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Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen
18
Street-Legal
Format: Audio CD|Ändern
Preis:6,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


TOP 1000 REZENSENTam 22. April 2013
Wie man schon unschwer an der Überschrift meiner Rezension erkennen kann, halte ich das oft vielgerühmte "Desire" (obwohl ich bekennender Dylan-Fan bin) offengestanden für ziemlich überschätzt. Auch mehrmaliges Reinhören, Abwägen mit anderen Großwerken Dylans, Vergleichen usw. hat mich bislang noch nicht vom Gegenteil überzeugen können!
Umgekehrt (jetzt wird's für Fans vielleicht interessant) halte ich aber beispielsweise die sogenannte "Bekehrungsphase" Dylans, die mit dem Nachfolger vorliegender Scheibe, nämlich "Slow Train Coming", eingeläutet wurde für ziemlich stark unterbewetet. Vor allem eben "Slow Train..." sowie der Nachfolger "Saved" kommen oftmals schlechter weg, als sie's tatsächlich sind... Soviel mal dazu. Mehr über diese Alben kann bei Interesse gerne in weiteren Rezis meiner Wenigkeit nachgelesen werden!
Jetzt aber wieder zurück in die Zeit zwischen "Desire" und "Slow Train..."...

Spät aber doch habe ich nun auch STREET LEGAL in meine Dylan-Sammlung integriert. Warum so spät?
Nun, erstens einmal eilt diesem Album kein allzu guter Ruf voraus, selbst eingesessene Fans sprechen hierbei nicht gerade selten von einer Art "Zwischendurchalbum" oder "Puffer". Darüber hinaus ist auch der Sound der Scheibe mehrmals bekritelt worden...

Nun, da ich selbst stolzer Besitzer dieses Werkes bin, kann, ja MUSS ich auf der Stelle sämtlichen Nörglern und Jammerern widersprechen. STREET LEGAL beinhaltet eine Menge großartiger Songs, die toll interpretiert und nicht zuletzt auch abgemischt wurden. Für mich hat der Sound, trotz z.B. sehr präsentem Schlagzeug, einen absolut authentischen Charakter. Soll heißen: Insgesamt hört sich STREET LEGAL für meine (bescheidenen) Ohren sehr zeitlos an - eben auch was gerade den Sound und die "Aufmachung" der Platte betrifft.

