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am 2. April 2007
Stalker hat lange genug gebraucht, um seinen Weg in die Läden zu finden, aber das Warten hat sich gelohnt!

Nachdem ich am Tag vor dem Erscheinungsdatum erst erfahren habe, dass Stalker nun doch endlich erscheint, habe ich mich natürlich wie ein Schneekönig auf das Spiel gefreut!

Also zur Story: Bisher hatte ich nicht das Gefühl, dass sie besonders lang wäre, aber sie führt einen an einige tolle Orte (die Atmosphäre in X18 hat mir gut gefallen). Wenn man keine Nebenmissionen erledigt oder selbst die Welt etwas erkundet, so soll man das Spiel angeblich in weniger als 15 Stunden durchgespielt haben, aber man verpasst natürlich viele bessere Waffen und Rüstungen usw.

Dass keine Fahrzeuge im Spiel vorhanden sind finde ich eigentlich ganz gut, anfangs mag es etwas ermüdent erscheinen, ständig zu Fuß durch die Zone zu rennen, aber was wäre denn mit einem Fahrzeug? Man hätte keine Probleme mehr mit irgendwelchen Mutanten, keine kleinen Gefechte mit Banditen... Und bestimmt würde man in kürzester Zeit in eine Anomalie hineinfahren. Also: lieber keine Fahrzeuge und dafür zwei Artefakte, die einem die Ausdauer erhöhen (sehr zu empfehlen, mann kann dann ständig rennen, fast ohne Ausdauerverlust).

Stalker ist kein Shooter wie Serious Sam, wer einfach in Gegnermassen hineinläuft und wild um sich schießt macht es nicht mehr lange. Wärmstens zu empfehlen ist dann der gezielte Einsatz von Granaten (irgendwie hat man die immer dabei und setzt sie nie ein weils doch so schade um sie ist) und eine genaue Waffe. Also: In Deckung bleiben, um die Ecke herumgucken und die Feinde ausschalten.

Für mich ganz ungewöhnlich war der Verschleiß der Waffen. Durch die Benutzung einer Waffe beschädigt man sie und sie wird etwas ungenauer, macht meiner Meinung auch etwas weniger Schaden und sie klemmt des öfteren (dann muss man mit halbvollem Magazin nachladen, mitten im Feuergefecht = schlecht). Wenn man gerade wieder einige Feinde ausgeschaltet hat, dann sollte man ihre Waffen überprüfen, wenn jemand eine besser erhaltene dabei hat sollte man diese auch nehmen, ansonsten wegen akutem Munitionsmangel immer die benötigte Munition mitnehmen und die gegnerischen Waffen entladen.

Die KI der Gegner ist nichts, was die Spielewelt revolutioniert, aber so schlecht ist sie auch nicht. Also ich gehe mal von der Verwendung des 1. Patches aus, bei der Originalversion hing die KI manchmal und tat überhaupt nichts wenn man auf sie geschossen hat. Aber mit dem Patch ist dies doch um einiges besser geworden, sie nimmt Deckung, sucht nach dem Spieler oder rennt vor ihm weg. Ziemlich dreist fand ich es übrigens, dass letztens bei der Verteidigung des Schrottplatzes ein Bandit um das Autowrack herumlief, neben dem ich kniete und die restlichen Gegner abzuwehren versuchte, und mir dann tatsächlich mit der Schrot in den Kopf geschossen hat (was ich natürlich nicht überlebte).

Also soll heißen, die KI ist garnicht so einfallslos wie sie manchmal scheint.

Und natürlich noch ein Wort zu dem Lebenssimulations-System:

Gegner werden in der Welt herumlaufen, Banditen versuchen ständig, bestimmte Orte zu erobern (vor allem am Schrottplatz), ab und zu hört man ein paar Schüsse und einen Schrei, was darauf hindeutet, dass schon wieder ein Gegner in eine Vortex-Anomalie hineingelaufen ist.

Wenn man durch die Welt läuft sieht man häufig Wildschweine, die blinde Hunde jagen, oder blinde Hunde, die die Fleisch (mutierte Hausschweine) jagen. Hat ein Mutant Hunger, dann wird er definitiv angreifen, hat er gerade gefressen wird er nur angreifen wenn er deutlich in der Überzahl ist, während dem Kampf kann es auch vorkommen dass die Mutanten plötzlich fliehen.

Aber das Leben der meisten Stalker wird nicht wirklich simuliert, sie sitzen in den Lagern oder an bestimmten Stellen an denen sie wieder auf Banditen warten, reden miteinander und spielen ab und zu Gitarre. Sehr überrascht hat mich jedoch ein Hund, der eine Leiche vom Lagerhaus am Schrottplatz weggezogen hat, um dann zu fressen.

Zur Grafik: Sie ist gut, kommt zwar nicht an ein Crysis ran, aber sie ist trotzdem gut. Nachts sieht man Blitze über den Himmel zucken (ich kann mich an einen ganz schönen Screenshot erinnern mit zwei Wildschweinen und einem Blitz im Hintergrund), aber seine Grafikpracht entfaltet Stalker eigentlich erst so richtig in Gebäuden und Kellern. Stalker hat wirklich gute Schatteneffekte, die die Atmosphäre gut unterstreichen.

Aber Stalker setzt nunmal nicht so sehr auf paradiesische Grafik mit Bloom (siehe Oblivion), Stalker setzt mehr auf realistische Grafik mit kalten Elementen aus den bekannten WWII Shootern wie Call of Duty.

