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am 28. März 2003
Spätestens seit Opeths letztjährigem Oberhammer "Deliverance" sollte Steven Wilson auch Metal Fans ein Begriff sein - der britische Soundtüftler hat nämlich die letzten beiden Opeth Alben produziert und seine unverwechselbare, klare Stimme ist sowohl auf der 2001er Scheibe "Blackwater Park" wie auch auf "Deliverance" in einigen Songs zu hören. In der Progressive-Szene ist der Mann dank seinem Hauptprojekt PORCUPINE TREE und diverser abgefahrener Nebenbands wie No-Man längst eine Legende - das Allroundtalent hat sich unter anderem einen Namen als Komponist, Gitarrist, Sänger und Produzent gemacht, wobei Wilson sich so ziemlich alles, was er über Musik weiss, selber beigebracht hat. Porcupine Tree wurde von Steven Wilson 1987 als ein-Mann Projekt ins Leben gerufen und sollte ursprünglich nur als Experimentierfläche für experimentelle und progressive Studiomusik dienen. Das 1993 erschienene Debütalbum "On the Sunday of Life"  und das darauffolgende "Up the downstair" bieten psychedelischen, hypnotisch-gleichförmigen Sound, der im Indie-Underground mit viel Lob bedacht wurde. Von den unerwartet positiven Echos überrascht, beschloss Wilson, Ernst zu machen und holte Ende 1993 Colin Edwin (Bass), Richard Barbieri (Keyboards) und Chris Maitland (Drums) in die Band um auch Liveshows spielen zu können. Anfang 2002 wurde Chris Maitland durch Gavin Harrison ersetzt, ansonsten ist dieses Line-up bis heute erhalten geblieben.
Mit dem 97er Hammer "Signify" bewegte man sich in eine rockigere, bandfreundlichere Richtung, die Songs wurden kürzer und weniger experimentell und der Trademark-Sound der heutigen Porcupine Tree begann sich herauszukristallisieren. 1998 und 2000 folgten die Alben Stupid Dream und Lightbulb Sun, welche beide von der Kritik gefeiert wurden und durchaus als richtungsweisend für den modernen Prog-Rock bezeichnet werden dürfen.
Vergleicht man nun das aktuelle Album "In Absentia" mit den früheren Werken, so steht die Scheibe in der Diskographie von Porcupine Tree als logischer - vorläufiger - Endpunkt einer kometenhaften Weiterentwicklung: Die Progressivität und "Trippiness" der Frühwerke schimmert noch immer in einigen Songs durch, der auf "Signify" begründete und auf den Nachfolgealben kontinuierlich weiterentwickelte verträumt-melancholische Markenzeichen-Sound durchtränkt jeden Ton von "In Absentia" und die auf den letzten Alben teilweise noch vorhandenen "losen Enden" werden zu einem homogenen, professionell klingenden, aber nie sterilen Gesamtgefüge verknüpft. Dabei gibt es auf "In Absentia" durchaus auch Neues zu hören: Die Zusammenarbeit mit Opeth hat offenbar ein klein wenig auf Steven Wilson abgefärbt, was sich in den teilweise ziemlich metallischen Riffs äussert, die so auf den Vorgängeralben noch nicht zu hören waren. Im von epischen Elektro-Soundlandschaften getragenen Song "Gravity Eyelids" lässt die Band ihrer Experimentierfreude freien Lauf und das als Single ausgekoppelte "Strip the Soul" ist in seiner überraschenden Aggressivität und Düsternis ein Schlag ins Gesicht aller Nu-Metal Wannabes. Generell wird auf In Absentia Abwechslung grossgeschrieben - vom in den Grundstrukturen fast "klassisch" anmutenden Rocksong über die sphärische Hymne und den stampfenden Riffhammer bis hin zur Pianoballade gibts hier für jeden etwas. Bei aller Diversität wirken die Kompositionen aber nie forciert, überladen oder poppig-anbiedernd und enthalten stets die unverkennbare Porcupine Tree-Handschrift, die dem Hörer bereits nach einigen Durchläufen irgendwie altbekannt vorkommt - etwas, das meiner Meinung nach alle ganz grossen Bands auszeichnet.
Instrumental sind die Briten über alle Zweifel erhaben - man merkt, dass hier ein eingespieltes Team am Werk ist, das genau weiss wo seine Stärken liegen, und wie es einen möglichst "tighten" Sound hinbekommen kann. Steven Wilson schafft es, auch ohne allzu ausschweifende Soli einen unverkennbaren Stil an der Gitarre zu markieren und vor allem mit der Akustikgitarre immer wieder faszinierende Klangnetze zu weben, Basser Colin Edwin liefert teilweise schwindelerregend gute Licks, Gavin Harrison an den Drums sorgt für ein solides Rhythmusfundament und Keyboarder Richard Barbieri glänzt durch dezente, aber effektive Einsätze und seine gut arrangierten Elektro-Parts.
Fazit: Gesamthaft gesehen muss "In Absentia" wohl als das bis Dato beste Werk der Band bezeichnet werden - wobei der Vergleich mit den völlig anders aufgebauten psychedelischen Frühwerken nicht wirklich funktioniert. Doch es ist nicht abzustreiten, dass Porcupine Tree nie reifer und ausgefeilter geklungen und sich kompositorisch ganz stark weiterentwickelt haben, was Songs wie "Prodigal" (Pink Floyd klangen auch nie besser), "Trains" (meiner unmassgeblichen Meinung nach der beste Song der Band) oder "Sound of Muzak" (Kampfansage an den Kommerz) auf eindrucksvolle Art beweisen. Zieht man noch die intelligenten, poetischen Texte in Betracht, muss man "In Absentia" ganz klar zu einem der besten Prog-Rock Alben der letzten Jahre erklären und eine allgemeine Kaufpflicht für alle Freunde intelligenter Musik ausrufen.
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am 16. Januar 2003
Nun ist es soweit, auch die britische, bisher eher als "Independant" einzuordnende Band Porcupine Tree hat bei einer der "großen" Plattenfirmen unterschrieben. Ob sich das lohnt, mag dahingestellt sein, aber der erste große Wermuthstropfen für die treuen Fans (in Europa) lag schon darin, daß der Europa-VÖ für "In Absentia" auf Anfang 2003 verschoben wurde, obwohl das Album in den USA schon seit dem 24.09.2002 erhältlich war. Blieb für den „echten" Fan bislang nur der Importweg...
