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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
27
Rosen für den Staatsanwalt
Format: DVD|Ändern
Preis:14,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


TOP 1000 REZENSENTam 16. November 2015
Wolfgang Staudte (1906-1984) hatte 1951 mit »Der Untertan« sein Meisterwerk vorgelegt. Den Film realisierte er in der DDR, in der Bundesrepublik wurde der Film erst verboten und später zensiert. Doch auch bei der DEFA sah sich Staudte immer größerem Widerstand ausgesetzt. Und so ging er wieder in den Westen. Am Ende der 1950er ergab sich für ihn die Gelegenheit, einen Film nach seinem Geschmack zu drehen: »Rosen für den Staatsanwalt«.

Der Film ist anders angelegt als »Der Untertan«. Die Heinrich-Mann-Verfilmung war eine ätzende Satire auf die wilhelminische Gesellschaft gewesen, die keine positiven Identifikationsfiguren bot. »Rosen für den Staatsanwalt« spielt in der Gegenwart der späten 1950er Jahre und zeichnet ein differenzierteres Bild (das aber nicht unproblematisch ist).

Grandios spielt Martin Held den Oberstaatsanwalt Schramm, der kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs als Kriegsgerichtsrat noch mit der vollen Härte des Gesetzes durchgegriffen und für kleinste Vergehen Todesurteile ausgesprochen hat. Der Film lässt keinen Zweifel, dass Schramm nicht nur Opportunist gewesen war, sondern auch gläubiger Nazi. Und seiner Gesinnung hängt er auch 15 Jahre nach Kriegsende heimlich noch an.

Mit dem Porträt des Schramm schließt Staudte an die Form des »Untertanen« an. Dank Martin Held rutscht die Figur des Schramm auch niemals in die bloße Karikatur ab. Ganz wunderbar etwa, wenn der Bildungsbürger Schramm seiner Familie ›zur Strafe‹ ein Gedicht vorliest.

Aus heutiger Sicht problematischer ist, dass der Film dem damaligen Publikum nicht zu nahe treten will. Der von Walter Giller gespielte Rudi Kleinschmidt dient als Identifikationsfigur für das Publikum, und diese besteht aus einer nicht sehr plausiblen Mischung aus höherer Intelligenz und übergroßer Einfalt. Tenor: Man hat es erstens besser gewusst und zweitens gar nicht gewusst.

Auch das Bild der damaligen Justiz wirkt sehr entgegenkommend. Der Film suggeriert, belastete Juristen wie Schramm seien die schwarzen Schafe einer ansonsten intakten Justiz gewesen. Die Wirklichkeit der 1950er Jahre (und noch darüber hinaus) war deprimierender. Der größere Teil der aktiven Juristen war kompromittiert, – wo hatten unbelastete Juristen auch herkommen sollen? Es war daher überaus unwahrscheinlich, dass ein belasteter Jurist einen anderen belasteten Juristen zu belangen versuchte.

Auch die öffentliche Empörung und der Reputationsverlust des Staatsanwalts entsprechen im Film mehr dem Wunschbild von einer funktionierenden Zivilgesellschaft als der Realität der damaligen Zeit. Die zivilgesellschaftlichen Mechanismen entwickelten sich erst, und Figuren wie Schramm lösten erst wesentlich später eine angemessene Empörung aus. Siehe den Fall Hans Filbinger.

Der Film ist konzentriert und pointiert inszeniert, auch wenn Staudte an einigen Stellen Pointen etwas zu sehr auswalzt, als würde er der Intelligenz des Publikums nicht recht vertrauen.

Die Bild- und Tonqualität ist nicht schlecht, aber durchaus optimierungsfähig. Als Extras gibt es nur Texttafeln zu den Schauspielerbiografien (der Text stammt aus dem Cinegraph-Lexikon). Das ist dürftig. Um für die Nachgeborenen zugänglich zu bleiben, bedarf es im Falle dieses sehenswerten und historisch bedeutsamen Films doch einiger Kontextinformationen, die über entsprechende Extras gut zur Verfügung gestellt werden könnten. Vielleicht sollte hier die öffentliche Hand – etwa über die Bundeszentrale für politische Bildung – einspringen.
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am 28. Februar 2016
Ein wunderbarer Film über die Vergangenheit. Warum gibt es heute nicht mehr solche guten Filme?Einfach wunderbar, wie der arme Handlungsreisende Walter Giller sein "Todesurteil" vermarktet - und den ehemaligen Richter, der in der neuen Bundesrepublik wieder als Richter fungieren darf, in die Enge ttreibt. Das ist enfach Zeitgeschichte, die ich in meiner Sammlung haben muss.
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am 31. Dezember 2016
DVD Rosen für den Staatsanwalt -Ein tolles Thema- Ich habe den Film damals nach Erscheinen gesehen und war begeistert. Vor kurzm fiel mir der Titel wieder ein und ich mußte diesen Film unbedingt haben. Ist einfach toll.
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am 22. Mai 2012
...darf in einer Privatsammlung nicht fehlen. Er zeigt, wie die Mühlen mahlen - nicht nur in Kassel...Es waren bereits einige Bauten wieder errichtet. Die damals hochmoderene Fußgängerzone, in der Walter Giller seine Artikel verkaufte, hat sich wenig verändert. Was auch gut ist... Auf jeden Fall ein schönes Andenken an den vor kurzem verstorbenen Walter Giller.
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am 17. Januar 2015
Der Film hätte vom Inhalt her 5 Sterne verdient. Dann müßte man aber die Filmqualität völlig außer Acht lassen. Und die ist leider nicht sehr gut. In dieser Hinsicht habe ich etwas mehr erwartet. Daher nur 3 Sterne.
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am 21. Februar 2015
Abgesehen davon, dass Martin Held für diese Rolle ein viel zu freundlicher Charakter ist, ist dies ein Pflichtfilm. Absolute Kaufempfehlung!
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am 6. November 2014
Endlich mal wieder ein Film mit Höchstniveau. Man sieht daran, wie gut deutsche Spielfilme mal waren. Das ist wie eine Reise in die Vergangenheit.
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am 7. Juni 2014
Schöne lustige alte Schnulze, lohnt sich , wenn man das alltägliche Fernsehprogramm satt hat. Lohnt sich immer wieder , ebenso der Film "Die Herren mit der weißen Weste.

Meine Mutter war begeistert !
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am 28. August 2001
Dieser Film gehört sicher zum besten, was deutsche Filmschaffende Ende der 50er Jahre auf die Leinwand zauberten. Martin Held zeigt hier einmal mehr von seinem komischen Talen und Walter Giller - bekannt aus zahlreichen Filmklamotten - hat hier wohl seinen besten Filmauftritt. Regisseur Staudte hat sich bei diesem Klassiker wieder einmal selbst überboten!
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am 6. April 2011
Hier wird die damalige bundesdeutsche Gerichtsbarkeit sehr schön vorgeführt. Walter Giller in einem seiner besten Filme und Martin Held in einer seiner Paraderollen. Es wird sehr schön aufgezeigt wie man um den Erhalt und Fortbestand der Obrigkeitsstaatlichkeit gerungen hat.
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