flip flip flip Hier klicken Jetzt informieren Book Spring Store 2017 Cloud Drive Photos Learn More HI_PROJECT Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle AmazonMusicAlexa AmazonMusicUnlimited BundesligaLive



am 14. April 2017
Die Geschichte ist bekannt: neuer Lehrer möbelt die Rüpelklasse auf.
Wie bei so vielen anderen Vertretern dieser Geschichte mimt der Lehrer nicht den oberlockeren Typen, sondern bleibt weiterhin ein richtiger Lehrer, welcher neue Ideen einbringt, um die Kinder und Jugendlichen anzusprechen: in diesem Fall ist es Chorgesang. Auch wenn man diese Art Musik nicht mag,ist der Film wunderbar anzusehen. Wenn man noch unbedingt einen Vergleich für die Entscheidung braucht, würde mir die grobe Richtung “fliegendes Klassenzimmer“ in den Sinn kommen. Mag man den einen Film,sollte man den anderen auf keinen Fall auslassen!
10 Personen fanden diese Informationen hilfreich
|0Kommentar|Missbrauch melden
am 16. September 2017
Denn wenn man aufhört zu träumen, hört man auf zu leben.
Produzent Arthur Cohn behauptet völlig zu Recht, dass es wichtig ist, gerade jetzt in dieser Zeit,
die von Terror und anderen unwillkommenen Ereignissen beherrscht wird, den Glauben an das Gute
im Menschen in diesem Feelgood- Movie wieder zu entdecken. Bei mir hat er es geschafft.
" Aktion- Reaktion, das ist das Einzige, was sie verstehen. " Monsieur Mathieu ist der neue Aufseher im
Internat, hat es alles andere als einfach mit den Bengels. Doch mir bleibt das Mündchen vor Erstaunen
offen stehen, Respekt. Wie Monsieur die Bande händelt- nicht nur die Kinder finden`s lustig, auch ich muß schmunzeln.
Denn im Grunde hat er Angst,.....machen ihm die Kinder Angst.
" Er ist ein guter Kerl, man muß ihn nur richtig kennen.......". Mutig ist er- und seine Art, auf die Jugendlichen zuzugehen,
ist zum Dahinschmelzen. Der Monsieur Mathieu. Und er denkt so bei sich......." es sind sogar ein paar gute Stimmen
darunter. Ob mit diesen Kindern wirklich nichts anzufangen ist? Hab` ich mir nicht geschworen, nie mehr ein Notenpapier
in die Hand zu nehmen? Man soll niemals nie sagen, es gibt immer einen Grund für einen neuen Versuch. "
DIE KINDER DES MONSIEUR MATHIEU- und was wäre diese rührende Geschichte ohne diese anrührende Musik, die wie
ein Ruhepol auf die schwer erziehbaren Kids zu wirken scheint..................................
" Sie wollen WAS?! Sie wollen einen Chor? Nie werden Sie aus denen einen anständigen Ton herausbringen............".

**********************************************************************************

Geschichte:

Der Zauber der Musik, die Kraft der Musik- es ist möglich.
Auch bei durchgeknallten Internats- Zöglingen. Nach anfänglichen
Schwierigkeiten gelingt es dem neuen Pädagogen Mathieu, das
Vertrauen seiner Schützlinge zu gewinnen............

****************************************************************************************************************

Mein Fazit:

" Er schlägt ihn offenbar.Er ist verrückt. "
Auch die Hartgesottenen haben keine Chance, Monsieur Mathieus Freundlichkeit zu entkommen.
Mit einer riesigen Portion Einfühlungsvermögen und absolut bestimmter Ansage statt brutalen Methoden,
fressen ihm diese sogar bald aus der Hand. Oder macht zumindest den Anschein- gespoilert wird bei mir nix.
Anfangs noch ein wilder Haufen unsensibler, trotziger und aufmüpfiger Rabauken- DIE KINDER DES MONSIEUR MATHIEU.
Der Film verspricht Gänsehaut in dicken Schüben und hält es auch. Diese Geschichte ist so berührend und
spannend, einzigartig in ihrer Inszenierung. Da stören mich weiß Gott keine bösen Nörgler, die mal wieder alles
und jedes für total unrealistisch befinden- z. b. dass nahezu alle Kinder im Internat mit Engelsstimmen ausgestattet sind
und auf Anhieb die Töne treffen. Wenn man sonst keine Probleme hat, geht`s ja.
" Noch was, Mathieu-......wir streichen den Chor. " - " Aber Herr Direktor.................................."..............

