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am 28. Mai 2003
Schwermütige Problemfilme - dieses Etikett klebt an Ingmar Bergman wie das Postwertzeichen auf alten Briefen: Versuche, es abzureißen, enden meist in der Vernichtung des Originals.
Ebenso düster und bemüht vergeistigt präsentieren sich viele seiner Anhänger. Doch nach all den ausschweifenden Einlassungen zum Autorenfilm und der Krise des Individuums in ‚Das siebte Siegel', ‚Das Schweigen', ‚Persona' usw. fällt meist jemandem ein, daß es einen Film gibt, der alle Bergman-Klischees auf den Kopf stellt: ‚Das Lächeln einer Sommernacht'.
Kubrick schreibt, er habe die Bergman-Filme alle gesehen, doch dies sei sein liebster. Er könne ihn sich immer wieder ansehen. Weshalb, verstehen wir spätestens nach der skurrilen Szene zwischen Advokat Egermann (Gunnar Björnstrand) und Offizier Graf Malcolm (Jarl Kulle), ihres Zeichens ehemaliger und jetziger Geliebter der Schauspielerin Désirée Armfeld (Eva Dahlbeck). Der Ehemalige, durchnäßt zu Besuch bei der Schauspielerin und mit des Liebhabers Schlafrock und Bettmützchen ausgestattet, tritt diesem ungewollt gegenüber, als der Dragoner überraschend aus dem Manöver auftaucht. Ex: "Und, wird es Krieg geben?" - Geliebter: "Ach...weshalb sollte es?" - Ex: "Sehen Sie, das frage ich mich auch."
Als Egermann später der Mutter Désirées (Najma Wifstrand) begegnet, stellt diese ob des zarten Alters seiner Frau (16) fest, was für eine reizende Tochter er habe. Belehrt, daß es die Gattin sei, fährt sie unbeirrt fort: ‚Nun, das Wichtigste ist doch, daß man nicht vollends den Verstand verliert ... finden Sie nicht, Advokat Egermann?'
Was heutzutage von dillettierenden Amateuren zu fruchtig-frischen Gebrauchskomödien verarbeitet wird, kann in diesem Film anhand der Darbietung ertklassiger Schauspieler unter der Anleitung eines begnadeten Regisseurs genossen werden. Als hätte er's bei Lubitsch gelernt, so ungezwungen und leichtfüßig bewegt sich Bergman dieses eine Mal inmitten all der erdrückenden Sinnlosigkeit von ‚Krise' (1945) bis ‚Fanny und Alexander' (1982).
Doch ganz ohne Tiefenreflexion geht's auch hier nicht - weshalb sollte es. Als die Bediensteten sich morgens im Heu wälzen und über die Mitternachtssonne sinnieren, breitet Bergman seine Idee der drei Lächeln einer Sommernacht aus: Das erste „zwischen Mitternacht und Morgengrauen, wenn die Liebenden zusammen sind und ihr Herz weit aufmachen", das zweite „für die Narren, die Törichten und die Unverbesserlichen", das dritte schließlich „für die Traurigen und die Bedrückten, die Schlaflosen und die Verirrten, für die Ängstlichen und Einsamen."
Wärend die beiden weiter durchs Heu stöbern, erörtern sie Bergmans Vorstellung vollkommener Zuneigung. Das Konzept einer ‚Liebe der Liebenden' erscheint als moderne Tristan-und-Isolde-Parabel: Liebe, die über wenige Auserwählte wie ein Geschenk oder eine Strafe kommt. Wir anderen - „wir bitten um Liebe, wir rufen nach ihr, wir beten darum, wir schreien nach ihr, wir versuchen sie nachzumachen, bilden uns ein, daß wir sie haben, lügen sie uns vor - aber die Liebe der Liebenden besitzen wir nicht. Wir haben das Geschenk nicht bekommen, und die Strafe."
Die Fälle der Liebesgestraften sind selten, und so besingt der Film den Alltag der gewöhnlichen, aber genügsamen Liebe. Ein eher sanftes Fazit für einen Regisseur, der sein Leben lang Werke über kaputte Beziehungen gedreht und dadurch unser Verständnis zwischenmenschlicher Abgründe wesentlich bereichert hat.
