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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
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VINE-PRODUKTTESTERam 18. Dezember 2005
Wenn man in weinseliger Runde sitzt und Stille Post spielt (der Wein ist nicht Bedingung), wird man immer wieder darüber staunen, wie die geflüsterten Botschaften im Laufe der Runde ihren Inhalt und ihren Sinn verändern und ein Eigenleben beginnen. Man hatte doch etwas ganz anderes gesagt!
Das mögen sich auch Mia denken, wenn sie die Kritiken zu ihrem aktuellen Album lesen. Dabei wollen sie „nicht schockieren, sondern alarmieren“. Ein Deutscher zu sein, soll kein Politikum mehr darstellen, darüber zu reden auch nicht. Mit diesem Album, speziell mit dem Song „Was es ist“ haben Mia aber genau das geschaffen – ein Politikum. Das Volk der Deutschen: ein Triebtäter, der von der internationalen Gemeinschaft längst als therapiert und geheilt entlassen wurde, der aber der Therapie selbst nicht traut; ein Alkoholiker, der endlich trocken ist und doch zeitlebens Angst hat vor der neuerlichen Versuchung. Dabei ist klar, dass eine Generation, deren Eltern bestenfalls Kinder waren, als der Krieg endlich vorbei war, sich nicht länger die Erbsünde um die Ohren hauen lassen will. Was die Gutmenschen in Spiegel&Co. besonders erregte, war die Zeile: „Fragt man mich jetzt, woher ich komme / Tu ich mir nicht mehr selber leid.“ Formelhaft, wie zu DDR-Zeiten agitiert wurde, wird jede Haltung angeprangert, die dem eingetrichterten Demutsmief, einer Art katholischer Büßermentalität, widerspricht. Gut möglich auch, dass da der eine Kritiker beim anderen abgeschrieben hat, eine Art schriftliche "Stille Post" also.
Vielleicht ist das Album gerade an dieser Stelle Punk, nicht als Musikrichtung, sondern als Protest, wenn Mia sich gegen einen festzementierten gesellschaftlichen Konsens stellen, der ohne Zweifel einmal seine Berechtigung hatte, nun aber längst (wie vieles in diesem Lande) obsolet ist. Dabei beschreibt die Band im gleichen Lied unseren Zeitgeist so treffend wie momentan kein anderer (und ich kann beim besten Willen nichts Nationalistisches daran erkennen): „Luise schreibt mir aus Amerika. / Man schätze dort ihre direkte Art. / Und auf Ibiza tanzt Matthias im ‚Pascha’. / Das ist unsere Gegenwart. / Ich fühle, wie sich alles wandelt. / Und wie ich selber ändern kann, / Was mich beengt in meinem Leben, / Denn mit ändern fängt Geschichte an.“ Ganz klar das stärkste Stück des Albums. Vielleicht wird dieser Song einmal als Zeugnis für das Lebensgefühl junger Menschen am Beginn des Jahrtausends die Zeit überdauern.
Doch genug, das Album bietet auch andere Lieder. „Es kommt irgendwann irgendwie irgendwo alles wieder.“ Dieses Zitat (das mich an einen Song von Nena erinnert) ist musikalisches Programm. Mia bedienen sich ganz ungeniert bei Punk und NDW, aber nach 25 Jahren klingt diese Musik wieder erstaunlich frisch. Nina Hagen glotzte seinerzeit TV, und Mia haben heute Ökostrom. Vor reichlich 25 Jahren besang Ideal die „Blauen Augen“, heute sind es die „Blauen Flecken“.
Die Songs sind druckvoll, teilweise zornig (ob nun glatter als beim Debüt, kann ich nicht sagen, das kenne ich noch nicht). Die Texte sind teilweise sehr erwachsen, obwohl gerade an den Texten noch stark gearbeitet werden kann (damit meine ich nicht den Inhalt, die Botschaft, sondern die Worte und Bilder – z. B. die Metapher „süßer Vogel Jugend“, das klingt einfach nach Schlager) – dafür gibt’s auch einen Punkt Abzug.
„Wirst du mir vergeben, wenn ich dich anrege?“ Was gibt es da zu vergeben? Ich bitte darum! Und übrigens, um doch noch einmal auf „Was es ist“ zurückzukommen: keiner singt das Wort „Liebe“ so schön wie Mieze.
Dies ist meine Sicht der Dinge. Aber hört das Album selbst, denn vielleicht versteht ihr etwas gänzlich anderes. Und mal sehen, wie der Lauf der Jahre die Botschaften der „Stillen Post“ verändern wird.
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am 30. November 2009
Nachdem ich das neuste Album von MIA "Willkommen im Club" die ganze Zeit im rauf und runter gehört habe, wurde ich neugierig auf ihre früheren Werk, aus denen ich nur einzelne Titel "Hunriges Herz", "Was es ist" kannte.

