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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
103
4,4 von 5 Sternen
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am 29. August 2017
Die Themen waren stark, Zunächst war es nicht einfach die verschiedenen Zeitebenen und Handlungsstränge nachzuvollziehen. Zum Ende wurde es klarer. Der Film berührt und es enstehen Fragen über die ich noch lange nachdenken were.
Fazit empfehlenswert
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am 18. Juli 2017
Trauriger Film mit vielschichtigem Plot, und tollen Schauspielern, die sich auf mehreren Ebenen begegnen und durch ein Schicksal miteinander verbunden sind.
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am 9. Februar 2015
Schwere Kost, sehr bewegend, aber jede Minute sehenswert. Tolle schauspielerische Leistung, tolle Kamera, toller Aufbau der Geschichte - ein wunderbarer Film.
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am 18. März 2013
Der Film ist mal etwas ganz anderes , er regt einen zum Nachdenken an und man vergisst ihn nie .
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Ein Glück, dass wir gerade Sommer haben. Nachdem ich nach dem Ansehen dieses Werkes erst einmal damit zu tun hatte, das Puzzle noch einmal richtig zusammenzusetzen, das dieser Film in Wirklichkeit ist, kam seine volle Wirkung erst etwas später zum Tragen und gipfelte in der Frage, was denn der Regisseur uns mit seinem Film eigentlich sagen wollte. Ehrlich gesagt, ich habe keine Ahnung. Wahrscheinlich wusste er es selbst nicht so richtig, denn auch seine Versuche, dies im Bonusmaterial dieser DVD zu erklären, brachten bei mir keine Erleuchtung.

Die große Kunst dieses Werkes besteht darin, drei Handlungsstränge, die in sich alle recht einfach sind, miteinander so zu verzwirbeln, dass man auch mit Abitur Mühe hat zu folgen. Damit es für den Zuschauer noch ein wenig komplizierter wird, pendelt die "Handlung" permanent nicht nur zwischen den drei Handlungssträngen, sondern auch noch in ihnen mittels unchronologischer Rückblenden. Der Regisseur erklärt das damit, dass Menschen auf diese Art erzählen. Wirklich verblüffend. Ist mir noch nie aufgefallen.

Zur Handlung: Paul Rivers braucht ein neues Herz, Jack Jordan einen neuen Job. Cristina Peck ist glücklich mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern bis Jordan ihr die Familie mit seinem Kleintruck überfährt und tötet. Jordan begeht zunächst Fahrerflucht und stellt sich dann aber. Rivers kriegt Pecks Herz und sucht den Spender. Dabei stößt er auf Cristina, verliebt sich in sie und bringt sie auf Jordan, der nun von Rivers erschossen werden soll. Rivers bringt das nicht fertig und erledigt sich lieber selbst, weil er weiß, dass Pecks Herz nicht in seinen Körper passt und er sowieso sterben wird. Cristina ist von Rivers schwanger und Jordan kehrt zu seiner Familie zurück. Ende.

Die Handlung hier zu verraten ist nicht schlimm, denn erstens versteht man sie sowieso erst im Nachhinein und zweitens ist sie nicht so wichtig, denn dem Regisseur geht es schließlich um bedeutungsschwere Fragen von Liebe und Gleichgültigkeit, Leben und Tod, Schuld und Sühne oder Rache und Vergeltung. Glücklicherweise stehen die meisten von uns gerade nicht vor diesen Problemen. Und selbst wenn wir sie hätten, kämen sie in anderer Form auf uns zu, und der Film würde uns nicht bei ihrer Lösung helfen. Was bleibt also? Die Erkenntnis, dass Leben und Tod zusammenhängen, dass jeder sein Schicksal hat und dass sich Lebenswege auf seltsame Art kreuzen können? Wussten wir das nicht schon vorher?

