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Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen
44
4,7 von 5 Sternen
Format: Audio CD|Ändern
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am 28. Januar 2005
Viele Versionen des Weihnachtsoratoriums habe ich bereits gehört - die hier vorliegende Aufnahme empfinde ich als unerreicht. Sie ist die 1974/75 von der VEB aufgenommene Einspielung mit der exzellenten Besetzung Augér (Sopran), Burmeister (Alt), Schreier (Tenor) und Adam (Bass), die sowohl perfekt singen als auch unter Martin Flämigs Leitung eine Interpretation dieser Musik erreichen, die die Tiefe der Bachschen Komposition unvergleichlich auslotet. Hinzu kommt ein äußerst gut aufgelegter Dresdner Kreuzchor und glockenreine Knabenstimmen. Kaum zu schweigen vom tadellos aufspielenden Bachorchester der Dresdner Philharmonie.
Die Aufnahme ist perfekt (ein anderes Wort passt nicht) abgemischt, die Stimmen und die Instrumente sind klar und dennoch warm, ohne je indifferent zu klingen.
Die Bach-Trompeten klingen einfach nur göttlich.
Da spielt es kaum eine Rolle, dass die Aufnahmetechnik noch nicht digital war - selbst die Schallplatte dieser Vertonung habe ich bis zum Erscheinen der CDs sämtlichen neueren CDs vorgezogen, und das Mastering der CDs ist trefflich, den Charakter der Einspielung bewahrend, gelungen.
Für mich ist diese CD Referenz. Ich kann sie nur empfehlen.
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am 23. März 2008
Die Geschmäcker sind verschieden --aber für mich persönlich ist diese Aufnahme von all den vielen Aufnahmen die ich schon gehört habe, die Allerschönste.
Sie ist schwungvoll aber nicht zu "hart";-mit "Wärme" --aber die Stimmen glasklar,auch instrumental hervorragend.
Ich bin froh,dieses Kleinod gefunden zu haben, und kann sie jedem empfehlen.
HKL200021
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am 27. Dezember 2005
Viele Worte zu machen lohnt sich nicht: Man höre selber und sei überwältigt - große Musik groß vorgetragen, von den Besten der Besten.
Nur noch zur Aufnahmequalität: Hört man ganz genau hin, so lassen sich an sehr, sehr wenigen Stellen für Sekundenbruchteile ganz leichte "Schwankungen" feststellen, die von den Aufnahmebändern herrühren. Aber sonst ist der Klang herrlich rund, warm und ausgewogen, keine digitale Technik vermag das zu übertreffen und vielleicht sogar nicht einmal zu erreichen.
Fazit: Es geht nicht besser: Ein Meisterwerk meisterhaft vorgetragen!
Es mag sein, dass diese Aufnahme den Pedanten unter den Bach-Hörern nicht zusagt. Jene, die nur die sog. historische Aufführungspraxis gelten lassen und sich an den "neuesten Stand der Bachforschung" klammern, mögen sich unter ihren Bach-Perücken an den ihnen genehmen Einspielungen gütlich tun.
Barock-Musik als "quasi Tanzmusik" abzutun und alles, was dem womöglich zuwiderläuft, als monoton und langweilig zu bezeichnen, zeugt aber von einer eher eingeschränkten musikalischen Betrachtungsweise. Gerade die angeblich mitreißenden und ständig schwungvollen Dirigate können schnell ermüden.
Ich möchte im Gegenteil behaupten, dass diese Dresdener Aufnahme die Differenzierungen in der Komposition sehr gut zum Vorschein kommen lässt und auf diese Weise eine Spannung und "Power" erzeugt, die jegliche Monotonie gerade verhindert. Und die Qualität von Solisten und Chor dieser Aufnahme anzuzweifeln ist einfach nur anmaßend. Alle vier sind top und können nur erreicht, nicht übertroffen werden.
Letztlich sollte das Weihnachtsoratorium doch - und das war gewiss Bachs vornehmstes Anliegen - ein Stück Verkündigung sein! Das vermag diese - meinetwegen romantische - Interpretation auf die allerbeste Weise. Hier strahlt die Musik Wärme, Leben und Freude aus, die sicherlich auch, aber eben nicht nur auf tänzerischem Schwung aufbaut und in tiefgehender Weise beeindruckt!
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am 6. Dezember 2013
Diese CD kommt rundum samtweich daher, sowohl musikalisch als auch in der Verpackung. Ein roter samtbezogener Pappschuber: Der eine findet es edel, der andere kitschig. Kitschig darf es Weihnachten ja auch mal sein, nur bitte nicht musikalisch!

