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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
104
4,3 von 5 Sternen
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am 9. Dezember 2004
Im Vergleich zu den Vorgänger-CDs fällt dieses Werk keider etwas ab. Zwar ist das immer noch gute Rockmusik, aber ohne das gewisse Etwas, für das R.E.M immer bekannt waren. Da ist, außer "Around the Sun" eigentlich kein Titel drauf, der mich wirklich vom Hocker gerissen hat. Zwar sind die Titel eingängig und die Texte wie immer gut, aber das war es dann auch schon: irgendwie dudelt die CD nur so dahin.
Ich gebe es zu: Anhören lohnt sich und das ist keine schlechte CD (da gibt es viele, die deutlich schlechter sind), aber über ein "mittelmäßig" komme ich in der Bewertung leider nicht hinaus.
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am 15. März 2006
Als ich das Album zum ersten Mal hörte, war ich maßlos enttäuscht. Das sollte also das neue Album von R.E.M. sein... begeistert war ich nicht, ältere Werke gefielen mir besser.
Nach mehrmaligem Hören jedoch, bekommt man zu dem Album einen ganz anderen Zugang. Es wurde nicht auf vordergründige Effekte gesetzt, sondern auf subtile Perlen.
Highlights sind für mich: Wanderlust, Boy in the Well, The Ascent of Men, Leaving New York... ach, das Gesamtpaket macht's eigentlich aus.
Wer behauptet, dass R.E.M. jetzt ganz 'plötzlich' politisch geworden sein, der hat offensichtlich irgendwas in der Bandgeschichte verpasst.
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am 3. Oktober 2004
Unglaublich was R.E.M. mit diesem Album mal wieder abliefern. Wie immer ist es eine totale Überraschung (die natürlich geglückt ist). Mit Around the Sun haben die 3 Jungs echt einer ihrer besten ALben gemacht. Spannen/Aufregen...... aber ich befürchte auch etwas unkomerziel. Also wer R.E.M liebt wird sie noch mher lieben und wer nicht, wird sie evtl lieben lernen.
Gruss Christof
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am 21. November 2004
Das neue R.E.M.-Album hat es mit Sicherheit nicht leicht.
Es muss sich nicht nur an seinem genialen, sommerlich-dahinschwelgenden Vorgänger "Reveal" messen lassen, sondern auch an den vielleicht besten Folk-Rock-Platten aller Zeiten, "Out of time" und "Automatic for the people", sowie an dem viel zu oft übersehenen Rock-Kracher "New adventures in Hi-Fi" aus den Mitt-Neunzigern.
Eines vorab: "Around the sun" hält leider keinem dieser Vergleiche stand. Das soll kein Vorwurf an die Herren Buck, Mills und Stipe sein, die sich in letzter Zeit ja gerade politisch sehr aktiv gezeigt haben und mit dieser Platte durchaus solide, aber eben nicht überragende Arbeit abgeliefert haben. Ich denke, diese Mittelmäßigkeit, die "Around the sun" ausstrahlt (natürlich nur für R.E.M.-Verhältnisse), entsteht beim Hören der Platte deshalb, da die Musik keine konsequente Richtung einschlägt.
Anfang der 90er hat R.E.M. perfekt durchkomponierten Folk-Rock gespielt und damit den absoluten Heldenstatus erreicht.
Ab dann produzierten sie die großartigsten Alben überhaupt:
Ob sie rockig daherkamen wie mit "Monster" oder "New Adventures" oder ob sie elektrische Sounds benutzten und sich auf das Anlegen von Klangteppichen spezialisierten wie auf "Up" und "Reveal", stets betraten sie Neuland und machten sich mit ihrem genialen Songwriting den jeweiligen neuen Stil zu eigen und verzauberten damit die Zuhörer.
Doch hier, auf "Around the sun", versucht man, einen Mainstream-Sound zwischen natürlichen Rock-Instrumenten und elektronischen Einwürfen zu erzeugen, der meiner Meinung nach etwas unausgegoren und alles andere als konsequent wirkt.
Es entsteht keine spezielle Atmosphäre, die den Hörer packt, und das war ja sonst immer das Einzigartige an R.E.M. gewesen.