Zu den Songs an sich möchte ich noch sagen, dass ich - wie schon gesagt, ein durchaus glühender Dylan-Verehrer - bereits nach Hördurchgang Nr. 2 Feuer und Flamme war!
Eröffnet wird das Album durch das allseits bekannte (weil u.a. auch auf der Greatest Hits Nr. 3 erschienen) "Changing Of The Guards" (was auf Deutsch soviel wie "Wachablöse" bedeutet), das stimmig, frisch und (von der Melodie her) auch fröhlich in dieses kleine Gesamtkunstwerk einführt...
Track Nr. 2, "New Pony", ist ein sehr rhythmuslastiger Song mit unverkennbarem Blues-Touch, den man, wenn man sich "eingehört" hat, aber am liebsten in Endlosschleifen herunterlaufen lassen möchte!
"No Time To Think" hört sich zunächst etwas gewagt an - und zwar insofern, als dass hier ziemlich "penetrante" Keyboardparts das Hauptgerüst der Nr. tragen. Dennoch ist auch hier Dylan ein Klasse-Track gelungen, der schlichtweg großartig auf diese Scheibe passt und der bereits nach kurzer Einhörphase angenehm in den Gehörgängen liegt...
"Baby Stop Crying" ist einer dieser mehr oder minder "typischen" Dylan-Endlosrefrain-Nummern, der aber (wie gewohnt) souverän gesungen und gelungen von Backgroundsängerinnen mitgetragen wird! Auch nicht übel...
Überhaupt: Die Background-Vocals sind durchgehend auf diesem Album zu hören und tragen so zum harmonischen Gesamtklangbild dieser Scheibe bei - dies sei aber nur am Rande für alle Konzeptalben-Puristen erwähnt...
"Is Your Love In Vain?" ist für mich nicht unbedingt ein Riesenaufreger, plätschert aber gefällig und stimmig dahin...
"Senor", das offenbar auch in eine Greatest-Hits-Sammlung integriert wurde, habe ich für mich bislang auch noch nicht so richtig entdecken können. Allerdings ist es neben "Changing Of The Guards" textlich eines der interessantesten Stücke auf STREET LEGAL!
"True Love Tends To Forget" gefällt mir mittlerweile immer besser. Die Melodie kommt einfach unwiderstehlich auf einen zugeflogen und vor allem die genial gesungenen Zwischenpassagen sind herrlich anzuhören. Meines Erachtens der stärkste Track auf Seite 2 (für alle Vinyl-Besitzer)...
"We Better Talk This Over" ist wieder ein bisschen stärker Blues-orientiert (was ich persönlich ja sehr mag) und vermeidet ein Veröden oder "Verkitschen" oder Verebben (oder wie man's sonst nennen mag) des positiven Anfangseindrucks dieses Albums.
Mit "Where Are You Tonight?" wird dann schließlich ein befriedigender, ein gefälliger, aber keineswegs grandioser Schlusspunkt gesetzt. Vor allem im zweiten Vers der ersten Strophe ("Tears on the letter, I write"), der wiederum großartig von Backgroundvocs untermalt wird, blitzt die geniale Phrasierungstechnik eines Bob Dylan hervor. Leider zieht sich dieser Track dann aber stellenweise auch kaugummiartig dahin und wirkt (für mich zumindest) dann teils auch unausgegoren... Atmosphärisch aber alles in allem ebenfalls eine gelungene Sache.

Und ja: ATMOSPHÄRE ist es überhaupt was den Reiz dieser meines Erachtens hochunterschätzten Platte ausmacht! Freilich: Textlich mag der Lyriker Bob Dylan schon mal ausdrucksstärker und pointierter seine Anliegen zum Ausdruck gebracht haben. Über Liebe, Sehnsucht und die damit verbundenen Ängste, Hoffnungen und Sorgen (um die's auf diesem Album größtenteils geht, wenn auch nicht ausschließlich) hat sich His Bobness schon einmal "tiefergehender" ausgelassen.
Musikalisch jedoch könnte ich STREET LEGAL selbst beim schlechtesten Willen nichts vorwerfen. Der Sound (wie schon gesagt) klingt für mich zum einen authentisch und zeitgemäß und andererseits aber auch absolut zeitlos - weil zwar z.B. Backgroundsängerinnen hinzugenommen wurden und manchmal Keyboardbläsersätze zu hören sind (wie sie für damals nicht gerade untypisch waren), andererseits aber die Melodien absolut unabnützbar erscheinen, als hätte man sie unverwüstbar in Granit gehämmert! Und genau das ist es, was ich an einem Bob Dylan und seiner unverwechselbaren Interpretationsweise so wertschätze - die Unzerstörbarkeit (eines großen Teils) seines Liedguts (was man von sämtlichen Coverversionen, die zunächst oft eingängiger wirken, sich allerdings schließlich recht bald abnützen, nicht unbedingt behaupten kann - man höre z.B. (wenn auch aus anderen Dekaden stammend) - "It's All Over Now, Baby Blue" oder "Knockin' On Heavens Door", die u.a. beide zigmal von unzählbaren Künstlern fremdinterpretiert wurden)! Selbst der vielzitierte Zahn der Zeit scheint Dylan-Songs meistens nichts anhaben zu können - ganz im Gegenteil! Mitunter wachsen bislang unbeachtete "Mauerblümchen" mit der Zeit, womit sich ein oftmalig erfreuliches Wiederundwiederundwieder...hörerlebnis einstellt! GROSSARTIG.

