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Kundenrezensionen

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am 11. Januar 2005
Wow ist das ein Kracher. Mit „Hellfire Club" steigen Edguy endgültig zu den ganz grossen Metalgrößen auf. Anfangs war ich recht skeptisch der Platte gegenüber. Ich mag zwar Edguy, konnte aber nie richtig mit deren letzter Platte „Mandrake" warm werden. Mir gefielen eher die alten Sachen wie „Vain glory Opera" oder das starke „Theater of Salvation". Aber mit dieser Scheibe, man kann es wirklich nicht anders sagen liefern Edguy ihr bislang stärkstes Album ab. Und dieses war zusammen mit den Alben: „Silent Force- Worlds Apart und Magnum- Brand new Morning" so mit das beste was 2004 für mich auf den Markt kam. Die Platte strotzt nur so vor Energie und dem unbedingten Tatendrang hier ein Wahnsinnsalbum hinlegen zu wollen. Alles andere als ein „Sehr Gut" oder eine 10 wären eine Beleidigung für dieses Werk. Anspieltipps sind fast unmöglich das Album besteht nur so aus Hits und Krachern. Trotzdem hier einige: "Mysteria" direkt zu anfang haut einem schon so das Trommelfell raus das es nur so fetzt. „The piper never dies" ist zwar mit 10 Minuten Spielzeit meiner Meinung nach etwas zu lang, aber selten wurden 10 Minuten so sinnvoll genutzt wie von Edguy. "King of Fools" kennen einige ja schon, da der Track als erste Single augekoppelt auch bei MTV rauf und runter lief(warum wohl??). Grosse klasse ist auch die Ballade „Forever" die mit einem großartigem Chorus sowie schönen Geigenparts punkten kann. „Lavatory Love Machine" geht dann wieder in die vollen und man fragt sich wirklich wie Edguy den Bogen so lange so hoch halten kann. Einziger kleiner Minuspunkt ist das mir Tobi Sammet's Stimme das ein oder andere Mal ein wenig zu hoch ist. Was bleibt? Nun, wer Edguy mag und dieses Album noch nicht sein eigen nennt, muss es sofort kaufen. Aber auch für Neulinge hat Edguy so einiges zu bieten. Man muss ja nicht gleich Fan der Band werden, aber zu einem Probehören im Laden sollte es allemal reichen. Satte 5 Sterne!!!
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am 17. März 2004
was uns da Edguy abliefern! Nach dem wirklich ausgezeichneten letzten Album „Mandrake" war jeder Fan gespannt ob man das noch toppen kann. Meiner Meinung nach ist das auf jeden Fall gelungen und Edguy haben sich wieder deutlich verbessert (obwohl das eigentlich gar nicht geht!). Deshalb heben sie sich im Vergleich zu anderen Metalbands, wie Manowar, Hammerfall oder Rhapsody deutlich ab.
Zu den Liedern:
1. Mysteria
Mit den Worten „Welcome to the Freakshow" fängt dieses Lied an. Es hört sich ziemlich aggressiv an, aber explodiert dann im Refrain. Ein ganz toller Opener, den man mit „Nailed to the Wheel" vergleichen kann. 5/5
2. The Piper never dies
Das längste Lied auf der CD. (10.07 Minuten) Fängt an wie ein Countrylied, aber geht dann schon richtig ab. Nicht so sehr wie „Mysteria", aber ist im Endeffekt sogar besser. 5/5
3. We don't need a hero
Ein gewohnt gutes Edguy-Speedmetalstück, mit vielen Breacks und einem geilen Refrain. Einfach super 5/5
4. Down to the Devil
Noch besser als „We don't need a hero". Mit einem geilen Refrain und super Tempowechseln. Das ganze Lied bewegt sich aber mehr im Midtempobereich. 5/5
5. King of Fools
Das Lied das als Single ausgekoppelt wurde und sogar bei Prosieben gespielt wurde. Mit einem längeren Solo, als auf der Single, sonst gleich. 5/5
6. Forever
Die erste Ballade. Sehr tolles Lied, mit einem super Refrain und einem schönen Gitarren Solo. Wirklich schön. 5/5
7. Under the Moon
