsche Kochen gerötet. Wir haben es hier wahrlich nicht mit einer glattgebügelten Hollywood-Produktion zu tun, sondern mit einer sehr authentischen und zeitgemässen Umsetzung.
Scarlett Johansson, spielt die eingeschüchterte Griet hervorragend und das Zusammenspiel mit Colin Firth als Vermeer ist beeindruckend. Es ist kein Film der grossen Worte oder Erklärungen. Vieles wird nur angedeutet durch Gesten oder Augenkontakt – manche Szenen nur durch Körperhaltungen oder Blicke inszeniert. In jedem Fall aber gekonnt und beeindruckend umgesetzt, eher wie in einem Theaterstück, zuweilen ist alles genau so arrangiert wie auf einem Gemälde und nicht selten werden ganze Szenen auf ein Vermeer-Bild hin arrangiert. Die düstere Grundstimmung und die allgemein eher dunkel gehaltenen Szenerie vermögen diesen Eindruck noch zu vertiefen.

Hier wird nicht dem Publikumsgeschmack gehuldigt und genau das ist es, was diesen Film zu einem kleinen Meisterwerk werden lässt.

Bild (2)
Das Bildseitenformat liegt in 2.35:1 ( 15:9 CinemaScope ) vor.
Ausgerechnet in einem Film, in dem die Kraft der Bilder und der Farben thematisiert wird, haben wir es mit einer Blu-ray-Umsetzung zu tun, die jeder Beschreibung spottet.
Der Schärfegrad ist sehr bescheiden, knapp akzeptabel bei Nahaufnahmen, absolut ungenügend bei Totalen.
Der Kontrast ist stellenweise auf VHS-Niveau. In dunklen Szenen und davon gibt es hier viele, säuft das Bild dann auch mal komplett ab. Ebenso markant ist das Bildrauschen, in dunklen Szenen, das ich auf einer Blu-ray in dieser Ausprägung bis heute noch nie gesehen habe.
Alles in allem keine wirkliche HD-Umsetzung sondern bestenfalls eine dilettantische DVD-Hochskalierung.

Ton (4)
Das Tonformat liegt in DTS-HD Master 5.1 vor.
Wenigstens den Ton hat man gut hinbekommen. Es entsteht eine beachtliche Surroundkulisse und auch die Dynamik lässt kaum Wünsche offen. Obwohl es sich um ein sehr ruhig inszenierten Film handelt, hat man eine ausgezeichnete Tonumsetzung.
Auch die Dialoge sind stets gut zu verstehen, und die Balance ist ausgewogen und stimmig.

Extras (3)
Gibt es reichlich, hat mich aber nicht interessiert. Es gibt ein Wende-Cover!

Fazit: Ein kleines Meisterwerk, keine Frage, das aber durch die dilettantische Bildumsetzung dieser Blu-ray zerstört wurde.
Wenn man die DVD besitzt, ist der Kauf dieser Blu-ray unnötig. Ich kann das Produkt in der vorliegenden Ausgabe leider nicht empfehlen!
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Die Illusion ist perfekt. Man fühlt sich ins Holland des 17. Jahrhundert zurückversetzt. Eine junge Magd verdingt sich im Haushalt eines Malers. Zwei völlig konträre Welten treffen aufeinander. Doch, das Genie des Malers verbindet sich mit dem einfachen Mädchen ohne Schulbildung im tieferen Verständnis der Kunst. Daraus entsteht eine hocherotisch, wenn auch völlig platonische Liaison und eines der bedeutendsten Meisterwerke des malerischen Ausdrucks.
Ein Film, der in völlig ruhigem Fahrwasser schifft. Scarlett Johansson ist als Griet einfach unbegreiflich schön und kommt dem Original erschreckend nahe. Colin Firth als Johannes Vermeer spielt unbeschreiblich unspektakulär und vielleicht alleine dadurch so authentisch.
Der Film über ein Meisterwerk der Malerei ist selbst zu einem cineastischen Meisterwerk gereift, fern ab von jeglicher reißerischen und hollywoodliken Action.
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TOP 1000 REZENSENTam 2. August 2015
Dieser Film entführt ins Delft Mitte des 17. Jahrhunderts. Der Alltag der Menschen in Delft wird ausdrucksstark und detailgenau in Szene gesetzt. So gab es eine bessergestellte Schicht des Bürgertums und eine arme Unterschicht, die kaum soziale Aufstiegschancen hatte.
Dazu gehört auch die Magd Griet, die ihren harten Arbeitsalltag im Haushalt des Malers verlebt.
Dabei nimmt man enorm Anteil an ihrer garstig geduldeten Person und freut sich mit ihr über die Lichtblicke in ihrem Leben. Dazu gehören die Ansicht der Gemälde im Atelier, ihre Arbeit beim mischen der Farben und ihre Zuneigung für den Maler Vermeer. Auch er scheint ihr zugetan zu sein und so nimmt sie auch das Bohren von Ohrlöchern für ein Bild in Kauf. Der Maler aber verliert nach Fertigstellung des Bildes auch das Interesse für die Muse Griet.

