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am 12. September 2011
Der seinerzeit von der Musikkritik hochgelobte Stuttgarter Ring bietet vier unterschiedliche Konzepte, die in ihrer ausführlichen Bewertung meinen jeweiligen Einzelrezensionen zu entnehmen sind. Insgesamt bietet sich mir ein eher ernüchterndes Bild, das die damalige Presseeuphorie schwer verständlich macht. Ich schreibe das als relativierender Befürworter des Regietheaters.

Rheingold: Das Konzept von Martin Schlömer, mit einer Entmythologisierung des Inhalts, überzeugt mich von allen Konzepten noch am ehesten. Die hervorragende, singschauspielerische Umsetzung ist in ihrer beklemmenden Hautnähe schon eine nähere Betrachtung wert.

Walküre: Die Christoph Nel Inszenierung ist mit ihrer assoziativen Verknüpfung in eine Art "Proll-Ästhetik" aus meiner Perspektive nicht milieuadäquat. Die paßt nicht zur Sprache des Librettos. Singschauspielerisch stehen Stärken neben eklatanten Schwächen.

Siegfried: Die Wieler - Morabito Inszenierung verortet das Geschehen quasi ein zu eins in die 1950er Jahre. Das wirkt teils unfreiwillig komisch, hat teils parodistische Züge. Der Widerspruch zwischen Libretto und Optik ist für mich zu kontraproduktiv. Diese Art der assoziativen Umsetzung kann ich trotz Befassens mit dem Regiekonzept nicht nachvollziehen, es erschließt sich mir nicht, auf einer rein subjektiven Ebene.

Götterdämmerung: Die Peter Konvitschny Inszenierung wartet mit einem Sammelsurium an unterschiedlichen Handlungsverortungen auf. Hervorragend in wenigen Teilen, aber überwiegend auch schon wieder unfreiwillig parodistisch. Singschauspielerisch ist das mittelprächtig mit einzelnen, hervorragenden Akteuren.

Resümee: Erstaunlich wie wenig es braucht, um den Blätterwald rauschen zu lassen. Alle Inszenierungskonzepte sprechen mich aus unterschiedlichen Aspekten nicht an. Ein aus meiner Perspektive gelungenes Regie-Theater-Konzept ist der Kopenhagen Ring, wobei ich den großartigen Bayreuth Kupfer Ring nicht mitrechne.

Insgesamt nur etwas für ausgesprochene Freunde des Regietheaters bzw. für den, der sich umfassend informieren will, welche Konzepte auf dem Markt vertreten sind.
Alle Aussagen, die ich zur optischen Umsetzung getroffen habe, verstehen sich als subjektive Einlassungen ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit.
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am 14. November 2004
Wer sich - wie offensichtlich der vorige Rezensent - eine Ring-Inszenierung ohne Drachen, gepanzerte Walkueren, Walhalla aus Stoff und Pappe, usw. nicht vorstellen kann, sollte sich wirklich fuer eine andere Aufnahme entscheiden. Der Stuttgarter Intendant Zehelein bewies viel Mut, als er die 4 Oper an 4 verschiedene (und untereinander unterschiedliche) Regisseuren anbot. Heraus kamen vier originelle Inszenierungen, die unvermeidlich einen gewissen Stilbruch aufzeigen, insgesamt jedoch unglaublich frisch und intelligent auswirken. Jeder Zuschauer wird dabei die eine mehr, die andere weniger moegen (persoenlich habe ich Siegfried geliebt, und die letzten zwei Akten von der Walkuere ziemlich ideenlos gefunden - mit Ausnahme der fast grotesken Walkuerenrittszene). Manchen Wagnerianern werden sie alle als eine Entweihung vorkommen, wer aber denkt, ein darstellendes Kunstwerk (und besonders ein Gesamtkunstwerk) zeichne sich dadurch aus, dass es immer neu interpretiert und dargestellt werden darf oder sogar muss, der wird sich auf diese Aufnahme freuen. Man kann Einiges kritisieren, aber man muss anerkennen, dass die Regisseure, Ihres Beste getan haben, um eine intelligente Lektuere anzubieten, die den Zuschauer richtig ZWINGT, sich mit der Komplexitaet von Wagners musikalischem und dramaturgischen Werk auseinanderzusetzen. Anstatt von Goettern, Riesen und Zwergen zu erzaehlen, wird der Akzent auf allgemeinen, ueber die aeusserliche Struktur der Handlung hinausgehenden Situationen, Athmosphaeren, Gefuehlen und zwischenmenschliche Beziehungen gelegt. Das Resultat ist ein immer menschlich bleibendes, hoechst beruehrendes, manchmal hinreissendes Schauspiel. Musikalisch hat man mit einer durchwachsenen Leistung zu tun. Waehrend man Zagrosek und das Staatsopernorchester nur loben kann, sind manche Solisten vokalisch nicht immer zufriedenstellend. Insgesamt bleibt es jedoch eine sehr gute Aufnahme.
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am 6. Januar 2007
Ich beschäftige mich seit über 20 Jahren mit dem "Ring" und habe viele Inszenierungen von Bayreuth bis Zürich gesehen. Natürich auch die Stuttgarter Aufführungen. Das Konzept der vier Regisseure für die vier Teile ist genial. Im Gegensatz zu vielen anderen Ringinszenierungen, wo sich ein paar gute Ideen eines Regisseurs über die vier Abende doch erschöpfen, findet hier eine intellektuell, bildlich, musikalisch immer spannende Auseinandersetzng mit dem Riesenwek statt. Ob es Wagner gefallen hätte, wenn er heute leben würde, dazu kann ich im Gegensatz zu einigen Vorschreibern nichts sagen.

