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Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen
4
Klavierrecital
Format: Audio CD|Ändern
Preis:13,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

TOP 1000 REZENSENTam 20. Dezember 2014
Piotr Anderszewski beweist bereits in diesem frühen Recital seine überragenden pianistischen Fähigkeiten. Er kommt v.a. vom Klang und seiner Wirkung her und vermag einem Klangmagier gleich ganz wundervolle Stimmungen zu erzeugen. Er verfügt dabei über eine herausragende Anschlagskultur und ein phänomenales Rhythmusgefühl, beide gepaart ergeben äußerst überzeugende Ergebnisse.
Dies kommt zum einen Bach zugute (wobei Puristen wahrscheinlich die Nase rümpfen werden), den er sehr sanglich gestaltet, dabei rhythmisch/strukturell sehr prägnant, fast tänzerisch interpretiert. Beim späten Beethoven zeigt er eine erstaunliche Nähe zu Bach auf, v.a. im letzten Satz und seiner kontrapunktischen Vertraktheit sieht man denn auch, woher Beethoven eben auch kommt. Es ist ein strenger Beethoven, den wir zu hören bekommen, wuchtig und in der Tendenz düster.
Zum Abschluss Weberns Variationen, auch hier zeigt sich eine kontinuierliche Weiterentwicklung von Bach kommend, auch hier eine formale Strenge, die gleichzeitig zum Klang wird.
Insofern ein äußerst sinnfälliges Recital, welches über die kompositorischen Jahrhunderte hinweg gleiche Gesetzmäßigkeiten und dennoch andere Klangwirkungen aufzeigt.
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am 16. Juni 2009
das disc-debut des damals noch wenig bekannten pianisten
piotr anderszewski ist ein grosser wurf:
er spannt den grossen fugen-bogen von bach (engl.suite-prelude)
über beethoven (as-dur-sonate-adagio) zu werberns variationen
und bringt so einen teil musikgeschichte sensibel ausgehört
und pianistisch skrupulös veranschlagt,
zugleich dynamisch differenziert und passioniert zu gehör:
musikalische klang-raum-architekturen vom feinsten.
kein andrer der schon namhaften jüngeren pianisten realisiert
beethovens op.110 mit solcher tiefenschärfe und bach wie webern so klangsinnlich strukturiert.
sein späteres bezwingend-betörendes chopin-recital bestätigt nur
alle zuversicht auf diesen tiefsinnig 'erleuchteten' pianisten,
der - hoffentlich - nicht so 'auf die schnelle' vermarktbar ist -
ich wünsche es uns und ihm.
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am 21. Juni 2009
Ja, "tiefsinnig, erleuchtet" sind die richtigen Attribute meines Vorredners für diesen Pianisten, auf den trotz einer gewissen Starschwemme die Pianistenwelt gewartet hat, ohne es zu wissen, dass etwas gefehlt hatte. Starallüren und darstellerisches Getue liegen ihm fern; seinen Interpretationen liegt das Ausloten aller großen Gefühle und Ideen zugrunde, die sich in wahrhaft großer Musik verbergen. Diese erkennt er überall instinktsicher, sei es Mozart, Beethoven, Schumann oder Webern - von Chopin gar nicht zu sprechen, den er mit seinen polnischen Wurzeln vielleicht besser als jeder andere versteht. Wer nur in der Arte-Sendung vom vergangenen Sonntag die eine Szene gesehen hat, in welcher er am Klavier sitzt und die Sarastro-Pamina-Szene anspielt, auch singt ("Zur Liebe will ich dich nicht zwingen, doch....") und damit auf Mozarts Größe hinweisen will, wird nie vergessen, mit welcher Innigkeit, Begeisterung und Intensität er sich da äußerte. Er kann einem sicher jede Musik und deren Gehalt nahe bringen und verständlich machen. Anderszewski erkennt die feinsten musikalischen Linien, spielt sie nie manieristisch aus, sondern verknüpft sie mit einem großen inneren Gefühl. Mit einer Anschlagstechnik, die gar keine Technik ist, sondern Gefühl, das bis in die Fingerspitzen und darüber hinaus geht, verbindet er die Äußerlichkeit der Noten mit dem geistigen Gehalt der Musik - wenn man den Begriff "transzendental" anwenden mag, dann bei ihm. - Ich mag ihn nicht mit Lang-Lang und anderen Bühnenstars vegleichen. Man hofft bei ihm vielleicht sogar, dass sein Publikum ein gewisser begrenzter Kreis bleibt: vielleicht, weil man sich wünscht, dass die gewisse Bescheidenheit, die ihm (noch?) eigen ist, bleibt? - Rätselhaft eigentlich. Am meisten neu und vielleicht am überraschendsten für mich: das Empfinden einer großen Dankbarkeit für das Eröffnen von wunderbaren, neuen, über bisher Gehörtes hinausgehenden Erkenntnisräume. Es wurde eben doch noch längst nicht alles gesagt, was z.B. in op.110 (Beethoven)steckt. Und so ultimativ und selbstverständlich richtig wie bei ihm hat diese Sonate für mich noch nie geklungen.
Großartig! Hinreißend! Zum Sterben schön!
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am 27. August 2009
Rein zufällig sah ich im Fernsehen leider nur einen Teil (ca. 1/2 Std.) einer Dokumentation über P. Anderszewski und war beeindruckt von ihm als Mensch und als Pianist. Seine Art zu spielen sprach mich sofort an. Bei der Suche bei Amazon bin ich fündig geworden und habe mir 2 CDs (diese und die "Diabelli-Variationen von Beethoven) gekauft. Sein gefühlvoller Anschlag bei der Interpretation von Bach und Beethoven nimmt mich gefangen, man wird einfach mitgezogen. Er hat eine Art zu Spielen, die in die Tiefe geht, die keine oberflächliche Virtuosität duldet. Man gewinnt den Eindruck, dass Piotr Anderszewski eins ist, mit dem Musikstück, das er interpretiert - und das gefällt mir außerordentlich! Seit vielen Jahren kenne ich insbesondere die Werke von Bach und Beethoven und besitze viele Schallplatten und CDs mit den unterschiedlichsten Pianisten.

Ich kann nur sagen, diesen Pianisten kennengelernt zu haben, ist eine Bereicherung für mich. Seine Interpretationen faszinieren mich. Deshalb gebe ich 5 Sterne und kann nur raten, zu kaufen.
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