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Kundenrezensionen

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am 3. Mai 2006
Ein wunderschöner Film, keine Frage. Insoweit kann ich mich zu diesem Punkt meinen Vorrednern nur anschließen. Und gerade weil ich diesen Film so mag und seine deutsche Synchronfassung gut kenne, ist es eine Frechheit, was sich Kinowelt mit dieser DVD-Umsetzung geleistet hat: Die deutsche Kinofassung war in der Endphase des Films (ca. die letzten 30 Minuten) gekürzt, wichtige kurze Passagen fehlten. Was macht Kinowelt? Statt die geschnittenen Originalszenen einzufügen und deutsch zu untertiteln, wird die englische Tonspur komplett belassen und mit deutschen Untertiteln versehen. Die ganze verbleibende halbe Stunde des Films in Englisch, obwohl der größte Teil in deutsche Synchronisation vorliegt! In meinen Augen eine Unverschämtheit! Kinowelt hat mich hier sehr enttäuscht.

Der Film ist Spitze, aber diese DVD-Umsetzung verdient aus genannten Gründen nur einen Stern.
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am 8. Juli 2010
Ich muss gestehen, dass ich noch nie von diesem Film gehört hatte, bis ich per Zufall auf die DVD stiess. Als Liebhaber von Abenteuerfilmen musste ich da natürlich zugreifen: Und ich wurde nicht enttäuscht. Nachdem heute über jeden erdenklichen Mist ein Riesenbrimborium veranstaltet wird, finde ich es umso schlimmer, dass eine kleine Perle wie "Land der schwarzen Sonne" so sang- und klanglos auf dem Markt gelandet und wieder untergegangen ist. Dieser Film ist sehenswert für alle, die sich noch für Kino interessieren, das eine Geschichte zu erzählen hat und nicht von Action und Special-Effects bis zum Überdruss zugekleistert wird.

Erzählt wird die wahre Geschichte von Burton und Speke, zwei Freunden und Forschern, die versuchten, mitten im 19. Jahrhundert, die Quelle des Nils zu finden. Während Burton eher ein Anthropologen war, der mehr über die eingeborenen Stämme und deren Kulturen erfahren wollte, die sie auf ihren Reisen antrafen, war Speke mehr an der Entdeckung der Quelle selbst interessiert. Zurück in England werden sie zu Feinden, weil Speke durch Intrigen dazu gebracht wird, sich gegen Burton zu stellen und jedem erzählt, der es hören möchte, dass er allein die Quelle des Nils entdeckte.

"Land der schwarzen Sonne" zeichnet sich aus durch ausnahmslos ausgezeichnete Darsteller, dazu passende, aber niemals aufdringliche, musikalische Untermalung, tolles Lokalkolorit des Englands dieser Zeit und dann natürlich vor allem durch die berauschenden und farbenprächtigen Bilder der Landschaften und Menschen von Afrika.

Bob Rafelson gelingt in diesem Film ein überzeugendes Porträt zweier Männer, die durch Abenteuer und Entbehrungen zuerst zusammengeschweisst werden, sich aber, je näher sie ihrem Ziel kommen, immer mehr entfremden und schliesslich zu Gegnern werden. Fern jeder Hollywood-Klitsche ist "Land der schwarzen Sonne" ein ruhiger, episch-spannender Film der einen in eine andere Zeit und ein unbekanntes Land zu entführen vermag und ganz einfach sehr gut unterhält.
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am 11. Juli 2010
Der Film zeigt eine der letzten großen Entdeckungen in der Geschichte der Geographie, nämlich die Suche nach den Quellen des Nils. Richard Burton hatte sich bereits einen Namen gemacht durch Einsätze in Indien, so dass ihm die Leitung dieser Expedition übergeben wurde. Im Film wird er äußerst beeindruckend dargestellt, als kulturinteressierte, sprachgebabter Charakter, dem überall Loyalität und Bewunderung entegegengebracht wird. Das ist historisch nicht ganz korrekt, musste Burton doch sein ganzes Leben gegen viele Feinde der in der Obrigkeit kämpfen. Auch Livingston war im Gegensatz zu der Darstellung im Film, Burton nicht zugewandt.

