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Kundenrezensionen

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am 2. Juni 2004
Also , das dieses Album für Diskussionen sorgen wird ist nicht schwer voraus zu sehen , entfernt sich die Band doch immer mehr von ihrem Stil , den sie mit "Angels fall first" begonnen und mit "Oceanborn" weiter verfeinert haben . Und das ist auch gut so , denn so kommt man gar nicht erst in den Verdacht eine halbgare Kopie einstiger Erfolge zu fabrizieren . Man sollte wie auch schon beim Vorgängeralbum "Century Child" ohne Scheuklappen an dieses Album herangehen , dann wird man seine wahre Größe erkennen . Ich jedenfalls bin von diesem Album begeistert , obwohl ich Nightwish Fan seit dem ersten Album bin . Ok , es ist am Anfang etwas sperrig , und einige Songs benötigen ihre Zeit , aber das ist grundsätzlich nichts negatives , ich denke die Balance zwischen Eingängigkeit (Nemo , Wish I had an Angel) und Komplexität (Ghost Love Score , Creek Mary's Blood) ist hier hervorragend gelungen . Gerade "Ghost Love Score" ist ein hervorragendes Beispiel dafür wie gut eine Band zusammen mit einem Orchester harmonieren kann und sorgt für eine Gänsehaut nach der anderen . Auch bei diesem Album werden sich wohl wieder viele an Marco's Gesangsparts stören , seine Stimme ist im Vergleich zum Vorgänger noch häufiger zu hören , was den Songs aber keineswegs schadet , sondern sie gelungen abrundet und für Abwechslung sorgt . Abschließend sei noch gesagt , das jeder Nightwish Fan dem Album die verdiente Chance geben sollte .
Und wegen dem Vorwurf der Trendanbiederei : Nightwish haben dies gar nicht nötig , sie setzen ihre eigenen Trends , und ich finde es ehrlich gesagt nicht gelungen wenn man als treuer Fan ihnen den verdienten Erfolg missgönnt . Auch wenn es für mich auch anfangs befremdlich war die Band auf Viva Plus zu sehen denke ich doch , das es gut so ist , denn es kann wirklich nicht schaden wenn ein wenig frischer Wind in den Charts weht und man nicht nur von angeblichen "Superstars" belästigt wird .
Für dieses Album von mir eine klare Kaufempfehlung .
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am 3. Juni 2004
Als ich vor 2 jahren das erste mal das Debut-Album von Nightwish, "Angels Fall First", gehoert habe war ich von der ersten Sekunde begeistert. Vortan war das bei den anderen Alben kaum anders. Als ich dann "Nemo" gehört habe was, meiner Meinung nach nicht so ganz dem Original NW-stil entspricht habe ich eine eine Wende Nightwishs
zur Kommerziellen Musik befürchtet. Und da ich das unglaubliche glück hatte in das Promo-Album reinzuhören weiss ich nun, dass meine Sorgen VOLLKOMMEN unbegründet waren. Die Scheibe ist eine der Besten die NW je veröffentlicht haben. Vorallem gefallen mir die neuen viel härteren Gitarren-Riffs die doch um eineige tonlagen dunkler sind wie die aus z.B. Century Child oder Wishmaster.
Alles in Allem wieder eine hervorragende Platte der Finnen. Alle die Nemo gutfanden müssen zuschlagen. Ich muss nicht erwähnen dass alle Nightwish-Fans ,sofern sie Once nicht schon seit monaten vorbestellt haben(so wie ich^^) ebenfalls schläunigst dies nachholen sollten. Es lohnt sich.
Ganz klar 5 Sterne!!!
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am 7. Juni 2004
Gerüchte über Gerüchte rankten sich um das neue Album lange, bevor es überhaupt veröffentlicht worden war. Tuomas' Kreativität erschöpft, Tarja's Gesang so experimentell, dass er nicht auszuhalten ist... weit gefehlt!
Ich kann und möchte nicht behaupten, dass Once das beste NW Album ist - es ist einfach nicht mit den anderen vergleichbar, so wie es fast jedes Mal war! Eins ist es jedoch ganz sicher: Großartig! Ein, zwei Stücke wie Wish I had an Angel oder Kuolema Tekee Taiteilijan schwächeln im Vergleich mit gigantischen Gänsehauttiteln wie Ghost Love Score oder Dark Chest of Wonders vielleicht ein wenig, sind aber immer noch besser als Durchschnittsrock/-metal und sicherlich eindrucksvoller als jedes anspruchslose 08/15 Popliedchen.
