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am 9. Juli 2006
"Gods and Generals" habe ich mir aufgrund meines Interesses am amerikanischen "Civil War" gekauft, nachdem ich bereits "Gettysburg" gesehen hatte. Auch hier überzeugt insbesondere wieder Jeff Daniels in der Rolle des Joshua Chamberlain.

Eines vorweg:

Dieser Film ist wie Gettysburg sicherlich nicht für einen gemütlichen, kurzen Fernsehabend geeignet. Etwas Vorwissen über die gesellschaftlichen und politischen Hintergründe der Sezession und des Bürgerkrieges sollte man mitbringen, bzw. Interesse am Thema haben. Vielfach wurde bereits kritisiert, dass der religiöse Teil etwas groß ausfällt. Dazu muss man aber wissen, dass z.B. General "Stonewall" Jackson bereits in zeitgenössischen Quellen als "selbstgerechter Frömmler" bezeichnet wird.

Religion und Gebet hatten in diesen Zeiten (ist im sog. "Bibel Belt" im Süden der USA größtenteils noch heute so) eben eine herrausragende Bedeutung im Alltag der Menschen. Einge Offiziere sahen es damals z.B. als große Sünde an, Sonntags kämpfen zu müssen.

Natürlich wirkt das auf die Zuschauer manchmal langatmig und / oder befremdlich, aber hier ging man eben den Weg, historische Genauigkeit nicht dem steigenden Unterhaltungswert zu opfern. Die drei wichtigsten Schlachten am Anfang des Krieges (Manassas / Bull Run, Fredericksburg, Chancellorsville) stehen im Mittelpunkt des Films, ebenso Joshua Chamberlains Entschluss, sich dem 20. Maine Regiment anzuschließen. Auch der Werdegang von "Stonewall" Jackson als Führer der 1. Brigade wird überzeugend rübergebracht.

Besonders beeindruckend fand ich die filmische Darstellung der Schlacht um Fredericksburg, die mit einem katastrophalen Ausgang

für die Union endete. Sehr bewegend ist die historische Episode des plötzlich das Schlachtfeld beleuchtenden Nordlichts,

als die Reste des 20. Maine Regiments die Nacht auf dem eiskalten Feld vor der Frontlinie zwischen Toten und sterbenden Kameraden verbringen müssen. Die Schlachten sind allgemein überzeugend dargestellt, auch wenn natürlich viel mit Tricktechnik gearbeitet werden musste.

Fazit:

Wer sich für das Thema amerikanischer Bürgerkrieg bzw. Sezession etwas interessiert, wird bestens bedient (wie schon bei "Gettysburg"). Etwas Zeit und Interesse muss man zwangsläufig mitbringen, da man den Film ansonsten als langweilig empfinden wird.
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am 19. März 2004
„Gods and Generals" ist das Prequel zu „Gettysburg" von Ronald F. Maxwell.
Maxwell arbeitet hier die Vorgeschichte von „Gettysburg" auf und besticht hierbei wiederum durch seine außerordentlich geschichtlich korrekte Darstellung der Geschehnisse.
Wie schon in „Gettysburg" wird Geschichte am Beispiel einzelner Männer dieser Tage erzählt, in diesem Falle sind es die Schicksale von den legendären Generälen Chamberlain, „Stonewall" Jackson und natürlich Robert E. Lee.
Beginnend mit der Lösung von der Union wird hier im Schwerpunkt die Entstehung der Südstaatenarmee und Ihrer ersten Bewährungsproben erzählt.
Eine junge Nation droht an Ihren eigenen Prinzipien zu zerbrechen und in einer gnadenlosen Selbstzerfleischung töten Brüder ihre Brüder im Namen desselben Gottes.
Die eindrucksvolle und erschreckende Darstellung der Schlachten von Manassas, Fredericksburg und Chaneellorsville mit für damalige Zeiten unfassbaren Menschenverlusten bringen dem Zuschauer reale Geschichte so nah, dass man stellenweise vor Bestürzung kaum atmen kann.
Maxwell krönt seine phantastische Leistung mit „Gettysburg" in dieser Verfilmung ein weiteres Mal und hat nun mit diesen beiden Filmen eindeutig die bisher beste Darstellung der Geschehnisse im Filmbereich geschaffen.
Allerdings sollte man ein gehöriges Interesse an historischen Filmen haben, da „Gods and Generals" natürlich storybedingt über einige „Länger" verfügt, die hier noch ausgeprägter sind als bei „Gettysburg". Wer allerdings Gettyburg mochte, kommt an diesem Film nicht vorbei.
Der Wiedererkennungsfaktor vieler Charaktere aus „Gettysburg" ist enorm groß und so hervorragend gelungen, dass man kaum glauben kann, dass es sich um ein später gedrehtes Prequel handelt.
Ich muss zwar bestätigen, dass hier noch mehr auf Patriotismus und Gottesglaube eingegangen wird, fand aber im Gegensatz zu vielen Kritikern nicht, das dieser Teil der Darstellung völlig übertrieben wirkt. Im Gegenteil, die Zeiten waren nun mal trotz der Kriegsgräuel sehr gottesfürchtig und gerade dieser Kontrast macht für mich eine besondere Wirkung aus.
Ich kann also jedem Fan von „Gettyburg" den Kauf nicht nur nahe legen, sondern als Pflichtkauf anzeigen.
Wer allerdings nur auf Action und Schlechtengetümmel steht, sollte hier von einem Kauf absehen.
Für mich dürfte dieser Bürgerkriegsepos in drei Teilen (Teil 3 befindet sich in der Planung - die Geschehnisse nach Gettyburg) schon jetzt zum Besten zählen, was im historischen Filmbereich jemals geschaffen wurde.
Die DVD selbst ist solide, Ton und Bild sind gut, bei einigen Szenen Hätte man vielleicht mit etwas mehr Bass arbeiten sollen.
Die Extras sind informativ und so kann ich den Kauf der DVD jedem Genreliebhaber nur empfehlen.
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Gods and Generals zeichnet den Weg der ersten Kriegsjahre des Bürgerkrieges. Im Mittelpunkt steht insbesondere der Lebensweg von Thomas Jonathan Jackson (eindrucksvoll: Stephen Lang, der häufig Militärs spielt, s. schon Avatar). Robert Duvall spielt als Robert Edward Lee nur marginal am Rande eine kleinere Rolle. Auf Seiten des Nordens mimt Jeff Daniels Joshua Lawrence Chamberlain. Der Film behandelt den Beginn der Sezession bis zum verhängnisvollen Friendly Fire und dessen Ausgang... weiter möchte ich nicht spoilern, auch wenn dem interessierten Zuschauer bekannt sein dürfte, was mit den Charakteren passiert.

Zunächst dachte ich auch: War da nicht mal was mit Sklaverei? Warum wird diese ausgeklammert? Warum beschäftigen sich alle denn nur mit der Verteidigung der Heimat? Wer sich dann den Audiokommentar nicht anhört, wird sich die gleichen Fragen stellen. Der Audiokommentar jedoch beantwortet diese Fragen meiner Ansicht zufriedenstellend. Man kann nicht alles über den Bürgerkrieg in einem Film zeigen, er schneidet das Thema Sklaverei auch nur deshalb an. Ich werde mir vermutlich trotzdem irgendwelche Nicht hilfreichs und bösen Kommentare einfangen, weil einige vielleicht aufgrund der Überschrift - mal wieder ohne den Rest zu lesen - auf die Idee kommen würden, ich sei für den Süden, das bin ich sicherlich nicht. Aber bevor man irgendwie auf den gleichen Pathoszug steigt, dass dieser Krieg aus hehren Motiven geführt worden sei, sollte man sich vielleicht doch eher vorher noch einmal informieren. Nachdem ich mir diesen Film angeschaut hatte, hatte ich mich noch einmal umfangreich eingelesen, weil mir vieles beim Zuschauen unverständlich blieb.

