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Kundenrezensionen

3,9 von 5 Sternen
86
3,9 von 5 Sternen
Format: DVD|Ändern
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Zum Inhalt will ich hier nicht groß was schreiben, das haben andere schon ausführlich getan. Für mich ist "Die Träumer" ein sehr sinnlicher Film der deutlich aus dem sonstigen Erotik Einerlei heraussticht und mit sehr viel Liebe gemacht wurde. Unabhängig von jeglicher sexuellen Orientierung, wird hier jeder auf seine "Kosten" kommen.

Die Blu-ray ist vom Bild auf jeden Fall eine Bereicherung zumal viele Szenen in der etwas düsteren Wohnung in Paris spielen und bei der DVD etwas rauschiger waren. Der Ton der hier im HD Format vorliegt ist gut und räumlich, aber nicht der "Star" im Film. Obwohl die Musik der 60er hier viel zur Atmosphäre beisteuert.

Etwas enttäuscht war ich vom Bonusmaterial, welches über diverse Interviews und "Behind the Scenes" Doku (wo wieder die gleichen Interviews vorkommen) nicht hinaus geht. Ganz zu schweigen von den Trailern die bildmäßig teilweise so grottenschlecht sind, dass sie wohl eher einen Kauf verhindern als fördern.

Insgesamt bin ich aber sehr zufrieden mit der Umsetzung, denn "Die Träumer" ist für mich einer der Filme, die ich immer wieder gerne sehen kann.
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am 30. März 2017
Einschläfernd ... habe den Film wegen Eva Green gekauft, die eine gewisse Wirkung auf mich hat.
Die Story recht dünn... und schöne Menschen eben ... lieber selbst was träumen als den Film nochmal
schauen ... :)
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am 7. Oktober 2016
Mit "Die Träumer" erschien - noch lange vor James Bond CR '06 - jenes Werk, welches Eva Green zum Aufstiege verhelfen sollte - und jawohl, schauspielerische Klasse besitzt sie, Sinnlichkeit verkörpert sie und in interessanten Filmen (und Serien, siehe "Penny Dreadful") darf sie ebenfalls mitwirken, der Weg ist geebnet worden. Mit "Die Träumer" ist das aber "so eine Sache"...

Der Film setzt auf eine hübsche Fotografie, weiß in seiner vielschichtigen Erscheinung zu gefallen, präsentiert ein sehenswertes 1968er Paris, stellt eine Liebeserklärung an alte Filme aus den 30ern und später dar, dürfte zudem nicht nur "funktionieren", sondern auch als Drama dreier das Leben entdeckender Menschen bewegend sein. Nichtsdestotrotz ist ihm zumindest bei mir eines nicht gänzlich gelungen: BLEIBENDE Eindrücke zu hinterlassen, die ich nicht mehr zu vergessen imstande bin, es fehlt noch etwas Feinschliff.

Der Bestbesetzung wegen, aber auch aufgrund der diversen weiteren Stärken, sieht es sternetechnisch (vier an der Zahl) doch noch recht rosig aus, gesehen haben sollte man ihn vor allen Dingen dann, wenn man filmhistorisch interessiert ist.
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am 6. September 2007
Ehrlich, unverblümt, direkt und doch träumerisch. Ein Wahnsinnsfilm mit tollen Schauspielern und hinreizenden Szenen und Dialogen. Besser als ich erwartet habe.
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Paris 1968. Der naive amerikanische Student Matthew (Michael Pitt) lernt vor der Cinémathèque Française das Zwillingspaar Isabelle (Eva Green) und Théo (Louis Garrel) kennen. Da deren Eltern gerade in den Urlaub fahren wollen, laden sie den jungen Amerikaner in ihre Wohnung ein. Die Liebe zum klassischen Film ist ihnen gemeinsam, doch schon bald stellen sich auch sexuelle Spannungen ein, die zur Einbeziehung Matthews in die leicht inzestuösen Spiele der Geschwister führen. Die drei verdrängen die Realität in Gestalt der heraufziehenden gesellschaftlichen Unruhen und verschanzen sich geradezu in der Wohnung...