In letzter Zeit hatte ich mich gefragt, ob After Forever oder Epica nicht vielleicht besser wären als Nightwish; Once hat mir gezeigt, dass dem auf keinen Fall so ist! Chor und Orchester kamen vielleicht spät, aber sie kamen nun mit diesem Album und während genannte Bands zwar wirklich sehr gut und empfehlenswert sind, hat vor allem die neue Scheibe wesentlich mehr Abwechslung zu bieten.
Für Fans sowieso, aber auch für aufgeschlossene interessierte Neulinge gilt: KAUFEN... oder zumindest in Ruhe reinhören!
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am 21. Februar 2005
Ich weiss nicht, warum "Once" so heftig kritisert wird. Ich bin seit langem Nightwish fan; meine Begeisterung waechst allerdings mit jedem neuen Album und fuer mich ist "Once" ein Hoehepunkt der Leistung fuer die finnische Band.
Waehrend die frueheren Alben oft an Eigendynamic gefehlt haben (ich fand oft, dass ich vergebens auf den Hoehepunkt von vielen Songs gewartet habe), zeigt Once echte Kraft. Die Gefuehle, die manche Tracks erregen, sind ueberwaeltigend und Nightwish zeigt besser als je zuvor, wie gut sie Aspekte von Metal mit klassichen Einfluessen mischen koennen (ich erwaehne insbesondere "Ghost Love Score", ein wunderbar ruehrendes Lied mit fast Wagner-aehnlichen Zwischentoene).
Fuer mich ist "Once" also ein Meisterwerk, das ich unbedingt empfehlen wuerde.
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am 18. Mai 2004
Man sollte nicht den Fehler machen, Nightwish an den beiden Titeln "Nemo" und "Wish I had an angel" auf diesem Album zu messen. Mit diesen kommerziellen Songs werden Nightwish auch die deutschen Charts erobern. Die aktuellen Amazon-Verkaufscharts zeigen dies bereits und viele der bisherigen Nightwish-Fans mag das abstoßen. Aber warum eigentlich? Diese Titel gehören genauso auf das Album wie die progressiveren und typischen Opera-Balladen "Ghost love score" oder "Creek Mary's blood".
Was Nightwish auf "Once" - mit Orchester-Unterstützung - gelungen ist, ist die genialste Mischung von Metal und Klassik, die man sich vorstellen kann. Das lässt sich nicht mehr steigern. Man kann nur den imaginären Hut ziehen und 5 Punkte vergeben. Tuomas Holopainen, der Songwriter und geniale Kopf von Nightwish, hat sein gesamtes Repertoire gegenüber der genialen "Century Child"-CD nochmals erweitert, was kaum mehr für möglich gehalten wurde. Vielleicht sind die Songs nicht gleich so eingängig, aber musikalisch hat sich die Band sicher auf höchstem Niveau weiter entwickelt.
Dieses Album wird nicht langweilig - man kann und man muss es sich öfters anhören und in die brachiale und geniale Musik von Nightwish eintauchen. 'Once' setzt neue Massstäbe - nicht nur an die Metal-, sondern an die gesamte Musikszene. Und heute schon ein Tip: das Album kommt von 0 auf 1 in die CD-Charts. Und das ist kein Desaster und auch kein Zufall ... sondern einfach Genialität!
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am 8. Juni 2004
War man auf Grund des letzten, relativ schwachen Albums „Century Child" skeptisch gegenüber einer neuen Nightwish Scheibe, so pustet einem gleich der erste Track „Dark Chest of Wonders" alle Zweifel aus den Gehirnwindungen. Hier sammeln sich die geballte Klangfaust eines Weltklasseorchesters, ein fast schon brutales Hammer-Riffing, die brillante Melodie und Tarja Turunens überirdischer Sirenenstimme zu einem wundervoll krachenden Feuerwerk, welches sofort alles an symphonischem Metal überstrahlt, was jemals aufgenommen wurde. Und das ist der Anfang!
Aber Nightwish können auch ohne großes Orchester fantastische Songs machen, wie das brachiale „Wish I Had an Angel" beweist, in welchem das Orchester nur eine Nebenrolle spielt.
