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Kundenrezensionen

4,8 von 5 Sternen
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am 18. Juli 2016
Bezaubernder Film.
Allerdings auch sehr mit Klischees beladen.
Dennoch sehenswert und unterhaltsam. Werde ihn mir nochmal ansehen.
Top für einen regnerischen Sommerabend.
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Colonel Slade ( Pacino ) hat etwas zu optimistisch mit Handgranaten jongliert und dabei sein Augenlicht verloren! Sich seinem Zynismus ergebend, lebt er in einem größeren Gartenhaus und ermutigt seinen Kater zum Geschlechtsverkehr mit des Nachbarn Katze. Ein "absch(l)ussorientiertes" Wochenende will er sich noch gönnen und erlebt dieses gemeinsam mit einem Problem-belasteten Schüler ( Chris O' Donnel)!

Gern werden Vergleiche zwischen de Niro und Pacino gezogen, die de Niro gewinnen muss, denn er spielt in der Regel subtiler, arbeitet präziser mit Gestik und Mimik, während Pacino gern zum Overacting neigt! Die Diner-Szene in HEAT ist ein gutes Beispiel für de Niros feines Spiel!
Aber was Pacino hier für eine begeisternde One-Man-Show abliefert, ist feinster Donnerhall! Subtil, emotional, wuchtig, zart, vulgär, gebrochen, stark.....alles fließt hier zusammen!

Den Misanthropen gebend (herrlich kotzig), offeriert Pacino im Laufe des Films eine poetische Tragik, welche melancholisch die Seele streichelt. Dieser Film ist eine Ode an das Leben, welches sich in einer der stärksten Szenen des Films offenbart: BLIND und ZAUBERHAFT (Gabrielle Anwar) ergeben einen Tango, der zu großartiger Musik schwebende Magie und Stärke ausstrahlt, zudem ergießt sich Sinnlichkeit und lebensbejahende Energie in eine beeindruckende Symbiose! Großes Florett- Schauspiel, das selten so kunstvoll präsentiert wird!

Pacino spielt zerstörerisch gut (seine Verbal-Feinheiten kommen teils einer Kniebehandlung mit dem Bolzenschussgerät gleich), während seine Schauspielkollegen ihm talentiert das Wasser reichen! P.S. Hoffman deutet große Schauspielkunst an! Eine begnadete Tanzszene und ein dauergei... Kater! Schnelle Autos und ein rotziger Colonel, der meint, dass Leben in seiner Ganzheit zu verstehen! Ein Milchbubi, welcher heute als knüppelharter Ermittler mit Herz durch die NAVY-CIS-Serienwelt läuft!

Abseits des Blockbuster-Leerlauf-Kinos gibt es eben doch noch die magischen Momente!
1212 Kommentare| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. November 2016
Es ist ein schöner Film in dem nur Philip Seymour Hoffman darin spielt er ist ein traumhaftes Schauspieler er hat so viel Talent oder mindestens hatte er die Geschichte dieses Films ist bekannt der Schauspieler al pacino wohl auch. Der Film handelt um ganz normale Bestimmungen die Umwelt dieser Film ist nicht gerade neu zum Beispiel man sieht etwas dann der Polizei will wissen und ihn fragen was er gesagt oder gesehen hat L der seinen Bruder spielt ist ein a******** er hat vielleicht einen guten Job und einer nicht schlecht ist Frau aber er f**** sie nicht und Frank Markt Spaß damit. Er kommt mit Charlie zum Abendessen zum Thanksgiving ohne vorher was zu sagen. Frank ist kämpferisch mit seinem Stiefbruder aber Frank war in der Marines und lernte wie man den Hals zerbricht und benutze dieses Bewegung oder Angriff effektiv später in der Film Frank spielt als Verteidiger im Gesetz für Charlie ergibt ein jahrelanges gutes Gespräch der alle denken ist es so schön und wunderbar aber ich fand es ganz normal ja es ist nicht schlecht und so aber die anderen müssen ihre Teil spielen und das haben sie auch gemacht
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am 30. Mai 2007
Ich glaube, dass gerade dieser Film für den durchschnittlichen Cineasten wohl eher ein langweiliger Schinken ist:

Al Pacino spielt weder das Oberhaupt einer internationalen kriminellen Vereinigung, noch den durchgeknallten kubanischen Einwanderer, der sich ein milliardenschweres Drogenmonopol in Miami aufbaut. Vielmehr handelt der Film von einem beinahe senilen Eigenbrötler, der noch dazu blind ist. Als ob das nicht schon genug wäre, besteht die Handlung im Großen und Ganzen fast ausschließlich aus Dialogen, bietet beinahe gar keine Wendungen und dauert geschlagene zweieinhalb Stunden. Wie gesagt - für den durchschnittlichen Cineasten. Vielleicht!