30 Jahre nach dem Skandal um den letzten Tango drehte der italienische Meisterregisseur Bernardo Bertolucci (*1940) nach einem Drehbuch von Gilbert Adair (1944-2011) erneut einen durchaus provokanten Film in Paris, der zahlreiche wesentliche Ereignisse der Unruhen von 1968 thematisiert. Durch die verwendeten Filmzitate widerspiegelt Bertolucci den großen Einfluss des Kinos in jener Zeit, in der Filme noch etwas zu sagen hatten, und schafft damit auch eine ganz individuelle Liebeserklärung an das klassische Kino.

Die Blu-ray von CONCORDE präsentiert den Film in hervorragender Bild- und Tonqualität (Deutsch und Englisch DTS-HD MA 5.1). Der englische Audio-Kommentar mit Bernardo Bertolucci, Produzent Jeremy Thomas und Gilbert Adair verfügt über optionale deutsche Untertitel. Ferner beinhaltet das Bonusmaterial zwei kurze Features (17 min), den deutschen Kinotrailer sowie Interviews mit dem Regisseur und den drei jungen Hauptdarstellern - jeweils deutsch untertitelbar.

Der als Erinnerung an eine bewegte Zeit sehr sehenswerte Film ist für anspruchsvoller sortierte Sammlungen sehr empfehlenswert.
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am 2. November 2016
Der Film hat zwar schöne Bilder und schöne Schauspieler , das wars dann aber auch schon. Furchtbar langweilig , und total Geschmacklos (sitzen feut fröhlich in der Badewanne wärend sie ihre Periode hat, na lecka! Er beschmiert sie mit ihr entjungferungs Blut in ihr Gesicht pfuii ) alle 3 wirken total gestört , der Film war unglaublich schlecht, sorry nicht nochmal
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am 13. Juli 2007
dieser film ist vom titel bis hin zur story etwas ganz besonderes. Er zeigt eine tiefe tiefe geschwisterliebe in der sich ein freund mit hineinleben darf... in einer wohnung, in den verschachtelten zimmern wo bruder und schwester innig zusammengewachsen sind, betritt nun ein weiterer junge das spielfeld... und obwohl es um sehr viel intimität geht, kommt doch zum ausdruck das die liebe in der seele zueinander- zwischen den geschwistern- am ende doch das wichtigste ist.

der film ist wunderbar gemacht... alles passt und auch von der athmosphäre her ist man in ihrer zeit versetzt. es ist eine schöne geschichte, ein schöner film, der ganz individuell betrachtet werden sollte, mit keinen anderen streifen vergleicht werden sollte, da so alles erst wirklich wirkt.