Das wunderbar eingängige „Nemo" (Top 10 in den deutschen Single Charts!) ist ja schon zu genüge bekannt und nichtsdestotrotz ein irrer Song.
Und dann starten Nightwish zu ihrem alles vernichtenden Schlag gegen den organisierten Symphonic Metal und gegen alle Bands, die denken, sie könnten diesen spielen. Allein das unglaubliche Intro zu „Planet Hell" ist schon fast das Geld wert und der folgende Bombast hat nichts, aber auch gar nichts mit kitschigen Hollywood Epic Bands und billigem Orchester Gedöns zu tun. „Creek Mary's Blood" mit seinen indianischen Elementen ist melodiöse Hypnose pur, während die folgenden Songs eine derart perfekte Symbiose aus malerischen und atmosphärischen Orchester Parts und Nightwish typischen kraftvollem und agressivem Metal eingehen, daß man den Mund nicht mehr zukriegt. Die von Pip Williams geschriebenen Arrangements machen zu keiner Sekunde den Eindruck, sie wirkten aufgesetzt, billig oder plakativ. Hier wird so viel Substanz, Tiefgang und Dramatik geboten, wie auf keiner anderen Orchester- Rock Platte zuvor.
Und Nightwish gelingt selbst der gewagte Gang auf dem Drahtseil der Edel- Balladen, wie das wunderschöne „Kuolema Tekee Taiteilijan" eindrucksvoll beweist. Gerade auch weil Tarja es auf Finnisch singt, wirkt es überhaupt nicht klischeevoll. Irre!
Die Produktion ist ebenfalls so dermaßen druckvoll, dynamisch und gerade auch was das Orchester anbegeht, organisch, voll und dreidimensional, dass man hier ebenfalls von einem alles andere verblassenden Meilenstein sprechen kann, in dem allenfalls Frau Turunens Stimme hätte etwas mehr im Vordergrund stehen können!
Dieses Album ist für alle zukünftigen Orchester-Metal und auch Rock Scheiben der Markstein, die Messlatte und der Orientierungspunkt zugleich. Wer sich mit Nightwish messen will, muß verdammt viel auf dem Kasten haben! Der Rest darf zu Hause bleiben!
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am 7. Juni 2004
Nachdem ich ein paar Mal in die Promoversion von "Once" reinhören durfte, war ich schon sehr begeistert vom neuesten Werk, was Holopainen da entworfen hat.
Das Album hat weit mehr Abwechslung als vorher. Mit "Kuolema Tekee Taiteilijan" ein langsames finnisches Stück, zwei wunderschöne lange Lieder mit "Ghost Love Score" - ein Stück, das teilweise sehr stark nach einem gewaltigen Soundtrack klingt - und "Creek Mary's Blood", welches in sich eine gute Mischung bietet, u.a. dank John TwoHawks. Mit z.B. "Planet Hell" und "Romanticide" sind auch zwei Stücke der härteren Gangart vertreten, was auch nicht fehlen darf. "Wish I had an angel" hat mich anfangs sehr überrascht, das geht schon ein wenig Richtung 80er Jahre Pop, jedoch ein weiterer guter Wechsel nach einem kräftigen Beginn durch "Dark Chest of Wonders". "Nemo" als "Nightwish-typisches" Lied rundet die Sache ab - und ist dabei sogar chartstauglich, was der Band endlich das einbringt, was andere Bands wie Within Temptation ihnen noch voraus hatten: Ruhm und Geld, was die Finnen verdient haben wie kaum eine andere Band. Definitiv der Topkandidat als Album of the year!
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am 15. Mai 2004
Nun eigentlich sollte es ja müßig sein noch etwas über Nightwish zu schreiben. Es gibt wohl kaum eine andere Band die über ihre ursprünglichen Metalgrenzen hinweg die Massen derartig gewinnen konnte und dabei immer ehrlich blieb. Als größte Kommerzblase im Metalsektor war sie eigentlich immer der gemeinsame Nenner und wurde(wird) von jedem gehört, ob nun böser Death Opa oder des Musikredakteurs kleine Kinder. Einstiegsdroge und Nonplusultra zugleich.