Das soll nicht heißen, dass hier alle Songs schlecht sind, das ist mit Sicherheit nicht der Fall:
Die Single "Leaving New York" ist ein typischer R.E.M.-Song mit Klasse, schade nur, dass Bassist Mike Mills mit seiner Engelsstimme nicht die Background-Vocals übernommen hat.
Ebenfalls überzeugend ist "Electron blue", das als einziges Stück wirklich wie ein Teil der Vorgängeralben wirkt.
Enorm betörend wirkt auf mich das sehr rhythmische und düstere Stück "The outsiders", in das ein Rapper namens Q-Tip eingebaut wurde.
"Make it all okay" fängt mit seinen zerbrechlichen Klavierakkorden vielversprechend an, auf die ganz netten Strophen folgt jedoch ein ganz schwacher Refrain.
Der bedrohliche Polit-Folk-Song "Final straw" lässt mit düsterer Gänsehaut-Atmosphäre aufhorchen, dann folgen mit "I wanted to be wrong" und "Wanderlust" jedoch zwei sehr einfallslose, nichtssagende Kompositionen, die wie erzwungene Vorwände für die Verwendung der Texte wirken. Dies ist ein Dilemma, das durch das neuerwachte politische Engagement der Band ausgelöst wurde.
Zwar halte ich ihre Aktivitäten von der Sache her für lobenswert, aber die Musik der Kombo leidet darunter, denn R.E.M. sind immer dann besonders großartig drauf, wenn sie den Gesang als Musikinstrument einsetzen, bei dem es ausschließlich auf melodische Qualität und Klangästhetik ankommt, und nicht auf das Übermitteln verbaler Botschaften.
Bei "The boy in the well" wartet man erneut nach einer düsteren Strophe auf einen packenden Refrain, doch wieder einmal wirkt dieser ziemlich leer und enttäuschend.
Wenig brilliant kommen auch die ruhigen Stücke "High speed train", "The worst joke ever" und "The ascent of man" rüber;
diese Melodien, sie haben einfach nicht die gewohnte Substanz, und die Atmosphäre der Stücke hat auf mich erstmals bei R.E.M. eine irgendwie deprimierende Wirkung.
Den Abschluss macht der Titelsong, und dieser gehört sicherlich nicht zum Schlechtesten, was die Band produziert hat.
Für einen versöhnlichen Abschluss meiner Rezension habe ich mir den Track Nr. 9 aufbewahrt:
"Aftermath" - ein geradliniger und prägnanter, sehr präzise und schnörkellos umgesetzter Folk-Rock-Song, den ich ohne zu zögern aufgrund seiner tröstlichen, dahinschwelgenden Melodie und dem bescheiden angelegten, aber dennoch wunderschönen Arrangement zu den Top-10-Songs von R.E.M. zählen würde, vermittelt endlich einmal das wohlige Gefühl von Wärme und Menschlichkeit, das so viele frühere R.E.M.-Songs für viele zu Freunden fürs Leben machte.
Mit meiner Kritik möchte ich sicherlich nicht vom Kauf der CD abhalten, R.E.M. bleibt R.E.M., für mich die größte Band aller Zeiten. Dennoch bleibt zu hoffen, dass die Jungs auf ihrem nächsten Album wieder an "Up" und "Reveal" anknüpfen und somit eine konsequentere stilistische Richtung einschlagen und wieder ausschließlich für die emotional berührenden, ausdrucksstarken Höhepunkte sorgen werden, die auf "Around the sun" über weite Strecken ausbleiben.
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am 14. Oktober 2004
Nach dem experimentell instrumentierten und nicht immer leicht zugänglichen "Up" und der üppigen und doch federleichten Sommermusik von "Reveal" nun das scheinbar schon fast zu eingängige "Around the sun". Doch diese Eingängigkeit hat ihre Tücken. Zunächst einmal gilt es aber den Melodien- und Themenreichtum, denn Buck, Mills & Stipe mal wieder kreiert haben zu bewundern: es ist alles da - Liebe, Tod, Krieg und Frieden, verpackt in wunderschöne Melodien (ich liebe Peter Bucks Rickenbacker-Gitarrensound!), die zumeist etwas sanfter als sonst ausfallen, ohne jedoch zu gefällig zu wirken, irgendwo ist dann doch ein kleiner "Twist" in Form eines schrägen Tons, eines Raps (!!! - Gastmusiker Q-Tip auf "The Outsiders") einer typischen Michael-Stipe-Zeile ("I am a cactus trying to be a canoe") oder ähnliches verpackt.