Der Kommentar wird nicht nur von dem Regisseur gesprochen, sondern auch von einem Miltärberater, der Experte dieser Ära ist. Nicht umsonst hat man sich sehr um Authenzität bemüht. So sitzt jeder Knopf, jede Uniform, man fühlt sich per Zeitmaschine in die Zeit des Sezessionskrieges zurückgesetzt. Und da erwähnte man, was ich überhaupt nicht wusste und was in den USA auch viele nicht wissen: Dem Norden ging es - aus Sicht des Südens anfangs nicht um die Sklaverei. Das ist ein Thema, das während des Krieges erst noch hinzugekommen ist - vermutlich weil die Nordstaaten in den ersten Kriegsjahren trotz Industrie einige wichtige Schlachten verloren hatten - sodass man das wichtige Thema, das immer wieder Streitpunkt war, dazu jedoch gleich mehr, behandeln konnte. Warum das Thema im Film fehlt, ist für diverse - auch für mich zunächst - ein Kritikpunkt gewesen. Aber er erklärt sich von selbst. Wem der Film ohnehin schon trotz der gekürzten Version Längen hat, wird erst recht Längen befürchten, wenn noch das Thema Sklaverei abgehandelt wird. Die Beteiligten sagten selbst: Es handelt sich um ein sehr wichtiges Thema, das erzählt werden muss, aber es geht im Film nicht darum, sondern es geht um den Bürgerkrieg selbst. Um die Front. Und da hat man sich halt diejenigen Offiziere vorgenommen um einen kurzen Überblick zu geben.

Beeindruckend ist vor allem das Uniformdesaster zu Beginn. Jeder auf Seiten der CSA-Truppen trägt gerade das, was er hat, die blauen Unions(!)uniformen, rote, grüne, sogar die Musketen von anno dunnemals wurden verwendet. Einige Soldaten hatten nicht mal Stiefel, sondern gingen barfuß!

Klar geht es in dem Film nicht ohne Pathos. Erträglich wurd es daher für mich nur deshalb (ich hasse verlogenen Pathos!), weil eng an der geschichtlichen Vorlage entlanggearbeitet wurde und nichts hinzugedichtet wurde (man denke nur an die vielen Kriegs- und Historienfilme, die Charaktere sterben lassen, die nicht gestorben sind oder solche zusammenbringen, die sich nie gesehen haben, die Schlachten schlagen, die es nie gegeben hat oder wie weiland American Sniper Massenmörder als Volkshelden darstellen und Kriegsgründe vorschieben, die es nie gegeben hat...).

Ted Turner, Medienunternehmer und Produzent des Films, der im Film nicht nur eine kleine Statistenrolle spielt, sondern auch eine Einführung des Films gibt erklärt, dass er nicht nur Filme liebt, die unterhalten, sondern auch lehrreich sind ist da auf gleicher Linie, wie die anderen Macher: Man wollte einen Film drehen, für Leute, die über den Bürgerkrieg unterrichtet sind - derlei Leute gibt es in den USA viel, aber teilweise ist es eher Halbwissen, wie sich herausstellt, da diverse Leute über die Darstellung einiger Charaktere schockiert waren, man musste aber auch einen Film drehen, der für Zuschauer ist, die sich kaum oder überhaupt nicht mit dem Bürgerkrieg auskennen, daher gibt es diverse knappe Erklärungen innerhalb der Dialoge, die mir aber auch nicht ausgereicht haben, um mir einen Überblick zu verschaffen. So waren diverse Zuschauer darüber schockiert oder vielmehr brüskiert, dass "Stonewall" Jackson sofort zur Bibel griff und nur am Beten war vor einer Schlacht. Dies wurde als Pathos aufgefasst, doch leider war die Realität wohl genauso. Die dort kämpfenden Amerikaner haben sich durch ihren Glauben verständigt und Jackson war ein gläubiger Mensch. Abgesehen von heutigen vollkommen vertrottelten Fundamentalisten auf der ganzen Welt, war die damalige westliche Hemisphäre von einem nach heutigen Maßstäben unglaublich arroganten Sendungsbewusstsein verbohrt. Demnach hatte man das Recht, (mit allen Mitteln) Fortschritt und Zivilisation in der Welt zu fördern. Spielten hier vor allem bei denjenigen, die davon profitierten wirtschaftliche Zwecke in die Hand, war jedoch auch der Glauben dabei ein wichtiger Faktor. Anders hätten die verbohrten Kämpfer in Erwartung eines seligen Himmelreichs auch hier nicht so ins Feld ziehen können. Daher hatte Stonewall auch seinen ihm verhassten Spitznamen. Er fühlte sich auf dem Schlachtfeld genauso sicher wie im Bett aufgrund seines Glaubens. Allerdings finde ich auch, da muss ich den Kritikern recht geben, dass Jackson hier als großer Sympathieträger gezeigt wird und kaum negative Charakterzüge hat. Insbesondere wird dies natürlich durch den - tastsächlichen - Verlust der ersten Frau und des gemeinsamen Kindes verstärkt.

