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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
102
4,4 von 5 Sternen
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am 9. Februar 2015
Schwere Kost, sehr bewegend, aber jede Minute sehenswert. Tolle schauspielerische Leistung, tolle Kamera, toller Aufbau der Geschichte - ein wunderbarer Film.
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am 18. März 2013
Der Film ist mal etwas ganz anderes , er regt einen zum Nachdenken an und man vergisst ihn nie .
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Ein Glück, dass wir gerade Sommer haben. Nachdem ich nach dem Ansehen dieses Werkes erst einmal damit zu tun hatte, das Puzzle noch einmal richtig zusammenzusetzen, das dieser Film in Wirklichkeit ist, kam seine volle Wirkung erst etwas später zum Tragen und gipfelte in der Frage, was denn der Regisseur uns mit seinem Film eigentlich sagen wollte. Ehrlich gesagt, ich habe keine Ahnung. Wahrscheinlich wusste er es selbst nicht so richtig, denn auch seine Versuche, dies im Bonusmaterial dieser DVD zu erklären, brachten bei mir keine Erleuchtung.

Die große Kunst dieses Werkes besteht darin, drei Handlungsstränge, die in sich alle recht einfach sind, miteinander so zu verzwirbeln, dass man auch mit Abitur Mühe hat zu folgen. Damit es für den Zuschauer noch ein wenig komplizierter wird, pendelt die "Handlung" permanent nicht nur zwischen den drei Handlungssträngen, sondern auch noch in ihnen mittels unchronologischer Rückblenden. Der Regisseur erklärt das damit, dass Menschen auf diese Art erzählen. Wirklich verblüffend. Ist mir noch nie aufgefallen.

Zur Handlung: Paul Rivers braucht ein neues Herz, Jack Jordan einen neuen Job. Cristina Peck ist glücklich mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern bis Jordan ihr die Familie mit seinem Kleintruck überfährt und tötet. Jordan begeht zunächst Fahrerflucht und stellt sich dann aber. Rivers kriegt Pecks Herz und sucht den Spender. Dabei stößt er auf Cristina, verliebt sich in sie und bringt sie auf Jordan, der nun von Rivers erschossen werden soll. Rivers bringt das nicht fertig und erledigt sich lieber selbst, weil er weiß, dass Pecks Herz nicht in seinen Körper passt und er sowieso sterben wird. Cristina ist von Rivers schwanger und Jordan kehrt zu seiner Familie zurück. Ende.

Die Handlung hier zu verraten ist nicht schlimm, denn erstens versteht man sie sowieso erst im Nachhinein und zweitens ist sie nicht so wichtig, denn dem Regisseur geht es schließlich um bedeutungsschwere Fragen von Liebe und Gleichgültigkeit, Leben und Tod, Schuld und Sühne oder Rache und Vergeltung. Glücklicherweise stehen die meisten von uns gerade nicht vor diesen Problemen. Und selbst wenn wir sie hätten, kämen sie in anderer Form auf uns zu, und der Film würde uns nicht bei ihrer Lösung helfen. Was bleibt also? Die Erkenntnis, dass Leben und Tod zusammenhängen, dass jeder sein Schicksal hat und dass sich Lebenswege auf seltsame Art kreuzen können? Wussten wir das nicht schon vorher?

Über den keineswegs natürlichen Farben dieses Films klebt ein absichtlicher Grauschleier. Das macht ihn noch düsterer und bedeutungsschwerer. Aber müssen wir über die hier aufgeworfenen Fragen tatsächlich nachdenken? Sollten wir nicht besser das Leben in seiner Fülle und Pracht genießen, anstatt uns mit intellektuellen Spekulationen über Probleme zu beschäftigen, die wir erst lösen müssen, wenn wir sie wirklich haben? Ich habe mir jedenfalls erst einmal karibische Musik angehört, um den Spuk zu vertreiben.

