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am 12. März 2004
Nach dem tontechnisch heillos unbrauchbaren Mitschnitt der Uraufführung (unter Clemens Krauss) und der zwar recht erbaulichen, aber dennoch nicht wirklich zufriedenstellenden Aufnahme auf Telarc (unter Botstein) ist nun endlich eine wirklich gute Danae-Aufnahme erhältlich. Franz Grundheber überstrahlt als Jupiter natürlich alles, insbesondere auch die stimmlich überforderten Jupitere der anderen Aufnahmen, Schöffler bei Krauss und (den Deutsch radebrechenden) Coleman-Wright bei Botstein. Uhl als Danae ist wunderbar, zwar kein Stimmgigant wie Flanigan (bei Botstein), aber umso ergreifender und sauberer als Kupper (bei Krauss). Chafin als Midas ist - allen Kritikern zum Trotz - ein Hit: Man hat das Gefühl, daß er versteht was er singt - in der heutigen Zeit ein Wunder! Ohne sich zu plagen bewältigt er die Partie mit ungemein viel Gefühl, viel besser als auf den beiden anderen Aufnahmen. Gemeinsam mit Uhl bildet er tatsächlich ein 'Dream-Team' für das Liebespaar. Einzig die kleine Partie des Pollux ist schwach besetzt (wie bei Krauss aber im Gegensatz zu Botstein). Tontechnik, Balance, Dirigat und Orchester lassen nichts zu wünschen übrig.
Noch ein Hinweis: Die Jupiterpartie ist zum ersten Mal sowohl untransponiert als auch ungekürzt (die anderen Aufnahmen sind auch ungekürzt, aber teilweise transponiert). Dafür ist das mörderisch hohe Unisono-Duett Midas/Danae im zweiten Akt ziemlich brutal um einen Ganzton nach unten verlegt, weswegen das cis zum h wird. Immerhin klingt das Duett dadurch weniger hysterisch als gewohnt.
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am 6. Juli 2016
ZUR OPER:
Diese Oper ist ein wahrer Lichtblick für Leute wie mich, die den späten, eher sparsam instrumentierten Strauss sonst nicht so sehr mögen. Hier greift er zum Ende seines Lebens noch einmal in die Vollen und zeigt, dass er es immer noch drauf hat: da sprudelt und klimpert das allgegenwärtige Gold im Orchestergraben, durchzogen mit herrlichen unendlichen Melodiebögen für die Liebenden, gelegentlichen Wutausbrüchen Jupiters und reichlich Abschiedsromantik zum Ende hin – Strauss dachte damals, es würde seine letzte Oper werden, und tatsächlich klingt es sehr nach einem Resümee seines kompletten Opernschaffens.

Warum dieses Werk bis heute kaum bekannt ist, ist mir ein Rätsel, vielen Musikhistorikern scheinbar auch. Einige schieben dem Librettisten Joseph Gregor die Schuld zu, der aber zugegeben auch sehr im Schatten von Zweig und Hofmannsthal steht, und da gibt es unzählige Repertoire-Opern mit schlechteren Libretti. Dieses hier hat auch seine starken Stellen (z.B. Jupiters Abschlussmonolog). Und immerhin hat es Strauss nochmal zu einer solchen Musik inspiriert!

ZUR AUFNAHME:
Wenn eine der wenigen vorhandenen Aufnahmen Strauss‘ wundervollem Werk gerecht wird, dann diese. Das würde man von einem kleineren Haus wie Kiel zunächst gar nicht erwarten. Ulrich Windfuhr und das Philharmonische Orchester belehren uns eines besseren und machen jede noch so kleine Schönheit in Strauss‘ komplizierter Partitur hörbar. Windfuhrs Tempi sind einwandfrei. Einzig schade, dass das Orchester an manchen Stellen etwas zu sehr in den Hintergrund treten muss, da die Sänger sehr vordergründig aufgenommen sind (gerade Danae hätte im ersten Akt etwas mehr Einbettung in den Gesamtklang vertragen können). Ansonsten ist der Aufnahme aber nicht anzuhören, dass sie live und auf der Bühne entstanden ist. Und Windfuhr ist in den 3 höllisch schweren Hauptpartien mit Sängern gesegnet, die ihrer Aufgabe wirklich gewachsen sind:

Franz Grundheber hat sich die Partie des Jupiter ja quasi einverleibt durch die Tatsache, dass er diese Rolle als erster komplett in Originallage sang – und zwar, weil er’s kann, wie hier eindrucksvoll zu hören ist: Das klingt niemals angestrengt, zeitweilen vergisst man sogar, in welch absurder Lage er da die ganze Zeit singt. Wahrhaft göttlich!

Manuela Uhl – heute eine der gefragtesten Strauss-Sängerinnen – stand damals noch in den Startlöchern, hat seitdem stimmlich noch einiges zugelegt, aber was sie hier abliefert, ist schon große Klasse. Ihr metallisch leuchtender Sopran erinnert fast schon an die junge Hildegard Behrens und passt hervorragend zur goldbesessenen Prinzessin – und gewinnt im dritten Akt mit der Wandlung ihrer Figur konsequenterweise an Wärme. Exquisit auch ihre hohen Pianissimos!

Schließlich der Amerikaner Robert Chafin als Midas absolut auf Augenhöhe mit den anderen beiden, dazu noch praktisch akzentfrei. Wie auch Danae klingt er sehr jugendlich und die Unisono-Duette der beiden sind genau die Glanzpunkte, als die sie gedacht sind.

Der übrige Cast fast durchweg überzeugend. Hervorzuheben sind die 4 Königinnen, die nicht nur einzeln, sondern gerade auch im Ensemble brillieren. Die Rheintöchter lassen herzlich grüßen… Kleinere Enttäuschungen gibt es natürlich auch (Merkur ist ein bisschen sehr lyrisch angelegt, nett ausgedrückt).

FAZIT: Nach wie vor die Referenzeinspielung eines zu Unrecht wenig beachteten Meisterwerks!
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