Aber egal, hier geht es ja um das Album an sich:
Grundsätzlich muß ich sagen, daß Porcupine Tree doch um einiges härter und auch „grungiger" geworden sind, was aber den an sich schon genialen Kompositionen noch einen zusätzlichen Aspekt hinzufügt und dadurch noch interessanter und abwechslungsreicher macht.
Schon der Anfang des ersten Titels „Blackest Eyes" klingt sehr nach dem zur Zeit trendigen New Rock, geht dann aber überraschenderweise ziemlich Porcupine-Tree-typisch weiter.
„Trains" ist eine zunächst schöne Akustikgitarren-lastige Nummer mit genialer Keyboard-Untermalung, die dann zwischenzeitlich mächtig abrockt. Ein ziemlich „amerikanisch-wild-west-mäßig" klingender Mittelteil rundet den Titel ab.
Das langsame Stück „Lips Of Ashes" ordne ich eher in die psychedelische Schublade ein, wenn es da überhaupt hineinpaßt.
„The Sound Of Muzak" kommt rhythmisch sehr interessant rüber und erinnerte mich anfangs sogar ein wenig an die „Krautrock-Gruppe" Eloy.
„Gravity Eyelids" ist für mich ein absolutes Highlight des Albums. Ruhig und soundmäßig absolut psychedelisch beginnend steigert sich der Titel zu einem fetzig-rockigem, zum Teil sehr abgefahrenen Mittelteil, um dann wieder genauso ruhig auszuklingen wie er beginnt.
„Wedding Nails" ist ein reines Instrumentalstück und geht total rockig ab. Ähnlichkeiten mit Dream Theater sind wahrscheinlich rein zufällig.
„Prodigal" und „3" hören sich dagegen wieder eher so an, wie man Porcupine Tree kennt.
Es folgt mit „The Creator Has A Mastertape" ein wieder recht eigenwilliges und rockig-abgefahrenes Stück, was nicht so ganz mein Fall ist.
„Heartattack In A Lay by" ist dagegen eine schön melancholisch klingender Titel mit Klavieruntermalung.
Das schon als „Korn-Verschnitt" titulierte „Strip The Soul", das auf der Importfassung auch als Video enthalten ist, ist sicherlich schon das untypischste, z. T. dissonante und, wenn man das Video sieht, auch schon fast abschreckende Stück auf der CD. Dennoch nicht uninteressant.
Mit „Collapse The Light Into Earth" findet die CD einen gelungenen Abschluß. Instrumentierung und Stimmung, die sehr an Steven Wilsons Side-Projekt No-Man erinnert, sind gänsehauteinflößend. Für mich eins der weiteren Highlights der CD.
Die auf der zweiten CD gebotenen Bounustracks sind mit Sicherheit auch nicht zu verachten. Das überwiegend ruhige und psychedelisch anmutende "Chloroform" war ja zwischenzeitlich schon auf der Internetseite von Porcupine Tree zu hören, wenn man das Glück hatte, diese zur richtigen Zeit anzuwählen.
Fazit: Ein so geniale und abwechslungsreiche Scheibe habe ich lange nicht gehört. ZUGREIFEN!
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am 26. Dezember 2002
Was soll man über ein Album schreiben, welches sich mit Worten nur so dürftig beschreiben lässt, dass man an seinem eigenen Wortschatz zu scheitern droht? Mitreissend & abweisend, bedrohlich & doch so offen, düster & trotzdem strahlend, relaxed & gleichzeitig aggressiv... Dies alles sind Attribute, die sich im Sound von PORCUPINE TREE finden lassen, und sie können nicht annähernd das ausdrücken, was die Engländer mit einem jeden ihrer Songs schaffen. PORCUPINE TREE haben sich seit Jahren eine eigene Nische im (Prog)Rock geschaffen und ziehen seit jeher ihr Ding als das Chamäleon des Rockgeschäfts durch. Und obwohl dieses eindeutig die Wurzeln der Band darstellt, scheint Mastermind Stephen Wilson ständig nach neuen Einflüssen zu greifen, um PORCUPINE TREE voranzutreiben und gleichzeitig doch immer wieder beim ureigenen Sound zu bleiben. So hat der Hauptsongwriter der Band trotz wohlverdientem Wechsel zu einem Major Label Wort gehalten und lässt seine Band nach der Zusammenarbeit mit OPETH (Stephen Wilson hat "Blackwater Park" und "Deliverance" produziert) mit "In Absentia" deutlich härter erklingen als jemals zuvor. Zwar sollte man sich dadurch kein "Metal"-Album erwarten, aber damit werden Fans sowieso nicht rechnen. Selten hat mich ein Album so stark berührt wie "In Absentia" und wer's nicht glaubt, der soll sich einen Song wie "Trains" anhören, um zu verstehen, wovon ich spreche: Wunderschöne Gitarrenriffs, sphärische Keyboards, Wahnsinns-Streicherarrangements - und ein Gesang, wie er trauriger und trotzdem hoffnungsvoller nicht sein könnte. Und während Songs wie "Blackest Eyes" oder "Prodigal" eher kommerziellerer Natur sind, zeigt ein Track wie "Gravity Eyelids", dass PORCUPINE TREE nach wie vor zu einer der tiefgreifendsten Bands gehören und in Punkto Songwritingqualität meilenweit der Konkurrenz voraus sind. Wer glaubte, ANATHEMA's "A fine Day to exit" wäre nicht mehr zu toppen - "In Absentia" tut's - und mit was für einer Macht!
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am 5. Oktober 2012
Man kann zu Porcupine Tree stehen wie man will, Fakt jedoch ist, dass sich die Briten über etliche Jahre ihren heutigen Status hart erarbeitet haben. War das Fundament bis in die späten Neunziger mit den wegweisenden Outputs "Stupid Dream" (1999) und "Lightbulb Sun" (2000) (auch diese beiden CDs gelten unter Insidern als Klassiker) längst errichtet, war der Major Deal für das hier vorgestellte "In Absentia" Werk geradezu überfällig. Es ließe sich bei den verspäteten Progressive Rock Helden rund um Mastermind Steven Wilson vorzüglich darüber streiten, welches das stärkste, oder sagen wir mal das meist repräsentative" Album ist, doch in der engeren Wahl blieb ich beim siebten Masterpiece hängen.

