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Kundenrezensionen

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am 16. Mai 2017
Recht guter Film über das Leben von Cole Potter. Kevin Klima wie immer toller Schauspieler und die Musik sowieso toll. Nur Rahmenerzählung blöd und total unnötig
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Der vorliegende Film zeigt das Leben des amerikanischen Komponisten und Textdichters Cole Porter (1891- 1964).
Die Filmhandlung beginnt in Paris. Dort singt und spielt Porter ( Kevin Kline) für seine Freunde. Der Musiker gehört der Upperclass an. Er ist der Erbe eines Millionenvermögens. Obgleich homosexuell, verliebt er sich in die acht Jahre ältere, sehr attraktive Lina Lee Thomas (Ashley Judd) und heiratet sie.
Linda akzeptiert Coles homosexuelle Neigungen, weil sie sich ihrem Mann mit allen Fasern ihres Herzens verbunden fühlt, gleichwohl leidet sie der homophilen Seitensprünge wegen immer wieder. Ihre Liebe zu Cole ist stärker als ihre Eifersucht und das Gefühl als Ehefrau gedemütigt zu werden. Bis zu ihrem Tod bleibt sie Cole aufs Engste verbunden.
Man erlebt die Stationen der Karriere Porters: Paris, Venedig, die USA, dort der Broadway und schließlich Hollywood.
Immer wieder vernimmt man die wundervollen Klänge seiner Musik. Porter hat allein 40 Musicals geschrieben und die dazugehörigen Liedertexte verfasst.
Sein Leben verändert sich als er einen schweren Reitunfall hat und bewegungsunfähig wird.
Linda, die für eine gewisse Zeit von ihrem Gatten getrennt in Paris lebte, kehrt zu ihm zurück und steht ihm in seinen schwersten Stunden bei. Als sie stirbt, verliert Cole seinen Lebenswillen....

Dieser Film hat mich sehr berührt. Selten habe ich einen so schönen Liebesfilm gesehen, der dazu noch nicht einmal der Fantasie des Drehbuchautors entsprungen ist, sondern einer verfilmte Lebensgeschichte entstammt.

Die Ton- und die Bildqualität sind bestens. Der Film ist frei von Kitschelementen und brilliert durch feinsinnige Emotionalität sowie komplizierte Charakterstudien.

Sehr zu empfehlen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 16. April 2015
De-Lovely? Die Verfilmung des Lebens von Cole Porter scheint alles richtig zu machen. Die problematischen Aspekte dieses großen Musicalkomponisten wie seine Bisexualität und die zwischen verzweifelter Selbstaufgabe und großer Liebe hin- und herschwankende Ehefrau Linda werden gleichsam ehrlich wie berührend dargestellt. Das Ganze ist Ausstattungskino der Sinne, vom Feinsten, mit der beschwingten Eleganz nicht nur der großen Musiknummern, sondern auch traumhaft schöner Orte, die genauso liebenswert an der Kitschgrenze schrammen wie Woody Allens "Europatournee" der letzten wunderbaren Filme (den sehr ernsten "Blue Jasmine" mal ausgeklammert). Eine interessante Verklammerung, in der ein gealterter Cole Porter und ein Freund zusammen auf des Ersteren Leben zurückblicken, welches mehr oder minder als Bühnenshow dargestellt wird und in dem die Personen verschiedenen Zeitebenen mitunter interagieren dürfen. Soll heißen: Leben und Kunst, das vermischt sich alles, Cole Porter lebte für die Show, sein Leben WAR vielleicht eine Show und "die Bühne" im Allgemeinen – ohne dass der Film deren hässliche Seiten verschweigt. Kein unmotiviertes Gesinge und Getanze, sondern meist "diegetische" Musik (die eben auch in der Handlung vorkommt); im Übrigen jeder Song, jedes Bild, jeder Tanz ein aussagekräftiger Kommentar des gerade gezeigten Lebensabschnitts, der Stimmung, des Rausches, manchmal – gegen Ende öfter – auch der Traurigkeit. Dies alles – sowie recht direkt eine Kostümparty mit teilweise Antik-Kostümen – erinnert an das m.E. beste und meistverkannte musical biopic aller Zeiten: "Star!" (1968). Wer Cole Porter und seine Kunst mag, muss sich schwer tun, diesen Film nicht zu mögen. Zum Show-Effekt trägt zusätzlich bei, dass diverse Gesangs-Gaststars die Lieder darbieten, wie etwa Diana Krall und Robbie Williams.