Und als letztes noch etwas wegen dem 1. Patch:

Der Patch verbessert das Spiel um einiges, die Performance wird erhöht, viele Fehler bei Einzel- und Mehrspieler wurden verbessert, der Preis dafür ist allerdings hoch: Die alten Speicherstände können nicht mehr verwendet werden.

Tja was soll ich nun dazu sagen, ich selbst musste den Patch installieren weil ich die Kampagne aufgrund irgendeines Fehlers nicht mehr weiterspielen konnte (eine wichtige Person hat nicht mehr auf die story-wichtige Aufgabe reagiert), also neu angefangen.

Aber wer sich das Spiel neu kaufen möchte, der sollte sich davon nicht beirren lassen, einfach gleich den 8MB großen Patch runterladen und installieren, ist ja alles kein Beinbruch solang man noch keine allzu fortgeschrittenen Speicherstände hat.

Und falls jemand vorhat sich das Spiel zu kaufen (was ich natürlich voll und ganz empfehle), dann sei er gewarnt vor dem Händler-Tür Bug, bei dem sich die Tür zum Händler nicht mehr durch die Benutzen-Taste öffnen lässt und trotzdem zu ist. Hier muss man gegen die Tür springen bis sie sich einen Spalt weit geöffnet hat und dann von der Seite gegen diesen Spalt springen. Für einen nicht Eingeweihten wie mich vor einiger Zeit stellt dieser Fehler ein unlösbares Problem dar, welches mit dem 1. Patch aus unerfindlichen Gründen noch nicht entfernt wurde.

Nun, ich hoffe ich habe nicht zu viel vergessen... dann mal noch ein paar Aufzählungen der guten und schlechten Seiten.

+ Schöne Grafik

+ Sehr gute Atmosphäre

+ Mutanten verhalten sich realistisch

+ Viel Gegnerinteraktion

+ Große Spielwelt

+ Realistische Waffenphysik und Verschleiß

+ Jeder NPC handelt, aber sie sind alle an unterschiedlichen Gegenständen interessiert

- Rechenintensiv

- Anfang ist recht langwierig

- Händler-Tür-Bug

- Die meisten Stalker werden nicht in das Lebenssimulations-System eingebunden

- Patch 1.0001 macht alte Spielstände unbenutzbar
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am 23. März 2007
Habe das Spiel seit gestern und bin überrascht, was für ein interessanter Genremix das doch ist.

Egoshooter mit Taktikelementen und etwas Rollenspiel.

Die Grafik ist meiner Meinung nach gut gelungen. Natürlich nicht so gut wie Crysis aber dennoch muss sich die Grafik nicht hinter anderen Spielen verstecken. Die Wetter-Effekte sind wunderbar. Das Wetter ändert sich ständig, Wind weht über die Wiesen. Am Himmel fliegen Krähen. Wunderbar. Die Stimmung ist düster und deprimierend, wie mann es für so eine Gegend auch erwarten kann.

Die Kampfsituationen wirken realistisch, da mann nicht wie in anderen Shootern durchrennen kann und alle sofort abknallen kann. Eine Person mit Pistole hat doch deutlich weniger Chancen gegen 6 Gegner mit Schrotflinten und Automatikwaffen. Das gefällt mir.

Sie bekommen im Spiel Aufgaben und müssen diese Lösen. Müssen für Ihre Einkäufe Waren sammlen und verkaufen.

Bei mir läuft das Spiel flüssig, aber ich habe auch die Empfolene Hardware.

Ich finde die Wartezeit hat sich gelohnt. Das ist kein stumpfer Shooter in dem mann nur durchrennen und abknallen muss.

Mir gefällts.
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am 4. Mai 2007
Diese Rezension möchte ich etwas weiter fassen.

Zuerst: das Spiel an sich ist sehr, sehr gut gemacht. Den Mythos von der Über-Grafik kann ich zwar nicht bestätigen [da hab' ich definitiv schon besseres gesehen], die Steuerung hat mich am Anfang gestört (kompliziertes Ducken, irgendwie) und vor allen Dingen die Karte mit Auftragsübersicht fand ich sehr unbenutzerfreundlich. ABER: Nicht mal bei den Resident Evil-Spielen hab' ich so geschwitzt wie bei Stalker. Man kann es sich vorstellen: Unter der Erde, ein Katakombensystem. Du schleichst da lang, hörst unter deinen Stiefeln den Kies knirschen. Der Geigerzähler knackt unregelmäßig und teilt dir damit beunruhigende Sachen mit. Über dir eine Warnleuchte an der Wand. Ihr dunkeloranger Lichtkegel durchstreift die Wände und du siehst tatsächlich NUR, was sich darin befindet. Zum Beispiel Blutspuren an der Wand oder 'nen Totenkopf, ansonsten tiefste Schwärze. Dafür quietscht die Lampe jedesmal nervenaufreibend, wenn sie eine weitere Drehung vollführt. Schon eine Weile lang hörst du andere Geräusche: Knallende Türen, ein Grollen, Schritte, manchmal näher, manchmal weiter weg und jetzt gerade ein Grunzen. Dann ein Schrei. Du fährst herum, findest nichts. Dann hörst du Schritte immer näher kommen, wirst panisch und in dem Moment entdeckst du ein auf dich zurennendes Monster, das du immer nur dann sehen kannst, wenn es den Lichtkegel der Warnlampe passiert. Du kriegst nen Herzinfarkt, fliegst fast vom Stuhl und verprasst deine halbe Munition auf das Vieh und ärgerst dich, weil du den meisten Weg durch die Katakomben noch vor dir hast.

