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Kundenrezensionen

3,9 von 5 Sternen
25
Symphony Of Enchanted Lands II - The Dark Secret
Format: Audio CD|Ändern
Preis:18,09 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 21. März 2012
Sechstes Konzept-Studioalbum der italienischen Bombast-Rocker von 2004 mit Unterstützung des tschechischen Bohuslav Martinu Philharmonie-Orchester mit 50 köpfigen Chor, die dem typischen Rhapsody-Sound eine neue Facette hinzufügt. Das musikalische Gesamtbild wirkt dadurch wesentlich dynamischer mit allen bisherigen Trademarks der Band unter Weiterentwicklung zu noch komplexeren Stücken. Die neue "Dark Secret Saga" besticht durch ihre altbekannte Mixtur aus Metal, Klassik, Symphonie und Barock-Musik unter reduzierter Vermischung von bombastischen Soundtrack-Elementen, nur einen Tick schwächer als ihr Meisterwerk "Symphony of enchanted lands", dass trotz Namensgleichheit kein Vorgänger des Albums ist, jedoch in der selben Welt spielt, mit Anspielungen auf Ereignisse des alten Albums. Absolutes Highlight des monumentalen Epos ist das gitarrenlastige "Never forgotten heroes" und die Über-Ballade "The magic of the wizard's dream", dass die Scheibe neben "Dawn of victory" zum besten Millenium-Neuwerk der Bombast-Rocker macht.
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Das neue Rhapsody-Album ist zweifellos das bisher stärkste. Mit der Entwicklung zum ernsten, epischen, dramatischen und erwachsenen barockhaltigen, opernlastigen Film Score Metal ist Rhapsody endgültig die erste Wahl für diejenigen, denen reiner Metal zu dumpf und reine Klassik zu langweilig ist. Der Stil der Band ist unvergleichlich; die angeblich zahlreichen „Kopien" existieren nicht. Gäbe es sie, müssten sie sich alle an dieser neuen Referenz im Bereich des klassisch angehauchten Metals messen lassen. Die über 70 Minuten mit Orchester, Chor und einem gesanglich stark verbesserten Fabio Leone sind extrem kurzweilig und anspruchsvoll und vergehen wie im Flug. Erfreulich ist auch, dass „Synthis" nur sehr spärlich und vor allem passend eingesetzt wurden. Zu den Songs im Einzelnen (in Klammern die ungefähre Länge):
„The Dark Secret/Ira Divina" (4:12): Sprechintro mit Christopher Lee (hat eine tolle Stimme, aber ich wünsche mir stellenweise eine klarere Aussprache), der abgelöst wird von sensationellen Chören, die von Bläsern und Streichern begleitet werden. Noch besser als die Einleitungen „In Tenebris" und „Lux Triumphans" auf den Vorgängeralben.
„Unholy Warcry" (5:53): Längere Version mit einer (wie bei allen bereits auf „The Dark Secret" erschienenen Songs) noch klareren Produktion. Typische singleauskopplungsfähige Rhapsody-Mid-Tempo-Hymne mit Chor und Streichern im Hintergrund. Neu an dieser Version ist das Weglassen des ersten Teils der Sprecheinleitung im Vergleich zur „The Dark Secret" - Version; der zweite Teil wird in den ausgedehnten Mittelteil integriert, der mit viel (leider zum Teil unpassendem) E-Gitarrengefrickel aufwartet. Gutes Lied, aber die kürzere („The Dark Secret" -) Version gefällt mir besser, da sie eingängiger ist.
„Never Forgotten Heroes" (5:32): Einleitung mit Glockengeläut, mysteriösen Chören und Pianoklängen, nimmt dann Tempo auf und wird zu einer tollen Rhapsody-Hymne mit einem der besten Refrains auf der CD.
„Elgard's Green Valleys" (2:19): Kurzes, harmonisches Flöten- und Solo-Streicher-Instrumental mit Vögelgezwitscher und kurzer Sprechpassage. Ganz nett, hätte aber nicht unbedingt sein müssen.
