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Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen
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VINE-PRODUKTTESTERam 26. September 2013
Ist ja halt immer ein Elend, kaum denkt man, daß man alle CDs seiner geliebten Band hat, Schwupps kommt sie remasterd. So auch Uriah Heep. Hier mit LOOK AT YOURSELF, als LP mit dem legendären Spiegel-Cover. Meilensteine wie der Titeltrack, July Morning und Rocker wie Love Machine und die wunderschöne Ballade WHAT SHOULD BE DONE sind hier zusammen auf einem Silberling. Dazu gibt es gnadenlose 7 Bonus-Tracks, die alle mit dem Album/der Periode Heep's zusammen hängen. Teils Live, teils Demo - supergut. Das gefällt mir, das macht die Bonus-Tracks attraktiv. Sehr gute Scheibe, auch als Remaster, schon immer eine meiner Lieblings-CDs der Band gewesen, steht sie auch jetzt wieder im Regal.
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am 25. Juni 2006
"Look At Yourself" von 1971 zeigt die härtere Seite von Uriah Heep. Daher ist das Album Nr. 3 für mich wohl die beste CD von Ihnen. Die Vergleiche mit Deep Purple sind nicht von der Hand zu weisen. Aber Heep haben schon ihren eigenen Reiz und eigenen Stil. Z.B. können Heep mit dem mehrstimmigen Gesang punkten, welchen es bei Purple nicht gibt.

Auf keiner anderen Platte kommt die Hammond Orgel von Ken so gut rüber. Als Beispiel sei hier der unbekannte Song `Shadows of grief` genannt. `July morning` ist für mich sowieso der beste Song von ihnen. Auch der Gesang von David Byron ist hier auf einem Höhepunkt angelangt. Weitere Anspieltipps:`Tears in my eyes`, `Look at yourself` und...eigendlich alle Songs. Ganz besonders stark ist der Bonustrack `Why`. Eine zweite, ähnliche gute Version ist auf der "Demons And Wizards". Schade eigendlich, dass später in ihrer Karriere dann so schwache Platten wie "Fallen Angel" und "Different World" kamen.

Übrigens, hört Euch mal die "Sea Of Light" von 1995 an. Die ist wieder richtig stark (siehe meine Rezension). Zurück ins Jahr `71: Auf "Look At Yourself" haben Heep alles!!! richtig gemacht. Deshalb starke 5 Sterne. Eine Platte für die Insel, unbedingt.
Kaufen, kaufen, kaufen (wer sie noch nicht hat).
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am 5. Mai 2017
»Look At Yourself«, eines der ersten Alben von Uriah Heep im Jahre 1971 und für mich eigentlich das beste Studioalbum, was sie je abgeliefert haben. Schön, dass es dieses grandiose Album in Vinyl nun wieder in einer neuen Reissue gibt.
Kurz zusammengefasst: Die Pressung sieht sehr gut aus, passt optisch zum Cover. Der Klang ist perfekt und kristallklar. Bässe sind hier nicht überbetont, was ich gut finde.
Schon nach kurzer Zeit heult die Orgel von Ken Hensley ungestüm auf. Der druckvolle Spielrhythmus der Urbesetzung kommt auf der 180g-Scheibe perfekt zur Geltung, genauso wie Schlagzeug, Gitarre und nicht zuletzt Byrons markante Stimme. Hier ist spürbar, dass die Musiker in bester Spiellaune waren. Es macht großen Spaß zuzuhören, mit aufgedrehter Lautstärke, sofern man gute Boxen sein Eigen nennt.
Ich würde das Album in dieser Qualität immer wieder kaufen. Fünf Sterne sind hier verdient.
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am 6. Januar 2012
Ende 1971 erschien unter dem Titel *Look At Yourself* die dritte Studioscheibe von Uriah Heep. Sie wurde in der Besetzung David Byron, Ken Hensley, Mick Box, Paul Newton und Ian Clarke eingespielt und enthält fast ausschließlich Kompositionen von Keyboarder Hensley.

