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Kundenrezensionen

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am 1. Dezember 2004
Die 2 Filme haben außer mit dem Namen der Personen recht wenig mit der klassischen Saga zu tun.
Ambivalente Personen wie Hagen werden als Bösewicht abgetan und einseitig dargestellt. Der gesamte zweite Teil nach Siegfrieds Tod einfach mal weggelassen. Nichts gegen künstlerische Freiheit, aber den Stoff so abzuändern und zu verfälschen läßt sich nicht entschuldigen. Massentaugliche "Gut gegen Böse" Geschichte, wie so eine Halbamiproduktion nun mal ist. Allein Hagen als Raffzahn darzustellen, läßt einen die Zehenspitzen aufstellen. Schaupielerisch schwache Leistung (Ausnahme Brunhild), 1.70m -Mann Benno Führmann als der "große Siegfried": lächerlich
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am 6. Dezember 2004
Wer die Saga gelesen hat wird sich von diesem Film mit Grausen abwenden.
Bis auf wenige Ausnahmen schlechte Schauspieler, die mit ihren Rollen völlig überfordert sind, billige Computereffekte, die nur all zu oft in den Vordergrund drängen, sowie unpassende Dialoge lassen von Anfang an keine Atmosphäre aufkommen.
Klar kann sich das Budget des Films sicherlich nicht mit großen Hollywoodproduktionen messen, aber trotzdem wäre da wesentlich mehr drin gewesen - vor allem wenn man sich bei der Verfilmung wirklich an die Sage gehalten hätte und nicht alles freier als frei interpretiert hätte.
So ist das ganze eben nur seichte Unterhaltung auf dem üblichen Niveau von TV-Produktionen wie Hai Alarm auf Mallorca & Co.
Daher werden Fans der Sage und jeder andere echte Fantasyfan den Kauf dieses Machwerks bereuen
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am 30. Dezember 2004
... wenn man sich diesen Film ansieht. Die deutsche Heldensage schlechthin und was hat Uli Edel daraus gemacht? Eine Posse, einen TV-Film, der das Geld, das er gekostet hat, nicht wert ist.
Das Nibelungenlied steht für Heldentum, Ehre und Treue bis in den Tod. Aber in diesem Streifen kam nichts davon rüber. So haben wir einen Siegfried, der nicht eine Sekunde lang meine Sympathie gewinnen konnte und ich mir schon in den ersten zehn Minuten erhoffte, dass er endlich von Hagen erschlagen wird. Aber leider kam er auch noch im zweiten Teil, bis fast zum Schluss vor. In meiner Vorstellung ist Siegfried nunmal ein blonder, wackerer Recke, den Benno Fürmann (selbst abgesehen von der Haarfarbe) mehr schlecht als recht darstellte. Siegfried ist nunmal blond, blond und nochmals blond!!
Ebenso konnte mich ein Hagen von Tronje, der ein Sheriff von Nottingham sein könnte, nicht düster genug, nicht seinem Königshaus treu ergeben, sondern ein Verräter, ein Lump, ein raffgieriger Intrigant, nicht überzeugen.
Auch Gunther, der mir alles andere, als ein schillernder König zu sein scheint, hatte sich nicht besonders hervorgehoben. Und Kriemhild, die gerade einmal einer einfältigen dummen Gans die Show stehen konnte und niemals als Rachegöttin auftreten könnte, zu der sie, nach Vorlage, im zweiten Teil werden müsste, hatte mich den letzten Nerv gekostet. Grausamkeiten für alle Nibelungenfans, die die Sage in sich einverleibt haben.
Nein, nichts hatte dieser Film mit dem Original zu tun. Das Grausamste war jedoch das Ende. Man mag noch verzeihen, dass viele Charaktere fehlten, die für die Geschichte wichtig sind, man sehe noch darüber hinweg, dass der eine oder andere Schauspieler nicht passte, man mag vielleicht noch beide Augen zudrücken, wenn man die Story so verschandelt, aber dieses Ende kann man einfach nicht verzeihen. Es fehlte alles, was der zweite Teil und in meinen Augen den Höhepunkt der Sage ausmacht. König Etzel, die Rache von Kriemhild und das Ende der Burgunder: Das ist der Nibelungen Not!