Daß heitere Filme nicht blöd sein müssen und humorvolle Nachdenklichkeit nicht prätentiös zu wirken braucht, wissen wir schon seit Keaton und Lubitsch. Es ist ein Umstand, der sich leicht vergißt angesichts der für den Moment produzierten Alltagswerke der Filmindustrie in Europa und Amerika. Bergman behauptet auch auf diesem Terrain seinen unabhängigen Ansatz, der im ‚Lächeln einer Sommernacht' durch die jahrelange Theaterarbeit des Schweden zusätzlich an dramatischer Geschlossenheit gewinnt.
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TOP 1000 REZENSENTam 10. Februar 2015
Anfang der 50er Jahre waren die Filme von Ingmar Bergman phasenweise sehr leicht, die Geschichten schlugen ungewohnt einen heiteren Ton an. Auftakt machte "Einen Sommer lang", der Höhepunkt dieser Schaffensphase war sicherlich "Die Zeit mit Monika", langsam beendet wurde diese Tonart mit "Das Lächeln einer Sommernacht" Es war sicherlich auch eine Konzession an die Produzenten, nachdem sein "Abend der Gauklger" an der Kinokasse durchgefallen war und zuerst auch alles andere als Kritikererfolg war. Immerhin sorgte "Das Lächeln einer Sommernacht" für den ersten richtigen Kinoerfolg Bergmans.
Auf dem Höhepunkt dieses nostalgischen und sommerlichen Reigen ist es ein aphrodisierender Trunk, den die Protagonisten auf dem Höhepunkt der Geschichte einnehmen und der als Katalysatorfunktion auftritt, damit die Charaktere entschlossen handeln können. Die Geschichte führt uns nach Schweden, genauer gesagt in einen Frühsommer um 1900. Endlich Feierabend...warum auch Arbeiten an so einem schönen, sommerlichen Tag. Anwalt Frederik Egerman (Gunnar Björnstrand) macht etwas früher Feierabend und empfielt auch seinen Angestellten noch ein bisschen ins Freie zu gehen, um das schöne Wetter zu genießen. Gut gelaunt kommt er nach Hause. Dort erwartet ihn nicht nur sein Sohn Henrik (Björn Bjelfenstam), der Pfarrer werden will, sondern auch seine wesentlich jüngere zweite Frau Anne (Ulla Jacobsson). Er schlägt seiner Frau vor ins Theater zu gehen. Gespielt wird ein Stück, in dem Frederiks einstige Geliebte Desiree Armfeldt (Eva Dahlbeck) die Hauptrolle spielt. Kurz zuvor - während des gemeinsamen Mittagsschlafs - hat Frederik im Halbschlaf sehnsüchtig nach "Desiree" gerufen. Der Schock sitzt tief, Anne will nach Hause. Doch das Wiedersehen mit seiner einstigen Geliebten lässt Frederik nicht los, heimlich verlässt er in der Nacht noch einmal das Haus. Dort trifft er nicht nur einen kleinen Jungen, der auf den Namen Frederik hört, sondern auch Desirees Geliebten Graf Malcolm (Jarl Kulle). Dessen Frau Charlotte (Margit Carlqvist) weiß von der Liason. Genügend Sprengstoff also...so lädt Desiree die beiden Ehepaare Malcolm und Egerman sowie Frederik erwachsenen Sohn Henrik und die hübsche Hausangestellte Petra (Harriet Andersson) auf den Landsitz ihrer Mutter (Naima Wilfstrand) ein. Dort entlädt sich manches im Streit, aber auch neue Romanzen werden eingegangen...
Das "Lächeln einer Sommernacht" unterscheidet sich von einer Tragödie dadurch, das hier der Macher entschieden hat, über das Drama zu lachen. Er ist eine Tragödie im Gewand einer Komödie. Die Leichtigkeit sowie die Wandlung zum Guten haben immer den richtigen Ton und das richtige Tempo. Dabei ist die Dramatik in jeder Einstellung zu spüren, gewinnt aber nie die Oberhand, denn der Ton ist leicht, beschwingt und so inspiriernd wie eine Sommernacht. Kein Wunder, dass aus Verzweiflung und Angst, aus Verwirrung am Ende doch eine neue Sinnlichkeit entsteht, der Aufbruch zu neuen Ufern und zu neuem Glück (vielleicht).