Das „Riff Monster". Ein ziemlich hartes Stück, mit einem super aufgelegtem Felix Bohnke und einem tollem Refrain. 5/5
8. Lavatory Love Machine
Ziemlich witziges Lied, das ein bisschen an Twisted Sisters erinnert. Wieder einmal ein toller Refrain und einem wie schon gesagt witzigem Text. 5/5
9. Rise of the Morning Glory
Wieder einmal ein witziger und ziemlich versauter Text, macht das Lied aber trotzdem super. Toller Refrain, tolle Instrumentierung. 5/5
10. Lucifer in Love
Gott sei dank geht dieses Intro bloß 30 Sekunden. Länger kann man das Gestöhne nicht aushalten. Ich finde es nicht allzu witzig, aber da es nur ein Intro ist, ist mir das egal. *Keine Wertung*
11. Navigator
Entschädigt wieder für das Lied davor. Ein richtig geiles Midtempolied, mit einem super Tobias Sammet. Einfach nur geil 5/5
12. The Spirit will remain
Die 2. Ballade, diesmal nur mit Orchesterbegleitung. Toller Text, tolles Lied, toller Sänger. Besser geht es nicht. 5/5
Bonustracks:
13. Children of Steel
Die aufgemöbelte Version von 1994, mit dem Edguy sich bei den Plattenfirmen bewarben. Toller Refrain, geht toll ins Ohr. 5/5
14. Mysteria
Eine Version mit dem Sänger von Kreator. Klingt noch aggressiver, als ohne ihn. Sonst alles beim alten. 5/5
Zum Abschluß lässt sich nur sagen: Hail to the new Kings of Metal!
Edguy hat mit diesem Album ein Meistermerk geschaffen, da können andere Metalbands nur vor Neid erblassen!
Stay savage
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am 2. März 2004
EDGUY ist es gelungen, das beste Album in der Bandgeschichte abzuliefern! Mit neuem Label am Start steht nun hoffentlich der Eroberung des Metal-Olymps nichts mehr im Wege. Für mich schon lange die Nr. 1 des Heavy Metal werden Edguy nun wohl auch die letzten Zweifler von ihren Fähigkeiten überzeugen! Leider hat der für einige unerwartete derzeitige Erfolg von Edguy auch die Spötter wachgerüttelt. Ich mußte schon lesen, daß EDGUY nun kommerziel und "poppig" seien.... Man merkt, daß diese Leute noch keinen Song von "HELLFIRE CLUB" zu Hören bekamen. Denn dieses Album ist das volle Brett! Dagegen wirkt der hervorragende Vorgänger "Mandrake" richtig brav! Schon mit dem Opener "Mysteria" werden alle Register gezogen! Ich sag nur: "Welcome to the Freak Show..........." Mit diesen Worten wird der Song eröffnet und dann zeigen uns die Jungs, wo der Frosch die Locken hat.... "The Piper Never Dies" strotzt voller Ideen und fantastischer Gesangslinien und wird wohl bei den Konzerten zu einer Hymne werden! "Down To The Devil" ist ein typischer Edguy Stampfer.... "We Don't Need A Hero" ist meine absolute Lieblingsnummer... Tobi singt hier einfach grandios! "King Of Fools" dürfte vielen schon aus den Medien bekannt sein.... JA! Edguy gibts nun auch im TV! Ihr Liveauftritt bei der Chartshow auf Pro 7 war der Hammer! "Forever" ist eine typische Ballade und wird den Mädels das Herz brechen.... "Under The Moon" ist wie "Down To The Devil" ein typischer EDGUY Song.... "Lavatory Love Machine" ist mein Anspieltipp! Dieser Song ist einfach Fun und Rock'n'Roll pur! Der Text zeigt wieviel Humor die Band versprüht! Auch bei "Rise of the Morning Glory" sollte man auf den Text achten - super Song! Und "Navigator" ist ein kleines Opus mit den Backroundsängern aus der Metal Oper "AINA" von Sascha Paeth (auch hier solltet ihr unbedingt mal reinhören.... den auch Tobis ist am Mikrofon vertreten!)..... Und bei "The Spirit Will Remain" ist mir die Kinnlade runtergeklappt..... Unterstützt vom Babelsberger Filmorchester (die auch bei anderen Songs die Musik untermalen) gelangt Tobias Sammet hier in ungeahnte Gesangssphären... Mein Gott, hat der Knabe eine Stimme..... Dieses Album ist für mich schon jetzt das Highlight 2004 und gehört in jede CD Sammlung! Produktionstechnisch setzt es Maßstäbe! Hier sind absolute Profimusiker am Werk! Und nur gemeinsam ergeben diese Jungs das Endprodukt EDGUY! Zwar ist Tobias ein begnadeter Songwriter und Schöpfer von Meilensteinen wie AVANTASIA ... aber nur im Paket mit seinen Bandkollegen von EDGUY entstehen solche Alben wie "HELLFIRE CLUB" ! Wer kann diese Band noch aufhalten??? NIEMAND! Ätsch!