Für mich persönlich steht "In Absentia" deshalb in der internen Pole Position, weil es zum Einen meinen Zugang in diesen wundervollen Klangkosmos der Briten einläutete, und zum Anderen, weil es trotz der hohen qualitativen Dichte früherer und späterer Outputs genau jene Silberscheibe ist, die ich am liebsten aus dem gedehnten und gequälten Regal raus zupfe. Zugegeben: das bizarr anmutende Artwork sowie die kapitale Lobeshymne im Rock Hard von Michael Rensen waren dazumal Ausschlag gebend, der Sache tiefer auf den Grund zu gehen.

Es scheint dem schmächtigen Tüftler Wilson, der neben Gesang und Gitarre auch alle Arrangements aus seiner überschäumenden Kreativität hervor zaubert, wie in die Wiege gelegt, den Spirit von den Siebziger Progressive Rock Legenden à la Pink Floyd mit dem kühleren Sound jüngerer Phonarchitekten wie z. B. Tool in Einklang zu bringen, um damit eine völlig eigene Nische zu bedienen, in die man sich nur zu gerne rein fallen lässt. Weshalb der Silberrundling recht heavy aus den Boxen donnert, kommt nicht von ungefähr: Steven hatte zuvor die beiden Opeth Scheiben "Blackwater Park" und "Deliverance" produziert - in späteren Interviews gab der Majestro zu, dass diese Kooperation deutlich auf den PT Sound abgefärbt habe. Welch enge Freundschaft die Herren Wilson und Akerfeld bis heute verbindet, muss wohl nicht groß ausgeschmückt werden.