Über den keineswegs natürlichen Farben dieses Films klebt ein absichtlicher Grauschleier. Das macht ihn noch düsterer und bedeutungsschwerer. Aber müssen wir über die hier aufgeworfenen Fragen tatsächlich nachdenken? Sollten wir nicht besser das Leben in seiner Fülle und Pracht genießen, anstatt uns mit intellektuellen Spekulationen über Probleme zu beschäftigen, die wir erst lösen müssen, wenn wir sie wirklich haben? Ich habe mir jedenfalls erst einmal karibische Musik angehört, um den Spuk zu vertreiben.

Fazit.
Ein düsterer und bedeutungsschwerer Film, dessen Handlung man sich erst hinterher zusammensetzen muss. Nichtsdestotrotz sind die schauspielerischen Leistungen der drei Hauptdarsteller in jeder Beziehung hervorragend. Das ist kein Unterhaltungsfilm. Er ist anstrengend und kann unangenehme Wirkungen haben.
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am 6. Oktober 2004
Ein Meisterwerk. 21 Gramm geht so tief, dass es beim Zuschauen schon schmerzt. Die letzten Minuten von Requiem of a Dream, ausgedehnt auf 2 Stunden. Nur tiefgehender. Selten sieht man solch ein Können. Vor, wie hinter der Kamera. Del Torro, Sean Penn und Naomi Watts agieren alle gleich auf höchstem Schauspielniveau. 21 Gramm springt ständig in der Zeit hin und her und setzt so nach und nach das Puzzle des Leidens zusammen. Schon nach wenigen Minuten findet man sich darin zurecht, sollte aber auch jede Sekunde aufmerksam sein. Nicht nur wird die Geschichte so spannender erzählt, man fühlt sich auch ebenso hilf- und orientierungslos wie die Charaktere.
21 Gramm ist ein selten intensives Filmerlebnis. Kein Film, für den Cliquenabend am Wochenende mit Chips und Bier. Ein Film für jeden selbst. Weil man ein kleines Stück mit dem Film wachsen kann. So kitschig sich das anhören mag. Aber es wird einem mal wieder bewußt, wie verdammt zeitlich beschränkt unsere Verweildauer auf Erden sein kann, wie schnell ein Leben aus den Fugen geraten kann und dass Leiden ein normaler Bestandteil des Lebens ist.
Ebenfalls schockierend, ist die Altersfreigabe des Films. Man sollte nicht die Folgerung ziehen: "Hmmm, ist ja schon ab 12 freigegeben. So krass kann der gar nicht sein." Doch, kann der. Totale Fehlentscheidung, die Altersfreigabe. Nicht aber der Film. Es gibt wenige Filme die man gesehen haben MUSS!. 21 Gramm ist solch einer.
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am 7. Februar 2014
Finde es sehr komisch dass dieser Film keinen Oscar bekommen hat.
Auf die Handlung werde ich jetzt nicht eingehen, viel mehr auf die Aussage dieses Meisterwerks...
Man fragt sich bis auf die letzten 10 Minuten: "Was soll jetzt noch passieren dass mich vom Hocker reisst?"
Man ist schon kurz davor den Film als "Film für zwischendurch" einzuordnen und dann: BAM! Die Schlusszene die alle Puzzleteile ineinander fügt... Man ist vollkommen schockiert und man fängt sich selber an zu fragen:
"Welchen Wert hat der Tod für die Lebenden? Wieviel ist verloren, und wieviel ist gewonnen?"
Dass einem diese Massage so krass übermittelt, ja schon fast eingedroschen wird, habe ich noch nie in meinem ganzen Leben bei einem Film erlebt.
Ich werde lange, sehr lange warten müssen, bis es überhaupt wieder so einen tollen Film gibt wie diesen.
Wenn man die Moral und die sehr positive Aussage des Films (keinesfalls negativ wie es hier manche behaupten) versteht, dann wird einem dieser Film noch lange im Gedächtnis bleiben. Geschmäcker sind bekanntlich verschieden, das ist in Ordnung.
Jedoch wer diesen Film nicht versteht, sollte dann auch keine Bewertung abgeben und mir scheint es so, als hätten die meisten Kritiker hier diesen Film ganz einfach nicht verstanden.
Das versteht man unter einem Film, der unter die Haut geht. Das ist nicht einfach nur Kino, ganz gewiss nicht.
Es würden keine 100 Sterne ausreichen und deshalb werde ich niemals verstehen warum man diesem Film keinen Oscar gegeben hat...
Um auf den Punkt zu kommen:
Kauft euch diesen Film. Für jene die diesen Film verstehen, wird es ihnen noch lange im Gedächtnis bleiben und sie noch lange begleiten, da bin ich mir sicher.
Ich jedenfalls bin hin und weg!
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am 17. Juli 2006
...ist ganz sicherlich "21 Gramm".