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am 19. Februar 2004
Nach der Singleuaskopplung "King Of Fools" dürfte man vom Langspieler "Hellfire Club" ja so einiges erwarten.
Schon der Opener "Mysteria" überrascht mit rotzigeren Tönen als zum Beispiel noch auf "Mandrake", ist aber ein typischer Kick-in-the-face-Opener, wie man ihn von Edguy erwartet. "The Piper Never Dies" beinhaltet zwar einige 70er Jahre Elemente im Stile von Deep Purple oder Rainbow, entwickelt aber trotzdem das typische "Edguy-Flair". Der mit seinen 10 Minuten längste Song auf "Hellfire Club" überzeugt mit einem absolut fantastischen Chorus und sehr vielen Breaks. "Down To The Devil" beginnt mit dem Babelsberger Filmorchester und wird zu einem grandiosen Uptempo - Song. "We Don't Need A Hero" ist mit seinem genialen Chorus und dem Wechselspiel zwischen dem Orchester und rotzigen Elementen eines der Highlights des Albums. Was vor allem Felix Bohnke an den Drums leistet ist phänomenal! Das schon vorab als Single ausgekoppelte "King OF Fools" beinhaltet einige moderne Elemente (die Strophen mit der Basslinie) und ungewohnt harte Gitarren, ist aber sehr groovig und absolut eingängig. "Forever" ist eine typische Edguy - Halbballade, mit einem sehr schleppenden Refrain, der den Hörer sofort mit sich reisst. Natürlich glänzt das ganze Können Sammets auch in diesem Klasse-Song auf. "Under The Moon" überzeugt einmal mehr mit geilen Melodien und einem Wahnsinns - Tempo. Es ist sehr traditionell aufgebaut und die Gitarren braten ziemlich fett. Die möglicherweise zweite Single "Lavatory Love Machine" ist einmal mehr ein typischer Gute - Laune - Stampfer mit tollen Hooklines. "Rise Of The Morning Glory" besitzt einen nicht ganz jugendfreien Text und klingt ziemlich frisch und "spritzig"...
"Navigator" ist ein grandioser Midtempo Song der durch einen sehr starken Refrain überzeugt. "The Spirit Will Remain" ist die Abschluß-Ballade des Albums, mit dem Filmorchester wunderschön veredelt. Sammet bestätigt mal wieder seinen Ruf als "Goldkelchen" und perfektioniert so den Song.
Insgesamt ist "Hellfire Club" trotz des Einsatzes des Orchester eine ganze Ecke rotziger und rockigern als die Vorgänger und ein absoluter Pflichtkauf für jeden Metalhead. Ganz groß!!!
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am 20. Juli 2015
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VINE-PRODUKTTESTERam 14. Juni 2006
Die Hessen um Tobias Sammet sind derzeit in aller Munde. Nicht nur im Fernsehen sind sie häufig zu sehen, nein mittlerweile sieht man Tobi als WOM- Titelmännchen in Hamburg an jeder Straßenecke von den Litfaßsäulen grinsen. Für die ultratruen Metaller ist das natürlich ein gefundenes Fressen wieder mal "Ausverkauf, Ausverkauf" zu schreien, ohne sich je mit den Scheiben zu beschäftigen. Nun mir gefällt es auch nicht, dass auf der kommenden Tour hunderte von kleinen kreischenden Teenies Ohnmachtsanfälle bekommen, aber leider Gottes wird man dagegen nix machen können. Die Band selber kann noch am allerwenigsten dafür, es sei denn man wirft ihnen vor, sie machen zu gute Musik.