Der Film beginnt sehr detaillgetreu mit dem Angriff in Berbera, wo viele historische Einzelheiten sehr genau gezeigt werden, wie die Verwundungen der beiden Protagonisten. Der zweite Anlauf beginnt ebenfalls in tollen Bildern und vielen Details. Die Erschöpfung und Strapazen der Expedition sind sehr atmosphärisch. Leider beginnen gegen Ende einige historische Unkorrektheiten. Die im Film gezeigte Geschichte mit dem wahnsinnigen Häuptling hat so nicht stattgefunden. Die Entdeckung des Victoria-Sees entstand vielmehr auf dem Rückweg der Expedition, als Halt an einem arabischen Stützpunkt namens Kazeh (Tabora) gemacht wurde, und Speke mit einer kleinen Gruppe den Gerüchten eines großen Sees im Norden folgte.

Die steigende Anspannung zwischen den beiden Charakteren auf der gesamten Rückreise fehlt leider im Film. Auch das entscheidende Versprechen von Speke, in England auf Burton zu warten, wird nicht gezeigt, aber zumindest erwähnt. Speke scheint mehr Opfer von Zeitungsverleger (und Geliebten?) Oliphant zu werden, dabei war er in Wirklichkeit innerlich längst ein Feind Burtons.

Für mich wirkt der Film leider etwas zerschnitten. Auch durch das Einfügen der nicht synchronisierten Teile geht viel an Schwung verloren. Insgesamt aber ist der Film ein MUSS für jeden, der eine Burton Biographie gelesen hat, und jeden, der sich für Abenteuer, Entdeckungen und Afrika begeistert.
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am 27. April 2015
Der Spielfilm zeigt die strapaziöse 1857er Expedition von Richard Francis Burton und John Speke ins Innere Afrikas, auf der Suche nach der Quelle des Nils. Er besticht durch grandiose und stimmungsvoll abgetönte Bilder aus Kenia, bombastische Herzschlagmusik und einiges Drama in Afrika wie auch in England - und zeigt viel Gewalt.

Die Kamera ist immer nah am Geschehen; der Betrachter kann sich den Ereignissen nicht entziehen, vor allem in den gut choreographierten afrikanischen Massenszenen. Land der schwarzen Sonne basiert auf dem Roman Burton and Speke von William Harrison, der zusammen mit Regisseur Bob Rafelson auch das Drehbuch schrieb.

Ich kenne einige Burton-Biografien und war verblüfft - Iain Glen spielt John Speke so, wie ich ihn vor Augen hatte. Patrick Bergin als Burton wirkt wie ein romantischer Musketier, etwas jünglingshaft, verkörpert jedoch nicht wirklich das ebenso männliche wie intellektuelle historische Vorbild, und dessen außereuropäischer Frauenverbrauch (laut Biograf Burton) erscheint gar nicht auf der Leinwand.

Beide Hauptdarsteller wirken nach monatelangem, entbehrungsreichem Fußmarsch weniger abgekämpft, als nach den Biografien zu erwarten, wenn auch etwas hysterisch. Auch sonst entfaltet der Film zwar einen spürbaren Sog über gut zwei Stunden hin; doch historisch stimmt vieles nicht.

Das Biopic enthält markante Szenen und Sätze aus der bei Drehbeginn aktuellsten Burton-Biografie, The Devil Drives von Fawn Brodie (1967). Freilich spekuliert Brodie nur zart über homosexuelle Neigungen bei Speke – der Film zeigt die zwei Entdecker Speke und Burton knutschend im Fieberwahn. (Mehr Links und Hintergründe auf meiner Webseite.)

