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Kundenrezensionen

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am 8. Juli 2009
Wer die Rock-Musikgeschichte des Abendlandes nach 1960 nachvollziehen will, sollte sich dieses Album besorgen. Allerdings: im edlen ITunes Store gibt es keine einzige King Crimson Scheibe zu kaufen. Demnach liege ich hier mit meiner Meinung offensichtlich falsch.

Aber ich bleibe dabei: was die vier Ausnahmemusiker hier zaubern, ist unerhört. Man könnte diese Musik als Maschinenmusik ausweisen, wenn da nicht diese feinen Entwicklungen wären, die sich hin bis zu orgiastischen, tempogeladenen Ausbrüchen von metallischen Gitarrenriffs entwickeln.

"Thela hn ginjeet" ist vielleicht das interessanteste Stück der 6 Titel umfassenden Silberscheibe. Aus einem verdeckt aufgenommen Straßeninterview im Norden Manhattans, wo die Aufnahmen des Albums stattfanden, macht King crimson ein beängstigendes Hörspiel. "You are a police man" schreit einer der Streetboys den Gitarristen Adrian Belou in einer Aufnahmepause in den nächtlichen Bronx an. Die Situation wird brenzlig. Wieder zurück im Aufnahmestudio machen die Soundbastler daraus eine mitreißende Musik, die wie ein Bulldozer, dessen Baggerschaufel beim Fahren aus dem Asphalt Funken rausschlägt, durch Fingerdicke Stromkabel rast und dabei alles zerdeppert und hinter sich herschleift. Bill Bruford trommelt sich die letzten Ampere aus dem Körper, immer präzise, immer variantenreich, es grooved höllisch, eine Fahrt in einen Vulkan hinein. Tony Levin mit seinem Bass-Stick versorgt das Ganze mit großen Tonsprüngen, spannungsgeladenen Ton-Treppenläufen, als wenn eine fauchende Bestie hinter einem her wäre. Und Mastermind Robert Fripp steuert seine unnachahmlichen 16-tel Noten wie ein lebloser, kalter Sequenzer dazu, ein Klangteppich, der jeden Widerstand bricht. Und in all diesen Wahnsinn schmettert dann Belou seine Gitarrenriffs, die sich in angerautem, quiekendem Sound wie Blitze zwischen Stromkabeln hin und her winden, bis der Refrain, der angeblich eine Art Anagramm sein soll, hysterisch einfällt. - Danach muss man duschen gehen - oder auf Stahl beißen. Es ist wie eine Elektroschock Behandlung.

Der Rest des Albums? Genau so gut, nur anders. "Matte kudasei" herrlich verspielt - zum Aufatmen. Wenigstens da mal weniger als 10000 Volt. Aber nicht langweilig, weil hinter jeder Biegung eine Katastrophe warten könnte. Und so ist jeder Titel eine Offenbahrung.

Man muss das abgenutzte Wort leider bemühen: genial. Ich denke, man könnte mit der Musik aus jedem braven Bürger einen Psychopathen machen. Deshalb Vorsicht. Interessant: Bruford trommelt hier ohne Hi-Hat, verlegt sich ganz auf winzige Toms, alles klingt dumpf. Und das muss er auch, denn die überaus metallischen Gitarren beanspruchen das obere Tonsspektrum letztlich für sich. Dadurch wirkt die Platte ganz anders, als was man sonst so aus dem Rock kennt.

Ich habe Discipline Live gesehen - in München damals. Unglaublich. Ich vermute, sie hatten hinter der Bühne ein kleines Atomkraftwerk stehen. Es roch förmlich nach einem durchgeschmorten Generator. - Eine Musik, der Hölle entronnen.
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am 10. Oktober 2011
Die eher britische Einstellung, dass Disziplin als Tugend nicht verwerflich ist, macht KC auf dieser CD, bzw. DVD-a in Reinkultur deutlich. Die 5.1 Fassung enthüllt die absolute Präzision mit der sich Belew und Fripp den Gitarrenläufen widmen. Mal leicht versetzt, mal gegenläufig, aber immer innovativ und treffsicher. Die Drum und der Bass, Stick bereichern das Klanggemälde hörbar. Mein Geheimtipp: The sheltering sky - Wer dieses Stück heute schreiben würde, wäre immer noch seiner Zeit voraus. Dass die vier KCs es 1981 taten, beweist nur mehr wie wegweisen diese Band, bzw. Incarnation war.
5 Sterne für Musik und Klang.
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am 6. April 2014
DVD-Musik/Studioalbum / King Crimson - Discipline (2011/1981)

Für Interessierte möchte ich hier nur auf die technische Umsetzung eingehen.
(Mein Eindruck auf/mit ordentlichem AV-Equipment...)

Da es auch bei DVD...MUSIK primär um das Hörvergnügen geht, liegt der Schwerpunkt meiner Gesamtbewertung bei der tonalen Umsetzung auf das Versprochene und zeitgemäß technisch Machbare.
.

5.1-Soundmix *****
Präzise, feinauflösend, umfassend vorbildlich - einfach ein perfekter Surroundmix für den ultimativen Hörgenuss "Mittendrin statt nur davor"!

