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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
9
Voice of Wilderness
Format: Audio CD|Ändern
Preis:14,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 12. August 2015
n°2 in der Diskografie, hat sich i.Vgl. zum 1. Album schon spürbar weiter entwickelt. Insbesondere bekannt wegen den Songs "Cottages & Saunas", "Beer Beer", "Hunting song" und "Journey man".
Auch erwähnenswert sind "Old Tale" und "Pine woods".
Nach einigen Jahren habe ich mir das Album etwas überhört, aber es bleibt gut.
Natürlich ist wieder ein tolles Booklet mit dabei.
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am 25. Februar 2015
Dieses Album ist deutlich melodiöser und teilweise folkig. Etwas anders als das gewohnte "Partymetal" anderer Alben. Alles in allem hörenswert.
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am 28. März 2008
Korpiklaani liefern hier garantiert synthesizerfreien und größtenteils sehr eingängigen Folkmetal ab. Es sind einige Hits vertreten, die auch auf keinem Konzert fehlen dürfen, wie z. B. "Journey Man", "Hunting Song" und natürlich "Beer Beer". Die meisten Songs haben starke Ohrwurmqualitäten, dies gilt auch für die atmosphärischen Instrumentalstücke. Allerdings befinden sich auch zwei Totalausfälle auf der CD. Bei "Native Land" wird teilweise so schief gesungen, dass es wirklich nicht mehr schön ist. Und wenn bei "Spirit of the Forest" mit peinlichem Gegröhle der Waldgeist beschworen wird, überkommt mich auch sofort der Drang, die Skiptaste zu betätigen. Hier zeigt sich halt, dass Korpiklaani noch üben mussten, denn die Nachfolgewerke "Tales along this Road" und "Terveskanto" weisen meines Erachtens keinerlei Schwachpunkte mehr auf. Insofern ist das Album für Fans der Band natürlich ein Pflichtkauf, Neulingen möchte ich jedoch raten, zunächst die neueren Werke anzutesten.
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am 24. November 2008
Korpiklaani sind eine merkwürdige Band. Auf der einen Seite sind ihre Alben stets mit tollen Melodien gespickt, auf der anderen Seite stehen im Endeffekt doch relativ viele Füller. Es bleibt leider oft ein ernüchterndes Gefühl zurück - der Eindruck, dass die Band eine einzige, zugegebenermaßen grandiose Melodie immer wieder verwendet - mit einigen Variationen zwar, aber dennoch empfindet man es manchmal so. Live ist die Band noch um eine Klasse besser als auf Platte, aber auch da stellte sich bei mir bisher immer ein gewisser Abnutzungseffekt ein. Trotzdem freue ich mich immer, wenn ich die folkigen Songs der Jungs höre - wie gesagt: eine merkwürdige Band, aber im besten Sinne des Wortes.

Besonders zu gefallen weiß die vielfältige Instrumentierung (inklusive Violine, Flöte und Akkordeon) - erinnert irgendwie an die Landsmänner von Turisas, klingt aber doch ganz anders. Großen Anteil daran hat das unnachahmliche Organ von Sänger/Gitarrist Jonne Järvelä, der nicht nur zur Musik passend aussieht, sondern auch eine entsprechend raue Stimme hat, meist ganz ohne wirklich zu brüllen.

Verbessert gegenüber der ersten "richtigen" CD ("Spirit Of The Forest") zeigt sich die Band vor allem im Songwriting. Mit dem Auftakt in Form des Doppelschlages "Cottages And Saunas" (was für ein Titel...) und "Journey Man" gibt es gleich einen Einstand nach Maß. Das folgende "Fields In Flames" weißt interessante und durchaus hörenswerte Midtempo-Teile auf, die der Truppe sehr gut zu Gesicht stehen. "Spirit Of The Forest", sozusagen der nachgeholte Titeltrack des Vorgängers gefällt ebenfalls - vor allem die Unterlegung mit geheimnisvollem Geflüster und Schamanengesang ist sehr gelungen, wobei man die Lyrics wohl nicht allzu ernst nehmen sollte (zumindest in dieser Übersetzung vom Finnischen ins Englische). Schließlich wäre bei den wirklich gelungenen Songs noch die Hommage an die Heimat, "Native Land" zu nennen, das mit ganz eigenem, rauem Charme aus den Boxen kommt. Zum "Hunting Song" braucht wohl nicht mehr viel gesagt werden - wer hier stillstehen kann, muss wirklich taub (oder mit der Hochgeschwindigkeit überfordert) sein.