Ein vielseitiger und gefühlvoller Film, der sich um die Entstehung des bekannten Bildes rankt.
Die beschriebenen Personen und Gemälde des Buches von Tracy Chavlier werden in diesem Film vor dem Auge des Betrachters lebendig. Selten haben Film und Buch so sehr die gleiche Atmosphäre dargestellt wie bei diesem Werk. Die ausgezeichneten Schauspieler tragen einen beträchtlichen Anteil daran.
Eine Filmerlebnis der besonderen Art durch die schönen Aufnahmen und eine tragische Geschichte, die einfach berührt.
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Jan Vermeer (1632-1675), im Film dargestellt von dem sehr gut aussehenden Schauspieler Colin Firth , lebte als Maler in Delft.
Neben Franz Hals und Rembrandt gehört er zu den drei bedeutendsten Vertretern der holländischen Malerei des 17. Jahrhunderts.
Interessant bei seinen Gemälden ist die Behandlung des Lichts, über das die zumeist in Tätigkeiten versunkenen Figuren ihren einzigen Außenbezug erhalten.
Diese Lichtgestaltung kommt im Film sehr gut zum Ausdruck und lässt die einzelnen Filmsequenzen selbst wie Gemälde Vermeers erscheinen.
Man erlebt den Maler bei seiner Arbeit. Er wohnt im Hause seiner Schwiegermutter, die alle Familienmitglieder beherrscht. Sie ist eine schrecklich raffsüchtige, unsympathische Person. Vermeers Ehefrau Catharina Bolnes - sie ist fortwährend schwanger - wirkt ebenfalls sehr unsympathisch, nicht zuletzt, weil sie aufgrund ihrer fürchterlichen Eifersucht sehr ungerecht zu ihrem Personal ist.
Die hübsche, betont zurückhaltende Griet ( Scarlett Johansson) arbeitet als Dienstmädchen im Hause Vermeer. Sie wäscht die Wäsche, putzt das Silber, schrubbt die Böden.
Als sie Vermeers Bilder sieht ist sie fasziniert. Man spürt, dass sie intuitiv begreift, was der Künstler aussagen möchte. Vermeer fühlt, dass Griet ein tieferes Verständnis für sein Tun besitzt und lehrt sie, Steine wie Lapislazuli zu zerstoßen und Farben zu mischen. Er erklärt ihr auch das Geheimnis von Farbkompositionen und den Sinn der Camera Obscura. Die beiden sprechen über die Bilder, die er malt und nur darüber. Griet erweist sich als sehr kritische, selbstbewusste Beobachterin.
Dies alles geschieht heimlich, weil Vermeers Gattin die mentale Nähe zwischen Vermeer und Griet niemals dulden würde.
Die Beziehung zwischen dem Künstler und der Magd ist bis zum Ende des Films eine platonische, obschon man hofft, dass sie zu einer Person verschmelzen. Die unendliche Sehnsucht im Blick beider Protagonisten, das unterdrückte Begehren, wenn Sie einander anblicken, schmerzt den Zuschauer. Man wünscht den beiden Erlösung.
Vermeers Mäzen möchte, dass der Künstler ein Portrait von der schönen Griet anfertigt. Auf diese Weise entsteht " Das Mädchen mit dem Perlenohrring", vielleicht eines der bekanntesten Gemälde des Künstlers.
Als Vermeers Ehefrau von dem Bild Kenntnis erlangt, muss Griet das Haus verlassen....