Die Außenwelt ist... unheimlich traurig und düster. Aber sobald du wieder dort angekommen bist, hast du das Gefühl, tatsächlich endlich wieder frische Luft einatmen zu können.

Lurz gesagt: auf die Schnelle fallen mir vielleicht 2 Spiele ein, die eine ähnlich intensive Atmosphäre aufweisen konnten. Man wird als Spieler völlig automatisch immer wieder zum virtuellen Tschernobyl gezogen, weil man seinem Spieler-Ego aus der Patsche helfen will und endlich mal ein Erfolgserlebnis haben will.

Und das führt mich zu etwas anderem, nämlich dem historischen Kontext.

Tatsachen sind: Stalker spielt in einer radioaktiven, verseuchten Zone. Die gibt es auch ums echte Tschernobyl. Sie wird auch bewacht. In Stalker gibt es mutierte Tiere. Geburten von Ziegen mit 4 Hörnern und Schlimmeres wurde auch in der echten Ukraine dokumentiert. In Stalker plündern Menschen die Ruinen der Region und werden dabei vom Militär gejagt. In der echten Ukraine schoss die Polizei irgendwann auf Plünderer in den Städten um das AKW, weil sie kontaminierte Gegenstände gestohlen und in anderen Städten verhökert, d.h. die Strahlung aus der Zone rausgeschleppt haben. Im Spiel wächst die Zone - Strahlenzombies dringen weiter nach außen, die Zonengrenze wird verschoben. In der echten Ukraine auch: Im Umkreis von 250 Kilometern sind inzwischen 2000 Dörfer und Städte verlassen, verwildert, von den Karten getilgt und sogar manchmal abgerissen worden und die Region blutet weiter aus.

In Stalker gibt es eine Müllhaldenregion. Diese gibt's auch in der echten Region. Der Schrottplatz im Spiel gleicht dabei denen in der Realität optisch wie ein Ei dem Andern. Auch den "Roten Wald" gibt es in der Realität, die Stadt Prypjat wurde dem Original nachempfunden. Sogar das, was einige Stalker im Spiel sagen, ähnelt vom Wortlaut stark dem, was eine Ukrainerin, die die Zone mit ihrer Kamera bewaffnet durchstreift, in ihrem Webblog äußert. Das Bild, was man im Hauptmenü des Spiels vom AKW sieht, zeigt die gleiche Perspektive, die gleichen Einzelheiten wie einige Fotos, die man im Internet findet. Ich kann's nicht anders sagen: Stalker ist authentisch, irgendwie. Klar, dieser ganze Zombiekram ist natürlich Schwachsinn, auch das mit den PSI-Mutanten und so weiter. Aber dass man im Moment noch auf einem sicheren Punkt steht und nur 2 Meter weiter von Gammastrahlen geröstet werden könnte, bringt das Spiel genauso rüber, wie man sich es vorstellt, wenn man Berichte aus der tatsächlichen Zone liest. Die Einsamkeit und der Verfall der Region wurden so eindinglich dargestellt wie in einem Kunstwerk - nicht zuletzt weil die Entwickler die Spielwelt der echten nachempfunden haben (wollen).

Damit ist Stalker ein Spiel, dass neben der soliden technischen Umsetzung und der unschlagbaren Atmosphäre vor allen Dingen mit einer Art "Botschaft" aufweisen kann, die sonst kaum ein Spiel besitzt. Ist mir Tschernobyl bis vor einer Weile an meinem 19jährigen Hinterteil vorbeigegangen, hat es das Spiel geschafft, dass ich im Web das Spiel mit der Realität abgeglichen habe, in Stalker eine Moral gefunden habe (Überheblichkeit des Menschen, Blabla, ihr wisst schon) und trotzdem noch verdammt viel Spaß am Spiel empfinde. Stalker schafft durch seine.... 'Geilheit' die Verbindung von Spaß und politschem Bewusstsein, ist dadurch unbestreitbarer Beweis für die Kulturtauglichkeit von Video- und Computerspielen, so man so etwas nur genau genug betrachtet.

Also: Kaufen, Zocken, Nachdenken.
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am 5. April 2007
Nun, die meisten positiven und eventuell negativen Aspekte von S.T.A.L.K.E.R. wurden bereits in den Rezensionen vor mir behandelt und gut beschrieben. Allerdings sind einige Dinge nicht korrekt dargestellt von meinen beiden Vorrednern.

Die Spieldauer von S.T.A.L.K.E.R., wenn man sich strikt an die Storyquests hält, beträgt knapp 15-16 Stunden oder vielleicht auch weniger. Das ist korrekt. Es gibt aber noch reichlich Nebenquests die abgesehen von der Belohnung auch Veränderungen in der Spielwelt hervorrufen. So werden einige Fraktionen des Spiels stärker, übernehmen regelrecht ganze Sektoren, neue Gegnergruppen tauchen auf (z.b. die Ratten, die meines Wissens nicht von Anfang an anzutreffen sind) und es sind generell mehr Monster an verschiedenen Orten anzutreffen (besonders Bloodsucker suchen sich reichlich neue Verstecke).

Es lohnt sich also die verschiedenen Bereiche genau zu erkunden und Nebenquests zu erfüllen. Meine Spielzeit lag laut X-Fire bei 27 Stunden und es hatte sich im Vergleich zum Anfang sehr viel geändert.

Auch die Aufregung über das Ende von S.T.A.L.K.E.R. kann ich nicht nachvollziehen. Schon ein Blick in den PDA hätte erahnen lassen können, dass es weitaus mehr als ein Ende gibt. 7 Stück um genau zu sein, die sich teilweise nach der Spielweise es Gamers richten (Reputation, Geld, Mordlust).