Offensichtlich - das wurde ebenfalls im Kommentar erklärt - war Hauptauslöser des Krieges wie schon eingangs erwähnt nicht in erster Linie (jedenfalls anfangs) die Sklaverei, sondern etwas vollkommen anderes. Die USA sind nach ihrer Gründung im wahrsten Sinne des Wortes die Vereinigten STAATEN von Amerika. D. h. diese Staaten haben in Ermangelung einer anderen gemeinsamen Rechtsauffassung (vergleiche bisweilen die Tatsache, dass in einigen Bundesstaaten die Todesstrafe herrscht, in einigen schon lange abgeschafft ist) tatsächlich ihrerseits eine Art Souveränität (gehabt). Es herrschte Unstimmigkeit, ob man Bundesstaat (so der Norden) oder Staatenbund (so der Süden) war. Letzterer sah sich durch den Erlass von Bundesgesetzen ständig in seiner eigenen Souveränität verletzt. Auch dem Norden ging es anfangs nicht um die Abschaffung der Sklaverei, die wenigsten auf dieser Seite waren anfangs konkret für eine Abschaffung. Auch wenn auf der ganzen Welt dieser einzige Grund ständig genannt wird, warum der Krieg ausgebrochen ist, so VERNEINTEN (!) BEIDE (!!!) Seiten nach dem Krieg, dass der Auslösergrund tatsächlich der der Sklaverei war!!! Vermutlich hat sich dies so in den Köpfen manifestiert, weil die Frage nach ihr ständig in die Gesetze diverser Staaten eingriff. Aber es hätte hier auch jede andere Gesetzesfrage sein können! Auf das THEMA der Frage kam es nicht an, sondern auf die Interpretation der Demokratieform!

Letztlich: Wäre dieses nämlich der einzige Grund gewesen, so wäre es echt traurig, dass noch über 100 Jahre später die Schwarzen zwar gesetzlich frei, aber es faktisch nicht waren und es nach wie vor immer noch auch in nördlichen Staaten sagen wir mal vorsichtig "Unstimmigkeiten" diesbezüglich herrschen. Sogar Lincoln war nicht für eine sofortige Abschaffung der Sklaverei. Dass in dieser Frage noch nach über 150 Jahren Uneinigkeit herrscht, sieht man an dem "Streitgespräch" des Extras zwischen Regisseur und der Darstellerin der farbigen Bediensteten, die glaubt, dass der Krieg für die Sklaven geführt worden sei und eine andere "Interpretation" nicht zulassen möchte.

Die Androhung Lincolns, Regimenter nach Virginia zu schicken wurde als Angriff einer fremden (! muss man sich mal vorstellen...) Macht auf die eigene Souveränität gesehen. Innerhalt der Verfassung von 1787 wurden den Staaten das Recht auf Sklavenhaltung gewährt, der Süden sah darin nicht nur Verfassungsbruch, sondern wollte sich vom Bund nicht in die Souveränität des eigenen Staates pfuschen lassen, die man der eigenen Ansicht nach mit Beitritt in die Staaten nicht aufgegeben habe. Wie gesagt ist Sklaverei ein wichtiges Thema gewesen, aber auch jedes andere hätte den Streit auslösen können, da es eher eine Frage war, welche Staatsform vorherrscht. Es kriselte nämlich schon wegen der Souveränitätsfrage in den 1830er bei der Zollfrage! Schlagwort ist hier die Nullifikationskrise gewesen. Hat ein Bundesstaat das Recht, Bundesrecht zu nullifizieren? Zur Verdeutlichung: Laut Art. 31 GG der deutschen Verfassung bricht Bundesrecht Landesrecht! Der Ansicht war auch der Bereich der Nordstaaten. Für den Süden brach aber Landesrecht Bundesrecht!

Wie hier einige Male erwähnt wurde, sah man bei einem unterlegenen Norden keine Gefahr sondern eher, dass sich die Bonzen wieder zurückziehen würden und Banken und Großindustrien weiterführen würden. Der Süden sah sich hingegen in seiner bloßen Existenz bedroht. Beide Seiten war daher nicht unnachgiebig in ihren Kämpfen, hatten teilweise aber auf beiden Seiten die gleichen Ansichten.