Gunnar Fischers Bilder gleiten im Gegensatz zum Hollywood Kino jener Tage nie ins übertriebene oder kitschige. Sie sind real und glänzen in schlichter Schönheit. Die Geschichte selbst ist locker und wirkt freizügig - ebenfalls als Vergleich hinzugezogen der in der gleichen Zeit relativ biedere Hollywood Film, ganz zu schweigen vom deutschen, sehr zugeknöpften Filmverwandten jener Tage mit viel biederer Moral.
Dabei wird die Essenz von Romantik in wunderbar ausgeleuchteten Bildern eingefangen. Alle Spielarten von Sinnlichkeit und Liebe werden hier aufgegriffen und gleichzeitig auch wieder reflektiert.
Fast schon revolutionär für die damalige zeit auch die Figur, die Harriet Andersson spielt, die sich spontan den dahergelaufenen Kutscher schnappt um am Ende dieser magischen Sommernacht meint "Ich kann mir mit dir eine Ehe vorstellen, aber ich habe noch andere Bedürfnisse."
Durch die Figur von Henrik thematisiert Bergman auch erstmalig den Mann, der vom Glauben abfällt.
Für Bergman war dieser Film ein internationales Sprungbrett. Ausgezeichnet in Cannes mit dem Sonderpreis für poetische Komödie, wurde "Das Lächeln einer Sommernacht" nicht nur in der schwedischen Heimat ein Hit, sondern sogar ein weltweiter Kassenschlager. zwei Jahre später konnte Begman dann mit dem wuchtigen "Das siebente Siegel" seinen besten Film realisieren.
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am 13. August 2004
Anfang der 50er Jahre waren die Filme von Ingmar Bergman phasenweise sehr leicht, die Geschichten schlugen ungewohnt einen heiteren Ton an. Auftakt machte "Einen Sommer lang", der Höhepunkt dieser Schaffensphase war sicherlich "Die Zeit mit Monika", langsam beendet wurde diese Tonart mit "Das Lächeln einer Sommernacht" Es war sicherlich auch eine Konzession an die Produzenten, nachdem sein "Abend der Gauklger" an der Kinokasse durchgefallen war und zuerst auch alles andere als Kritikererfolg war. Immerhin sorgte "Das Lächeln einer Sommernacht" für den ersten richtigen Kinoerfolg Bergmans.
Auf dem Höhepunkt dieses nostalgischen und sommerlichen Reigen ist es ein aphrodisierender Trunk, den die Protagonisten auf dem Höhepunkt der Geschichte einnehmen und der als Katalysatorfunktion auftritt, damit die Charaktere entschlossen handeln können. Die Geschichte führt uns nach Schweden, genauer gesagt in einen Frühsommer um 1900. Endlich Feierabend...warum auch Arbeiten an so einem schönen, sommerlichen Tag. Anwalt Frederik Egerman (Gunnar Björnstrand) macht etwas früher Feierabend und empfielt auch seinen Angestellten noch ein bisschen ins Freie zu gehen, um das schöne Wetter zu genießen. Gut gelaunt kommt er nach Hause. Dort erwartet ihn nicht nur sein Sohn Henrik (Björn Bjelfenstam), der Pfarrer werden will, sondern auch seine wesentlich jüngere zweite Frau Anne (Ulla Jacobsson). Er schlägt seiner Frau vor ins Theater zu gehen. Gespielt wird ein Stück, in dem Frederiks einstige Geliebte Desiree Armfeldt (Eva Dahlbeck) die Hauptrolle spielt. Kurz zuvor - während des gemeinsamen Mittagsschlafs - hat Frederik im Halbschlaf sehnsüchtig nach "Desiree" gerufen. Der Schock sitzt tief, Anne will nach Hause. Doch das Wiedersehen mit seiner einstigen Geliebten lässt Frederik nicht los, heimlich verlässt er in der Nacht noch einmal das Haus. Dort trifft er nicht nur einen kleinen Jungen, der auf den Namen Frederik hört, sondern auch Desirees Geliebten Graf Malcolm (Jarl Kulle). Dessen Frau Charlotte (Margit Carlqvist) weiß von der Liason. Genügend Sprengstoff also...so lädt Desiree die beiden Ehepaare Malcolm und Egerman sowie Frederik erwachsenen Sohn Henrik und die hübsche Hausangestellte Petra (Harriet Andersson) auf den Landsitz ihrer Mutter (Naima Wilfstrand) ein. Dort entlädt sich manches im Streit, aber auch neue Romanzen werden eingegangen...