Und doch: Ein bisschen was fehlt bzw. ist verrutscht. Porter als aufstrebender Musiker in Europa, Erfolge in den USA und auch Hollywood, Rückschläge, Krankheit, private Probleme, Comeback… alles drin, aber beispielsweise am Anfang arg verknappend (vielleicht liegt es aber auch an mir: Ich bin Jurist und hätte gern etwas darüber gesehen, wie Porter sich in dem historisch verbürgten Konflikt zwischen dem vom Vater gewünschten Jurastudium und der Kunst verhalten hat; hier ist der ansonsten weniger akkurate "Night and Day" mit Cary Grant besser). Und gelegentlich anscheinend etwas unentschlossen bei dem schwierigen Spagat zwischen geleckt-gelacktem Edelkino und dem Versuch eines ungeschönten Porträts. Das sind Widersprüche, die es wohl auch in der Person Cole Porters gab, die Tragik hinter dem Oberflächenglanz, also sollte man meinen, dass es in dem Film nicht nur eine Entsprechung geben darf, sondern sogar sollte. Indes, es gelingt nur manchmal. Spätestens als die sehr schmissige südamerikanische Nummer "Begin the Beguine" zum Cool Jazz wurde, schwante mir, dass der Film vielleicht doch etwas zu selbstverliebt in seine eigene Kunstfertigkeit und Musikauffassung ist, statt Cole Porter uneingeschränkt nahezukommen. Dito, wenn eine Szene in einer Schwulenbar einfach zu schön beleuchtet, musikalisch illustriert und mit kunstvollen langen Kamerabewegungen gefilmt wird. Auch dies mag man – gerade angesichts des abrupt mit dem Edelambiente brechenden Endes der Szene – als Entsprechung des Porter'schen Widerspruchs deuten. Andererseits war es spätestens dort soweit, dass ich eine oder zwei allzu gediegen inszenierte Nummern zuviel gesehen hatte; die eigentlich kluge Widersprüchlichkeit von schönem Schein und dahinterstehender Tragik wirkt ein Quentchen zu sehr wie eine kalkulierte Masche. Dies gilt besonders in der Schlussphase, in der Inszenierung wie Musik allzusehr den Schwung verlieren und eher den Eindruck gelackter Langatmigkeit statt ergreifender Tragik vermitteln.

Gleichwohl: Ein guter Film, nicht nur für Cole-Porter-Fans, weil er gute Darsteller wie filmische Mittel hat; das Ganze ist schon mehr als kalkulierter Oberflächenglanz mit ebenso kalkulierten Rissen. Gerade die nicht so auffällig eingesetzten stilistischen Einfälle überzeugen, z.B. was die Entwicklung der Paarbeziehung Cole/Linda betrifft. Bei einer frühen Begegnung an einem Bartisch sind beide in klassischen Over-Shoulder-Shots derart tiefenscharf gefilmt, dass das beim Gegenüber schon künstlich wirkt, so als sei jeweils eine(r) in das Bild hineinkopiert – also nicht bei dem/der anderen! Ein Trick, der meiner Frau aufgefallen war und der andeuten mag, dass beide nie so ganz beieinander, nie so ganz eins sein können? Dabei scheint es ihnen hier prima wie nie zu gehen. Und so kommen sie sich erst dann wieder näher, als es ihnen nicht mehr so gut geht, d.h. nach Cole Porters Reinunfall. Linda, dies ist verbürgt, hatte sich zuvor von ihm getrennt, reist aber sofort wieder aus Europa in die USA, um an seiner Seite zu sein. Die Krankenhausszenen gehören zu den stärksten des Filmes. Während Ashley Judd als Linda zuvor in Schminke, warmer Beleuchtung, Kostümierung und vielleicht auch Gesichtsstraffung immer ein bisschen zu perfekt aussah, wird sie nun – ein Mensch. Erfreulicherweise gar nicht mal so, wie in den späteren Szenen, in denen Maskenbildner und wohl auch CGI-Experten alles gegeben haben, um der beiden Alterung zu zeigen. Sondern ganz altmodisch durch Kamera und Licht-/Farbgebung. Nur minimale Falten hat Judd, aber kältere Farben, härteres Gegenlicht, erbarmungslosere Großaufnahmen. Es wirkt, als habe die Maske GAR NICHTS getan, als käme nur erstmals die gleiche Frau, die Linda vorher schon war, hinter der Maske zum Vorschein. Das ist grandiose Film- und Schauspielerinnenkunst, gerade im Unaufdringlichen; hier verlässt der Film seine "Ausstellungsstück-Masche".