Diese Scheibe würde ich uneingeschränkt auch heute noch als Klassiker in der langen Bandgeschichte von Uriah Heep bezeichnen. Wobei vor allem schon das von Mick Box ersonnene Albumartwork mit dem Spiegelbildcover einen nicht geringen Teil der Magie dieses Albums ausmacht. Musikalisch halten Uriah Heep sehr starke Songs bereit, von denen sich einige zu echten Klassikern entwickelt haben. Die bekanntesten davon dürften wohl der Opener *Look At Yourself* und die Übernummer *July Morning* sein, die Ken Hensley gemeinsam mit David Byron verfasste.

Trotz dieser beiden Sahnestücke darf man den Rest des Albums nicht außer acht lassen, aber da das Album ohnehin ein einziger Höhepunkt ist, ist es eigentlich müßig über eventuelle Qualitätsschwankungen bei Heep-Songs zu spekulieren. Qualitätsprobleme gab es in dieser Phase keine und Hensley war ein Phänomen hinter dem Notenblatt. Dennoch haben sich bei mir, neben den oben erwähnten Songs, die Stücke *I Wanna Be Free*, *Shadows of Grief* und das krachende *Love Machine* als Lieblingssongs herauskristallisiert.

Nach den Aufnahmen verließen Mitbegründer Paul Newton und Kurzzeitschlagzeuger Ian Clarke die Band und machten unbewußt Platz für die später folgende klassische Heep-Besetzung. Lee Kerslake folgte am Schlagzeug nach und auf Umwegen stieß dann auch Bassist Gary Thain hinzu.

FAZIT: auch heute noch eines von Uriah Heeps stärksten Alben...
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am 16. Dezember 2011
"Look At Yourself" von 1971 zeigt die härtere Seite von Uriah Heep. Daher ist das Album Nr. 3 für mich wohl die beste CD von Ihnen. Die Vergleiche mit Deep Purple sind nicht von der Hand zu weisen. Aber Heep haben schon ihren eigenen Reiz und eigenen Stil. Z.B. können Heep mit dem mehrstimmigen Gesang punkten, welchen es bei Purple nicht gibt.

Auf keiner anderen Platte kommt die Hammond Orgel von Ken Hensley so gut rüber. Als Beispiel sei hier der unbekannte Song `Shadows of grief` (Hensley, Byron) genannt. `July morning` (Hensley, Byron) ist für mich sowieso der beste Song von ihnen. Auch der Gesang von David Byron ist hier auf einem Höhepunkt angelangt. Weitere Anspieltipps:`Tears in my eyes`, `Look at yourself` und...eigendlich alle Songs. Ganz besonders stark ist der Bonustrack `Why`. Eine zweite, ähnliche gute Version ist auf der "Demons And Wizards". Schade eigendlich, dass später in ihrer Karriere dann so schwache Platten wie "Fallen Angel" und "Different World" kamen.

Übrigens, hört Euch mal die "Sea Of Light" von 1995 an. Die ist wieder richtig stark (siehe meine Rezension). Zurück ins Jahr `71: Auf "Look At Yourself" haben Heep alles!!! richtig gemacht. Deshalb starke 5 Sterne. Eine Platte für die Insel, unbedingt.
Kaufen, kaufen, kaufen (wer sie noch nicht hat).
33 Kommentare| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Nach dem durchaus bemerkenswerten, aber noch etwas holprigen Debütalbum VERY 'EAVY ... VERY 'UMBLE und dem musikalisch faszinierenden, sehr abwechslungsreichen Abenteuertrip SALISBURY war die Rockwelt gespannt, wie es mit Uriah Heep weitergehen würde. 1971 gingen sie auf ihre erste USA-Tournee und stellten dabei fest, dass es die hardrockigen Songs waren, die beim dortigen Publikum besonders gut ankamen. Zudem hatten ihre Konkurrenten Deep Purple mit dem Album IN ROCK rund um die Welt geradezu sensationelle Verkaufszahlen erreicht. Also konzentrierte man sich, zurück im heimatlichen England, für die nächste LP genau auf diesen Aspekt.