Ebenso brutal, insbesondere für meine Ohren, empfand ich die Dialoge, die mehr, als nur unpassend und schlecht waren, mehr noch, sie waren einfach nur peinlich. Dabei hätte der Drehbuchautor die schöne Sprache, ihre Ausdruckskraft, ihre so wohl klingenden Worte, so leicht übernehmen können. Die Macher des Films haben das Potential dieser Sage einfach nicht ergriffen.
Dennoch gibt es zwei Sterne, der eine für die Mühe und manchmal auch schön anzusehenden Bilder und Szenen, der zweite für Brunhild, die einzige Lichtgestalt in diesem Film.
Ich hoffe nur, dass eines Tages ein neues Team dieses Thema umsetzt und das Geld besser verwendet, mehr darauf bedacht, die Aussage der Geschichte wiederzugeben, denn sich auf teuere und actionüberladene Computeranimationen zu konzentrieren.
Ein Rat an alle, die sich für das Nibelungenlied wirklich interessieren: Lest das Original, oder seht euch den Film von Fritz Lang an, aber lasst die Hände von dieser Version!
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am 22. März 2011
Es gibt 4 Verfilmungen der Nibelungensage. Die erste Verfilmung ist ein Stummfilm von Fritz Lang und dauert fast 5 Stunden. Diese Verfilmung kam 1922/24 in die Kinos. Sie ist unschlagbar und wurde erst vor kurzer Zeit wieder restauriert.
Die zweite Verfilmung ist eine Italienisch-deutsche Fassung und kam 1957 heraus. Sie habe ich nicht gesehen, aber nach allem was ich hörte ist sie eher schlecht. 1966/67 kam eine dritte Verfilmung, sie war von Harald Reinl und Artur Brauner(sie machten die Edgar-Wallace und Karl-May-Verfilmungen der "60"er). Sie ist sehr gut gelungen aber kann sich dennoch nicht mit Langs Fassung messen. Nun kam dann 2004 eine Neuverfilmung von Uli Edel(Christiane F. ' Wir Kinder vom Bahnhof Zoo, Letzte Ausfahrt Brooklyn, Der Baader Meinhof Komplex). Es handelt sich hierbei um eine deutsch-amerikanisch-englische Koproduktion. Edel macht daraus einen typischen Hollywoodfilm.
Er mischt hierbei verschiedene Fassungen der Sage und lässt auch viele Figuren aus(Etzel,Volker,Rüdiger,Bloodel,Hildebandt und Gernot) und lässt den Rest der Sage einfach weg. Was dabei herauskommt ist denkbar schlecht. Siegfried wächst bei Mime(dort heißt er Eyvind) und weiß nicht dass er ein König ist. Dann kommt ein Drache und verwüstet das Land. Siegfried tötet ihn und erlangt die Ehre von König Gunther. Er hilft ihm Brunhild zu gewinnen und heiratet Kriemhild. Hier orientiert sich Edel an der nordischen Fassung. Siegfried hatte nämlich im Film schon vorher eine Beziehung zu Brunhild, aber Kriemhild gibt ihm einen Trank der ihn Brunhild vergessen lässt. Er besiegt in Gestalt von Gunther Brunhild auf dem Kampfplatz und im Brautbett. Danach prahlt Kriemhild vor Brunhild und das übliche passiert. Hagen tötet Siegfried. Danach wird die Geschichte abgeändert, Hagen tötet einfach so Gunther wegen dem Schatz und wird dann von Brunhild getötet die dann Selbstmord begeht. Wirklich schlechteste Verfilmung, wenn man den Prolog sieht und die Musik als erstes hört denkt man dass sie gut ist. Am schlimmsten ist aber dann das der zweite Teil(Kriemhilds Rache) einfach weggelassen wird, den dann geht die Geschichte erst richtig los, hinzu kommt die veränderte Handlung und die schlechten Schauspieler. Benno Fürmann als der "Recke" Siegfried