„The Magic Of The Wizard's Dream" (4:29): Beste Rhapsody-Ballade überhaupt! Mischung aus „Wings Of Destiny" und „Lamento Eroico" mit Flöte, Piano, Streichern, einem mitreißenden (im Background mehrstimmigen) Refrain und einer tollen Gesangsleistung.
„Erian's Mystical Rhymes" (10:31): Dreiminütiges Mörder-Intro mit Wolfsgeheul, Wind, Monsterstimme, Chören, Streichern, Bläsern, Drums; entwickelt sich zum getragenen Stampfer. Exzellente Soli, zwei Minuten vor Schluss fröstelnder Sprechpart mit Bläsern im Hintergrund, wird immer verstörender und geht in ein Gänsehaut-Outro mit Flöte und Klavier über. Starker Song.
„The Last Angels' Call" (4:36): Flotte Rhapsody-Hymne mit dem eingängigsten (mehrstimmigen) Refrain auf der CD; interessant: Die instrumentalen Veränderungen im Hintergrund. Der Song erinnert an „Power Of The Dragonflame" und wäre am ehesten als Single-Auskopplung geeignet.
„Dragonland's Rivers" (3:44): Beginn mit Wassergeplätscher, kurzer Sprechpassage und schnaufenden Drachen (knapp eine Minute), dann setzt die Flöte ein. Balladeske Entwicklung hin zum erwachsenen „Forest Of Unicorns". Erneut mehrstimmiger Refrain, dann Ausklang mit Gitarrengezupfe, Wassergeplätscher und Vögelgezwitscher. Hörenswert und beruhigend, aber sicher kein Höhepunkt.
„Sacred Power Of Raging Winds" (10:05): Einer der stärksten Songs: Anfängliche Sprechpassage (erneut Christopher Lee), der Wind weht, treibende Drums und E-Gitarre setzen ein, wobei das Tempo jedoch immer wieder durch kleine Beruhigungspassagen gedrosselt wird. Im Refrain wird der Chor hervorragend eingesetzt. Anschließend kommen die beiden Höhepunkte des Songs: Zum einen ein mitreißendes Sing-Sprech-Duell zwischen Fabio Leone und einer monsterartigen Stimme, begleitet vom Chor, der weiblichen Stimme und vom gesamten Orchester; zum anderen ein 4-Minuten-Solo, das wirklich alles hat und aus dem die Streicher am Anfang, die wahnsinnig schnell gespielte Barock-Flöte im Mittelteil und das Duell zwischen Streichern und E-Gitarre am Ende hervorstechen. Nach dem Solo wird mit einer genialen Abwandlung des Refrains (die sogar besser ist als dieser) erneut zu jenem übergeleitet, ehe der Rest dem Chor vorbehalten ist.
„Guardiani Del Destino" (5:50): Italienischsprachige Version von „Guardians Of Destiny" („The Dark Secret"). Mit Flöte und Streichern im Hintergrund ist der Song sehr getragen, steigert sich aber immer wieder zeitweise ins Dramatische mit einem exzellenten Chor. Und das Solo mit Piano und Akustikgitarre passt wunderbar. Unterschiede zur englischsprachigen Version: Ausgedehntes Intro mit wehendem Wind und sich zu Wort meldenden Krähen (wenn ich mich nicht irre), Verstärkung des Frauenanteils im Chor und minimale zusätzliche bzw. abgewandelte Chorpassagen. Die englischsprachige Version klingt zwar besser auf ihren Text abgestimmt als die italienischsprachige Version, dafür gewinnen die italienischen Lyrics zusammen mit dem ansprechenden Gesang von Fabio Leone dem Song ganz neue Facetten ab. Sicher einer der ausdrucksstärksten Songs auf der CD.