Once ist das jetzt bereits 5te Album und damit kreisen sie immer noch unerreicht und für unzählige Frau am Mikro Bombastmetalklone verantwortlich über der Menschheit. Doch diesmal hat der Engel eine kleine Apokalypse unter seinen Flügeln versteckt. Die Songs sind düsterer, riffgewaltiger, vertrackter. Doch so unverkennbar Nightwish, so majestätisch und prachtvoll wie eh und je. Hier sollte es keine Rolle mehr spielen welches Orchester was einspielt und welche Höhen Tarjas Stimme diesmal wie lange hält. Jedem dem Nightwish gefällt wird auch dieses Album gefallen, denn trotz diverser Neuerungen ist eigentlich alles wie immer. Träumen und treiben lassen. Oder einfach nur wild durch die Gegend hopsen.
Der Soundtrack zur wundervollsten Apokalypse. Pflichtkauf.
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am 19. April 2006
Zu allererst einmal sollte vielleicht gesagt werden, dass jedes Nightwish-Album ein wenig anders klingt. So auch das neueste; die Band verwendete diesmal noch sehr viel mehr Orchester als schon zu Century Child-Zeiten. Gleichzeitig aber schaffen sie es, das Album nicht zu klassisch wirken zu lassen. Die diesmal etwas härter geratenen Gitarren gleichen alles wieder aus. Und was bei Century Child schon ansatzweise ausprobiert wurde, nämlich ein gesangliches "Duett" zwischen der Sängerin Tarja und dem Bassisten Marco, das wurde jetzt weitergeführt. Und es klingt gut!!! Allerdings muss man natürlich, wie fast immer bei Nightwish, sowohl klassische Musik als auch Metal mögen!!! Bei Once wohl insbesondere Klassik!
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am 26. September 2004
Spätestens seit der Hit-Single „Nemo" sind die fünf Finnen um Nightwish in aller Munde. Nach dem Wechsel der Band zur Plattenfirma Nuclear Blast und dem darauffolgenden, internationalen Erfolg, spalten sich die Meinungen um die Band: Auf der einen Seite gibt es die Hörer, welche vorher noch nie etwas von Nightwish hörten und sich nun für „Nemo" begeistern können; auf der anderen Seite gibt es die alteingesessenen Nightwish- Liebhaber, welche die Band seit ihrem Debütalbum „Angels Fall First" aus dem Jahr 1997 schätzen und lieben, nicht zuletzt aufgrund bombastischen Alben wie das herausragende „Oceanborn". Damals noch ein Geheimtipp in der Metal- Szene, heute Chartstürmer; das muss nicht unbedingt etwas Schlechtes heißen, dennoch betrachten viele diese Entwicklung mit kritischen Augen.
Jetzt einmal ein paar Worte zum neuesten Werk „Once". Die Platte wird viele Menschen überraschen, welche die vorherigen Nightwish- Platten ihr Eigen nennen können, denn sie lässt sich mit kaum einer anderen vergleichen. Gleich die ersten Töne des grandiosen Openers „Dark Chest Of Wonders" zeigen, wo der musikalische Hammer hängt und die größte Neuerung auf „Once" zu finden ist: Beim fulminanten Londoner Orchester, welcher in mehreren Titeln zum Einsatz kommt. Zudem stößt der Hörer auf Chorgesänge („Dark Chest Of Wonders", „Ghost Love Score"), einen sprechenden Indianer („Creek Mary's Blood"), Violinen, Flöten, ein Cello, ein Horn und viele andere, für Nightwish unübliche Instrumente („The Siren"), einen sehr aktiven Marco Hietala, welcher neben seinem Bassspiel in vielen Titeln auch gesanglich mitmischt („Wish I Had An Angel", „Planet Hell"), einen komplett finnischen Titel („Kuolema Tekee Taiteilijan") und letztendlich für Nightwish eher ungewohnt harte Klänge („Romanticide"). Im Hause Nightwish hat sich offensichtlich viel getan.