erinnert an D'Artagnan aus den 3 Musketieren und ist eher ein cooler Held der Sprüche klopft und sich der Jugendsprache bedient noch dazu ähnelt er vom Aussehen Siegfried überhaupt nicht. Hagen(Julian Sands) ist einfach nur ein gar nicht so finsterer Bösewicht und nicht der treue Machtpolitiker, in der ursprünglichen Sage ist er ja treu bis in den Tod(Nibelungentreue), aber hier tötet er seinen eigenen König. Gegen Hans Adalbert Schlettow und Siegfried Wischnewski die Hagen in den Verfilmungen von 1924 und 1966/67 spielten, ist Julian Sands gleich null. Gunther ist ebenfalls schlecht, er sieht einfach nicht aus wie ein König. Samuel West sieht dort noch genauso aus wie in der Narnia-Serie, in der er vor fast zwanzig Jahren König Kaspian spielte. Brunhild(Kristanna Loken) wird einfach zu einer Amazone. Robert Pattinson spielt hinzu noch einen weichen Giselher. Max von Sydow( der ja ein großer Schauspieler ist) macht aus dem hinterlistigen Alben Mime, einen guten, alten Mentor. Kriemhild wird noch schlechter gespielt, ich will hier gar nichts über sie sagen Sonstige Schauspieler: Götz Otto, Ralf Möller und Mavie Hörbiger. Man hätte wirklich eine gute Neuverfilmung im Stile von Der Herr der Ringe oder Narnia machen können. Aber dieser Film ist wirklich schlecht. Ich kann nur empfehlen Langs Fassung zu sehen, oder wer keine Stummfilme mag die von Harald Reinl.
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am 4. Dezember 2004
Uli Edel scheint als Regisseur auf aufwändig verhunzte TV-Mehrteiler (Nebel von Avalon, Julius Caesar) abonniert, die neben schlecht recherchierter Ausstattung (davon dann aber sehr, sehr viel) sich vor allem durch eines hervortun: Gähnende Langeweile. Die Nibelungen bestachen allerdings obendrein durch die dämlichsten Achtung-Mittelalter-Dialoge seit Jerry Bruchheimers "King Arthur".
Kostprobe:
"Die Christen sagen, ihr Gott sei ein Gott der Vergebung."
"Ach, diese Christen!"
- mein absoluter Favorit, ein Brüller!!!
Ex-Terminatrix Kristanna Loken als zornige Brunhild wirkte wenigstens so, als ob sie an ihrer Rolle Spaß hatte und ihr Kampftrainer hatte echt was drauf (... ausser mit der typischsten aller nordeuropäischen Waffen: der kretischen Doppelaxt). Julian Sands als Hagen von Tronje mit Deko-Narbe spielte wenigstens noch routiniert den Finsterling, dem in dieser Version beide Augen gelassen wurden, um besser finster um die Ecken schielen zu können, der Rest der Belegschaft wähnte sich scheinbar die meiste Zeit im falschen Film - mit Recht, möchte man meinen!
Absoluter Tiefpunkt neben Knallchargenauftritten von Ralf Ich-hab-auch-schon-mit-Ridley-Scott-gedreht Möller als Perlweiss-Barbar mit alberner Rastaperücke und seinem Kifferkumpel König Grimmige Zecke, war eindeutig jede Szene mit Erik/Siegfried-Darsteller Benno Fürmann, der sich nach eigenem Bekunden Mühe gegeben hat, seiner Siegfried-Interpretation ein menschliches Gesicht zu geben. Heraus kam dabei ein schnoddrig nuschelnder Berliner Jung mit Winnetou-Perücke im Kasperle-Mittelalter. Fehlte eigentlich nur, dass er die Cornflakes-Backe König Gunther von Minipli mit "Hey, Gunni, alte Socke - give me five, Mann!" begrüßt hätte.
Dialoge, wie sie nur im Mittelalter vorkommen:
Brunhild: "Ich bin die Königin von Island!"
Siegfisch: "Hähä!"