„Shadows Of Death" (8:12): Filmreifer Beginn mit dem Einsatz von mehreren Bläsern, die dann von E-Gitarre und Drums unterstützt bzw. abgelöst werden (eine Minute lang); entwickelt sich dann zu einem getragenen, aber auch vertrackten Song mit sehr anspruchsvollen Soli. Fabio Leone und der Chor wechseln sich hinsichtlich des Gesangs größtenteils ab, während die Stimmung allmählich düsterer wird („Perhaps never to return alive"). Schön: Das Outro von „Erian's Mystical Rhymes" wird wieder aufgegriffen. „Shadows Of Death" zündet von allen Songs am spätesten und ist gerade deswegen eine Perle.
„Nightfall On The Grey Mountains" (7:19): Beginn mit Wind, Wolfsgeheul, mysteriösen Stimmen und anschließend einsetzenden, wieder sehr gelungenen Chören (zwei Minuten lang). Erneut ein sehr getragener Song, der jedoch exzellent zur Gesamtstimmung passt. Rhapsody macht also nicht den Fehler, unbedingt den längsten Song am Ende aufzubieten oder gar die „obligatorische Abschlussballade". Der Refrain ist wieder einmal mehrstimmig und dabei verträumt und entschlossen zugleich. Alle hervorzuhebenden Elemente auf dieser CD vereinen sich noch einmal in diesem Abschlusstrack. Mit einem neuerlichen „Perhaps never to return alive" beginnt der Chorausklang. Am Ende sind wieder (ähnlich auch wie bei „Gargoyles, Angels Of Darkness") Wind, Wolfsgeheul und mysteriöse Stimmen zu hören, und man selbst ist in sich gekehrt und wird ehrfürchtig und mitgenommen zurückgelassen.
Worte sind zu schwach zum Beschreiben (und 1000 sind vor allem zu wenig), also lasst euch einfach von diesem Meisterwerk bezaubern. Für diejenigen, die auch auf das Drumherum stehen, gibt es übrigens auch eine Limited Edition mit DVD (mit diversen Videoclips zu „Unholy Warcry" und dergleichen).
Diese CD könnte der Beginn einer neuen Ära von Rhapsody und des klassisch inspirierten melodischen Metals allgemein sein. So möge sie es dann auch sein.
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am 20. Juli 2009
Ich denke, Rhapsody lieferte bei diesem Album die bisherige Bestmarke ab. Ist noch mitreißender als der Nachfolger Triumph of Agony.
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am 3. Mai 2013
Einfach fabelhaft das Album. Bin durch Zufall bei youtube auf die Band aufmerksam geworden, und Unholy Warcry ist einfach genial.
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VINE-PRODUKTTESTERam 26. September 2011
Da haben Rhapsody wohl alles richtig gemacht. Neues, starkes Label, neues Management, neue Konzeptstory, und neue Sprecher, wobei einer mit Namen Christopher Lee für die meiste Promotion sorgen wird! Ob es mal wieder ein Konzeptalbum hat sein müssen, sei mal dahin gestellt, dafür knallt "Symphony Of Enchanted Lands II - The Dark Secret" um einiges fetter als früher aus den Boxen und die Tatsache, dass ein komplett echtes Orchester für die Aufnahmen genutzt wurden lassen das neue Etikett "Filmscore Metal" als gerechtfertigt erscheinen. Besser als die Umschreibungen der Vergangenheit ist dieser Begriff alle mal!
Ansonsten ist alles beim Alten geblieben, was anfangs für leichte Enttäuschung sorgt, denn Rhapsody sind von ihrem Sound keinen Millimeter abgewichen, sondern haben nur Sound und Kompositionen verbessert. So kommen einem kurze Zwischenstücke wie "Elgards Green Valleys" und auch 10 Minuten Lange Mammutsongs wie "Sacred Power Of Raging Winds" oder "The Magic Ot The Wizards Dream" von der Machart sehr bekannt vor, aber das Ergebnis ist um einiges fetter und orchestraler als auf alten Album. Dabei waren diese wahrlich nicht schmalbrüstig produziert! So ist das filmisch, epische Album der passende Soundtrack beim Lesen von Fantasybüchern und sollte als ganzes gehört und bewertet werden. Fabio Leone hat sein Bestes gegeben, die Songwriter Turilli und Staropoli haben ihr Konzept perfektioniert, doch Rhapsody sollten für die nächste Platte ein paar Neuerungen einbauen, da sie sich sonst zu sehr wiederholen.