Es stimmt schon: STREET LEGAL ist nicht durchgehend mit Mördertracks bestückt. Aber immerhin enthält es mit "Changing Of The Guards", "New Pony", "No Time To Think" und "True Love Tends To Forget" 4 Songs, die (für mich jedenfalls) zu den großen Würfen eines Bob Dylan zu zählen sind!
Und: Es ist kein wirklicher Totalausfall auf der Platte ausfindig zu machen. Hinzu kommt noch eine spürbare, sich angenehm durch das Album schlängelnde Gesamtatmosphäre, die alle 9 Songs hindurch aufrecht erhalten bleibt und der schon zuvor angesprochene zeitlose und gleichzeitig zeitgemäße Sound.
Übrigens: Remaster-Vergleiche kann ich an dieser Stelle nicht anstellen, da ich als eher jüngerer Dylan-Freund lediglich neuere CD-Pressungen besitze und das Originalalbum in diesem Falle noch nirgends (wenigstens bewusst) gehört habe...

Fazit: Wie so oft bei Bob Dylans gewaltigem Musik-Katalog haben wir es hier mit einem völlig zu unrecht gern übersehenen "Mauerblümchen-Werk" zu tun, dem eher der einst gehemmte Kritiker-Beifall anhaftet (und nach wie vor schadet), als dass man hier ernsthaft über gravierende Qualitäts-Mängel maulen müsste...

Ganz im Ernst und ohne Übertreibung halte ich STREET LEGAL inzwischen für eine der bedeutensten 70er-Jahre-Scheiben eines Bob Dylan. Gemeinsam mit "Slow Train..." und "Blood On The Tracks" (das ich dennoch für leicht überbewertet halte - man möge es mir bitte nachsehen!) ist es meines Erachtens auf jeden Fall eins der besten einer dylnischen Musikdekade...
Derzeit (auch wenn ich ein bisschen euphorisch rüberkommen mag) halte ich STREET LEGAL sogar für die beste Dylan-Scheibe der 70er...

Interessant finde ich ja, dass sich mittlerweile doch einige gefunden zu haben scheinen, die meine durchwegs positive Meinung zu dem Album teilen!
Meiner Meinung nach ist dieses Album für Dylan-Freunde, egal ob jung oder alt, unumgänglich. Selbst Menschen mit lückenhaften Dylan-Plattensammlungen sollten zu STREET LEGAL greifen!! GROSSE KLASSE.

TRY IT, BUY IT!!