Eine andere Hymne ist "Beer Beer" - in meinen Ohren allerdings nur bei der Live-Darbietung, auf CD kann mich das Stück nicht so überzeugen und ist gemeinsam mit "Old Tale" eher durchschnittlich. Gleiches gilt für den Rausschmeißer "Kädet Siipinä (Hands As Their Wings)", der zwar gelungenes Folk-Ambiente bietet, mich aber leider dennoch nicht begeistern kann. Besser gelungen finde ich da schon das abwechslungsreiche Instrumental "Pine Woods", das auch einmal das musikalische Können der Jungs zeigt und teilweise an Iron Maiden denken lässt.

Alles in allem ein sehr gelungenes Album einer Band, bei der ich nach wie vor nicht so wirklich weiß, was ich von ihr halten soll. 4 Sterne für die Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger und weil mir der raue Charme der Finnen wirklich sehr gut gefällt. Ein wenig Luft nach oben soll aber dennoch bleiben, wobei auch die Folgewerke bei mir nie voll punkten konnten.
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am 28. Dezember 2004
Korpiklaani haben es schon auf ihrem letzten Album verstanden, ihre Eindrücke von ihrem Leben und Alltag in Finnland mit ihrer Musik einzufangen. Mit „Voice Of Wilderness" melden sich die finnischen Mannen nun zurück, um dem Hörer weitere Einblicke zu gewähren. Zimperlich geht es hier nicht zur Sache, und wer Korpiklaanis Landsmänner Finntroll oder Ensiferum kennt, weiß wovon die Rede ist. Die Musik ist wild und rau wie das Land, und statt gemütlicher Lagerfeuerromantik gibt es schnelle und mitreißende Lieder, die zum Tanzen um ebendieses Feuer zwingen, unterstützt von Geige, Flöte und Jonnes unverwechselbarem Gesang. Beeinflusst vom Humppa galoppieren die Lieder dahin, und man meint die Band vor sich zu sehen, im Wald ausgelassen feiernd, inmitten der kalten und ruppigen Natur Finnlands.
„Cottages & Saunas" fängt mit einer unschuldigen Geigenmelodie an, wird jedoch schnell von den Gitarren eingeholt, und schon stellt sich der berühmt-berüchtigte Humppa Rhythmus ein. Zeit für Entspannung gibt's nicht, „Journey Man" geht mit Schlagzeugwirbel noch heftiger zur Sache, die Fidel jagt dahin, misst sich am Gesang, am Ende gibt's noch Flötentöne in ungewohntem Tempo und das Ende klingt nach dem Gestöhne wütender Trolle, die sich in ihrer Trinkfestigkeit üben.
„Fields in Flames" ist nicht ganz so schnell, es kann Luft geholt werden, zum Stillstehen gibt es bei dem Midtemposong dennoch keinen Grund. Eine Flöte leitet den nächsten Song ein, klingt beinahe nach einer Hymne, und nach ein paar Takten gibt's auch schon wieder was zu tanzen. Die Nummer kommt ohne Gesang aus, hat ihr Hauptaugenmerk auf Flöte und Gitarre. Im Mittelteil setzen Gitarren ein, die nach einem Gastspiel von Iced Earth oder Iron Maiden klingen, kurz danach setzt sich allerdings wieder der Folk durch.
„Spirit of the Forest" geht wieder zurück in den Midtempobereich, das Intro und die Stimmen im Hintergrund erinnern an Schamanengesänge. Eigentlich war der Song fürs erste Album gedacht, wurde aber einige male umarrangiert und fand nun hier seinen Platz.
„Native Land" ist eine Hymne ans raue Finnland, und die Musik drückt genau das aus, sperrig, wild und doch sehr eingänglich, mit Akkordeon und Double Bass.
„Hunting Song" ist der definitive Höhepunkt des Albums, ein Akkordeonintro führt in die Irre, doch gleich darauf beginnt Jonne Järvelä mit einem Loblied auf die Jagd in den Wäldern. Ein Genuss für alle Headbanger. Zu diesem Song gibt's übrigens auch ein Video!