Die satte Gitarrenwand und der geschmeidige Chorus bei "Blackend Eyes" waren jedenfalls die Initialzündung, "In Absentia" nach gefühlten 95 Sekunden aus dem Player zu nehmen, um das Ding der Begierde käuflich zu erwerben. Das war gut so, denn abgeschottet von störenden Faktoren konnte ich bald entdecken, für was der Name Porcupine Tree nämlich wirklich steht. So typisch progressiv, geschweige kopflastig ist das Songwriting nämlich gar nicht, nein, geht es bei der Wilson'schen Vision doch viel mehr darum, tiefen und verworrenen Gefühlswelten Ausdruck zu verleihen. Die technischen Feinheiten lauern bei Porcupine Tree eher im Hintergrund, was im Gesamtkontext jedoch ein Feeling zur Folge hat, das für so viele Rockbands unerreichbar bleibt. Wesentliche Rolle spielt hier jedenfalls Wilson's nachdenkliche und introvertierte Erzählweise, sowie die Dynamik zeugende Laut/Leise-Wechselstrategie. Melancholisch ist der allgemeine Grundton, stets filigran die Ausführung. Leidenschaft die Essenz.

Hier berührt jeder einzelne Ton empfängliche Seelen, insbesondere gilt das für akustische Streicheleinheiten der Kategorie "Lips Of Ashes" (!!!), "Trains" und "The Sound Of Muzak", handelt es sich hier um drei garantiert Kitsch-freie Balladen, bei denen das Quartett weit über die gemeinhin bekannten Komfortzonen in schreiberischer Hinsicht hinaus gegangen ist. Nicht weniger tiefschürfend und beeindruckend das dezent zum Industrial-Sektor schielende, latent drückende "Gravidy Eyelids", sowie das von dichtester Kulisse gesäumte "3" - ein Lied, das anhand der drüber garnierten Streicher den letzten Rest an morbider Gänsehautstimmung besorgt. Das ist Isolation pur, und dennoch so was von schön und ergreifend, dass man davon am liebsten absorbiert werden möchte. Mit "The Creator Has a Mastertape" hat sich zwar ein weniger attraktiver Song ins Repertoire eingeschlichen, was bei diesem imposanten Gesamtkunstwerk aber keine besondere Rolle spielt. Denn mit "Heartattack In A Layby" und "Strip The Soul" gibt es noch zuhauf starke Momente, die "In Absentia" (wenn auch bedächtig ruhig bei ersterem), wundervoll abrunden.

Jetzt hätte meiner Einer bei aller imaginärer Verbeugung vor diesem Tausendsassa Steven Wilson beinahe die anderen Members vergessen: Ja auch die Herren Richard Barbieri (keyboards), Colin Edwin (bass) und Gavin Harrison (drums) hatten natürlich ihres dazu beigetragen, dass Porcupine Tree mit dieser Veröffentlichung den entscheidenden Sprung nach vorne schufen, der später ein ums andere mal übertrumpft wurde. Sozusagen die Schlüsselstelle dieser fast makellosen Karriere, die abgesehen von den zahlreichen Nebenspielwiesen Blackfield, No-Man, Steven Wilson (solo) u. a. hoffentlich noch einiges zum Vorschein bringt!
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am 13. Dezember 2004
Progressive Rockmusik, unter diesem Begriff lassen sich Bands wie Pink Floyd oder Marillion einordnen, Gruppen die sich in den mittleren sechziger bzw. siebziger Jahren formierten und der sphärisch/bombastischen künstlerischen Rockmusik verschrieben. Die Musik von Porcupine Tree zählt auch zu dieser Stilrichtung, doch während Pink Floyd immer mehr im technischen Overkill versackten und sich schließlich nur noch kopierten oder wie Marillion etwas zu stark am Pop orientierten. können „PT" von sich behaupten diese Stilrichtung ins neue Jahrtausend transportiert zu haben. Anfang der neunziger Jahre gegründet verpaßten sie dem Progressive Rock einen modernen, ganz individuellen Anstrich. In Absentia ist schlichtweg ein Meisterwerk. Wird man zu Anfangs von den harten Metal-Riffs des ersten Titels etwas verschreckt, wandelt sich die anfängliche Skepsis in Begeisterung.
Akkustikgitarren, sphärische Keyboardteppiche, hypnotische Basslinien und perfekt integrierte Gitarrensoli zeigen, dass abseits des HipHop/R n`B/Soul/Pop/NuMetal-Kommerzmülls noch innovative Musik entsteht.
Nach meinem persönlichen Geschmack sind Songs wie „The Creator Has A Mastertape", „Strip My Soul"
oder „Wedding Nails" etwas zu sperrig und fügen sich nicht recht zum Rest des Albums. Die anderen Stücke aber sind jeder für sich eine Offenbarung und vom mitreißenden „Trains" über das sphärische „3" bis zum überirdisch schönen Schlußpunkt „Collapse The Light Into Earth" ein Hörerlebnis der besonderen Art.
Eines DER Alben des Genres und ein wirklicher Geheimtipp!
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Mastermind Steven Wilson und seine hochkarätigen Mitstreiter
kreieren wieder tolle Atmosphären und Psychedelic in allen
selbstverfassten Stücken.
So muss man ihre siebte LP aus dem Jahr 2002 einfach nur als
weiteres Meisterwerk titulieren.

