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Kundenrezensionen

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am 29. Januar 2005
jetzt haben sie es geschafft. mit der zweiten scheibe nach der neal morse area haben die spockies sich von dem vermächtnis ihres ex-meister gelöst und zum teil einen eigenen weg gefunden. und der ist gar nicht mal so weit weg vom alten spocks beard geist. sehr proggig, hochmelodiös und musikalisch, coole sounds und eine perfekte produktion tun ihr eigenes zu einem hörgenuss seltenster art! der instrumentale teil dieser produktion ist perfekt wie man ihn nicht anders erwartet hätte. das überraschende aber ist, das nick die vocals gelassener und dadurch zum teil *unnerviger* für den hörer umsetzt als auf der vorangegangen spocks scheibe oder bei seinen solowerken! die special edition ist für fans unverzichtbar, da unter anderem einer der 8 bonustracks einer der besten songs der scheibe ist und zudem ein äusserst witziges und auch informatives making of in form eines quick time movies auf die bonus cd gebannt wurde. das die limited edition in insideout gewohntem super layout, ausführlicherem booklet und buchform daher kommt, unterstreicht die unverzichtbarkeit dieser edition umso mehr! diese scheibe gehört für mich schon zu den besten des noch jungen jahres 2005!
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Die neue Scheibe von Spock's Beard ist, wie ich finde, kein Progressive Rock mehr - aber sie gefällt. Die insgesamt 56 Minuten der normalen CD sind eine konsequente Weiterentwicklung dessen, was Feel Euphoria schon andeutete. Durch den Weggang von Neal Morse hat sich die Band vom Epischen abgewandt und unter der Federführung Nick d'Virgilios auf gut gemachten, vielschichtigen Mainstream-Rock umgeschwenkt. Die ersten 7 Stücke des Albums (zusammen etwa 31 Minuten) sind unter dem Titel A Flash Before The Eyes durch ein Konzept und überleitende Prosatexte im Booklet lose miteinander verwoben. Auch tauchen gelegentlich ein paar Streicher oder eine Bläsereinlage auf - aber das sind dann auch die letzten Reminiszenzen an Mammutepen wie Snow. Im Wesentlichen besteht das neue Album aus extrem gut gemachten Stücken im 5-Minuten-Bereich: mal eine im Falsett gesungene Ballade (wie man sie auch von Nicks Soloalbum Karma kennt), mal etwas Flottes und Rauhes à la East Of Eden, West Of Memphis. Sehr positiv fällt auf, daß es Spock's Beard mühelos gelingt, auch in diesen Formaten unglaublich viele musikalische Details unterzubringen - d'Virgilios Drums zählten schon immer zum Besten, ebenso Alan Morses rauhes Gitarrenspiel. Von Dave Meros am Bass hört man endlich mehr, während es um Ryo Okumotos wabernde Keyboards etwas ruhiger geworden ist, was dem Album insgesamt durchaus guttut. Als unsichtbares fünftes Bandmitglied (zumindest auf der Songwritingebene) hat sich offenbar John Boegehold etabliert - ich bilde mir ein, daß dadurch vor allem auch die Texte sich enorm verbessert haben (A Guy Named Sid war stellenweise schon recht peinlich).
Die Bonus-CD lohnt sich ebenfalls sehr, und ich bereue die kleine Mehrausgabe für die Special Edition nicht. Neben 27 Minuten weiterem Songmaterial enthält die Bonus Disc auch ein Making of. Abgesehen von den drei kurzen Outtakes, die eher einen interessanten Einblick in die Entstehung des Albums geben denn als eigenständige Songs zu begeistern, sind die Songs auf der Bonus Disc mindestens genauso gelungen wie die auf der regulären Scheibe (ich hätte als Produzent jeden einzelnen von ihnen jederzeit gegen das instrumentale NWC ausgetauscht).