LOOK AT YOURSELF, veröffentlicht im Oktober '71, wartete mit einem Titelsong und Opener auf, dessen Mischung aus Wildheit und melodischem Gehalt die Fans geradezu vom Hocker reißen sollte. Genau das war der Stil, mit dem die Band für die nächsten Jahre immer wieder aufwarten würde. Ken Hensleys fauchende Hammondorgel, die Wah-Wah-Riffs von Mick Box, die eindrucksvolle Leadstimme von David Byron und die hohen, majestätischen, himmelwärts strebenden Chorgesänge verbanden sich zu einer orgiastischen Einheit. Insbesondere die dreiminütige Single (hier als Bonusstück vertreten) war ein Statement, während die Albumversion durch das längliche, von Mitgliedern der Afroband Osibisa unterstützte perkussive Finale für meinen Geschmack einen gewissen Bruch erlitt. Aber es gibt wohl auch viele Fans, die gerade dieses Ende ganz besonders gelungen finden.

Das folgende "I Wanna Be Free" geriet, wie auch diverse andere Songs dieses Albums, bei der Band in den folgenden Jahren ein wenig in Vergessenheit. Dabei handelt es sich auch hier um einen Titel mit allen typischen Heep-Ingredenzien.

Das fast neunminütige "July Morning" entwickelte sich hingegen sehr schnell zu einem der vier, fünf beliebtesten Stücke in der langen Geschichte der Band. Kein Konzert darf ohne diese Nummer zu Ende gehen. Obwohl eindeutig inspiriert von dem Purple-Epos "Child In Time", konnte sich der elegisch dargebrachte 'Julimorgen' doch als eigener Klassiker durchsetzen. Mich stören daran bis heute allerdings zwei Dinge, nämlich die ständigen, fast schlagerhaften 'La La La La'-Gesänge, die mit etwas mehr textlicher Sorgfalt zu vermeiden gewesen wären, sowie das leicht nervende Synthesizer-Gequäke von Gastmusiker und Labelkollege Manfred Mann am Schluss. Auch das hätte man sich durchaus sparen können.

"Tears In My Eyes" rockt im Wesentlichen hart und simpel. Das Stück geht in Ordnung, ich könnte jedoch auch gut ohne die 'Na Na Na Na Na Na'-Einschübe in der Mitte leben.

Angesichts des Titels "Shadows Of Grief" (Schatten des Kummers) könnte man annehmen, dass nun eine melancholische Hensley-Ballade folgen würde. Doch weit gefehlt, denn der Neunminüter gehört ohne Zweifel zu den progressivsten und am schwersten zugänglichen Werken der Band. Nach "July Morning" überwog bei Ken Hensleys Keyboards auch hier der Einfluss aus der klassischen Musik, während Box und Byron entweder die wilden Gesellen gaben oder sich in elegischen, sich immer weiter steigernden Zwischentönen übten. Je öfter man dieses Stück hört, desto besser wird es. "Gypsy" vom ersten Album ließ hier musikalisch immer mal wieder grüßen.

Die erhoffte Hensley-Ballade kommt dann doch noch: "What Should Be Done" ist sehr hübsch und ebenfalls ein 'Grower', d.h. man sollte es öfter hören, um es endgültig zu beurteilen. Gegen Ende zieht es sich allerdings ein wenig dahin.

