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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
24
Ein mörderischer Sommer
Format: DVD|Ändern
Preis:7,91 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 31. Mai 2005
Als ich den Film damals (1984 )im Kino sah,war ich von der schauspielerichen Art von I.Adjani fazsiniert. Fast 21 Jahre danach,bin ich es immer noch.Sie spielt eine wunderschöne verstört-aufsässige Dorfschönheit,die nur eins im Sinn hat;ihre schwache und labile Mutter zu rächen. Mehr sollte nicht verraten werden,denn wer auf französische Filme steht,kommt hier auf seine Kosten.Mein Filmbeurteilung lautet 4 Sterne für die DVD ( Nur Trailer; keine informativen Extras)und 5 Sterne für den Film.
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am 31. Mai 2013
Die Geschichte ist eher im guten Mittelmaß erzählt, doch ist der Film allein deshalb fünf Sterne und sehenswert, da Isabelle Adjani hier umwerfend schön aussieht. ;D
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am 12. März 2013
Vergessen Sie alle aufregenden Frauen welche Sie kennen. Isabelle Adjani stellt sie in diesem Stück alle in den Schatten! Eine hervorragende Schauspielerin mit wunderbaren Darsteller an ihrer Seite! Das Stück scheint ihr auf den Leib geschrieben.
Sehen Sie sich diesen Film an, sonst haben Sie im Leben etwas versäumt.
Ich selbst habe ihn schon drei oder viermal gesehen und bewahre ihn sorgfältig auf - für die nächste Aufführung.
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am 8. Oktober 2017
Isabelle Adjani
Es gibt Menschen die sie hassen, meiner Meinung nach ist sie die letzte richtig fantastische feminine Schauspielerin, mit einer unvergleichichen Sexualität den Zuschauer fesselt. ich stehe dazu Klaus-Detlef Krejci
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am 18. August 2009
Es beginnt wie eine lockere Sommerkomödie mit einer ausgeflippten, rotzfrechen, impulsiven Isabelle Adjani. Nie wieder war sie so offenherzig und so knackig sexy wie hier. Doch spätestens als sie an der nackten Brust ihrer Mutter hängt, ahnt man den tiefsinnigen Hintergrund des Titels. Die Geschichte wird von den Beteiligten mitunter kommentiert und weckt so das Interesse des Zuschauers, weil dadurch das Geschehen lustig oder auch ironisch begleitet wird. Besonders das Verhältnis zur manchmal stocktauben Oma, mit der sie sich allerdings immer nur flüsternd verständigt, verdient besondere Beachtung, weil die längst nicht so vertrottelt ist wie sie scheint. Es beginnt ein spannender und zugleich ergreifender weiblicher Rachefeldzug, der genial eingefädelt ist und voller unvorhersehbarer Wendungen steckt, aber auch romantische Elemente enthält. In mehrfacher Hinsicht ein ganz toller Film mit einem überzeugenden Ende.
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am 22. Oktober 2017
Die Jahre 1982 und 1983 durften nicht ohne eine Offenbarung verstreichen und jawohl, es war vollbracht:
„L'été meurtrier“, zu Deutsch, ein mörderischer Sommer, legt (Jean-Becker-Kenner werden dem folgen können) den Grundstein Elisas und geleitet uns in eine Welt der Wunder, wie sie in dieser Form einzigartig erscheint und so nur in Frankreich entstünde, erlebet mit mir gemeinsam einen nahezu perfekten Film, ich werde nun in schriftlicher Darbietung revue passieren lassen und erläutern, weswegen uns diese 35 Jahre junge Höllenfahrt durch die menschliche Seele mitnichten kalt ließe, wahrhaftig einer der intensivsten 80er Jahre Filme aus französischen Gefilden – und das will wahrlich etwas heißen, war es doch die Sternstunde dortiger Künste...