An Abwechslung mangelt es mit Sicherheit nicht. Es gibt wütende und ruhige Lieder, orientalisch (!) angehauchte Klänge wie bei „The Siren", epische Meisterwerke mit Überlänge wie „Creek Mary's Blood" (über 8 Minuten) und „Ghost Love Score" (10 Minuten) und ein ständiges Wechselspiel zwischen Tarjas und Marcos Gesang, kombiniert mit vielen Chorgesängen. Aber die vielen Facetten von „Once" bringen nicht nur Vorteile mit sich. Nach dem ersten Hören vermisste ich einen gewissen roten Faden, welcher bei den Vorgängeralben prägend war. Man gewinnt den Eindruck, dass die Lieder allesamt Einzelkunstwerke sind und nicht zusammenhängen. Die meisten Titel sind zwar klasse, haben aber offensichtlich keinen Bezug zueinander, was der Atmosphäre dieses Albums nicht wirklich zugute kommt. Marco Hietalas Gesang ist auch eine Angelegenheit, an denen sich die Geister scheiden: In meinen Augen ist er ein überdurchschnittlicher Sänger, welcher auf „Century Child" die Musik bereichert hat, auf „Once" jedoch viel zu überpräsent ist. Tarjas Stimme geht neben Marcos Gesang, den Chören und Orchestern ganz schön unter. Dies wird dadurch begünstigt, dass Tarja ihre eigentliche Stimmgewalt stark herunterschraubt, was mein größter Kritikpunkt an dieser Platte ist. Auf „Century Child" war es abzusehen, jetzt bestätigt es sich bedauerlicherweise wieder: Die Zeiten von „Oceanborn" und „Wishmaster", in denen Tarja ihre göttliche Stimme zum vollen Ausdruck bringen konnte, sind vorbei. Zudem ist „Once" nicht mehr so keyboardlastig wie die Vorgänger und man legt mehr Wert auf vorrangiges Gitarrenspiel. Alles zusammen führt dazu, dass Nightwish weniger melodisch, sondern oftmals ziemlich rau und hart klingen. Auch eine (oder mehrere) träumerische, wunderschöne Ballade wie „Sleeping Sun" oder „Two For Tragedy" sucht man hier vergeblich. Zwar gibt es auf „Once" die beiden ruhigen Tracks „Creek Mary's Blood" und das finnische „Kuolema Tekee Taiteilijan", doch sind diese nicht annähernd so atmosphärisch und melancholisch wie oben genannte Titel. Letztendlich liegt es aber im Auge des Betrachters, ob man sich mit den soeben aufgezählten Dingen anfreunden kann. Für einige stellt der musikalische Umschwung der Band sicherlich eine Bereicherung dar, ich vermisse jedoch die Kraft der älteren Alben.
Selbstverständlich ist „Once" keine schlechte Platte, sonst hätte ich keine vier Sterne gegeben. An erster Stelle muss man das wirklich erstklassige „Ghost Love Score" erwähnen, welches die Reihe der obligatorisch überlangen Nightwish- Titel auf jedem Album erfolgreich fortsetzt („FantasMic", „Beauty Of The Beast"). Es stellt auch hier wieder ein perfektes Zusammenspiel aller Stärken der Band dar und ist atmosphärisch ungemein dicht. Der sehr orchesterlastige Titel beinhaltet soviel Epos, dass man es glatt für einen Filmsoundtrack halten könnte; schon allein der Refrain ist phänomenal. Die ständigen Auf- und Abfahrten in diesem Lied sind einfach herrlich und ein absoluter Hörgenuss - schon alleine wegen diesem Titel lohnt sich der Kauf des Albums.
Abschließend kann ich sagen, dass „Once" sein Geld auf jeden Fall wert ist, trotz der vielen Kritikpunkte. Als langjähriger Nightwish- Liebhaber ist es aber einfach so, dass man ein wenig verwöhnt ist, da die Band mit den beiden Perlen „Oceanborn" und „Wishmaster" zwei grandiose Meilensteine auf den Musikmarkt geschmissen hat und es nun fast unmöglich erscheint, diese jemals zu übertreffen. „Once" hat viele gute Ansätze, wie z.B. der Einsatz des Orchesters, jedoch kann nichts die Tatsache wettmachen, dass Tarjas gesangliche Leistung so begrenzt ist, zumal man weiß, dass sie eine herausragende und einzigartige Stimme hat. Hätte man ihre Stimme hier mehr in den Vordergrund gestellt und ausgekostet, so wären es sicherlich fünf Sterne gewesen. Alles in allem ist es aber ein tolles Album geworden.
Anspieltipps: "Dark Chest Of Wonders" , "Creek Mary's Blood", "Ghost Love Score"
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