Zwar ein Film voller Erotik aber auch voll Liebe, und dennoch ein wenig seltsam. Für alle die nicht nur eine billige rein-raus Nummer wollen, der richtige, sehr zu empfehlende Film;-)
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am 20. Juli 2007
Dieser Film geht definitiv unter die Haut, handelt er doch von einer Dreiecksbeziehung (Matthew, Isabelle und Theo). Sicher die Handlung das Paris im Mai 68 ist sicher nicht jedermanns Geschmack. Aber dennoch schafft es dieser Film eine ganz besonders dichte Atmosphäre zu erzeugen, der man sich einfach nicht entziehen kann, wenn man sich darauf einlässt. Außerdem bietet der Film sehr viel Tiefgang (Story, Dialoge, Handlung etc.) Ich finde besonders Eva Green spielt ihre Rolle sehr glaubwürdig und mit solch einer Intensität, besser gehts gar nicht. Aber auch die anderen Schauspieler sind sehr überzeugend in ihren Rollen. Der Film offenbart auch alle Emotionen und Lebenseinstellungen, und was noch so dazu gehört, um die Zeit authentisch darzustellen. Das ist wirklich klasse Arbeit von Bernardo Bertolucci, ohne wenn und aber. Tatsächlich handelt es sich hier um ein Liebesdrama vom besten. Der Film weder Mainstream noch Popcornkino, darüber muss man sich vorher im Klaren sein. Aber wenn man einen einwandfreien cineastischen Leckerbissen des europäischen Kino erleben und ganz bewusst sehen möchte, kann man mit diesem Streifen nichts falsch machen. Die Erotik (keine Pornografie wohlgemerkt) wirkt sehr gut verteilt auf den Film. Im Film wird die Message rübergebracht, daß die 68-er sehr gravierende Veränderungen mit sich brachten z.B Vietnamkrieg und dessen Proteste, Schließung der Cinematheque etc. Kurzum: Diesem Film sollte eine Chance gegeben werden, da er sich wirklich lohnt. Die Erotikszenen sind nicht so hoppla hopp inszeniert, ähnlich einem Porno sondern viel subtiler, d.h. man muss schon seinen Grips bemühen, das gesehene zu verstehen. Wer also einen Porno erwartet oder Voyeur ist wird sicherlich enttäuscht sein. Denn dieser Film hat Tiefgang und ist nicht oberflächlich. Doch das muss jeder für sich selbst entscheiden, denn Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Für wen lohnt sich also dieser Film? Voyeure nicht unbedingt, da Sexszenen zwar explizit, aber nicht so heiss dargestellt werden. Pornofetischisten sollten nach einem anderen Film Ausschau halten. Cineasten intellektueller Art? Ja. Diese kommen ganz sicher auf ihre Kosten, da alles sehr gut verfilmt wurde, und auch vom Schnitt her sehr gut zusammenpasst. Technik: Dolby Digital 5.1 in deutsch und englisch Audiokommentar, zusätzlich noch Dolby Digital 2.0 in deutsch, und deutsche Untertitel. Außerdem zahlreiche Interviews mit u.a. Eva Green, Bernardo Bertolucci etc. B Roll Featurette, Trailer, Making of. Das Bild ist in 16:9 (1,78:1 anamorph) abgetastet worden, und wirkt sehr scharf und kontrastreich auch bei dunklen Szenen. Fazit: Letztlich eine Geschmackssache, trotzdem lohnt sich dieser Film, wegen der 68-er Zeitepoche, und allem damit verbundenem aus dieser Zeit. Darum 5 Sterne für diesen außergewöhnlichen Film.
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am 8. Februar 2009
Ein Stück Illusion in der großen Suche nach der Wirklichkeit: Die Träumer

Paris '68: In den Strassen geht die Jugend auf die Barrikaden, Studentenunruhen zwischen friedlichen Protesten und einem Prasselregen aus Pflastersteinen. Eine Stadt, ein System und ein Weltbild im Umbruch, Menschen im Aufbruch.
Die Träumer erzählt die Geschichte des amerikanischen Austauschstudenten Matthew und dem eineiigen Zwillingspaar Theo und Isabelle, die sich ein Stück Wirklichkeit im Altbau ihrer Eltern schaffen, während in den Strassen der Mob agiert.

Eine Geschichte über die Suche nach Wirklichkeit, Wahrheit und Freiheit, eine Geschichte über Passion und Obsession und zugleich eine große Hommage an den Film.
"Ich war einer derer, die immer ganz nah an der Leinwand sitzen. Warum wir so weit vorne saßen? Vielleicht weil wir die Bilder als erste bekommen wollten..."