---- Anspieltipps ----
- Changing Of The Guards
- New Pony
- No Time To Think
- True Love Trends To Forget
- Where Are You Tonight? (Journey Through Dark Heat)
6 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 11. Juni 2014
Ich habe diese LP aus Respekt für die guten alten Zeiten gekauft, Fakt ist es ist eine seiner besten Aufnahmen und Senor ein fantastischer song.
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am 27. Mai 2014
Mit eine der besseren Scheiben vom Meister.....Als SACD super tolles Klangerlebnis ! Sehr zu empfehlen ......Geile Serie.... Schicke aufmachung.....Ein Erlebnis für die Ohren....
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am 24. Januar 2012
Ich bin erst seit Kurzem Dylan-Fan, habe ihn zig Jahre lang verschlafen. Und dieses Album hier aus dem Jahre 1978 ist wahrhaft ein intensives rockiges Album und eine Art Insider oder Spätzünder unter den Alben des Meisters. Alleine die Tracks "Changing of the guards" und "Senor" sind das Geld wert. Die Scheibe kann man aber auch gut durchhören. Das Cover ist cool und die Produktion (dieser Remaster-Edition hier) ist sehr erdig und gut. Was war 1978 nur für ein grandioses Jahr für die Rock-Szene!!!! ""Stage" von Bowie, "Live and dangerous" von Lizzy, "Some girls" der Stones, das Police-Debut, "Parallel lines" von Blondie, "Mensch-Maschine" von Kraftwerk, "Powerage" von AC/DC. Und und und. Eine sicher fantastische Zeit die man versuchen sollte, mit dem Geniessen toller Musik etwas nachzuempfinden...."Jazz" von Queen, "Obsession" von UFO, "Long live RocknRoll" von Rainbow...
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 29. April 2000
Street Legal liegt in meiner persönlichen Dylan-Liste knapp hinter den Meisterwerken Blood on the Tracks, Highway 61, Live 1966 und ist besser als (fast) alles, was danach kam. Changing of the Guards ist der herausragende Song, obwohl ich keine Ahnung habe, worum es da geht. Die Band spielt bereits, als der Tontechniker die Regler hochschiebt. Bei dem vielgelobten Senor, atmosphärisch sehr dicht, gefallen mir ein paar Zeilen nicht so besonders. Das Remastering hat sich in jedem Fall gelohnt, die Low-Fi-Version behält jedoch auch ihren Reiz. Auf die Hülle haben die Sony-Leute "Restored" geschrieben. Das heißt wohl, dass die neue Version einfach in die Original-Hülle gesteckt wird. An sich nicht weiter schlimm, wenn diese nicht so total lieblos gemacht wäre.
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 30. April 2007
Niemand wird ernsthaft behaupten, "Street Legal" sei ein überproduziertes Album. Weder für die Proben noch für die Arbeit im Studio stand sehr viel Zeit zur Verfügung. Arrangements und Instrumentierung warten für den Hörer, der "Desire" gut kennt, kaum mit nennenswerten Überraschungen auf - sieht man einmal davon ab, dass es einen Background-Chor bislang auf keinem Dylan-Album gegeben hatte. Das ist vielleicht auch besser so. Denn die Damen singen über weite Strecken nicht sonderlich abgestimmt und sehen es mit der Tongenauigkeit nicht allzu eng. Kein Vergleich zu dem, was schon wenig später auf "Saved" zu hören sein würde! Vor allem jedoch war die beschränkte Klangqualität der Original-Aufnahme von 1978 nicht gerade dazu angetan, den Hörer zu den Sternen zu tragen. So haben viele potentielle Käufer die Platte seinerzeit lieber gleich im Laden gelassen. Mir ging es ähnlich. Auch ich hatte diese Platte nicht von Anfang an lieb.

Doch das änderte sich, als mir die gründlich remasterte Version in die Ohren drang. Man gewinnt nun sehr schnell den Eindruck, "Street Legal" wurde bislang unterbewertet. Immerhin lässt sich sagen, dass Bob Dylan hier textlich wie musikalisch einen Brückenschlag vollzieht zwischen den Alben "Desire", "Blood on the Tracks" und "Hard Rain" hin zu den Aufnahmen "Slow Train Coming", "Saved" und "Shot of Love". Der vergleichsweise großen Band ist bei allem eingangs Gesagten doch eine gewisse Spielfreude abzuspüren und Dylans Stimme klingt so gut wie seit "Blonde on Blonde" nicht mehr. Die sehr hörenswerten Stücke "Changing of the Guard", "Señior - Tales of Yankee Power" und "Is Your Love in Vain" bringen uns Bob Dylan in einer Lebensphase nahe, in der sich eine ihn persönlich sehr herausfordernde Wegstrecke ihrem Ende zuneigt. In kaum einer Hinsicht ist "Street Legal" an "Blood on the Tracks" zu messen, doch ich schätze, diese CD komplett zu verwerfen wäre unüberlegt.
11 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 29. November 2006
"Street Legal" ist eins der Alben, das Kritiker seit Jahrzehnten, weil sie es nicht einzuordnen verstehen, relativ grundlos verreißen. Im Zentrum der Kritik stand zunächst der Sound, der wie durch eine Schlammwand klingen soll, ferner die Anbiederung an konventionelle Popmusik. Mit dem Aufkommen der von religiösem Fundamentalismus geprägten Gospelphase Dylans geriet das Album zudem schnell in Vergessenheit. Heutzutage neigen immer mehr Rezipienten dazu, "Street Legal" in die Reihe der großen Dylan-Alben der 70er, gemeinsam mit "Blood on the tracks" und "Desire", einzuordnen.