Zur DVD:

Die DVD zeigt den Film in 130 Minuten Länge - mehr, als im deutschen Kino zu sehen war und synchronisiert wurde. Einige Szenen erscheinen darum nur auf Englisch mit deutschen Untertiteln. Wahlweise gibt es auch den ganzen Film auf Englisch, deutsch untertitelt. Englische Untertitel fehlen leider. In der deutschen Tonspur sind die Stimmen wie üblich klarer als im O-Ton.

Farben und Schärfe sind passabel, reißen aber nicht hin. Die DVD enthält noch einen fünfminütigen Drehbericht auf Englisch ohne Untertitel. Dieses "Featurette" zeigt überwiegend Szenen aus dem fertigen Film und nur sekundenweise Dreharbeiten oder Statements der Hauptakteure – Erkenntnisgewinn: nahe 0.

Kritiker:

IMDB: 7,3 von 10 Publikumssternen
Rotten Tomatoes: 69 % Kritikerzustimmung (mit englischen Kritikerzitaten)

Kino.de:

Die farbenprächtige und ungemein abenteuerliche Geschichte der authentischen Freundschaft und Rivalität zweier sehr unterschiedlicher Männer. Dem renommierten Regisseur Bob Rafelson ("Die Schwarze Witwe") gelang mit atemberaubenden Bildern und einer großen Story ein meisterliches Stück Hollywood-Unterhaltung, an dem die Hauptdarsteller Patrick Bergin ("Ein Mann wie Taffin"), Iain Glen ("Gorillas im Nebel") und Richard E. Grant ("Warlock - Satans Sohn") maßgeblichen Anteil haben. Ein Familienfilm auf gehobenem Niveau, ein prachtvoller Bilderbogen voller Spannung und Dramatik.

Filmzentrale.de:

Was kann man schon gegen pralles Kino sagen: Action, Abenteuer, Exotik, Zeitkolorit, prächtige Landschaften und Bauten... zwei Stunden Opulenz, inszenatorische Verve und einige Drehbucheinfälle... ärgert dieser Film sowohl mit dem Prunk und der Anstrengung, die er andauernd ausstellt, als gälte es, uns jede Sekunde an die „Größe" des ganzen Unternehmens zu erinnern, als auch mit der Ängstlichkeit, mit der er eine Reihe seiner Geschichten sich nicht zu erzählen traut: zwei bis drei homosexuelle Liebesgeschichten... als Regisseur ein Angeber.

Michael Althen für die Süddeutsche Zeitung:

((Regisseur)) Rafelson interessiert sich auch weniger für den Fortlauf ihrer Reise ins Unbekannte, sondern mehr für die Unterbrechungen, die Hindernisse, die Lücken im Erzählen. Es kommt keine Kontinuität des Erlebens zustande, gezeigt werden nur Eindrücke, Bruchstücke, Sensationen.

Roger Ebert gibt 3,5 von vier Sternen:

It's a not a movie about adventure and action, it's an epic about the personalities of the men who endured incredible hardships because of their curiosity, egos, greed or even because of their nobility…. Rafelson (whose credits include "Five Easy Pieces") fills his movie with unobtrusive period detail; he has not only the costumes and the settings right, but also the attitudes, as men in proper attire and an astonishing variety of facial hair… "Mountains of the Moon" is completely absorbing. It tells its story soberly and intelligently, and with quiet style. It doesn't manufacture false thrills or phony excitement. It's the kind of movie that sends you away from the screen filled with curiosity to know more about this man Burton… It is a tribute to this movie that, at the end, neither the filmmakers nor their audience have much interest in whether anyone found the source of the Nile.