Mein Tipp: nicht gleich zum Wish-Granter laufen, denn die Enden sind generell als die "schlechten" zu bezeichnen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass S.T.A.L.K.E.R. kein Shooter für zwischendurch ist und auch kein unglaublich Actionreicher. Wer sich allerdings Zeit nimmt und sich auf die Atmosphäre der Zone einlässt wird seine wahre Freude haben. Zudem ist es seit langem mal wieder ein Spiel, welches sich sogar mit Version 1.0 durchspielen lässt ohne größere Probleme, was heute eine wahre Seltenheit ist (siehe z.b. ArmA).
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am 23. März 2007
Tja, endlich ist es da. Seitdem ich gelesen habe, dass Stalker ein unlineares Spiel sein soll, habe ich jeden Entwicklungsschritt beobachtet. Nun bin ich in den Besitz der US-Version gekommen (die vorgestern Release hatte) und möchte meine Eindrücke mit allen potenziellen Käufern teilen. Tatsache ist, dass ich das Spiel noch nicht durchgespielt habe (hat vielleicht noch niemand) aber ich möchte trotzdem schonmal einige Ansätze des Spiels schildern.

Stalker ist ein RPG (Rollenspiel). Die ersten zwei Spiele die mir als Vergleich einfallen: Boiling Point und Oblivion. Man bewegt sich durch eine relativ große Spielwelt, spricht mit NPCs, die einem Aufträge geben, begibt sich zu gefährlichen Orten um die heiß begehrten Artefakte zu sammeln und setzt sich gegen Mutanten und Banditen zur Wehr. Die meisten Spieler dürften mitbekommen haben, dass Stalker nun nicht mehr alle Ursprünlichen Features enthält und das ist leider überall sichtbar. Fahrzeuge gibt's nicht mehr, die Welt ist etwas einengend (Zäune und dergleichen schränken die Bewegungsfreiheit ein), Bereiche sind durch genau definierte Punkte getrennt. Während man sich an einem Ort der "Zone" befindet hat man durchaus den Eindruck, dass die Welt lebt, denn immerzu kommen neue Abenteurer, es wird um wichtige Orte gekämpft und Rudel von Mutanten treiben ihr Unwesen. Es passiert schonmal, dass man gerade in einen verlassenen Bauernhof eintritt und während man sich dort umsieht haben sich gerade Banditen dazu entschlossen dort ihr Lager einzurichten und plötzlich , völlig unerwartet, kommt ein anderer Stalker um die Ecke und greift uns an. Das ist cool, der Eindruck, dass die NPCs wirklich Pläne und eigene Interessen haben haut wirklich um, doch wegen der Ladebereiche ist der Effekt nur bedingt, da Ereignisse in anderen Gebieten nur berechnet werden. Dennoch: Dieses Verlangen meine Umwelt zu erkunden habe ich bislang nur bei Oblivion und Boiling Point gehabt, bei letzterem zeigte sich aber bald, dass die Welt wenig abwechslungsreich konstruiert ist. Bei Stalker ist dies definitiv nicht der Fall. Die Motivation weiter zu spielen ist riesig. Dass ich Stalker als RPG bezeichne kann einige aber täuschen, denn es gibt keine Spielerattribute und Erfahrungspunkte. Was Stalker zu einem RPG macht sind die Freiheit und der Effekt, dass man wirklich in die Spielwelt eintaucht.

Ich denke also Stalker ist mehr was für Fans von Oblivion als etwa von Half-Life 2 und die Action erinnert meiner Ansicht nach eher an Vietcong als an andere Ego-Shooter, denn Deckung und taktisches Vorgehen dominieren im Kampf gegen die unberechenbaren (und somit realistischen) Stalker.

Zu den Systemanforderungen: Stalker läuft bei mir auf hohen Details sehr flüssig, doch stockt manchmal und bleibt hin und wieder sogar für mehrere Sekunden stehen, wenn die Spielwelt nachgeladen wird. Dabei sieht's bei mir auch nicht sonderlich imposant aus. Ich habe das Spiel aber auch schon auf einer aktuelleren Hardware gesehen, die sämtliche Pixelshader3 Effekte beherrscht und dort ist es wirklich shehr nett anzusehen und läuft absolut ruckelfrei (auch wenn's mit den aktuellsten Titeln nicht ganz mithalten kann). Ich denke wenn meine alte Radeon 9800 noch so gut mit dem Spiel klar kommt, dann ist so gut wie jede PciExpress-Karte optimal geeignet.
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am 16. April 2007
Die Basis meiner Rezension stellen bisher 23h Gesamtspielzeit für die Einzelspielerkampagne dar.

Ich hab mich von dem Hype im Vorfeld um S.T.A.L.K.E.R. - Shadow of Chernobyl (im Folgenden kurz SSC genannt) nicht anstecken lassen. Vor einigen Jahren, als ich die ersten Screenshots sah, war ich ob der fotorealistischen Umsetzung der Gegend um Prypjat und dem AKW in Tschernobyl wirklich angetan, danach hab ich es aber wieder vergessen. Es gab ja Titel wie Half Life 2 und Ghost Recon - Advanced Warfighter zu bespielen.