Das "Lächeln einer Sommernacht" unterscheidet sich von einer Tragödie dadurch, das hier der Macher entschieden hat, über das Drama zu lachen. Er ist eine Tragödie im Gewand einer Komödie. Die Leichtigkeit sowie die Wandlung zum Guten haben immer den richtigen Ton und das richtige Tempo. Dabei ist die Dramatik in jeder Einstellung zu spüren, gewinnt aber nie die Oberhand, denn der Ton ist leicht, beschwingt und so inspiriernd wie eine Sommernacht. Kein Wunder, dass aus Verzweiflung und Angst, aus Verwirrung am Ende doch eine neue Sinnlichkeit entsteht, der Aufbruch zu neuen Ufern und zu neuem Glück (vielleicht).
Gunnar Fischers Bilder gleiten im Gegensatz zum Hollywood Kino jener Tage nie ins übertriebene oder kitschige. Sie sind real und glänzen in schlichter Schönheit. Die Geschichte selbst ist locker und wirkt freizügig - ebenfalls als Vergleich hinzugezogen der in der gleichen Zeit relativ biedere Hollywood Film, ganz zu schweigen vom deutschen, sehr zugeknöpften Filmverwandten jener Tage mit viel biederer Moral.
Dabei wird die Essenz von Romantik in wunderbar ausgeleuchteten Bildern eingefangen. Alle Spielarten von Sinnlichkeit und Liebe werden hier aufgegriffen und gleichzeitig auch wieder reflektiert.
Fast schon revolutionär für die damalige zeit auch die Figur, die Harriet Andersson spielt, die sich spontan den dahergelaufenen Kutscher schnappt um am Ende dieser magischen Sommernacht meint "Ich kann mir mit dir eine Ehe vorstellen, aber ich habe noch andere Bedürfnisse."
Durch die Figur von Henrik thematisiert Bergman auch erstmalig den Mann, der vom Glauben abfällt.
Für Bergman war dieser Film ein internationales Sprungbrett. Ausgezeichnet in Cannes mit dem Sonderpreis für poetische Komödie, wurde "Das Lächeln einer Sommernacht" nicht nur in der schwedischen Heimat ein Hit, sondern sogar ein weltweiter Kassenschlager. zwei Jahre später konnte Begman dann mit dem wuchtigen "Das siebente Siegel" seinen besten Film realisieren.
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am 27. Juli 2003
Um es gleich vorwegzunehmen: die Sommernacht lächelt dreimal. Und jedes Lächeln symbolisiert eine Art von Liebesbeziehung, wie sie zwischen Menschen existieren kann. Bergmans Liebeskomödie hat einen klassischen Aufbau. In einer verzauberten Sommernacht treffen sich ein Advokatenehepaar, ein Grafenehepaar, eine Schauspielerin - die die ehemalige Geliebte des Advokaten und derzeitige Geliebte des Grafen ist - sowie der Sohn aus der ersten Ehe des Advokaten und die Mutter der Schauspielerin.Während zu Beginn der Nacht die Beziehungen noch nicht richtig ausgelotet sind, haben sich am Morgen alle diejenigen, die zusammengehören, gefunden, und keiner bleibt mehr übrig.
Was an dem Film fasziniert, ist seine Machart. Schwedische Mitternachtssonne, ein Liebeslied des altberühmten schwedischen
Liedermachers Bellman, flirtende, eifersüchtige und sich duellierende Geliebte und ein wenig humorvoll-verschmitzte Philosophie darüber, was Liebe eigentlich ist - wem so etwas gefällt, der sollte diesen Film unbedingt sehen.