Fazit: Gutes musical biopic, das aber mit den ganz großen Werken nicht immer mithalten kann. Eines der erfolgreichsten und hier vielzitieren Stücke Porters heißt "Anything Goes". Bei diesem Film klappt nicht alles, aber almost anything goes.
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am 8. März 2006
'Delovely' is an interesting portrait of Cole Porter and his wife, Linda, played out against a backdrop of Cole's songs from various musicals. The film is framed in a tryptych manner -- the first act is the Paris/Venice time; the second act takes place in New York; the third act in Hollywood. In between are minor scenes fleshing out the life of the Porters.
Cole Porter was born in the late 1800s, and came to prominence in the same post-war, roaring 20s ages that also saw people such as Irving Berlin and Noel Coward. He met the desirable and socially-connected divorcee Linda Taylor in Paris; their marriage seemed from the outside rather idyllic, but there was a secret. This was a marriage of love, to be sure, but not lust. Cole Porter was gay, not really even bisexual, but gay. While this came as no surprise to Linda, over time Cole's attachments to his other loves threatened the integrity of their relationship in Linda's eyes.
Cole Porter tried to be faithful to three things -- to his wife, Linda; to his music; and to his own identity. These did not always fit well together. Even though faithfulness to Linda meant emotional and relationship attachment rather than sexual fidelity, even here, Cole's attachments to some of his lovers would become strong enough to warrant Linda wanting a change; unfortunately for her, Cole was able to find a gay life no matter where they moved. Linda's ultimate reconciliation to this came from her recognition that Cole's life, like his music, couldn't be restrained. Cole's ultimate regret was that he couldn't find the perfect someone, that his love was always meaningful but not always satisfying.
Kevin Kline's protrayal of the conflicted Cole Porter is a very good one; Ashley Judd's Linda is very sensitive and stunningly portrayed. Jonathan Pryce is the shadowy director, who pieces together the life of the Porters in a montage in front of an aged Cole, not quite in flashback, but in time-sequence inspiration. We as the audience watching with Cole are introduced to major figures in his life, including some of his lovers (but only peripherally), and many of his friends, but most figures remain undeveloped save for Cole and Linda.
The sets, the scene sequence changes from 'actual' to 'stage', and the scene-shift tone of character are all very effective. Cole Porter's running commentary on his own life helps provide an historical framework as well as an emotional one; the narrative is carried by both the relationship interactions and the songs -- Cole Porter put so much of his own life into the songs. He claims at various points that they were all written for Linda; Linda, ever the realist in the shell of an idealist, knows better, and says so.
While much of the story, the sets, the costume and even the credits are done in a style of the 1920s and 1930s (Art Deco is a prominent, recurring theme), the music did not take on this style. More in the tone of 'Red, Hot, and Blue', the Cole Porter-themed tribute album of the late 80s, the songs were often modern renderings of old standards, but modern stars such as Elvis Costello, Alanyis Morrisette, and Sheryl Crow. There are a good number of pieces performed by Kevin Klein and Ashley Judd themselves, Klein performing them as the less-than-stellar-singer Porter himself might have done them. While the music being performed in more modern arrangement jars a little bit with the more time-bound theme of the film, it is still effective in the sense that Porter's music is timeless in many ways.
The movie drags a bit at times, but it covers the long stretch of Cole Porter's career, and his marriage with Linda from beginning to end. Romance with a decided twist, this is a somewhat sad film, in that despite the obvious love around the characters in the film, no one is finally satisfied with such love. And still, it is de-lovely.
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am 3. Mai 2005
Story:
Alle Spielarten der Liebe wollte ich erleben. Leider fand ich sie nie in nur einer Person. Oder in einem Geschlecht." Der amerikanische Ausnahme-Komponist Cole Porter (1891 - 1964) war ein schillernder Bonvivant, ein Wanderer zwischen den Welten. Er schuf Klassiker wie "Anything Goes", Musicals ("Küss mich, Kate") und Filmmusik ("Die oberen Zehntausend") - Werke voller Schwung, Tiefgang und Wortwitz.
Kritik
Im Stil einer Revue wird hier das bewegte Leben des Komponisten Cole Porter nachgezeichnet, der von den 20er bis zu den 50er Jahren eine der schillerndsten Figuren der amerikanischen Musikwelt war. Die einzelnen Stationen sind dabei - dank schöner Bilder - sehr eindrucksvoll gezeichnet. Und auf der Tonspur bietet der Film rund zwei Dutzend Porter-Evergreens zum Genießen. Songs wie "Begin the Beguine", "Night and Day" oder "Let's Do It (Let's Fall in Love)", gesungen u. a. von Elvis Costello, Robbie Williams und Sheryl Crow entführen einen förmlich.
Fazit: Hochglanz und Hintersinn: Cole Porter ist eine spannende Würdigung zuteil gekommen.
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Hollywood hat die Musikerbiographien wieder entdeckt. Nach dem Biopic „ Ray" erscheint hier in „De -Lovely" nach 1946 die zweite Cole-Porter-Story. Doch einen erfolgreichen Film hatte schon Michael Curtiz 1946 nicht gedreht, als er die Hauptrolle mit Cary Grant besetzte, aber wohlweislich die Homosexualität verschwieg. Ohnehin wäre es schwierig gewesen vierzig Jahre nach dem Tod des Komponisten ein großes Publikum für die „Cole-Porter-Story" zu begeistern.
Winkler stürzt sich vornehmlich auf die tragischen Momente im Leben des Künstlers, und ohne Mut auf das Weglassen des Belanglosen, verliert er bei der Abspulung der Lebensstationen des Cole Porters, das Entscheidende aus den Augen.
Den angemessenen Film hat ergo auch Irwin Winkler nicht gedreht. Im Mittelpunkt des Films steht die Beziehung Porters (Kevin Kline) zu seiner späteren Frau Linda (Ashley Judd). Zwischen dem Paar gilt als stillschweigend vereinbart: Am Tag und in der Nacht passieren unterschiedliche Dinge. Linda, eine selbstbewusste, zielstrebige Frau, eine der schönsten und klügsten Frauen der Pariser Gesellschaft, entscheidet sich trotz Kenntnis der Homosexualität den Künstler zu heiraten. Die Toleranz die sie ihm in den ersten Ehejahren entgegenbringt, verschwindet mit der Zahl zunehmender gleichgeschlechtlicher Affären und der lebensbedrohenden Krankheit Lindas. Die vielen Szenen aus dem Leben des Paares, die vielen Erfolge und Niederlagen lassen keine glaubwürdige Beziehung des Paares zu. Eigentlich findet der Film überhaupt keine richtige Haltung zu der Person Cole Porters(1893-1964), zu seinem wirklichen Leben. Insofern kann man bei dem Film von einem wirklichen Desaster sprechen, nach dem Motto „Thema verfehlt". Und dennoch gibt es auch Höhepunkte.
In der Titelrolle überzeugt Kevin Kline, und auch Ashley Judd, im Film anders wie im Leben an der Seite von Cole Porter, ist nicht nur hübsch, sondern sie überzeugt mit einer recht ordentlichen Schauspielleistung und stellt ihre vielseitigen Talente wieder deutlich heraus. Und natürlich ist De-Lovely auch ein Vergnügen durch das erstaunliche, unaufdringliche eingebrachte Gastaufgebot an Sängern und durch die geradezu Oscar-reife Ausstattung.
Alles in allem, trotz aller Kritik, ein unterhaltsamer, leicht beschwingter,geistreicher Film mit viel,viel Musik und einer bezaubernden Ashley Judd. Man muss Fan von Ashley Judd sein,um diesen Film mehrmals zu sehen.
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am 19. September 2006
Eine neue Verfilmung des Lebens eines der berühmtesten US-Komponisten der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts (zusammen mit George Gershwin und Irving Berlin) war wohl erforderlich, nachdem die Filmbiographie "Night and Day" von 1946 mit Cary Grant ein wenig zu zuckrig war.