Die ist auf "Hellfire Club" nämlich wieder hervorragend und hat nur zwei Schwachpunkte zu bieten, die mir dafür sehr am Herzen liegen. Diese nennen sich "Forever" und "The Spirit will remains" und werden im Fachjargon Balladen genannt. Ich würde sie nicht als schlecht bezeichnen, aber für einen Komponisten wie Tobias Sammet, der mit "Scarlet Rose", "Farewell", In Quest for" oder "Land of the miracle" herzerweichende Balladen geschrieben hat, sind die beiden Tracks einfach zu durchschnittlich, auch wenn er bei "The sprit will remain" nur vom Orchester begleitet wird. Der Rest des Silberlings ist aber das Beste, was Edguy bis jetzt geschaffen haben (Avantasia natürlich nicht mit einbezogen). Ob man nun den harten und ohrwurmlastigen Opener "Mysteria, die beiden geilen Nonsens Nummern "Lavatory Love Machine" und "Rise of the morning glory" oder die Midtempohymne "Down by the Devil" als Anspieltipps nennt, jeder Track ist ein Volltreffer und geht nicht mehr aus dem Ohr. Auch einen epischen Song haben sie mit "The piper never dies" wieder auf dem Album. Die Zehnminutennummer rockt mit 70er Sound alles nieder und knallt ohne Ende.