Fazit: In der Liga von symphonischen Power Metal sind Rhapsody immer noch die unangefochtene Nummer Eins!
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am 23. April 2009
Was für ein Meisterwerk!
Die CD liegt nun schon etliche Jährchen in meinem Regal und findet mindestens wöchentlich den Weg in den Player. Ich kann mich einfach nicht satt hören an diesen mystischen, dunklen und geheimnisvollen Geschichten, die sich mit soviel Power und Bombast in Kombination mit ausgefeilter klassisch-symphonischer Musikkunst in die Hörgänge schrauben: geniale, hochmelodiöse und aufwändig arrangierte Kompositionen, vorgetragen von der wirklich grandiosen und unverkennbaren Stimme des Fabio Lione.

Hier trifft ein perfekt inszenierter Power-Metal mit hämmernden Drums und wuchtigen Gitarrenriffs auf Arrangements aus Mittelalter und Klassik. Die Mixtur ist einmalig und schlichtweg überwältigend.

Wie bei allen Konzeptalben fällt es mir sehr schwer, einzelne Tracks herauszupicken; es sind pompöse, opulent gestaltete Songs, die teils hämmernd-aggressiv, teils zart-schmelzend-balladesque, beinahe kitschig (im positivesten Sinne des Wortes) beim Hören zu einer Einheit verschmelzen.
Als Anspieltipps sind insbesondere "Unholy Warcry", "The Magic Of The Wizard's Dream", "Sacred Power Of Raging Winds", "Guardiani Del Destino" und "Shadows Of Death" zu nennen - aber für mich gibt es eigentlichen keinen einzigen schlechten Song.

Die CD ist ein Muss für alle Fans des Symphonic-Metal. Ganz großes Kino!!!
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am 30. März 2008
Als Fan der ersten Stunde, bin ich damals direkt am Termin der Veröffentlichung in den Laden gerannt um die neue CD der Herren zu erwerben.

Damals war ich schlichtweg überwältigt und auch heute, fast vier Jahre später, hat Symphony of Enchanted Lands II nichts von Faszination verloren. Doch der Reihe nach: denn nach dem orchestralen Intro, in dem Christopher Lee sein Debüt als Narrator gibt, wird einem zunächst das schnelle Unholy Warcry um die Ohren gehauen. Episches Orchester, schnelle Gitarren, ein göttlicher Refrain und ein überragendes Solo von Mastermind Turilli. Herje, viel besser kann ein Album überhaupt nicht mehr anfangen. Schnell waren beim ersten Durchhören die Befürchtungen hoch, dass das komplette Album da nicht mithalten kann.
Doch diese BEfürchtungen wurden schnell zerstreut. Mit Never Forgotten Heroes wird die Geschwindigkeit noch einmal nach oben geschraubt und der getragene Refrain zieht einem glatt die Schuhe aus. Das Orchetser bettet sich wunderbar in den Gesamtsound ein und ist nicht eine Sekunde störend, oder der Song überladen wirkend.
Dann folgt mit The Magic of the Wizards Dream eine der besten Balladen die Rhapsody geschrieben haben und kein Vergleich zu der Neuen Version, die in zig Sprachen als Maxi Wiederveröffentlicht wurde. Diese Album Version ist und bleibt das Novum.
Und das Rhapsody Fan Herz wird auch auf den Folgestücken bedient. Ob Epische Zehnminüter mit ausladenden Instrumental Teilen, schnelle Viereinhalb Minüter, oder wuchtige Songs wie das geniale Shadows of Death. Hier zündet jeder Song.