Zuletzt: Die Covergestaltung ist gut geraten, beide CDs sind in einer Art Kleinstbildband mit Photos, den Texten und Begleitnotizen untergebracht. Da werden sie evtl. langfristig von oben etwas anstauben, aber das Auge erfreut sich trotzdem an der unaufdringlichen Gekonntheit des Ganzen - und etwas praktischer als die Klappbox von Feel Euphoria ist es auch.
Alles in allem: glatte 5 Sterne für ein virtuoses, spielfreudiges Album von einer Band, die - ob Progressive Rock oder nicht - auch ohne Neal Morse ihresgleichen sucht.
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am 17. März 2013
Spock’s Beard haben wohl die Idee verfolgt sich komplett von Neal Morse abzukapseln und machten mit Octane ein Album was kommerzieller werden solle als die alten Scheiben. Der Plan ging nicht ganz auf, da diese CD von den Spocki-Fans mehr erschrocken als wohlwollend aufgenommen wurde. Warum, ganz einfach, der gewisse Grundrhythmus fehlte stellenweise komplett in einigen iedern und das fehlt dann dem Spocki-Fan. Auch der Gesang änderte sich, ging mehr in die Richtung Hits mit aller Gewalt um den Bekanntheitsgrad zu erhöhen. Beides, wie sich später herausstellte, kam nicht gut an, man siehe auch dazu die nachfolgenden CD’s die wieder Neal Morse angehaucht waren.

Dennoch würde ich sagen das Spock’s Beard hier was großes wenn auch nicht durchschlagkräftiges geleistet haben. Denn ihre Spielfreude ist auch hier zu spüren und so schlimm hören sich dann die einzelnen Lieder nicht an. Gut, etwas Balladenlastig sind sie dann schon, was eben diese Spannung zwischen den Hörern erzeugt. Alles in allem war es ein Versuch, zum Glück, und die nachfolgenden CD’s fanden auch wieder mehr Anklang.
Fazit:
Spocki-Fans werden dieses Teil nicht lieben, aber dennoch kaufen und sammeln. Neueinsteiger werden diese CD genial zumindest sehr gut finden und enttäuscht sein wenn sie ältere Dinger on Spock’s Beard kaufen.
Es lebe die Musik!!
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TOP 1000 REZENSENTam 11. Mai 2015
Mit "Feel Euphoria" hatten die verbliebenen US-Rocker von Spock`s Beard nach dem Weggang ihres Masterminds Neal Morse bewiesen,daß sie auch selbst,wenn auch mit Unterstützung von zwei Gastkomponisten,gute Musik schreiben konnten.
An der handwerklichen Kunst von Dave Meros (Baß),Alan Morse (E-Gitarre),Nick D`Virgilio (Drums,Percussion,Gesang,Gitarren ua) und Ryo Okumoto (Keyboards,Orgel,Mellotron ua) gab es ohnehin keine Zweifel;die Güte der Musik dieses "Debuts" überraschte mich dann aber schon.
"Octane" erschien nur ein Jahr später,also 2005,ebenfalls bei InsideOut.
Und es lohnt sich unbedingt,die Special Edition zu wählen,da diese eine ganze Extra-CD mit guten Tracks,Outtakes und dem Making Of Film "The Formulation Of Octane" bietet.
Meine Limited Edition von damals kommt sogar in Buchform daher,ist sehr wertig gemacht.
Bei der Kompositionsarbeit ließ sich die Band wieder von John Boegehold und Steve Ausmus unterstützen.
Neben den üblichen Instrumenten sind auch mal durch Gastmusiker gespielte Trompete,Cello,Viola,Violine,French Horn und Streicher zu hören.
Allerdings geht es auch bei "Octane" wieder etwas härter zur Sache,als auf den Alben mit Neal Morse.
Es gibt hier keinen überlangen Track,allerdings wurden die ersten sieben Stücke als "A Flash Before My Eyes" zusammengefaßt,was für mich allerdings wenig Sinn ergibt,da die Stücke melodisch keinen inneren Zusammenhang zueinander aufweisen.