Lauflänge: 92.30 Minuten ( mit Abspann ) !

Extras ( deutsche Untertitel ) :

- Making of= 27 Minuten!!

- Interview Arthur Cohn= 9.37 Minuten!

- Arthur Cohn bei Johannes B. Kerner= 25.30 Minuten!!

- Darsteller & Crew!

- Der besondere Filmtipp!

Tipp!
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
|99 Kommentare|Missbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 4. Oktober 2014
"Die Kinder des Monsieur Mathieu" ist ein wunderbarer Film. Bei diesem Titel handelt es sich um ein Remake des französischen Filmes "La cage aux rossignols" ('Der Nachtigallenkäfig') aus dem Jahr 1945. Das Besondere an dem Film ist, dass der Cast bis auf wenige Ausnahmen wie etwa Gérard Jugnot ("Der kleine Nick"), François Berléand ("The Transporter") oder Kad Merad ("Willkommen bei den Sch’tis") überwiegend mit Laien besetzt wurde. Gerade der Chorgesang spielt bei der Handlung eine sehr wichtige Rolle. Regisseur Christophe Barratier, der auch für das Drehbuch mitverantwortlich war, hat bei dieser Geschichte viel Wert auf Emotionalität gelegt und dabei ein wunderbares musikalisches Drama mit leicht heiteren Momenten abgeliefert, das weit entfernt von Rührseligkeit und aufgesetztem Kitsch sich erfreulicherweise stark von der Masse abhebt. Die Musik als zentraler Punkt, als Heilsbringer in einer dunklen Welt, in dem Fall einer Schule. Trostlosigkeit regiert den Alltag, bis die Musik und sämtliche daraus resultierende Reaktionen die Umwelt beeinflusst und daraus etwas besseres werden lässt. Wirklich inspirierend. Dabei steht vor allem der Junge Jean-Baptiste Maunier im Mittelpunkt, dem dieser Film zum Durchbruch verhalf und sich mittlerweile als Schauspieler und Musiker etablieren konnte.

Das Bild liegt im Ansichtsverhältnis 2,40:1 sowie im Codec MPEG-4/AVC vor. Der Blu-ray Transfer ist sehr gut ausgefallen, hat aber doch hier und da ein paar kleine Beeinträchtigungen, die den positiven Gesamteindruck etwas trüben. Die Farben sind leicht entsättigt, kühl, aber stets natürlich und kräftig, bei erhöhtem aber ausgewogenem Kontrast. Der Schwarzwert ist ebenfalls bärenstark und bildet ein tiefes Schwarz ab; allerdings kommt es hier und da vereinzelt zu Durchzeichnungsproblem. In punkto Schärfe gibt es nicht viel zu beanstanden. Insgesamt bewegt sich die Schärfe auf einem guten bis sehr guten Niveeau, auch wenn hin und wieder weichere Abschnitte vor allem in Randbereichen zu erkennen sind. ÄIn Nahaufnahmen werden sämtliche Finessen aber akkurat wiedergegeben. Kompressionsspuren sind nicht aufgefallen.