Rolling Stone, Peter Travers:

An epic of sweep and intimacy… Rafelson's fondness for breathtaking vistas sometimes slows the pacing… Patrick Bergin, an Irish stage actor who has appeared in two films (The Courier and Taffin), gives Burton the stature of a hero who could walk twice across Africa or cut open his own swollen leg to ease a crippling case of cellulitis. Bergin's triumphant performance is deepened by his haunted eyes, which burn with the insatiable social and sexual curiosity that kept Burton at odds with polite society. In bed with his lover Isabel Arundel (Fiona Shaw), the lusty Burton uses a candle to inspect her erogenous zones… Despite the film's rousing thrills, startling beauty and searching performances, the prevailing tone is meditative, sorrowful

New York Times, Vincent Canby (vergleicht auch Film und Geschichte):

Big in all technical ways. It was filmed on locations in Africa and England and looks authentic. It is rich in precise period details… The screenplay, written by Mr. Harrison and Mr. Rafelson, takes a number of liberties with the facts, which is permissible if the spirit of those facts is preserved. In their effort to cram 10 years of wide-ranging history into approximately two hours of running time, the writers have left out some events and so foreshortened others that everything seems to have happened within a year or so… An actor of the young Sean Connery's physical and intellectual presence was needed for Burton. Instead he is played by Irish-born Patrick Bergin, who hasn't the screen heft to rivet attention. He has the right build and looks, but the performance is polite, rather colorless, that of a new actor attending to his director.

TimeOut London:

Unbounded praise for Roger Deakins' photography, equally at home with the sun-baked African vistas and the dark wood tones of the Royal Geographic Society. Despite longueurs, this handsome epic has a spark of intelligence and a pleasing wit.

Washington Post, Rita Kempley:

Intriguing, albeit overlong… an intimate safari into the souls… Patrick Bergin, a tall, dark and smoldering type, plays the swashbuckling Burton with a wide-screen sensuality. Comfortably sexy, he delights as much in the discovery of a new dance as a new people or a new love in his life… manages to bring history to life in a manly fashion that is not only touching but irreverent. There are moments worthy of both Rudyard Kipling and Monty Python, moments of sublime comedy born of obstinacy and cultural misunderstanding… Though the story meanders like the Nile and bogs down in the silt of British domestic life, there are joys in a river trip.

Entertainment Weekly:

The film can’t make up its mind whether to treat Burton as a human being or a mythic swashbuckler, a 19th-century Indiana Jones. The Irish actor Patrick Bergin speaks his lines in a booming, generic he-man’s voice. He’s believably fearless, but his personality has no weight or flamboyance. Surely the real Burton, a man far ahead of his time and culture, would have been a complex eccentric and not this square-jawed Saturday-matinee stud… The character we get to know best is a sadistic tribe leader who delights in publicly humiliating Burton and his men… Aside from the inevitable grinning safari guide (Paul Onsongo), none of the friendly natives ever develops into a character.
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am 24. November 2012
Über den Film selber wurde hier glaube ich genug geschrieben,ein Männerfilm,ein Abenteuer Film aus einer der aufregensten Epochen Afrikas.
Aber weshalb werden Filme in Deutschland einfach so gekürzt?
In dieser DVD wurden die gekürzten Szenen wieder angefügt,in Englisch mit deutschem Untertitel?Vermutlich müssen wir noch dankbar sein das der Untertitel nicht Serbo Kroatisch oder Finnisch ist.
Es ist schlichtweg eine Frechheit das Deutsche Fassungen teilweise um wichtige Passagen gekürzt werden und man sich dann weigert eine anständige DVD Fassung auf den Markt zu bringen.
Weiterhin wäre es Wünschenswert als Bonus Material eine Doku über die Suche nach der Quelle des Nils beizufügen.
Eigentlich wollte ich dieser DVD nur 2 Sterne vergeben,da der Film an sich aber 6 Sterne verdient werden es nun 4.
Ich hoffe nur der Film geht nicht ganz verloren und es gibt eines Tages eine vernünftige DVD Fassung.
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am 17. November 2013
I purchased this film from Amazon.de and there was NO WARNING anywhere that the DVD is Region 1.

