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Kundenrezensionen

3,6 von 5 Sternen
16
3,6 von 5 Sternen
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am 16. Oktober 2008
Ivan Groszny (Originaltitel) ist einer der großartigsten, aber auch komplexesten Filme, die je gedreht wurden. Er polarisiert, denn er ist kein kommerzieller Film, sondern ein rein künstlerisch angelegtes, irrwitziges Experiment, in dem die Bildkomposition, Prokofjews Musik und die exzentrischen Bewegungsmuster des Manierismus' (16. Jhd.) und des von Eisenstein übernommenen japanischen Kabuki Theaters wichtiger sind als eine kontinuierliche Handlung. (Zitat Eisenstein: Wenn ich eine Geschichte erzählen will, dann schreibe ich einen Roman!') Historische Authentizität darf man erst recht nicht erwarten. Für den Film von mir 5 dicke Bewertungssterne.
Zur DVD:
Auf Anfrage zur unbegreiflicherweise fehlenden Farbsequenz in Teil II antwortete der Icestorm Verlag, dass sie den Film in dieser Form vom DDR Kino übernommen hätten. Mit eingekauft hat man damit aber auch die von der Sowjet-Zensur zurechtgebogene ideologische Interpretation des Films, die sich auch in der Synchronisation wiederspiegelt. (Hilmar Thate spricht vor allem den jungen Zaren viel zu diplomatisch und leutselig, was der grimmigen Mimik der Figur oft deutlich widerspricht.) Der von Eisenstein und seinem congenialen Hauptdarsteller Cherkasov ursprünglich machtgeil, rachsüchtig, und paranoid angelegte Zar mutiert in der offiziellen Sowjet-Filmwissenschaft zum heldenhaften Kämpfer, der sich (und seine geistige Gesundheit) opfert zum Wohle des russischen Staates. Eisenstein sollte mit seinem Film Stalin ein Denkmal setzen, tatsächlich ist Ivan Groszny ein Film über Macht, Machthunger und Selbstzerstörung (in einer Reihe zu nennen mit Coppolas Der Pate und Kurosawas Ran) Der interessierte Zuschauer sollte wissen, dass in Teil I die komplette Eingangssequenz über die von Gewalt und Korruption geprägte Kindheit Ivans, die seine spätere Tyrannenherrschaft zu erklären versucht, von der Sowjet-Zensur herausgeschnitten wurde (Ein Schnippsel davon wurde in Teil II als Rückblick integriert.). Teil II, der bis 1958 im Giftschrank des Kremls verschlossen war, ist eine Ruine; es fehlen u.a. Folterszenen, Ivans Angstzustände, Ivans Mord an seinem besten Freund, der menschenverachtende Eid der Oprichniki (Ivans Leibwache bzw. Terrorkommando). Teil III, in dem der Zar laut Eisensteins Aufzeichnungen als vereinsamtes, psychisches Wrack auf den Trümmern seines russischen Reiches geendet hätte, durfte erst gar nicht gedreht werden (allerdings starb Eisenstein auch schon 1948).
Mein Fazit:
Wahrscheinlich wird es nie eine überarbeitete Version nach Eisensteins ursprünglichem Konzept geben, darum ist die Icestorm DVD zumindest besser als gar nichts. (Die westdeutsche Version - mit Farbsequenz! - habe ich zwar irgendwann mal gesehen, kann sie aber aus der Erinnerung nicht beurteilen.) Weitere Punktabzüge gibt's von mir für die im sog. Bonusmaterial enthaltenen Bemerkungen von Prof Franz zur künstlerischen Realisierung des Films, die an Oberflächlichkeit und Banalität ihresgleichen suchen. Wer ernsthaft eintauchen will in die Materie und Englisch nicht scheut, dem sei die DVD Box Eisenstein - the sound years der US amerikanischen Criterion Collection empfohlen. Kostet zwar satte 69 Euro (US DVD Code!), hat aber neben der sprachlichen Originalversion in zudem stark verbesserter Bildqualität eine Fülle von wissenschaftlichem Material und wiedergefundene Filmsequenzen.
