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Kundenrezensionen

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am 7. Oktober 2003
Der Film beruht auf dem antiken Romanfragment gleichen Namens von Petronius. Die literarische Vorlage, ein Schelmenroman, erzählt die Eskapaden der beiden Studenten Askyltus und Encolpius, die sich in der Antike durch zahlreiche Abenteuer schlagen müssen.

Fellini's Adaption ist sehr frei, (ich habe zum Vergleich das Buch gelesen) vieles im Buch fehlt und wurde duch andere Dinge ersetzt, was aber nicht wirklich schlimm ist, denn Fellini packt die Geschichte in phantastische, groteske, teiweise surreale Bildern und erzählt so auf seine Art die Kernaussage der Geschichte, nämlich die Verrohung der Gesellschaft durch Dekadenz, mit allen Höhen und Tiefen.
Dies wird aber nicht mit dem Zeigfinger untermalt, sondern wie ein Traum entfaltet sich dies alles völlig frei, quasi unkommentiert.
Wie im Buch Stellen fehlen, so gibt sich der Film bewußt genauso Fragmenthaft und wirkt dadurch wie ein Episodenfilm.

Fellini erzeugt eine Welt die nur bedingt an das alte Rom erinnert, vielmehr ist es eine seltsame, archaische, bizarre
Vision aus einer versunkenen, antiken Zeit.
Auch die Musik erscheint fremd und "alt". Zusammen mit den Bilder wirkt sie sehr suggestiv und phantastisch, schade das der Film wohl nur in Mono gedreht wurde.

Die DVD selbst beinhaltet 4 Sprachfassungen (alle Mono), Deutsch, Französisch, Italienisch und Spanisch.
Das Bild finde ich sehr gut und für einen so alten Film sauber und scharf. Die Farben und Kontraste erscheinen satt und kräftig, der Ton ist eben leider nur Mono.
Als Bonus gibt es nur den Trailer und (WOW!) interaktive(!) Menüs und Szenenanwahl(!)...