Ich wurde nicht enttäsucht! :-)

Das Album fängt sehr rockig/punkig an und wird dann etwas ruhiger. MIA schaffen es mit ihreren Texten und ihrer Musik sowohl nachdenkliche als auch fröhliche Themen SEHR treffend zu vermitteln. Das Album macht immer GUTE LAUNE und ihre Song "Hoffnung" spiegelt genau das Gefühl wieder, was ich bei diesem Album hatte:

"Wenn es euch schlecht geht, legt einfach diese Album auf...dreht die Mucke laut...und ein Glück, mit diesem Trick, glaubt ihr fast wieder an alles!" ;-)
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am 11. November 2004
Nachdem ich letzte Woche mein erstes MIA Konzert besucht hatte musste natürlich auch die CD her. Mit der "Limited Tour DVD/CD Edition" hat man zwei Fliegen auf einen Schlag! Absolut begeistert war ich natürlich von der DVD so kurz nach dem von mir erlebten Live Konzert. Die Bild- und Tonqualität sind super und die DVD bringt echte Live Stimmung ins Wohnzimmer.
Mit Live DVD,Tour Doku, Videos (Hungriges Herz,Was es ist) und Bonus Tracks ist auch der Preis gerechtfertigt.
Viel Spass beim Reinhören und Sehen...!
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am 17. März 2004
Das Album kommt definitiv nicht an das erste Album von Mia heran! Die Songs sind nicht so schnell und einprägsam. Es fehlen Songs wie "Kreisel" o.ä. Mir persönlich fehlt ein wenig der Speed und die Aufforderung zum tanzen. Die Lyrics sind gut, aber teilweise zu lang. Die Anlehnung an Ideal aus den 80er ist eindeutig gewachsen ... und Mia verliert etwas an Individiualität
Trotz allem ist die CD kaufenswert. Wer jedoch noch keine CD von Mia hat, sollte lieber zu "Hieb und Stichfest" greifen!
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am 18. Juni 2004
Das man sich als Band sowie musikalisch verändert und/oder weiter entwickelt finde ich nur legitim. Bei MIA. ist diese Veränderung in keinster Weise negativ zu bewerten!!! MIA. sind anders, mutig, schrill und ruhig zugleich. Der Grand Prix Vorentscheid war ein weiterer Schritt, für den eine solche Band zu bewundern ist - mutig, mutig!!! DIeses Album ist sicherlich ruhiger, als der Vorgänger - es klingt reifer, irgendwie nicht so punkig, irgendwie aber doch! Es sin MIA. - das erkennt man auch so. Ehrlich und fonky! Das Album enthält wunderschöne Melodien mit ausgeprägterem Gesang, schrabbelige Gitarrenrock-Stücke und einiges an elektronischen Details. Wer deutsche Musik mag, und ebenfalls findet, dass MIA. bei weitem mehr Respekt und Anerkennung verdient haben, als das bisher der Fall ist, sollte sich dieses Album kaufen! Anspieltip: Komm mein Mädchen, Sonne, Komm her, Was es ist, Hoffnung und natürlich die beiden Singles Hungriges Herz und Ökostrom! Tolle Scheibe - MIA.rockt!
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am 29. Juli 2005
Also wer behauptet, dass Mia. eine Nazi-Band sei, hat wohl nichts, aber auch absolut gar nichts der Texte verstanden!!! Nehmen wir z.B. das Lied "Was es ist". Ja, da singt Mia. "wir betreten neues deutsches Land"...na und?"NEUES deutsches Land" ..also NEU, gerade dies grenzt sich doch völlig von der alten, nationalsozialistischen Zeit Deutschlands ab und soll Hoffnung für eine positive Zukunft geben!Auch in einem anderen Lied singt mia. "und ich hasse den Krieg". In ihrem älteren Lied "Heroes" singt die Band: "Schüsse zerreißen die Luft...die Mauer im Rücken war eiskalt, so kalt.....niemand gibt uns eine Chance, doch wir können siegen...", Texte die ganz klar auf die Trennung zwischen Westen und Osten hinweisen und diese verurteilen! Auch wenn man Mia. sieht, erkennt man das krasse Gegenteil nazionalsozialistischer Menschen! Mieze hat unrasierte beine und ist punkig gekleidet. Wenn man sie hart beurteilen sollte, müsste man sie sogar in die eher extrem linke Ecke stellen!
Die Texte jedenfalls sind tiefsinnig und richten sich gegen niemanden abwertend!Nur weil eine deutsche Band die Farben schwarz, rot, gelb als Beschreibung verschiedener Dinge, z.B. Kaffee, Mund und Sonne (die nun mal leider Gottes diese Farbe besitzen..!!!!) benutzt, wird sie gleich in die rechte Ecke gestellt. Man müsste theoretisch jeden amerikanischen, patriotischen Musiker anklagen, wenn er stolz über sein kriegstreibendes Amerika singt!!!
