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TOP 1000 REZENSENTam 15. August 2014
Brian de Palma hat 1996 mit seiner "Miisson Impossible" seinen größten Kassenerfolg erringen können, sein letzter großer Film entstand aber bereits zwei Jahre vorher mit dem Mafiaepos "Carlitos Way". Ein Genre, in dem er bereits vorher zweimal erfolgreiche Filme schuf - 1983 mit dem ultrabrutalen Remake von Howard Hawks "Scarface" und vier Jahre später als "The Untouchables" dem Gangsterboss Al Capone den Kampf ansagten. "Carlitos Way" mit dem brillanten Hauptdarsteller Al Pacino komplettiert dieses qualitativ hervorragende Trio. De Palmas Filme reihen sich im Genre gleich hinter den überwältigenden "Godfather" Filmen von Francis Ford Coppola und Martin Scorseses "Good Fellas" und "Casino" ein und begeistern auch heute noch das Publikum. Nach dem Roman von Edwin Torres schrieb David Koepp das Drehbuch. Die Geschichte selbst spielt im Jahr 1975 und dementsprechend ist auch der Soundtrack des Mafiathrillers in bester Studio 54 Manier gehalten...es gibt ein Wiederhören mit "Fly Robin Fly", "Lady Marmelade", "You should be dancing", "Rock the Boat", "Got to be real" oder "Pillow Talk" - gut so, denn so verstärkt sich das Gefühl einen 70er Jahre Thriller zu sehen.
Der Film zeichnet das Leben des Ex-Knackis Carlito Brigante (Al Pacino), der auf Betreiben seinen gewieften Anwalts David Kleinfeld (Sean Penn) nur fünf Jahre seiner verhängten 30 jährigen Gefängnisstrafe verbüßen muß. Wegen guter Führung wird er begnadigt, auch wenn Staatsanwalt Norwalk (James Rehborn) nicht gerade erfreut von der richterlichen Entscheidung ist. Allerdings ist Carlito im Knast alt und weiße geworden, er hat tatsächlich die Ambtion die kriminelle Karriere zu beenden und mit 75.000 Dolllar Startkapital Mitbesitzer einer Mietwagengeschäfts zu werden. Doch die Umgebung und die Vergangenheit sprechen immer wieder eine andere Sprache. Da wollte er mal auf seinen jungen Cousin Guajiro (John Agustin Ortiz) ein bisschen aufpassen, schon ist er in dessen dubiose Drogengeschäfte verwickelt. In einer der besten Szenen des Films begleitet er den Cousin zu einer Geld gegen Drogenübergabe, doch das Treffen mit Guajiros "Freunden" endet blutig und es gelingt Carlitos als Einzigem das Blutbad zu überleben. Auch das Wiedersehen mit seiner damaligen Geliebten Gail (Penelope Ann Miller) ist zuerst ernüchternd, doch immerhin sind noch Gefühle auf beiden Seiten da. Ein neuer Anfang bahnt sich mit der Zeit an, obwohl Gail sich das Geld als Striptease-Tänzerin verdient. Carlito wird mit dem Drogengeld des toten Cousins zum Teilhaber eines Nachtclubs. Dort will er den Rest innert weniger Monate dazuverdienen und ein neues Leben beginnen. Er ist aber immer wieder damit konfrontiert, dass ihn die Vergangenheit stets einholt. Er begeht auf seinem Weg zu einer besseren Zukunft schliesslich zwei Fehler. Zum einen lässt er den aufstrebenden Möchtegerngangster Benny Blanco (John Leguizamo) am Leben, zum anderen lässt er sich von seinem drogensüchtigen und größenwahnsinnigen Freund, dem Anwalt, in eine üble Geschichte einspannen, die völlig aus dem Ruder läuft. Am Ende steht die Flucht vor der Mafia.