In diesem Zusammenhange sei gesagt, dass ich um Vergebung und Verzeihung bzw. die Erteilung von Absolution bitte, sollten mir einige Details entgangen sein, denn ich sah nicht die Synchronfassung, sondern schreibe die Rezension auf Basis der untertitellosen O-Ton-Sichtung dank der 7-DVD-Jean-Becker-Box aus Frankreich, meine wenigen Sprachschnipsel der französischen Sprache sind hierfür eigentlich kaum ausreichend, aber einstmals war mir auch die hiesige Fassung einer Arte-Ausstrahlung wegen bekannt, Vorsicht sei laut Aussage eines Vorredners bei der deutschen DVD geboten, der Silberling aus Frankreich ist Uncut und liegt somit in der erwünschten Fassung vor.

Wir betreten eine urlaubsnahe Gegend, umgeben von Liebe und Hass, Wärme und Kälte, Nähe und Abstand prägen das Geschehen, Gestalt annehmend irgendwo zwischen Éric Rohmers Sommerblütenfilmen und dem düstereren Claude Chabrol, dabei erweist sich die Musik natürlich zunächst (ironischerweise wohlgemerkt, da dem Gesamtwerke anfangs als Kontrastbild gegenüberstehend, ehe auch die Untermalung bald schon der Dunkelheit nicht mehr abgeneigt sein wird) als unbeschwert und scheinbar frei von Hinweisen auf traumatische, fast tödliche Inhalte, oder?
Isabelle, die Göttin der Nacht, fungiert in diesem Werke sowohl als sinnliche als auch durchaus als sinnbildliche Vorläuferin von Vanessa Paradis in besagter „Elisa“, die Parallelen erscheinen schier grenzenlos und Beckers spätere Selbstzitate singen ein Lied von Verlust, Verderben, Vertrauensmissbrauch und Vergangenheitsoffenbarungen der Endlichkeit und Ehrlichkeit.
Georges Delerue's eindringlich anmutenden Klänge („Fantomas“, eine weitere Gemeinsamkeit mit Chabrol sei somit auch der Komponist) erschaffen einen Ton der Angst, dieser trägt und transportiert uns die Atmosphäre des Films auf direktem Wege in Seel' und Gehör.
Isabelle betöret uns in ihrer unendlich aufreizend daherkommenden Art, allerdings erleben wir ihre Protagonistin im Leide so gespalten, ihr brillanter Auftritt als junge Fee des Todes ist sehr reif und kindlich zugleich, das Wesen ihrer Figur findet wenig Gefallen an seiner Vergangenheit und folget somit verständlicherweise auch gegenwärtig und künftighin einem ungewissen Wege der Qualen, zu Beginn begleiten wir die freizügige Schönheit in ein Kino, kurz darauf erhören wir erstmals die erzählerische Stimme aus dem Hintergrunde und lernen somit ihren künft'gen Angetrauten kennen, darüber hinaus erblicken wir alsbald einige wenige bekannte Gesichter (auch aus Chabrols „Hölle“ u.a., die Parallelen wollen wahrlich kein Ende nehmen).
In kinematographisch kunstvoller Schönheit in Bild und Ton, transportiert der Film unendlich viel Lebensgefühl französisch geprägter Art und erschafft einen Kosmos aus Offenheit, kristallklarer Deutlichkeit und doch vorhandener Unkenntlichkeit einiger Geheimniswelten .
„Elisa“ begann so entsetzlich unversöhnlich , endet aber, je nach Interpretation etwaiger Folgehandlungen, tendenziell eher im Einklange des Frohsinns denn im Tode des Seins – „l'été meurtrier“ hingegen versucht sich im Drama des genauen und krassen Gegenteils zu bedienen und dreht den Spieß somit insofern um, als dass die Dramatik im anfänglichen zeitlichen Rahmen noch recht knapp bemessen sein dürfte und erst noch wachsen muss, ernste Töne schlüge der Film dagegen erst sozusagen beim ersten und letzten Tanze an, er entwickelt sich langsam aber sicher zu einem Meer aus Tragik und Trauer.