Und wenn schließlich das Epochale, leicht balladeske, Abschlussstück Nightfall an the Grey Mountains mit einem von Christopher Lee gesprochenen:"Perhabs, Never to Return Alive..." endet, dann war der geneigte Hörer 72 Minuten in einer Fantasy Welt gefangen, aus der ersteinmal der Weg in die Realität zurück gefunden sein will.

Rhapsdy haben hier nicht einfach nur ihre Musik mit pompösen Orchestersounds aufgezimmert um pseudo - Anspruchsvolle Musik zu kreieren. Rhapsody können wirklich komponieren und hervorragend klassische Arrangements und True Metal miteinander zu einer symphonischen Einheit verschmelzen lassen, dass es einfach nur eine Freude ist zuzuhören. Und trotz der langen Spielzeit ist hier nicht eine Sekunde zu viel oder zu wenig vorhanden. Rhapsody haben nicht nur ihr Bestes Album niedergelegt, sondern auch den Maßstab für das komplette Genre des Symphonic Metal defniert, an der sich eigentliche sämtliche anderen Bands die mit Orchester arbeiten messsen müssten.

Klare Kaufempfehlung für ein wirkliches Meistewerk.
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am 23. November 2004
„Film Score Metal" bezeichnet die italienische Band Rhapsody ihr Album „Symphony of Enchanted Lands II - The Dark Secret". Der Titel klingt ob seiner Länge etwas sperrig - und einen Film zur CD gibt es leider auch nicht. Dennoch ist die Idee eines fiktiven Soundtracks von der Grundkonzeption innovativ und könnte das Metal-Genre als solches auf neue Wege führen. Melodischer, heroischer Schwermetall-Sound mit Kinoqualität? Wen wundert's. Schließlich hat Joey DeMaio, der als Bombastrocker von Manowar erste musikalische Sporen verdiente, als Produzent seine Finger im Spiel. Masterminds von Rhapsody sind aber einmal mehr Alex Staropoli, verantwortlich fürs symphonische Arrangement, sowie Luca Turilli, der die mythischen Lyrics beisteuerte.
Die der Musik zugrunde liegende Saga ist in ihrer Komplexität und Grundausrichtung stark an Tolkiens „Der Herr der Ringe" angelehnt: Über fünf Jahrtausende hatte der Krieg zwischen den Mächten des Lichtes und den Mächten des Chaos getobt. Insgesamt 7 Primordial Wars wurden ausgefochten, 7 Dämonenfürsten galt es zu besiegen. Am Ende der letzten Auseinandersetzung wird Nekron, der erste aller Dämonen, von den Engeln besiegt. Doch bevor er stirbt, schreibt er mit Engelsblut 7 unheilige Bücher. Über diese Black Books verstreut findet sich eine Prophezeiung („Dark Secret"), die davon spricht, dass die Herren der Finsternis einst auferstehen und die Welt vernichten werden.
Die Geschichte auf der CD beginnt 5026 Jahre nach Nekrons Tod. Erzählt wird sie vom Zaubererkönig, dem niemand Geringerer als Christopher „Saruman" Lee seine Stimme lieh. Mit eindrucksvollem Timbre breitet er das Epos aus: Iras Algor, einige andere Regenten, sowie Elben und Drachen (Richtig gelesen, die Feuerspeier sind hier mal die Guten) haben sich zum White Dragon's Order zusammengeschlossen. Denn obwohl die Enchanted Lands (eine Art „Mittelerde") Frieden und Prosperität genießen, sind Magier des Schwarzen Ordens in den Darklands (eine Art „Mordor") drauf und dran, die finstersten Rituale des 7. Black Book Stück für Stück auszuführen, um so jene Dimensionspforte zu öffnen, die es der verfluchten Seele Nekrons ermöglicht, in die Welt zurückzukehren. Geschieht dies, öffnet der Dämonenfürst (eine Art „Sauron") alle Portale zur Hölle, um die Heerscharen des Chaos freizusetzen. Der Orden des Weißen Drachen (eine Art „Fellowship of the Ring") ist die streng geheime und letzte Allianz der Anhänger des Lichtes. Ihm obliegt es, Dargor ausfindig zu machen. Dieser - einst selbst hochrangiger Schwarzmagier - hatte den Armeen des Lichts in einer entscheidenden Schlacht zum Sieg über den Darklands-Herrscher Akron verholfen. Nun muss Dargor eine neue Mission zugeteilt werden: Er soll das Weiße Buch den Händen des Feindes entreißen. In diesem unzerstörbaren Werk hat der Engel Erian mit seinem eigenen Blut verzeichnet, wie Nekrons Prophezeiung zu verhindern ist. Dargor hat keine Wahl als ins Zentrum der Darklands, in die Höhlen von Dar-Kunor, aufzubrechen ... Ihm, dem unberechenbaren Abtrünnigen, obliegt es, die Apokalypse zu verhindern.