" Das Mädchen mit dem Perlenohring " stellt vortrefflich die Gepflogenheiten und Sitten des Barockzeitalters in Holland dar.
Die Schauspieler spielen ihre Rollen überzeugend. Der Film ist ein Genuss für die Augen des Betrachters. Mit Dialogen wird sehr sparsam umgegangen, primär wird Kommunikation durch sehr eindringliche, aber auch sehr scheue Blicke dargestellt.

Die Ton und Bildqualität lassen nichts zu wünschen übrig.

Empfehlenswert.
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am 25. August 2004
Die junge Griet muss nach einem Unfall ihres Vaters, wobei dieser erblindet ist, als Magd arbeiten. Sie findet eine Stellung bei dem Maler Vermeer. Dort muss sie unter anderem dessen Atelier putzen, stehts darauf bedacht, nichts zu verstellen, was der Künstler gerade malt. Mit der Zeit baut sich zwischen Vermeer und Griet ein Vertrauensverhältnis auf, das darin endet, dass Vermeer den Auftrag bekommt, Griet zu malen. Es entsteht das berühmteste Gemälde Vermeers.
Dieser Film ist einfach Wunderschön!! Jedes gefilmte Bild ist fast schon ein Kunstwerk für sich. Nicht umsonst wurde der Film für "Beste Kamera" Oscar nominiert. Der Film hält sich, was sehr schön ist, nah an die Romanvorlage von Tracy Chevalier, die Schauspieler sind perfekt ausgesucht. Scarlett Johansson scheint, seit Lost in Tranlsation" auf "tragische" Rollen abonniert zu sein. Colin Firth spielt Vermeer mit wunderbarer Ausdruckskraft. Man spürt die Anziehungskraft, die zwischen Herr und Magd ist, fast körperlich. Dieser Film zeigt mal wieder, wie viel Bedeutung Blicke und einfache Berührungen doch haben können.
Ich kann nur empfehlen, reingehen und schauen!!! Selten war Sehnsucht so schön!
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am 27. April 2005
Die junge Griet muss nach einem Unfall ihres Vaters, wobei dieser erblindet ist, als Magd arbeiten. Sie findet eine Stellung bei dem Maler Vermeer. Dort muss sie unter anderem dessen Atelier putzen, stehts darauf bedacht, nichts zu verstellen, was der Künstler gerade malt. Mit der Zeit baut sich zwischen Vermeer und Griet ein Vertrauensverhältnis auf, das darin endet, dass Vermeer den Auftrag bekommt, Griet zu malen. Es entsteht das berühmteste Gemälde Vermeers.
Dieser Film ist einfach Wunderschön!! Jedes gefilmte Bild ist fast schon ein Kunstwerk für sich. Nicht umsonst wurde der Film für "Beste Kamera" Oscar nominiert. Der Film hält sich, was sehr schön ist, nah an die Romanvorlage von Tracy Chevalier, die Schauspieler sind perfekt ausgesucht. Scarlett Johansson scheint, seit Lost in Tranlsation" auf "tragische" Rollen abonniert zu sein. Colin Firth spielt Vermeer mit wunderbarer Ausdruckskraft. Man spürt die Anziehungskraft, die zwischen Herr und Magd ist, fast körperlich. Dieser Film zeigt mal wieder, wie viel Bedeutung Blicke und einfache Berührungen doch haben können.
Ich kann nur empfehlen, reingehen und schauen!!! Selten war Sehnsucht so schön!
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am 20. September 2005
Tatsächlich ist "das Mädchen mit dem Perlenohrring" ein ungewöhnlicher Film. Arm an äußerer Handlung entfaltet der Streifen einen sinnlichen Zauber, der seinesgleichen sucht.