Meiner Ansicht nach handelt es sich bei diesem Film um eines der besten Machwerke, die in den 90er Jahren überhaupt auf den Leinwänden der Kinosäle dieser Welt lief. Nicht nur dass Pacinos Inszenierung eines Kriegsveteranen mehr als nur gelungen ist, - man bekommt vielerlei Aspekte geschildert, von denen jeder einzelne für sich allein betrachtet, einen Großteil des Menschseins ausmacht. Man bekommt geschildert, dass man sich erst selbst aufgibt, nachdem alle anderen einen schon längst abgeschrieben haben. Darüber hinaus wird die Wichtigkeit der Tatsache skizziert, wie wichtig es für Menschen ist, dass man an sie glaubt. Der gleiche Ansatz wird auch von dem Film „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Korans“ aufgenommen - jedoch kaum annähernd derart künstlerisch auf die Leinwand gebracht. Der Duft der Frauen hingegen ist an sich schon so etwas wie die Metapher der Menschlichkeit. Der Mensch ist schließlich keine Insel und über kurz oder lang geht er an der Einsamkeit zugrunde. Wirklich ein großartiger Film.

Fazit:

--------------------

Der Duft der Frauen ist kein actiongeladener Film, der den Zuschauer in jeder Minute vom Hocker reißt. Es handelt sich dabei um einen wunderschönen Film, der die Geschichte zweier Protagonisten, die sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Trotz der enormen zeitlichen Dimension dieses Streifens, entstehen nie Längen und es kommt nie Langeweile auf. Es ist schade, dass man solche Streifen dem heutigen Publikum nicht mehr zutraut. Da dreht man doch lieber die x-te Fortsetzung von Fast and the Furious oder Fluch der Karibik - Popkornkino ohne Anspruch, oder besser gesagt - ein Leerlauf für den Verstand. Der Duft der Frauen hingegen ist Balsam für die Augen und vielleicht auch für die Seele. Ein Pflichtfilm der in keiner Sammlung fehlen sollte.
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am 15. April 2015
Den Film muss man gesehen haben. Al Pacino hat zu Recht den Oscar für die Hauptrolle verdient. Im Prinzip gibt er als Lt. Col. Frank Slade eine Solovorstellung. Die Darstellung eines in sich zerrissenen Charakters, der nur nach außen hin unerbittlich wirkt. Aber auch Chris O'Donnell als Charlie Simms, spielt seine Rolle gut.
Ein Film, den man gesehen haben muss und in jede Sammlung gehört.

Frank: "Ruf den Zimmerservice und sag, dass ich nur noch John Daniels vorzufinden wünsche!
Charlie: "Ähh, tja.. Sie meinen doch sicher, Jack Daniels?"
Frank: "Du magst ihn vielleicht Jack nennen, aber wenn du ihn solange kennst wie ich... das war ein Witz!"

Frank: "Frauen... wer hat sie erschaffen... diese herrlichen Wesen? Gott muss ein verdammtes Genie sein. Ihre Haare... die Haare sind das wichtigste, weißt du? Hast du jemals deine Nase in die Nähe von Locken getaucht? Das ist als würdest du ewig darin schlafen wollen. Oder ihre Lippen, ja. Wenn du sie zum ersten Mal auf deinen fühlst, ist das so, wie der erste Schluck Wein nach einem langen Gang durch die Wüste."
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VINE-PRODUKTTESTERam 19. Dezember 2008
Was kann mich dazu bringen einen Film zu lieben, in dem es um einen Mann geht, der sich wie ein absolutes Arsc*lo*h verhält, eine tiefe Verehrung dem Militär gegenüber hegt und seinen Lieutenant Colonel Rang verehrt wie einen alten Adelstitel? Ein Mann, der als die beiden wichtigsten Dinge im Leben angibt: "Erstens: Eine Pussi. Dann kommt lange nicht mehr. Und Zweitens: Einen Ferrari."? Ein Mann, der durch ein enttäuschtes Leben, Alkoholismus und die vollständige Erblindung, ein zynischer, misanthropischer, sexistischer und verbal gewalttätiger Selbstmordkandidat geworden ist?
Ganz einfach: Weil er durch Al Pacino verkörpert wird!