Obwohl Okumoto immer wieder echte Retro-Sounds verwendet,entfernt sich die Musik stilistisch noch etwas mehr von dem,was man von Spock`s Beard mit NeMo kannte,als es der Vorgänger schon getan hatte.
Weiterhin geht die Reise Richtung US-Rock,AOR,Classic-Rock,allerdings sind Prog-Elemente schon noch vorhanden.
Der Stil wirkt auf mich noch "amerikanischer",als zuvor;es wird munter drauflos gerockt,das macht erstmal einfach Spaß,wirkt allerdings im Vergleich zu den Kompositionen von NeMo etwas oberflächlicher,flacher.
Die rockigen Parts machen an,bieten Komplexität und Spielwitz,lassen im Vergleich zu früher aber manchmal etwas die emotionale Tiefe vermissen,subtile Feinheiten fehlen hier und da etwas.
Die gesamte Musik wirkt mehr "geradeaus" als früher,mir liegt das vergleichsweise eher weniger,das mag aber einfach an persönlichen Vorlieben liegen.Qualitativ ist "Octane" völlig OK.
Auch der Gesang von D`Virgilio überzeugt wieder ohne Einschränkungen.
Auf einigen Songs (zB "Of The Beauty Of It All","Ballet Of The Impact",I Wouldn`t Let It Go") erinnert mich seine Stimme stark an Ray Wilson und damit an das letzte Genesis-Album "Calling All Stations".
Auf "The Planet`s Hum" erinnert die akustische Gitarre mich an alte Genesis-Tage.
Obwohl SB auf dem Weg zu einem eigeneren Stil sind,wird also auch hier wieder ein Retro-Feeling aufgebaut.
Abgesehen von einigen Plattheiten kann auch "Octane" überzeugen,sodaß ich meine,daß SB mit diesem Album die Trennung von ihrem alten kreativen Kopf einigermaßen heil überstanden haben.
Der Nachfolger "Spock`s Beard" sollte,was die musikalische Substanz angeht,zwar der Tiefpunkt der Band werden,aber danach ging es wieder bergauf.
"Octane" ist solider,knackiger Rock mit schönen Momenten,der das Genre nicht neu erfindet,aber packt und Abwechslung bietet.

Aufnahme und Mixing erledigte wieder Rich Mouser.
Beim Mastering machte Ray Frigoletto diesmal leider die Dynamik platt und steuerte hoch aus.
Der Loudness-War läßt grüßen.Ansonsten ist der Klang aber soweit gut.
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am 6. Februar 2005
Spock ist tot, lang lebe Spock. Auf dem zweiten Album nach dem Ausstieg des ehemaligen Sängers und Bandkopfs Neal Morse wenden sich Spock's Beard endgültig dem amerikanischen Rock zu. Prog-Elemente gibt es zwar immer noch zuhauf, doch sie sind großzügig verteilt und bestimmen die Kompositionen nicht mehr.
Stilistisch hat "Octane" alles zu bieten, was das Ohr des aufgeschlossenen Hörers begehrt: dramatischen Artrock (The Ballet Of The Impact, Of The Beauty Of It All), tolle Balladen (She Is Everything, Watching The Tide), geradlinigen Rock (Climbing Up That Hill, There Was A Time, As Long As We Ride) abgedrehtes Zeug mit Elementen aus Folk, Prog, Funk und Alternative (NWC, The Planet's Hum, Broken Promise Land), Anklänge an Gentle Giant (Game Face) und Tool (Surfing Down The Avalanche), hymnischen Space Pop (Follow Me To Sleep) und noch einiges mehr. Die Bandbreite ist riesengroß. Wenngleich diese vielen kompakten Songs keine Meisterwerke darstellen, so sind sie doch alle packend und voller Details, die man erst nach mehrmaligem Hören entdeckt.