Fazit.
Ein düsterer und bedeutungsschwerer Film, dessen Handlung man sich erst hinterher zusammensetzen muss. Nichtsdestotrotz sind die schauspielerischen Leistungen der drei Hauptdarsteller in jeder Beziehung hervorragend. Das ist kein Unterhaltungsfilm. Er ist anstrengend und kann unangenehme Wirkungen haben.
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am 6. Oktober 2004
Ein Meisterwerk. 21 Gramm geht so tief, dass es beim Zuschauen schon schmerzt. Die letzten Minuten von Requiem of a Dream, ausgedehnt auf 2 Stunden. Nur tiefgehender. Selten sieht man solch ein Können. Vor, wie hinter der Kamera. Del Torro, Sean Penn und Naomi Watts agieren alle gleich auf höchstem Schauspielniveau. 21 Gramm springt ständig in der Zeit hin und her und setzt so nach und nach das Puzzle des Leidens zusammen. Schon nach wenigen Minuten findet man sich darin zurecht, sollte aber auch jede Sekunde aufmerksam sein. Nicht nur wird die Geschichte so spannender erzählt, man fühlt sich auch ebenso hilf- und orientierungslos wie die Charaktere.
21 Gramm ist ein selten intensives Filmerlebnis. Kein Film, für den Cliquenabend am Wochenende mit Chips und Bier. Ein Film für jeden selbst. Weil man ein kleines Stück mit dem Film wachsen kann. So kitschig sich das anhören mag. Aber es wird einem mal wieder bewußt, wie verdammt zeitlich beschränkt unsere Verweildauer auf Erden sein kann, wie schnell ein Leben aus den Fugen geraten kann und dass Leiden ein normaler Bestandteil des Lebens ist.
Ebenfalls schockierend, ist die Altersfreigabe des Films. Man sollte nicht die Folgerung ziehen: "Hmmm, ist ja schon ab 12 freigegeben. So krass kann der gar nicht sein." Doch, kann der. Totale Fehlentscheidung, die Altersfreigabe. Nicht aber der Film. Es gibt wenige Filme die man gesehen haben MUSS!. 21 Gramm ist solch einer.
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am 7. Februar 2014
Finde es sehr komisch dass dieser Film keinen Oscar bekommen hat.
Auf die Handlung werde ich jetzt nicht eingehen, viel mehr auf die Aussage dieses Meisterwerks...
Man fragt sich bis auf die letzten 10 Minuten: "Was soll jetzt noch passieren dass mich vom Hocker reisst?"
Man ist schon kurz davor den Film als "Film für zwischendurch" einzuordnen und dann: BAM! Die Schlusszene die alle Puzzleteile ineinander fügt... Man ist vollkommen schockiert und man fängt sich selber an zu fragen:
"Welchen Wert hat der Tod für die Lebenden? Wieviel ist verloren, und wieviel ist gewonnen?"
Dass einem diese Massage so krass übermittelt, ja schon fast eingedroschen wird, habe ich noch nie in meinem ganzen Leben bei einem Film erlebt.
Ich werde lange, sehr lange warten müssen, bis es überhaupt wieder so einen tollen Film gibt wie diesen.
Wenn man die Moral und die sehr positive Aussage des Films (keinesfalls negativ wie es hier manche behaupten) versteht, dann wird einem dieser Film noch lange im Gedächtnis bleiben. Geschmäcker sind bekanntlich verschieden, das ist in Ordnung.
Jedoch wer diesen Film nicht versteht, sollte dann auch keine Bewertung abgeben und mir scheint es so, als hätten die meisten Kritiker hier diesen Film ganz einfach nicht verstanden.
Das versteht man unter einem Film, der unter die Haut geht. Das ist nicht einfach nur Kino, ganz gewiss nicht.
Es würden keine 100 Sterne ausreichen und deshalb werde ich niemals verstehen warum man diesem Film keinen Oscar gegeben hat...
Um auf den Punkt zu kommen:
Kauft euch diesen Film. Für jene die diesen Film verstehen, wird es ihnen noch lange im Gedächtnis bleiben und sie noch lange begleiten, da bin ich mir sicher.
Ich jedenfalls bin hin und weg!
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am 17. Juli 2006
...ist ganz sicherlich "21 Gramm".

