Jeans Store Hier klicken Neuerscheinungen Cloud Drive Photos Learn More Hier klicken designshop Fire Shop Kindle Sparpaket festival 16

Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
21
4,4 von 5 Sternen
Format: Audio CD|Ändern
Preis:17,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

TOP 500 REZENSENTam 17. Januar 2014
Auch beim Wiederhören verliert diese Gesamtaufnahme der Beethoven-Symphonien nichts von ihrer Faszination, sie steht für mich auch jenseits der Frage Orignialklangbewegung oder nicht. Was hier zählt, ist das Talent von Bernstein, seine mitreißende Überzeugungskraft nicht hur auf die famos aufspielenden Wiener Philharmoniker zu übertragen, sondern eben auch auf den Zuhörer. Sein Beethoven ist spannend, mitreißend, romantisch. Auch wenn bei weitem nicht jede Symphonie gleich überzeugend gelingt, ist es in der Summe doch ein Beethoven, der ausgewogen ist, so dass man oft den Eindruck hat, genau so soll er klingen. Für mich besonders überzeugend die 3. Symphonie, die für mich zu den besten Einspielungen überhaupt gehört, weil Bernstein die Tragik, die Dramatik, aber eben das Element des Nach-vorwärts-drängen wunderbar in Balance hält. Und der Trauermarsch ist ungemein dicht. Die 5. erreicht jetzt vielleicht nicht den Siedepunkt eines Kleiber, aber welch überwältigende "Erleichterung" im 4. Satz, wo man wirklich das Prinzip des per aspera ad astra zu verstehen meint. Die Pastorale ist eher dramatisch angelegt, auch hier berührend der letzte Satz nach dem Gewitter, man möchte fast mit aufatmen. Die 7. ist sehr eigenständig, ausgewogen und wunderbar klanglich ausbalanciert, einmal mehr begeistert Bernstein im letzten Satz mit dem "Drive", den er hier die Musiker spielen lässt.
Die 9. leidet vielleicht etwas unter einem unausgewogenen Solistenquartett, aber welche Inbrunst, welcher Humanismus tönt uns hier entgegen. Phänomenal auch die Gesamtarchitektur, die über alle vier Sätze hinweg die Spannung hält. Und der 4. Satz ist (obwohl der ja am schwersten zu dirigieren ist, weil er so "abgenutzt" sein kann) schlicht überwältigend, einmal mehr überrumpelt uns Bernstein hier mit seiner schieren Energie - welcher Dirigent vermag schon ein solches "Strahlen" zu dirigieren?
In der Summe eine alterslose Aufnahme, die von der Überzeugungskraft von Lennie lebt und die uns auch da mitzureißen vermag, wo wir vielleicht aus rein musikalischen Erwägungen heraus widersprechen könnten. Auch dank der Wiener eine äußerst gelungene Gesamtaufnahme.
22 Kommentare| 14 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. Dezember 2007
Wer so recht eigentlich in das sinfonische Schaffen Beethovens eintauchen will, kommt wohl kaum an Leonard Bernsteins grandioser Gesamtinterpretation vorbei. Mehr noch, die Deutsche Grammophon hat mit dieser Wiederveröffentlichung ein ganz besonderes Juwel Bernsteins auf den Markt gebracht. Zuerst erschien dies unvergleichliche Album als repräsentative Kassette mit acht Langspielplatten von allerbester Qualität, einem formidablen Beiheft und einem großartigen Portrait des beliebten Dirigenten in würdevoller Haltung auf der Vorderseite. Bis heute ziehe ich Bernsteins gemessene, geradezu majestätische Tempi jeder anderen Version vor. Ein wenig Nostalgie mag dieserhalb durchaus eine Rolle spielen, doch ich denke, die von mir so sehr geliebte "Eroica" (3. Sinfonie) kann niemals besser klingen als hier. Meine Eltern schenkten mir in meiner Jugend die - für damalige Verhältnisse ausgesprochen teure - 8LP-Box zu Weihnachten und ich musste meiner Mutter zusichern, "auch mal Karajan" zu hören. Zähneknirschend willigte ich ein. (Siehe auch meine Rezension vom 21. September 2006 zu Karajans Einspielung der "Brandenburgischen Konzerte" Johann Sebastian Bachs.)