Nach dem instrumentalen „Ryyppäjäiset" folgt „Beer, Beer", der zweite heimliche Höhepunkt. Spätestens hier wird gebangt, gemosht und ums (wenn auch nur virtuelle) Feuer getanzt, hier geht's um den Grundstein jedes Festes, es wird geschrieen und Unterbrechungen gibt's nur für den nächsten Schluck, und spätestens am Ende des Liedes kann jeder noch so besoffene Troll den Text noch mitgrölen.
Mit „Old Tale" gibt's eine recht kurze Verschnaufpause, denn nach der Hälfte des Songs geht das Gewitter wieder los und die Nummer verwandelt sich in eine trotzige Ballade. „Kädet Siipina" ist der akustische krönende Abschluss, Jonnes Gesang wird nur von Flöten und Drums begleitet und ist genau das richtige, um eine gesellige Runde würdig zu verabschieden.
Bei Korpiklaani hat die Melancholie dunkler Wintertage keinen Platz, wer friert, der trinkt und springt zur Melodie der Fidel. Die Finnen bringen Folk Metal vom Feinsten von ihren Ausflügen in die Wälder mit, erzählen Geschichten und singen Loblieder auf das Bier. Die herbe Romantik dieses Albums verwandelt die Ruhe jedes noch so kleinen Kaminfeuers zu einem rauschenden Fest.
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am 16. Januar 2007
Was die Finnen von Korpiklaani hier mit "Voice Of Wilderness" hinlegen ist durchaus sehr schön. Ein wenig verrückter Folk Metal, der gut rockt. Ganz besonders gut gefallen mir die nichtmetallischen Instrumente, sprich Akkordeon, Violine und Flöte. Dass das alles richtig gespielt wird und nicht aus dem Keyboard oder dem Synthesizer kommt, spricht für sich.

Mit "Cottages & Saunas", "Journey Man", "Hunting Song" und "Beer Beer" haben Korpiklaani auch ein paar sehr schön rockende Stücke auf dem Album, so weit so gut, die sind auch alle sehr ordentlich. Aber ich hätte mir mehr davon gewünscht. "Fields In Flames", "Spirit Of The Forest", "Native Lands" und "Old Tale" sind auch allesamt gut geworden, aber ich hätte sie sicher nicht vermisst, wenn sie gegen rockigere Stücke getauscht worden wären. Das Album geht schlappe 41 Minuten, wenn es noch 10 - 20 Minuten mehr Material wären, könnte ich die ruhigeren Stücke am Ende durchaus verkraften, vorausgesetzt am Anfang und im Mittelteil wären die Rocknummern. "Kädet Siipinä" geht als Schlusssong durchaus in Ordnung und da ich eigentlich keinem Stück etwas böses könnte (die überflüssigen Instrumentale mal abgesehen) gebe ich "Voice Of Wilderness" gute 4 Sterne und hoffe, dass das nächste Album rockiger ist.
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am 25. März 2011
Musik die gute Laune macht. Folk Metal, finnischer Metal mit starken Einflüssen finnischer Volksmusik. Einige Lieder sind echt zum rumhibbeln und tanzen gedacht, andere wieder zum Nachdenken. Also für jeden was dabei.
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am 28. Dezember 2004
Nach dem durchaus gelungenen Erstling "Spirit of the Forest" haben sich Korpiklaani etwas Zeit für ihr zweites Album gelassen. Gut Ding' will Weile haben, dachten sich die Langhaar-Zottel um Jonne Järvelä wohl - und tatsächlich, was da aus dem Hause Napalm Records auf den mittwinterlichen Schreibtisch flattert, ist nicht von schlechten Eltern.
Konnte man dem ersten Werk noch vorwerfen, etwas unstrukturiert und "zusammengeschustert" zu wirken, so ist "Voice of Wilderness" ein in sich geschlosseneres Album, das ein ganzes Stückchen metallastiger ist, ohne die Wurzeln von Korpiklaani zu verkennen. Der "Klan des Waldes", so die offizielle deutsche Übersetzung des Bandnamens, entstand schließlich aus einer Band namens "Shaman", die - welch Überraschung - folkloristische und schamanistische Musik in der Sprache der samischen Ureinwohner machte, ohne metallische Klänge zu verbauen. Nicht zuletzt die zunehmende Akzeptanz anderer Stil-Crossover-Projekte führte dazu, daß Jonne's "Zweitprojekt" nun der Hauptfokus gilt.
