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  • Antics
  • Kundenrezensionen



TOP 1000 REZENSENTam 27. April 2005
Da mag die Vorzeige-Anzugfraktion mit dem Faible für rätselhafte Songtitel im Interview noch so vehement Einspruch erheben: Substanzielle Veränderungen zum immerhin 400.000 mal über die Theke gegangenen Debüt "Turn On The Bright Lights" gibt es keine.
Gut: Die Tracks sind im Schnitt etwas kürzer gehalten, nicht bloß durch den in seinem Stoizismus beinahe sakralen Opener "Next Exit" wabert eine Hammond-Orgel. Insgesamt tönt die Platte ein bisschen sperriger, anders halt. Atmet mehr Weite.
Bildbeherrschend indes bleibt dreierlei. Erstens die unumstößliche Liebe von Gitarrist Daniel Kessler zu treibenden, vor Joy Division den Hut ziehenden Achtel-Riffs, die zwischenzeitlich von Kollegen wie Franz Ferdinand auf sämtliche Indie-Tanzböden dieser Welt geschossen wurden und nun abermals durch Nummern wie "Evil", "C'mere" oder das funky pumpende "Slow Hands" pflügen. Zweitens Carlos D.s ebenso stabil gebaute wie einfühlsame, oktavierte Basslicks. Und schließlich der latent unterkühlte Zauber von Paul Banks' atemberaubender Stimme, die Texte vorträgt, die zu gleichen Teilen lyrisch und abgründig daher kommen.
Man merkt den Willen zur Weiterentwicklung der Platte deutlich an - am ehesten beim zwischen kunstvoll verzahnter Strophe und geradezu krachledernem Rock-Refrain oszillierenden "Public Pervert". Andernorts begnügt man sich damit, einfach das Tempo zu drosseln ("A Time To Be So Small"). Wenn Banks im übergroß im Raum verweilenden "Take You On A Cruise" zugibt "The pretense is not what restricts me / it's the circles inside", dann darf man das durchaus (auch) so sehen deuten.
Ihr Plansoll haben Interpol damit mehr als genug erfüllen können.
7 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 3. August 2017
gelangweilt erscheinender gesang mit bittersüß melancholischem unterton. distanziert wirkende musik, die sich spielend im unterbewußtsein einnistet, nie mehr weggeht und dein bester freund wird. wunderschön, könnte ich immer wieder anhören.
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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am 29. Oktober 2004
Etliche kürzlich veröffentlichte Zweitlinge hatten mich in letzter Zeit doch recht enttäuscht: Gerade die so gehypten Libertines bleiben quasi in den 80ern "stecken" und auch die Strokes machen ziemlich genau so weiter wie bisher.
Ganz anders Interpol: Wenn sie auf ihrem Erstling, den ich persönlich schon grossartig gefunden hatte, noch sehr melancholische, teils düstere Soundwolken schweben lassen, die sehr an den Gruftrock à la Sisters of Mercy, Joy Division etc. erinnern, so kommt dieses Album deutlich knackiger daher: Nach wie vor ist ein dunkler Einschlag nicht zu verleugnen, aber Kracher wie Slow Hands oder das wundervolle Evil sind regelrechte Dancefloor-Kracher. Variiert werden diese schnelleren Lieder durch Langsam-besinnliches wie Take you on a cruise oder Narc.
Insgesamt finde ich dieses Album nochdeutlich vielfältiger als das Debüt und freue mich schon sehr auf die Tournee Ende 2004 - live müssten diese Jungs ein Kracher sein!!!
8 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 28. September 2004
Interpol sind zurück, das Warten auf 'Antics' hat sich gelohnt.
Der langersehnte Nachfolger des Erstlingswerks (turn on the bright lights)der vier Anzug tragenden Herren aus New York braucht sich weder vor diesem zu verstecken, noch vor diversen Platten anderer sog. "Retrorocker", ob nun mit einem "the..." im Bandnamen oder nicht.
Und Interpol klingen auf Antics ein wenig anders, auch wenn hier wieder jeder Ton, jede Silbe wie ein maßgeschneiderter Anzug sitzt: Sänger Paul Banks singt ein wenig höher und vielleicht nicht ganz so melancholisch wie auf dem Vorgängeralbum, auch gibt es kein Stück wie "NYC".
Aber wer hätte eine simple Selbst-Kopie erwartet? Interpol bleiben sich treu auf stilsichere, perfekt gespielte Weise.