Das Album endet mit dem lockeren Hardrocker "Love Machine". Dieser ist nicht gerade essenziell, aber okay. David Byron versuchte sich immer wieder in den hohen Tönen, die Ian Gillan von Deep Purple so mühelos zelebrierte, belegte dabei jedoch im übertragenen Sinne eher einen Mittelfeldplatz. ;-)

Der zweite Bonustrack auf dem Remaster von 1996 neben der Singleversion des Titeltracks heißt "What's Written In My Heart", ist ein Outtake aus den Albumsessions und eine liebenswerte Akustik-Ballade. Das gesamte Remastering ist recht gelungen, konnte jedoch angesichts der klangmäßig doch eher holzschnittartigen Vorlagen auch keine Wunder vollbringen.

Mit LOOK AT YOURSELF schaffte die Gruppe in Deutschland den Durchbruch zu einer echten Erfolgsband und belegte Platz 11 in den Albumcharts. Die USA belohnten den vorausgegangenen Tourneeeinsatz immerhin mit Platz 63, und in ihrer Heimat England gelang ihnen erstmals (für eine einzige Woche!) der Einzug auf Platz 39. Uriah Heep waren eine junge Band auf dem Sprung zu großen Taten.

Das personelle Grundgerüst mit Hensley/Box/Byron stand bereits fest wie eine Burg, doch noch immer hatte die Band gewisse Schwächen in der Position des Schlagzeugers und insbesondere der des Bassisten. Das sollte sich sehr bald ändern, denn mit Lee Kerslake und dem brillanten Gary Thain kamen die beiden noch fehlenden Puzzleteile, um Uriah Heep den entscheidenden Schub zu verpassen. 1972 folgte prompt das bedeutendste Jahr ihrer Karriere mit den fantastischen Alben DEMONS AND WIZARDS und THE MAGICIAN'S BIRTHDAY, für die LOOK AT YOURSELF ein wichtiger und sympathischer Vorbote war.
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am 24. März 2009
Ähnlich wie bei Black Sabbath das "Master Of Reality" - Album, ist "Look At Yourself" definitiv DAS Heep-Album. Für mich die beste Uriah Heep - Veröffentlichung aller Zeiten.

Nach den beiden guten bis sehr guten Vorgängern, auf denen der Stil der Band noch nicht klar definiert war und sie noch viele andere Einflüsse verarbeitet haben, krachte es auf dieser CD richtig "heavy". Jung und unverbraucht konnte sich die Band hier voll entfalten, ohne die beiden ersten Alben zu leugnen. Eine echte Steigerung ! Obwohl sich ja das Personalkarussell damals schon unaufhaltsam drehte und es für Uriah Heep offenbar wohl keinen festen Drummer und keinen Bassisten zu finden gab, der länger als ein halbes Jahr dabei war. Ollie Olson, Paul Newton und Alex Napier, wie die damals schon vielen wechselnden Musiker unter anderem hießen und die teilweise nicht mal eine Aufnahmesession durchhielten. Von einer festen Stammbesetzung konnte keine Rede sein. Die "Essenz" der Band waren damals in den Anfangsjahren Box, Byron und Hensley. Auch die von Hensley komponierten oder mitkomponierten Songs sind außergewöhnlich rockig ausgefallen.

Egal ob das explodierende Look At Yourself, das melodiös stampfende
I Wanne Be Free, die geniale Hymne July Morning mit Manfred Mann an den Keyboards (der Heep - Klassiker schlechthin), das flockig lockere Heavy - Rock - Brett Tears In My Eyes, das
psychedelisch - punkige Shadows Of Grief, das jazzige What Should Be Done und der Hardrock-Reißer Love Machine zum krönenden Abschluss. Absolut kein Ausfall zu verzeichnen. Ich habe hier Schwierigkeiten, nur fünf Sterne vergeben zu können. Eigentlich müssten es sechs sein...

Auf die Bonus-Tracks muss ich nicht unbedingt eingehen. Meistens kann man darauf verzichten. Ich halte mehr von den regulären Veröffentlichungen im Originalzustand. Obwohl ich zugeben muss, dass mir der Song "Why" schon immer verdammt gut gefallen hat. Damals als Single-B-Seite von "The Wizard" veröffentlicht, hätte "Why" eigentlich unbedingt mit auf's Album gehört. Jawoll !