Aber zurück zur Platte - die hat insgesamt 11 Songs zu bieten, die stilistisch wieder ein breites Spektrum abdecken. Der druckvolle Opener "Cottages & Saunas" ist ein echter Mitgröhl-Song, bei dem das Akkordeon und die Geige zwar die Melodie bestimmen, die Metal-Elemente jedoch klar dominieren. Mit seinen Mitsingqualitäten und der direkt in die Beine gehenden Musik ist der Song ein den besten Finntroll-Werken in nichts nachstehender Moshpit-Füller und wird live sicher ziemlich gut abgehen.
Im "Journey Man" geht es dann genauso mit viel Rumms weiter - allerdings ist hier die Fiedel von Hittavainen, dem Fiedler, Flöter und Akkordeonspieler ein Stück dominanter. Eingängige Melodie, kurze Violin-Zwischenspiele, netter Song. Allerdings vermutlich etwas schnell zum Moshen.
Die dank der ersten beiden Lieder sich schnell einstellenden Nackenschmerzen werden durch den Midtempo-Song "Fields in Flames" und das darauf folgende Instrumental "Pine Woods" (nettes Flöten-Intro!) etwas gelindert - der Zuhörer darf sich schon mal eine Eispackung holen und der Dinge harren, die da kommen mögen.
Allerdings verstecken sie sich etwas - "Spirit of the Forest", der titelgebende Song für das Vorgängeralbum, ist auch eher mediumschnell. Laut Jonne sollte dieses Lied eigentlich auf die erste Platte, man war mit dem Arrangement und Mix jedoch nicht zufrieden, so daß das deutlich schamanistisch angehauchte Lied nun auf dem zweiten Album zu finden ist. Es hätte auch besser auf die vorige Scheibe gepaßt, denn im Kontext von "Voice of Wilderness" ist das Lied doch eher eines der schwächeren, und das Schamanen-Intro ist auf dieser doch deutlich metallischeren Veröffentlichung eher deplaziert.
"Native Land" beginnt wieder mit einem kurzen Akkordeon-Intro, und wächst sich zu einem eingängigen Midtempo-Song aus, in dem Jonne die Qualitäten seines finnischen Heimatlandes besingt. Kräfte schonen ist hier auch angesagt, denn Song nummer 7, der "Hunting Song", ist ein astreiner Zappelphilip von Lied, das nach einem beschaulichen Intro ziemlich gut nach vorn weg geht. Klasse Nackenbrecher - und genauso gehts weiter: "Ryyppäjäiset" ist zwar "nur" ein Instrumental, aber sehr eingängig und mit einigen Headbanger-Qualitäten ausgestattet.
Zu "Beer Beer" muß man eigentlich keine weiteren Worte verlieren. Ich tu's trotzdem: Der Name ist Programm, ähnlich Equilibrium's "Met" ein Sauflied, das auch der strammste Wikinger noch mitlallen kann. Mit etwas besserer Konstitution ausgestattete Nordmannen quälen auch hier noch die Nackenmuskeln im Takt zu Geige, Drums und Jonne's schrägem Text.
Zum Wieder-Runter-Kommen hat "Old Tale", der vorletzte Song der Scheibe, ein nettes Intro, das an irische oder schottische Folklore gemahnt, parat - gegen 1:30 im Lied geht dann aber das Gewitter erneut los. Mit Geigen-Intermissionen versetzt, ein weiterer guter Midtempo-Brecher.
Das letzte Lied der Scheibe, "Kädet Siipinä", ist ein würdiger Abschluß. Ganz ohne Metal-Elemente, sondern rein mit Flöte und Drums geben Korpiklaani finnisches Liedgut zum Besten und erinnern mit dem Song etwas an Finntroll's Traueralbum "Visor om Slutet", das auch auf Ambient-Effekte und Stimmung statt Party setzte.
Insgesamt eine sehr runde Scheibe, was die Musik angeht - ein paar Aufwecker am Anfang, dann Midtempo auf durchgehend hohem bis sehr hohem Niveau und zum Schluß noch ein paar echte Leckerbissen. Doch wo Licht ist, ist auch (etwas) Schatten: Die Lyrics zu "Voice of Wilderness" haben mir nicht besonders gefallen und zeigen meiner Meinung nach, daß Jonne und seine Kollegen im Finnischen doch stärker verhaftet sind als im Englischen. Das mag nicht ihre Schuld sein - viele Texte sind wohl direkt aus finnischen Volksliedern entlehnt - wirkt jedoch bisweilen etwas komisch.