Dieser Film macht keinen Hehl daraus, dass Porter homosexuell (oder zumindest bisexuell) war; trotzdem bleibt kein Zweifel daran, dass seine wechselnden Affären mit Männern hauptsächlich erotischer Natur waren und der einzige Mensch, der ihm jemals wirklich nahe war, seine Ehefrau Linda war. Ob das den Tatsachen entspricht, sei dahingestellt; jedenfalls kam mir "De-Lovely" nicht als der Versuch einer perfekten Biographie vor sondern vor allem als eine Hommage an die Vielfalt und den Wert menschlicher Gefühle, die Porter so unglaublich gut zu vertonen wusste.
Es ist äußerst bewundernswert, was für verschiedene und doch stets glaubhafte Empfindungen Porters Lieder ausdrücken; auch war er ein begeisterter Texter, nach seiner Aussage sollten Musik und Text eines Liedes geradezu miteinander "verheiratet" sein. "Let's do it", "Begin the Beguine", "What is this Thing Called Love" oder "Night and Day" sind seit ihrer Entstehung absolute Klassiker, die fast jeder schon einmal gehört hat, auch wenn man sich mit dieser Art von Musik nicht auskennt.
Die Riege an berühmten und durchweg guten Sängern, die hier auftritt, ist sagenhaft und ein enormer Pluspunkt, die CD gehört zu meinen all-time-favourites, seit ich sie mir, gleich nach dem ersten Sehen des Films, gekauft habe. Ich weiß auch nicht, was falsch sein soll an Alanis Morissette's Interpretation von "Begin the Beguine" (das melancholische Arrangement ist meiner Meinung nach genau, was das Lied braucht), oder an Elvis Costello's Version von "Let's Misbehave", die er mit viel Verve und Humor meistert.