Geradezu lächerlich - im tragischen Sinne - werden hier diverse Szenen dargestellt in dem ein irisches Korps auf das andere irische Korps schießt und in der während einer Weihnachtsfeuerpause ein Nordstaatler seinen Kaffee mit einem Südstaatler tauscht, während dieser ihm seine Pfeife gibt!

Das Ende des Krieges besiegelte rechtlich gesehen die Sklaverei und stellte die Union wieder her. Es war nunmehr geregelt, dass die USA kein Staatenbund, sondern ein Bundesstaat waren. Fraglich ist, ob man dies nicht hätte demokratischer lösen können ohne ein Blutbad unter Bekannten und Nachbarn auszulösen.

Die DVD ist stark gekürzt, so fehlen u. a. Szenen hinsichtlich des Lincoln Attentäters. Diese sind auf die S.E. Blu-ray gebannt worden, die ebenfalls nicht teuer ist, aber der Film hat noch keine adäquate Umsetzung erhalten, die seinen Produktionsaufwand würdig wiedergeben würde. So sind sämtliche Szenen reingeklatscht und nicht nachsynchronisiert worden. Die vorliegende DVD enthält hier "nur" zwei Musikvideos und diverse Specials, dazu ein Besuchsvideo des Südens! Die DVD ist beidseitig abspielbar wie eine LP, so gibt es Seiten A und B. Welche Specials für das DVD-ROM Laufwerk des PCs noch dabei sind habe ich nicht getestet.

Gods and Generals ist das Prequel zu Gettysburg. Der dritte Film in der Trilogie: Last Full Measure ist noch nicht erschienen. Angesichts des Prequels, das 10 Jahre nach Gettysburg gefilmt worden ist und der bislang recht langen Zeit seit Gods and Generals sowie dessen Flop z. B. hierzulande (lediglich Direct to DVD!!!!! Veröffentlichung) stellt sich die Frage, ob sich der Dreh des letzten Teils für die Produzenten aufgrund des Aufwandes rentiert.
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am 28. April 2015
Supergeiler Film. Leider ist es der erste von drei Teilen. Der zweite Teil heisst Gettisburg und ist auch erhältlich. Leider wurde der dritte Teil leider entweder nicht verfilmt oder in deutscher Sprache veröffentlicht, so eine SCH ... ande !!!
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am 20. Februar 2004
Was war ich gespannt auf diesen Film. Sein Vorgänger, Gettysburg, hat in mir eine wahre Euphorie ausgelöst und seit dem verschlinge ich alles, was irgendwie mit dem Konflikt jener Zeit zu tun hat.
Ich las auch die Buchvorlage und war darauf umso mehr gespannt, wie diese Verfilmung wohl aussieht.
Die Filmemacher versuchten sich sehr eng an die Romanvorlage zu halten, was ob dem breitgefächerten Inhalt sehr schwer war.
Sehr gut finde ich, wie die Regie bemüht ist, einzelne Charaktere zu Beginn des Filmes einzuführen. Dies gelingt auch noch recht gut. Die einzelnen Schlachten sind sehr gut nachgestellt und einzelne Einstellungen geben ein Grauen des Krieges wieder. Jedoch können folgende Punkte den Laien ein klein wenig überfordern:
Die Zeit- und Ortssprünge sind oft gewaltig. Da steht man am Ende der Schlacht bei Manassas und schon findet man sich in der nächsten Einstellung ein paar Wochen später im Bowdoin College in Maine, um dann wieder zu den Konföderierten in den Süden zu wechseln.
Vor und während der Schlacht von Fredericksburg wird mit den Namen der Generäle sowie deren Aufstellung nur so "herumgeschleudert". Hier wäre es wohl besser gewesen nur ein paar wenige, entscheidende Namen zu nennen, damit der Zuschauer den Überblick in dieser verworrenen Schlacht auch behält. Denn gerade dadurch geht ein wenig unter, dass bei dem Ansturm der Unionsarmee auf die konföderierten Stellungen, Brigade um Brigade geradezu niedermäht wurden.
Es ist oft schwierig, zwei Filme miteinander zu vergleichen, doch in Gettysburg wurde diesen Dingen meiner Meinung nach mehr Gewicht gegeben. Man wollte, dass auch der Laie den einzelnen Sequenzen problemlos folgen konnte.
Ein absolutes Plus ist aber, dass Robert Duvall einen ausgezeichneten Robert E. Lee abgibt. Ich persönlich war zunächst enttäuscht darüber, dass Martin Sheen diese Rolle nicht ein weiteres Mal übernahm. Doch Duvall setzt hier einen guten Part ab.
Völlig farblos bleibt dagegen die Darstellung des James Longstreet. Ist er in Gettysburg eine der tragenden Rollen, so spielt er hier nicht einmal die zweite Geige. Dabei war gerade er für den Erfolg bei Fredericksburg verantwortlich. Zur Erinnerung, Jackson's Linien wurden durch die Unionsarmee an einer Stelle durchbrochen, konnten dies jedoch nicht ausnützen, weil die Unionsarmee keine weiteren Truppen an diesen Punkt heranführen konnten.
Alles in allem waren meine Erwartungen an diesen Film höher. Aber enttäuscht bin ich trotzdem nicht. Wer Filme wie Gettysburg oder Glory gesehen und gemocht hat, der wird hier ebenfalls nicht enttäuscht.
Der Film ist eine sehr gute (Kurz)- Biographie über Stonewall Jackson's Schaffen während des Krieges.
4-Sterne deshalb, weil der Film seiner Vorlage nicht ganz gerecht wird.
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am 30. Juni 2012
Ähnlich wie "Gettysburg" ist "Gods and Generals" ein Muss für jeden, der sich für den amerikanischen Bürgerkrieg interessiert. Beide Filme setzen sich mit Überlänge akribisch und detailgenau mit den wichtigsten Schlachten des östlichen Kriegsschauplatzes auseinander, wobei das Hauptaugenmerk nicht so sehr auf blutige Schlachtszenen, sondern auf die taktischen Truppenbewegungen und die wichtigsten Befehlshaber und Generäle gerichtet ist.