Der Film handelt vom Leben dreier Menschen, verkörpert von Naomi Watts, Sean Penn und Benico Del Toro, die von Schicksalsschlägen geplagt sind und deren Schicksale miteinander verwoben sind. Die Art und Weise, wie die Geschichte erzählt wird, ist innovativ und simpel zugleich: Der Film gleicht einer Collage, bei der anhand von vielen kleinen Szenen dem Zuschauer anfangs ein Rätsel gegeben wird, welches sich erst nach längerer Dauer Stück für Stück lösen lässt. Der Regisseur springt von einer Person zur anderen, ebenso in der Zeit, was gerade am Anfang für Verwirrung sorgt, jedoch auch fesselnd ist und die Spannung erhöht. Erst nach etwa 40 Minuten wird grob der Ablauf und die Personenkonstellation des Films klar, von da ist der Film ein reiner Genuss, wobei dieser Begriff aufgrund der teilweise brutal realistischen und schamlosen Szenen mit Vorsicht zu genießen ist.

Der Regisseur ist ein wahres Talent, versteht er es doch die interessanten und komplexen Handlungsstränge kunstvoll miteinander zu verbinden. Gerade die letzte halbe Stunde raubt einem schier den Atem, weil die Szenen von unglaublicher Intensität sind. Dazu noch die dezente, musikalische Untermalung, die diesem Begriff auch verkörpert, da sie angenehm im Hintergrund bleibt und die eindringliche Wirkung der Szenen auf subtile Art und Weise verstärkt.

Noch ein Wort zu den Darstellerleistungen: Zurecht wurden Naomi Watts, Sean Penn und Benico del Toro für viele Preise nominiert, denn ihre schauspielerische Leistung ist neben der Leistung des Regisseurs der zweite, große Faktor, der den Film zu einem der Besten der letzten Jahre werden lässt. Sie spielen unglaublich eindringlich, intensiv, glaubwürdig und zeigen eindrucksvoll, wie groß ihr schauspielerisches Talent eigentlich ist, wobei alle drei dies schon in ihren anderen Projekten gezeigt haben, hier besonders zu erwähnen: Sean Penns "Mystic River" und Naomi Watts "Stay".

