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Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen
5
Crooked Rain, Crooked Rain (Deluxe Edition)
Format: Audio CD|Ändern
Preis:17,79 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

am 23. November 2004
Eine expanded deluxe Edition ist immer ein Versprechen : Geheimnisvolle unveröffentlichte Aufnahmen, die es wegen ihrer Radikalität nicht auf das Originalalbum geschafft haben - ein unveröffentlichtes Meisterwerk womöglich, ein völlig neuer Blick auf das Schaffen von .... bla bla bla.
Die düstere Realität heißt meistens : Single-Edits, Alternativmixe, Demos, Instrumentalversionen,... Wer je versucht hat, mit einer solchen Platte einen atmosphärischen Abend zu gestalten, wird sich sicher an das Stirnrunzeln der Freundin erinnern, wenn zum dritten mal "All tomorrow's Parties" (Velvet Underground) oder "What's happening Brother" (Marvin Gaye) läuft (Ausnahmen wie "Who live at Leeds" gibt es natürlich auch). Neben den pompösen Polydor-Deluxe Ed's gibt es noch viele andere Beispiele, manchmal tauchen sogar Interviewschnipsel auf und machen dem Abend dann völlig den Garaus.
Hier jedoch (Domino-Records) ist das Unmögliche wahr geworden : Unveröffentlichte Stücke, B-Seiten, Studio-ahem-Experimente und Alternativversionen, die ihre Bezeichnung verdienen sorgen nicht nur für erfreuliche Neuentdeckungen sondern auch für ein Album, das man an einem Stück durchhören kann. Der Schwerpunkt liegt dabei klar auf der schrägeren Seite von Pavement, potentielle Hits wie "Range Life" oder "Cut your Hair" sollte man nicht erwarten, aber wer sich an Platten wie "Crooked Rain" und "Wowee Zowee" nicht satt hören kann, kann hier bedenkenlos zugreifen - zumal sie im Vergleich zu den Polydor-Editions recht günstig ist.
Am Rande : Noble Aufmachung sowie ein dickes Booklet mit Anekdoten (lustig) und Fotos sind nicht kaufentscheidend aber hier ebenfalls vorhanden.
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TOP 1000 REZENSENTam 3. November 2016
Man hat sehr oft keine Ahnung, worum es in Pavementsongs eigentlich geht. Die Botschaft wird bei ihnen oft nicht über den textlichen Inhalt, sondern über die Art und Weise, wie gesungen und musiziert wird, kommuniziert. Da wird das Wort "Korea" in "Career" und "Carrier" transformiert ("Cut your hair"), was eigentlich keinen Sinn macht, und wie ein Schlachtruf gesungen, was sich wiederum sehr einleuchtend anfühlt, denn der Song fühlt sich nach Befreiung an. Sich gehen lassen und Stimmungen einfangen war schon immer die große Stärke dieser Band. Bei all dem Slackertum darf man dabei nicht übersehen, dass bei dieser Band immer eine große Portion Melancholie mitschwingt. Das wird aber oft übersehen, weil es vordergründig entspannter Indierock mit teilweisen catchy Melodien ist. Aber zum Beispiel "Fillmore Jive" ist ein unheimlich schwermütiger Abgesang auf die "...Rock'n'Roll era...". Auch "Stop breathing" ist zweifellos kein Happysong. Auf diese Art und Weise fangen sie das Lebensgefühl der damaligen Zeit (90er) beiläufig ein. Auf "Wowee Zowee" haben sie es sogar geschafft die ganze Befindlichkeit der 90er in eine Zeile zu pressen: "You can't enjoy yourself, I can't enjoy myself". Andere Musiker haben das wortreicher versucht, aber bei Pavement kommt das so beiläufig zum Ausdruck, dass es dadurch sogar noch aussagekräftiger wird. Sie haben sich kaum jemals verstellt. Andere große Bands der 90er wie die Smashing Pumpkins haben ihren Schmerz weitaus theatralischer vorgetragen und wohl deshalb mehr Platten an die depressive Cobain-Jugend verkauft. Pavement waren dafür zu smart und zu wenig erfolgsgeil. Der nicht wirklich ernst gemeinte (was manche wohl nicht verstanden haben) Pumpkins-Diss in "Range life" spricht Bände: "Out on tour with the Smashing Pumpkins - Nature kids, I/they don't have no function - I don't understand what they mean - And I could really give a f***". Das wir uns nicht falsch verstehen, ich mag die Pumpkins aus dieser Zeit und "1979" ist auch ein großartiges Zeitdokument, aber Pavement haben meine Gefühlslage dazumal mehr getroffen.
Pavement rocken auf "Crooked rain, crooked rain" auf eine so natürliche Art. Fehler werden einfach gemacht und in die Songs miteingebunden. Es zählt der Flow und die Unmittelbarkeit. Musik als Befreiungserlebnis, das Ablegen von Zwängen, so haben sie viele andere Musiker beeinflusst, denn nicht viele Bands (Shaggs :-)) haben sich das getraut, weil auch das Publikum nicht unbedingt tolerant gegenüber dieser Haltung war. Ein Kritiker hat mal geschrieben: Stephen Malkmus spielt Gitarre, als wäre das Leben ein Witz. Das klingt nach Unernsthaftigkeit und trifft es damit nicht ganz. Zumindest macht es sich die Sache zu einfach.
CRCR ist so etwas wie das "who's next" des Indierock. Ein Klassiker nach dem anderen. "Hit the plane down" ist der einzig schwächere Song. "Gold Soundz" ist eines ihrer schönsten Stücke und zeigt auch den Pop-Appeal dieser Band.
Es ist deshalb nur gerecht, wenn man dieses Album mit sehr viel Bonusmaterial wiederveröffentlicht hat. Und da befinden sich wahre Schätze. "All my friends", "Raft" oder "Hands off the bayou" hätten wunderbar auf das Album gepasst. Welche Band würde diese coolen Songs einfach auf B-Seiten oder ins Archiv verbannen? Weiterhin kann man erste Versionen von Songs wie "Grounded" oder "Pueblo" hören, welche später auf Wowee Zowee landen werden. Und, und , und. Einer der besten Reissues, die es gibt.
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am 25. Oktober 2006
Als ich Crooked Rain, Crooked Rain mit nicht allzu großer Erwartung -weil ich einen Pixies/Sonic Youth-Verschnitt erwartete hatte- in meinen CD-Player einlegte und aus Stephen Malkmus' Mund die ersten Verse erklangen, konnte ich kaum glauben, dass ich so etwas Großartiges all die Jahre nicht vermisst hatte. Zu "Range Life": Es ist eine einfach fantastische Idee, sich als eine Band aus den 90ern über Bands aus den 90ern lustig zu machen.