Ja, echt geiler Typ: verhaut erstmal zur Begrüßung den Bruder des Königs und dessen ganze Entourage (leider ohne Flachparaden, wie ich an dieser Stelle einfügen muss. Das ist aber bei 7 mm Schlagkanten am Aluschwert auch nicht nötig, oder?). Kaum haben sich die verkloppten Burgherren samt zerschlagener Schwerter getrollt, gemahnt Siegfritz` eingeschlafener Ziehvater Max von Sydow in seiner hoffentlich letzten Rolle zu gutem Benehmen: "Schau nicht zum Fenster rauf, dass schickt sich nicht"!! (Höflichkeit ist ja, wie wir wissen, die Zier des Helden!).
Als nächstes schmilzt Siegblitz, alias Erik der Grobschmied, mal kurz mit 'nem Lagerfeuer den Meteoriten ein, der in anderen Filmen ganze Kontinente vernichtet hätte, und bastelt sich daraus ein derbe geiles Barbarenschwert, aus dem die Muschi-Schmiede unserer Vorfahren fünf Klingen gemacht hätten. Schwertdesigner für den Film: Hermann Zu, der Max von Sydow als Hofliferant von König Löckchen vertritt, wenn Maxe mal wieder an der Esse eingeschlafen ist oder für längere Zeit in den Sternenhimmel schaut und wirr die germanische Mythologie wiederzugeben versucht. Kein Wunder, dass der Alte Glaube sich nicht behaupten konnte, lieferte er doch nicht die Antworten auf die brennenden Fragen, die uns alle bewegen:
Giselher: "Was ist, wenn wir die Zeichen der Götter nicht verstehen?"
Siegpfiff: " Das weiss ich nicht."
Ja, das hätte Ralf Möller nicht besser sagen können, aber der war zu dem Zeitpunkt schon tot!
Eindeutig einer der Filme, die beim zweiten Anschauen besser werden. Da kann man auch die Details mehr genießen, da man dann schon weiss, dass es keine Handlung gibt, die Aufmerksamkeit erfordern könnte! Sehr klasse zum Beispiel die Wachen und Soldaten mit den schlecht sitzenden Fahrradhelmen. Die Typen haben, glaube ich, schon in den Winnetoufilmen durch ihre Aldi-Perücken von sich Reden gemacht. Naja, derlei Perlen gibt's zu Hauf zu entdecken und auf DVD das Ganze auch noch im adäquaten amerikanisch!
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am 30. November 2004
Schon lange hatte ich mir gedacht: Was man doch für einen guten Film aus dem alten Sagenstoff machen könnte...und dann die Ankündigung ein TV Zweiteiler kommt. Hm, TV Filme sind ja meistens nicht sehr berauschend, gerade im Fantasybereich. Ein Uli Edel Film...na ja die Nebel von Avalon Verfilmung war ja gar nicht so schlecht, also doch mit etwas Hoffnung vor dem TV gesessen...aber leider völlig enttäuscht worden. Von der ursprünglichen Sage bleibt fast nichts übrig, außer vielleicht die Namen. Doch die Charaktere sind im Film anders charakterisiert und dargestellt, auch ihre Beziehungen untereinander. Und die Geschichte an sich hat leider auch nichts mit der Sage zu tun. Beispiele: Siegfrieds Eltern sind nicht gestorben, er ist nicht unter dem Namen Eric bei einem Schmied aufgewachsen, er hat Brunhild nie gesehen, bevor er mit Gunther nach Eisland (nicht unbedingt als Island zu sehen) gefahren ist und er hat sich schon gar nicht in sie verliebt. Seine große Liebe war immer Kriemhild, auch ohne Zaubertrank. Der Drache war nicht der Hüter des Schatzes, Hagen ist nicht der Sohn von Alberich, die Nibelungen sind eigentlich keine Geisterwesen, Siegfried zeigt Gunther nicht seine verwundbare Stelle (die verrät Kriemhild bei einer List Hagens), die Tarnkappe macht unsichtbar und verändert nicht das Aussehen, der Wettkampf gegen Brunhild ist eher ein sportlicher und kein Zweikampf und und und...