Wer wie ich in erster Linie realitätsnahe Taktikshooter mag, wird von SSC sehr angenehm überrascht sein. Warum? Ganz einfach:

Die angebotenen Gefechte sind ' je nach eingestelltem Schwierigkeitsgrad ' von Anfang an recht knackig und herausfordernd, bis unlösbar schwer. Ich als alter Shooterhase hab den zweiten von insgesamt fünf Schwierigkeitsgraden gewählt. Der nächste ist schon unglaublich schwer geraten. Aber mit dem zweiten ist es nicht zu schwer und nicht zu einfach. Die Gegner verhalten sich relativ intelligent und versuchen sich auch recht taktisch in einem Gefecht zu bewegen. Man wird umlaufen, unter Sperrfeuer und von mehreren Seiten gleichzeitig unter Beschuss genommen.

Die Rollenspielinhalte sind recht dürftig aber ergänzen den Shooter um eine in dieser Form bei Shootern seltene Komponente. Durch das handeln und sammeln von Artefakten, Waffen, Munition, Nahrungsmitteln, Medikits und Ausrüstung mit anderen Stalkern oder Händlern, kann man seinen Charakter recht schnell verbessern. Außerdem motiviert es ungemein. Diese Motivation wird allerdings später wieder etwas gebremst, weil man am Ende nur noch Reichtümer anhäuft, aber für das viele Geld keine wirklich tollen, exklusiven Dinge bekommt.

Die Auftragslage bei diesem Spiel ist je nach Gusto entweder zielorientiert, also Richtung schnelles durchspielen, oder umfangreich, wenn man viele Nebenquests beackern möchte.

Die Story finde ich für ein Spiel unglaublich gut gelungen und sehr spannend umgesetzt, dazu trägt nicht zuletzt noch die tolle Atmosphäre des Spiels bei. Geniale Endzeitstimmung, tolle Umsetzung des Verhaltens der NPCs, verschiedene Gegnergruppen, nicht nur Mutanten und Zombies, die eher dünn gesäht sind, was sehr zum gelungenen Gameplay beiträgt, Dungeons, Schießereien mit Soldaten, die Suche nach Artefakten, alles vermischt sich zu einem recht abwechslungsreichen Gameplay. Mich macht das total an.

Die Geschichte ist alles andere als linear erzählt, denn man kann jederzeit den Erzählstrang für irgendwelche mehr oder weniger umfangreiche Nebenquests verlassen.

Technisch gesehen ist SSC äußerst Anspruchvoll und verlangt in der höchsten Detailstufe einen High-End PC. Als Beispiel soll mein PC herhalten: 3,5 GHz Prozessor, 1,5 GB DDRRAM und eine X850XT lassen das Spiel bei mir auf mittleren Detaileinstellungen aber hoher Texturqualität je nach Situation zwischen 30 und 45 Frames pro Sekunde (fps, ermittelt mit Fraps) laufen,, bei einer Auflösung von 1280 x 1024 (wegen des 19 Zoll Monitors). Damit sieht es aber trotzdem noch extrem gut aus. Ab und zu hat man mal einen kurzen Nachlade lag und an gewissen Stellen eine wenige Sekunden dauerndes Ruckeln, aber bei Schießereien spielt das keine Rolle. Meist tritt das auf, wenn man einen krassen Umgebungswechsel hat und die Umwelt frisch in den Arbeitsspeicher geladen wird.

Fazit:

SSC ist für mich jeden Cent wert. Ein absoluter Half Life 2 Killer. Ich bin mal gespannt, wie der Multiplayerpart wird, den ich erst antesten werde, wenn ich die fesselnde Einzelspielerkampagne durch habe. Aber 30h Spielspaß sind dafür schon anzusetzen, wenn man sich ein wenig Zeit lässt und nicht auf der leichtesten Stufe spielt. Dennoch werden Genreneulinge wohl anfangs noch Probleme haben, weil es doch recht anspruchsvoll programmiert ist. Besonders gegen Ende wird es richtig deftig und sauschwer.

Abzüge gibt es für die vielen kleinen und kleineren Bugs, die den Spielspaß aber kaum zu trüben vermögen. Meist ist es nur ein schlampiges Debugging und eine schlechte Lokalisierung (Übersetzung ins Deutsche). Auch hört man die meisten NPCs nur auf Russisch reden, aber das trägt meiner Meinung nach zur gelungenen Atmo bei. Die Passagen, die die Story vorantreiben sind textlich genau richtig, nicht zu viel und nicht zu wenig. Genau die richtige Mischung zwischen ballern und lesen.
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am 29. März 2007
Nach über 5 Jahren Entwicklungszeit findet Stalker endlich den Weg auf die heimischen PC's. Und ich finde GSC Game World hat da ganz große Arbeit geleistet.

+ Setting & Story:

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Stalker spielt ca. 40 Jahre nach dem Unfall im AKW Chernobyl. Dazu wurde das Gebiet südlich des alten Reaktorkomplexes nachempfunden. Dabei greift das Spiel historisch auf viele Fakten zurück und bringt eine gute Prise Science-Fiction und einige Verschwörungstheorien mit in die Handlung.

Man startet als S.t.a.l.k.e.r., eine Art Söldner auf der Jagd nach Artefakten und Informationen rund um Chernobyl, der ohne Erinnerungen im Kordon, im südlichsten Gebiet der Stalker-Welt wieder zu bewußtsein kommt. Während der Handlung kämpft man sich in den Hauptmissionen in Richtung Norden - der Todeszone, das engere Gebiet um das ehemalige AKW. Dabei wird geschickt die Hintergrundgeschichte des Protagonisten aufgedeckt - teilweise auch in wirklich abslolut sehenswerten gerenderten Zwischensequenzen. Dabei verschlägt es unseren Stalker in die rauhe, russische (bzw. ukrainische) Natur, die stark vom Unfall und den Industriekomplexen aus dem Jahre 1986 geprägt sind. Der Verfall der Betonbauten wird dabei grandios eingefangen. Der Putz bröckelt von den Wänden, das Mauerwerk zerfällt langsam und kein Metall bleibt vom Rost verschont.