In noch recht bitt'rem Blicke mustert sie, Isabelle, den die seinigen Blicke freundlich in ihre Richtung schweifen lassenden Mechaniker, ehe sich das Bild positiv wandelt und sie doch etwas Nähe zuzulassen begänne nach anfänglichem (außerhalb eines jeden Dialoges stehenden) Misstrauen ihm gegenüber, sie gibt sich der Situation nun etwas lockerer hin, gleichwohl die Nachdenklichkeit (und damit in Ängste getränkte Vorhandenheit einen gewissen Abstandes) erst einmal überwiegen dürfte, denn ihre beiden meeresblauen Fenster und Schlüssel zur Seele, volkstümlich ausgedrückt auch Augen genannt, lassen uns durch zwei Welten der unendlichen Mysterien blicken...
In einem Anwesen so schön und erhaben wie jenes der titelgebenden „Sammlerin“ in Rohmers „la collectionneuse“, residiert die dunkelhaarige Schönheit, nervösen Nägelkauens schwankt sie innerlich und gedanklich zwischen Vergangenheit/Kindheit, Gegenwart/Kindheit/Erwachsenendasein und Zukunft/Ferne/Abschied/Kindheitsüberresten, einer unter unschönen Umständen noch ungewisser anmutenden Zeitform, als ich es von den ersten beiden zu behaupten vermag...
Den ganzen Ort, diese Lokalität der Reisenden und Reichen, so scheint es zumindest auf den ersten Blick, macht die vor unerträglicher Sommerhitze so schweißgebadete Schönheitsschwimmbraut der erfrischenden Nässe völlig verrückt (am ehesten treibt sie allerdings sich selbst in den Wahnsinn, nie war ihr ein behütetes Leben in Vollkommenheit beschert, wie so vielen unter uns mitnichten) vor Schwärmerei, die Welt läge ihr zu Füßen und ist ihr verfallen, doch was nützt es ihr, wenn Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft innerlich eine gänzlich andere Sprache sprechen und seitens der Gesellschaft zu wenig Verständnis auf sie einwirkt?!
Sie höchstpersönlich, ist ihr eigener und dem immer währenden Unglücke unterliegender Schlüssel zu einem Universum der Geheimnisse, doch selbst ihr wird nicht immer Zutritt gewährt, die Tore scheinen verschlossen zu sein, der Weg könnte steiniger kaum aufgebaut sein und so meistert Lady Adjani das Bekleiden einer vielschichtigen Wunderrolle par excellence , spätestens diese nämlich, machte Mademoiselle unsterblich („Der Mieter“ von 1976 ist zwar im Gesamtbilde der wie ich finde noch bessere Film, doch eine seiner wenigen Schwächen ist fürwahr, dass sie, unsere Isabelle, ob der Präsenz von Polanskis Rolle zu sehr im Hintergrunde stünde und für schauspielerische Entfaltungskraft zu wenig Bühnenfläche geboten bekommt), ihre Unberechenbarkeit macht sie nur noch begehrenswerter, hinter der kühlen Rollenfassade schlummert eine liebenswerte Seele, die erobert zu werden ein Mysterium darstellt und deren Trennwand aus Eis zerbrochen werden möchte, zumindest versuchen wir Männer uns einzubilden, sie woll(t)e zerbrochen werden, obschon uns der Zugang zumeist verwehrt bliebe, befindet sie sich doch in allgegenwärtiger Form in einer schier labyrinthartig komplexen Situation.
Ihr kunstvoll geschwungener Körper ist des Filmes Waffe und Beruhigungsmittel zugleich, Georges' brillanter Score untermauert eine jede Ungewissheit im Kerne ihres Wesens und ein leises bis gar mütterlich vorgetragenes Liedchen macht momentweise erneut ein Kind aus ihr, ihre Augen schwimmen fast in Tränen und sind der ehrlichen Kunst des Weinens wegen einem Gefühlsorkan so nahe, die melancholischen Kontraste wirken lebendig und echt in ihrer Authentizität, denn mal stellt sich das Mädchen, die junge Dame, geradezu exhibitionistisch zur Schau, mal versinkt sie kleinlauten Trauertones in den Armen einer vertrauten Person...