Diese Gefahr ist allein schon durch die erstklassige Besetzung mit Orchester, Leitung, Chor und Solisten gebannt, die sämtlich auf eine langjährige, seriöse und künstlerisch erstklassige Bachtradition in ihrem Werdegang verweisen können.

Dresdner Kreuzchor, Dresdner Philharmonie, Peter Schreier, Annelies Burmeister, Theo Adam: Diese Namen allein sorgen bei mir schon für Gänsehaut und nostalgische Gefühle. Zusammen mit den Thomanern und dem Gewandhausorchester waren sie in den 70er Jahren Ausweis des enormen, bis heute andauernden musikkulturellen Reichtums im anderen Teil Deutschlands.

Wie schön, dass die Aufnahme der VEB Deutsche Schallplatten Berlin in dieser Ausführung wieder aufgelegt wurde!

Samtweich also auch die Musik, klangästhetisch fernab des schlanken, vibratoarmen Musizierens der Vertreter einer historisierenden Aufführungspraxis. Martin Flämig zelebriert ein Oratorium mit warmem, sinnlichen Chorklang. Der Kreuzchor lässt es zuweilen an Luftigkeit und Transparenz etwas vermissen, dafür gelingen ihm die andachtsvollen, kontemplativen Passagen umso schöner und ergreifender. Flämig gibt hier Zeit zum Atmen.

Peter Schreier scheint als Evangelist geboren, so sehr ist ihm diese Rolle auf den Leib geschneidert. Distanz und Anteilnahme befinden sich bei ihm in den Rezitativen stets in einem perfekten Verhältnis. Freilich, sein charakteristisches, leicht "knödeliges" Timbre muss man mögen, ich liebe es!

Arleen Augér, als Amerikanerin unter Sachsen, fügt sich perfekt ins Ensemble ein. Mit klarer Artikulation nimmt ihr warm strahlender Sopran für sich ein. Herrlich die Echo-Arie "Flößt mein Heiland"! Annelies Burmeisters Alt steht dem in nichts nach.

Theo Adams Bass (für mich eher Bassbariton) besticht durch seine lyrischen Qualitäten mit schlanker Stimmführung.

Die beschriebenen Dispositionen des Sängerensembles, dabei stets frei von Manieriertheit, tragen zum samtigen Wohlgefühl bei, das diese Aufnahme bei mir hinterlässt. Das Klangbild der Aufnahme ist transparent, warm und ausgewogen. Die hierzu von einem Rezensenten geäußerte Kritik mit Verweis auf mangelhaftes ostdeutsches Aufnahmeequipment kann ich in keiner Weise nachvollziehen. Er möge sich einmal anhören, wie gesamtdeutsche Tontechniker 1994 Rillings Matthäus-Passion durch ein viel zu direktes Klangbild "verhunzt" haben.

Für den überaus günstigen Preis zumal ist diese Aufnahme des Weihnachtsoratoriums für mich konkurrenzlos.
33 Kommentare| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. November 2013
Eine Weihnachtszeit ohne Weihnachtsoratorium ist für mich unvorstellbar.
Ich gehöre zur Generation Ü50 und kann nicht mehr sagen, wieviel verschiedene Aufnahmen ich bereits gehört und gesehen habe.

Diese Aufnahme ist für mich jedoch mit Abstand die Beste, in jeder Hinsicht.

Alle Ausführenden geben ihr Bestes.
Die Stücke werden in angenehmen Tempi gespielt und gesungen.