Stalker ist kein reinrassiger Shooter. Das Inventarsystem, die Möglichkeit mit Artefakten einige Attribute zu verbessern und das Questsystem und die große, frei begehbare Spielwelt bringen einen Hauch RPG in den Ausnahmeshooter. Dabei muss man sein Inventar bzw. die Last recht gut managen. Ab 50kg Traglast sind Sprints nur noch von kurzer Dauer und ab 60kg gibt es kein Vorrankommen mehr. Im Klartext heisst dass: Muniton, Waffen und Medipaks können nicht unendlich gehortet werden. Glücklicherweise findet sich bei den meisten Gegnern immer genug Nachschub.

Die Story wird in den Hauptquests weitererzählt. Diese erkennt man daran, dass sie keine Zeitbegrenzung haben. Nebenquests dienen zur Auffrischung des Geldbeutels oder werfen auch mal nette Waffen oder Rüstungsgegenstände ab - genau wie die im PDA gespeicherten Information über Verstecke einiger erledigter Gegner. Die Nebenquests unterliegen einer Zeitbegrenzung von einem Spieltag (ich habe es nicht nachgemessen, aber ich vermute dass 24 Stunden im Spiel 1 reale Stunden bedeutet). Die Nebenquests sind qualitativ nicht sehr berrauschend, aktuell auch teilweise noch etwas verbuggt. Wenn die Story aber erstmal richtig in Fahrt kommt, interessieren diese eh nicht mehr großartig. An genug Geld und Beute kommt man auch auf dem Pfad des Hauptquests oder durch ein paar Kämpfe in der Arena.

Wärend des Geschichte verschlägt es den Stalker auch oft in alte, unterirdische Komplexe. Das ganze wird sehr atmosphärisch inszeniert und bietet eine beklemmende Atmosphäre und auch so einige Schockeffekte. Stellenweise erinnerten mich die unterirdischen Abstecher an den Genre-Kollegen F.E.A.R. .

+ Grafik:

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Stalker ist technisch kein Shooter der neusten Generation, wird also mit Grafikbomben wie Crysis oder neuen Unreal-Engine3-Spielen nicht mithalten können. Aber hey, wen interessiert das. Stalker sieht auf jeden Fall richtig gut aus und die grafische Palette untermalt die Atmosphäre einfach perfekt. Bei den teils sehr detaillierten Texturen kann man den Putz schon fast abbröckeln hören. Aber auch die Lichteffekte sind grandios: nachts sorgen die Lampen der Stalker in der freien Natur für tolle Lichtspiele und in den düsteren Laboren und Kellergewölben sind die Licht- und Schattenspiele besonders hervorragend. Aber auch tagsüber bei einem Marsch durch die freie Natur fallen die hohe Grasdichte und ein unglaublicher Detailreichtum in der eigentlich so tristen Gegend auf. Kurzum: grafisch gibt es bis auf einige Waffenmodelle nichts zu meckern - vorrausgesetzt, man hat ein leistungsstärkeres PC-System zuhause stehen.

+ Sound:

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Die Sound und Musikuntermalung passt perfekt. Draussen hört man das Rauschen des Windes, man hört Vogelschwärme über den Kopf hinweg fliegen - in den Innenlevels sorgen besonders nett gescriptete Soundfetzen für die richtige Prise Schauder.

Die Musiktracks sind dezent, aber hören sich alle großartig an und runden Stalker zum atmosphärischen Exklusivpaket ab.

Einzig die auffallend flachen Waffensounds könnten an der Soundkulisse kratzen. Mich hats aber nicht gestört.

- Negatives:

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Die Spielwelt ist schön groß und bietet genug Raum für Entdeckungstouren - leider muss zwischen den einzelnen Gebieten nachgeladen werden. D.h. die Spielwelt ist aus großen Levels zusammengesetzt. Das ist nicht tragisch, kann aber u.U. schon mal nerven.

Die Nebenquests sind leider noch etwas verbuggt und die Zeitbegrenzung dabei ist absolut unnötig. Gerade mit vollgepacktem Inventar kann die Rückkehr zu weiter entfernten Questgebern schon mal nervig werden, da die Sprints nun nicht mehr effektiv einzusetzen sind. Es wäre einfach schöner gewesen, die Quests auch ohne Zeitdruck erledigen zu können um dann mal bei passender Gelegenheit (also wenn man grad mal wieder in der entsprechenden Gegend ist) die Quests gesammelt abzugeben. Aktuell hat man nämlich dadurch unnötig viele Laufwege und das Gefühl, dass der Entwickler versucht, die Spielzeit etwas zu strecken.

Spieler, die Sammlernaturen sind, könnte das sehr begrenzte Inventar stören. Zwar finde ich es gut, dass man nicht 10 verschiedene Waffen und ne Panzerfaust mit sich rumtragen kann, aber dass sich die Munition auch so schnell ins "Gewicht" schlägt, hat mich persönlich schon gestört. Nun ja, dann muss man halt einfach etwas besser haushalten und hoffen, dass die Munition reicht und überschüssiges schnellstmöglich an Händler verkaufen, in Kisten deponieren oder einfach wegschmeissen.

Das Spiel akzeptiert keine Speicherstände mit Zahlen oder Leerstellen. Das ist zwar kein Drama, aber ich verstehe einfach nichtm warum so eine standardmäßige Komfortfunktion noch nicht bis in die Ukraine vorgedrungen ist.