Ich frage mich bloß WARUM? Warum all diese Änderungen, wo liegt der Sinn. Das es bei einer Verfilmung manche Änderungen geben muss, ist ja verständlich aber viele dieser Änderungen sind einfach unnötig. Die originale Sage gibt eigentlich noch viel mehr an Intrige, Liebe und Verrat her als diese verstümmelte Version.
Dann noch was zur Ausstattung des Films. Es sah ja meist ganz nett aus, aber leider viel zu steril, um irgendwie ein feeling von 5.Jahrhundert zu vermitteln. Wenn die Filmemacher schon eine Zeit angeben müssen, dann sollten sie doch bitte wenigstens einmal einen Historiker fragen, ob das auch nur irgendwie okay ist, was sie da machen.
Wenn ich schon einen Stern geben muss, dann für Kristiana Loken, die war als Brunhild recht überzeugend.
Und Benno Fürmann als Siegfried? Ein kleiner, schmächtiger Kerl mit Ruhrpottakzent. Ich war begeistert...
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am 3. Dezember 2004
Dieser Film hat es schlicht und einfach NICHT verdient, diesen Namen zu tragen. Wenn hier jemand behauptet "Wer zu faul ist, das Buch dazu zu lesen, für den ist der Film absolut empfehlenswert.", dann ist ist diese Feststellung reinster Irrglaube.
Ein lallender Hauptdarsteller, grauenhafte Abwandlungen der Geschicht um heutigen "Ansprüchen" zu genügen (und nicht einmal das macht er wirklich, denn für 2004 ist die Effekttechnik miserabel...) usw...
Blasphemie gegenüber einem faszinierenden Werk, mit vor allem faszinierenden Charakteren! Also wenn ich an diesen Benno-Fürmann-Siegfried denke, dann will ich einfach nur schreien, so ein Schwachkopf! Ich kann's nicht feiner ausdrücken, will ich auch gar nicht...
"Der Film jedoch vermittelt die Geschichte um Siegfried sehr gut. Obwohl sie im Mittelalter spielt hat man das Gefühl, sie ist wahnsinnig aktuell..." Das ist einfach FALSCH! Die zitierte Rezension ist ein perfektes Exempel dafür, wie dieser Film vom heutigen Publikum aufgenommen wird, und welchen Schaden diese Produktion damit anrichtet! Das Original wird völlig außer Acht gelassen, und tatsächlich wird dieser Film als Gradmesser des Nibelungenlieds, als Gradmesser Siegfrieds, und als Gradmesser des mittelalterlichen Lebens überhaupt gesehen... Das hätte man mal einem Hebbel erzählen sollen, ich kann mir nicht vorstellen, dass der arme Mann das verkraftet hätte...
Gerade mit den heute zur Verfügung stehenden Mitteln im Bereich der Technik wäre eine Verfilmung dieses Stoffes ENDLICH in einer ihm zustehenden Art und Weise möglich. (Was wäre das für ein Ereignis!) Aber die Anforderungen des Fernsehens im 21. Jahrhundert machen diesbezüglich jegliche Hoffnung zu nichte, wie man es an diesem aktuellen Beispiel wunderbar erkennen kann...
Eine Schande.
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am 2. Dezember 2004
Film Event des Jahres?
Gute Effekte?
Guter Schnitt?
Gute Schauspieler?
Die NIBELUNGEN?
Weit gefehlt!
Was hier abgeliefert wird, hat weder mit Stil noch mit Atmosphäre zu tun, von der berühmten Sage ganz zu schweigen.
Es ist unvermeidlich, einen solchen Stoff zu kürzen und zu "formatieren", um ihn filmreif zu gestalten.
Nur, dass dabei der eigentliche Geist der Sage verloren geht, ist unverzeihlich.
Peter Jackson hat es mit Herr Der Ringe vorgemacht, wie man ein hochkomplexes Werk perfekt inszenieren kann.
Und wer jetzt aufschreit "man kann die Filme doch nicht vergleichen!", dem sei gesagt, dass ein gutes Drehbuch, ein guter Schnitt und gute Kameraarbeit nicht auf Geld beruhen.