Bereits hier kann man Unterschiede machen, denn zu Bach's Zeiten gab es noch keine konkrete Taktvorgabe.
So hat jeder Dirigent einen gewissen Freiraum was die Tempi angeht.
Hört man sich zum Beispiel eine Aufnahme von Anfang der 1960er Jahre an, sind hier die Tempi sehr niedrig gehalten und wirken auf mich beinahe ermüdend.
Im Laufe der Zeit, bis heute haben sich diese jedoch sehr gesteigert.
So wirken auf mich Aufnahmen aus der heutigen Zeit beinahe hektisch weil alles so schnell gespielt wird.
Man kann fast das Gefühl bekommen, dass unter den Dirigenten ein Wettkampft stattfindet, wer die Stücke am schnellsten spielen kann. Das finde ich sehr schade.

Nicht bei dieser Aufnahme aus den Jahren 1974/75!
Der Dirigent, Martin Flämig, hat hier ein sehr angenehmes Tempo gewählt. Nicht zu langsam, nicht zu schnell.
Außerdem werden die Stücke angenehm weich dargeboten. Dieses ist besonders bei der Sinfonia, zu Beginn der 2.Kantate zu hören.
Alle Stimmen, egal ob von Solisten oder Chor sind klar und deutlich.
Die Bachtrompeten haben einen hellen und festlichen Klang.
Wer das Trompetenspiel von Ludwig Güttler kennt, der hört ihn deutlich raus.
Die Dresdner Phiharmonie liefert ein tadelloses Orchester.
Der Dresner Kreuzchor singt kristallklar und die Solisten, Arlen Auger, Annelies Burmeister, Peter Schreier und Theo Adam bieten ein Weihnachtsoratorium der Spitzenklasse.