Unterstrichen wird die Endzeitsaga á la Rhapsody durch einen gelungenen musikalischen Mix aus Metal, Orchestersound, keltischen und mittelalterlichen Arrangements bzw. opernhafter Dramatik. Orchester und Chor kommen nicht aus der Retorte, sondern stammen aus Tschechien, wo vor einer mystisch wirkenden Burgruine auch das Video zum Song „Unholy Warcry" abgedreht worden war. Über all das informiert eine beigelegte CD-Rom. Für jeden Fantasy-Fan absolut ansprechend wirken Cover und Booklet.
Einziger Kritikpunkt: Weniger schmetternde Bombastik und mehr subtile Mystik hätte dem Gesamtkunstwerk noch mehr zur Ehre gereicht ...
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am 23. November 2004
Gelungene Arrangements, tolle Melodien, eingängige Refrains, eine unübertroffene Stimme von Sänger Fabio Leone, mittelalterliche Klänge gepaart mit Hollywoodsounds und hämmerndem Metal - kurz gesagt, dies ist ein Album der Superlative. Besser hätte man es kaum machen können: ein ganzes Orchester wurde aufgefahren, sowie ein 50-stimmiger Chor und nicht zu vergessen die solide musikalische Leistung der 4 Italiener und des einen Deutschen (letztgenannter bedient die Drums). Die letzten Alben von Rhapsody waren schon klasse und wurden kurz vor Veröffentlichung von 'The Dark Secret' in einem 'Best of' Sampler zusammengefasst, wissend, dass man noch ein paar Trümpfe im Ärmel hat.
Überflüssig für meinen persönlichen Geschmack sind einzig und allein die zahlreich vorhandenen 'Geräuschkulissen'; Pferdegetrappel, Wind- und Wellengeräusche und die Erzählparts (nichts gegen Christopher Lee), aber das gehört wohl dazu, genau wie die Fantasielandschaften und dem ganzen Filefanz drumherum. Mir ist die Musik wichtig und die ist 1A!
'Unholy Warcry' ist ein ohrwurmtauglicher Opener. Lässt einen nicht mehr los! Da an dieser Stelle die einzelnen Tracks schon fundiert analysiert wurden, möchte ich mich auf das Wesentliche beschränken: allein 'Guardini' hätte schon 6 Sterne verdient! In Italienisch noch besser als auf der zuvor veröffentlichten EP; es erinnert mich stellenweise an Angelo Branduardi in seinen besten Zeiten + Chorgesang. Einfach fantastisch!
An 'Sacred power of raging winds' hätte auch Yngwie Malmsteen seinen Spaß: ein atemberaubendes Duell zwischen E-Gitarre und Orchester ist wesentlicher Bestandteil dieses Songs.
Kitschig schön und eines meiner Lieblingssongs auf diesem Album ist 'The magic of the wizard's dream'. Carruso lässt grüßen.