Was soll ich noch weiter schwadronieren. Kauft euch einfach das Album, denn es wird am Ende bei jedem Powermetaller in den Top 3 dieses Jahres auftauchen. Die Fans unter euch sollten "Hellfire Club" schnell kaufen, weil es mit der neuaufgenommenen 94er Demoschnitte "Children of steel" und "Mysteria" mit Mille von Kreator zwei geile Bonustracks gibt. Also auf zum Händler und Mitglied im Höllenfeuer Club werden. 'nuff said.
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am 15. März 2004
Tobias Sammet ist wieder da. Und er zelebriert weiter das was er kann: Melodischen 80er Metal! Nichts umwerfend Neues, aber immer wieder einprägsam, melodisch und gut. Die Vorabsingle King of fools war ein beachtlicher Ohrwurm und der Rest der CD steht dem in Nichts nach. Seine Stimme geht diesmal mehr in Richtung Dickinson als Kiske, ist aber immer erstklassig. Mir persönlich gefällt es nicht ganz so gut wie seine beiden Avantasia Alben daher nur 4 Punkte, aber klasse Power Metal ist es allemal!
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am 18. März 2004
Um es gleich vorweg zu nehmen: Edguy haben hier den (erwarteten) Oberhammer abgeliefert und die Messlatte für den Rest der Szene wieder mal ein Stückchen höher gelegt. Wenn man die kurz zuvor veröffentlichte EP mit hinzuzählt, servieren die fünf Mannen 90 Minuten Musik, ein Output, den andere Bands nicht mal mit zwei Alben fertigbringen. Hat Tobias Sammet schon mit seinen Meisterwerken "Avantasia" seine Ausnahmestellung als Songwriter deutlich gemacht, so unterstreicht er seinen Anspruch als Metal-Mastermind mit diesem Album nochmals eindrucksvoll. Er sprüht geradezu vor Ideen.
Zusammen mit der EP kommen 15 neue Songs auf den Player, so daß dem Fan hier richtig was fürs Geld geboten wird. Ich erlaube mir daher beide Scheiben zusammen zu bewerten. Der Opener "Mysteria" kommt untypisch hart daher, verkommt aber aufgrund eines guten Refrains nicht zu einem tumben Speedmetal-Gestampfe. Mit "We don't need a hero", "Down to the devil", "Under the moon", "Rise of the monring glory" und "Children of steel" (Bonus) kann man sich an den Edguy-typischen Uptempo-Krachern erfreuen, die in Punkto Songwriting, Produktion und Gesang über jeden Zweifel erhaben sind und einfach Laune machen.
Ihr ganzes Können spielen die Jungs aber meiner Meinung erst bei den Midtempo-Nummern aus, von denen vier besonders hervorzuheben sind: "King of fools" (vorab ausgekoppelt), "Navigator" (tolle Gitarren), "The savage union" (EP; leiche Anleihen bei Saxon) und "Holy Water" (EP). Hier zeigt sich die Sonderklasse von Frontmann Tobias Sammet. Für das, was hier abgeliefert wird, würden andere ihr letztes Hemd geben.
Zwei Balladen sind auch vertreten. "Forever" ist zwar kein "Wash away the poison" oder gar "Scarlett Rose" aber immer noch genial. Mit "The spirit will remain" setzt Tobias ein Highlight in Punkto Gesang und Instrumentierung. Der Song hätte ohne Abstriche auch auf den Avantasia-Alben vertreten sein können. Bravo.
Das absolute Meisterwerk auf der Scheibe ist jedoch das 10-minütige Epos "The Piper never dies". Hier hat sich Herr Sammet richtig ausgelebt und deklassiert den Rest der Metal-Gemeinde. Man kann es nicht anders ausdrücken.
Einzig "Lavatory love machine" und "New age messiah" (EP) fallen im Vergleich etwas ab, wohlgemerkt an Edguy-Maßstäben gemessen.
Fazit: wenn kein Wunder mehr geschieht (und ich wüsste nicht durch wen), haben wir hier das Metal-Album des Jahres. Jede Band, die 2004 noch veröffentlichen will, sollte sich angesichts dieser Vorgaben vielleicht noch einmal ins stille Kämmerlein zurückziehen.
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am 22. März 2004
Bei der Band aus Fulda läuft's momentan wie am Schnürchen: Wechsel zur größeren Plattenfirma Nuclear Blast & mit der vorliegenden Scheibe 'Hellfire Club' hat man gewichtige Gründe in der Hand auch die allerletzten Zweifler und Nörgler zu überzeugen!
EDGUY haben inzwischen (auch Live) ein Niveau erreicht das man getrost als internationale Sptitzenklasse bezeichnen kann, denn was gibt's denn bitteschön bei Hammersongs wie dem Opener "Mysteria", dem über 10-minütigen "The Piper Never Dies", "Navigator" und dem genialen (!) "Down To The Devil" zu meckern? Eben, gar nix. Bislang hatte sich Hauptsongwriter & Spaßvogel Sammet meines Erachtens seine stärksten Kompositionen immer für AVANTASIA aufgehoben, aber nun schmiss er wohl alles in die Waagschale... lediglich das stark gewöhnungsbedürftige "Lavatory Love Machine" und das verdammt schmalzige "Forever" würde ich als Schwachpunkte einstufen.
Diesmal hat man die gesamte Palette des Heavy Metal mit Power Balladen, Midtempo Songs und Krachern schnelleren Kalibers nahezu perfekt abgedeckt, und ist somit wohl zum endgültigen Sprung an die Genre-Spitze bereit.
Absoluter Pflichtkauf für jeden Metal Fan!
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am 14. Oktober 2015
"Hellfire Club" ist scharf, krachend und auf den Punkt. Ein vitales Metal-Album voller rotznäsiger Energie. Edguys endgültiger kommerzieller Durchbruch vom lokalen Topact zur deutschlandweit (und bald auch international) beachteten Ausnahmekapelle. Seit ihrem Debüt "Kingdom of Madness" im Jahr 1997 haben sie sich kontinuierlich gesteigert und schließlich 2004 mit "King of Fools" auch erstmals eine Top-40-Single am Start. Endlich erfährt der hochtalentierte Songwriter Tobias Sammet jene Wertschätzung, die ihm eigentlich schon lange zusteht.