Zum Abschluss bleibt nur zu sagen: Dieses Album ist Pflicht!!! If you don't like Pavement, you don't like music.
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am 3. Februar 2007
Pavements Wiederveröffentlichung von "Crooked Rain, Crooked Rain", mitsamt allerlei Bonustracks und Raritäten war ein Meilenstein in der Geschichte der so genannten Re-Issues. Nicht nur dswegen, weil die CD eine Fülle an Raritäten und musikalischen Extras präsentiert, sondern auch aufgrund seiner einzigartigen musikalischen Qualität. Peel Sessions, Bootleg-Liveaufnahmen, B-Sides und diverse EPs wurden auf dieser Kollektion vereint. Mit ihrem Release katapultierte sich die Edition in die Top-5 der Re-Issues des späten 1990er Classic-Rocks. Seit diesem Relase haben es nur ein paar weitere Re-Issues mit diesem aufnehmen können. Und um diese auch noch abschließend zu nennen: Universals Double-Disc Releases von Sonic Youths Dirty und Weezers erstem Album. Aber auch diese haben so ihre Schwierigkeiten, an diese Scheiben heranzukommen. Nicht zuletzt aufgrund des Charmes, der von L.A.'s Desert Origins ausgeht.

Schon mit dem Titel des Album begibt sich die Band wieder auf einen altbekannten Pfad, der immer wieder Teil ihrer Musik war: der Ironie. Denn der Großteil wurde in New York aufgenommen. Rein geografisch gesehen, distanzieren sich die Aufnahmen von ihrer Heimat. Die Veröffentlichung beinhaltet das eigentliche Album "Crooked Rain, Crooked Rain" (Tracks 1 bis 12) und dazu 37 Bonus-Tracks. Allesamt Raritäten seit 1994, die schwer zu finden waren. Um nur einige zu nennen: die Jon Peel Sessions, die nach dem Release von "Crooked Rain, Crooked Rain" aufgenommen wurden, und bis dato unveröffentlichte Songs mit ihrem ersten Drummer Gary Young ("Stop Breathing", "All My Friends").

