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am 23. April 2014
Wenige cineastische Erfahrungen gibt es die nachhaltig in der Seele, im Gefühl weiterklingen, die mit grosser sphärischer Wucht erschüttern wie ein Donnergrollen und dabei so zart und melancholisch sinnenfein schweben wie Joseph Vilsmaiers Adaption des Robert Schneider Romans "Schlafes Bruder".
Ein kleines Dorf, verlassen, rückständig, gelegen in den Schweizer Alpen Ende des achtzehnten Jahrhunderts. Eine Dorfgemeinschaft, bigott, engstirnig und dem harten bäuerlichen Leben verpflichtet.
Das Kind Johannes Elias Alder wird in diesen archaisch, alttestamentarischen Mikrokosmos hineingeboren.
Wie ein Kaleidoskop des menschlichen Verhaltens, und der menschlichen Verfehlungen wirkt das Dorfleben auf den Zuschauer. Zwischen wuchtigen Berghängen, riesigen Felsspalten, ein fast religiös überhöhter Blick auf die Kümmerlichkeit des Homo Sapiens.
Höchste Authentizität macht Vilsmaiers Film zu einem phantastischen, ja feierlich erhabenen Erlebnis.
Jedes Bild ,seien es regendurchnässte Feuerstellen, verwitterte Holzschindeln, das Knarren der Orgelinstrumente ,jedes vergerbte Gesicht, jedes verblichene Heiligenbild in kalten steinerne Kirchenräumen saugt den Zuschauer in die magisch kryptische Atmosphäre dieses Meisterwerkes.
Elias Alder wird wie ein Messias des Wahren , unschuldig Guten, in dieses verknöcherte soziale Geflecht geboren.
Umgeben von Neid, Mißgunst, Eifersucht, Bigotterie wird seine übermenschliche Gabe Töne, Melodien in göttlichen Sphären zu erschaffen, ihn wie ein Heilsbringer in der verderbten, kleingeistigen Menschenwelt erscheinen lassen.
Wie aus dem Gefüge weltlicher Konflikte enthoben, wird er entseelt und gleichzeitig beseelt von mystisch schöpferischer Kraft in seinem Orgelspiel die spirituelle Erlösung von menschlichen Bürden herbeiführen.
Ein Aussenseiter der Gesellscahft, als Heilsbringer und Märtyrer zugleich.
Joseph Vilsmaiers kunstvolles, zutiefst bewegendes, erschütternd schönes Filmjuwel sollte für sich stehend betrachtet werden. Die filigrane Romanvorlage von Robert Schneider ist und bleibt eins zu eins nicht verfilmbar, arbeitet sie doch mit der betörender Vielfalt literarischer Wortschöpfungen.
Joseph Vilsmaier interpretiert diesen Stoff, geht eigene Wege, und überzeugt ebenfalls mit einer grossen ,erhabenen cineastischen Leistung.
Warum nicht Buch und Film gesondert für sich stehen lassen ?!
Beides sind kraftvolle Werke in unterschiedlichen Medien, und beide bewegen, betören und begeistern auf ihre ganz eigene Art.
Eine ausführlichere Rezension meinerseits befindet sich unter der älteren "Special Edition".
Alle Fassungen, bis auf die der "zweitausendeins Edition" ,sind soweit mir bekannt, mit einer ausführlichen Filmdokumentation ausgestattet.
Leider ist anzumerken, daß die Bildqualität, in Anbetracht der Einzigartigkeit dieses Filmerlebnises doch sehr durchschnittlich ist.
Eine Bluray Überarbeitung mit neu abgetastetem Bildmaterial wäre gerade bei einem Film, der von epochalen, opernhafen Bildszenerien lebt, mehr als wünschenswert.
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am 18. Dezember 2012
Der Film ist in Punkto Handlung, Regie, Schauspielkunst usw. grandios, das Beiwerk (Dokumentationsmaterial etc.) in Ordnung. Was ich aber kritisieren muss ist, dass man anscheinend beim Kinofilm selbst einfach eine abgespielte Filmkopie aus dem Kino von annodazumal auf DVD gebannt hat. Das soll heißen, man sieht dem Film sein Alter an: Bildrauschen, Artefakte, Grobkörnigkeit, zeitweise ausgebleichte Farben - allessamt Eigenheiten, die es damals im Kino, als der Film neu war, noch nicht gab. Ja, ich habe damals den Film mehrfach im Kino gesehen, somit weiß ich, wovon ich spreche. So wie jetzt auf der DVD hat er in Sachen Bildqualität damals aber nicht ausgesehen. Aber gut, da man weiß, in welchem Zustand sich unsere deutschsprachige Filmindustrie befindet, ist man schon froh, dass es abseits der großen Kommerzproduktionen nach so langer Zeit überhaupt eine DVD-Version gibt. - Schade, dass man sich in unseren Breiten anscheinend eine digitale Nachbearbeitung hier nicht leisten konnte oder wollte. Der Film hätte es sich aber verdient gehabt. Daher 1 Stern Abzug.
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am 2. Oktober 2013
...und die Liebe. Ja was braucht man noch um ein großes Drama auf die Beine zu stellen? Ich mag diesen Film sehr, weil er eine ganz besondere Stimmung hat. Ich habe aber auch schon öfters das Buch gelesen. Natürlich ist da vieles anders. Die eigenartig schöne Sprache des Erzähler zum Beispiel kommt im Buch klar besser zum Vorschein. Den Punktabzug gibts von mir, weil mir das Bildmaterial eher schlecht vorkommt. Habe mir keine digitale Überarbeitung erwartet, aber war davon trotzdem enttäuscht. Dennoch ein Film den man gesehen haben sollte.
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am 24. Mai 2013
Schauspielerische Leistung authentisch, Drehbuchvorlage wird hier subjektiv negativ bewertet, da Szenerie zu drastisch brutal!
Die Musikszenen an den Orgeln sind dennoch geschmackvoll umgesetzt. Trotzdem sollte man sich vom Film nicht zu viel erwarten wenn man das Buch kennt! Die Soundtrack sind schön musiziert! Großes Kompliment hier an den Organisten Prof. Feller und den Multifunktional-Musiker Hubert von Goisern.
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am 29. Juni 2015
noch nie wurde in einem film das leben in den entferntesten regionen der alpen so beeindruckend und mitreißend widergespiegelt.
angefangen von der regie bis zu hervorragendsten schauspielerischen Leistungen wird mir dieser film ewig in Erinnerung bleiben.
einfach nur weiter zu empfehlen.
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am 11. Februar 2013
Ohne Worte bin einfach zufrieden und gefällt mir sehr.
Würde es allen diesen Artikel empfehlen.
Einfach zufrieden dafür geb ich 5 Sterne,