So weit, so gut.

Um es vorwegzunehmen: Meines Erachtens reicht "Gods and Generals" als Prequel qualitativ nicht annähernd an "Gettysburg" heran. Es scheitert sicher nicht an der aufwendigen und detailverliebten Produktion, doch einige satte Minuspunkte muss ich leider vergeben.

Da wäre zunächst die Darstellung des legendären Südstaaten-Generals Thomas "Stonewall" Jackson (Stephen Lang), dessen militärische Karriere so ausführlich beleuchtet wird, dass man fast den Eindruck hat, es handele sich um eine Jackson-Biografie. Nicht weniger störend empfinde ich die übertriebene Inszenierung des starken religiösen Bezugs Jacksons; die vielen Gebete und Psalme wirken ermüdend.

Was mich jedoch am meisten stört ist die teilweise völlig misslungene und lieblose Darstellung einiger zentraler Charaktere, die noch in "Gettysburg" einen Großteil des schauspielerischen Charismas ausmachten. Longstreet, Pickett und Armistead verkümmern zu Statisten; Reynolds und Meade auf Seiten der Union fehlen ganz. Brian Mallon gefällt mir in der Rolle des General Hancock auch nicht ganz so gut wie in "Gettysburg". Einzig Robert Duvall als General Robert E. Lee überzeugt, doch dies allein ist mir etwas zu wenig.

Hinzu kommen einige Längen, so dass der Film meines Erachtens eine gute halbe Stunde hätte gekürzt werden können.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die starke Fixierung der Ereignisse aus der patriotischen Sicht des Südens; zwar war "Gettysburg" ähnlich strukturiert, doch "Gods and Generals" legt hier sogar noch ein Schüppchen drauf.

Einer der wenigen ganz großen Momente ist jener, als Chamberlain (Jeff Daniels) - sichtlich fülliger geworden - den Truppenaufmarsch der Union bei Fredericksburg mit einem eindrucksvollen, fast epischen Monolog kommentiert.