Der perfektionistische Maler Johannes Vermeer lebt mit seiner Schwiegermutter, seiner verhärmten Frau und einem Haufen Kinder in einem förmlich-durchorganisiertem Haushalt. Als die Magd Griet zu ihnen stößt, fasziniert sie ihn mit ihrer einfachen Natürlichkeit und ihrem genuinen Kunstverständnis. Zwischen beiden entwickelt sich eine Faszination, die den Maler schließlich zu seinem bekannten Gemälde inspiriert. Dieser "Verrat" wird aber von der übrigen Familie nicht hingenommen...
Die Beziehung der beiden Hauptpersonen ist weit entfernt von einer sexuellen - was im rigiden katholischen Umfeld wohl auch schwer möglich gewesen wäre- , wohl ist sie aber sehr erotisch in ihrem Wechselspiel der Blicke und Gesten. Der Höhepunkt des Films ist auch das Höchste der Körperlichkeit für die Protagonisten: Vermeer durchsticht Griets Ohrläppchen, um sie mit dem Perlenohrring seiner Frau zu schmücken.
Gebettet sind die Szenen in ein reizvolles, historisches Ambiente. Der Regisseur Peter Webber erliegt glücklicherweise nicht der Versuchung, Vermeers Bilder grundsätzlich 1:1 nachzustellen. Vielmehr atmet sein Film das Flair der Vermeer'schen Gemälde: die Farbe, der Lichteinfall mit den entstehenden Schlagschatten, die Interieurs und Durchblicke, die typischen Requisiten. Die tiefe Ruhe und stoffliche Sinnlichkeit der Bilder durchzieht den ganzen Film.
Gespielt wird durch die Bank hervorragend, die Musik ist bisweilen an der Grenze zu einer Melodramatik, die dem Film eigentlich fremd ist.
Wenn es im 21. Jahrhundert eines Beweises bedürfte, dass Malerei ein sinnliches Vergnügen sein kann: hier ist er.
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am 22. September 2015
Finde den Film ganz gut, hatte ihn vor ein paar Jahren im TV gesehen und war fasziniert. Ganz so wie damals hat der Film mich heute nicht mehr berührt, warum auch immer, aber er ist dennoch gut. Die Bildqualität ist allerdings wirklich, wirklich mies und ich habe keine Ahnung wieso. Ich glaube wirklich, dass das die schlechteste Bildqualität ist, in der ich seit langem einen Film gesehen habe.
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am 17. Dezember 2006
Verbürgt ist über das Leben des niederländischen Malers Johannes Vermeer, dass der Vater von elf Kindern lediglich 35 Gemälde hinterließ und verarmt starb. Wer allerdings die geheimnisumflorte, ernste junge Frau mit den leicht geöffneten, glänzenden Lippen und dem elegant gewundenen Kopftuch war, die den Betrachter in Vermeers Gemälde "Das Mädchen mit dem Perlenohrring" direkt ansieht, ist ungewiss. Für Peter Webber war dieses Bild Ausgangspunkt für das muntere Fabulieren einer stillen Romanze, die gleichzeitig Epochenporträt und bedingt auch Künstlerbiographie ist.

Ein lebhaftes Treiben herrscht im Delf des 17. Jahrhunderts. Wunde Frauenhände waschen im Wechsel mit der Zerkleinerung von Gemüse grobe Leinenstoffe. Metzger bieten auf den Markt gut gelaunt Schweinköpfe an. Kinder toben spielend zwischen den Arbeitenden herum Im Winter ist auf dem Kanal Schlittschuh angesagt.