Wenn man den aktuellen Patch einspielt, sind die alten Spielstände nicht mehr kompatibel und es gibt keine Möglichkeit diese zu importieren. Das Schadet zwar nicht wenn man eh neu anfängt, aber für Spieler die mitten im Spiel sind und vom Patch profitieren wollen, heisst es dann: neu anfangen. Das ist steinzeitlich und nicht kundenfreundlich. Ich hoffe, dass das bei zukünftigen Patches nicht mehr vorkommt.

Fazit:

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Klitzekleine Macken und das ein oder andere Balance- und Komfortproblem hier oder da ändern nichts an den Tatsachen: Stalker ist ein großartiges Spiel mit einer unglaublich dichten Atmosphäre, einer tollen Geschichte und einem aussergewöhnlichem Setting. Ein echtes Ausnahmespiel welches frischen, radioaktiven Wind ins Shooter-Genre bringt. Zugreifen und genießen.

Wer allerdings lieber sehr gradlinige Shooter mag, nur ballern möchte und keine Lust hat, sich um Missionen, Ausrüstung und Inventar zu kümmern, der sollte eher die Finger von Stalker lassen.
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am 4. Juli 2007
Über mehrere Jahre hinweg als große Spielerevolution angekündigt, konnte S.t.a.l.k.e.r. die hohen Erwartungen mit seinem Erscheinen kaum erfüllen, zu sehr wurde das Spielprinzip im Laufe der Entwicklung auf den reinen Egoshooterpart reduziert. Dazu leidet die Verkaufsversion unter teilweise recht heftigen Bugs und Schwächen in der Spielbalance, aktuelle Patches des vom Entwickler gut supporteten Spiels wirken aber kleine Wunder in dieser Hinsicht. Schwerwiegender sind da die Probleme mit der Künstlichen Intelligenz und dem leider niemals nirgends nicht flüssig laufendem Mehrspielermodus. Aber trotz aller Fehler und verschenkter Chancen - S.t.a.l.k.e.r. ist einer der aktuellen Spitzentitel, den richtigen Rechner vorausgesetzt ( 2Gb Arbeitsspeicher sind dringend zu empfehlen ) kann man in eine einzigartige Welt eintauchen, in der friedliche Lagerfeueridylle und bedrohliche Panikattacken nur einen Lidschlag auseinanderliegen, so schön, so irritierend fremd und vertraut zugleich war noch keine Vision einer zerfallenden Zivilisation in einem Computerspiel.
Die Stärken liegen klar auf der Hand, statt den Spieler wie genreüblich durch verwinkelte Keller zu schicken, in die nur selten einmal ein Sonnenstrahl dringt, bewegt man sich bei S.t.a.l.k.e.r. die meiste Zeit durch eine sehr realistisch nachgebildete Landschaft, hier gibt es Straßen, Bahngleise, Brücken, zerfallende Bauernhöfe und Fabriken. Die überragende Darstellung von Wettereffekten erzeugt in Verbindung mit dem Tag/Nacht-Zyklus, den Lichtspielereien und der stimmigen Geräuschkulisse oft magische Momente. Eine weitere wichtige Besonderheit zeichnet die vom Computer gesteuerten Figuren aus. Diese bevölkern die einzelnen Level der Spielwelt nicht nur ständig neu, sondern verfügen dabei auch über ein ungewöhnlich aktives Eigenleben, so ziehen z.B. in vielen Gegenden Trupps untereinander verfeindeter Fraktionen durch die Landschaft und verwickeln sich dabei gern in Kämpfe um Schrottplätze und desolate Fabrikhallen. Dazwischen streifen Rudel mutierter Hunde umher, auf der Suche nach einer zu unvorsichtigen zweibeinigen Mahlzeit. Insgesamt schafft es das Spiel sehr gut den Eindruck vertrauter, aber lebensfeindlich gewordener Umwelt zu vermitteln, radioaktive Verstrahlung, Mutanten und die Naturgesetze außer Kraft setzende Annomalien sind eine ständige und unheimliche Bedrohung für das Leben der eigenen Spielfigur.
Die Rahmenhandlung wurde in sehr groben Zügen von dem gleichnamigen Tarkowski-Film übernommen, wie der Protagonist des Films ist die Spielerfigur ein desillusionierter Einzelgänger, der, nur mit einem Rucksack voll Büchsenfleisch und Wodka und einer Hosentasche voller Schrauben, die unheimliche Zone auf der Suche nach der Wunschmaschine durchquert. Nur hat die im, ende der siebziger Jahre enstandenen, Film nicht näher benannte Zone ein Gesicht bekommen, nämlich das strahlenverseuchte Umland des Atomkraftwerks von Tschernobyl, das zu einem großen Teil nach Satellitenfotos im Spiel nachgebildet wurde.
Was das Spieldesign selbst betrifft, so muß man sagen, daß die Entwickler viele genreübliche Konzeptfehler gekonnt vermieden haben, im Gegensatz zu z.B. Farcry sind die Kämpfe von Beginn des Spiels bis zum Ende hin spannend, erfordern taktisches Geschick und fördern ein eher behutsames Vorgehen, haushohe Supermutanten mit Gatlinguns und Raketenwerfern wird man hier vergebens suchen. Leider läßt die zu Anfang fesselnde Geschichte im letzten Drittel des Spiels sehr stark nach, hier merkt man ihm seine überhastete Veröffentlichung deutlich an, der letzte Teil wirkt noch recht unfertig. Shooter-Experten werden sich zudem an kleinen Ungereimtheiten in der Steuerung stören, so ist der Ironsight-Modus nicht an- und ausstellbar, sondern muß durch Gedrückthalten der Maustaste aktiviert werden, auch dauert es z.B. nach einem Granatenwurf zu lange bis die Primärwaffe des Spielers wieder schußbereit ist. Alles in allem aber eher Kleinigkeiten die den Spielspaß nur unerheblich trüben.
Die künstliche Intelligenz der NPCs ist teilweise hervorragend, hat aber unschöne Aussetzer und Macken, so kann die KI keine Leitern erklimmen und Freund und Feind anhand der Laufgeräusche identifizieren, was sich nach Kleinigkeiten anhört, aber relativ schwerwiegende Auswirkungen auf die spielerischen Möglichkeiten hat.
Der Mehrspielermodus ist eher konventionell, könnte aber mal so richtig doll Spaß machen, ich sage bewußt könnte, denn leider scheinen bei der Programmierung des Netzwerkcodes Laien am Werk gewesen zu sein, im LAN sicher lustig, im Internet einfach unspielbar und keine Aussicht auf Besserung - leider, denn das ist für mich der mit Abstand größte Kritikpunkt an diesem Spiel.
Trotzdem, für die faszinierende und atemberaubend schöne Spielwelt gebe ich volle fünf Sterne - Prädikat: empfehlenswert.
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am 2. April 2007
S.T.A.L.K.E.R. war erst nicht mein Fall, aber dann so nach ca. 2 Stunden hats mich dann doch gefesselt. Die Atmosphäre ist einfach nur geil!!! Habe das noch nie in einem Game so empfunden.

