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Es ist immer ein ganz besonderes Gefühl, wenn alte Helden auf einmal in beeindruckender Form zurückkehren.

Ken Hensley, Uriah Heeps Keyboarder und wichtigster Songschreiber von 1969 bis 1980, hat als Solokünstler sehr harte Zeiten durchgemacht, und dies ist eigentlich bis heute so geblieben. Doch mit diesem Album von 2004 ist es ihm immerhin fast gelungen, all die Dinge wieder lebendig werden zu lassen, die Uriah Heep einst zu einer der einflussreichsten Bands in der Geschichte (nicht nur) des Hardrock gemacht haben.

Das finale Stück "The Last Dance" (8:27 min.) ist gar der imposanteste Song, den Ken Hensley seit 1972 (!) geschrieben und veröffentlicht hat. Man möchte fast schwören, dass sein früherer Bandkumpel Mick Box das ausgefeilte, sehnsuchtsvolle, wunderbare Gitarrensolo im Mittelteil spielt, das mich an seine außergewöhnliche Arbeit in Klassikern wie "Circle of Hands" oder "Paradise / The Spell" aus seligen DEMONS AND WIZARDS-Zeiten erinnert. Aber er ist es nicht. Und, nein: Es ist natürlich auch nicht Gary Thain, der hier den Bass bedient, obwohl man sicher ist, dass er es einfach sein muss.

Doch eines ist dann wieder ganz sicher: Es ist Ken Hensley, der hier singt und seine immer noch aufputschende Orgel in dieser Progressive-Hardrock-Suite zum Jubeln bringt. Ein absoluter Fünf-Sterne-Song. Wie auch dieser sind übrigens viele Texte auf diesem feinen Album sehr persönlich und enthalten eine Reihe von religiösen Ober- und Untertönen. Ein Mann auf der Suche nach Erlösung.

Keep on rocking, Kenny, und gib bitte niemals auf. Wir brauchen Leute wie dich!
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am 8. Juni 2006
...hat Ken Hensley in den letzten dreißig Jahren. Nach wie vor hat er die Gabe, gute Rocksongs und Balladen zu schreiben. Inzwischen lebt er in Spanien, hat die Drogen hinter sich gelassen und ist anscheinend mit sich, mit Gott und mit der Welt im Reinen. Die CD verströmt angenehm positive Atmosphäre und macht mir gute Laune. Die Texte sind nicht mehr so offensiv missionarisch wie noch auf "Glimpse of Glory"; einzige Ausnahme dabei ist die Weihnachts- Ballade "Did you know". Zu allen Songs sind im Booklet die Gitarrenakkorde abgedruckt, da kann man locker ein bisschen mitklampfen. Wenn man davon genug hat, liest man sich die Liner Notes durch und erfährt dabei so einiges über die Entstehung und die persönliche Bedeutung der einzelnen Songs.

Meine Highlights sind die Rocker "Crying" und "Dancing" sowie der epische Titelsong. Besser als so einiges, was Heep seit den nicht immer so goldenen Siebzigern verbraten haben (man denke bloß an den Rohrkrepierer "Conquest" - Argh!). Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass Hensleys Hammondorgel ein bisschen mehr in den Vordergrund gemischt wird; manchmal geht sie hinter den Gitarrenriffs etwas unter. Die Neuversionen von "Lady in Black" finde ich ziemlich überflüssig, das ist aber wohl Geschmackssache. Einen Punkt Abzug gebe ich für den Gesang; dass Hensley kein hochbegabter Sänger ist, weiß er wahrscheinlich selbst. Stört bei dieser Gute- Laune- Mucke aber nicht weiter.

Fazit: Für meine Ohren klingt "The last Dance" absolut gelungen; weniger heavy als Uriah Heep zur Byron- Zeit, aber rockiger als Heep mit Lawton. Ich denke, alle Heep- Fans können bedenkenlos zuschlagen.
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am 31. Januar 2004
KEN HENSLEY - The Last Dance 2003/11 Songs/55 Min.
Gegenüber seinem letzten Album zeigt sich hier Ken Hensley wieder deutlich rockiger. Die zuletzt gemachten Gastauftritte bei seinen ehemaligen Kollegen von Uriah Heep scheinen bei ihm nachhaltige Wirkung hinterlassen zu haben. Mit jungen, talentierten spanischen Musikern hat Ken Hensley hier ein wunderbares, und zudem gut produziertes Album eingespielt.
Die Songs gehen schnell ins Ohr und an mancher Stelle hat man das Gefühl, dass die späteren Uriah Heep am Werke seien. Ken Hensley gehört für mich zu den besten Songwriter aller Zeiten! Schon zu Heepster Zeiten war er ein Genie, schrieb er doch gut 90% aller (Hit-)Songs der Band. Und hier präsentiert er ein wahrhaft eindrückliches, abwechslungsreiches und in die Knochen fahrendes Rockalbum das jedem alternden Rockfan das Musikherz spürbar höher schlagen lässt.
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am 10. März 2004
Sein Umzug nach Alicante hat Altmeister KEN HENSLEY offenbar sehr gut getan. Zusammen mit jungen spanischen Musikern hat er ein Album eingespielt, voller Inspiration und neuen Songs, die in Qualität und Produktion denen auf seinen früheren Soloalben und denjenigen, die er seinerzeit Uriah Heep beigesteuert hatte, in nichts nachstehen. Heraus kam ein absolut hörenswertes Album. Besondere Beachtung möchte ich der beigefügten Bonus CD schenken, die das eigentliche Highlight ausmacht: Hier hat Mr. Hensley seiner mittlerweile in die Jahre gekommenen, aber keineswegs angestaubten „Dame in Schwarz" (Lady in Black), eine Frischzellenkur vom Allerfeinsten verpasst, so dass dieser Song, vernünftig promoted, das Zeug hätte, - zum wievielten Male? - den Platz Nummer Eins in den Charts für sich zu behaupten. Im zeitgemäßem Outfit gewinnt „Lady in Black" (im Gegensatz zu so manchen missglückten Versuchen anderer Künstler, ihre eigenen Songs zu covern) mit folkloristischen Fideleinlagen und sattem Soundteppich eine völlig neue Facette, ohne dass von dem ursprünglichen Charakter etwas verloren geht. Wirklich klasse gemacht! Besonders gut gefällt mir die „Extended Version", sowie auch der „Chill loop Remix", wobei letzterer mit dem Original allerdings eigentlich nicht mehr allzu viel zu tun hat. Trotzdem gut.
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