Grande finale mit 'Nightfall on the grey mountains'. Meine Empfehlung: das Album von vorne bis hinten anhören und - genießen. Die Jungs von Rhapsodie bieten die gesamte Bandbreite zwischen Klassik und Metal. Mehr Abwechslung kann eine Band kaum bieten und die musikalische Leistung ist unübertroffen. Fazit: der immense Aufwand hat sich gelohnt.
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am 13. Januar 2005
allerdings auch nichts Neues von der westlichen... ääh südlichen Front. Die Italiener von Rhapsody präsentieren auf dieser Scheibe gewohnte Melodic Speed Metal Kost, aufgepeppt mit wuchtigen, dichten orchestralen Arrangements und mittelalterlichen und barocken Einflüssen. Das ist für Freunde dieser Stilrichtungen zwar ein gefundenes Fressen und mit Sicherheit ein Highlight des Album-Jahres... aber leider halt auch so gar nichts Neues mehr aus dem Hause Rhapsody.
Das mittlerweile 5. Studioalbum der Band (die "Sonder-CD" Rain of a Thousand Flames mal nicht mitgezählt) hat aber durchaus einige Stärken vorzuweisen: Da wäre einmal das doch vielleicht etwas subtilere Songwriting der Mannen um Luca Turilli, Alex Staropoli und Sänger Fabio Lione; nicht jeder Song prescht in gewohnter Emerald Sword/Power of the Dragonflam (udgl.) Manier daher, es fällt auf dass die Jungs diesmal wirklich noch mehr einen "Soundtrack-Metal" angestrebt haben, der durchaus die zu erzählende Hintergrund-Geschichte untermalen soll. Über diese kann noch nicht viel gesagt werden, außer dass sie zwar nicht unbedingt eine literarische Großtat an Originalität und Schriftstellerei darstellt (ein Erz-Bösewicht namens "Nekron" ist schon etwas... ähem... naja... ja.), aber das soll ja bitte sehr bei einer Band auch eher im Hintergrund stehen! Darum Hintergrund-Geschichte.
Weiters ist sehr nett, dass eben diese Hintergrund-Geschichte (zum Teil) von niemand geringerem als Christopher Lee erzählt wird. Ich will zwar gar nicht mal lange darüber nachsinnieren, was denn dieses Gastspiel der Band gekostet hat, aber eine nette Draufgabe ist es allemal.
Das größte Plus des Albums ist sicherlich das Orchster; denn zum ersten Mal konnten Rhapsody auf ein "echtes" Ensemble zurückgreifen und mussten sich nicht an zahllosen Keyboard- und Synthesizer-Samples bedienen. Das hört man natürlich sofort im Intro-Stück, wenn etwa Hörner oder Streicher einsetzen, und die Arrangements verleihen den Stücken zusätzliche Dramatik.
Song-technisch geht das Album auch durchaus in Ordnung, wenngleich man vielleicht Hymnen für die Ewigkeit á la Emerald Sword / Wisdom of the Kings oder Holy Thunderforce etwas schmerzlich vermisst, da eben die Auslegung des Albums auf ein Gesamtkonzept abzielt und nicht auf einzelne Songs, wie das in den Vorgänger-Alben, trotz deren Konzept-Lastigkeit, der Fall war.
Auch hat Fabio Lione deutlich an seiner Stimme gearbeitet, vom ersten Album "Legendary Tales" an bis heute kann man einen deutlich Fortschritt verzeichnen.
Unterm Strich bleibt ein instrumentalisch/musikalisch natürlich absolut hochwertiges Album, dass mit tollen Arrangements und Orchester punkten kann, einen Stern Abzug gibt's aber leider eben für die etwas mangelnde Originalität (sogar beim Album Titel gehen Rhapsody anscheinend langsam die neuen Ideen aus) und das fehlen von ein, zwei wirklichen Rhapsody-Mitgröl-Hymnen.
Jeder Freund von Melodic/Power/True Metal kann natürlich bedenkenlos zugreifen, und alle, die ihre Rhapsody-Sammlung vervollständigen wollen, werden das natürlich sowieso tun!
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