Leonard Bernstein war sich sehr im Klaren darüber, dass viele Menschen im Laufe ihres Lebens die Fähigkeit zur Freude verlieren und er wollte mit seiner Kunst ganz bewusst ihrem Mangel begegnen. Für ihn persönlich fiel die Erstveröffentlichung dieses Albums in die Zeit der Ernte seines Lebens. Mir ist, als habe er in die hier vorliegenden Aufnahmen seine gesamte Erfahrung eingebracht. Diese spektakuläre Einspielung der Sinfonien Beethovens wird bei einem großen Kreis von Musikfreunden unweigerlich Erinnerungen an die Achtzigerjahre wachrufen, als viele von Bernsteins Konzerten im deutschen Fernsehen übertragen wurden. Zu dieser Zeit war er vermutlich - von Karajan vielleicht einmal abgesehen - der beliebteste Dirigent hier zu Lande. In jenen Jahren freute ich mich wie ein kleiner Junge auf seine großartigen Neujahrskonzerte. Im Anschluss daran wurde Leonard Bernstein an einem Tisch sitzend gezeigt, den Zuschauern das aufgeführte Werk erklärend - in sehr pronounciertem Deutsch. Für mich waren seine Kommentare stets eine "Neujahrsansprache" der ganz besonderen Art!

Arg verschleppte Tempi und überbordende Gesten hat man Leonard Bernstein zuweilen vorgeworfen, doch in Wirklichkeit ist hier nichts, was das gewaltige Werk in seinen Gesamtproportionen beeinträchtigen oder ihm die Spannung nehmen könnte. Im Gegenteil, Bernstein dient der Musik Beethovens mit einer solchen Inbrunst und Eindringlichkeit, dass der Komponist seine wahre Freude daran gehabt hätte! Hier und da wirkt Beethovens Musik unter Bernsteins Dirigat derart zart und zerbrechlich, dass man kaum zu atmen wagt. An anderen Stellen kommt eine solch wuchtige atmosphärische Dichte auf, dass man sich mit geschlossenen Augen beinahe in einen Konzertsaal versetzt fühlt. Obwohl ich nie ein Freund speziell der 9. Sinfonie war, muss ich sagen, dass Leonard Bernsteins erhabener Ernst bei der geistigen Durchdringung Beethovens sinfonischer Werke aufs Ganze gesehen stets einen unvergleichbar starken Eindruck auf mich gemacht hat. Seine Sicht auf Beethovens gewaltige Partitur, seine klare Handschrift in der Linienführung und seine bemerkenswert vertrauensvolle Abstimmung mit den Wiener Philharmonikern kennzeichnen eine Gesamtinterpretation, die über ihre Zeitbedingtheit hinaus großen Wert behalten wird. Der weiche Klang der Hörner und die satte Präsenz der Streicher erfüllen diese überaus klar strukturierten Einspielungen mit einer teils sachten, teils überwältigenden Emotionalität. Beethovens Kompositionen verlangen Solisten, Chor und Orchester das Äußerste ab. Dass die Intonationssicherheit der Vokalsolisten mitunter auch Grenzen kennt, fällt im Gesamtbild jedoch kaum ins Gewicht. Die Klangqualität der Aufnahmen ist einfach superb und überragt manche Studio-Einspielungen um Längen.
22 Kommentare| 49 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. August 2005
Wenn eine "romantische" Aufnahme der Beethoven-Sinfonien, dann diese ! Die Wiener Philharmoniker in Höchstform, mit butterweichen Hornsoli und brillantem Streicherklang und auch sonst allen Vorteilen, die man von ihnen kennt.
Die jüngere Generation ist allerdings auch mit den Interpretationen von Norrington, Hogwood, Harnoncourt etc. aufgewachsen, und so erscheinen einem manche Tempi auf den ersten Blick recht langsam, sie sind allerdings immer erfüllt und voller Emotion, manchmal bis zum Platzen.
Kleiner Abstrich: der 4. Satz der Neunten: Bayreuths Brünnhilde, Fricka und Siegfried sowie Münchens Fafner und Hunding wirken doch etwas elefantös, obwohl sich die ersten drei (Jones, Schwarz, Kollo) recht erfolgreich um Differenzierung bemühen.
Für den sonst großartigen Kurt Moll liegt dieser Part einfach zu hoch, er quält sich hörbar (vor allem mit dem fis' in "freudenvollere").Auch der Chor tut sich schwer mit Bernsteins (und Beethovens) extremen Anforderungen, vor allem die piano - Einsätze auf höheren Tönen klingen manchmal etwas nach Meerschweinchenquälerei.
Ansonsten wie gesagt die empfehlenswerteste der "konventionellen"
Beethoven - Zyklen.
0Kommentar| 46 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Diese Einspielungen sind quasi eine Hybrid-Aufnahme - eine Kreuzung zwischen Studio- und Liveaufnahme : es wurde gleichsam der Konzertsaal (samt Publikum) als Studioraum benützt. Vom Publikum hört man nichts - es gibt auch keinen Schlussapplaus am Ende der Symphonien, keine Huster. Das ist aufs erste natürlich für den Hörer der CD ein großer Vorteil - da sonst übliche Störgeräusche bei Live-Recordings wegfallen. Offensichtlich wurde das Publikum seinerzeit angewiesen, sich ruhig zu verhalten. Ich habe den Eindruck, dass man das merkt - irgendwie fehlt das magische Moment, das Live-Aufnahmen oft haben. Insgesamt : nicht ganz Fisch und nicht ganz Fleisch.