Wir steigen hard-rockend ein mit "Blackest Eyes" (4:23)und kommen
in eine lyrische Bridge mit schönem Background-Gesang, heavy-Gebreakt
und lyrisch-atmosphärisch weiterführend um hard-rockend zum Schluss zu kommen.

Eine Akustik-Gitarre lässt "Trains" (5:56) einschweben um darauf druckvoll
aber melodisch loszurocken, ein Banjo-Part mit Handclap-Begleitung breakt
bevor es bis zum Ende hin melodisch weiterrockt.

Akustik-Gitarre umrahmt von Synthie- und Gitarreneffekten untermalt
die mehrstimmigen Vocals lyrisch bei "Lips of Ashes" (4:39) bevor die
Leadgitarre einen melodiösen Ausklang gibt.

Rhythmisch vertrakt startet "The Sound of Muzak" (4:59)und geht über
in eine stimmige Atmosphäre von mehrstimmigen Vocals und Keyboards
kreiert. Ein Gitarrensolo übernimmt bevor es wieder in die Atmosphäre
gelangt und endet.

Synthie- und Drumeffekte sowie sparsame Keyboards schaffen eine Psychedelic-Sphäre für einen ebensolchen Gesang in "Gravity Eyelids" (7:56) bevor es
vertrakt in eine Hard-Rock-Bridge übergeht die von Synthie-Effekten
garniert wird und sich lyrisch-psychedelic auflöst.

Ein Hard-Rock-Riff ist die Basis für "Wedding Nails" (6:33)das von
allerlei schrägen Einlagen in puncto Gitarre und Synthesizer
eingerahmt wird.

Eine Slide-Gitarre a la Floyd führt "Prodigal" (5:32)lyrisch-melodisch-
sphärisch, teils gebreakt von einem euphorischen Gitarrenriff um sich
dann nur noch auf das musikalisch Notwendigste zu reduzieren und
wieder sphärisch abzurocken - tolle Nummer.

Bei "3" (5:25) liegt ein dumpfer Basslauf unter schwebenden Gitarren- und
Synthiesphären. Vocals über Akustikgitarre breaken bevor der Song
weiterschwebt.

Ein hektischer Rhythmus begleitet verfremdeten Gesang bei
"The Creator Has a Mastertape" (5:21)gebreakt durch ein Gitarrenriff.
Das wiederholt sich und schliesst sphärisch.

Piano begleitet lyrische Vocals und nach und nach steigen bei
"Heartattack in a Layby" (4:15) Akustik-Gitarre, Bass, Synthie,
Harmony-Vocals und sparsames Cymbal-Spiel ein.

Cool untermalen ein Basslauf plus Drums den Gesang, der nach dem
Einstieg der E-Gitarre verfremdet wird. "Strip the Soul" (7:21)
enthält weiter diverse musikalische Breaks inklusive Wah-Wah-Gitarren die
für teilweise schräge Abwechslung sorgen.

Den Abschluss dieser klasse Platte macht "Collapse the Light Into Earth" (5:52)
Lyrisch-abgehoben-melancholischer Gesang mit Klavier und Stringarrangement,
einfach nur schön.

Line-up / Musicians
- Steven Wilson / guitars and vocals
- Richard Barbieri / keyboards
- Colin Edwin / bass
- Gavin Harrison / drums