"Nur die Franzosen können ein Kino in einem Palst unterbringen. Ich gehörte einer Gruppe an, die damals eine Art geheimer Bruderschaft war, die Bruderschaft der Cinephilen. Ich war einer derer, die immer ganz nah an der Leinwand sitzen. Warum wir so weit vorne saßen? Vielleicht weil wir die Bilder als erste bekommen wollten, als sie noch neu waren, noch frisch waren, bevor sie die Hürden der Reihen hinter uns nahmen, bevor sie von Reihe zu Reihe weitergereicht worden waren, von Zuschauer zu Zuschauer und dann abgenutzt und ausgelaugt von der Größe einer Briefmarke in den Vorführraum zurückzukehren.."

Der Leiter der Cinematheque Francaise, Schmelztiegel und Treffpunkt der Cineasten, soll entlassen werden. Die Entlassung des Leiters sowie die eventuelle Schließung des Kinos sind ein Politikum und geben einen weiteren Anlass, in einem Paris der Revolte und des Protests, auf die Barrikaden zu gehen.
Matthew (Michael Pitt), ein amerikanischer Austauschstudent, lernt bei der Demo gegen die Schließung der Cinematheque die an das Eingangstor gekettete Isabelle (Eva Green) und und ihren Bruder Theo (Louis Garrel) kennen. Beide üben von Anfang an eine ungeheure Faszination auf Matthew aus. Sie ziehen durch das nächtliche Paris und legen damit den Grundstein für eine tiefgehende, schwer zu greifende Freundschaft.
Matthew wird zum Abendessen bei Isabelle und Theos Familie in eine Altbauwohnung im Quartier Latin eingeladen. Selbige Faszination, die Isabelle und Theo auf ihn ausüben, übt er auch auf die beiden aus, und er qualifiziert sich für das bevorstehende Spiel. Die Eltern der Zwillinge verreisen. Theo und Isabelle überreden Matthew, sein sperrliches Zimmer zu verlassen und bei ihnen für die Zeit, da ihre Eltern verreist sind, einzuziehen. Und das Spiel beginnt.
Während in den Strassen der Mob regiert, Autos brennen und Steine fliegen, ziehen Isabelle und Theo Matthew in ihren sinnlichen Bann und Mikrokosmos aus Film und Lust, aus dem es für Matthew kaum ein Entrinnen gibt. Es beginnt als harmloses Filmquiz und den Austausch über Film, Musik und Literatur. Doch dieses Spiel ufert bald aus. Matthew entdeckt, dass sich Theo und Isabelle noch näher sind, als es von Zwillingen bekannt ist. Die mitunter allgemein wenig aufgeklärte, schüchterne und zum Teil prüde Anschauung des Amerikaners erfährt hier eine drastische Veränderung. Bald kann sich Matthew der Sinnlichkeit dieser seltsamen Melange a trois nicht mehr entziehen...

Die Träumer ist eine Liebeserklärung. Eine Liebeserklärung an den Film, an eine Stadt und eine Zeit. Der Film ist gespickt mit mannigfachen Filmverweisen und Originalszenen aus den Filmen, über die die Drei reden. Besonders erwähnenswert dabei ist die Sequenz aus Jean-Luc Godards "Außenseiterbande" (`64), in welchem drei Freunde in Rekordzeit durch den Louvre sprinten...
Gleichsam ist der Film Kritik: Es bedarf mehr als eines Mao-Posters, einer Janis Joplin oder Jimi Hendrix Platte, Manifesten eines Marx oder Engels, um eine Zeit zu begreifen und zu greifen. Die kritische und sich als nicht ausgereift aufgeklärte Haltung eines Theo wird durch die Einsicht eines jungen Amerikaners durchbrochen. Bekehrt wird er allerdings nicht. Die Welt Theo und Isabelles spielt sich vornehmlich in der großzügigen Altbauwohnung ihrer Eltern ab. Sie leben und lieben in einer, vornehmlich durch das Medium Film geschaffenen, in Quadratmetern einer Wohnung zu fassenden, Illusion.
Während in den Strassen Geschichte geschrieben wird, vermögen Theo und Isabelle ihrem Mikrokosmos nicht zu entfliehen. Das Große ist draußen, bleibt draußen. Was bleibt, sind große Worte über Aufbruch, Aufklärung und Freiheit, die aber lediglich verbalisiert zwischen Flur und Küche versiegen. Es bleiben letzten Endes nur Träume, bis ein Pflasterstein das Wohnzimmerfenster zerschlägt und zwei der Drei auf die Strasse ruft...