"Now I am floating - I feel released" heißt es in "The worst joke ever" und das beschreibt vielleicht ganz gut das Gefühl, das sich beim Hörer einstellt: man fühlt sich befreit, beschwingt und einfach gut bei dieser CD; selten zogen R.E.M. einen schon beim ersten Song - dem wunderbaren "Leaving New York" - so sehr in den Bann ihrer Musik wie diesmal. Und dieser Bann hält an bis zum letzten Stück, dem Titelsong, der wie so oft bei R.E.M. wirklich nur am Ende stehen konnte - "Around the sun" kann einfach nur der Schlussakkord dieses Albums sein. Hätte man sich dieses Jahr nur diese eine CD gekauft - es hätte genügt, so schreibt Birgit Fuss in der Rezension des Rolling Stone (Oktober 2004). Man kann sie da nur bestätigen. R.E.M lassen keine Wünsche offen und zeigen mit "Around the sun" an, dass sie auch nach 24 Jahren und 13 Alben noch nicht am Ende sind. Allein schon das politisch schon fast zu offensichtliche "Final straw" ist der beste Beweis dafür: wann haben die Jungs aus Athens, Georgia schon mal einen Polit-Song in bester Folk-Manier geschrieben? Das Lied erinnert mich sehr an Dylan-Songs, zumindest an deren Atmosphäre und Instrumentierung, auch wenn der sich später einschleichende Computer-Sound natürlich bei Dylan nie vorgekommen wäre, aber gerade der macht es aus und rückt den Song ins Jahr 2004. Textlich war Stipe selten besser als bei "Final Straw", man möchte fast aufstehen und direkt mit gegen Bush protestieren. Und da ist dann auch wieder dieser "Twist" - so eingängig das Album auch ist, es ist auch eine Bestandsaufnahme der USA im Jahre 4 nach George W. Bush und nach 9/11 - natürlich auf R.E.M.-typische Weise, d.h. nicht offen anklagend, sondern lyrisch verpackt und doch diesmal auch deutlich nachvollziehbar, ein - wunderschöner - Abgesang auf eine USA vor dem Homeland Security Act. Danke für diese Scheibe!
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am 20. Oktober 2004
In früheren Zeiten wurde man überrascht, wenn man sich ein REM Album kaufte. Die letzten sieben Alben waren zumindest grundverschieden. Und jetzt das. "Around the sun". Für mich klingt es schlicht wie eine Weiterentwicklung von "Reveal", wobei ich dieses Album weitgehend lieblos fand. Somit ist ein echter Fortschritt gelungen. Ich glaube REM, dass sie diese Musik auf "Around the sun" wirklich gern machen. Die Musik plätschert dahin, Stipe singt mit angenehmer Stimme dazu. Keine wirklichen Überraschungen. Als einer der (wohl) wenigen REM-Fans hat mir Monster sehr gut gefallen, und aus diesem Grunde vermisse ich hier eins: REM, die Rockband. Das ist Pop, wenn auch guter. Die Musik hat wieder Tiefgang, ist traurig, elementar.
Aber wo ist der Spaß? ;-)
Anspieltipps von mir: "Make it all ok", "Leaving NY", "The Outsiders", "The Ascent of Man"
Michael Stipe in einem Interview zur Veröffentlichung von "Monster":
"Wir wollten ein Rockalbum aufnehmen. Wir haben jetzt 3 langsame Alben hintereinander aufgenommen. Damit können wir nicht auf Tour gehen. Das wäre wie Pink Floyd. Wer will das sehen?"
Die 3 sind jetzt wieder voll...