Der Ton liegt sowohl in Deutsch als auch in Französisch komprimiert in DTS-HD High Resolution 5.1 vor, wobei es noch eine Deutsche Dolb Digital 2.0 Stereo Spur gibt. Bei dem Genre kann man sich schon fast denken, dass der Film grundsätzlich sehr dialoglastig ausgefallen ist. Abgesehen davon sind dennoch, gerade in Szenen im Freien und / oder großen Menschenmassen wie etwa den Auftritten des Chors sehr häufig Surroundeffekte vorhanden, die für eine tolle Räumlichkeit sorgen. Zwar sind die Hintergrundgeräusche auf den Rears in dem Zusammenhang eher diffus, aber dennoch wird eine tolle Klangkulisse erzeugt. Abgesehen davon ist die Abmischung sehr natürlich, klar und dynamisch ausgefallen, so dass auch die Dialoge stets sehr gut verständlich bleiben. Der Soundtrack ist dabei das Glanzstück des Filmes, wobei es sich ohnehin empfiehlt sich diesen separat zuzulegen.

Making of (ca. 27 Min.)
Interview Arthur Cohn
Trailer „Die Kinder des Monsieur Mathieu“

Leider wurde nicht das komplette Bonusmaterial der DVD übernommen. Neben dem tollen Booklet fehlt noch der Beitrag zur TV Sendung mit Johannes B. Kerner, bei der Produzent Arthur Cohn zu Besuch war, sowie dessen ca. 5 minütigen exklusiven Vorworte zur Begrüßung beim Einlegen der DVD. Übernommen wurden immerhin das Making of (in deutsch Untertitelt) sowie ein Interview mit Arthur Cohn. Ein Trailer zum Film selbst sowie weitere Trailer sind ebenfalls vorhanden. Ein Wendecover liegt selbstverständlich ebenfalls mit bei.

"Die Kinder des Monsieur Mathieu" ist ein wunderbar schönes, herzeergreifendes und emotionales Drama, das auch nach 10 Jahren den Zuschauer packt, fesselt und berührt. Der Blu-ray Transfer bietet im Vergleich zur DVD gerade in Punkto Bild und Ton eine deutliche Verbesserung. Beim Bonusmaterial fehlen zwar 2 Beiträge, aber ein Upgrade lohnt sich dennoch.
7 Personen fanden diese Informationen hilfreich
|0Kommentar|Missbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 5. Dezember 2017
Der 2004 entstandene "Die Kinder des Monsieur Mathieu" von Christophe Barratier gehört einerseits zu den neueren, äusserst erfogreichen französischen Feel-Good Movies (Ziemlich beste Freunde, Die fabelhafte Welt der Amelie, Willkommen bei den Scht'tis) und andererseits ist er mit der beliebten "Lehrer hilft schwierigen Schülern" Schiene in der Filmgeschichte nicht besonders neu (Saat der Gewalt, Dangerous Minds, Music of the heart etc).

"Die Kinder des Monsieur Mathieu" ist aber dennoch ein bisschen mehr als nur gute und emotionale Kinounterhaltung. Es geht darum, dass ein relativ unspektakulärer und neuer Pedell an einem Internat für schwer erziehbare Kinder einen ganz andere Weg wählt als das gängige Erziehungsprinzip der Schule. Diese Parole lautet "Aktion - Reaktion" und obwohl der Film 1949 spielt und die höchste Strafe der Karzer (Arrestzelle, Kerker) war, so ist dieser Modus der Strafe für ungebührliches Verhalten auch heute noch allgegenwärtig. Der Direktor Rachin (Francois Berleand) schwört auf diese Methoden und so gibts für jede Verfehlung Hausarrest oder schwere Arbeit. Scheinbar hat er Recht, denn wenn der Direktor im Klassenzimmer erscheint, dann agieren die Jungs sofort wie Soldaten, sie stehen sofort stramm und grüßen im Chor. Interessanterweise ist der neue Pedell Clemens Mathieu (Gerard Jugnot), den die Schüler sofort als "Eierkopf" oder "Granatenkopf" titulieren, ganz anders. Er gibt den schwer erziehbaren Jungs wie wie Pierre Morhange (Jean Baptiste Maunier), Pepinot (Maxence Perrin), Querrec (Cyril Bernicot), Leclerc (Thedule Carre-Cassaigne) oder Boniface (Simon Fargeot) zuerst mal einen Vertrauensvorschuß und er deckt deren kleinere Streiche vor dem Direktor. Das macht den Lehrer für seine Schüler natürlich gleich etwas sympathischer, doch Respekt zollen die Jungen dem kleinen, runden und fast glatzköpfigen Mann erst als mit Ihnen beginnt zu singen. Er teilt die Jungs in Stimmgruppen ein und bald hat sich ein Chor gebildet, der sich tatsächlich sehr gut anhört. Vor allem der Schüler Morhange scheint großes Talent und große Freude am Singen zu haben. Dies macht die Sehnsucht nach seiner Mutter (Marie Bunel) etwas erträglicher, die ihr Kind ins Internat geben musste, weil sie nicht imstande war als Witwe für ihren Jungen den Lebensunterhalt zu sichern. Eines Tages steht die Mutter vor der Tür und besucht ihren Sonn. Auch der alleinstehende Monsieur Mathieu ist von der hübschen Frau entzückt. Mit dem schon etwas älteren Mondain (Gregory Gatignol) wird auch ein besonders schwieriger und bereits krimineller Jugendlicher aufgenommen....