Drummer Nick D'Virgilio macht auch als Sänger eine gute Figur, ist sehr variabel und hat einige Melodiebögen auf Lager, die man so bisher nur selten gehört hat. Leider fehlt es ihm ein wenig an Ernsthaftigkeit und Charisma, weshalb dem "neuen" Beard der ganz große Wurf vielleicht nicht mehr gelingen wird. D'Virgilio ist gut, gefühlvoll, wenn's sein muß, und aggressiv, wenn's sein muß. Doch leider reicht das nicht, um der Band eine goldene Zukunft vorauszusagen. Es fehlt die unverwechselbare Ausstrahlung. Solange die Jungs aber weiterhin interessante, schöne Platten machen, beunruhigt mich das gar nicht. ;-)
Ach ja, die Bonus-Disk ist ebenfalls durchweg hörenswert - was man längst nicht von allen sagen kann, mit denen die Prog-Labels die Fans beglücken. Well done!
Anspieltips: She Is Everything, NWC, Follow Me To Sleep
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am 10. März 2005
Der von einer eindringlichen Melodie getragene Opener fängt mit einen Mellotron an (erinnert irgendwie an 'Watcher Of The Skies' von Genesis), der kurze Zeit später in Dramatik überschlägt um dann wieder langsam abspannt. Soviel zum grandiosen Beginn.
Was auffällt, ist das häufig eingesetzte Mellotron, welches der Platte eine melancholische Stimmung verleiht.
Trotzdem hören sich Spock's Beard öfters mal typisch Amerikanisch an (mit einer Prise Grunge), Tracks wie "Surfing Down The Avalanche", "As Long As We Ride" oder "When She's Gone" von der Bonus CD sind ein gutes Beispiel dafür. Das mag vielleicht daran liegen, weil Sänger und Drummer Nick D'Virgilio u. a. die Musik der Stone Temple Pilots und den ehemaligen Soundgarden Sänger Chris Cornell mag.
Außerdem findet man auch schöne, ruhige Tracks mit Gitarrensoli die unter die Haut gehen von Alan Morse ("She Is Everything", "Watching The Tide") Wobei bei letzterem Nick D'Virgilio beweist, dass er auch sehr gefühlvoll singen kann (seine Vocals sind übrigens bei allen Tracks ziemlich gut).
An Abwechslung mangelt es dem zweiten Album ohne den früheren Spock's Beard Mastermind Neal Morse sicherlich nicht und die Band hat sich doch prima entwickelt.
Zu erwähnen wäre noch die wirklich sehr gute Bonus CD mit 27min Musik (da sind auch gute Stücke dabei) und einen 30minütigen, im Tonstudio gedrehten Video, das dokumentiert bei welch lockerer Stimmung und Laune Spock's Beard die Tracks für dieses Album aufnahmen.
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am 9. Februar 2005
Die ‚neuen' Spock's Beard haben spätestens mit ihrem nunmehr zweiten Album nach dem Abgang von Mastermind Neil Morse eine eigene Identität entwickelt. Mit dem quasi-selbstbetitelten Studioalbum Nummer acht „Octane" beweisen sie eindrucksvoll, dass die Entwicklung in keine Sackgasse führt. So versumpfen die verbleibenden vier ‚Bärte' weder in bloßer Neuauflage alter Erfolgsrezepte (die sicherlich zum Großteil ohnehin auf Neil Morse zurückgingen), noch erschrecken sie ihre Fans mit groben Stilwechseln, erweitern aber durchaus ihr musikalisches Repertoire, was ihnen hörbarerweise liegt.