Noch etwas zum Schluss: Trotz des halbwegs positiven Endes ist und bleibt "21 Gramm" schwer verdauliche Kost und ist ebenfalls so zu handhaben, das heißt man sollte Konzentration, die nötige Stimmung und eine gewisse Reife mitbringen, um den Film vollends zu verstehen und ihn genießen zu können. Ansonsten: Ganz große Filmkunst!
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am 17. August 2007
Man könnte sich fragen, wie depressiv ein Mensch sein muss, um sich eine so tragische Geschichte auszudenken, in der es um Tod, Schuld, Liebe und Krankheit geht. Man könnte, wenn man nicht wüsste, dass das wahre Leben oft genug solche Geschichten beinhaltet.
Nicht nur, dass die Charaktere allesamt in entsetzliche Situationen befördert werden, sondern dass sie diese auch noch in einem Moment erfahren, da sie dachten, sie hätten endlich ihr Leben in den Griff bekommen:
Christina Peck (Naomi Watts) hat eine Vergangenheit als Drogensüchtige hinter sich und erzählt gleich zu Anfang an ihrer Therapiegruppe, wie ihr Mann und ihre Töchter ihr jeden Tag Kraft geben würden, die Sucht zu überwinden und nicht rückfällig zu werden. Und dann muss sie erfahren, dass die drei auf dem Heimweg von einem Auto totgefahren wurden. Eine grauenerregendere Vorstellung kann es wohl nicht geben!
Jack Jordan (Benicio del Toro) saß andauernd im Knast, will seine kriminelle Vergangenheit jedoch endgültig hinter sich lassen, um für seine Familie da zu sein und glaubt dies, nur durch Gottes Hilfe zu schaffen. Er ist ein radikal-fundamentalistischer Christ geworden, was seiner Frau allerdings gar nicht gefällt, weil sie meint, ihn gar nicht mehr als ihn selbst wiederzuerkennen. Und ausgerechnet, als eine Feier zu seinen Ehren abgehalten werden soll, überfährt er Christinas Mann und Kinder und flüchtet noch dazu vom Unfallort.
Paul Rivers (Sean Penn) hat ein krankes Herz und kaum noch zu leben, es sei denn, es fände sich ein Spenderorgan, das er schließlich durch Christinas toten Mann erhält. Es scheint alles gut für ihn zu sein, doch er hat Probleme mit seiner Frau und ist versessen darauf, herauszufinden, wer es war, dem er sein Leben verdankt. Als er Christina findet, verliebt er sich unsterblich in die schöne Frau, die in ihrer Verzweiflung wieder rückfällig und erneut eine Sklavin von Alkohol, Kokain und Pillen geworden ist.
Der Film lebt einmal von der Erzählart - die Handlung wird nicht auf einer Zeitebene erzählt, vielmehr werden Szenen aus verschiedenen Zeitabschnitten scheinbar zusammenhangslos hintereinander gezeigt. Anfangs ist man dadurch noch etwas verwirrt, doch nach und nach fügt sich das Puzzle zusammen. Das mag nicht jedermanns Sache sein, ich dagegen finde das sehr interessant; man muss ja nicht immer nach dem Standardschema vorgehen. So ähnlich macht das ja auch Quentin Tarantino, auch wenn das natürlich eine ganz andere Art Filme ist.
Kunstvoll ist es allemal, wie Alejandro Gonzalez Inárritu die drei Schicksale der Hauptpersonen und die zeitlich unterschiedlichen Szenen zusammenfügt. Und selbst unter eben diesen direkt aufeinander folgenden zeitlich unterschiedlichen Szenen stellt er Zusammenhänge her (die ich allerdings natürlich nicht vorweg nehmen möchte), die einem möglicherweise auch erst nach mehrmaligem Sehen des Films auffallen.
Außerdem lebt der Streifen von der hervorragenden Kameraarbeit und der effektiv eingesetzten Musik, besonders hervorheben muss man jedoch die schauspielerischen Leistungen. Sean Penn und Benicio del Toro sind wirklich exzellent, aber - mal wieder - absolute weltklasse ist Naomi Watts. Wie sie die verschiedenen Emotionen von Christina - zerbrechlich-verletzlich, wütend, verzweifelt - darstellt, ist nicht zu toppen. Es ist mir ein Rätsel, wie sie für diese Leistung keinen Oscar kriegen konnte. Aber zu dem Thema sagen wir mal lieber nix...
Ein Film, der wie gesagt unglaublich depressiv und traurig ist, was das Leben aber oft genug eben auch ist. Ohne Pathos und ohne Kitsch wird hier großes, unter die Haut gehendes, authentisches Kino geboten.
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am 4. September 2010
Beiseite mit Chips und Bier - hinfort mit der Seichtheit eines lockeren Abends mit Freunden.
Sie denken, die Stimmung sei jetzt gebrochen? In diesem Fall ist "21 Gramm" für Sie ein entweder-oder : Entweder Sie befolgen das obige und genießen einen stillen Film, der Sie mit seiner Komposition aus Bildern, Melodien und Schicksalen verzaubert - oder Sie ignorieren meinen Rat und schauen halbherzig einen Film, den ich zumindest ohne volle Aufmerksamkeit niemals verstehen könnte. Vielleicht sind sie ja klüger als ich und können beides ;)

Zum Werk :
Dass Inarritu ein Name ist, der in einer gewissen Szene (Cineasten) so ehrfürchtig genannt wird wie in einer gewissen Zaubererschule 'Voldemort' ist kein Zufall. Der Regisseur ist ein Liebling der Kritiker und auch Juroren zahlloser Wettbewerbe sind sich kaum zu schade, ihn mit Edelmetallen zu beglücken. Zuletzt z.B. in Cannes.
Warum dieser Mann zu den Heroen der heutigen Filmlandschaft gehört, zeigt neben seinen anderen Referenzwerken eben vor allem "21 Gramm".
Müsste man den Film genretypisch einordnen, wäre er ein Episoden-Drama. Der besondere Kniff dabei liegt allerdings in Folgendem : Der Film ist in keiner Weise chronologisch. Wechselnde Szenen, die in ihrer Länge zwischen 10Sekunden und 10Minuten variieren werden nacheinander gezeigt, wobei der Zuschauer selber erst nach und nach selber zu verstehen hat, wie denn eigentlich die chronologische Abfolge der Szenen sein müsste. Das klingt kompliziert und das mag es zu Beginn auch sein. Dennoch schafft es der Regisseur, die Szenen von an Anfang an mit so viel genereller Lebensphilosophie und Tiefe zu füllen, dass der Subkontext ausreicht, um die Szene für sich stehen zu lassen.
Wenn man dies berücksichtigt, möchte ich sagen, dass die Handlung zu résumieren wohl zwangsläufig ein Riesenspoiler wäre. Den Faux-Pas möchte ich mir nicht leisten.
Mit Sean Penn, Naomi Watts und Benicio del Toro steht ein Cast, der seinesgleichen sucht. Besonders del Toro besticht mit ein unglaublichen Authentizität in seiner Rolle.