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am 18. Oktober 2004
Around the sun macht weder munter noch muntert es auf. Soviel sei schon mal gesagt. Die Tracks kommen allesamt sehr nachdenklich, getragen und äußerst ruhig daher. Somit war der Herbst als Release-Termin schonmal gut gewählt, ein Sommer-Funpop-Album ist das nicht. Aber Leute die Gute-Laune-Hits haben wollen kaufen sich auch keine R.E.M.-Produkte (von Losing my Religion & Co. vielleicht mal abgesehen...).
Wo ist also das Problem? Vielleicht im lethargischen Gesang Michael Stipes', der nur sehr selten aus sich herausgeht und mal Akzente setzt. Aber gut, der Mann ist auch keine zwanzig mehr. Vielleicht in den sehr unspektakulären Arrangements der Songs, Überraschungen sind hier eher im Mikrokosmos zu suchen. Vielleicht kennt man auch einfach zu viel von R.E.M., vielleicht erwartet man nach dutzenden von brillianten Songs auch einfach viel zu viel.
Nach etwa dem zehnten Hören fallen einem jedoch einige sehr nette Melodien wieder auf und man ertappt sich beim mitsummen und mitsingen. Songs wie die Single „Leaving New York", „Wanderlust", „Around the sun", „The worst joke ever" oder „The boy in the well" (hört sich nach der nächsten Single an...) sind 100% R.E.M. und wieder einmal zeigt sich: Es gibt keine schlechten R.E.M.-Alben, und man muß den Jungs dankbar sein, daß sie nach Bill Berrys Ausstieg noch weitergemacht haben.
Fazit: Keine sensationelle Neukreation der Athens-Pop-Rocker mit maximal drei vielleicht durchschnittlichen Singles, aber für R.E.M.-Verhältnisse heißt „durchschnittlich" gemessen am internationalen Standard immer noch „gut", von daher auch vier Sterne ohne Gewissensbisse.
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am 18. Oktober 2004
...bei neuen R.E.M.-Alben war ich beim ersten Hören enttäuscht. Bei den wenigsten Liedern hat sich mir sofort ein ohrwurmtauglicher Refrain erschlossen. Aber nach 2-3 mal hören bin ich wieder sehr zufrieden mit meiner Lieblingsband. Auch jetzt fehlen für meinen Geschmack noch die großen hier schon zitierten Melodien - die Refrains heben sich oft nicht so deutlich ab wie es vielleicht sein könnte. Mich wundert, wie man dieses Album loben kann wenn man Up langweilig fand (Amazon-Rezension) Aber es ist wieder einmal die Mischung von Stimme, Instrumenten und dem gewissen R.E.M. - Etwas, das eine Stimmung schafft, die auch diese CD wieder zu etwas besonderem macht. Mein Favorit ist bisher das noch nicht erwähnte "High speed train", das genau diese besondere Stimmung vermittelt.
Wie immer etwas anders als sonst, aber nicht zu sehr und wie immer super! Die 5 Sterne kommen vielleicht nach dem nächsten Hören :-)
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am 6. Oktober 2004
Diese CD ist eigentlich wie jede REM Scheibe....beim ersten mal Hören passiert nicht viel....beim zweiten mal denkt man 'aha'...und beim dritten mal kann man sie nur noch geniessen und lieben...
besonders schön und etwas gewagt finde ich "The Outsiders", aber ein Lieblingssong kann ich nicht definieren, jedes Lied hat seine Eigenart...geniales Werk und ich freue mich riesig auf Das Konzert.
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am 12. Oktober 2004
Seit AFTP mußte auch ich jeder neuen R.E.M.-Scheibe eine zweite Chance geben. "Wirklich gut" war zwar immer der erste Eindruck, aber die wahre Pracht einer jeden Platte der Jungs kam wirklich erst nach dem zweiten oder gar dem dritten Hören heraus. Bei dieser ging es mir nicht anders, jedoch weiß ich jetzt, daß "Around The Sun" der absolute Wahnsinn ist. Wunderbare Melodien mit hervorragenden Texten. Traumhafte Refrains, die bei mir allesamt Ohrwurmtauglichkeit bewiesen haben. Wirklich großartige Musik. Wer zu R.E.M. noch nicht den Zugang gefunden hat, wird es wohl auch jetzt nicht, da sie ihrem Stil treu bleiben und das machen, was sie am besten können und wo ihnen niemand das Wasser reichen kann.
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