guest musicians:
- John Wesley / backing vocals (1,4,7), guitar (1)
- Aviv Geffen / backing vocals (4,7)
- Dave Gregory / string arrangements (8,12)
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am 4. November 2002
Nun ist es soweit, auch die britische, bisher eher als "Independant" einzuordnende Band Porcupine Tree haben bei einer der "großen" Plattenfirmen unterschrieben. Ob sich das lohnt, mag dahingestellt sein, aber der erste große Wermuthstropfen für die treuen Fans (in Europa) liegt schon darin, daß der Europa-VÖ für "In Absentia" auf Anfang 2003 verschoben wurde, obwohl das Album in den USA schon seit dem 24.09.2002 erhältlich ist. Bleibt für den „echten" Fan momentan nur der Importweg...
Aber egal, hier geht es ja um das Album an sich:
Grundsätzlich muß ich sagen, daß Porcupine Tree doch um einiges härter und auch „grungiger" gworden sind, was aber den an sich schon genialen Kompositionen noch einen zusätzlichen Aspekt hinzufügt und dadurch noch interessanter und abwechslungsreicher macht.
Schon der Anfang des ersten Titels „Blackest Eyes" klingt sehr nach dem zur Zeit trendigen New Rock, geht dann aber überraschenderweise ziemlich Porcupine-Tree-typisch weiter.
„Trains" ist eine schöne Akustikgitarren-lastige Nummer mit genialer Keyboard-Untermalung und einem ziemlich „amerikanisch-wild-west-mäßig" klingenden Teil.
Das langsame Stück „Lips Of Ashes" ordne ich eher in die psychedelische Schublade ein, wenn es da überhaupt hineinpaßt.
„The Sound Of Muzak" kommt rhythmisch sehr interessant rüber und erinnerte mich anfangs sogar ein wenig an die „Krautrock-Gruppe" Eloy.
„Gravity Eyelids" ist für mich ein absolutes Highlight des Albums. Ruhig und soundmäßig absolut psychedelisch beginnend steigert sich der Titel zu einem fetzig-rockigem, zum Teil sehr abgefahrenen Mittelteil, um dann wieder genauso ruhig auszuklingen wie er beginnt.
„Wedding Nails" ist ein reines Instrumentalstück und geht total rockig ab. Ähnlichkeiten mit Dream Theater sind wahrscheinlich rein zufällig.
„Prodigal" und „3" hören sich dagegen wieder eher so an, wie man Porcupine Tree kennt.
Es folgt mit „The Creator Has A Mastertape" ein wieder recht eigenwilliges und rockig-abgefahrenes Stück.
„Heartattack In A Lay by" ist dagegen eine schön melancholisch klingender Titel mit Klavieruntermalung.
Das schon als „Korn-Verschnitt" titulierte „Strip The Soul", das auf der Importfassung auch als Video enthalten ist, ist sicherlich schon das untypischste, z. T. dissonante und, wenn man das Video sieht, auch schon fast abschreckende Stück auf der CD. Dennoch nicht uninteressant.
Mit „Collapse The Light Into Earth" findet die CD einen gelungenen Abschluß. Instrumentierung und Stimmung, die sehr an Steve Wilsons Side-Projekt No-Man erinnert, sind gänsehauteinflößend. Für mich eins der weiteren Highlights der CD.
Fazit: Ein so geniale und abwechslungsreiche Scheibe habe ich lange nicht gehört. ZUGREIFEN!
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am 23. Oktober 2006
Ja, bei diesem Meisterwerk gehen mir einfach die Superlative aus. Ich habe Porcupine Tree erst durch den aktuellen Output "Deadwing" kennengelernt, von dem ich schon wahnsinnig begeistert war.

"In Absentia" allerdings finde ich noch einen Tick besser, vielleicht liegt dies daran, dass man die Melodien (allein schon die Gesangslinien!) und exzellentes, grandioses Songwriting à la "Blackest Eyes", "Sound Of Muzak", "Prodigal" oder "Gravity Eyelids" schlichtweg nicht überbieten kann.

Aber der Reihe nach: Wie beim Opener "Blackest Eyes" hartes Riffing, akustische Gitarren bei der Strophe und ein eingängiger Mitsing-Refrain verbunden werden, ist allererste Sahne und gerade die harten Gitarren gleich zu Beginn, zeigen, wo der Hammer hängt; Wilson & Co schrauben den Härtegrad nach den etwas sanfteren "Lightbulb Sun" und "Stupid Dream" wieder eindeutig nach oben, was selbstverständlich auch die kraftvolle Produktion beweist. Wilson halte ich ohnehin für einen der besten Produzenten der heutigen Zeit (er hat ja auch drei Opeth-Alben auf superbe Weise produziert), da sich sein Sound modern und knackig anhört, ohne zu klinisch und überladen zu klingen, wie leider häufig bei beispielsweise Kevin Shirley.

Nach dem tollen Eröffnungstrack folgt dann das ebenfalls eingängige, schön groovende "Trains", das verträumte "Lips Of Ashes", in das man sich wunderbar fallen lassen kann und danach eben der Übersong "Sound Of Muzak", in dessen Text mit der dekadenten, geldgierigen Musikindustrie abgerechnet wird. Nicht nur der Refrain in diesem Stück ist meisterhaft, sehr geil auch das leicht synkopenartige Drumming.

Danach folgt der längste Song, "Gravity Eyelids", dessen Gesangslinien und Gitarrensounds im Hintergrund passend zum Titel nach sehnsüchtigen Tagträumen im Halbschlaf klingen, doch ehe man sich richtig fallen lassen kann, wird man von einem Riffgewitter durchgeschüttelt, das wiederum in einen ruhigen Teil mündet.

Anschließend bekommen wir mit "Wedding Nails" ein experimentelles, unvorhersehbares Instrumental zu hören, das zwischen harten Riffs und psychedelischen Passagen wechselt, und dem mit "Prodigal" ein weiterer Übersong folgt - wieder grandiose Gesangslinien und Akkordfolgen, die ihresgleichen suchen.