Der gern gezogene Vergleich zu Joy Division und den Chamelons ist immer noch gegeben, doch haben sie die Amps weiter aufgedreht und sind rockiger und rauher geworden, ohne sich dabei wie einige der "the-..."-Bands in lächerlich antiquierte Rolling Stones-Posen zu werfen.
Diese Scheibe schreit nicht, sie ist nicht vulgär, sondern fordert Respekt: Retro war nie edler, nie großartiger.
Man sollte sie gleich mehrmals hören, und auf keinen Fall nur kurz durchzappen, sie entfaltet ihre wahre Pracht mit einer leichten Verzögerung, eben mit "slow hands" gespielt.
Ein Motto, das gleichsam auch für den zweiten track "evil" gilt:
Nach dem zerbrechlich gehauchten Namen 'Rosemary' wartet man auf die Initialzündung, und dann kommt sie... "tell them now your pleasure set upon slow release"... langsam, aber gewaltig.
5 Sterne für die vielleicht beste Indie-Rock-CD des Jahres!
10 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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VINE-PRODUKTTESTERam 22. April 2005
Interpol geben Gas. Auf dem zweiten Album nach dem guten "Turn on the bright Lights" klingen sie wesentlich kompakter und weniger orpulent. Aber das schadet nicht... bereits der Opener "Next Exit" verbreitet eine geniale Grundstimmung. Langsam baut sich Stimmung auf, und Stimmung können Interpol aufbauen,gnadenlos. Und das mit einfachen Mitteln.Die prägnanten Gitarren und der geniale Gesang.Weiß jetzt nich wie der Sänger heißt, aber seine Stimme ist klasse. Markant,kühl,durchdringend,intensiv,aggressiv und doch irgendwie gefühlvoll. Das durchdringt einen förmlich. Auch die Musik ist schwer zu beschreiben.Einfach hören, wer den Vorgänger noch nicht kennt.Es ist Rock,kantiger Rock,teils sehr düster.Interpol klingen wie ein kalter,gefühlsloser Ort, verbreiten aber dennoch eine unglaubliche Wärme und Intensität an diesem Ort. Mal klingen sie eindringlich melodiös ("Take you on a Cruise,"Narc")mal rockt es krachig ("Slow Hands", "Not even Jail").Die Songs gehen vielleicht nicht sofort ins Ohr, aber was macht das schon, denn nach ner Weile hat man diesen speziellen Sound von Interpol im Ohr.Rockig,sperrig aber mit einem Hauch von Melancholie versehen.Fans von guter Rockmusik sollten auf jeden Fall mal da hinein hören.Eine der besten Platten des letzten Jahres!
4 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 18. März 2005
"Antics", das zweite Album der New Yorker Überraschungsband Interpol, geht den Weg des Erstlings "Turn on the bright Lights" in jeder Konsequenz weiter.
Den Vorrednern kann ich mich eigentlich in jeder Form anschließen.
Völlig richtig ist, dass "Antics" kein Album geworden ist, dass die Ohren des Hörers im ersten Durchgang im Stum erobert.
Aber mit jedem weiteren Hören wächst die Platte und setzt sich immer tiefer fest.
Die Tendenz geht insgesamt weg von der ganz düsteren, melancholischen Grundtendenz des Debüts, hin zu härteren, rockigeren Passagen.
Auf die Produktion wurde hier sehr großen Wert gelegt und an der einen oder anderen Stelle wünscht man sich die eine oder andere Ecke und Kante mehr.
Dennoch ist Interpol erneut ein hervorragendes Album gelungen, das vielleicht nicht das Zeug zum Meilenstein haben mag, aber dank seiner Zeitlosigkeit auch in Jahren noch Spaß machen wird.
Größter Einfluß der Band war und bleibt Joy Division und Interpol stehen ihren Idolen in nichts nach. Großartige Texte, die dominierenden Bässe und auf "Antics" noch spürbar mehr Gitarren als zuvor.
Das Album stellt eine sehr homogene Einheit da, auch durch die zum Teil fließenden Übergänge der Songs. Deshalb um so schwerer einen Anspieltipp zu geben. Aber da würde ich dann schon zu der Klasse-Single "Evil" tendieren, die alles hat, was Interpol auszeichnet.