Ein Minuspunkt geht leider an das Ende des Films: der Regisseur konnte sich scheinbar nicht dafür entscheiden, welche Szene die Schlussszene sein sollte, so dass man immer wieder meint, der Film sei jetzt zu Ende, aber dann geht es doch noch weiter; das wirkt ein wenig zäh und war eigentlich unnötig. Ansonsten aber ein durchaus empfehlenswerter und in meinen Augen gut gemachter Film.
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am 11. Dezember 2010
Film mit geringem Anteil an Handlung, aber großem Anteil Musik. Sehr schön! Gelungener Gastauftritt von Robbie Williams, Diana Krall und und und. Der Film hat mich animiert, nach weiteren Musicalfilmen zur Musik aus den 30er bis 60er Jahren zu suchen: Der Kauf dieses Films hat sich gelohnt.
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am 10. Juli 2006
Dieser in Deutschland leider beinahe unbekannte Hollywoodfilm widmet sich dem turbulenten Leben des berühmten Songwriters Cole Porter. Und berühmte Stars geben sich dabei ein Stelldichein: Oscar-Preisträger und Hollywood-Größe Kevin Kline gibt den tanzenden und singenden Komponisten Porter, Ashley Judd seine Frau und Inspiration Linda. Daneben sind Showbiz-Größen wie Robbie Williams, Sheryl Crow, Natalie Porter und Alanis Morissette in Gastauftritten zu sehen.