Interessant ist die mitunter seltsame Beziehung der Drei. Die Beziehung von Matthew, Isabelle und Theo ist geprägt von Leidenschaft. Leidenschaft für den Film, Leidenschaft für ihre Zeit und für einander. Eine durchdrinegende, von Begierde und Qual, Obsession und Passion geprägte Wechselbeziehung, ein Spiel, das Matthew nicht recht begreifen will und in dem er zu Beginn ein Spielball ist, der zwischen dem Geschwisterpaar weitergereicht wird...

Und am Endes ist da die Einsicht: "Die Leinwand schützte uns vor der Welt."
Bernardo Bertolucci schafft hier ein außergewöhnliches Werk über eine Zeit in einer Stadt, eine plakative Zeit, deren Forderungen und Ideen jedoch in der vertrauten Umgebung der elterlichen Wohnung versiegen, während die brachiale Umsetzung in den Strassen gleichsam nicht zum Ziel führt.
Non, je regrette rien...
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am 1. Mai 2005
Ich habe die Strassenrevolten in Paris 1968 erlebt und muß sagen, dass der Film die Situation gewissermaßen nebenbei sehr authentisch darstellt. Er hat aber noch mehrere Handlungsebenen, die nicht minder interessant sind. Ich kenne viele Franzosen und muß sagen, dass ich nie soviele verwirrende Gefühlsextreme und Manipulationen erlebt habe, wie mit den französischen Freunden. Aufreibende Exzesse, die im einen Moment von allergrößter Bedeutung sind, sind innerhalb kürzester Zeit schon wieder belanglos. Diese emotionalen Achtebahnfahrten habe ich in andren Länder nie in dieser Dichte erlebt. Der Bertolucci Film zeigt genau diese Erfahrungen. Es ist, als wäre ich dabei gewesen. Ganz nebenbei wird gewagte Sexualität wie Geschwisterinzest und sadistische Manipulation so gemischt mit tiefer Liebe dargestellt, dass man nicht weiß, ob man sich angewidert abwenden oder fasziniert zuschauen soll. Gerade dieser Zwiespalt in der Bewertung war für mich sehr reizvoll. Interessant auch die Toleranz der Eltern der Protagonisten, die in Deutschland in den 60er Jahren die große Ausnahme war. Nostalgische Gefühle an unsere spanneden Philosophierunden werden wach, wenn man die drei Hauptdarsteller bei ihren Erklärungsversuchen von Film, Politik und Leben beobachtet. Der absolut pazifistische und fast "Wu Wei" lebende junge Amerikaner stößt mit Interesse auf die Gewalt in Paris der 60er Jahre. Die latente Gewalt die er mit den (im amerikanischen Film "Evil Twins") Zwillingen erlebt und die Gewalt der Studenten Revolution auf der Strasse nähern sich im Laufe des Films immer mehr an. Das Zusammenwachsen der jungen Leute zu eingeschworenen Freunden trotz/wegen extremer Beziehungserlebnisse findet zum Schluss ein jähes Ende, als die Zwillinge in die Gewalthandlungen aktiv eingreifen, während der junge Amerikaner sich enttäuscht zurückzieht. Offen beleibt, ob die beiden ihre Molotow Cocktail Angriffe auf die brutale Polizei überleben. Daniel Cohn Bendit ehemals grüner Bürgermeister von Frankfurt heute Europaparlamentarier war übrigens wegen seiner Verhaftung in Frankreich mit ein Auslöser und Erhalter der wilden Strassenschlachten von Paris. Dies wird im Film nur am Rande erkennbar aber in den Extras ausführlich behandelt.
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