Viele große Szenen, wie beispielsweise die atemberaubende Sequenz der Verfolgungsjagd in der U-Bahn bis zum New Yorker Hauptbahnhof, hat de Palma sehr dicht inszeniert und in eine Einheit zusammengefügt, die man als düsteres und auswegsloses Verliererepos bezeichnen könnte. Dabei sind die Darstellerleistung von Sean Penn und Al Pacino hervorragend, auch Penelope Ann Miller überzeugt als schwangere Freundin Gail, die die Katastrophe kommen sieht und machtlos mitansehen muss, wie sich am Bahnsteig in Richtung Freiheit das Schicksal zuschlägt. Für diese und auch für Sean Penns Leistung gabs eine Golden Globe Nominierung. Unvergessen auch die markante 70er Jahre Frisur von Sean Penn.
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am 22. Dezember 2014
Al Pacino
In einer seiner besten Rollen!
Hammerfilm!
Normalerweise 5 Sterne, aber da leider nicht deutlich darauf hin gewiesen wird, dass der Film nur in englisch ist, nur 3 sterne!
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am 7. Januar 2015
Muss man zu diesem Geniestreich noch was sagen?Nach ,,Scarface" Brian DePalmas 2. Arbeit mit Al Pacino...und wieder ein Hammer mit einer spannenden Handlung,interessanten Charakteren und einem dramatischen Showdown!!
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am 14. Juni 2014
Mir war nicht aufgefallen, dass der Film keine Deutsche Synchronisation hat. Ist aber nicht so tragisch, da mein Englisch ausreichte, um alles mitzubekommen. Für den der Englisch versteht - kaufen.
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am 3. Juli 2014
Der bleibende Eindruck, der bei einem - dank des 93er Mafia-Epos' "Carlito's Way" - hinterlassen wird, lässt sich wohl am ehesten mithilfe des Wortes "Überwältigung" beschreiben, da dieser Film in jederlei Hinsicht episch, düster und glanzvoll zugleich, sowie mitreißend inszeniert ist und vor allem die Schauspieler Al Pacino und Sean Penn sehr überzeugend spielen.

Nachdem mir Carlito's Vorgeschichte - gelesen in Form des Edwin-Torres-Romans - bereits bekannt war, fiel mir der Einstieg auch bei dieser "UK-Import-und-daher-ausschließlich-in-Englisch-Version" recht leicht, weswegen auch mehr Flair entsteht, Charakter gar, welcher sich dank des Tony-Montana-Slangs bestens damit deckt, aus welchem Lande Carlito Brigante stammt.
Auch die DVD finde ich bemerkenswert, allein schon das Titelmenü ist auf klanglicher Ebene eine Klasse für sich, herausragend gut (musikalisch) untermalt.
Im Übrigen trifft der Film den Zeitgeist der großen Discojahre derart gekonnt, dass dem guten Mister De Palma erneut ein Meisterwerk gelungen ist. Vielleicht weniger bunt fotografiert als Scarface, jedoch geringfügig realitätsnäher in der Umsetzung...
Was die BBFC-Altersfreigabe ab 18 Jahren betrifft, so kann ich nur betonen, dass ich den Film auch 16-jährigen ans Herz legen kann, aber es ist dennoch hier und da eine gewisse Härte in der Darstellung vorhanden, daher sollten tendenziell eher Erwachsene in den Genuss kommen! Die Rollen sind einfach zeitlos originell und ich könnte mir die Handlung beim besten Willen nicht ohne Al Pacino als ehemaligen Gangster, wie er bitter von seiner Vergangenheit eingeholt wird, sowie Sean Penn als kokainabhängigen korrupten Anwalt vorstellen, die 'Satire' dahinter sucht ihresgleichen.
Diese Bregman-Produktion ist in der Tat eine der interessantesten. Wenn ich mich auf vier Sterne beschränke, dann wohl nur, weil Scarface und Der Pate II dem Genre zu noch mehr Größe verholfen haben, als es Carlito für sich zu verbuchen vermag, er kann aber durchaus in einem Atemzuge mit Werken wie "Goodfelles" genannt werden.
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am 23. März 2004
Der Film ist der absolute Hammer. Geniales Drehbuch, fantastische Schauspieler und eine ideenreiche wie sorgfältige Regieleistung von de Palma (wie auch z.B. in "Der Tod kommt zweimal" und "Dressed to kill") ! Bei dem Film stimmt wirklich alles!