Das liest sich irgendwie konventionell und wenig innovativ. Aber Achtung: "Die Kinder von Monsieur Mathieu" wurde vor allem durch eine riesige Mundpropaganda in Frankreich ein Riesenhit an der Kasse. 8 Mllionen Zuschauer zahlten eine Kinoeintrittskarte für die Geschichte dieses sehr bescheindenen Monsieur Mathieu, der das verborgene Talent hat mit Menschen gut und respektvoll umzugehen - vor allem auch mit den Kindern. Eine Paraderolle für Gerard Jugnot. Natürlich bereitet Regisseur Christophe Barratier sein Thema über schwer Erziehbare und die Erziehung im Allgemeinen sehr massenkompatibel auf. Optisch ist der Film sehr gut gelungen - natürlich sorgt die Zeit, in der die Geschichte spielt, für eine gute Portion von Nostalgie. Zum Programm "Aktion - Reaktion" wird eine Alternative gestellt, die paradoxe Wege geht und die Kunst als Ausweg sieht. Somit für mich eine sehr schöne Botschaft, die die Welt natürlich etwas besser machen könnte als unsere manchmal auch traurige Wirklichkeit. Aber vielleicht ist "Die Kinder von Monsieur Mathieu" auch nur ein schönes Märchen. Der Film wurde für zwei Oscars nominiert (Filmsong Vois sur ton chemin und bester Auslandsfilm).
|0Kommentar|Missbrauch melden
am 9. September 2017
Ich finde ihn unbedingt empfehlenswert für Pädagogen aller Colour, Musiklehrer, (ehem.) Chormitglieder, Instrumentspieler, Komponisten und Musikbegeisterte. Empfehlenswert darüber hinaus für alle erzieherisch Tätigen. Und nicht nur für diese.

Emotional ordne ich diesen Film wie "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" ein. Wem dabei ganz warm ums Herz wurde, der wird hier wohl sicher ähnlich reagieren. Die Musikstücke spielen definitiv eine sehr wirkungsvolle Rolle - sie sind oft tragend, sehr sentimental, sehr melodisch, manchmal auch voll trauriger Anmut. Leise Hoffnung durchzieht die mehrstimmigen Walzer. Der Chor singt qualitativ sehr hochwertig.

Die Umstände, unter denen diese Schüler im Leben sind, sind alles andere als beneidenswert. Die Warmherzigkeit des Pädagogen Monsieur Mathieu ist daher wohltuend. Sie zieht sich durch den Film, sie trägt ihn. Sie ist es auch, die den Internatsschülern Lichtblicke und Kraft gibt, ihnen ein Fundament für die Entwicklung von Selbstvertrauen und Selbstwert baut.