Wenn man nun die klare Antwort sucht, auf die Frage : "Warum soll ich mir den Film nun unbedingt anschauen?", so ist die Antwort nicht leicht zu geben.
21 Gramm ist eben so gemacht, dass 100 Leute 100 unterschiedliche Interpretationen des Films haben, die alle logisch und auf Ihre weise passend sind. Ich merke das am eigenen Leib, wenn meine Freunde und ich uns über den Streifen austauschen. Mmn handelt der Film von Schuld&Sühne - der Varianz und Entwicklung der Kräfte zwischen den Protagonisten, der Frage, inwiefern ein Mensch sein Handeln beeinflussen kann, ob man Vergebung finden kann. Zugleich geht es aber unausweichlich um Abhängigkeit, um Verbundenheit, um Nutzen und Ausnutzen seiner Mitmenschen bewusster oder unbewusster Art.
Sie sehen, das steht bereits für einige Ansätze.

Und eben das ist die Klasse von "21 Gramm" - endlich ein Film, der wie ein Gemälde und darüber hinaus wirkt. Jeder Zuschauer sieht und hört das gleiche - aber keiner sieht es exakt so wie sein Nebenmann. Ein Film der für sich als Kunstwerk steht, bei dem es keine Explosionen, kein 3d und keine blauhäutigen Alien-Indianer sein müssen, um zu begeistern. In diesem Gefüge aus Andersdenken findet der Zuschauer wieder den Zusammenhang mit den Protagonisten. Wir alle sind wohl hilflos unserer Ohnmacht alle Zusammenhänge zu kennen ausgeliefert. Der Zuschauer wird erst durch volle Aufmerksamkeit der auktoriale Beobachter der alle Zusammenhänge erkennen kann. Mitleid mit den armen Figuren, denen diese Erkenntnis nie zuteil wird.

"Keiner versteht den anderen ganz, weil keiner bei demselben Wort genau dasselbe denkt wie der andere."
- Johann Wolfgang v. Goethe
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am 16. Oktober 2016
Da blicke mal einer durch- wild zusammengerührte und durchgeschüttelte Szenen,
die von Sekunde zu Minute intensiv ins Zuschauerhirn rasen. So dachte ich, so empfand ich
21 GRAMM ( oder 21 GRAMS ) . Zu Beginn- und über eine lange Zeit hinaus. Doch diese Szenen
sind keineswegs unspannend- die zeitversetzte Erzählweise ist nicht uninteressant.
Schmerzlich und unbedingt wird mir wieder bewusst, dass ein unachtsamer Moment alles verändern kann.
In Bruchteilen von Sekunden gerät das ganze Leben aus den Fugen, schlägt das Schicksal zu...........-
kann mir, dir alles nehmen, was mir, dir am Herzen liegt. Mal angenommen.
Und es geht so schnell- eine scharfe Kurve, zuviel Geschwindigkeit- aus.
21 GRAMM: Kamera, Musik und Story,- selbst der gewöhnungsbedürftige Schnitt; ein starkes Stück Film.
Etwas anstrengend, ja. Aber nachdenklich machend in puncto Schuld und Sühne. Intensiver geht " Drama Baby ",
so glaubte ich mehrmals während des Schauens, nicht mehr.
" Wieviel sind 21 Gramm? Wieviel von uns ist verloren? Wieviel ist gewonnen? "

**************************************************

Story:

Durch einen dramatischen Unfall verbunden, unwiderruflich-
das Leben dreier Personen. Der todkranke Paul. Die Mutter und Ehefrau.
Und der Ex- Strafgefangene Jack. Hoffen und verkraften. Und das Gewicht,
dass wir verlieren, wenn wir sterben............................................