Rückblicke sie verlassen den Sommer sogleich und geleiten uns in einen ungemein schön eingeschneiten, aber inhaltlich grausam-traumatischen Winter der Schmerzen (weitere Überschneidungen mit der winterlichen Elisa, „Ein mörderischer Winter“ wäre als Titel, obgleich die Winterszenen gezählt sind, ebenfalls denkbar gewesen, wie ich finde), ihre groteske Kombination aus Unschuld und Unverschämtheit, dargestellt als ein menschliches Faszinosum schauspielerischer Vollkommenheit, macht den ihrigen, Isabelle-artig in andere Sphären getragenen mörderischen Sommer zu einem unendlich sehenswerten Wunderwerk der Gefühle und inneren Stürme bis gar besagten Orkane.
Ich persönlich verabscheue die Jahreszeit des Sommers zutiefst, doch rohmergleich beherrscht Becker (nicht Jacques, sondern Jean) die Kunst, ihn mir dennoch schmackhaft zu machen, wenn auch lediglich im Rahmen einer kinematographischen Form und Prägung außerhalb der menschlichen Realität, so es selbige in dieser Form denn gäbe, denn Fiktion und wahrhaftige Wirklichkeit überschneiden sich ja gern.
Schonungslose Filmkunst zwischen Qual und Idylle bildet die logische Folge eines Familiendramas (im Gegensatz zu Elisa fehlen die Elemente eines Sozialdramas teilweise, ansonsten überwiegen die Gemeinsamkeiten in der Tat), welches sich darauf besinnt, an einem scheinbar unbeschwerten Ort von Freud' und Liebe zu spielen und umso bissiger in den eigentlichen Botschaften und Erkenntnissen zu erscheinen, ja gar das Mutterbild vergang'ner Tage kommet gleich einem zerstörten Porträt verstörender Alpträume, ein Scheusal was sie erlitten....
Die Vergangenheit eingefangen als unauslöschliches Feindbild des Lebens, der Atem Elisas durchweht das Drehbuch bereits zwölf Jahre zuvor und trüge Sorge für einen Hauch von Zukunftsmusik, ein Film wie er einerseits schleifengleich wie ein Geschenk verpackt ist und hübsch und schön auf uns wartet in seinen farbenfrohen und wundersamen (nahezu perfekten) Lieblichkeiten süßlicher und warmer Art, der es aber andererseits versteht und zwar in einer fast schon pervers anmutenden Brillanz und Deutlichkeit, selbiges so schön verpacktes Präsent gnadenlos in Blut zu tränken, sodass wir uns eines nicht trauen: es zu öffnen!
In nicht allzu ferner Bälde naht zwar etwas „Humor“, da wir Bertrand (Juves Assistent) aus „Fantomas“ (diesmal der 60er Jahre Version) erblicken und somit abermals auf altbekannte Gesichter treffen, doch der Grundton des Films entbehrt nach wie vor einer jeden unbeschwerten Form von Heiterkeit, zudem funktioniert das Werk praktisch ausschließlich in Bildern und Klängen, denn die Dialoge sind zwar zumeist hervorragend, aber nicht immer zwangsläufig vonnöten und bisweilen auch nicht zwingend notwendig.
Wie es in Elisa mit Marie geschah, hören wir auch hier zwischenzeitlich Adjani aus dem Hintergrunde (nicht nur ihn, sondern nunmehr auch sie somit), groteskes Grauen ergreift Besitz von uns, sagenhaften Sog habende Sexualität, gepaart allerdings mit einer vernichteten Vergangenheit sowie fragwürdigen Familiengeschichten, prägt das Zustandsporträt und psychologisch hochgradig komplizierte Bild.
Ebenfalls dem Elisa-Pendant entsprechend, weisen auch die Fahrzeuge sehr deutlich auf die Bezüge zur Vergangenheit hin („die Göttin“ etwa, ja wahrhaftig, wollen die Fantomas-Parallelen ebenfalls kein Ende nehmen).