"3" ist dann wieder so ein richtig träumerisches Stück, genau wie das wunderschöne "Heartattack In A Layby". Dazwischen liegt mit "The Creator Has A Mastertape" ein Stück, das mit einfacher, aber groovender Bassline aufwartet und richtig schön rotzige Gitarren bietet, wie man sie so von Porcupine Tree sicherlich auch noch nicht unbedingt gehört hat.

Den Abschluss bilden dann das düstere, zum Ende hin ganz schön heavie "Strip The Soul" und das zarte, sich zu einer Streicherorgie steigernde "Collapse The Light Into Earth".

Als Fazit kann man nur ziehen, dass es sich um ein Meisterwerk handelt. Ständige Abwechslung in Sachen Songwriting, Atmosphäre und Stilistik, eine großartige Produktion, viel Eingängigkeit ohne jeglichen Kommerz, sondern durch grandiose Melodien und die ständige Präsenz von Pink Floyd, Yes oder Led Zeppelin, ohne dass man das Gefühl hätte, nicht ein zeitgemäßes Album und eine eigenständige Band zu hören. Top!!!
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am 16. Juli 2003
Chefkoch Steve Wilson's Rezept für "Musiq à la Porcupine Tree":
300 Gramm Radiohead
300 Gramm Pinkfloyd
das ganze gut durchkneten und mit einer Glasur bestreichen die zu gleichen Teilen aus
Tool
Korn
und Nine Inch Nails
besteht. Ab damit ins Studio und ein halbes Jahr erhitzen.
Zum Schluss verziert man das ganze mit einer Prise "Klingt-ja-doch-irgendweie-anders"
Fertig ist das wohl interessanteste Album des neuen Jahrtausends. Für viele galten Porcupine Tree als die hoffnungsvollste Prog-Band seit Marillion. Dies führte dazu dass man sogar einen Major-Label Vertrag bekam. Doch anstatt sich darauf auszuruhen liefern sie ein Album ab wie es wohl niemand erwartet hätte. Da treffen Britpop auf Industria, klassischer Prog-Rock auf (fast schon) Nu-Metal-artige Gitarrenriffs, verzerrte Stimmen auf elektronische Klangteppiche. Es beginnt eigentlich ganz harmlos mit "Blackest Eyes", ein wahnsinns Stück das ein wenig an Oasis erinnert...wenn da nicht die schäppernden Gitarren wären.
"Trains", "Lips Of Ashes" und "The Sound Of Muzak" werden getragen von leichten akustischen Gitarren und wunderbaren Melodien.
So etwa ab Track 5, "Gravity Eyelids" wirds freakig. Ein psychodelisches Stück mit einem Drum-Beat der aus dem Computer zu kommen scheint, spacigen Keybordteppichen und subtilen Chören im Hintergrund. Dazu Steve Wilson's wunderbar ruhige und nie aufdringliche Stimme.
"Wedding Nails" lädt hingegen schon fast zum Headbangen ein. Knackige Riffs, wieder unterlegt mit Pianoklängen. Wird gegen Ende immer psychodelischer. Mit "Prodigal" gehts nochmal eher im Style der ersten 4 Tracks weiter bevor man mit "3" wieder in andere Sphären abzuheben droht.
"The Creator Has A Mastertape" ist schon fast elektronik pur. Verzerrte Stimmen, ein simpler Drum-Beat der wiederum aus dem Computer kommen könnte, dann wieder mal ein paar Gitarren die aber auch eher aus dem Computer zu kommen scheinen.
"Heartattack In A Layby" ist eine Ballade die streckenweise ein wenig an "The Battle Of Evermore" von Led Zeppelin erinnert, wiederum sehr spacig und beklemmend.
"Strip The Soul" fühlt dann ein wenig Tool und KoRn auf den Zahn. Das beklemmenste und düsterste Stück der CD, und das will was heissen.
Den Abschluss bildet "Collapse The Light Into Earth". Pianoklänge und Violinen leiten das Stück. Hätte sehr gut auf "OK Computer" von Radiohead gepasst.
In Absentia ist ein sehr schwieriges Album das sich erst so nach dem zehnten mal hören allmälich öffnet. Beim ersten mal durchhören hätte ich es fast nicht ausgehalten, ich fands fast schon schrecklich, besonders die zweite Hälfte. Doch mit der Zeit entdeckte ich mehr und mehr und jetzt bin ich sogar soweit diese Platte ein Meisterwerk zu nennen. Nicht dass jetzt (nach meiner Einleitung) der Eindruck entsteht Porcupine Tree würden einfach von allen etwas zusammen klauen...das stimmt nur begrenzt. Es handelt sich mehr um ein "zitieren", um "inspirieren"...was herauskommt hat seinen eigenen Stil und Charakter. Ich lege dieses Album JEDEM zu Herzen der den Hörgenuss auch bereit ist zu erarbeiten. In Absentia bietet jedem etwas, dem Britpopper, dem Prog-Heads und ja, sogar die unsägliche Nu-Metal Community könnte daran Gefallen finden.
KAUFEN !
Wer trotzdem zuerst reinhören will dem empfehle ich den Opener "Blackest Eyes", der sich langsam zu einem meiner Lieblingstracks Of All Time entwickelt
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am 18. Januar 2008
So, wollen wir mal dieses hochgelobte 'In Absentia' kommentieren, um es gleich ins rechte Licht zu ruecken :) Nein, mal im Ernst 'In Absentia' stellt fuer mich nicht gerade den Hoehepunkt der PT-Karierre dar. Sicherlich es ist das Album, dass vom Stil her in die heutige Zeit am Besten passt, allein schon weil es einfach haerter ist und die Songs nicht allzu lang sind. Aber mein Lieblingsalbum ist es nicht. Doch trotzdem ist es sehr interessant!