Aber das ist natürlich nicht alles. Der Film ist gar nicht so menschenverachtend, wie man dies nach dieser Einleitung meinen könnte und auch unser Colonel Leutnant ist es nicht. Eigentlich ist es ein Film über die Moral des Lebens. Der Colonel hat seine verloren und der zweite Protagonist, der junge Schüler Charlie, steht gerade am Scheideweg eines Gewissenskonfliktes, der, egal wie er sich entscheidet, entweder auch seine Moral ankratzt, oder harte existenzielle Konsequenzen für sein Leben mit sich bringt.

Aber so beginnt die Story:
Der alternde, designierte Lieutenant Colonel Frank Slade, ist durch seine Erblindung am Thanksgiving Wochenende auf einen Aufpasser angewiesen. Der junge, aus ärmlichen Verhältnissen stammende, talentierte Charlie Simms, besucht mithilfe eines Stipendiums, die renommierte Baird-School in Vermont. Er gerät durch eine bösen Streich am Rektor der Schule, in eine Gewissens- und Loyalitätskonflikt und wird vom Rektor unter starken Druck gesetzt, die Täter bloßzustellen. Über Thanksgiving hat er Bedenkzeit, dann wartet das Schultribunal auf ihn. Aus Geldmangel hat er einen Job an Land gezogen: Den Aufpasserjob bei Colonel Slade. Auch als er erkennt, dass der ein feindselig-aggressives Verhalten an den Tag legt, kann er auf das Geld nicht verzichten. Er lässt sich sogar gegen seine Willen nach New York City schleppen, wo Slade angeblich eine Vergnügungstour machen will. Bald erkennt Charlie was er wirklich vorhat: Eine Suite in einem Luxushotel, ein exquisites Abendessen, seinen großen Bruder besuchen, mit einer Frau schlafen, einen Ferrari fahren - und als Höhepunkt will Colonel Slade sich in voller Paradeuniform das Hirn rauspusten.
Schon wieder sitzt Charlie in der Gewissensklemme. Er begleitet den ständig betrunkenen, blinden Colonel, widerwillig, aber doch auch mit wachsendem Respekt, auf dessen letzter ungebärdigen Zelebrierung seines Lebens, bis zum bitteren Ende. "Ich bin schlecht. Nein, ich bin nicht schlecht. Ich bin scheußlich." konstatiert Col. Slade.
(Keine Angst, ich habe nicht alles verraten, der Film geht noch weiter...:-))

Es hat mir wiederholt unendlich viel Spaß gemacht, diese beiden Männer, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, auf ihren verrückten, melancholischen und lehrreichen Trip durch New York zu begleiten. Man muss bei allem Lob über Pacino, der den Film fast allein bestreitet, auch Chris O'Donnell erwähnen, der den unschuldigen und schüchternen Jungen so zurückgenommen spielt, wie dieser Charlie eben auch sein soll. Auch Charlie verliert auf diesem Trip ein wenig von seiner Unschuld und lernt eine Menge über das Leben - und über die Frauen.

Fazit: Martin Brest gelingt hier mit dieser Literaturverfilmung ein Meisterstück und eine Parabel über das Menschsein. Eine One Man Show mit einem furiosen und hypergenialen Al Pacino, in einem durch und durch amerikanischen Film, dessen Ende ein wenig pathetisch geraten ist, aber sei`s doppelt und dreifach verziehen! :-))) Wenn ich es nicht besser wüsste, hätte ich Slades Darsteller tatsächlich für einen Blinden gehalten. Für diese Rolle erhielt Al Pacino seinen ersten und einzigen Oscar nach 8 Nominierungen! War wohl etwas überfällig. Seit "Der Pate I" war der Oscar eigentlich Pflicht.... aber da sieht man halt mal wieder, dass diese Verleihung, nett gesagt, nicht ganz ernst zunehmen ist. :0)

Regie : Martin Brest
Ltn. Col.Frank Slade : Al Pacino
Charlie Simms : Chris O'Donnell
Rektor Mr. Trask : James Rebhorn