--------------------------------------------------------------------

Mein 21 Gramm Fazit:

Große Schauspielkunst. Großes Drama. Großer Film. Muß einfach mal gesagt werden.
Ein Episodenfilm, in dem sich der Kreis am Ende schließt. Und wie. Und sicherlich sehr
konventionell in seinen Begegnungen, dafür aber mit einer solchen Emotionalität und Deutlichkeit,
dass es ganz schön tief unter die Haut geht.
21 GRAMM- ein Film wie in Trance. Eine Essay über jenes Unfassbare, das man Leben nennt.
Die meisten Gefühle, um die es hier geht, werden wir als die Zuschauer hoffentlich nie kennenlernen.
Und doch kennen einige einen Teil davon- ich selbst auch. Wie fühlt man sich in den Stunden, Tagen
und Wochen nach einem unfassbar schmerzlichen Verlust? Nach dem Tod eines geliebten Menschen?
Im Angesicht der Frage, dieser Frage, ob das Leben weitergeht. Jemals.
Sean Penn, Naomo Watts, Benicio Del Toro- wieviel wiegt Rache, wieviel wiegt Liebe? Und wieviel wiegt Schuld?

Lauflänge: 119.35 Minuten ( mit Abspann ) !

Extras:

- Making of in englischer Sprache= 18.10 Minuten!

- Darsteller- Infos. Der besondere Filmtipp!

Vier Sterne müssen einfach her.
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am 16. September 2004
Nach dem Überraschungserfolg von "Amores Perros" liefert Alejandro Gonzáles Inarritus mit "21 Gramm" ein düsteres, eindringliches Psychodrama ab. Mit Hilfe einer Erzähltechnik, die sich durch sehr viele Zeitsprünge auszeichnet, schafft es Inarritus in "21 Gramm" ebenso wie in "Amores Perros" den Zuschauer für sich zu vereinnahmen. Mit diesem Film beschert uns Inarritus nun einen weiteren spannenden, jedoch auch deprimierenderen Film ab.
Durch einen tragischen Autounfall werden die Leben von drei unterschiedlichen Personen bis auf weiteres miteinander verknüpft. Zunächst ist da der Mathematiker Paul Rivers (grandios dargestellt von Sean Penn), der schwer erkrankt auf ein Spenderherz wartet und sich in einer Ehe befindet, der er nichts Positives mehr abgewinnen kann. Als weitere Person ist da Christina Peck (Naomi Watts, bekannt aus "Mulholland Drive" und "Ring"), bis zu jenem Unfall Mutter zweier Töchter und glücklich verheiratet. Zuletzt wäre da noch Jack Jordan (ebenfalls grandios: Benicio Del Torro), ein Ex-Sträfling der sein Leben nun mit voller Hingabe Gott widmet, in diesem seinen Frieden gefunden hat und durch ihn die Stärke findet, den Alltag mit seiner Familie zu bewältigen.
Diese drei Charaktere lernen nach dem besagten schrecklichen Autounfall die Wahrheiten über Liebe, Glauben, Mut, Verlangen und Schuld.
Ähnlich einem Puzzelspiel rätselt man bis zum Ende des Films, welches Gesamtbild sich am Ende ergeben mag. Die Vernetzung der oben dargestellten Einzelschicksale ist ebenso intensiv wie kunstvoll. Man wird bei näherer Betrachtung zwar bemerken, dass diese nur von einem recht simpel gestrickten Thrillerplot ablenken, diese Erkenntnis wirkt sich jedoch kaum auf den Film aus. Wäre die Handlung in einem Handlungsstrang gedreht, würde sich kaum die Stimmung aufbauen, wie dies mit dem Film, so wie er jetzt ist, der Fall ist. Der Einsatz dreier starker und präsenter Darsteller reißt den Zuschauer in den Sog der Gefühle, die die Figuren durchleben und durchleiden müssen. Eine so intensive und großartige Darstellungsleistung, wie von dem Dreigestirn Watts/Penn/del Torro hat man lange nicht mehr zu sehen bekommen. Der durchweg düstern gehaltene Filmstil vermittelt einen recht überzeugenden "Live-Effekt", die Stimmen aus dem Off vertiefen die ansonsten recht schmucklose Atmosphäre nur. Ein finsterer Blick auf und in drei Seelen: absolut sehenswert!
Abschließend bleibt zu sagen, dass "21 Gramm" Ende Januar in 2 Kategorien für einen Oscar nominiert wurde: Naomi Watts als Beste weibliche Hauptdarstellerin und Benicio Del Toro als Bester männlicher Nebendarsteller.
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