When I received the DVD it wouldnt play in my german DVD player, so I tried an american DVD player (region 1) and it didnt work on that either.

I tried my region-free DVD player on my laptop and it finally worked, but only when I used VLC player, it wouldnt work with MS Media player on a danish Windows 7 system.

When I look at the DVD itself, it says in small print that it is Region 1. However, it will not play on a region 1 player, only the region-free player described above.

Of course I might possibly return it at my own time and expense, but that would add even more resources to a movie which was not that exciting.

I give it 2 stars because the movie was OK. Getting the movie to play at all....well that is a different adventure.
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am 10. April 2012
I have been in Africa many times and in many places, including Tanzania, Zanzibar (where the film starts). This film brings me the closest possible in the African mood. Much more than for example the film "Out of Africa". The only thing that is missing are the African smells. I cannot blame the DVD for that of course. :-) Excellent script. Very good camera work. If you are longing for Africa, this film is about the best comfort you can find in your TV-chair in Europe.
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am 28. Januar 2006
"Mountains Of The Moon" - so der treffendere Originaltitel - erzählt die Geschichte von Richard Burton (Patrick Bergin) und John Speke (Iain Glen). Richard Francis Burton (19.3.1821-19.10.1890) beherrschte eine Vielzahl von orientalischen Sprachen, reiste als Pilger verkleidet nach Mekka, als dies für Christen noch verboten war, übersetzte viele Werke, darunter "Tausendundeine Nacht" ("The Arabian Nights"), den "Duftenden Garten" und das "Kama Sutra" ins Englische. John Hanning Speke (4.5.1827-15.9.1864), der die Offizierslaufbahn eingeschlagen hatte, lernte Burton 1854 als Teilnehmer einer Expedition nach Afrika kennen. Die Engländer erforschten das Somaliland, wurden aber am 22.4.1855 bei Berbera in bewaffneten Auseinandersetzungen mit den eingeborenen Galla schwer verwundet. Da in England das Interesse an Afrika inzwischen gestiegen war, finanzierte die "Royal Geographical Society" 1857 eine Expedition zu den großen Seen am Äquator. Diese zweite Expedition verließ unter Leitung von Burton im Juni Sansibar und erforschte zunächst die afrikanische Ostküste. Ihr eigentlicher Auftrag aber war, die Quellen des Nils zu finden. Auf der strapazenreichen Reise entdeckten Burton und Speke im Februar 1858 den Tanganyika-See. Burton konnte aufgrund einer Erkrankung nicht weiter reisen, so dass Speke seinen Weg in Richtung Norden allein fortsetzte. Er entdeckte bei Muansa eine riesige Wasserfläche, den Lake Nyanza, den er zu Ehren der britischen Königin Victoria-See nannte. Diesen See hielt Speke für die Quelle des Nil. Er konnte ihn zunächst jedoch nicht genauer erkunden. Als er1858 nach England zurückkehrte wurde er von seinen Landsleuten triumphal als der Mann gefeiert, der das Geheimnis der Nilquellen gelüftet hatte. Burton freilich bezweifelte die Richtigkeit seiner These, dass der Victoria-See die Quelle des Nils sei. Er hielt den Tanganyika-See für die Nilquelle. Auch war er verbittert, weil die königliche geographische Gesellschaft Speke allein für seine Taten geehrt und ihn mit der Leitung einer weiteren Expedition beauftragt hatte. Diese Expedition, mit der Speke die Richtigkeit seiner Auffassungen beweisen wollte, begann 1860. Sein Begleiter war James Grant, mit dem er von Sansibar aus aufbrach und die Westseite des Victoria-Sees erkundete. Doch erst auf dessen Nordseite fanden die Engländer einen in