Mir persönlich gefallen die Walküre und die Götterdämmerung in der Inszenierung und musikalisch von den Besetzungen her besonders gut. Aber Lothar Zagrosek schafft auch in Rheingold und Siegfried wunderschöne Momente mit dem vorzüglichen Stuttgarter Orchester.

Ich möchte keinen der Sängerinnen und Sänger hier besonders hervorheben: aber wo findet man schon einmal ein solches Ensemble von Walküren wie hier in der Stuttgarter Produktion: hinreissend! In der letzten Spieleit von Herrn Zehelein waren die Aufführungen noch besser, so daß ich sehr auf eine Wiederaufnahme der neuen Intendanz hoffe.

Sehr empfehlenswerte Aufnahmen (auch technisch!) für alle Interessenten an einem Ring, der für das 21. Jahrhundet Aufführungsgeschichte geschrieben hat.
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am 15. August 2006
Eine Inszenierung an die man sich erst mal gewönen muss. Ich gestehe: mir persönlich ist die Chereau-Fassung lieber. Aber, wenn man sich dann schlieslich hingibt erlebt man auch richtiges Gesammttheater, wenn es Wagner auch bestimmt nicht so gewollt hätte ;-)
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am 6. November 2004
Ich habe diese Inszenierung schon mehrmals (auch 2 mal live) gesehen. Ich kann nur sagen mißlungen. Die ist modernes Regietheater pur, sprich die Inszenierung ist teilweise wichtiger als die Musik. Ich beschäftige mich mit dem Thema Wagner und Ring schon seit über 20 Jahren und habe nichts gegen neue Ideen. Ich verstehe aber bis heute nicht, warum die Inszenierung so in den Himmel gehoben wird. Sie hat nichts, absolut nichts mit dem Vorgaben von Wagner zu tun. Einige kurze Bespiele: Aus dem Walkürenfelsen wird in Siegfried ein Schlafzimmer, Drachen im Siegfried = ein Mann der auf einem Stuhl sitzt, die Burg Walhall = nicht zu sehen, die komplette Handlung im Rheingold spielt in einem Sanatorium. Dies sind nur einige wenige Beispiele. Der Gipfel ist aber Siegfried auf einem Steckenpferd. Ich könnte noch endlos so weitermachen. Die Sängerleistungen sind gut, grandios das Staatsorchester unter Lothar Zagrosek. Aber trotzdem. Für mich machen diese 4 Inszenierungen alles kaputt. Vor allem das Rheingold. Für mich grausam. Wagner würde sicher auch so denken. Stattdessen würde ich lieber die Inszenierung von Schenk von der Met empfehlen. Die Kupfer-Inszenierungen aus Bayreuth gibt es ja leider nicht auf DVD und ebenso das Rheingold von Karajan. Ich kenne wirklich viele Inszenierungen (z. B. Kupfer, Ponnelle, Flimm im Bayreuth, auch die an der Wiener Staatsoper), habe auch einige im TV angesehen, aber die hier war für mich die schwächste Fassung von allen. Regietheateranhänger wird dies gefallen. Mir nicht. Also ich kann wirklich nur sagen. Finger weg.
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am 27. Juli 2008
Zweifellos ein Experiment, das die Staatsoper Stuttgart hier einging: Richard Wagners Opus Maximum von vier Regisseuren unabhängig voneinander inszenieren zu lassen. Auch Bühnen- und Kostümbildner sind jeweils verschieden.
Lediglich der Dirigent und das Orchester bilden eine Konstante.
Die Aufführungen sind freilich alle dem modernen Regietheater verpflichtet und bringen das Geschehen mit sehr zeitgenössischen Mitteln auf die Bühne.
Im Großen und Ganzen ist das Experiment als gelungen zu bezeichnen; die Aufführungen sind spannend und bieten auch musikalisch mehr als nur gediegene Kost.
Grandios Angela Denoke als Sieglinde und die Brünnhilde von Luana de Vol.
Jan-Hendrik Rootering singt einen balsamischen WALKÜRE-Wotan, agiert aber bedingt durch seine Leibesfülle nur sehr vorsichtig ...
Insgesamt lohnt sich der Kauf dieser Box - denn sie enthält die bisher beste "regietheatergetränkte" Radikalkur von Wagners Meisterwerk. Der "RING" hält das alles nicht nur aus, sondern wird in mancher Hinsicht immer wieder neu erschlossen.
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am 20. Mai 2009
Tja, ich mache es kurz. Viele Ideen der vier Regisseure, die diesen Ring gestaltet haben, sind sinnig, anregend, interessant. Die Erwachensszene der Brünnhilde im "Siegfried" ist von nie gesehener Komik. Aber das große Manko ist die musikalische Seite. Das Orchester verspielt sich, die Sänger kommen meist über Stadttheaterniveau nicht hinaus. Für Theaterfans ein Leckerbissen, für Musikgenießer ein großer Flop.
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am 11. Mai 2005
This was a sad attempt at doing Wagner Justice. The 4 very different interpretations of these Masterpieces have fallen short of making a mark. A good line of unknown singers and a very boring interpretation from Zagrosek and the Stuttgart State Orchestra. Too many other good recordings on the market to buy this one.
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