Und "Die Nibelungen" wäre ja auch ohne eine gute Umsetzung des Originalstoffs noch unterhaltsam gewesen; leider Gottes lief beim Rest aber auch wenig zusammen.
Zuerst mal sind die Effekte bodenlos. Ok, mit einem solchen Budget soll man keine zweite "Matrix" erwarten, aber man hätte die Effekte doch nicht so grausam oft in den Vordergrund rücken sollen.
Dann sind da noch die Schauspieler, allen voran Benno Fürmann, der "Schauspielern" wohl mit "Grinsen" verwechselt, bis man einfach nicht mehr hinsehen kann.
Dazu kommt noch, dass die zwei Filme so endlos lang vor sich hindümpeln.
Die zwei Teile hätte man locker auf einen 3 Stunden Film reduzieren können.
Was schreibe ich lange: hier stimmt alles hinten und vorne nicht. Schnitt, Schauspieler, Musik, Timing, Inszenierung ...
Spart euch um Himmels Willen das Geld!
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am 1. Dezember 2004
Nach Herr der Ringe konnte man sich ja berechtigte Hoffnungen machen, dass mit der neuen Tricktechnik auch einmal eine ansprechende, opulente Verfilmung der bekanntesten deutschen Sage bzw. des Nibelungenliedes in Angriff genommen werden könnte.
Was nun hier als "Die Nibelungen" präsentiert wird, ist leider eine große Enttäuschung. Ein kruder Mix aus verschiedensten Sagenkreisen, eine Handlung, die jedem Kenner der Materie die Haare zu Berge stehen lässt (nachdem man viele, viele Augen zugedrückt hat - Hagen als Sohn Alberichs etc. - wird es dann doch zu arg: Hagen tötet Gunther im Streit ums Nibelungengold, Brunhild köpft Hagen...) gemixt mit Popcorn-Kino-Elementen (ein durch die Luft wirbelnder Siegfried...), "coolen" Sprüchen - all das wird dem Anspruch nicht gerecht.
Die ganze Schwäche des Drehbuchs offenbart sich in zentralen Stellen: Der Streit der Königinnen vor dem Dom - DIE zentrale Stelle - wird zum platten Weiber-Gekeife ohne Dramatik. Aus dem düsteren, unerbittlichen, aber seinem König und Burgund treu ergebenen Ritter Hagen wird ein eindimensionaler Bösewicht, der zudem noch schwach gespielt ist.
Überhaupt bleiben alle Figuren dünn, auch Benno Fürmann enttäuscht mit seinem proletenartigen Ton als Siegfried. Bleibt einzig Kristina Lokken, die ihrer Brunhild etwas Tiefe verleiht - wohl überhaupt die einzige Figur des Drehbuchs, der so etwas erlaubt wird.
Alles in allem eine große Enttäuschung. Da kann es auch nicht trösten, dass der Regisseur munter bei Herr der Ringe geklaut hat - z.B. die Intro oder die Nibelungengeister.
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am 3. Dezember 2004
... wenn sie das gesehen hätten. Den erste Kritikpunkt, dass der Film sowohl inhaltlich als auch optisch (ganz klasse: Worms!) streckenweise nur sehr wenig mit dem ersten Teil des Nibelungenliedes gemein hat, muss man in der heutigen Zeit wohl verschmerzen können. Meist helfen einem eine gute Optik und ein trotz allem mitreissender Plot darüber hinweg. Leider ist das hier nicht gelungen, denn der Film baut ganz auf der selbstverliebten Heldenfigur des Siegfried auf, unter deren Last mit dem Darsteller Benno Führman leider gleich der ganze Film zusammenbricht. Die schauspielerische Leistung ist hier schlichtweg mangelhaft, so dass zu keiner Zeit eine Identifikation mit der Hauptfigur zustande kommt. Da diese Siefriedfigur leider im Zentrum nahezu jeder Szene steht, helfen über dieses Manko weder die durchweg guten schauspielerischen Leistungen des restlichen Ensembles, die Landschaft (Worms?) oder die ansehnlichen Effekte hinweg. Schade, bietet doch die Vorlage (selbst unter dieser Abänderung) durchaus Raum für einen unterhaltsamen Film.
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