den See fließenden Fluss, von dem Speke annahm, es könnte der Quellfluss des Nils sein. 1862 entdeckte Speke die Stelle, an der der Nil aus dem Victoria-See heraus fließt. Speke wollte dem Fluss folgen, musste aber wegen bewaffneter Angriffe der Eingeborenen seinen Versuch abbrechen. Nach seiner Rückkehr publizierte Speke in England die Entdeckung der Quelle des Nils. Burton und andere widersprachen der Auffassung Spekes energisch. Um den Streit endgültig zu klären, wurde für den 16. September 1864 ein großes wissenschaftliches Streitgespräch angesetzt. Aber Speke kam einen Tag vor dem Treffen - offiziell bei einem Jagdunfall - ums Leben. Burton wurde später Konsul (u.a. in Brasilien), bereiste die ganze Welt und schrieb viele Bücher. 1866 wurde er zum Ritter geschlagen. - Der Film macht aus Speke einen ruhmsüchtigen Desperado, während Burton als wissenshungriger und sensibler Forscher dargestellt wird. Es sind also zwei sehr unterschiedliche Charaktere, was die Zusammenarbeit der beiden nicht immer einfach macht: der großherzige Burton hat den Kopf voller Fragen, will auch über die Völker und Kulturen mehr erfahren, während Speke die eingeborene Bevölkerung für kaum kulturfähig hält und in erster Linie an geographischen Kenntnissen interessiert ist. Am Filmskript mitgeschrieben hat der Historiker und Biograph William Harrison, während der in Psychoduellen erfahrene Bob Rafelson ("Die Schwarze Witwe") als Regisseur die Fakten sichtlich dramaturgischen Zweckmäßigkeiten untergeordnet hat. So beginnt der Film recht unvermittelt mit einem Angriff auf das Zeltlager von Burton und Speke, bei dem beide schrecklich verwundet werden. Die spätere Expedition durch Ostafrika erweist sich als eine zermürbende und mörderische Reise. Nachts dringt ein Käfer in Spekes Ohr ein; da helfen nur heißes Wachs und eine Kompassnadel. Burton rettet einen Eingeborenen (Delroy Lindo) vor den Löwen, wird ihn aber später wieder verlieren. Denn die Stämme, auf die die Afrikaforscher stoßen, sind nicht alle freundlich gesonnen. An einem Königshof muss Burton mit ansehen, wie der Medizinmann einen grausamen Spott mit ihm treibt, bis der schwarze Häuptling einschreitet und seinen eigenen Minister erschießt - in Erwartung, dass Burton nun seinen Ruhm nach England trage. "Mountains Of The Moon" hat also durchaus Schockelemente und einige sind konstruiert, was die Schwäche des Films ausmacht (das grausame Abschlachten Gefangener erlebte Burton erst beim König von Dahome während seiner westafrikanischen Abenteuer 1864). Die Darsteller spiegeln allerdings sehr glaubwürdig die Härten der Expedition. Gedreht wurde an Originalschauplätzen, wobei Kameramann Roger Deakins einige wunderbare Einstellungen gelangen. Dafür hat das Drehbuch in die Polarität der beiden Hauptfiguren doch einige eher moderne Fragestellungen eingearbeitet, was die Authentizität dann wieder beeinträchtigt. Burtons Liebesgeschichte mit Isabel Arundell (Fioan Shaw) nimmt breiteren Raum ein. Spekes Homosexualität und seine verhängnisvolle Beziehung zu Richard E. Grant, dessen Vater nicht uneigennützig die weiteren Expeditionen von Speke finanziert, werden kurz angedeutet. Der ungeklärte Jagdunfall Spekes wird im Film als Suizid beschrieben: aus Scham über die eigene Illoyalität Burton gegenüber richtet er die Waffe gegen sich selbst. - Merkwürdig ist, dass die deutsche Fassung stark gekürzt wurde: die letzte halbe Stunde, in der die wachsende Kluft zwischen Speke und Burton dargestellt wurde, fehlt in der deutschen Synchronfassung. Auf der DVD ist der Film komplett zu sehen, allerdings in weiten Teilen nur in der englischen Originalsprache mit dt. Untertiteln.
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