Wer etwas "tunen" möchte, regelt die hinteren Kanäle um ca. 2dB ab.
(Schon auffällig, da es meistens andersherum nötig ist...)
.

Bild:
Lediglich Standbild (NTSC) mit Songtitel, da vorrangig DVD-dts5.1-Audio.
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Basics:
+ Tonspuren: LPCM-Stereo/dts5.1
+ Diskanzahl: 1DVD + 1CD
* Solides CD+DVD -DigiPack (Pappe/Kunststoff)
+ Booklet: ja
- Albumspieldauer: 7Tracks 0s38m
+ Diskschnellstart über 2x PLAY (Stereo)
- Titelmarker/Übergänge: "Skipfriendly" zum Songbeginn (aber kein vor-/rückspulen)
* Die Trackliste ist übersichtlich und nummeriert.
.

Fazit:
------
Gelungener Surroundsound! (Anspiel-Tipp/Track 2,7)
Und für mich eine gelungene "Neuentdeckung", da mich die normale CD damals nun gar nicht berührt hat.
.

Die Qualität dieser Scheibe belegt, warum man in eine gute Surround-Anlage investiert hat (oder dies sollte) und man diesen Hörgenuss so auch von anderen angebotenen Musik-DVDs einfordert!

Und genau deshalb gibt es diese "SubstanzCheck"-Rezensionen!

So wünschen wir Surround-Musik-Fans einen 5.1-Mix von jedem Studio-Album angeboten!

.

Alle Angaben ohne Gewähr ;-)
Surroundfans - aber auch die Musikindustrie - erhalten über das "SubstanzCheck"-Profil weitere wertvolle/neutrale/objektive Hinweise und Empfehlungen!
Dort findet man auch die Bewertungskriterien und 5.1-Rankinglisten.
Bei anhaltendem Interesse, werde ich gern weitere Musik-DVDs derart prüfen/bewerten...
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am 30. Dezember 2015
"Discipline" als auch "Beat" und "Three of a perfect pair" nehmen als Trilogie den poppigen Einschlag ihrer Zeit in Angriff und verwüsten ihn mit Hilfe vieler schräger Töne, Vertracktheit und krummer Tackte zum ureigenen Stilmix. Oftmals sehe ich die Diskokugel beim Hören quasi vor meinem inneren Auge und fühle mich in die 80er versetzt. Discipline, wie auch die anderen Alben der Trilogie sind somit schonmal nicht zeitlos. Beispiellos ist jedoch der stellenweise völlig irre und wirre Gesangsstil von Mr. Belew. Gesang in dicken Anführungszeichen. Hier und da läst er echte Sangesqualitätten durchblitzen. Anstrengend ist seine künstlerische Tätigkeit allemal.
Dazu kommen Fripps, oft in chromatischer und disharmonischer Weise angeordnete, hektische und ebenfalls latent "wahnsinnig" wirkende Tonfolgen, die nur noch durch Levins Tobsuchtanfälle (inklusive dem mittlerweile nicht mehr so gern gehörtem "Geslappe") auf seinem viel zu Saitenreichen bassartigen "Instrumentenetwas" getoppt werden.
Bruford hält mit oftmals stoischer Ruhe im Groove und mit ansprechenden Akzenten den Klangkosmos zusammen.
Würde man einige Harmonien und Takte begradigen, kämen wahrscheinlich recht simple Diskosongs dabei rum. In dieser Form ist es jedoch progressive/komplexe Musik mit Anspruch und beanspruchter Aufmerksamkeit. Ein Nebenherhören wird zur Qual.

Übrigens: Trotz aller Schrägheit entstehen hier durchaus Ohrwürmer. Nicht die angenehmsten zwar, aber die panisch "gesprochenen" Textzeilen "Talk....TALK.....TALK" aus "Elephant talk" bleiben gemein im Ohr. Mitsingfaktor dennoch gleich null.

Vergleiche zu früheren Werken spare ich mir, da die Band im steten bewussten Wandel musiziert und innoviert.
Für mich, der es zwar komplex, aber eben auch melodisch mag, etwas zu viel des Guten. Interessant finde ich aber, wie immer wieder Motive auftauchen, die auch heute noch gern von der ein oder anderen Band genutzt werden.

Intelligente Musik für Kenner, Leidensfähige und vorallem auch für Musiker. Irgendwie historisch. Wie alles, was diese Band tat.