Wenn man nicht wie ich lyrics-verrückt ist und stets die Texte mitlesen muß, wird es gar nicht weiter auffallen - und schließlich gebührt Korpiklaani Respekt für die Entscheidung, auf Englisch zu singen. Schließlich haben Finntroll und Moonsorrow, um nur zwei weitere finnische Folk/Viking/Trollmetal-Bands zu nennen, diesen Schritt bis jetzt nicht gewagt und singen weiter in ihren Muttersprachen.
Fazit: Für Fans von Folk- und Humppa-Metal à la Finntroll ein absoluter Pflichtkauf, alle anderen sollten zumindest einmal reinhören.
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am 5. Dezember 2005
Pagan, Viking oder einfach Folk Metal gibt es ja nun schon zur Genüge, in diesem Genre sprießen die Bands aus dem Boden wie sonst nur Schwedentod-Fanatiker.
Deshalb stellt man sich unweigerlich die Frage: "Brauche ich die Korpiklaani-CD, wenn es schon zig Bands diesen Schlages gibt, welche unglaublich gut sind?" Diese Frage muss sich jeder selbst beantworten, denn "Voice Of Wilderness" bietet sowohl Licht als auch Schatten. Die Gewichtung einzelner Aspekte allerdings muss jeder für sich selbst festlegen.
Cover und Schriftzug sind schön gestaltet, und besonders durch ersteres ist es gut erkennbar, dass sich die Platte besonders um die Natur/Heimat dreht, wofür auch Songtitel wie "Pine Woods", "Spirit Of The Forest" oder "Native Land" sprechen.
Mit "Cottages & Saunas geht es schon einmal flott los, der Text dagegen ist, wie des öfteren auf der LP, mehr schlecht als recht gelungen, denn er verbreitet irgendwie keine richtige Atmosphäre...Zum Glück aber hat der Sänger einen bemerkbaren Akzent drin, weshalb man die Texte, ohne sie mit zu lesen, nicht besonders gut versteht.
A propos Sänger: Jonne singt nicht, wie sehr oft zu hören, in einer grunzenden oder krächzenden Stimmlage, nein, er nutzt eine "cleane" Sangesweise, welche aber sehr rau ausfällt.
Track 2, "Journey Man", ist noch schneller als der Opener und besticht durch Hittavainen's unglaublich filigranen Violinen-Soli, welche öfters auf dem Silberling zu finden sind, und die Songs gleihc noch mal richtig aufwertet.
So geht es sehr gut mit "Fields In Flames" und "Spirit Of The Forest" weiter (nicht zu vergessen das nette Instrumental "Pine Woods"), bis man mit "Native Land" auf einen absoluten Totalausfall trifft: hier überzeugt rein gar nichts, nichts passt zusammen und auch nach dem zehnten mal hören bleibt es ein Stückwerk. Sehr schade um den Text, welcher sich interessant anhört (er dreht sich um die finnische Heimat, so weit ich das erschließen konnte).
"Hunting Song" dagegen ist wieder ein äusserst tanzbares (wenn man auf schnellem Fuße lebt jedenfalls ;-)) Lied, von welchem auch, als Bonus, der Videoclip auf die CD gepresst wurde, welcher nett anzuschauen ist, allerdings nichts besonderes darstellt.
Dann kommt der zweite Höhepunkt: "Beer Beer", dessen Refrain selbst ein Stockbesoffener mitsingen könnte ("Beer, Beer, I Need More Beer")...
Den Abschluss von "Voice Of Wilderness" bietet noch einmal einen Höhepunkt, und zwar das klasse umgesetzte, ruhige und auf finnisch gehaltene "Kädet Siipinä"; endlich mal ein Lied, welches auch atmosphärisch überzeugt (bis auf "Beer Beer" vielleicht...), dessen Übersetzung man im Booklet nachlesen kann.
Fazit: "Voice Of Wilderness" ist eine gute Scheibe geworden, welche leider einige Schwächen in Sachen Atmosphäre und Texten hat (und bei wenigen Titeln auch beim Songwriting), aber auf Grund des ungewöhlichen Gesangs, der pfeilschnellen Geigen-Soli und den Verzicht auf Black-Metal-Anleihen (es wird eher auf "simplen" Heavy Metal gesetzt) sehr interessant und "anders" klingt und man deswegen durchaus mal antesten sollte.
Anspieltipps: "Journey Man"; "Beer Beer"; "Kädet Siipinä"
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