Adjanis äußerst einladender, wenngleich etwas schriller Look, dieses „fruchtige“ Erscheinungsbild (Katy Perry wäre sicher stolz auf Adjani), täuscht nie auch nur annähernd über den schier allgegenwärtigen Ernst der Lage hinweg, die Seele gespalten vor lauter Leidenskämpfen, das Herz es schlüge nur unregelmäßig, die Gedankenwelten lassen genau das entstehen, was ich als ein magisches Mysterium der inneren Nacht zu bezeichnen vermag.
Man muss ihr lediglich in die Augen sehen, nur die Berührung zwischen unserem Sinne des Sehens und ihrem Dasein als gepeinigte Frau, reicht völlig aus, um den Film gänzlich aufblühen zu lassen in aller erdenklichen Dramatik, ihr Spiel ist von unsagbarer und schmerzumschlungener Intensität und Perfektion..., sie ist geboren für die Bühne, sie IST in dem entscheidenden Moment stets diejenige, die sie darstellt.
Nach einem entpoetisierten und unschönen Gewaltausbruch vonseiten des Mannes, scheint das „junge Glück“ in Frage gestellt zu werden, obschon seine Liebe zu ihr nicht unecht erscheint, überhaupt neigt sich das Meisterwerk langsam seinem Ende und von einem versöhnlichen Finale wird, wie bereits „angedroht“, mitnichten die Rede sein können, fürwahr werden die Klänge bedrohlicher, die Rückblicke, wie sie ohnehin schon viel Feuer in sich trugen , scheinen nochmals verschärft zu werden in ihrer Drastik -und grausam geheimnisvollen Erscheinungspracht einer erfolglos verdrängten Tragödie, Erzürntseinszustände schießen sich gegenseitig ins Jenseits und stimmen ein Schlusslied an, wie es uns erschüttert und gleichsam fasziniert in die ewig währende Nacht entlässt..., Balsam für die Seele scheint sich nirgends zu finden, der letzte Hauch von Leben er darf fortan endgültig entschwinden...

„Ein mörderischer Sommer“ singt, schreit, spielt, schlägt, schläft, sägt, jawohl, von Gewaltverben bis hin zu zartfühlend-müden Tränen der Zurückhaltung, erfüllen die Emotionen des Werkes einen jeden Gemütszustand und decken damit alle erdenklichen Innenräume eines Menschen ab, d.h. um es kurz zu machen:
Jean Becker gelang einmal mehr in filmischer Form ein nahezu perfekter Einblick in die abgründigen Finsterkerker unseres Inneren, wundervoll fotografierte Frankreich-Landschaften und unangenehm schmerzhafte Seelenstürme gehen Hand in Hand in einem Wunderwerk, wie es wie gesagt gleich auf den ersten Blick offenbart, dass französische Akteure am Werke waren, fünf Sterne, aber gerne.

Sanftmut legt einen Schleier über Herzen,
Seele sie sei Adjanis Werkzeug des Berufes,
Filmkunst zwischen Urlaubsreisen und inneren Schmerzen,
so begebet euch auf den Weg - wenngleich unfrohen Mutes.

Von schauspielerischer Brillanz,
von geistreichem Buche des Drehs,
ein engelsgleicher Totentanz,
jawohl so positiv ich seh's!
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am 14. Dezember 2011
Eine junge Frau von animalischer Erotik zieht in einem kleinen südfranzösischen Dorf neu ein. Alle Männer bekommen Stielaugen. Sie hat aber genug erotisches Selbstbewusstsein, um sich ihrerseits den Passenden auszusuchen. Was als Teenie-Liebelei beginnt, wird zum Psychodrama, als sich herausstellt, dass sie das Ergebnis einer Vergewaltigung ist, die ihre Mutter einst seitens dreier Lastwagenfahrer über sich ergehen lassen musste. Sie sucht diese drei, von denen einer ihr Vater sein muss, und sie will Rache. Das Psychodrama wird zur Tragödie als alles damals Geschehene endlich klar wird, sie aber gleichzeitig seelisch zusammenbricht und bereits in die Wege geleitete Automatismen nicht mehr stoppen kann.