Fazit: Dieser Film ist ein Meisterwerk, er sollte in keiner anspruchsvollen Filmsammlung fehlen.
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am 28. November 2013
'Satyricon' ist einer meiner absoluten Lieblinsfilme, den man zwar nicht mal eben so nebenbei sehen kann, der aber immer wieder aufregend und neu ist. Fe-
derico Fellini hat sich ideen aus Petronius unvollendeter Schrift genommen und sie mit andren Elementen vermischt. Zum Glück hat er nicht einen sogenann-
ten Sandalenfilm daraus gemacht, sondern antikisierende, künstliche Bildwelten geschaffen, die viel mehr vom antiken Zeitgeist zeigen als angeblich origi-
nalgetreu entworfene Schauplätze. Man muss sich nur einmal das Schmierentheater, das Museum, das Bestattungsfeld oder das Bordell ansehen. Diese Szeneri-
en sind alle durch und durch künstlich, man kann aber gerade deshalb einen Verfall von Kultur wahrnehmen. Daneben gibt es dann durchaus ästhetisch schöne
Szenen wie die, dem Tod des Petronius selbst nachempfundene, in der sich das edle Ehepaar auf dem Landgut tötet, um der grausamen Vernichtung zu entgehen,
nicht ohne vorher den Leibeigenen noch die Freiheit geschenkt zu haben. Oder die mit Humor erzählte Geschichte der Witwe von Ephesus. Das Gastmahl des Trinalchio, der Raub des Hermaphroditen und die Seeräuber (Lichas) Episode sind ungeheuer grausam. Beim Gastmahl hat man auch einen extremen Gegensatz
zwischen den 'primitiven' Teinehmern am Gastmahl und den auftretenden griechischen Schauspielern. Wenn man genauer beobachtet ist hier auch eine typische Felliniszene zu sehen, Tryphaena (Capucine) sieht Encolpius (Martin Potter) eher beiläufig an, aber was liegt nicht alles in diesem Blick?
Die Schwäche des Films liegt meiner Meinung nach in Fellinis Auswahl der Darsteller, er ist bei der Auswahl zu sehr vom Äußeren ausgegangen. Während Hiram
Keller (Ascyltos seine Sache noch einigermaßen ordentlich macht, hat man bei Martin Potter (Encolpius) und Max Born (Gitone) den Eindruck, sie hätten sich
nur versehentlich in das Geschehen verirrt. Es gibt aber auch wirklich gute Darsteller, als Beispiele nur Alain Cuny (Lichas), Capucine (Tryphaena), Salvo
Randone (Eumolpus), Gordon Mitchell (Brigant) und nicht zu vergessen Lucia Bose als edle Selbstmörderin.
'Fellinis Satyricon' zeigt eine phantastische Welt, in der man immer wieder andere Elemente entdecken kann. Mit der Sprache muss man allerdings zurecht-
kommen, wenn man den Film insgesamt genießen will, das trifft auch auf die geniale Musik zu. Außer dem Trailer gibt es keine Extras.
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am 28. Mai 2003
Fellini's Satyricon ist mit sicherheit ein Film , den man mehrmals gesehen haben muß , um ihn wirklich beurteilen zu können. Die Haupthandlung des Films (der "Wettstreit" von Encolpius und seinem Freund Ascyltus um den jungen Gitone) wird nach der Hälfte fallen gelassen und die weitere Handlung ist viel surrealer und fragmenthafter. Ausstattung und Schauspieler sind gut , obwohl die meistzen der Darsteller mir unbekannt sind. Das besondere des Films wahrscheinlich die leicht bedrückende Stimmung , die sich durch den ganzen Film zieht und das Behandeln von Themen (die homosexuelle Liebe der beiden Hauptfiguren zu einem minderjährigen Jungen) , welche in den üblichen Filmen mit antiker Thematik entweder nicht behandelt oder absolut lächerlich dargestellt werden (z.B. Caligula).
Insgesamt ein wirklich sehr guter Film für Filmfreunde , die sich nicht nur einfach berieseln lasse wollen.
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am 11. Mai 2013
Die Dreharbeiten zu Satyricon dauerten ein halbes Jahr und zwar von Herbst 1968 - Mai 1969. Das Drehbuch schrieb Fellini, als Vorlage diente ihm die Satire von Petronius, einem Zeitgenossen Neros.
Der Film entführt den Zuschauer in eine grausame, in eine lustvolle aber auch in eine schöne und geheimnisvolle Welt. Fellinis Satyricon ist wie ein Panopticum voller Kuriositäten. Der Film wirkt wie ein Traum, wie eine Reise in eine andere Dimension.
Die Qualität der DVD ist in Ordnung, der Ton ist in Mono. Auf jeden Fall ist dieser Film für jeden Cineasten ein Muß.
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TOP 1000 REZENSENTam 22. Februar 2013
Satyricon" ist ein nur in Teilen erhaltener, satirischer Roman von Titus Petronius Arbiter, der zur Zeit Neros lebte und in dieser Zeit auch erschien.
Das Werk ist so vielseitig und faszinierend, dass sich Generationen von Gelehrten und Künstlern immer wieder mit ihm befasst haben. So beflügelte Satyricon die Phantasie der Lesers. 1970 inszenierte Federico Fellini seine pralle Version des Werkes und lässt voller Lust die beiden Studenten und Helden Encolpius (Martin Potter) und Ascyltus (Hiram Potter) auf unzählige Monstern, skurrile Gestalten und Kuriositäten treffen, die von Anbeginn der Szenen so zahlreich sind, daß man sie bald als völlig normal akzeptiert und die inzwischen filmhistorisch als Fellinis schräges Panoptikum so ähnlich auch in anderen seiner Werke auftreten und daher geniales Beiwerk sind. Die beiden jungen Männer, die ausschliesslich der Lust verpflichtet sind, tauchen ein in das alte Rom voller haariger Zwerge, fetten Huren, Krüppel, Lahme, Blinde, Riesen, Hermaphroditen und allerlei Wüstlingen und geschminkten Dirnen. ,
Fellini gab an, dass er all das in den Film hineinbrachte, was seine Phantasie mit diesen Zeiten alter Kulturen aus Rom oder Byzanz in Verbindug bring.
So erscheint Satyricon" ein riesiger fragmentarischer Bilderbogen, ein Mischung aus Welttheater und Mythenzirkus, voller Schleichwege, Labyrinthe und Nebenstraßen und bleibt zuerst mal recht irritierend, dann mysteriös und faszinierend und es gelingt Fellini den Zuschauer perfekt in eine andere Epoche eintauchen zu lassen. Eine Epoche, voller Verrücktheiten und Perversionen - es gibt zwischendurch Erdbeben, groteske Theatervorstellungen, ein wüstes Freß und Saufgelage, ein gespenstisches Sklavenschiff, archaische Kämpfe mit Fabelwesen wie dem Minotaur.
Dreh- und Angelpunkt ist aber die Lust auf Leben und an dem Vergnügen, dass die beiden Studenten antreibt und beide buhlen um die Gunst des 16jährigen Knaben Gitone (Max Born), der ebenfalls die Lust erkundet - mal hier, mal dort.
Während seiner Suche nach Gitone, wird Encolpius aber erstmal Gast in einer Villa in der Nähe von Cumae, dort findet das Gastmahl des Trimalchio (Mario Romagnoli) statt, ein ungebildeter Neureicher. Es wird keine Facette der Dekadenz ausgelassen.
"Satyricon" ist sicherlich kein Film für Jedermann. Er fungiert rein oberflächlich als schrille Odyssee nach dem menschlichen Vergnügen. Fellini schafft es aber spielend seine Helden, die voll im Saft des Lebens stehen, mit einer inneren Leere auszustatten und am Ende dieser Reise (der Weg ist das Ziel) steht sogar der Tod vor der Tür und macht auf fasznierende Weise bewusst, dass zwischen prallem Leben und dem Tod nur eine Sekunde steht. Aber immerhin hat ein Künstler der damaligen Zeit diese Menschen als Graffiti auf einem Stein der Nachwelt hinterlassen - als Indiz einer gelebten Vergangenheit.
"Satyricon" markierte in Fellinis Schaffen damals eine Kehrtwende seines filmischen Schaffens.
Das mag durchaus auch dem gesellschaftlichen Umbruch der 68er geschuldet sein, möglicherweise kann man den Film auch als Reaktion oder Kommentar zum kulturellen Umbruch dieser Dekade ansehen, da ja auch damals dieser Wandel der gesellschaftlichen Wertvorstellungen stattfand und interessanterweise finden sich heute in unserer vergnügungsorientierten Zeit immer mehr Parallelen zum Lebensstil der Müßiggänger einer längst vergangenen Epoche.
Einer meiner Filmlieblinge - Fellini bekam dafür auch eine Oscarnominierung als bester Regisseur.
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Fellinis Satyricon geht auf den gleichnamigen fragmentarisch überlieferten, satirischen Roman von Petronius Arbiter (ca. 4 - 66 n. Chr.) zurück.
Der fahrende Schüler Encolpius streitet mit Ascyltos um den Strichjungen Giton. Gezeigt wird der Zwist und der Schmerz, die durch Eifersucht entstehen.
Ferner wird das Gastmahl des Trimalchio thematisiert. Es handelt sich hierbei um die längste erhaltene Episode aus dem Roman.
Encolpius geht gemeinsam mit seinem Lehrer Agamemnon sowie Ascyltos und Giton zu diesem Gastmahl. Das Fest wird von Trimalchio, einem ehemaligen Sklaven, der zu Reichtum gekommen ist, gegeben. Dieser möchte seine Gäste durch Speisen, Darbietungen, seine fragwürdige Bildung und durch seine dichterischen Fähigkeiten beeindrucken. Der gebildete Agamemnon macht sich über den Halbgebildeten lustig. Sie Szenen dieses Festes sind hervorragend dargestellt und zeigen die Dekadenz im Rom jener Tage.
Es folgen weitere Eifersuchtsgeschichten, auch wird die Furcht Encolpius nicht mehr potent zu sein subtil auf die Schippe genommen. Der Protagonist ist zunächst homosexuell und später bisexuell. Die Auslebung der Lust wird betont positiv und unverklemmt visualisiert.
Nach vielem Hin und Her ist Encolpius bei der Testamentseröffnung des Dichters Eulopius zugegen. Dieser macht es seinen Erben zu Auflage seine Leiche zu verspeisen. Die raffgierigen Erben lassen sich die Leiche munden. Encolpius zeigt sich angewidert und segelt mit freigelassenen Sklaven davon. Er ist der Liebe und nicht dem Mammon verpflichtet. Er tritt die Zivilisation nicht mit Füßen.