Auch die überragende Filmmusik sei hier erwähnt. Zudem wird Pacino von Klaus Kindler (leider inzwischen verstorben) spitzenmässig synchronisiert. Besonders, wenn er als "Erzählstimme" eingesetzt ist. Da läuft einem bei manchem inneren Monolog eine Gänsehaut den Rücken hinunter:
Schon ab den ersten paar Minuten weiß man, dass man einen grandiosen Film vor sich hat und dieses Versprechen wird mehr als eingelöst!
Dies ist kein Film zum Ansehen und Wegstellen, sondern ein Film zum immer wieder Anschauen.
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am 26. Dezember 2003
Ach, wie lange habe ich auf den Film Carlito's Way gewartet. Es muss eine Ewigkeit sein und nun gibt es ihn endlich!!
Ein absoluter Topfilm mit einem Al Pacino in Höchstform!
Zum Film:
Carlito Brigante ist ein Kleinganove der erst vor kurzem aus dem Knast entlassen wurde. Dank seinem Freund den Anwalt David Kleinfeld (Sean Penn, Der Schmale Grat). Carlito will aus dem Mafiageschäft aussteigen, doch sein Freund Kleinfeld bittet ihm noch um einen kleinen Gefallen. Carlito sagt zu und erst dann wenn es zu spät erkennt er, das Kleinfeld ein ein doppeltes Spiel spielt...
Al Pacino spielt die Rolle des Carlto einfach grandios! Eine Rolle, die genau so ein Mann wie er spielen kann! Brian de Palma der Regiesseur schuf wie gesagt einen Topfilm, der in keinen Regal fehlen darf!!
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am 8. Oktober 2014
Dass ich von dem Film äußerst viel halte, macht mich wohl kaum zu einer seltsamen Person. Jedenfalls habe ich bislang von niemandem gehört, der dieses Mafia-Epos wirklich ganz und gar als schlecht empfand. Für mich persönlich ist es Al's zweites/r Scarface.

Die Disk beinhaltet positiverweise nicht "nur" das eigentliche Meisterwerk als solches, sondern auch interessantes Bonusmaterial.
Empfehlen kann ich Ihnen übrigens auch den gleichnamigen Roman. Was die Steelbook-Edition anbelangt, so handelt es sich um ein hübsches Sonderset, welches zwar keinen Pflichtkauf darstellt, aber als Hommage an diesen Klassiker erwerbenswert ist.
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am 13. Juni 2013
" Welcome to Paradies"- dieser Werbespruch wird eine wichtige Rolle in dem Film spielen.
Doch im wahren Paradies befindet sich der Zuschauer der dieses Opus Magnum eines Filmgenies genießen durfte.
Für solche sinnlich, betörenden, in allen Punkten perfekten Filmerfahrungen ist das Kino geschaffen worden.
Ein Film ,der einfach nur begeistert, in seiner traumwandlerisch guten Machart Staunen läßt und den Kinomagier Brian De Palma zurecht als einen der talentiertesten, aufregendsten Regiesseure der Geschichte zeigt.
"Carlitos Way" ist sein dritter großer Gangster- Film, nach dem fiebrig, brutalen "Scarface", und dem genialen "The Untouchables".
Weit mehr als Reminiszenzen an die Zeit des Film Noir.
Und gäbe es ihn nicht schon, müßte der Begriff "Gangster- Epos" für diese Filme neu gefunden werden.
In ihrer Klarheit besser als "Der Pate", in ihrer Opulenz und Vielschichtigkeit einem Scorsese ("Good Fellas", "Casino") mindestens ebenbürtig.
Welche Attribute wollen Sie lieber Interessent zu diesem Film hören?
Leidenschaftlicher, überzeugender kann ein Film kaum sein, nervenzerreissender, melancholischer ebenfalls nicht, und dazu noch überragende Charakterdarstellungen, ein berauschendes Zeitkolorit, ein epochaler Thriller und eine große griechische Tragödie dazu.