Ausschlaggebend für den Erfolg des Albums ist seine Direktheit. Edguy verzetteln sich nicht mit verschwurbelten Progessive-Elementen oder überpräsenten Keyboard-Anbiederungen. Stattdessen haben die raspelnden Gitarren von Jens Ludwig und Dirk Sauer jederzeit Vorfahrt. Dieser Umstand macht aus einem an sich recht konventionell zusammengesetzten Power Metal-Werk ein unvergessliches Erlebnis. Die allergrößte Freude ist jedoch Felix Bohnkes angenehm natürlicher, metallischer Drumsound, der den 12 Songs die nötige Kante verleiht. Man fühlt sich direkt vor Ort im Proberaum, Nase an Nase mit den Musikern. Ungefiltert, roh und geradeaus. Ein Traum.

Nach dem unwiderstehlichen "Welcome to the Freakshow"-Introschrei bratzen Gitarren und Doublebass los, dass einem die Nackenhaare zu Berge stehen. Das Höllenfeuer lodert bis zum Firmament und ein vollkommen irrer Trip beginnt, den man so schnell nicht vergessen wird. "Mysteria" legt die Latte extrem hoch, doch schnell wird klar: die anderen Lieder können da problemlos mithalten.

Dem speedigen Riffgewitter folgt ein spritziger Zehnminüter im mittleren Tempo namens "The Piper never dies". Ja, das ist sehr melodieorientiert, aber gleichzeitig so ungeschliffen, dass selbst Fans dunklerer Metal-Spielarten anerkennend nicken müssen. Sensationelle Bridge, überragender Refrain, dichte Atmosphäre - dieser Track hat alles. Er ist gleichsam musicalesker Arena-Rock wie unheimliches Storyteller-Epos. Eine ganz, ganz große Komposition, die die Genregrenzen weit öffnet. Es dürften sich weltweit nicht mal ein dutzend Bands finden, die jemals Ähnliches erschaffen haben.

Das pfeilschnelle "We don't need a hero" bietet schon wieder einen Weltklasse-Refrain. Sammets doch etwas enervierendes Gequieke stößt an manchen Stellen sauer auf, allerdings ist der Track so charmant gemacht, dass sich darüber getrost hinwegsehen lässt.

Der eigentlich unvermeidliche Durchhänger, er kommt einfach nicht. Song um Song schleudern Edguy Hits für die Ewigkeit raus. "Down to the Devil" bildet da keine Ausnahme. Klingt etwas gebremster als "We don't need a hero", dafür nicht minder begeisternd. "The mad parade ist coming home" heißt es hier und man folgt ihr ungebremst in den Abgrund. Völlig egal was da kommt, ich lasse mich liebend gerne um den Finger wickeln. Auch und besonders vom König der Deppen, der anschließend vorbei schaut.

Ungenierter Disco-Keyboardsound, ein simples, aber effektives Stampf-Riff, abgefahrene Bass-Vibes und ein saustarker Chorus - man kann es einfach nicht besser machen. "King of Fools" ist bis heute ein Live-Klassiker der Band. Sammet und Kollegen machen einen großen Haufen auf Genre-Konventionen und steigern dadurch den Spaßfaktor ins Unermessliche. Zugleich öffnen sie sich Tür und Tor zu einem Publikum, das sie bis dato gar nicht wahrgenommen hat, Auftritte in zuschauerträchtigen Fernsehshows inklusive. Wenn, wie in diesem Fall, die Qualität nicht darunter leidet, sondern richtig gute Arbeit belohnt wird, dann sei es den Protagonisten von Herzen gegönnt. Seither gehören sie mit fast jeder neuen Veröffentlichung zu den Stammgästen in den Top 10 der deutschen Charts.

Die emotionale Ballade "Forever" schreit einem förmlich entgegen, dass sie zur Hitsingle gemacht werden will. Doch Edguy verzichten sympathischerweise auf eine Auskoppelung und so kann man sich ungetrübt an einer weiteren Großtat erfreuen. Trotz einer gehörigen Portion Pathos klingt die Nummer zu keiner Zeit überproduziert, sondern leidenschaftlich und mitreissend.