Einige Rezensenten schreiben ja, dass dieses Album auch eine Rueckbesinnung auf Alben wie 'The Sky Moves Sideways' zu sein scheint. Also das hoere ich beileibe nicht raus. Sicher gibt es psychedelische Momente auf diesem Album, aber das klingt hier alles nicht so genial-spacig wie frueher, sondern einfach anders. Nicht unbedingt schlecht, sondern einfach anders, und darum halt auch irgendwie sehr interessant.

Sphaerischen Momente sind das balladeske 'Prodigal' und das weitestgehend instrumentale '.3' (komischer Titel), welches zum Ende hin langsam aufbaut um am Schluss von schwebenden Keyboards und einer interessant klingenden E-Gitarre dominiert wird.

Naja, kommen wir zu den Stuecken im neueren Stil. Der Opener 'Blacksest Eyes' beginnt mit harten Riffs, um als - im Vergleich zum Anfang - beschwingter Rock-Song fortgefuehrt zu werden, immer unterbrochen von den fuer PT-Verhaeltnisse boesen Gitarrenriffs. 'Trains' entwickelt sich nach mehrmaligem Hoeren zum echten Ohrenschmaus. Eine tolle Akkustikballade(Wobei das nicht der passende Ausdruck ist), die man sich einfach anhoeren muss, weil es sich schwer beschreiben laesst, was gerade an diesem Stueck so toll ist. Es zeigt mal eine sehr schoene, melodische-songorientierte Seite von Porcupine Tree. Ich finde halt einfach die Akkustik-Riffs genial, die spaeter zu bombastischeren E-Gitarren-Riffs werden, mal von den beiden Soli ganz zu schweigen. Dieser neue Stil gefaellt mir richtig! Warum kommt solch ein Track eigentlich nicht in die Charts?

Die psychedelischeren Stuecke wie 'Lips Of Ashes' und 'Gravity Eyelids' wirken fuer mich eher unausgereift und dümpeln irgendwie vor sich hin, statt wirklich mitzureissen. ist aber mal wieder ein anderer Sound von Porcupine Tree, und ist doch schoen, wenn irgendwer ueber dieses Album zur Band kommt, der bis dato noch nix mit ihr anfangen konnte.

Im riff-dominierte 'Wedding Nails' geht es ordentlich zur Sache. Das Stueck mach ordentlich Druck! 'Strip The Soul' ist dann der untypischste Porcupine Tree Track ever. Irgendwie sehr provokant. Das Video passt auch eher nicht zu Porcupine Tree, sondern viel eher zu anderen Bands. Mir gefaellt jedenfalls die Basslinie.

'Sound Of Muzak' nimmt dann ansatzweise den Stil bei 'Halo' von der 'Deadwing' vorweg. In den Strophen schon fast gesprochener Text, im Refrain dann die melodische Seite. Ganz gut gemacht, anders als man es bisher von denen gewohnt ist.

Den versoehnlichen Abschluss des Albums bildet die schoene Piano-Ballade 'Collapse The Light Into Earth' Das erinnert hier uebrigens sogar an Coldplay. Noch schoener ist allerdings das ebenfalls balladeske 'Heartattack In A Laybay' mit seinem herrlich-sphaerischem Harmoniegesang. So wunderschoen, ich kann mir dazu sogar ein perfekt passendes Video vorstellen...

Ein Album, durch dass Porcupine Tree sicher neue Fans hinzugewonnen haben. Mein Stil ist es aber nicht so ganz. Trotzdem moechte ich die gute Scheibe nicht missen. Vor allem nicht 'Trains' und 'Heartattack In A Laybay'.

Ich gebe "nur" 4 Sterne, weil ich die anderen Alben einfach besser finde!
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