Ein wenig straighter geht es auf „Octane" zur Sache, wobei weniger Komplexität und mehr Eingängigkeit noch lange kein Abschied vom Prädikat „Prog" bedeutet. Gleich mit dem 7-teiligen Opener legen D'Virgilio, Al Morse, Okumoto und Meros ein ungewöhnliches Konzept mit ausgefeilter musikalischer Umsetzung vor. A FLASH BEFORE MY EYES schildert den Moment, in dem ein Lkw in den Wagen eines Mannes rast, der plötzlich alle Details um sich herum wahrnimmt, sein gesamtes Leben sich vor seinen Augen abspielen sieht, von der Kindheit über Leben am Limit bis zur Verantwortung einer eigenen Familie. Während er realisiert, dass er vielleicht nicht überlebt, erkennt er, dass er sein Leben trotz aller Schwierigkeiten richtig gelebt hat.
Den musikalischen Rahmen zu den ansonsten sehr übersichtlichen Einzeltracks bilden THE BALLET OF THE IMPACT und OF THE BEAUTY OF IT ALL, die mit spannungsgeladenen Instrumentalparts ausgestattet sind. Sie überraschen mit herrlichen Retro-Parts, die sowohl mit Flötensounds als auch mit markanten Basslines so sehr an Genesis-Alben der 70er Jahre erinnern, wie schon lange kein Spock's Beard Album mehr. Für gehörige Dramatik sorgen Blechbläserparts, die ebenso wie die atmosphärischen Streicher im ersten Teilsong I WOULDN'T LET IT GO von echten Quartetts eingespielt wurden und maßgeblich zum tiefgehenden Gesamteindruck beitragen. So übersichtlich strukturiert die einzelnen Songs auch sein mögen; jeder glänzt durch formidable Detailarbeit mit bestechendem Ausdruck, sei es der gewaltig expressive und tighte Hardrocker SURFING DOWN THE AVALANCHE, CLIMBING UP THAT HILL mit lebhaftem Frickelbass oder die emotionale Herzschlagballade SHE IS EVERYTHING, die mit einer verzauberten Atmosphäre und wunderbarer, gefühlvoll dosierter Clean Guitar- Arbeit unter die Haut geht, ganz zu schweigen von Alan Morses verträumtem Gänsehaut-Solo.
All diese freudig auffallenden Merkmale sprechen dafür, dass nach dem Weggang von Neil Morse die anderen vier Bandmitglieder ihr eigenes Potential voll ausschöpfen, sei es im Songwriting oder in der Darbietung ihrer Fähigkeiten, siehe auch das exzellente instrumentale Prog- Futter NWC.
Auch die weiteren Einzeltracks sind trotz relativer Einfachheit alles andere als normale Rocksongs. THERE WAS A TIME ist ein mit atmosphärischen Backing Vocals geschickt zu einer dichten Atmosphäre ausgebauter Rocksong voller positiver Energie - ein wenig in Richtung TOTO. THE PLANET'S HUM ist durchgeknallt, cool und fetzig und trägt mit viel Energie in Sachen Rhythmik und Harmonik die Handschrift der moderneren Spock's Beard. Die Ballade WATCHING THE TIDE, ein wenig im Journey- Stil, scheint zuerst schnulzig zu beginnen, türmt sich dann aber zu einer beachtlichen, hochemotionalen Prachtnummer auf. Zum Abschluss überraschen Spock's Beard durch den mitreißenden Drive von AS LONG AS WE RIDE mit dem Beweis, dass sie auch die hohe Kunst des Pose Rock vorzüglich beherrschen.
Im Gegensatz zum letzten Album „Feel Euphoria" lohnt sich bei „Octane" der Kauf der Special Edition gründlich. Die Bonus-CD glänzt gleich mit vier ganz starken Songs, deren Lyrics sich alle angelehnt an A FLASH BEFORE MY EYES mit dem Thema Tod zu beschäftigen scheinen.