Drei Sterne, da mein persönlicher Geschmack gewisse andere Atmospären und Harmonien vorzieht. Wären die Amazonsterne objektivierende Wertungsanzeiger des gesamten Musikuniversums, würde ich fünf geben.
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am 27. Januar 2000
Discipline ist ein Album, woran sich die Geister scheiden, auch die der King Crimson Fans. Die Scheibe hat nicht mehr viel mit "In The Court Of The Crimson King" und nachfolgenden Alben gemeinsam, was aber auch mit dem ständigen Wechsel der Besetzung innerhalb der Band zu tun hatte (siehe Yes, siehe Genesis, ...). So war Discipline auch die erste King Crimson Scheibe mit Bassist Tony Levin und Gitarrist/Sänger Adrian Belew.
Die beiden bildeten zusammen mit Gründungsmitglied Robert Fripp und Schlagzeuger Bill Bruford, der seit 1972 bei King Crimson spielte, eine Band, die ausnahmslos aus Virtuosen bestand. Schon bei den ersten Tönen des Openers "Elephant Talk" wird deutlich, dass diese auch ihr Können gerne unter Beweis stellen. Die Scheibe wartet mit virtuosem bis experimentellen Material auf, hat aber auch einige "normale" Stücke zu bieten.
Es fällt einem schwer eine Einordnung in ein bestimmtes Genre vorzunehemen. Es ist irgendwas zwischen Progressive, Anvantgarde und Art Rock mit einigen Ausreißern in den Jazz. Es ist auf jeden Fall kein Easy Listening, sondern die King Crimson Scheibe die am meisten Aufmerksamkeit von einem verlangt.
King Crimson beschritt mit Discipline neue Wege in der Rockmusik, was Texte, Spieltechniken und Stilverknüpfungen betrifft. Das dies nicht jedem gefällt, mag verständlich sein, gehört haben sollte man sie aber jeden Fall einmal.
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am 13. August 2014
und dann gekauft und wow, es ist immer noch ein Klassealbum. Alle Beteiligten gehören in die RnR Hall of Fame!
Geht in Ihre Konzerte (zurzeit sind zwei "Versionen" von KC unterwegs) und kauft die Alben. Es lohnt sich!
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am 17. Mai 2015
Die Geschichte King Crimsons ist durch sehr unterschiedliche Stilphasen gekennzeichnet....: Die Besetzung mit Levin und Belew ist eine sehr starke...Discipline ist ein NewWave-angehauchtes Album, wohl auch bedingt durch Talking Head-Einflüsse, welche Adrian Belew in die Gruppe reingebracht hatte (5/5).
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am 4. Januar 2007
Für mich gehört "Discipline" ganz klar zu den besten King Crimson-Scheiben. Die Freude war damals bestimmt groß, als eine der genialsten Bands ins Rampenlicht zurückkehrte. Für mich ein sehr gutes Beispiel, dass es möglich ist, hochwertigen Prog zu machen und trotzdem aktuelle, trendige Musikeinflüsse zu verarbeiten. Ganz klar ist hier die Verwandschaft zum New Wave-Sound der 80ger sowie Artbands wie den Talking Heads.

Trotzdem schaffen Fripp und seine Mannen (und das zeigt einfach ihre Qualität) hier ein Stück Musikgeschichte von eigener Qualität. Ohne kläglich zu scheitern wie z.B. Kansas, Gentle Giant und andere, gelingt hier eine perfekte Symbiose aus Progressive Rock und Zeitgeist der beginnenden 80ger. Vom Sound her elektronisch kühl, textlich avantgardistisch und musikalisch schräg, virtuos, perfektionistisch wie gewohnt. Auf Melotron und Blasinstrumente wird völlig verzichtet. Dafür neu die Arbeit am Stick von Toni Levin und Brufords elektronische Drum-Experimente. Neu auch der lockere Groove der Songs wie "Elephant Talk" unterliegt. Trotz eingängiger Refrains wie z.B. auf "Frame by Frame" braucht man auf Komplexität und Polyrhytmik nicht zu verzichten. Verstörend, schräg, beeindruckend: "Indiszipline", das mich von Fripps Gitarrenarbeit am ehesten an alte Zeiten wie "Large Tongues" oder "Red" erinnert. Hier jedoch eingebunden in ein musikalisch minimalistisches, textlich avantgardistisches Grundkonzept; mein Lieblingsstück. Neu auch die treibenden Beats und pulsierende Rhythmik, die auf "Thela Hun Ginjeet" wieder schön zum Tragen kommen.

Fazit: Ein herrausragendes Album, für Art Pop- und New Art Rock-Fans sehr zu empfehlen, 70ger Crimsos erst mal reinhören.
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am 25. Juni 2001
Ohne 'Discipline' hätte ich King Crimson deutlich weniger Alben verzeihen können, auf denen stundenlang rumgefrickelt wird, ohne dass wirklich etwas passiert. Mit diesem schönen Album kann man auch Leute an die Band heranführen, die musikalisch in etwas engeren Grenzen beheimatet sind. Wunderbar die Titel 'elefant talk' oder 'Thela un ginget'
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am 2. August 2000
Den angenehmen Staub der Romantik, der den Reiz der frühen Alben ausmacht, haben King Crimson bei "Discipline" und "Beat" gründlich abgeschüttelt. Zwischen "Islands" oder "Lizard" und den beiden vorgenannten Alben liegen bei über Jahre hinweg gleichbleibend hoher kreativer Qualität stilistisch doch Welten! Heraus bildet sich eine zunächst unbequeme, nicht ganz leicht zugängliche Musik, die zwar noch mit den Beinen im Pop steht, aber in viel höherem Maße zum genauen Hinhören zwingt, als man das gemeinhin in dieser Sparte gewöhnt ist. Pop für Menschen die keinen Pop hören.
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