Für mich sind die Aufnahmen gut - aber nicht großartig. Sie sind nicht bis ins kleinste Detail durchgestaltet, manche Passagen werden quasi überhudelt und gehen unter. Ich hatte seinerzeit die Gelegenheit, die Generalprobe der IX. miterleben zu dürfen. Ohne den Druck der Aufnahme entstand eine Wiedergabe, die einem Schauer über den Rücken rieseln ließ - so schön gelang sie. Dieses Element fehlt mir bei den Aufnahmen selbst. Sie ist für mich zu getrieben und auf den oberflächlichen Effekt (insbesondere die lauten und wuchtigen Passagen) zielend - die feine und differenzierte Ausgestaltung ruhiger und intimer Passagen kommt nach meinem Geschmack zu kurz. Die Aufnahmen sind sicherlich klangschön und eindrucksvoll - in manchen Passagen fehlt mir allerdings etwas die Sorgfalt und die Liebe zum Detail.

Zu dem jetzigen niedrigen Preis ist diese Einspielung für mich eine bereichernde Alternative zu meinen anderen Gesamtaufnahmen. Wenn ich mich für eine Gesamtaufnahme entscheiden müßte, würde ich diese hier aber nicht auswählen. (Sie gefällt mir allerdings besser als die erste Aufnahme Bernsteins der Beethoven-Symphonien mit dem NYO.)

---

Wesentlich detailgetreuer und überzeugender ist für mich die Aufnahme von Karl Böhm mit den Wiener Philharmonikern, die endlich wieder erhältlich ist.
0Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. August 2015
Das Zusammenspiel des mir sehr entgegenkommenden Dirigenten Bernstein (Karajan wär auf seine Art genau so gut gewesen) mit den Wiener Philharmonikern vermittelt dem hierzu Disponierten Beethovens Symphonien in spezieller Weise. Man hat das Empfinden, dass Bernstein nicht bloß "dirigiert", er "spielt" das Orchester brillant, wie man ein hervorragendes Instrument spielt. - Besonders erwähnenswert ist der letzte Satz in der 9. Symphonie. Dieser hat mir bei manch anderen Aufnahmen durch eine inferiore Leistung der Sänger (Haarsträubendes "Gejodel"!) fast Bauchschmerzen verursacht. Hier ist das nicht so. Der Gesang ist harmonisch, klar strukturiert; Töne werden getroffen und gehalten. Ein Ohrenschmaus!
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Wer sich mit den großen Errungenschaften des menschlichen Geistes auseinander setzen will, kommt an Ludwig van Beethoven nicht vorbei. Wer sich mit seinen Sinfonien befassen will, sollte keinen Bogen um Leonard Bernstein machen, der Beethoven - ähnlich wie Mahler - wie einen Gott verehrte. Seine Gesamteinspielung mit den Wiener Philharmonikern in Live Aufnahmen strahlt eine fassbare Vitalität, Menschlichkeit und künstlerische Stringenz aus, so dass es wohl kaum einen homogeneren Zyklus dieser großen Opera gibt.