Der Betrachter bleibt schon deshalb hautnah am Geschehen, weil immer wieder wechselnde Hauptfiguren die Handlung aus eigener Sicht schildern und weiterführen. Das ganze spielt in mediterranem Dorfleben, bei dem jeder jeden kennt und das Leben sich mehr auf der Straße als in den Häusern abspielt. Alles bleibt hierbei authentisch, weil der Ort nicht von Touristen heimgesucht wird. Die Milieu-Studie ist einfach hinreißend.

Alles überragt aber die schauspielerische Leistung von Isabelle Adjani. Zunächst glaubt man, sie sei nur etwas kapriziös, worüber man bei einer schönen Frau gerne hinweg sieht. Dann aber steigert sie sich in einen zutiefst verletzten Menschen, dessen Herz zerstört ist, sodass er sich mit einem Eispanzer umgibt, um weiteren Verletzungen zu entgehen, der gleichzeitig aber Zärtlichkeit und Zuneigung sucht ohne diese erleben - geschweige denn erwidern - zu können. Dann wieder erscheint sie klar, plant, gestaltet und hat scheinbar alles im Griff. Oder wiederum sie beleidigt Menschen, deren Zuneigung sie sucht, fällt in die Kindheit zurück und sucht die Brust der Mutter. Die ganze Zerrissenheit sieht man in ihrem Gesicht und in jeder ihrer Bewegung. Dem Betrachter des Filmes geht es wie ihrem Mann. Er liebt sie und verzweifelt gleichzeitig, weil er nicht die Möglichkeit hat, ihr zu helfen. Diesen Film vergisst man nicht.
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am 19. August 2005
"Ein mörderischer Sommer" ist einer meiner absoluten Top-Filme und hat seit über 20 Jahren nichts von seinem Charme, von der superstarken Präsenz von Isabelle Adjani und von der atmosphärischen Dichte verloren. Ich habe keine so einnehmende Filmfigur erlebt wie die rachsüchtige, freche, kindliche, nägelkauende Eliane (da mag höchstens noch Marlee Matlin als Sarah in "Gottes vergessene Kinder" mithalten). Wie oft habe ich mir diesen Film im Kino angesehen und wie oft habe ich über verstümmelte Versionen auf RTL 2 geschimpft. Da half nur die VHS-Kassette. Nun also endlich auf DVD. Aber ach: ein paar kleine Trailer und der Hauptfilm und das war's (mal wieder). Eine Adjani-Bio oder eine Bildergalerie wären schön gewesen. Das Bild ist leider etwas flau (stumpf und bläulich), aber endlich hört man mal den Film in Französisch... Nun: der Film bekommt also auf jeden Fall 5 Sterne (immer noch zu wenig), die lieblose Umsetzung auf DVD nur drei, macht zusammen vier. Man hat ja für das wärmere Bild immer noch die VHS-Kassette im Schrank.
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am 8. Juli 2016
Mit dieser DVD wird der Film 'Ein mörderischer Sommer' vorgestellt. Dies ist ein französischer Thriller, wobei ich ihn eher als ein Drama im wahrsten Sinne des Wortes sehe. Der Regisseur Jean Becker hat ihn 1983 herausgebracht und seine Hauptdarstellerin Isabelle Adjani hat sich mit diesem Film wirklich unsterblich gemacht. Ich sah ihn seinerzeit im Kino und jetzt wieder auf DVD. Es war, als wären zwischen dieser Zeit nur einige Tage vergangen, denn dieser Film hat bei mir immer noch den gleichen Eindruck vermittelt wie damals, obwohl ich ja jetzt schon viel älter bin.
Regisseur Jean Becker erzählt in diesem Film eine Geschichte, die eigentlich im Endeffekt sehr hart ist. Trotzdem läuft sie so ab, dass man meint, es ist eine Liebesgeschichte, oder auch eine Komödie, vielleicht auch ein klein wenig ein Krimi. All das kommt vor und die Schauspieler bringen dies allesamt perfekt herüber. Eine Besonderheit ist hier, dass der Regisseur Jean Becker in diesem Film einen Erzähler hat, der aber immer wieder wechselt.