Im Übrigen: wenn einige solcher bekloppten Neonazis die Texte ebenfalls falsch interpretieren und für ihre Zwecke missbrauchen, kann selbst die Band Mia. nichts dafür!!!
Kauft euch die Cd, ihr tut dabei niemandem weh!!!
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am 10. März 2004
Die Platte ist nicht so schrecklich wie der "Spiegel" (was hat der auch mit Musik zu tun) textet, und auch nicht so einfallslos wie das Magazin "Laut" sie bewertet. Vielleicht ist es im Moment schick, Mia nicht so gut zu finden, warum auch immer - diesen schlechten Hype hat die "Stille Post" nicht verdient. Rotzigkeit in Text, Gesang und Instrument sind allemal vorhanden, die genannten Faktoren werden auch innovativ genutzt sowie der textliche Inhalt weder deutschtümelnd noch unerträglich kitschig ist.
Das zweite Album korrespondiert in der Qualität mit "Hieb & Stichfest" - jeder Song ist hörenswert. Wer der meinungsbildenden Presse (und kommt sie auch noch so "fachlich" daher) diesbezüglich Glauben schenkt, ist um 11 gute Songs betrogen.
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am 12. Juli 2007
Das Album Stille Post ist echt der oberhammer. Mieze und ihre Jungs sind bei dieser Platte echt kreativ gewesen. Auch das nachfolger Album Zirkus, hat mich echt vom "Hocker" gehaun. Bei Liedern wie Uhlalala oder Engel wird man echt melancholisch. Auf dem Album Stille Post sind wirklich super Lieder wie "Komm mein Mädchen" oder "Was es ist". Die hören sich Live genau so gut an wie auf der CD, und ich weiß wovon ich rede, denn ich war vor ein paar Tagen auf dem Konzert in München. Geile Show, geile Stimme, einfach nur der Hammer.
Jeder der etwas andere Musik gern mag, wird diese Cd's lieben!!
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am 3. Dezember 2015
Ich hatte mir eigentlich nur "Biste Mode" kaufen wollen, weil ich Karten fürs Konzert hatte. Ich kannte Stille Post schon und bin froh, die CD nun in meinem Besitz zu haben, weil es ein Angebot für "Biste Mode", "Stille Post" und "Tacheles" im Dreierpack gab.
Einfach gute Mucke und super Texte.
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am 23. Juli 2011
Diesem Album ist übel mitgespielt worden: Die sogenannte "Kritik" zeigte sich nur mäßig angetan, und der Titel "Hungriges Herz" wurde beim deutschen Vorentscheid für den "Eurovision Song Contest" verbrannt. Dabei hätte die Band durchaus ahnen können, dass das Lied zu schade ist für das Publikum von Stefan Raab.
Zu allem Überfluss ereiferte sich dann auch noch das Prenzlauer Publikum, wie man denn in einem Lied über die Liebe das Wort "Deutschland" verwenden könne - oder umgekehrt ("Was Es Ist"). Bambule!
Aber Sängerin Mieze war und ist ja die einzige aufregende Frau im deutschen Pop, da kommt schon mal Neid auf. In England wär' sie längst ein Superstar, aber hierzulande hört man lieber Judith Holofernes, die will nämlich gar kein Star sein und ist so schön öko.
Womit wir bei der Musik wären: "Stille Post" enthält eine Mischung aus punkeskem Rock und Elektropop, und gleich die ersten Nummern "Komm Mein Mädchen" und "Ökostrom", in welchem das bigotte Gutmenschentum unserer gentrifizierten Szeneviertel verulkt wird, sind einfach hinreißend. Dann "Hungriges Herz" - hart am Kitsch natürlich, aber das ist ja das Gute, und am Schluss klingen MIA. fast wie New Order ("60 Miles An Hour"), nur besser.
An Highlights herrscht kein Mangel: Das stampfende "Pro Test" ist eine charmante Adresse an die selbstgefällige Ich-bin-dagegen-Kultur, "Blaue Flecken" ist Punkrock mit ganz viel Sex, und das gefährlich optimistische "Hoffnung/Mit diesem Trick" setzt Standards in Sachen deutschsprachiger Elektropop.
Möglich ist das alles nur, weil MIA. eine sehr gute Band und Mieze eine Ausnahmesängerin mit viel subtilem Sex-Appeal und einem beeindruckenden Repertoire an Nuancen ist: mal garstig, meist leidenschaftlich, stets extrovertiert und extravagant, aber nie überdreht und immer wieder mit feinem Understatement. In "Was es ist" und "Sonne" erklimmt sie ätherische Höhen, und in "Komm Her", dem letzten Lied, besticht sie als Circe mit sprödem Mädchencharme.
Das kann nicht jede - und versteht nicht jeder. Aber für die gibt's ja Silbermond.
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