In Mitten des lärmenden Trubels lebt der melancholische Maler, ein Grübler und Zauderer, vorzugsweise allein in seinem Atelier, sich einer meditativen Ruhe hingebend. Scheu betritt die Dienstmagd Griet, die weder lesen noch schreiben kann, das Atelier ihres Herrn. Putzen soll sie, aber vor allem nichts verändern. Niemand im Haus weiß, dass die Tochter eines erblindeten Porzellanmalers einen Sinn für Kunst hat. Intuitiv erfasst sie die Bedeutung jeder Einzelheit, ahnt sofort, dass saubere Atelierfenster die gewohnten Lichtverhältnisse verändern.

Griet wird zur Assistentin des Malers und bald zur seiner Vertrauten. Aus scheuen Blicken werden verstohlene Berührungen. Weil nicht genug Platz im Haus ist, schläft sie im Atelier. Nuancenreich, mit sprechenden Blicken, stellt Scarlett Johansson das erotische Erwachen des feinfühligen Mädchen dar. Es ist vor allem ihre Mimik, aus die der Film seine Spannung bezieht. Atmosphäre spenden neben der sich entwickelnden Nähe zwischen Maler und Dienstmagd, die sorgfältig fotografierten Bilder des Filmes. Webber versucht die Bilderwelten Vermeers zu imitieren. Die Kamera fängt aufmerksam die Lichtverhältnisse und Farben seiner Bilder ein und schwelgt im Zauber des Alltäglichen.

Um den feinen Kern aus Blicken und aufkeimender Nähe zimmert Webber ein gröberes Gerüst: Eine misstrauische, eifersüchtige Ehefrau, eine kalt berechnende Schwiegermutter und ein lüsterner Mäzen, der der Magd nachstellt und ein Porträt von ihr in Auftrag gibt, eben jenes Bildmis "Das Mädchen mit dem Perlenohrring".
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am 5. März 2007
Meister Vermeer malte das beruehmte Bild, in dem ein junges Maedchen mit einer blau-weissen Haube sich dem Betrachter ueber ihre Schulter hinweg zuwendet. In ihrem Ohr prangt - eigentlich unpassend zur sonstigen Kleidung - ein Perlenohrring.

Zu eben diesem Bild ist in diesem Film eine Geschichte erfunden worden. Die Geschichte eines Dienstmaedchens im Hause Vermeer, das den jungen Vermeer inspiriert, das dafuer aber Neid und Hass von Vermeers Ehefrau ernten darf.

Des Maedchens Faszination fuer den Maler und seine Welt hebt sie fuer einen Augenblick aus ihrem Alltagsleben heraus - trotzdem vermag die Liebe letztlich nicht zu siegen.

Ein Geselschaftsportrait aus der Zeit, mit authentischen Kleidern, wunderbarer Beleuchtung, Bildern, von denen manches selbst ein Gemaelde sein koennte.

Was mich ein bisschen stoerte war, dass der Film letztlich dieses Portrait blieb. Zwar entspinnt sich eine zarte Liebesgeschichte - letztlich ist sie aber so schnell wieder vorbei, wie sie gekommen ist, und hat im Leben des jungen Maedchens nicht wirklich etwas veraendern koennen. Gut, einmal stand sie neben einem Man, der Geschichte schrieb, durfte mit ihm Farben anruehren, sich ueber Licht Gedanken machen - aber am Ende wird sie aus dem Hause gejagt, und wenn Vermeer ihr auch ein letztes Zeichen seiner Verbundenheit schickt, so bleibt sie doch die Magd, die sie zu Beginn war.

Vielleicht will man das so, vielleicht ist es so realistisch. Ich denke aber doch, dass das plot ein bisschen kraeftiger haette sein duerfen - dies ist eine rein persoenliche Bemerkung.

Trotzdem bleibt der Film natuerlich ungewoehnlich, etwas Besonderes und sehr sehenswert.

Ich moechte ihn daher gerne empfehlen.
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