WHEN SHE'S GONE - eine weitere Überraschung - ist schaurig packend düster und geht deutlich in Richtung Metal. GAME FACE ist eine richtig abgefahrene sehr jazzige Rock- Nummer, einem Ryo Okumoto wie auf den Leib geschneidert. Das energiereiche BROKEN PROMISE LAND ist wohl ein exzellentes Beispiel für das, was die Band selbst als „Free Form Spock's Beard Jazz" bezeichnet. Und FOLLOW ME TO SLEEP entwickelt sich nach etwas experimentellem Einstieg zu einer Prog-Perle mit wechselhafter Atmosphäre, die sich von getragen und beinahe hypnotisierend bis spannungsvoll und aufgewühlt in fantastischer Weise den starken, nachdenklichen machenden Lyrics angleicht und im übrigen im Gegensatz zu zuvor erwähnten Stellen dieses Mal an spätere Genesis-Werke erinnert.
Zudem beinhaltet die Bonus-CD, die das 55:57 Minuten lange Album noch einmal um 27:10 Minuten erweitert, ein unauffälliges Okumoto-Solostück und drei Outtakes vom A FLASH BEFORE MY EYES- Longtrack, nur das Streichquartett, Backing Vocals bzw. Ryos Keyboards.
Das gut halbstündige Video „The Formulation of Octane" zeigt die Band bei den Aufnahmen im Studio und gnadenlosem Jam. Dave Meros' Erläuterung des „Must Piss"- Syndroms im Tourbus, Nick D'Virgilio's Studiochinesisch und die Geschehnisse am Rande um die Hunde „Bebe" und „Spritz" machen dem Fan die Band nicht unbedingt unsympathischer. Der Running Gag rund um D'Virgilios Kuhglocke bei AS LONG AS WE RIDE von einem längeren Vortrag über die Rückkehr der Cow Bell in die Rockmusik über seinen Fall ins Cow Bell- Fieber bis hin zum Phänomen der „Premature Cowbellation" sind schon äußerst sehens- und hörenswert.
„Octane" ist ein überraschend starkes Lebenszeichen von den vier schon fast abgeschriebenen Musikern Nummer zwei bis fünf, die nach dem Weggang von Nummer eins richtig aufblühen. Spock's Beard gehen keine Kompromisse ein, sondern haben auf ihren Wurzeln basierend einen ehrlichen Weg eingeschlagen, auf dem sie gekonnt mit ihren bekannten Stärken wie tiefgehenden Melodien, tollen Backing Vocals, instrumentalen Finessen und viel Extravaganz mit geteilter kreativer Kraft alles andere als gewöhnliche Rockmusik schreiben. Nick D'Virgilio gibt dabei einen starken Frontmann ab - mit seinen sehr markanten Drums so wie so, und auch mit bemerkenswert ausdrucksstarken Vocals.
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am 1. Februar 2005
anders ist die cd, anders als man es erwartet hat, anders als man es gehofft hat, aber irgendwie überraschend anders! ich habe die cd erst seit heute, trotzdem: das achte spock's beard album gefällt mir schon jetzt, die meisten lieder haben sofort einen weg in meine gehörgänge gefunden und sich dort hartnäckig festgesetzt. "highlight" des albums ist für mich der liederzirkel "A Flash Before My Eyes", der eigentlich alles enthält, was musik für mich ausmacht. rockige passagen ("Surfing Down The Avalanche", "Climbing Up That Hill"), anspruchsvolle soloeinlagen (ja, die jungs zeigen, dass sie es drauf haben ;), balladen ("I Wouldn't Let It Go", besonders "She Is Everything") und ein schönes thema, das immer wieder auftaucht. "NWC" ist ein instrumentalstück, dass prog-herzen merklich höher schlagen lässt. "There Was A Time" und "Watching The Tide" sind wieder ruhigere stücke, während "The Planet's Hum" und "As Long As We Ride" (mit grandioser Cowbell-Begleitung von Cowbellero Nick D'Virgilio ;) wieder rockiger daherkommen. spock's beard haben ihren neuen stil gefunden und eigentlich lässt sich "octane" nicht mit den klassikern der neal-ära vergleichen. der neue bart-sound ist einfach anders, frisch und authentisch. noch ein wort zur bonus-cd. es lohnt sich wirklich, die paar euro mehr zu investieren, da die extrascheibe dem album hinsichtlich qualität und originalität der lieder um nichts nachsteht. gerade in zeiten der musikalischen verdummung heißt es: zugreifen!!
