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Kundenrezensionen

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am 5. Juli 2011
Es hat lange gedauert, bis Ken Annakins ("Der längste Tag") Komödie aus dem Jahr 1965 auf DVD veröffentlicht wurde, noch ein bisschen länger hat es gedauert, bis auch eine deutsche DVD erschienen ist; und auf das Erscheinen einer deutschen Ausgabe, die der US-DVD ebenbürtig ist, werden wir wohl auch weiterhin warten müssen.

Ken Annakins Film gehört zu einem Genre, das längst ausgestorben ist und dessen wahrscheinlich bekanntester Vertreter "The Great Race" ("Das große Rennen rund um die Welt") ist, der, ebenfalls im Jahr 1965, unter der Regie von Pink Panther"-Regisseur Blake Edwards entstanden ist. Der letzte Versuch einer Wiederbelebung stammt aus den frühen 80er Jahren: Mit "The Cannonball Run" ("Auf dem Highway ist die Hölle los") kochte Regisseur Hal Needham das Erfolgsrezept, dessen wichtigste Ingredienzien eine Starbesetzung und eine Rallye sind, erneut auf - und hatte damit sogar Erfolg, denn sein Film fand nicht nur eine Fortsetzung, sondern sogar ein paar Nachahmer.

Heutzutage ist dieses simple Strickmuster aus der Mode gekommen, in den 60er Jahren aber war es offensichtlich der letzte Schrei. Unter diesem Aspekt muss man auch Annakins Film sehen: der Humor ist leicht angestaubt, deswegen aber nicht weniger liebenswert. "Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten" ist harmlose Familienunterhaltung (tatsächlich prangt über der US-Ausgabe in großen Lettern der Begriff "Family Feature") aus einer Zeit, in der das Pflänzchen political correctness seine irrwitzigsten Auswüchse noch nicht getrieben hatte und in der man noch sehr befreit über nationale Stereotypen lachen durfte.

Denn nicht zuletzt davon lebt Annakins Film, in dem die Preußen stets zackig, die Franzosen lüstern und die Briten distinguiert sind. Italiener zeichnen sich durch wildes Gestikulieren und hohen Familiensinn aus, Japaner durch unergründliche Miene und technisches Know-how, und Amerikaner sind, wie könnte es anders sein, Cowboys: Im Jahr 1910, in dem der Film spielt, ist die Welt eben noch ziemlich übersichtlich.

Die Handlung ist ebenfalls nicht allzu verzwickt. Ein reicher britischer Zeitungsverleger (Robert Morley) lobt einen Preis von 10 000 Pfund für denjenigen Flieger aus, der die Distanz London-Paris in der kürzesten Zeit bewältigt und lockt damit Teams aus den Staaten, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien und Japan. Neben einer Menge Geld hat der kauzige Gentleman außerdem eine schöne Tochter (Sarah Miles): ein Faible für fliegende Kisten bringt die schon mit, eine Schwäche für einen tollkühnen Amerikaner (Stuart Whitman) entwickelt sie im Verlauf der Geschehnisse dann auch noch - sehr zum Missfallen ihres Galans (James Fox). Dann gibt es da noch einen Ganoven, der mit unlauteren Mitteln kämpft (Terry Thomas, der Herr auf dem Cover) - und natürlich jede Menge teils ziemlich abenteuerlich anmutende Fluggeräte. Die sind wohl auch die eigentlichen Stars des Films, und bei nicht wenigen der Modelle, die im Film zu sehen sind, handelt es sich nicht um Miniaturen, sondern um ebenso detailgetreue wie flugtaugliche Nachbauten von Fliegern. Mit anderen Worten: die Maschinen, die im Film zu sehen sind, gab es auch in Wirklichkeit - und auch ein Rennen wie das gezeigte hat wohl tatsächlich einmal stattgefunden.

Der Rest der Handlung ergibt sich quasi wie von selbst: Der zackige Preuße (wunderbar: Gert Fröbe) verfügt über mehr Schneid als Flugerfahrung, ist aber nun mal der Ranghöchste der Abordnung, die das Rennen gefälligst für Kaiser, Volk und Vaterland zu gewinnen hat (und wozu gibt es denn Handbücher?), der Finsterling sabotiert die Bemühungen seiner Konkurrenten nach besten Kräften (und landet schließlich natürlich selbst in der sprichwörtlichen Grube), der Franzose (Jean-Pierre Cassell) wird auf Schritt und Tritt in Amouren verwickelt, und zu guter Letzt läuten für die englische Verlegertochter und den amerikanischen Draufgänger natürlich die Hochzeitsglocken.

"Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten" ist liebenswert altmodischer, familientauglicher Sonntagnachmittags-Kintopp, der mit gutmütigem Humor, harmlosen Scherzen und schönen Aufnahmen von Flugzeug-Oldtimern punktet. Mit seiner Laufzeit von stolzen 137 Minuten ist der Film zwar nicht frei von Längen, bietet aber unterm Strich gute Unterhaltung.

D-DVD vs US-DVD

So schön es ist, dass die 20th Century Fox-Studios seinerzeit ihr 70-jähriges Bestehen zum Anlass genommen haben, "Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten" auch hierzulande auf DVD zu veröffentlichen, so enttäuschend schneidet der deutsche Silberling im Vergleich mit der bereits 2003 veröffentlichten US-Version ab. Die deutsche Ausgabe bietet zwar, immerhin, den im Format Dolby 5.0 neu abgemischten Originalton sowie deutschen, französischen, spanischen und italienischen Ton im Mono-Format, sonst aber leider keine Extras.
Dabei ist es nicht etwa so, als ob der Fundus nichts hergäbe, denn wer zum US-Import greift, erhält, wie so oft, eine ganze Menge Extras - dass deutsche Käufer sich einmal mehr mit einer abgespeckten Version bescheiden müssen, ist unverständlich und ärgerlich.

Die Original-DVD bietet nicht nur den 17-minütigen Kurzfilm "Conversations with Ken Annakin", sondern außerdem den "Teaser Trailer" und den "Theatrical Trailer" sowie vier Bildergalerien, die nicht nur mit Hunderten von s/w- und Farbfotos aufwarten, sondern außerdem noch mit einer Menge Informationen in Form von teils recht launig formulierten Texttafeln. Die "Visual Effects"-Galerie bietet 29 Schnappschüsse, in denen die Verwandlung von Nebendarsteller Red Skelton in einen Neandertaler verfolgt werden kann, in der "Behind the Scenes"-Galerie gibt's 186 Momentaufnahmen vom Dreh zu bewundern. Die Galerie "Historical Aircrafts" wartet mit nicht weniger als 247 Bildern auf und wird nur noch von der "Storyboards"-Galerie übertroffen, in der sagenhafte 292 Ansichten Platz gefunden haben.

Wer jetzt noch mehr Hintergrundinformationen haben möchte, bekommt in Form eines filmbegleitenden Audiokommentars sogar noch einen kräftigen Nachschlag geliefert: Das alles gibt's für den, der zugunsten von umfangreichem Bonusmaterial auf die deutsche Synchronisation im Mono-Ton verzichtet - wer hingegen zur hiesigen Ausgabe greift, geht leer aus.

R e s ü m e e

Eine schöne Augenwischerei, die 20th Century Fox da betreibt: Darüber, dass die deutsche Ausgabe des Films auf DVD lediglich den Film, nicht aber das informative Bonusmaterial der US-Ausgabe bietet, tröstet auch ein vermeintlich günstiger Verkaufspreis nicht hinweg: Von mir gibt's deshalb auch nur eine mittelmäßige Bewertung für eine mittelmäßige Veröffentlichung.
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am 1. April 2005
Dieser Film, den ich für eine der gelungensten Komödien halte lief im Kino fast ununterbrochen ein Jahr lang und sogte für Stimmung und Heiterkeit, aber.... es ist ein Film auf Tod AO 70 MM, der im 6 Kanal Stero Ton gezeigt wurde. Warum bekommen wir in Deutschland wieder einmal eine abgespeckte Version? In Mono!
Dafür gibts drei Punkte Abzug. Die englische Version ist immerhin in 5.1 abgemischt, ein Lichtblick.
Trotzdem werde ich deshalb von dieser DVD Abstand nehmen, vielleicht kommt ja irgendwann einmal eine Special Edition heraus.
Mit dem richtigen Ton.
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am 26. November 2013
Schade die DVD ist extrem leise und mitten im Film bleibt der Bildschirm für ein paar Minuten Dunkel. So macht der Film nicht wirklich spass.
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