Alles in allem eine sehr gute Remaster-CD, die ihr Geld mehr als wert ist. Es ist nicht vermessen, wenn ich die Meinung vertrete, dass "Look At Yourself" durchaus in einem Atemzug mit Led Zeppelin IV oder Deep Purple In Rock genannt werden kann.

Nur erschließt es sich mir leider nicht, wer für das schauderhafte Artwork verantwortlich war. Jedenfalls ist das nicht das Original-Cover, das abgesehen vom "echten" Spiegel auch künstlerisch und grafisch viel viel besser gelungen war. Was soll dieser misslungene "Neuentwurf" ?
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HALL OF FAMEam 7. Mai 2002
"Loook at yourself" ist mit Kindheitserinnerungen verbunden und eine der allerersten Platten des jungen Heavy-Sounds. Sie dürfte aber auch Liebhaber von ELP oder Yes angezogen haben, auch bei Bikern mit romantischer Ader war die Gruppe beliebt. Die Platte war bis in die Endsiebziger in fast jeder Plattensammlung der Schulfreunde und Bekannten zu finden und wurde oft auf Parties gespielt.
Die Songs sind nicht alle gut, aber die guten sind wieder so gut daß 5 Sterne gerechtfertigt sind meiner Meinung:
"Look at yourself": einer der bekanntesten Heavy-Songs und ein Dauerbrenner in Diskotheken. Noch 1980 war der Song mit dem dramatischen Osibisa-Percussion-Orgie jeden Samstag im Würzburger Hartung Diskothek/Tanzschule zu hören, die sonst auch "Saturday Night Fever" und Bee Gees danach spielten.
"i wanna be free" einer der besten Titel der Gruppe überhaupt, selten gespielt. Dramatisch, manchmal zart, hat ein bezwingendes Gitarrenriff. Am Ende etwas überdramatisch.
Mit "Salisbury" und "Demons and Wizards" das beste der Gruppe aus ihrer leider viel zu kurzen Ära als ganz große Stars und Headliner.
"July Morning" der traditionelle lange Song am Schluß der LPs von Uriah Heep dieser Jahre. Manfred Man spielt Syntheziser am Schluß. Der Track ist soft und hart und typisch für die Gruppe.
"Tears in my eyes" hat auch die typischen Stimmungsschwankungen von melancholisch, frenetisch und hart mit einem originellen Gitarrenriff.
"Love Machine" ist der vielleicht härteste Song der Band überhaupt und insgesamt mit "Speed King" von Deep Purple zu dieser Zeit.
"What should be done" ist die einzige Ballade, von dieser Sorte hätte es mehr geben sollen (wie auf "Magicians Birthday).
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am 21. Juli 2002
Im Februar 1971 hatten die Engländer zunächst "Solisbury" herausgebracht. Auch dieses Album konnte mit Songs wie "Bird Of Prey" und "Lady In Black" voll überzeugen, aber das Meisterstück gelang mit dem noch im selben Jahr veröffentlichten Album "Look At Yourself", das bereits durch das Artwork (Spiegelfolie!) für Aufsehen sorgte.
Doch auch nachdem Auflegen auf den Plattenteller, hat "Look At Yourself" einiges zu bieten, zunächst einmal den Titelsong. Orgellastig mit kreischenden Backgroundstimmen, eben Heep-typisch, präsentiert er sich. Dieses erste Highlight endet mit, zumindest für damalige Verhältnisse, gerade in Bezug auf Geschwindigkeit irrsinnigen Drums. Und genau sowas war es, was Uriah Heep ausmachte. Für den heutigen Hörer ist sowas natürlich nichts besonderes, schließlich hat er schon ganz andere Sachen gehört. Aber in einer Zeit in der Speed Metal noch ferne Zukunft war, war das ganze absolut innovativ. "I Wanna Be Free" kommt auf den ersten Blick etwas konventioneller daher. Aber Effekte wie das üppig eingesetzte Tremelo-Echo waren nicht weniger neu.