Das Bonusmaterial der ersten CD beinhaltet Tracks aus der Crooked...-Ära: B-Sides, Bonus 7-Inches, Tribute-Tracks, Tour EPs. Zwar ist das Material nicht so stark wie die herkömmlichen und besser vertrauten "Slanted & Enchanted"-Songs, aber dennoch sind Lieder wie "Raft" und "Coolin' by Sound" solide B-Sides, die andere Bands wiederum nie präsentieren konnten. Die "Jam Kids"/"Haunt You Down"-Single verdient eine breitere Hörerschaft und die R.E.M.-Tributes, wie beispielsweise "Camera" und "Unseen Power of the Picket Fence", sind noch brillanter. Zudem ist es mehr als interessant eine Vocal-Version von "5 - 4 = Unity", "5 - 4 Vocal", zu hören. Für hartgesottene Pavement-Fans ein Paradies, für andere Indie-Ritter ein Genuss, eine solche Bandbreite an musikalischer Vielfältigkeit auf der ersten Disc zu erleben.

Doch der wahre Höhepunkt ist Disc Nummer 2. Nicht weniger als 21 vorher unveröffentlichte Songs werden hier angeboten. Und das gesamte Set der CD wird mehr und mehr zum Highlight, von Song zu Song. Die ersten Tracks sind zusammen mit Ex-Drummer Young aufgenommen. "All My Friends" könnte genauso gut ein grandioser Opener für alle anderen Pavement-Alben sein, und dabei zum Single-Klassiker reifen. Ebenso hätten diese sich auch auf "Slanted & Enchanted" wiederfinden können - das rohe und ungeschliffene Tuning erinnert an eben diesen Charme, der das Debüt ausgemacht hat. Gleichzeitig kann man auch verstehen, warum Pavement sich von Young gertrennt haben: dem Drumming fehlt die gewisse Schärfe und die von Young gesetzten Rhythmen kommen eher einem flauen Frühlingsmorgen gleich, als einem Schneesturm. Dennoch sind "All My Friends", "Soiled Little Filly", "Stop Breathing" bis hin zu "Flux = Rad" vielversprechende B-Sides die Pavements Potenzial ideal zeigen. Der ein oder andere fragt sich bestimmt auch, warum die hier vertretene, härtere Version von "Flux = Rad" es nicht auf Wowee Zowee geschafft hat. Danach kommen 13 Titel der New York-Sessions, die zum letzten Album hinführen. Ein Höhepunkt ist dabei die etwas andere Version des finalen "Grounded" (wobei Wowee Zowees "Grounded" vielleicht der beste Pavementsong aller Zeiten ist). Obwohl "Grounded" hier schneller und roher klingt, ist es nicht weniger gut als die Finalversion. "Kennel District" scheint mehr ein Cousin von "Loretta's Scars" zu sein und der starke Groove von "Hands off the Bayou" bilden zusammen wohl das nächste Highlight auf Disc Nummer 2.

Die Aufnahmen enden mit den bisher unveröffentlichten Peel Sessions vom Februar anno 1994. Bis zu dieser Zeit, waren alle Songs der Setlist unveröffentlicht. Lediglich "Pueblo Domain" würde es auf Wowee Zowee schaffen. "Brinks of the Clouds" und "The Sutcliffe Catering Song" (später in "Easily Fooled" umbenannt) wurden B-Side-Tracks. Lediglich Scott Kannbergs solides Machwerk "Tartar Martyr" verschwand zunächst in den Mülleimer. Die Aufnahmen spiegeln die Freude und Energie wider, mit der Pavement jahrelang Musik gemacht haben; zwar nicht immer mit hundertprozentigem Ernst, aber dafür mit Herz und Seele. Was durchaus wichtiger mitunter sein mag. Denn anders als die Luxe & Reduxe-Peel-Sessions, sind diese hier nicht ganz so energiegeladen aber dafür eindringlicher.

Seit dieser Deluxeveröffentlichung hat es keine andere Band oder Plattenfirma geschafft, etwas besseres auf dem Indie-Markt rauszubringen.

Danke Pavement!
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am 7. Juli 2007
Da muss man nix mehr zu sagen.Einfach hören!
Einfach Kopfhörer auf und "Stop Breathing" hören.
Ähnliches sucht man 2007 vergeblich.
Wo sind die guten alten Zeiten hin?
Wenn man was für gute Musik übrig hat wird man den paar euros nicht nachweinen.
Einfach nur zu empfehlen.
Stop Breathing!
Grossartig!
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