Ich stehe irgendwo in der Gegend rum, es ist 19:00. Ich beobachte die untergehende Sonne - die Krähen kreisen am Himmel. Langsam ziehen die Wolken vorbei .... Die Farbe der Sonnen wandelt sich mit der Zeit in ein dunkles Violett und eine frische Brise kommt auf. Lose Blätter fliegen kreuzen meine Sicht, die Sträucher und Bäume wiegen sich im Wind. Dann sehe ich plötzlich die ersten Regentropfen. Der Wind wird stärker. Allmählich nimmt der Regen zu - es fängt geradezu an zu Schütten! Starker Regen prasselt herab und durch den nun fast orkanartigen Luftzug mit leichten Nebelschwaden verwandelt sich meine Umgebung in eine unscharfe, unbehagliche Kulisse. Oh no, es fängt an zu blitzen! Die durch die dichten Wolken verdunkelte Landschaft bildet sich nun eine bizarre Licht- und Schattenspiegelung meiner Albträume. Irgendwo heult ein Wolf. Plötzlich höre ich ein Rascheln hinter mir. Schnell reisse ich meine Pistole hoch, drehe mich im gleichen Moment um und erwarte den Angriff eines mutierten Hundes oder eines gefährlichen Wildschweins. Doch zum Glück ist es diesmal nur ein anderer, verletzter Stalker, der mich um um Hilfe bittet. Ich senke meine Waffe und reiche ihm eines meiner gesammelten Medi-Packs. Wir unterhalten uns ein wenig und er wird mein Freund... Doch nun bekomme ich langsam Hunger. Ich handele mit ihm, er bekommt eine Packung Munition von mir, ich dafür Brot und ein wenig Wurst. Ah, tut das gut, jetzt gehts mir besser! Dann ziehen wir wieder beide unserer Wege....

Die Hardware-Anforderungen mögen hoch sein. Auf meinem PC (3800 Dualcore, Geforce 7800GT, 2GB RAM) ruckelt es zum Glück nur ganz kurz, wenn der nächste Landschaftsabschnitt nachgeladen wird. Nervig sind allerdings die Ladezeiten beim Aufruf eines Speicherstandes. Da vergehen schnell schon mal 20-30 Sekunden. Schnellspeichern gibts auch nicht. Zwischenspeichern bei brenzligen Situationen geht leider nur per normalem SAVE im Hauptmenü. Die Grafik mag auch nicht die Neueste sein, aber das stört nicht wirklich. Trotz all diesen Kritikpunkten ist dies nach ca. 15 Spielstunden (ähm, ich befinde mich immer noch in Level 2 ...) eines der besten Games, die ich als CS:S-, HL2-, F.E.A.R.- und Riddick-Fan jemals gezockt habe!

Fazit: Wer als leidenschaftlicher Gamer nicht als "S.T.A.L.K.E.R." gelebt hat, dem ist definitiv etwas entgangen. Ganz ehrlich? Ich bin der Meinung, dass dieses Spiel eine neue Ära der Gamer-Szene angebrochen hat...
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am 24. April 2007
Das Spiel überzeugt nicht mit der bestechendsten Graphik, die aber immer noch in Ordnung ist,punktet aber stark mit Gegner KI. Stalker ist keines dieser Spiele wie Splinter Cell, in dem man 10 min hinter einem Wachmann hertrotten kann ohne bemerkt zu werden!

Ein Ballerspiel ist es auch nicht im engeren Sinne, wer also einfach nur Mutanten metzeln will sollte sich Doom 3 zulegen!

Auch die Atmosphäre ist der Hammer! Es kommt sehr gut rüber wenn man einsam durch die verseuchten Gebiete läuft und der Geigerzähler sich langsam bemerkbar macht!

Ich empfehle dieses Spiel allen dringend, die gerne auch mal ein bisschen handeln, aber die Action dabei nicht vernachlässigen wollen und eine Wahnsinnsatmosphäre mögen!
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