Anfangen lässt er den Pin-Pon (Alain Souchon). Dieser lebt in einer provençalischen Kleinstadt mit seinen zwei Brüdern Mickey (François Cluzet) und Boubou (Manuel Gélin), seiner Mutter (Jenny Clève) und deren schwerhörigen Schwester Cognata (Suzanne Flon) zusammen. Er arbeitet in einer Werkstadt und versucht in seiner Stadt das Provinzleben zu genießen, oder besser gesagt, hier das Beste aus seinem Leben herauszuholen. Und dabei trifft er die sehr freizügige Eliane (Isabelle Adjani), die mit ihrer Mutter Paula Wieck (Maria Machado) und ihrem im Rollstuhl sitzenden Vater Gabriel Devigne (Michel Galabru) in den Ort hinzugezogen ist. Trotz dass Eliane (Isabelle Adjani) einen sehr wilden Ruf in diesem Ort besitzt, versucht Pin-Pon (Alain Souchon) mit ihr anzubandeln, was sich bei ihrer Art auch als sehr einfach darstellt. Aber so richtig gefällt es ihm nicht und er hört auf seine innere Stimme und lässt die Finger von Ihr. Nach einiger Zeit aber kommt sie zu ihm in die Werkstatt. Danach gibt es kein Halten mehr. Er verliebt sich in sie trotz ihrer immer wieder auftauchenden Gefühlsschwankungen. Sie zieht zu ihm und seiner Familie und es kommt sogar im Laufe der Zeit zur Hochzeit zwischen den Beiden. Bei dem Einzug zu Pin-Pon (Alain Souchon) wechseln dann die Erzähler in diesem Film. Manchmal ist es Eliane (Isabelle Adjani), sowie auch Cognata (Suzanne Flon). Auf jeden Fall werden hier die Erzähler erstklassig eingesetzt und geben dem Film eine zusätzliche Sichtweise, mit der man sehr gut zurechtkommt. Gerade als Eliane (Isabelle Adjani) zwischen Einzug und Hochzeit bei Pin-Pon (Alain Souchon) lebt und wir die Geschichte aus ihrer Sicht manchmal zusätzlich wahrnehmen können, bekommen wir etwas von ihrem Familiengeheimnis mit, das diesen Film und deren Geschichte dann zu einem extremen Drama macht.

Eigentlich hat der Regisseur Jean Becker hier einen intelligenten und gut ausgearbeiteten Film geschaffen. Er nutzt die Ländlichkeit in diesem Film sehr gut aus. Er hat überragende Schauspieler, sowie auch Isabelle Adjani, die ihre Rolle großartig und zusätzlich auch mit viel Haut und Haaren spielt. Eine kleine Schwäche für mich ab dem Zeitpunkt, als wir Zuschauer wissen, was es mit dem Geheimnis von Eliane (Isabelle Adjani) auf sich hat und wir dann zusätzlich erfahren , was sie vorhat zu tun, also als sie ihren entscheidenden Plan vorbereitet. Hier geht etwas von Gefühl, -wir sind in dem Film dabei- verloren. Ab da dachte ich manchmal, es könnte auch anders gehen. Vorher nimmt man nur, was uns der Regisseur Jean Becker hier erstklassig vorsetzt.

Ich werde den Film wohl ab jetzt nicht jährlich sehen, aber diese DVD ist für mich trotz ihrer mageren Bonus-Zugabe ein Sammelobjekt.

Meine Schulnote: 2-
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am 3. Juli 2005
Einer meiner Lieblingsfilme, in dem alles vor kommt - nur kein Hollywood Happy End. Von anfangs Teenie-Film, "Heimatfilm", Ehefilm über Krimi/Thriller bis Drama. Und genauso ist auch die Gefühlswelt. Von leidenschaftslos über lustig bis Spannung, Wut und Trauer. Als großer Fan von Isabelle Adjani ist die Begeisterung für diesen Film mit einer mal nicht stereotypen Story natürlich groß. Abgerundet wird der Film von einer typisch französischen, atmosphärisch super passenden Musik und schönen Bildern. Wie bereits ein Vorgänger bewerte ich den Film, die DVD gibt nicht mehr her.
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