Der Film handelt vom Leben dreier Menschen, verkörpert von Naomi Watts, Sean Penn und Benico Del Toro, die von Schicksalsschlägen geplagt sind und deren Schicksale miteinander verwoben sind. Die Art und Weise, wie die Geschichte erzählt wird, ist innovativ und simpel zugleich: Der Film gleicht einer Collage, bei der anhand von vielen kleinen Szenen dem Zuschauer anfangs ein Rätsel gegeben wird, welches sich erst nach längerer Dauer Stück für Stück lösen lässt. Der Regisseur springt von einer Person zur anderen, ebenso in der Zeit, was gerade am Anfang für Verwirrung sorgt, jedoch auch fesselnd ist und die Spannung erhöht. Erst nach etwa 40 Minuten wird grob der Ablauf und die Personenkonstellation des Films klar, von da ist der Film ein reiner Genuss, wobei dieser Begriff aufgrund der teilweise brutal realistischen und schamlosen Szenen mit Vorsicht zu genießen ist.

Der Regisseur ist ein wahres Talent, versteht er es doch die interessanten und komplexen Handlungsstränge kunstvoll miteinander zu verbinden. Gerade die letzte halbe Stunde raubt einem schier den Atem, weil die Szenen von unglaublicher Intensität sind. Dazu noch die dezente, musikalische Untermalung, die diesem Begriff auch verkörpert, da sie angenehm im Hintergrund bleibt und die eindringliche Wirkung der Szenen auf subtile Art und Weise verstärkt.

Noch ein Wort zu den Darstellerleistungen: Zurecht wurden Naomi Watts, Sean Penn und Benico del Toro für viele Preise nominiert, denn ihre schauspielerische Leistung ist neben der Leistung des Regisseurs der zweite, große Faktor, der den Film zu einem der Besten der letzten Jahre werden lässt. Sie spielen unglaublich eindringlich, intensiv, glaubwürdig und zeigen eindrucksvoll, wie groß ihr schauspielerisches Talent eigentlich ist, wobei alle drei dies schon in ihren anderen Projekten gezeigt haben, hier besonders zu erwähnen: Sean Penns "Mystic River" und Naomi Watts "Stay".