Bemerkenswert ist zunächst, dass Dylan seinen Sound seit den zurückhaltenden, folkorientierten Arrangements von "Blood on the tracks" und den vor Leben überquellenden Folklore imitierenden Songs auf "Desire" nochmals transformiert hat und so zu einem Sound mit viel Groove gelangt. Backgroundchöre werden eingesetzt, die Songs werden in einer Art schmutzigem Breitbandformat exponiert, gleichsam haben alle neun Nummern - textlich und musikalisch - einen Qualitätslevel, der mit Dylans besten Scheiben durchaus mithalten kann.

Das symbolistische "Changing of the guards" eröffnet den Reigen, ein Song, der trotz seiner üppigen Instrumentation einen schlichten Dylan-Song durchschimmern lässt. "New pony" greift bereits stark auf die christliche Motivik späterer (und z.T. auch früherer) Alben zu und hat mit seiner statischen Harmonik einen distinkten Bluescharakter, der an frühe Stücke wie "Down the highway" erinnert. "No time to think" mit seinen irrenden Strophenmelodien und dem hymnischen Refrain schlägt wieder einen anderen Tonfall an und "Baby stop crying" mag zwar stark von dem von Dylan auf "Self Portrait" selbst gecoverten "Let it be me" geborgt haben, aber stellt eine Soul-Ballade dar, die an die besten Balladen auf "Desire" locker heranreicht. "Is your love in vain?" ist ein sehr eingängiges Stück, das nicht mehr und nicht weniger als eine Überleitung zu "Senor (Tales of Yankee Power)", einem der stärksten Dylan-Songs überhaupt. Die kraftvolle Elegie des Textes verträgt sich großartig mit dem dünnen, durch die zarte Trompetenstimme dominierten Arrangement. Man könnte sagen, dass danach nichts mehr kommen kann und so baut "Street Legal" auf den letzten Metern auch ein wenig ab. Bei "True love tends to forget" und "We better talk this over" hat man ein wenig den Eindruck, diese Stücke auf demselben Album schon einmal gehört zu haben, allerdings passen sie sich somit auch gut in das Gesamtbild ein. "Where are you tonight?" dann ist ein gelungener, altmodischer Abschluss eines großartigen Albums, das zahlreiche stille Qualitäten aufweist.

Vermutlich ist dies der Grund, warum das Album so einmütig aufgenommen wurde: Bei "Street Legal" lohnt es sich jedoch, genauer hinzuhören und die einzelnen Facetten differenziert wahrzunehmen. Es ist und bleibt - zumindest für mich - eines der besten Dylan-Alben der 70er Jahre.
33 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 3. Januar 2002
Mit dieser Remix-Version der 78er Street Legal hat man endlich die Möglichkeit die tollen Dylan-Songs wie Senor, Where are you tonight, etc. in klanglich einwandfreiem Zustand zu hören. Die klangliche Verbesserung ist derart gelungen, daß einem die ursprünglich veröffentlichte Version dieses Albums wie eine Frechheit vorkommt. Ungedingt kaufen!
5 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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TOP 1000 REZENSENTam 26. September 2011
Die paar wenigen Alben die man von Dylan als ,durchschnittlich` oder ,nicht so toll` bezeichnen könnte, lassen sich nicht einmal an einer Hand abzählen. ,Street Legal` wird in diesem Zusammenhang zwar selten genannt, das liegt aber daran, dass es bei Diskussionen um Dylan's Werk überhaupt sehr selten zur Sprache kommt, weil es ein Mauerblümchen Dasein führt.