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am 14. Dezember 2006
Was den Film betrifft, schließe ich mich den Vorrednern an. Die hochstilisierte, sowohl am Stummfilm als auch an der Oper orientierte Bildersprache ist recht gewöhnungsbedürftig. Wenn man sich aber erst auf diesen Stil eingelassen hat, stellt man rasch fest, was für ein meisterhaftes, an Mussorksys "Boris Godunow" erinnerndes Historiengemälde Eisenstein geschaffen hat. -

Doch auch hier noch ein paar Worte zur DVD: auf die Extras (die es nicht gibt) und notfalls auch auf die russische Originalfassung (die es auch nicht gibt) hätte ich gerne verzichtet, wenn mir dafür wenigstens die westdeutsche Synchronisation der 50er Jahre angeboten worden wäre. Stattdessen hört man die DEFA-Version aus den 70ern. Sie ist ein interessantes Dokument einer Zeit, in der man den einst von Stalin verbotenen Film als sozialistisches Kulturgut neu entdeckte - mehr aber auch nicht. Sicher, die Textfassung ist teilweise inhaltlich näher am russischen Original. Aber die moderne Diktion, das Sprechen der deutschen Schauspieler passt einfach nicht zum Stil des Films. Die Sprecher intonieren ihren Text, als handele es sich um einen modernen 70er Jahre Film der DEFA, was zu der theatralisch opernhaften Diktion des Films nun überhaupt nicht passt. Die 50er Jahre-Fassung der BRD hingegen war mit deutschen Theaterschauspielern - unter anderem dem jungen Klaus Kinski - durchsetzt, die ihre stilisierte Bühnendiktion der 50er in die deutsche Fassung mit einbrachten. Dadurch entstand eine höhere Stilebene, die zum Film hervorragend passte. (Sogar das Wiegenlied der Bojarenfürstin wurde von der deutschen Synchronsprecherin kongenial zu Prokovievs eindrucksvoller Filmmusik gesungen - hier hören wir nur einen fürchterlichen Stilbruch, weil der Filmton plötzlich in die russische Fassung springt.) Das alles geht in der DEFA-Fassung verloren, und mit ihm ein Großteil des exzentrischen Charmes von diesem Film. Ein großartiger Film - aber nachdem ich die westdeutsche Snchronfassung mit Klaus Kinski kenne, kann ich hier bei allem Respekt keine Kaufempfehlung aussprechen.
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am 22. Dezember 2005
Leitmotiv des Films: Zar Iwans Kampf für das Wohlergehen Rußlands gegen die Untreue und den Verrat von Rußlands altem Erbadel, der Bojaren. Spannend, aber nicht in erster Linie infolge von kriegerischen Massenszenen, die Kunst Eisensteins zeigt sich vielmehr darin, dass er in wenigen, aber dafür aber umso eindrucksvolleren Szenen eine von Intrigen und Verrat charakterisierte Spannung aufbaut, die den gesamten Film durchzieht. Dass der Film in Schwarzweiß gedreht wurde, unterstreicht noch zusätzlich das düstere Drama. Der Film fasziniert nicht zuletzt durch die Brillanz seiner Schauspieler, allen voran Tscherkassow, dem mit seiner Darstellung des zwischen Mißtrauen und Wahnsinn schwebenden Zaren ein Meisterstück gelungen ist. Nicht zu vergessen Prokofiews wunderbare Filmmusik. Das einzige Manko: die Ausstattung der DVDs ist doch recht enttäuschend. Keine Untertitel, außer deutsch keine weiteren Sprachen. Eine Bilderserie der "Highlights" und ein Exkurs zur Musik Prokofiews, das ist alles. Daher 1 Stern Abzug für einen an sich hervorragenden Film.
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am 19. November 2016
Der Film "Iwan der Schreckliche" von Sergeij Eisenstein ist ein Meisterwerk der Filmgeschichte. Grandios ist auch die Filmmusik von Sergeij Prokowjew, und die Darstellung des ersten russischen Zaren durch Nikolai Tscherkassow ist große Schauspielkunst.
Der Film, beide Filme, sind großartige Kunstwerke.
Diese DVD aber ist es nicht.
Punkt 1: Der Film ist nur auf Deutsch verfügbar, es gibt keine russische Tonspur. Die Synchronisation folgt auch irgendwie dem Muster "Klein Erna stellt sich Russen vor". Kein Diminuativ ist ausgelassen. Als Iwan nach seinem selbstgewählten Exil auf den Rückweg mach Moskau machen will, fürchtet man fast, dass er sagen könnte: "Aljoscha, sattle die Hühner, wir wollen in die Taiga reiten."
Hilmar Tate, der Iwan spricht, schafft es nicht, Tscherkassows Tonfall und Ausdruckskraft der Rede auch nur halbwegs nahe zu kommen.
Punkt 2: Eine Besonderheit des 2. Teils sind die Fabsequenzen in der Szene, in der Iwan ein großes Fest gibt und alle Opritschniki singen und tanzen. Wodka, Männer und Gesang - und das alles in Farbe. Ein Geniestreich Eisensteins. ABER... Auf der DVD sieht man davon nichts. Da muss der Zar in Schwarz/Weiß das Fest genießen.
Punkt 3: Der Ausdruck "Zar alles Reussen" zieht sich wie ein Mantra durch den ganzen Film. Als Beleg für die Mangelhaftigkeit der Synchonisation.

Das ist das 21. Jahrhundert. Da sollte es doch möglich sein, Filme in adäquater Form auf DVD zu pressen.
Als Film-Fan wäre mir eine russische Fassung mit deutschen oder russischen oder englischen Untertiteln weitaus lieber als die Version, die auf dieser DVD präsentiert wird.
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am 13. August 2004
Ich muss schon zugeben, dass ich über jede Veröffentlichung in Sachen Filmkunst und Filmgeschichte hocherfreut bin.