Und was dann als 3. Track kommt ist einfach Musikgeschichte. Nach den anderen 2 großen Hardrock-Bands, Deep Purple ("Child In Time", 1970) und Led Zeppelin ("Stairway To Heaven" 1971) hatte auch Uriah Heep nun einen "heiligen Song". Und dieser heißt "July Morning". Und wieder erstaunlich, was hier versucht wurde. Der sowieso schon irgendwie "schräge" Instrumentalpart (für die Musiker: A-moll, H-dur, G-dur) wird in den letzten 4 Minuten noch einmal mit zigfach anderen Melodien überlagert, so dass eine dissonante Polyphonie entsteht, wie es sie noch nie zuvor in der Rockmusik und selten zuvor überhaupt gegeben hatte. Ich möchte sagen: Nie wieder kamen sich auf musikalischer Ebene Genie und Wahnsinn näher als bei "July Morning".
"Tears In My Eyes" spielt gekonnt mit dem Wechsel zwischen klassischem Hardrock und Akkustikrock im Stil von "Lady in Black" und verlangt dabei wie "July Morning" einiges vom Hörer ab. Dritter absoluter Top-Song des Albums. Nach diesen 5 Minuten voller Abwechslung gibt's mit "Shadows Of Grief" den zweiten Überlänge-Song. An den ersten ist selbstverständlich kein Hinkommen. Aber auch hier musste sich der Hörer an Ungewöhnliches gewöhnen. Gerade wenn man sich die Passage nach der 6-Minuten-Marke anhört, wird man feststellen, wieviel Einfluss Uriah Heep auf die spätere Hardrockentwicklung inkl. Metal hatten. Auch hier sind die Abschlussminuten erstmal mit Erstaunen zu begutachten.
"What Should Be Done" ist sehr pianogeprägt und erinnert fast etwas an die 30-iger Jahre. Der kürzeste Track "Love Machine" beendet dann das Album im typischen Hardrockstil: Gitarrenlastig, riff-geprägt mit üblichen Text. David Byrons Stimme und Ken Hensleys Hammond-Orgel verleihen aber auch diesem Song einen unnachahmlichen Stil.
Um "Look At Yourself" gerecht zu bewerten, muss man ins Jahr 1971 zurückgehen. Nur dann wird einem deutlich, wie neu diese Platte wirklich war. Uriah Heep treten häufig zu Unrecht hinter Led Zep und Black Sabbath zurück, wenn von den Wegbereitern des Heavy Metals geredet wird, wie "Look At Yourself" eindrucksvoll beweist.
Befremdlich, innovativ, genial neu. Ein echter Meilenstein des Rocks - Uriah Heep - "Look At Yourself".
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am 7. Januar 2016
Böse Zungen sagen, dass die Heep ein Abklatsch von Deep Purple sind. Naja.
Purple waren lauter, erfolgreicher. Soweit so gut. Aber Heep sind wesentlich abwechslungsreicher und spielen auch mal Hardrock. Oft fangen die ersten LPs mit so einem Kracher an.
Auch wenn Deep Purple schon 1969 mit Orchester gespielt hatten, so haben Heep auf dieser Platte beim10 minütigen July Morning Manfred Mann und die Percussionisten von Osibisa dabei.
Die gut gefüllte Remaster hat sogar ein Stück (?) Alu auf der Vorderseite, wie die ersten Ausgaben der LP. Schließlich heißt die Platte ja nicht umsonst Look At Yourself.
Die ersten Ausgaben auf CD hatten das nicht, zumindest die, die ich mal hatte.
Hervorragend ist das 11 minütige Why. Warum das nicht auf die LP kam verstehe ich nicht. Bombensong!

Gute Scheibe, braucht sich vor Deep Purple echt nicht zu verstecken! Schön gemachtes Remaster.
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