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am 2. Februar 2005
Auch wenn ich es nicht unbedingt erwartet habe, aber die "Bärte" haben mit Octane ein durchweg gelungenes Power-Prog Album abgeliefert.
Der Songzyklus "Flash before my eyes" mit dem tollen Leitthema "She is everything" und das Instrumental "NWC" ragen zwar etwas heraus, aber auch sonst ist auf dem Album kaum eine Schwachstelle auszumachen.
Produktion und Songwriting sind top und an den Instrumenten macht den "Bärten" so schnell keiner was vor. Schön dass die Jungs nicht krampfhaft am Neil Morse Stil festhalten, speziell die lockeren (Westcoast) Vocals sind eher ein Gewinn. Glücklicherweise hat man auch weitestgehend ("Surfing down..." hätte man sich sparen können) auf unnötige heavy Kraftmeiereien a la Dream Theater's "Train of Thought" und monströs lange Titel verzichtet. Es tut vielen Progscheiben nicht unbedingt gut, wenn Bands des Genres meinen ein Titel müsste mindestens 12-15 Minuten lang sein.
Fazit: rundum empfehlenswerte CD - als enhanced CD gleich im mehrfachen Sinne. Denn neben der gelungenen CD gibt es hier noch 4 echte Top-Songs (!), ein paar nette Songfragmente, ein Video und ein liebevoll gemachtes Booklet.
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am 24. Februar 2005
Meiner Meinung nach hatten die Prog Rock-Götter von SPOCKS BEARD ein Problem. Sie hatten in der Vergangenheit einfach zu viele sensationelle Alben veröffentlicht. Unglaubliche und zeitlose Ton-Dokumente wie „The Light" , „The kindness of strangers" und vor allem „Day for night" konnte man einfach nicht mehr überbieten. Bei allem was danach folgte, war einfach keine Steigerung mehr möglich. „V" und „Snow" waren meiner Meinung nach nur gutklassige Alben, bei denen aber stellenweise das AHA-Erlebnis fehlte. Zwar starke Scheiben, aber eben nicht ebenbürtig. Und das lag nicht am plötzlichen Ausstieg des multitalentierten Bandleaders Neal Morse. Mit „Feel euphoria" folgte zwar ein akzeptabler Geh-Versuch, dem aber die Magie fehlte.
Tja, und mit dem neuen BEARD-Album „Octane" macht die Band nun endlich den richtigen Schritt. Sie versucht nicht länger, das alte Erfolgsrezept totzududeln, sondern gehen neue Wege. Man spielt zwar immer noch eindeutig Prog-Rock (mit starker GENESIS/GENTLE GIANT-Kante), orientiert sich aber auch an bodenständigem und massenkompatiblen Hardrock im Stile von DEEP PURPLE und Konsorten. Die Songs sind leichter zugänglich und stellenweise sehr emotional. Man höre nur die starken Balladen „She is everything" oder „Watching the tide", die früher nicht möglich gewesen wären. Andererseits ist das Album ein Sammelsurium gradliniger Rocksongs geworden, die selbst die härtesten BEARD-Fans zufrieden stellen werden. „The ballet of the impact" ist der geilste Album-Opener seit Ewigkeiten, von dem einige Parts gleich im nicht minder genialen „The beauty of it all" auftauchen. Und mit „Surfing down the avalanche" bringt die Band gleich mal ihre wiedergewonnene Frische mit ungewohnter Härte zum Ausdruck. Der Titel ist Programm !!!
Ansonsten gibt's zu sagen, das man froh sein kann, das SPOCKS BEARD wieder zurück ist. Der Patient lebt und erfreut sich allerbester Gesundheit. Cooles Album !
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