Ihre negativen Glaubenssätze werden durch unermüdlich positives Vorleben des Pädagogen langsam überschrieben. Kraft aus dem gemeinsamen Erleben geschöpft. Zusammenhalt und Solidarität verstärkt. Das Individuum gefördert. Man spürt im Verlauf des Filmes deutlich die positive Veränderung. Ihre Dankbarkeit gegenüber dem Lehrer und Hoffnung pur transportieren sie in und durch die Musik.

Gerade in den Jugendjahren leistet Musik nachweislich einen positiven Beitrag. Die erzieherische und heilsame Wirkung von Musik bei der Entwicklung von Körper, Geist und Seele wird in diesem Film deutlich dargestellt. Zu Recht. Und wahrlich "in den höchsten Tönen". Ich summe mit. Kann gar nicht anders. Selbst am nächsten Tag klingt eines der Hauptmotive in mir fort. Ohrwurmtauglich. Beschwingt, leicht, angenehm, obwohl so penetrant vorhanden.

Ich kann mich an keinen anderen Film erinnern, bei dem der Produzent selbst ein Begleitwort zum Film spricht. Diese Geste zeigt mir, wie unendlich wichtig ihm sein Film ist. Ein zutiefst humanistischer Film.

Ein -zu Recht - mehrfach prämierter Film.
|0Kommentar|Missbrauch melden
am 29. August 2015
Bluray Qualität absolut Top. Das schon mal vorweg. Ich weiß nicht, warum in den ganzen Rezensionen immer so auf den Inhalt des Filmes eingegangen wird und die wesentliche Frage eher unberührt bleibt? Lohnt sich die Bluray?
Definitiv JA
Ich hatte vor Jahren die Bluray in Frankreich gekauft, weil sie über die Tonspur DTS-HD verfügte, obgleich nur in französischer Sprache. Den Gesang des Chors wollte ich jedoch unbedingt im hochauflösenden Format erleben. Und ich war damals höchst beeindruckt, von der Dynamik des Tons. Dem Dolby Digital deutlich überlegen. Nun musste ich nur zehn Jahre warten, bis er endlich in Deutschland , mit deutscher Tonspur in DTS-HD veröffentlicht wurde :-) Juhu - Riesenfreude
Bild und Ton sind absolut hervorragend.
Der deutsche Ton liegt sogar in DTS-HD Highlight Resolution vor. PERFEKT! !!!!
Daß Bild ist knackig scharf und kontrastreich. Ich konnte auf dem 4k Fernseher keine Pixelfehler oder Unschärfen erkennen.....
Wer den Film bereits auf DVD besitzt, kann ihn als Bluray neu erleben....
Klare Empfehlung
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
|0Kommentar|Missbrauch melden
am 4. Mai 2011
Dieser Film ist zu Recht einer der erfolgreichsten Filme Frankreichs. Er beschreibt wie kein Zweiter auf sehr emotionaler Ebene und hautnah an der Realität das Schicksal von abgeschobenen und stereotypisch als unerziehbar abgestempelten Kindern, und einem menschlich herzensguten Pedell, der aufgrund seiner Persönlichkeit weder auf die harten und autoritären Erziehungsmethoden des Direktors, noch auf das vorgeschriebene Aktions- und Reaktionsprinzip angewiesen ist.

Durch Aufmerksamkeit, Wertschätzung und Zuwendung aber vor allem durch sehr viel Liebe gelingt es Mathieu sich einen Platz im Herzen der schwierigen Kinder zu schaffen, und er erzielt damit unglaubliche Resultate. Monsieur Mathieu gespielt von Gérard Jugnot spielt in seiner Rolle genau die Charaktere, die einen sehr guten Sozialpädagogen oder Lehrer von den schlechten unterscheidet. Aufgrund seiner Persönlichkeit, und einer genialen Kontextveränderung - wer ein Problem lösen will, muss weg vom eigentlichen Problem, hin zur Lösung - erreicht Mathhieu mit den Kindern alles, was bisher weder seinen Kollegen, noch dem Direktor mit den autoritärsten Erziehungsmethoden oder den härtesten Strafe gelungen ist.