Alt und ergraut schlägt Cole Porter nachdenklich ein paar Klaviertasten an, als ein unbekannter Mann erscheint und ihn in ein Theater führt. Dort lässt Cole Porter als Zuschauer sein eigenes Leben auf der Bühne Revue passieren: die Anfänge seines Erfolges, das turbulente Leben in Paris, Venedig und schließlich den Höhepunkt seiner Karriere am New Yorker Broadway. Doch auch die privaten Probleme werden angesprochen: so die häufige Vernachlässigung von Linda und seine ständigen Affären mit jungen Männern...

Insgesamt ist De-Lovely eine farbenfrohe und quietschbunte Hommage an einen der bekanntesten Songwriter Amerikas, eine Mischung aus Liebe, Kitsch, Dramatik und natürlich seinen wirklich wunderschönen Songs, denn Cole Porter war der festen Überzeugung, dass sich wahre Gefühle nur durch Musik ausdrücken lassen - und in seinen Liedern ist ihm das vollkommen gelungen.

Trotz allem bleibt der Film ein wenig flach und unplastisch, ein Tiefgang wie von anderen verfilmten Musikerbiographien wie Ray" oder Walk the line" ist jedenfalls nicht zu spüren. Sehr störend ist auch, dass die Dialoge der Protagonisten häufig über die Lieder gelegt sind und man so oft nur Bruchstücke versteht, so hört man beispielsweise Robbie Williams nur die Hälfte seines Songs De-Lovely" singen.

Wieder einmal ein Parade-Beispiel für eine teure und aufwendige, typisch amerikanische Hollywood-Produktion, die leider viel zu oft die tollen Vorzüge Amerikas und seiner Größe Cole Porter in einer Art kitschigen Eigen-Lobs zum Ausdruck bringt, als ihrer Größe und seinen Songs den entsprechenden Tribut zu zollen. Wahrscheinlich kam der Film auch deswegen in den deutschen Kinos nicht so gut an.

Wer die DVD nur wegen der Musik kaufen will, greift bitte lieber zu der CD, wo die Songs in voller Länge und ohne Reingerede zu hören sind. Die DVD sollte man eigentlich nur kaufen, wenn man an der Biografie Cole Porters ernsthaft interessiert ist, Kevin Kline einmal singen hören will oder sich gerne zwei Stunden von einem leicht oberflächlichen Musikspektakel à la Hollywood berieseln lassen möchte.
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am 8. März 2005
Wie in allen Filmen in denen das Leben einer Person dargestellt werden soll, ist es schwer das wesentliche heraus zu filtern. Dies liegt zum Einen daran, das in Film nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung hat, zum Anderen liegt es am Betrachter -sei es Regisseur oder Zuschauer- selbst, was ihn interessiert. So auch in diesem Film. Um dem Leben und Schaffen Cole Porters wirklich gerecht zu werden, hätten wahrscheinlich auch drei Stunden Film nicht ausgereicht.
Sieht man den Film nun als dass, was er selbst darstellen möchte -sprich als Bühnenstück- wird es klar dass nur Episoden dargestellt werden können. Dies setzt voraus, dass eine gewisse Auswahl der Stationen im Leben Cole Porters gewählt wurden. Man kann also keine Biographie erwarten.
Für mich ist "De-Lovely" ein großartiger Film, in dem nicht das Leben Cole Porters mit der dazu gehörigen Musik gezeigt wird, es ist eher anders herum. Es wurden Lieder gewählt und das Leben Cole Porters wird in Episoden um das Musik herum -und durch die selbige- erzählt. Inwiefern die Geschichten wahr oder falsch sind wissen nur die Beteiligten selbst.
Ich kann diesen Film denjenigen empfehlen, die mit der Musik Cole Porters etwas anfangen können und nichts dagegen haben, wenn diese nicht unbedingt auf die klassische Art und Weise gespielt sondern -von aktuellen Künstlern- etwas "abgestaubt" dargebracht wird. Und ich möchte ihn denjenigen empfehlen, die sich ein wenig für das Leben dieses Künstlers interessieren.
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