Diese Filme gehörten lange vor dem Siegeszug des Privatfernsehens, Zappings und Gehirnwäschewerbeblöcken zum festen Programmteil des Öffentlich-Rechtlichen Fernsehens.
Eisensteins Iwanfilm lief dort dann unter der Reihe "Der besondere Film" und hat mich ziemlich fasziniert, auch wenn ich mich an viele Sequenzen des Films nicht mehr richtig erinnern kann. Was im Gedächtnis geblieben ist, sind die Grossaufnahmen von den Gesichtern der Protagonisten und die stummfilmhafte Mimik und Theatralik. Dem grossen handwerklichen Geschick von Eisenstein ist es auch zu verdanken, dass wir uns schon nach wenigen Minuten Laufzeit des Films sozusagen tatsächlich in der geschichtlichen Vergangenheit zurückgesetzt fühlen und die Intrigen am russischen Hof miterleben.
Mainstreamfreaks sollten die Finger vom Kauf lassen, der Film ist auf faszinierende Weise "gewöhnungsbedüftig".
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am 2. August 2007
Ich habe mich trotz der hoch informativen kritischen Rezensionen meiner Vorredner zum Kauf dieser DVDs, herausgegeben von der Icestorm Entertainment GmbH, entschlossen, da der Film ohne jeden Zweifel ein Meisterwerk ist. Leider kommt zur tatsächlich problematischen Synchronisation der DEFA hinzu, dass die gesamte Farbsequenz am Schluss des Teils 2 (Gelage der Leibgarde) in SW zu sehen ist - eine Katastrophe!
Es ist unter diesen Umständen absolut erforderlich, dass eine andere DVD-Edition herausgebracht wird, also die westdeutsche Synchronfassung mit der Farbsequenz, die auch im Fernsehen schon zu sehen war.
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am 23. Dezember 2007
Über den Film selber braucht man nichts weiter zu sagen. Das haben die vorherigen Rezensionen schon sehr gut getan.
Bleibt diese DVD als solche.
Leider kann ich mich meinen direkten Vorrednern nur anschließen: die DEFA-Synchronisation liegt weit hinter der BRD-Version, die im Fernsehen gezeigt wird. Besonders im 2.Teil hat mich die fehlende Übersetzung der Lieder sehr gestört, da dadurch die Anspielungen, die in der BRD-Version deutlich werden, verloren gehen (ich kann kein Russisch und Untertitel fehlen leider).
Wie schon in den Rezensionen gesagt wurde, ist der Film ein Meisterwerk der Schwarz-Weiß-Fotographie, der von den Kontrasten lebt. In der vorliegenden DEFA-Kopie haben leider die Kontraste sehr gelitten. An einige Stellen gehen Einzelheiten förmlich unter. Dies ist umso bedauerlicher, wenn man (wie ich) vorher die zu letzt im Fernsehen gezeigte Fassung mit der farbigen Festszene gesehen hat, deren Kontraste über den ganzen Film auf hohem Niveau sind. Die Gewalt der Bilder ist dann einfach überwältigend.
Bleibt zu hoffen, daß diese Version bald auf DVD erscheint.
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am 9. August 2010
Das Label Icestorm ist für mich zum Warnzeichen geworden. Meine Scheiben dieses Labels werden wohl auf dem Flohmarkt landen. Die DVDs sind sehr sehr viel schlechter als die vom TV aufgenommenen VHS-Aufnahmen, die ich damals gemacht habe. Die - auf erbeutetem Agfacolormaterial - aufgenommene Festsequenz ist nur in flau-grauem Schwarzweiß vorhanden. Die Ost-Synchronisation echt gruftig. Vermutlich haben die Herausgeber altes analoges Ost-Fernsehmaterial nur auf DVD übertragen.
Fast hätte ich mir noch "Andreji Rubljow" erstanden - bemerkte aber rechtzeitig die gekürzte Version. Glück gehabt.
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am 2. Juli 2013
Ich habe diesen Film bereits im Fernsehen der DDR gesehen und damals stufte ich diesen in die Kategorie "Märchenfilme" ein. Heute bin ich geschichtlich besser informiert und kann heute sagen, dass hier Sergej Eisenstein ein wirklich brillantes Meisterwerk gelungen ist! Man muß dabei auch die Zeit berücksichtigen, in der dieser Film entstanden ist. 1944 - Da war der II. Weltkrieg noch nicht beendet. - Sehr, sehr empfehlenswert!!!
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am 3. April 2013
Wer etwas mit Geschichte( sowhl der richtigen als auch der Filmgeschichte) anfangen kann, kommt an diesem Film nicht vorbei. Sowohl der Inhalt als auch die Darstellung sind für ihre Zeit ziemlich spektakulär. Man beachte die Lichtführung gerade auf die Gesichter und die damit veränderten Mienen. Erstmals in dieser direkten Form im Olympia Film von 1936 zu sehen.
Superfilm allerdings doch mehr für Kineasten.
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