Zwar betonte Bernstein immer wieder, dass die beiden ersten Sinfonien ihr haydnsches Gewand noch nicht abgelegt hätten, auch wenn Beethoven mit einem Mal das Menuett obsolet werden lässt und es durch das Scherzo ersetzt - eine Tanzform, deren Komposition zu seinen Spezialitäten gehört -, so ist die Aufführung trotzdem mitreißend, geradezu monumental. Bernstein macht sie zu unvergesslichen Ereignissen, obschon er gewiss nicht das trifft, was man historische Aufführungspraxis nennt. Dafür ist sein Orchester zu gewaltig.

Die "Eroica" mochte Bernstein sehr gerne und er ist auch einer der wenigen, die es vermochten, einerseits den Kopfsatz heroisch, majestätisch zu gestalten und gleichzeitig andererseits dem Trauermarsch eine unvergleichliche Emotionalität angedeihen zu lassen, dass er trostspendend wirkt.

In der Interpretation der zierlichen, ausgelassenen vierten Sinfonie gibt sich der Dirigent ganz und gar dem frühlingshaften Schwelgen Beethovens hin, lässt hier mäßig und getragen spielen, hier aufbrausend und wild - vor allem im Finale -, hier empfunden und leidenschaftlich.

Natürlich verschleppt Bernstein das berühmte Allegro con brio der Fünften, vernachlässigt quasi den inneren Tonus, dennoch halte ich diese Einspielung für eine der besten dieses Werkes, denn Bernstein lässt insbesondere den zweiten und vierten Satz dieses Jahrtausendwerkes zu solcher Monumentalität und Feierlichkeit erstrahlen, wie es sonst nur die wenigsten vermochten - Kleiber natürlich...

Bernsteins Interpretation der problematischen Sechsten, der sogenannte "Pastoralen", legt Zeugnis von dessen Verständnis für die Intentionen des Komponisten ab. Bernsteins Tonfall ist stets lieblich und angenehm, seine Akzentuierung scharf und pointenreich.

Leonard Bernsteins Liebe für Beethovens Siebente ist in jedem Ton der Einspielung zu hören. Das rhythmische, wilde, kaum zu bändigende Werk gerät unter Bernsteins Händen nie aus den Fugen. Sein Allegretto ist meisterlich, nur im Trio des dritten Satzes scheint er etwas die Zeit zu vergessen. Das stürmische Finale ist gelungen.

Wenn man überhaupt eine Einspielung als annähernd historisch einwandfrei bezeichnen kann, dann die der Achten: Hier setzt Bernstein weniger auf große Orchestereffekte, sondern arbeitet fein säuberlich die unterschiedlichsten Klangnuancen dieses pittoresken Stückes heraus.

Bernsteins Dirigat lässt die Neunte wirklich zum Höhepunkt des Zyklus erstehen. Freilich ist es das Werk schlechthin, das Größte, was jemals dem menschlichen Genius entsprang. Häufig aber habe ich schon Einspielungen gehört, denen die göttliche Nuance abgeht, in denen die Feierlichkeit einer unangemessenen Hektik weicht - vor allem bei Norrington und Abbado. Bernstein gibt jedem Satz ein Maximum an Emotion: dem ersten Wut und Verzweiflung, dem zweiten Zorn und Raserei, dem dritten Liebe und Frieden. Im großen Finale der Menschlichkeit brillieren Orchester, Chor, Solisten und Dirigent in selten erlebtem Maße. Aber Bernstein bewies ja im Mauerfallkonzert, dass er dieser Glanzleistung noch eins oben drauf zu setzen wusste.