Das wilde, fast schon punkige "Under the Moon" fegt mit ungebremsten Doublebass-Salven aber umgehend sämtliche Sentimentalitäten von Bord. Bis heute einer meiner Edguy-Lieblingssongs überhaupt. Ein gut fünfminütiger Tritt in den Allerwertesten, bei dem man bestens mitsingen kann. Unbegreiflich, wo Tobias Sammet seine Inspiration für so viele Kracher her nimmt.

Die zweite Single "Lavatory Love Machine" (Platz 75 in Deutschland) ist bester 80er Hard Rock mit völlig durchgeknalltem Text. Wer ein Fünkchen Humor besitzt und sich nicht um "Do's" und "Don'ts" eines doch oftmals sehr engstirnigen Genres schert, wird begeistert sein. Auch das trashige Video sei wärmstens empfohlen.

Lyrisch ähnlich wahnwitzig geht es im flotten "Rise of the Morning Glory" zu. Die eloquenteste Art einen hemmungslosen Beischlaf zu beschreiben.

Entsprechend erregt stöhnt sich der Gehörnte durch das anschließende Intermezzo "Lucifer in love", ehe der "Navigator" breitbeinig auf einem hammerharten Stampf-Riff in die Stadt reitet. Eine hymnenhafte Nummer mit ordentlich Power unterm Sattel.

Als man es kaum noch für möglich hält, schleicht sich dann doch noch ein kleiner Hänger ein. Die kitschige Streicher-Ballade "The Spirit will remain" hätte getrost in irgendwelchen Archiven verschimmeln können. Das Stück will ein gefühliger Soundtrack sein, besitzt aber nicht die nötige Überzeugungskraft.

Glücklicherweise ist auf der Limited Edition an dieser Stelle noch nicht Schluss. Die Neuauflage eines Titels namens "Children of Steel" aus dem Jahre 1994, der bisher nur als Demo existierte, hat nochmal ordentlich Dampf unterm Kessel. Es böllert und kracht an allen Ecken und Enden, sodass der kleine Ausrutscher schnell vergessen ist.

Als Zugabe darf Kreator-Shouter Mille Petrozza beim bereits bekannten Opener "Mysteria", der nochmals als Bonustrack serviert wird, sein Organ strapazieren.

"Hellfire Club" ist für mich eines der stärksten melodischen Metal-Alben überhaupt. Selten wurde diese Art von Musik so lebendig, frisch und vielseitig dargeboten. Der überbordende Ideenreichtum des damals 26-Jährigen Tobias Sammet steckt in jeder einzelnen Sekunde der Platte und seine Schulfreunde aus alten Tagen wissen genau, wie sie die Einfälle ihres Bandleaders umzusetzen haben. Dazu kommt der unbedingte Wille, dem Ganzen ein möglichst erdiges Soundgewand zu verpassen. In den kommenden Jahren rücken Edguy mehr und mehr von dieser Linie ab und werden unter Produzent Sascha Paeth (wie auch Sammets Allstar-Project Avantasia) zum hochglanzpolierten Elite-Act. Das mag sowohl kommerziell als auch künstlerisch nachvollziehbar sein, schließlich gilt es, sich ständig weiter zu entwickeln. Es schürt allerdings auch den Eindruck, dass der fehlende Charakter im Soundgewand die letzten paar Prozent an Genialität verschüttet, die "Hellfire Club" zu einer Sensation werden ließen. Außer "Space Police - Defenders of the Crown" von 2014 hat mich keines der Nachfolgewerke ähnlich aus den Socken gehauen, obwohl durchgehend großartiges Material abgeliefert wurde.

Es gibt also leider keinen Weg zurück zum alten Sound, der mich damals wie heute so begeistert hat. Somit bleibt das sechste Edguy-Album wohl auf Ewig ihr unangefochtenes Meisterstück. Ich werde es immer und immer wieder genießen und mich weiterhin wundern, wie man nur so genial sein kann. Danke Tobi, danke Edguy für eines meiner absoluten Lieblingsalben.
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