Supper zufrieden
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am 17. Oktober 2011
Grandios, manchmal etwas zu laut, aber einfach grandios. An manchen Stellen wirkt der Film wie konstruirt,aber trotz alle dem sehr mitreißend dar gestellt.
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am 13. Juli 2014
Unglaublich gut und beruehrend -man hoert die gewaltige Musik beim Lesen .Eines der besten Buecher die mir begegnet sind .
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am 27. Juni 2013
super handlung, gute schauspieler, tolle kulissen....
einfach ansehen, wem zum beispiel das parfüm gefallen hat, ist hier
wohl auch glücklich.
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am 16. Januar 2005
Die neue DVD-Ausgabe von 2004 HAT Untertitel. Und:

Von einigen Kritikern hier wurde offensichtlich übersehen, dass das Drehbuch zu diesem Film ebenfalls vom Romanautor Robert Schneider erstellt wurde - und dass der Autor beim Dreh anwesend war und sogar in einer Nebenrolle (Kutscher) spielt. Etwaige Abweichungen und Kürzungen im Vergleich zur Romanvorlage sind somit nicht dem Regisseur Joseph Vilsmaier "anzulasten", sondern durchaus im Sinne des Autors geschehen, und nur so wurde der Stoff filmisch umsetzbar. Dies wird in dem Making-Of-Bonusmaterial auf der DVD dokumentiert. Robert Schneider selbst nennt dort diesen Film einen "Film nach Motiven des gleichnamigen Romans". Eine 1-zu-1-Verfilmung wäre für ihn ein Fehler gewesen, sagt er.

Auch wenn, oder vielleicht gerade WEIL der Roman als "unverfilmbar" gilt, kann man sagen, dass hier ein kunstvoller und bewegender Spielfilm geschaffen wurde. Man sollte generell nie Bücher und Filme vergleichen, denn Bücher leben viel mehr von der eigenen Phantasie als Filme (Dies hat sich ja unter anderem auch bei der Verfilmung von "Der Herr der Ringe" gezeigt...) Filme unterliegen immer gewissen Grenzen, seien sie finanzieller oder anderer materieller Natur. Die Phantasien eines Autors und Lesers sind nicht ersetzbar oder bezahlbar. In diesem Sinne sollte man auch an diesem Spielfilm nicht so viel rummäkeln, sondern der Geschichte und der Musik zuhören und sich auf die Seele des Films einlassen. Denn nur selten werden die Themen Musik, Liebe, Gott und Tod derart genial verknüpft wie in dieser Geschichte.
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