Für mich, die beste Aufnahme aller Zeiten.
Ich kann diese CD nur empfehlen - ein Muss für Liebhaber der Bachmusik.
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am 19. Dezember 2016
Sieh an, nachdem ich die Rezension geschrieben habe, erschien auf einmal die Schaltfläche für's Zurücksenden. Ein Schelm, der Böses dabei denkt ...
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am 19. November 2010
Eigentlich kann ich den anderen Rezensionen nichts mehr hinzufügen.
Chor und Solostimmen singen mit einer emotionalen Tiefe und Brillanz, die Gänsehaut verursacht.
Das Orchester spielt ausdrucksvoll, aber nicht kitschig. Kein "Klangbrei", die Soloparts stechen hervor, das Orchester und der Chor harmonieren auf wunderbare Weise.
Die Interpretation ist dynamisch aber nicht hektisch, emotional aber nicht kitschig.
Die Solostimmen sind glänzend besetzt.
Die Aufnahme ansich ist fast schon "dreidimensional", man fühlt sich, als wäre man mittendrin.
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am 29. Dezember 2015
Egal wie gläubig oder ungläubig man ist, die Weihnachtszeit und vor allem die Musik in dieser Zeit zieht doch jeden in seinen Bann. Egal, ob es neue Klassiker wie Last Christmas, was gefühlt 100 mal am Tag auf jedem Radiosender läuft, das Weihnachtsalbum von Michael Buble, oder einfach das gute alte Weihnachtsoratorium von Bach ist.
Wie bei jedem Klassiker dieses Bekanntheitsgrades gibt auch hier tausende von verschiedenen Aufnahmen, die auch oft eine andere Qualität haben. Leider sind manchmal die Aufnahmen mehr schlecht als recht geraten durch entweder einen unpassenden Raum, oder einem schlechten Tonmeister. Der häufigste Grund hierfür ist hierfür jedoch die Solisten. Leider findet man selten ein solch erstklassiges Quartett an Solisten auf einer Aufnahme eines Barock-Oratoriums. Ich weiß nicht genau warum erstklassige Chöre und Orchester ausgerechnet mit mittelklassigen Sängern zusammenarbeiten. Sicher machen sie ihre Arbeit und für die meisten Zuhörer auch zufriedenstellend, jedoch gerade als Sänger in der Stimmlage Tenor findet man es sehr schade, wenn die Höhe nicht so strahlend schön und leicht in perfektionierter Stimmführung und Technik gesungen wird.
Ich kann jedoch behaupten, dass ich noch nie eine Aufnahme mit einem solch herausragenden Evangelisten wie Peter Schreier gehört habe wie diese. Wo fast jeder die as und a nur falsettieren, damit sie nicht herausplatzen und sich somit eher verstecken, singt er diese Töne in perfekter Manier, ohne dass sie herausplatzen und den Melodie verlauf einschneiden.
Aber auch Arleen Auger brilliert trotz ihrer zarten beweglichen Stimme mit schöner Höhe und passend eingesetztem Vibrato.
Annelies Burmeister bringt wunderbar mit ihrem angenehm dunklem, fast mütterlichem Timbre, Maria zum Leben.
Theo Adam singt so leicht und beschwingt seine große Arie in der ersten Kantate, dass man nur staunen kann.
Im allgemeinen lässt sich sagen, dass die Sänger es schaffen trotz des ausserordentlichen Schwierigkeitsgrades dieses Werkes es kinderleicht anhören zu lassen.
Zum Chor muss nicht viel gesagt werden. Jedem, der sich ein wenig mit klassischer Musik beschäftigt, ist bewusst, dass der Dresdner Kreuzchor schon immer zu den besten in ganz Deutschland und der Welt gehört und sich auch diesen Ansprüchen mit Bravour stellt.
Martin Flämig ist für diese wunderbare Aufnahme als musikalischer Leiter größten Teils verantwortlich und ihm gebührt mein Dank hierfür. Ich denke, dass noch viele mehr genauso viel Spass an dieser Aufnahme haben werden wie ich.
Zu guter Letzt noch eine Kleinigkeit, die aber trotzdem nicht unerwähnt bleiben sollte. Die Verpackung der CD wird der Qualität der Aufnahme mehr als gerecht. Die Papp-Verpackung ist mit einem samtähnlichem Material (oder ist es wirklich Samt? ich weiß es nicht.) verkleidet, was dem ganzen einen sehr edlen Touch verleiht.
ich hoffe ich konnte euch mit meiner Rezension weite helfen und hattet Spaß beim lesen.
Dann noch einen guten Rutsch und ein frohes neues Jahr 2016!
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am 7. Januar 2011
Wirklich eine edle und dazu noch super günstige Sonderediton dieser wundervollen musikalischen Weihnachtsgeschichte von J.S. Bach.
Zugegeben, ich bin kein echter Klassik-Kenner. Für mich war diese Ausgabe ein Muss, weil mein Vater als kleiner Bub im Dresdner Kreuzchor gesungen hat. Das Booklet ist zweisprachig (deutsch und englisch), sehr ausführlich und toll bebildert, auch die Aufdrucke der drei CD`s sind wirklich sehr festlich gestaltet.
Die Musik ist zeitlos und der Ohrenschmaus war für mich ungetrübt und von sehr hoher Qualität. Ich kann diese Ausgabe nur empfehlen auch vom Preis-Leistungsverhältnis her.
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am 10. Dezember 2016
Aufgrund der vielen überschwänglichen Rezensionen hier habe ich mir diese Aufnahme zugelegt. Aber ich habe es nicht einmal geschafft, sie fertig zu hören. Es sind teilweise tolle Sänger, ein beachtlicher Chor, ein gestaffelter Breitwand-Sound, in dem die Trompeten allerdings sehr schrill herüberkommen. Was mir das Zuhören jedoch verleidete: Diese Aufnahme ist getrieben von der Perfektion einer Nähmaschine und das macht sie für mich einfach seelenlos; und das geht gerade beim Weihnachtsoratorium nicht. Die Musizierenden müssen selber nicht unbedingt gläubige Menschen sein, aber Perfektion statt Innigkeit ist ein sehr kalter Tausch.
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