Bei Brian DePalma bekommt man als Zuschauer immer wieder diesen ungeheuer sogartigen Schwebezustand geboten, der einen vollkommen in perfekter Dramaturgie, phantastischer Kameraarbeit, überragenden Szenen hypnotisiert und an die Geschichte fesselt.
"Carlitos Way" ist der erschütternde, elegische Weg des Protagonisten Carlito, eines ehemaligen Gangster- und Drogen Dealers im "Spanish Harlem" des fiebernden Molochs des New Yorks, der siebziger Jahre, in den Untergang, den Tod.
Von Anfang an ist sein Niedergang, sein tragisches Ende vorgezeichnet.
Sein "Fahrstuhl zum Schafott", trotz vieler Versuche sich aus dem Milieu heraus zu arbeiten ist unausweichlich auf dem Weg in den Abgrund.
Al Pacino als ehemaliger Gangster, der verzweifelt versucht ein neues Leben zu beginnen; ein schauspielerisches Monument. Ebenso unvergesslich Sean Penn, als dessen drogenabhängigen Rechtsanwalt, der die Mühlen des Todes erst wirklich in Gang bringt.
Carlito Brigante war einst der große Boss der Unterwelt, der Drogenmafia.
Dreißig Jahre Gefängnisstrafe lagen vor ihm. Eigentlich hatte er mit seinem Leben abgeschlossen.
Doch durch einen Verfahrensfehler und durch das geschickte Agieren seines Rechtsanwaltes und auch besten, vertrautesten Freundes bekommt er die einmalige Chance auf ein neues, besseres Leben.
Nach bereits fünf Jahren kommt Carlito frei, auch seine einstige große Liebe wird auf ihn warten, und nun ernsthaft geläutert versucht er sich auf legalem Weg nun mit einem Nachtclub soviel Geld zu verdienen um den eigenen kleinen und doch so großen Traum zu verwirklichen.
Mit seiner Freundin auf eine einsame, paradiesische Insel ziehen, und ein friedliches, erfülltes Leben fernab seiner dunklen Vergangenheit zu führen.
Eine zweite Chance die nicht jeder im Leben bekommt.
Doch bereits in den ersten Sekunden des Films zeigt uns der Film in verstörender Tragik, daß "Welcome to Paradies" das verheißungsvolle Werbeplakat eines Südseestrandes für Carlito für immer unerreichbar bleiben wird.
In traumartiger Zeitlupe fällt ein Schuß, Carlito bricht auf einem Bahnsteig blutend zusammen, hektisch schnell wird er sterbend in ein Krankenhaus verfrachtet.
Auf der Tragbahre liegend sehen wir durch seine Augen seine weinende Freundin, die Oberlichter an der Decke der Notfallstation.
"Wahrscheinlich hat es nur so ein Ende geben können für einen alten Mohikaner wie mich" hören wir seinen Gedanken zu, und in den drei Sekunden in denen er stirbt, läuft sein Leben von seiner Begnadigung, bis zu seinem blutigen Tod vor seinem inneren Auge ab, und wir erleben diese letzten Erinnerungen als nun kommendes zweieinhalb -Stunden Epos.
Wir werden Zeuge von Träumen die zerbrechen, und wir werden Zeuge davon, daß ein einmal im Leben Gebrandmarkter sich niemals aus diesen Verstrickungen befreien kann, keine wirkliche zweite Chance vom Schicksal vorgesehen ist.
Wie schon Delon in "der Eiskalte Engel" nur dem Untergang entgegengeht.
"Carlito ist wieder da" werden ihm seine alten, zwielichtigen Weggenossen zurufen, als er den ersten Schritt aus der Gefängniszelle tut.
Sehr verwundert und dieses nicht ernst nehmend reagieren sie, auf die verzweifelte Beteuerung: "Ich bin jetzt ein Anderer, ich will aussteigen".
Perfekt von DePalma dargestellt: Der Mafia-Zeitkolorit der siebziger Jahre.
Ein ständiger dekadenter Tanz in den Tod , in dem ein Menschenleben wenig zählt.