Nicht jedem freilich mag die Herangehensweise Bernsteins zusagen: An zahlreichen Stellen spielt er über Gebühr langsam, verwendet auch für die "kleinen" Sinfonien riesenhaft romantische Orchesterapparate und rückt auch in den frühen Sinfonien nicht von seinem romantisierenden Gestus ab. Was er aber dadurch schafft, bleibt einzigartig, zeitlos gültig und zeugt von tiefem menschlichem Verständnis für den Menschen Beethoven. Seine scharfe, brillante Akzentuierung, das göttliche Spiel der Wiener und die prickelnde Atmosphäre des Konzertmitschnittes lassen nie Langeweile aufkommen.

Fazit: Ein unverzichtbares Tondokument, bei dessen Hören man spürt, dass zwei Künstler zueinander gefunden haben, geradezu verschmelzen...
0Kommentar| 9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. Mai 2014
es gibt von einzelnen symphonien sicher "bessere" oder spektakulärere aufnahmen, insbesondere von den meistgespielten (5. + 9.). insgesamt sind sind die aufnahmen aber sehr gelungen und geben eine prima gesamtübersicht. mir gefallen sie jedenfalls. ich mag die etwas getragenere art der interpretation von bernstein auch mehr als das zackige von z.b. karajan. meine neuentdeckung ist übrigens die 2. symphonie.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. Dezember 2015
Die grandiose Interpretation der gesamten Sinfonien Beethoven durch Bernstein ist unvergleichlich. Niemand sonst hat Beethoven jemals mehr verstanden als Leonard Bernstein. Die Tempi, die Lieblichkeit, die Pracht, die Gewalt, die Wucht, die Erhabenheit, die Tiefe und die Genialität der Beethoven Sinfonien lassen sich in keinem anderen Tondokument in der selben Weise wiederfinden. Jede Sekunde ist ein unvergleichlicher Genuss. Eine Perle der Musikgeschichte mit einem außergewöhnlichen Orchester angeleitet von einem Dirigenten der sein Fach in einer Meisterschaft ausübte wie kein anderer.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. Juli 2007
Mit wie vielen Dirigenten die Wiener wohl die Beethoven-Sinfonien eingespielt haben ? Bernstein traf erst recht spät auf dieses Orchester,Mitte der sechziger Jahre, aber sogleich ergab sich eine höchst freundschaftlich-fruchtbare Beziehung.
Auch dieser live-Zyklus der Beethoven-Sinfonien ist davon Beleg. Ähnlich wie sein Kollege Carlos Kleiber vermochte Bernstein, die Wiener zu elektrisieren. " Vordere Stuhlkante" bei einem Orchester wie diesem, ist schon eine Dirigentenleistung der Sonderklasse. Anders als der recht farblose Zyklus von Rattle mit den Beethoven-Sinfonien, liefern die Wiener mit Bernstein Beethoven machtvoll im Breitwandformat. Man höre sie entfesselt spielen beim "Gewitter" in der Pastorale, aber auch die siebte Sinfonie, dritter und vierter Satz, der zweite Satz der neunten- der Eingangssatz der fünften,natürlich. Da steckt ungeheure Leidenschaft hinter. Ein mächtiger Beethoven- nicht übermächtig und extatisch, wie teilweise bei Furtwängler, aber schon sehr gewaltig.

Die " kleineren " Sinfonien erscheinen einem in diesem Zyklus- wahrscheinlich unvermeidlich- zu dick aufgetragen. Wenn man Hogwood,Norrington,Gardiner,Immerseel und manche andere kennt, ist dies ein unvermeidlicher Eindruck. Durchsichtigkeit,Beweglichkeit kleinerer Ensembles fehlen naturgemäss.
Wer Beethoven im Breitwand-Format,mit viel Leidenschaft, mag, ist mit diesem Zyklus sehr gut bedient.
0Kommentar| 13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. März 2014
Ich habe jetzt gerade 2 Symphonien (die Dritte und die Neunte) von Beethoven gehört. Warum so - ich hatte grosse Mühe den ersten Satz den der Neunten zu verstehen, aber noch grössere Mühe hatte ich mit der Dritten (beide mit Karajan). - aber das war vor dreissig Jahren Nun habe ich alle mit Leonhard Bernstein. Jedes Wort darüber hinaus zu sagen, ist verlorene Zeit! Wenn Sie Beethoven lieben (und auch Bernstein), dann ist es ein Muss, diese CD's zu kaufen.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

17,99 €

Benötigen sie kundenservice? Hier klicken