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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
4
4,5 von 5 Sternen
Uma Batida Diferente
Format: Audio CD|Ändern
Preis:15,81 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

am 27. Februar 2008
Uma batida differente - also ungefähr soviel wie "einen ganz anderen Schlag" versprechen sie uns. Fragt sich was ist anders, oder auch: Was ist neu? Ich gebe dieser Aufnahme nur drei Sterne, kann mir aber auch gut vorstellen, dass jemand mehr davon hält, und meiner Ansicht nach entscheidet sich das vor allem an der Frage, woher jemand kommt.

Was hier passiert, ist dass Bossanova mit modernen Tanzbeats gekreuzt wird. Ich selber weiß über diese Beats nicht das Viele, komme halt von der anderen Seite, vom Bossanova her, auf dieses Werk zu. Von hier aus würde ich die Frage "Was gibt's Neues?" in etwa so beantworten: Bass (mit zum Teil ziemlich schönen Läufen) und Beats sind gegenüber den Klassikern erheblich mehr im Vordergrund abgemischt, dazu gibt's dann noch einige elektronische Pieps, Fieps etc., wie man das heute halt so macht, und in gewissem Maße werden auch andere Clichés moderner Tanzmusik bedient.

Das mit dem Bass finde ich sogar ganz gefällig, mit den Beats, das sehe ich schon kritischer: Man merkt doch allzu sehr, dass das alles nur programmiert ist. Auf der Tanzfläche mag das okay sein; zum nur Hören ziehe ich doch echte, von echten Menschen bediente Musikinstrumente vor, umso mehr, als die brasilianische Musik da ja ein so artenreiches Spektrum vorhält. Die Pieps und Fieps finde ich nicht so sehr störend, weil sich Bossacucanova damit noch einigermaßen zurückhaltend zeigen. Freilich frage ich mich, wo jemals auf diesem Album ein Piepen oder Fiepen einen Song besser macht, aber okay - das gehört offenbar zu den Clichés heutiger elektronischer Musik, die hier bedient werden müssen.

Offenbar auch eines dieser Clichés, dass eine Melodielinie incl. Gesangszeile mitten drin abbricht und dieser Schnipsel wieder und wieder wiederholt wird. Für meine Begriffe war das mal originell, ist aber in den Jahren so oft nachgemacht worden, dass es zum Cliché geworden ist. Es ist nicht richtig schlimm, nur frag ich mich inzwischen auch hier wiederum, wieso das einen Song besser machen sollte.

Zentrale Frage bei diesem Album also: Woher kommst du? Kommst du von der neueren Beat- und Bass-Musik, dann ist das hier wahrscheinlich was ziemlich Spannendes - das kann ich persönlich freilich nicht wirklich beurteilen. Kommst du hingegen von den Klassikern des Bossa, Samba und der MPB, dann geht das Album mehr so mit.

Das freilich ist ja auch schon was. Und tatsächlich: bei allen Bedenken gibt es doch auch einiges für uns alte Herzens-Brasilianer. Zunächst ist da mal eine sehr gute und geschmackvolle Einladungsliste für Gastmusiker. Die Gesangsparts sind praktisch durchgängig sehr prima und von so illustren und verschiedenen Leuten wie z.B. Trio Mocoto einerseits und Adriana Calcanhotto auf der anderen Seite. Auch die Eigenkompositionen wissen zu gefallen, während ich bei den Cover-Versionen doch durchgängig gefunden habe, dass die schon mal woanders besser aufgenommen wurden.

Also Fazit: Wenn Du von Beats und Bass besessen bist und nach neuen melodiösen Eindrücken suchst, dann kaufen. Wenn du schon länger mit klassisch abgemischter brasilianischer Musik gut lebst, ist es nicht schlimm, dieses Album zu besitzen, aber sicher auch nicht nötig.
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am 3. Oktober 2004
Wenn der Geist erstmal aus der Flasche entwichen ist, dann hat man Schwierigkeiten ihn wieder einzufangen. Wer die Flasche des Bossanova entkorkte, ist nicht bekannt - aber eigentlich hatte man diesen melancholischen Rhythmus Brasiliens, der Ende der 1950er Jahre entstanden war, längst ins musikhistorische Regal gestellt. Prädikat: schön, aber von gestern.
Doch jetzt hat jemand die Flasche geöffnet - und seither schlägt Bossa Nova weltweit wieder Wellen. Vielleicht war es Bebel Gilberto, die vor einigen Jahren von New York aus in die Spuren ihrer berühmten Familie trat: ihres Vaters João Gilberto und ihrer Stiefmutter Astrud ("The girl from Ipanema"), aber auch ihrer leiblichen Mutter Miucha, auch diese eine berühmte Sängerin. Zwei Alben veröffentlichte Bebel bislang, auf denen sie mit einer absolut modernen, elektronisch unterstützten Version des Bossanova überzeugte, doch offenbar ist sie längst nicht die einzige, die an die Zeitlosigkeit der vergangen gewähnten Rhythmen glaubte. Vor allem in der Dance-Szene Nordamerikas und Europas war Bossanova immer angesagtes Thema, und von dort kehrte er nach Brasilien zurück.
Aus Rio kommt dieser Tage bereits das dritte Album eines weiteren Bossanova-Projekts: Bossacucanova, ein Trio aus DJ Dalua, Marcio Menescal und Alexandre Moreira. Auch sie arbeiten mit zeitgemäßem Equipment, mixen Bossa und Samba zu einem lässig temperamentvollen Dancesound. Dabei bedienen sie sich nicht nur eigener Kompositionen, sondern auch einiger Klassiker des Genres: Jobims "Águas de Marco", Baden Powells "Feitinha pro poeta" und "Vai Levando" (Caetano Veloso/Chico Buarque). Deren legendären Sound adaptiert das Trio mit souveräner Selbstverständlichkeit, als seien die Titel speziell für sie geschrieben.
Tatsächlich mussten sie noch nicht einmal viel verändern. Lediglich einige elektronische Spielereien unterstützen die treibende Basis des Sounds, geben ihm zusätzliche Energie, doch das wirklich Begeisternde dieser Musik braucht überhaupt keine digitale Nachbearbeitung, es funktioniert heute noch genau so wie vor vierzig, fünfzig Jahren.
Bossacucanova, die auch bei dieser Produktion von vielen Vertretern der neuen Generation des Bossanova unterstützt wurden, knüpfen durch die Verbindung alter Meister, junger Nachwuchsstars und internationaler Sounds ein Band der Verständigung sowohl zwischen den Generationen als auch zwischen verschiedenen Kulturen. Sie beweisen damit, wie sehr die brasilianischen Wurzeln von Samba und Bossanova Teil des globalen Mainstreams geworden sind. Genau genommen konnte der Geist der Flasche gar nicht entkommen - er war nie drin.
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am 15. März 2005
Ist eine lebensbejahende Cd, mit der man den Tag wunderbar beginnen kann. Gut hörbare Rhytmen und Melodien, die im Kopf bleiben! Absolut empfehlenswert!!
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am 14. Februar 2005
Lange habe ich nicht mehr ein so gelungenes Werk gehört.
Mit feiner Sensibilität aber auch Sinn für frische moderne Klänge,ist es den DJs "Bossacucanova" gelungen eine Bossanova Platte zu machen, die von vorne bis hinten perfekt ist.
Etwas ähnliches kenne ich eigentlich nur von der aktuellen CD von tok tok tok "it took so long".
Schön, dass es also auch musikalische DJs gibt.
Das wusste ich bisher noch nicht.
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