Fellinis Kunstfilm hat mich wegen der surrealen Bilder und der Kostüme stark beeindruckt. Inhaltlich hebt er sich völlig von den üblichen Amischinken, die im alten Rom spielen, ab. Hier wird das hedonistische Rom zu Zeiten Kaiser Neros in einer Weise thematisiert, die die Dekadenz jener Tage wirklich begreifbar macht.

Empfehlenswert.
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am 5. Februar 2016
Worauf will unsere westliche Kultur eigentlich hinaus? Die Frage, was katholisch ist, kann eher beantwortet werden als die, was römisch ausmacht. Dieser Film ist dezenter und wirkt oft kunstvoller als der Film Caligula. Römisch ist hier: besitzen und quälen von Menschen, herrschen über Menschen, bestimmen über Menschen – sogar über den Tod hinaus.
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Mir sagt der Name Petronius was. Auf dessen Romanfragment basiert dieser Film des berühmten Regisseurs Fellini. Darum geht es um Dekadenz und Orgien und allem möglichen. Das ganze wird in gewaltigen Bildern rübergebracht, wie in einer Theateraufführung.

Entweder hab ich den Grips nicht oder bin Kulturbanause. Ich fand den Film einfach nur grottig schlecht. Wieso dies ein Meisterwerk sein soll entzieht sich meiner Kenntnis. Irgendwann war ich so angewidert dass ich nur noch auf Schnellvorlauf gespult habe. Besser wurde der davon auch nicht.
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am 21. Januar 2011
Habe mir diesen Film nach dem lesen des Buches gekauft. Man kann sich auf eine Augenweide gefasst machen ... die - auf das Bühnenbild bezogen - ihresgleichen sucht. Die Geschichte ist weitergesponnen worden, aber der Romaninhalt ist erkennbar. Tolle Besetzung ... muß man gesehen haben. Auch ein schönes Geschenk für Leute die auf das alte Rom und Theater stehen.
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am 22. Juni 2013
Einer der Meisterwerke Fellinis m. E.
Sehr tiefgründige und facettenreiche Sozialkritik, die uns zum nachdenken bringt!
Den sollte man kennen!
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