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am 18. Januar 2015
Eine geistreiche Komödie, könnte von Shakespeare sein. Gut gemacht, gut besetzt, gut gespielt. Ein sehr feines und durchdachtes Stück - man muss genau hinsehen: es gibt viele kleine Andeutungen in Wort, Mimik, Gestik, die ihre Bedeutung haben...
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am 24. August 2013
Man fragt sich, wer die Beschreibung dieses Films (und manch anderer) so - gegen Bezahlung - machen darf.
Die Beschreibung ist inkorrekt und verringert den Wert des Inhalts auf verbogene und verschobene Klischees. Es ist mal wieder eine dieser Beschreibungen, bei den man sich fragt, ob der Rezessent den Film ueberhaupt gesehen hat, und falls ja, wie um alles er/sie in der Welt an den Job bekommen ist.
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am 22. Dezember 2013
Sehr schöner Film mit einem beschwingten Unterton aber dennoch keine billige seichte Klamotte...
Man muss sich aber schon darauf einlassen, dass der Film aus einer anderen Zeit kommt....
Die Thematik des Films haben andere schon besser beschrieben als ich....!
ich werde den Film in jedem Fall noch öfter ansehen.
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am 21. Mai 2008
Der Film ist ein guter Einstieg in das Werk von Bergman. Es ist (für Bergman sehr ungewöhnlich) eine leichte Sommerkomödie über Irrungen und Wirrungen der Liebe um ein Ehepaar der besseren Gesellschaft Ende des 19. Jhd. in Schweden. Das Ehepaar ist durch einen großen Altersunterschied gekennzeichnet und führt eine Zweckehe. Bergman schildert gleichzeitig drei weitere Paare (davon eines von den Dienstboten des Hauses), die völlig andere Liebesbeziehungen haben. Daraus ergeben sich natürlich Verwicklungen zwischen den Paaren.

In diesem Film ist schon alles erkennbar, was Bergmans Klasse auszeichnet: Gute Schauspielerführung, überzeugende und hier witzige Dialoge, perfekte Ausstattung und perfekte s/w-Kameraarbeit/Ausleuchtung. Die Frauenfiguren sind für die 50iger Jahre ungewöhnlich modern gezeichnet. Auch der Umgang mit dem Thema Liebe muss damals sehr freizügig gewirkt haben. Das alles macht den Film für mich zeitlos und absolut sehenswert.

Arthaus hat diesen Bergman-Film nicht nur mit den üblichen Texttafeln, sondern auch mit einem Audiokommentar eines Filmwissenschaftlers der Uni Mainz ausgestattet, der in einer Rezension sehr schlecht wegkommt. Erst einmal finde ich so ein Extra sehr gut. Leider gibt es sehr wenige deutsche Kommentare zu internationalen Filmen. Die Stimme ist wirklich etwas lahm, aber der Kommentator gibt nicht nur - wie in einer anderen Rezension erwähnt - die Handlung wieder. Er hat interessante Anmerkungen zur Inszenierung, zu den Schauspielern, zur deutschen Übersetzung und zur Zeit des Films. Er macht auf viele Dinge aufmerksam, die bei der Filmbetrachtung nicht unbedingt sofort ins Auge fallen. Und das ist doch wohl der Sinn eines Audiokommentars. Schön wären noch mehr Anmerkungen zur Einordnung des Films in das Bergmansche Gesamtwerk gewesen. Aber in Gänze ist der Kommentar lohnenswert. Es wäre schön, wenn sich Arthaus häufiger zu einen deutschen Kommentierung entscheiden könnte. Es gibt doch Filmkompetenz in Deutschland. Die muss nur genutzt werden.

Fazit: Ein leichter Film als guter Einstig ins Bergmansche Werk, der 1956 in Cannes prämiert wurde. Der Audiokommentar lohnt sich.
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am 15. Februar 2011
ein großartiger Film. dieser nimmt Bezug auf Shakespeares 'Sommernachtstraum', dessen heiter-melancholischer Tonfall allerdings mit einem Schuß Bitterkeit versetzt wird. Eine elegant inszenierte Studie über die Wechselbeziehungen zwischen Vernunft und Eros, Sinnlichkeit und Askese.

Mein Urteil der Film ist ein MUST HAVE, für jeden Filmliebhaber.
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