Das entspicht ganz genau der sozialpädagogischen Praxis, denn anstatt lösungsorientiert mit Kindern zu arbeiten, wird fast überall nur am Problem herumgedoktort, ohne dadurch eine positive Verhaltensänderung der schwierigen Kinder zu erzielen. Man könnte auch von misserfolgsorientiertem Arbeiten sprechen. Ich kenne in Zusammenhang unzählige aber vor allem schlechte soziale Einrichtungen und Heime, in denen die Sozialpädagogen genauso arbeiten müssen, wie es hier im Film gezeigt wird.

Der Film zeigt aber auch ganz exakt und realistisch die Kehrseite des sehr guten Sozialpädagogen, denn anstatt Dank, Lob und Anerkennung erfährt Mathieu Neid, Missgunst und Verachtung seitens der Verantwortlichen, und am Ende siegt leider, wie fast immer im Leben, nicht die Gerechtigkeit oder das Gute, sondern die Macht des Stärkeren. Merke: Das Gute siegt immer nur im Märchen.
18 Personen fanden diese Informationen hilfreich
|0Kommentar|Missbrauch melden
am 30. März 2018
Falls Sie musikalisch hochwertiges und kurzweiliges hören möchten, müssen sie diese Musik kennen. Meine Kollegen aus Frankreich haben mir erzählt, das jeder Franzose diese Musik kennt. Es ist komisch, aber sie ist für jedermann interessant. Und das ohne Schlagzeug oder Percussion! Man traut es sich kaum sagen, so unmodern ist es. Ja, es wird nur gesungen, und Konzert im Hintergrund. Oder auch mal im Vordergrund.
Ein wirkliches gelungenes und leider bisher nicht mehr neu erreichtes Werk.
|0Kommentar|Missbrauch melden
am 15. September 2015
Diesen Film hat sich die Klasse meines Sohnes in der Schule angesehen (5.Klasse) und er war so begeistert, daß er ihn gleich haben musste!

Es geht um ein Internat für "schwererziehbare Kinder" in den Nachkriegsjahren. Schnell stellt sich heraus, daß die Kinder nur schlecht behandelt werden und deshalb auch außer Rand und Band sind. Bis ein neuer Aufseher in die Schule kommt, ein passionierter Musiker, der die Kinder schnell durch Zuneigung und Verständnis auf seine Seite bringt und ihnen dann sogar durch die Einführung eines Chores Halt und so wichtige Gefühle wie Stolz und Gemeinschaftssinn zurückgibt. Der geldgierige Direktor steht allem ein wenig im Weg und verhält sich wirklich unmöglich, aber Monsieur Mathieu setzt sich durch. Bis er am Ende...

Aber seht selbst. Sehr schöne Geschichte, informativ mit Einblicken in diese Zeit, und zauberhaft durch die schöne Musik der Kinder.
Unbedingt ansehen!
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
|0Kommentar|Missbrauch melden
am 19. Februar 2015
Ein himmlischer Film mit himmlischer Musik. Liebenswert französisch, sympathisch unaufdringlich, bezaubernd menschlich. Und dabei hält der Film die Spannung, wirkt nirgendwo langatmig. Man mag gar nicht glauben, dass hier vor allem Laienschauspieler spielten und sangen, so präsent und überzeugend treten alle auf.

Vielleicht wäre einzuschränken, dass Einiges ziemlich erwartet so kommt wie es wohl kommen muss. Eher schlicht, geradlinig und nicht tiefgründig. Aber was soll's. Der Film erzählt so gefühlsecht, dass das nicht weiter stört. Im Gegenteil, der Film setzt der Kindheit vielleicht gerade mit dieser Erzählweise ein charmantes, berührendes Denkmal, ohne sie zu verklären oder ideologisch zu überfrachten: Sens au coeur de la nuit / L'onde d'espoir / Ardeur de la vie / Sentier de gloire - Im Herzen der Nacht erspüre / die Welle der Hoffnung / die Glut des Lebens / den Pfad zur Anerkennung.
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
|0Kommentar|Missbrauch melden