Die hypnotische, brutale fiebernde, brodelnde Welt, der drogengeschwängerte Mikrokosmos der kriminellen Strukturen zwischen Verbrechen, rauschenden Kokain-Exzessen, wilden siebziger Jahren Partys, halbnackten Go-Go Tänzerinnen, Intrigen,Korruption, den verschwommenen Grenzen zwischen Rechtsstaat und Verbrechertum wird ihm kein Entkommen vergönnen. Trotz jeglichen Bemühens zieht der Sumpf Carlito zurück ins Verderben.
So sind mafiöse Strukturen auch immer gekennzeichnet von einem Ehrenkodex, von irregeleiteten Loyalitäten, von Blutrache. Nicht nur, daß man mit vielen noch eine Rechnung offen hat, man ist auch vielen scheinbar auch noch Gefälligkeiten schuldig. Widerwillig glaubt Carlito scheinbar besten Freunden aus der Patsche helfen zu müssen.
"Du bist alt und verbraucht, der große Boss ist längst ein anderer".
Einerseits lassen ihn alte Komplizen nicht aus dem Milieu aussteigen, andererseits wird ihm aber auch die einstige charismatische Führungskraft abgesprochen.
"Die Strasse beobachtet mich immer. Sie läßt mich nie aus den Augen !" Ein gefährlich, tödliches Spiel.
Sein eigener Rechtsanwalt und Freund ist es, der ihn aus dem Knast holte, dem Carlito sein zweites Leben verdankt und ihm jetzt die Zukunft zerstört.
Selbst als Mann des Staates in unzählige kriminelle Verflechtungen verstrickt, bittet er Carlito um einen Freundschaftsdienst, der beiden das Genick brechen wird.
Sean Penn liefert hier eine unbeschreibliche Performance.
Ist er am Anfang noch der gut situiert erscheinende Rechtsanwalt, mutiert er durch den ständigen Kokainkonsum zum unberechenbaren, psychopathischen Junkie, der zunehmend die Kontrolle verliert und durch seine impulsiven, wahnhaften Fehlreaktionen sich und seinen Freund in den Tod reißt.
Die Welt der Mafia vergibt keinen Fehler.
Dieses Dilemma zwischen Loyalitäten, wie gesagt ein Shakespeare, eine griechische Tragödie sind nicht weit, gipfelt in einer der nervenzerfetzendsten Verfolgungs- und Hetzjagden durch riesige Untergrund- Bahnhöfe, die von DePalma so begnadet gut, so dramatisch, emotional aufgeladen wird, daß selbst ein Hitchcock erblassen würde.
Hier haben wir Szenen für die Ewigkeit des Suspense-Kinos.
Ein Stakkato der Spannung durch die enervierende Musik, die Kameraführung, die Bildschnitte.
Am Ende ist der Tod vielleicht die einzige Erlösung, und obwohl wir diesen Ausgang ja von Anfang an kennen, fiebern wir mit Pacino in jedem Pulsschlag mit.
Die vielen eingestreuten Gedankengänge Carlitos offenbaren zusätzlich seine Ängste, seine menschliche Zerrissenheit und letztendlich seine hoffnungslose Ausweglosigkeit.
Und so ist diese Filmmonument am Ende eines: Eine unvergleichliche, opernhaft, sinnlich- bombastische Ode an das überdimensionierte Scheitern, an den Tod und den heroischen Untergang.
Am Ende als letzte, bereits sterbende Illusion beginnen die Strandbilder auf dem Plakat lebendig zu werden.
Eine letzte Erlösung in aller Tragik, und sehnsüchtigen Schönheit.
Wie ein unfassbarer guter Pianist spielt de Palma auf der Klaviatur der Gefühle.
Die großen Kinoillusionen, die er uns schenkt bleiben für die Ewigkeit.
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am 12. April 2013
Ermutigende Geschichte und hervorragende Hauptdarsteller. Improvisationen die sehr gekonnt umgesetzt sind und den Film bereichern. Starke Charaktere die ihren Weg gehen.
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