Noch etwas zum Schluss: Trotz des halbwegs positiven Endes ist und bleibt "21 Gramm" schwer verdauliche Kost und ist ebenfalls so zu handhaben, das heißt man sollte Konzentration, die nötige Stimmung und eine gewisse Reife mitbringen, um den Film vollends zu verstehen und ihn genießen zu können. Ansonsten: Ganz große Filmkunst!
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am 17. August 2007
Man könnte sich fragen, wie depressiv ein Mensch sein muss, um sich eine so tragische Geschichte auszudenken, in der es um Tod, Schuld, Liebe und Krankheit geht. Man könnte, wenn man nicht wüsste, dass das wahre Leben oft genug solche Geschichten beinhaltet.
Nicht nur, dass die Charaktere allesamt in entsetzliche Situationen befördert werden, sondern dass sie diese auch noch in einem Moment erfahren, da sie dachten, sie hätten endlich ihr Leben in den Griff bekommen:
Christina Peck (Naomi Watts) hat eine Vergangenheit als Drogensüchtige hinter sich und erzählt gleich zu Anfang an ihrer Therapiegruppe, wie ihr Mann und ihre Töchter ihr jeden Tag Kraft geben würden, die Sucht zu überwinden und nicht rückfällig zu werden. Und dann muss sie erfahren, dass die drei auf dem Heimweg von einem Auto totgefahren wurden. Eine grauenerregendere Vorstellung kann es wohl nicht geben!
Jack Jordan (Benicio del Toro) saß andauernd im Knast, will seine kriminelle Vergangenheit jedoch endgültig hinter sich lassen, um für seine Familie da zu sein und glaubt dies, nur durch Gottes Hilfe zu schaffen. Er ist ein radikal-fundamentalistischer Christ geworden, was seiner Frau allerdings gar nicht gefällt, weil sie meint, ihn gar nicht mehr als ihn selbst wiederzuerkennen. Und ausgerechnet, als eine Feier zu seinen Ehren abgehalten werden soll, überfährt er Christinas Mann und Kinder und flüchtet noch dazu vom Unfallort.
Paul Rivers (Sean Penn) hat ein krankes Herz und kaum noch zu leben, es sei denn, es fände sich ein Spenderorgan, das er schließlich durch Christinas toten Mann erhält. Es scheint alles gut für ihn zu sein, doch er hat Probleme mit seiner Frau und ist versessen darauf, herauszufinden, wer es war, dem er sein Leben verdankt. Als er Christina findet, verliebt er sich unsterblich in die schöne Frau, die in ihrer Verzweiflung wieder rückfällig und erneut eine Sklavin von Alkohol, Kokain und Pillen geworden ist.
Der Film lebt einmal von der Erzählart - die Handlung wird nicht auf einer Zeitebene erzählt, vielmehr werden Szenen aus verschiedenen Zeitabschnitten scheinbar zusammenhangslos hintereinander gezeigt. Anfangs ist man dadurch noch etwas verwirrt, doch nach und nach fügt sich das Puzzle zusammen. Das mag nicht jedermanns Sache sein, ich dagegen finde das sehr interessant; man muss ja nicht immer nach dem Standardschema vorgehen. So ähnlich macht das ja auch Quentin Tarantino, auch wenn das natürlich eine ganz andere Art Filme ist.
Kunstvoll ist es allemal, wie Alejandro Gonzalez Inárritu die drei Schicksale der Hauptpersonen und die zeitlich unterschiedlichen Szenen zusammenfügt. Und selbst unter eben diesen direkt aufeinander folgenden zeitlich unterschiedlichen Szenen stellt er Zusammenhänge her (die ich allerdings natürlich nicht vorweg nehmen möchte), die einem möglicherweise auch erst nach mehrmaligem Sehen des Films auffallen.
Außerdem lebt der Streifen von der hervorragenden Kameraarbeit und der effektiv eingesetzten Musik, besonders hervorheben muss man jedoch die schauspielerischen Leistungen. Sean Penn und Benicio del Toro sind wirklich exzellent, aber - mal wieder - absolute weltklasse ist Naomi Watts. Wie sie die verschiedenen Emotionen von Christina - zerbrechlich-verletzlich, wütend, verzweifelt - darstellt, ist nicht zu toppen. Es ist mir ein Rätsel, wie sie für diese Leistung keinen Oscar kriegen konnte. Aber zu dem Thema sagen wir mal lieber nix...
Ein Film, der wie gesagt unglaublich depressiv und traurig ist, was das Leben aber oft genug eben auch ist. Ohne Pathos und ohne Kitsch wird hier großes, unter die Haut gehendes, authentisches Kino geboten.
22 Kommentare| 25 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. Januar 2012
Alejandro Gonzáles Inarritu übertrifft sich in diesem Meisterwerk selbst. Sean Penn überzeugt ebenso wie Benicio del Torro und Naomi Watts. Jede Sekunde fast quälende Spannung, Nachdenken, Nicken und Kopfschütteln zugleich. Atmosphärische Dichte, die den Atem nimmt.
Will gar nicht mehr sagen als: Unbedingt ansehen!!
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