Zum einen mag das daran begründet sein, dass es nach den beiden - für Dylan die 70er Jahre definierenden Alben - Blood On The Tracks` und ,Desire' erschien und man damals wohl ein ähnliches Meisterwerk erwartete, zum anderen aber auch and dem nachfolgenden Live Album ,At Budokan`, das man durchaus zu der oben erwähnten nicht ganzen handvoll Platten zählen kann.

Auch soundmäßig bot Dylan auf ,Street Legal` etwas Ungewohntes. Ein fast mainstreamiges Poprock Album war das mit großer Band (inkl. Horn section und soulig gospeligen background Gesang), welches aber in Bezug gesetzt zu den noch kommenden Alben seiner ,christlichen Phase` durchaus Sinn machte. Aber auch wenn es sich nicht um ein Meisterwerk von Dylan handelt, so findet man hier trotzdem einige unverzichtbare Songperlen.

Schon der opener ,Changing Of The Guards` ist so einer (und der einzige der von diesem Album später auch auf ,Greatest Hits Vol. 3` vertreten war). Die Orgel wabert, der Rhythmus ist moderat-treibend und die ohrwurmige Sax-hookline ersetzt den Refrain. ,New Pony` ist ein ansprechender Bluesrock, aber keine Großtat, öffnet aber die Ohren für den pop-rockig arrangierten irish folk von ,No Time To Think`, das man allerdings eher von Van Morrison erwarten würde.

Danach kommt dann die zweite Perle dieser Platte - ,Baby Stop Crying`. Auch wenn der Refrain vielleicht ein wenig bemüht wirken mag - mit Fortdauer des songs, wirkt er immer besser-weil er mit der Melodie der Strophen absolut Sinn macht. Vielleicht eines seiner schönsten Liebeslieder überhaupt, an dem man nur kritisieren kann, das ihm ein schlankeres Arrangement wahrscheinlich besser gestanden wäre.

,Is Your Love In Vain` ist dann so ein heimlicher Dylan Klassiker, der es eigenartiger Weise auf noch keine compilation geschafft hat. Geradezu feierlich wirkt das Orgel-Intro und stimmungsmäßig erinnert der track ein wenig an ,Forever Young`. Interessant auch, dass dieser großartige song bisher kaum von jemandem gecovert wurde...

Nachdenklich und ein wenig düster wird's in ,Senor` bevor man mit ,True Love Tends To Forget` ein schönes, aber auch nachdenkliches Liebeslied kredenzt bekommt und thematisch geht es auch in ,We Better Talk This Over` ums Verzeihen und Vergessen. Den Geschichten Erzähler gibt Dylan dann noch in ,Where Are You Tonight`.

Insgesamt ein Album, das songwriterisch kaum gegenüber den beiden Vorgänger Platten abfällt, und an dem man eigentlich nur kritisieren kann, dass es halt opulenter und gefälliger produziert wurde als diese. Für jeden anderen songwriter wären hier 5 Sterne angebracht - im Falle von Dylan aber nur 4, weil er seine Benchmark vorher schon so hoch gesetzt hat, dass sich die Höchstwertung hier nicht ausgehen darf. Dennoch ein Album dass man als Dylan Fan nicht auslassen sollte.
4 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 29. Dezember 2004
Street Legal von 1978 ist eines der unterschätzten Alben von Bob Dylan. Herausragend auf dieser insgesamt empfehlenswerten CD: Changing of the Guards, Señor, Where are you tonight?
Für den vollen Hörgenuß reicht die etwas billigere, vom Inhalt her gleiche CD im jewel case (dabei unbedingt auf 'remastered' achten: Die hat einen besseren Sound und enthält die ungekürzte Version von Changing of the Guards). Die hier besprochene Edition kommt aus Japan. Eingepackt ist sie in eine Hülle aus Pappe als Miniaturausgabe der Original-LP. Fazit: Muss man so nicht unbedingt haben, sieht aber nett aus.
10 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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