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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am 2. Mai 2005
..aber unterschwellig vielen, vielen anderen hochgelobten Erscheinungen der letzten Monate (Jahre??) ganz klar das Wasser abgräbt. New Yorks most english band schafft es mit ihrer Melange aus Wave, Rock und dunklem Pop nicht nur die Geister der üblichen Verdächtigen zu erwecken, sondern vielmehr schleichen sich Interpol Stück für Stück ins Ohr eines jeden Musikliebhabers und sind sie einmal dort angelangt, entfaltet sich ein gewisser Zauber, den ich kaum beschreiben kann, da die vier so subtil und tricky zu Werke gehen, dass man Ihnen nicht wirklich auf die Schliche kommt.
Wunderschöne Gitarrenläufe, düstere, aber eingängige Vocals und einfach gute Songs sind keine neuen Rezepte, in dieser Perfektion aber selten gehört. Hier ist bestimmt nicht alles der Überhit, aber auch da wirken Interpol immer noch souverän genug um den Vorsprung zu halten, einen Vorsprung, den man sich mit Hitgaranten wie dem Smasher „Slow hands", dem von einem unglaublich schönem Gitarrenlead getragenen „Take u on a cruise" und sich dem langsam aufbauenden Überflieger „Public pervert" scheinbar ganz lässig aus dem Ärmel schüttelt.
Fazit: Doch,...meine Welt hat „Antics" schon ein wenig geändert, weil ich es bisher noch nicht erlebt habe, dass ein Album mit so wenig Druck, sich dennoch ganz leicht in die Ohren und dann in mein Herz boxt.
8 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 3. Februar 2005
...eröffnet sich der spezielle Spirit der Interpol so einzigartig macht. Ähnlich wie schon beim hochgelobten *Turn on the Bright Lights* braucht es seine Zeit, bis die einfachen Melodien und Harmonien zünden. Beim ersten Anhören ihrer Nachfolgewerks, fühlte ich mich trotzallem etwas enttäuscht. Ich vermisste ein wenig den Raum, den Hall der *Turn on the Bright Lights* so träumend verhüllt, vernebelt wirken ließ. Gesang, Gitarre, Bass, Drums - Antics klingt roher, songorientierter, direkter. Atmosphäre wird nur leise, fast hintergründig aufgebaut. Doch genau dies ist es, dass nach öfterem Hören *Antics* mehr als zu einem würdigen Nachfolger macht. Interpol ist klarer, bewusster geworden. Keine Effekthascherei, sondern klare, gut und effektiv produzierte Songs werden präsentiert. Doch mit musikalischer Hintergründigkeit und keinesfalls platt. Ich empfinde *Antics* als klare Weiterentwicklung und bin gespannt wie die Reise dieser Ausnahmeband weitergeht.
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 18. Dezember 2004
"Hey, hör Dir die mal an, das wird Dir gefallen"... es ist schön, Menschen zu haben, die meinen Musikgeschmack haben, ansonsten wäre ich wohl an diesem tollen Album vorbeigerannt.
Im Prinzip ist es ja nichts Neues, die klassische Rock-Besetzung... 2 Gitarren, Bass, Schlagzeug, hier und da n bissl Synthies. Punkt. Und doch schaffen es Interpol, mit diesen eher konventionellen Mitteln ein Album voller Schönheit und Atmosphäre zu schaffen.
Im speziellen gefällt mir die phantastische Stimme von Sänger Paul Banks, sowie der sehr ausdrucksvolle Bass, der nicht einfach neben den Gitarren poltert, sondern eigene Akzente setzt. Am ehesten kann man das ganze vielleicht noch mit Joy Division vergleichen, denen es ebenfalls gelang, mit konventionellen Mitteln eine unglaubliche Spannung zu erzeugen.
Meine Favoriten sind das traurige "Take you on a cruise", welches die ganze Klasse der Band zeigt, sowie das treibende "Not even jail".
Auffallend zum ersten Album ist, dass das ganze etwas homogener und auch durchaus etwas kommerzieller klingt. Wer das nicht mag, sollte sich lieber den Vorgänger "Turn on the bright lights" besorgen. Alle anderen, die den Schöngeist in der Rockmusik mögen, können hier bedenkenlos zugreifen.
8 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 11. November 2008
Meiner Meinung nach passen dei beiden ersten Alben sehr gut zusammen.
Es sind wieder grazile Texte, monologähnlich und von tiefründiger Feinheit mit minimalistischen Begleitungen bis hin zum polyphonen Klangteppich, die einen entweder animieren oder umhüllen.
Es ist ungemein fantasievoll und eignet sich besonders für die kalte Jahreszeit um es über Kopfhörer zu genießen.
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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