Fazit:

"Gods and Generals" ist sicher kein schlechter Film, geht aber im direkten Vergleich mit "Gettysburg" - und dieser Vergleich ist nun mal zwangsläufig zu ziehen - regelrecht unter. "Gods and Generals" fehlt insbesondere die außergewöhnliche Atmosphäre, die "Gettysburg" zu einem der besten Historiendramen der Filmgeschichte machte.
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TOP 1000 REZENSENTam 13. Januar 2012
Produkt: DVD-s (2 Stück). Herausgeber: Warner Home Video - DVD. ASIN: B00018GWHG.
Disk 1: Film - Teil 1 (108 Minuten)
Disk 2: Film - Teil 2 (102 Minuten)
Filmtitel: Gods and Generals. Produktionsland: USA. Premiere: 2003
Mit: Stephen Lang, Robert Duvall, Jeff Daniels, Kevin Conway, C. Thomas Howell, Bruce Boxleitner u. A. Regie: Ronald F. Maxwell. Musik: Randy Edelman und John Frizzell. Titellied: Going Home, gesungen von Mary Fahl
Bild: gut / Farbe / Breitbildformat. Sprache: englisch. Synchronisation: nur deutsch. Untertitel: deutsch, englisch u.v.a. Filmlänge: 210 Minuten (Originallänge im PAL-Verfahren) (nicht zu verwechseln mit Directors Cut von 290 Minuten)
Genre: Historienfilm > Kriegsfilm > Bürgerkriegsfilm > Amerikanische Historie
Specials Disk 1: Audiokommentare mit deutschen u. a. UT, Trailer, 2 Musikvideos von Mary Fahl und Bob Dylan
Specials Disk 2: alle mit deutschen u. a. UT: Audiokommentare; zwei Dokus von insgesamt 35 Minuten mit Interviews und Szenen über die Filmproduktion und die historischen Hintergründe; 14 Minuten Doku über Thomas Jonathan Jackson

Der Beginn und die ersten Jahre des amerikanischen Bürgerkrieges in aufwändiger und minutiös sorgfältiger Darstellung.
Die zentrale Rolle verkörpert Stephen Lang, der hier den fähigen Major der Südstaaten, Thomas Jonathan Jackson spielt. Übrigens ist Stephen Lang ein solch wandlungsfähiger und talentierter Schauspieler, dass er von einem zum anderen Film kaum zu erkennen ist. Von einem antipathischen Ike Clanton in Tombstone, zu gepflegtem Offizier in Gods and Generals, bis zum skrupellosen Militaristen in Avatar - ein Chamäleon an Verwandlung und von daher faszinierende Gestalt der Filmkunst.
Der Regisseur hat mit diesem Werk das sorgfältige Prequel zu seinem aufwändigen Film Gettysburg gemacht, wobei diesmal die Dialoge über Beweggründe und Entscheidungen für den Kriegsausbruch, sowie familiäre Szenen mehr Raum bekommen, als im ultimativen Schlachtfilm Gettysburg. Weniger Action als in Gettysburg, aber um nichts weniger informativ bezüglich der historischen Hintergründe des Amerikanischen Bürgerkrieges.
Die afroamerikanischen Sklaven werden im Film nur periphär angerissen. Es geht in erster Linie um die Beweggründe der Weißen für den Krieg und seinen Ablauf.
Eine sehenswerte historische Studie.
Mladen Kosar
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am 14. Dezember 2004
Also vorab gesagt ,mir hat der Film gut gefallen und ich habe ihn mir trotz seiner Länge an einem Stück angesehen. Dass ich trotzdem nur drei Sterne vergebe liegt an gewissen Schwächen des Films, die nicht wegzudiskutieren sind. Dem Film fehlt eine Handlung, die sich wie ein Faden durch den Film zieht. Das ist bei dieser Thematik vielleicht auch nicht einfach zu bewerkstelligen, der Versuch einige Charaktäre hervorzuheben, wirkt aber teils halbherzig.
Fasziniert war ich von der Detailgenauigkeit der gezeigten Schlachten. Gerade die Schlacht von Fredericksburg kommt dem sehr nahe, was man über dieses Gemetzel lesen kann. Wenig realistisch ist allerdings, dass die Generäle und Offiziere oftmals vor ihren Linien herumstolzieren, hinter ihnen fallen die Soldaten reihenweise um und die Offiziere bleiben unbehelligt. Gerade die Offiziere waren für Scharfschützen ein gerne genommenes Ziel. Gestört hat mich auch, dass einige Schlachtszenen offensichtlich mehrmals verwendet wurden. Sicher ist der Film auch etwas Südstaatenlastig, wobei mich das weniger gestört hat, gibt es doch reichlich Filme, die aus der Sicht des Nordens erzählt werden.
Sehr positiv an diesem Film finde ich, dass man verzichtet, Lincoln als den großen Bürgerkriegs-Helden darzustellen, wie das ja allzu oft getan wird. Am Falle von Virginia wird versucht aufzuzeigen, warum sich dieser Staat und seine Einwohner entschieden haben, für den Süden in den Krieg zu gehen. Die schwarz-weiß Zeichnung des Krieges, hier der gute Norden, dort der böse Süden, wird in diesem Film doch sehr hinterfragt.
Wer sich für die Thematik des Sezessionskrieges interessiert, ist mit diesem Film sehr gut bedient. Andere werden den Film möglicherweise langweilig finden.
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am 8. Februar 2015
Gods and Generals ist die wunderbare Fortsetzung von Gettysburg, obwohl sie keine direkte Fortsetzung der Geschichte ist.
Vielmehr erzählt sie den Werdegang von Stonewall Jakson.

Sollte/darf ebenfalls in keiner Filmsammlung von Civil War Fan`s fehlen.
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am 9. Februar 2009
Als ich "Gods and Generals" erstmals sah, war ich doch etwas enttäuscht. zuvor hatte ich bereits mehrmals "Gettysburg" gesehen, von dem ich sehr angetan war.

Im Vergleich zu "Gettysburg" kommt einem "Gods and Generals" anfangs vermutlich 1. verwirrend und 2. sehr viel pathetischer vor.
Zum ersten Punkt muß man sagen daß das wirklich zu den Schwächen des Films gehört. Es werden nunmal mehrere Schlachten behandelt, deren Trennung nicht ganz klar wird wenn man den Film zum ersten Mal sieht. Verschlimmert wird das bei Zuschauern die nur wenig die historischen Hintergründe kennen. Das ist hier noch wesentlich wichtiger als bei "Gettysburg".
Man sollte sich also vor dem Ansehen des Films ein bißchen mit dem Bürgerkrieg auseinandersetzen. Aber der Film ist daran nicht völlig unschuldig. Vielleicht hätte man doch noch 30 Minuten Laufzeit mehr investieren oder eine Schlacht weniger behandeln sollen.
Zu Punkt 2 ist zu sagen daß insbesondere der religiöse Pathos zwar dick aufgetragen wirkt, es aber auf den zweiten Blick nicht ist.
Informiert man sich näher über Thomas "Stonewall" Jackson, wird man erfahren daß der Mann tatsächlich so tief religiös war wie im Film dargestellt.
Auch einige - scheinbar übertrieben pathetische - Dialoge im Film, sind in Wirklichkeit überlieferte Original-Zitate.
Beim ersten Sehen des Films fielen mir z.B. die letzten Worte Jacksons sehr negativ auf: "Let us cross over the river and rest under the shade of the trees." (= Lasst uns den Fluß überqueren und im Schatten der Bäume ruhen).
Das kam mir damals äußerst übertrieben vor und als dem religiösen Pathos die Krone aufgesetzt.....bis ich irgendwann gelesen habe daß das völlig authentisch ist und der echte "Stonewall" Jackson tatsächlich mit diesen Worten starb.
Dies ist symptomatisch für den ganzen Film.
Bevor man über "Gods and Generals" urteilt, sollte man sich daher eingehend mit den realen Begebenheiten vertraut machen.

Die Schauspieler-Riege ist der von "Gettysburg" sehr ähnlich. Nur wenige Schauspieler wurden durch andere ersetzt. Etwas enttäuschend ist m.E. Bruce Boxleitner als General Longstreet. Robert Duvall ist als General Lee sehr überzeugend, macht seine Sache mindestens so gut wie ehedem Martin Sheen. Zusätzlich muß man sagen daß Duvall dem echten Lee wesentlich ähnlicher sieht.
Jeff Daniels als Chamberlain macht seine Sache wieder gut, hat allerdings leider an Gewicht zugelegt. Mit etwas gutem Willem läßt sich das aber noch damit erklären daß der Film ja zeitlich vor "Gettysburg" spielt und man im Krieg durchaus an Gewicht verlieren kann.

Abschließend kann man sagen daß "Gods and Generals" leider nicht ganz an "Gettysburg" herankommt, insbesondere weil eben mehrere Schlachten in eine kürzere Laufzeit gepackt wurden als bei "Gettysburg". Aber trotz Allem ein sehenswerter Film, dem ich nach mehrmaligem Sehen guten Gewissens vier Sterne gebe.
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