Zur DVD: Entspricht der Universal DVD von 2004
Englischer Originalton vorhanden, deutsche Uts auch. Ich empfehle natürlich den Originalton, da Pacinos Stimme gigantisch ist!
Laufzeit 150 Min
Bildformat: 1,85:1
Bild- und Tonqualität könnten etwas besser sein!
US-Kinotrailer
Produktionsnotizen und unbewegte Filmographien von Besetzung und Regisseur. Also nix besonderes....
2424 Kommentare| 19 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. Mai 2007
Ich glaube, dass gerade dieser Film für den durchschnittlichen Cineasten wohl eher ein langweiliger Schinken ist:

Al Pacino spielt weder das Oberhaupt einer internationalen kriminellen Vereinigung, noch den durchgeknallten kubanischen Einwanderer, der sich ein milliardenschweres Drogenmonopol in Miami aufbaut. Vielmehr handelt der Film von einem beinahe senilen Eigenbrötler, der noch dazu blind ist. Als ob das nicht schon genug wäre, besteht die Handlung im Großen und Ganzen fast ausschließlich aus Dialogen, bietet beinahe gar keine Wendungen und dauert geschlagene zweieinhalb Stunden. Wie gesagt - für den durchschnittlichen Cineasten. Vielleicht!

Meiner Ansicht nach handelt es sich bei diesem Film um eines der besten Machwerke, die in den 90er Jahren überhaupt auf den Leinwänden der Kinosäle dieser Welt lief. Nicht nur dass Pacinos Inszenierung eines Kriegsveteranen mehr als nur gelungen ist, - man bekommt vielerlei Aspekte geschildert, von denen jeder einzelne für sich allein betrachtet, einen Großteil des Menschseins ausmacht. Man bekommt geschildert, dass man sich erst selbst aufgibt, nachdem alle anderen einen schon längst abgeschrieben haben. Darüber hinaus wird die Wichtigkeit der Tatsache skizziert, wie wichtig es für Menschen ist, dass man an sie glaubt. Der gleiche Ansatz wird auch von dem Film „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Korans“ aufgenommen - jedoch kaum annähernd derart künstlerisch auf die Leinwand gebracht. Der Duft der Frauen hingegen ist an sich schon so etwas wie die Metapher der Menschlichkeit. Der Mensch ist schließlich keine Insel und über kurz oder lang geht er an der Einsamkeit zugrunde. Wirklich ein großartiger Film.

Fazit:

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Der Duft der Frauen ist kein actiongeladener Film, der den Zuschauer in jeder Minute vom Hocker reißt. Es handelt sich dabei um einen wunderschönen Film, der die Geschichte zweier Protagonisten, die sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Trotz der enormen zeitlichen Dimension dieses Streifens, entstehen nie Längen und es kommt nie Langeweile auf. Es ist schade, dass man solche Streifen dem heutigen Publikum nicht mehr zutraut. Da dreht man doch lieber die x-te Fortsetzung von Fast and the Furious oder Fluch der Karibik - Popkornkino ohne Anspruch, oder besser gesagt - ein Leerlauf für den Verstand. Der Duft der Frauen hingegen ist Balsam für die Augen und vielleicht auch für die Seele. Ein Pflichtfilm der in keiner Sammlung fehlen sollte.
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am 20. November 2012
Colonel Frank Slade hat es im Vietnam Krieg ein wenig zu weit getrieben und eine seiner Jonglagen mit scharfen Handgranaten führte dazu, dass sich ein Splint löst und er durch die folgende Detonation sein Augenlicht einbüßte.
Charlie Simms kommt aus eher ärmlichen Verhältnissen und hat ein Stipendium an einer Elite Uni und schlägt sich mit den dekadenten Snobs herrum ,die spielen dem Direktor einen üblen Streich dessen Vorbereitung nur Charlie und George sehen und darüber beharrlich gegenüber dem Direktor schweigen. Um seine Börse aufzubessern spielt er Babysitter für den blinden Colone Slade. Der aber will nicht Babybesittet werden sondern hat schon first Class Tickets für New York in einer Luxussuite gebucht um dort noch einmal Ferrari zu fahren seinen großen Bruder zu besuchen eine Nutte zu knallen ( Sorry für den Duktus ) um sich dann in voller Paradeuniform das Gehirn mit seiner Dienstwaffe raus zu blasen. Von diesen Dingen ahnt Charlie erst mal nichts. Was aber dann so alles passiert ist unglaublich und auch 20 Jahre später ist es sehr beeindruckend die Tango oder die Ferrari Szene wieder zu betrachten. Der Shodown ist allerdings Colonel Slades Auftritt beim versuchten Rauswurf von Charlie am "Elite" Internat. Das was Al Pacino dort abledert ist mehr als nur Oscar reif. Diese Szene ist buchstäblich genau dass woraus Führungspersönlichkeiten gemacht sein sollten. Immer und immer wieder sollte man sich diese Schlusspassage ansehen, die sicherlich mehr als nur Oscar reif ist. Mögen manche diesen Film als pathetisch und melodramtaisch ansehen, schlussendlich benennt er das was benannt werden muss. Schneid und Mut sind Tugenden die heute nicht mehr gewollt sind. LEIDER.
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am 27. Oktober 2007
Ganz großartig spielt Al Pacino diesen eigenbrötlerischen, halb durch seine Erblindung, halb freiwillig vom Leben isolierten, verbitterten Colonel Slade, der den jungen, sensiblen und leicht lenkbaren Charlie, Stipendiat eines Eliteinternats, dazu bringt, ihn für ein Wochendende noch einmal mitten ins Leben zurückzubringen. Das wird eine Erfahrung der besonderen Art für beide, rasant, absurd, wunderbar schräg, aber auch nervenaufreibend dramatsich, als Charlie den Colonel davon abhalten muss, seinem Leben danach ein Ende zu setzen. Der junge Charlie hat dabei genug eigene Probleme. Ihm droht der Rausschmiss aus dem Internat, weil er drei seiner Klassenkameraden, die dem unsympatischen Internatsleiter einen dummen Streich gespielt haben, nicht verraten will. Ein bisschen kitschig und trotzdem großartig das Ende, als der Colonel in einer engagierten Verteidigungsrede mit drastischem Vokabular das Tribunal von Charlies Charakterstärke überzeugt und damit Charlies Schicksal abwendet.
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am 2. Januar 2009
Generell lässt sich bei einem Film mit dem Hauptdarsteller Al Pacino im voraus schon sagen, dass man sich mit dem Kauf des Films nicht vertun kann. Al Pacino gilt absolut zurecht als einer der herausragendsten Schauspieler unserer Zeit und mit "Der Duft der Frauen" hat er eine seiner besten Rollen gespielt. Ich habe selten zuvor gesehen, dass ein Oscar so unglaublich verdient an einen Schauspieler ging wie in diesem Fall.
Die Geschichte ist an sich schnell erzählt: Der junge Student Charlie Simms(ansprechend gespielt von Chris O'Donnel) nimmt einen Wochenends-Job an, bei dem er den blinden Colonel Frank Slade betreuen soll. Der Ex-Militär erweist sich jedoch als weniger leicht zu handhaben, als angenommen und so findet sich Charlie baldigst auf dem Weg nach New York mitsamt blindem Passagier neben sich. Was sich nunmehr daraus entwickelt ist, dass Slade Charlie Vorstellungen des Lebens aus seiner Sicht erläutert, was auf die epische Länge von 2 1/2 Stunden ausgebreitet wird.
Was den Film natürlich vor allem trägt ist die herausragende Darstellung von Al Pacino, aber auch das Drehbuch wurde geschickt inszeniert. Während des ersten Dialogs zwischen Slade und Charlie macht der Ex-Soldat einen sehr unsympatischen und abstoßenden Eindruck auf den Zuschauer. Aber schon hier fällt auf, dass Pacino den Charakter absolut beherrscht. Wenn man es nicht besser wüsste, würde man glauben, Pacino ist tatsächlich blind. Im Verlauf des Films, von Dialog zu Dialog, wächst einem der Charakter von Frank Slade jedoch mehr und mehr ans Herz, was vor allem daran liegt, dass er sich Charlie gegenüber immer mehr öffnet. Slade macht dabei einen inszenatorischen Wandel vom Kotzbrocken über den sexbesessenen Bock bis hin zur rührenden Vaterfigur für den jungen Charlie durch. Dass dabei Chris O'Donell ins Hintertreffen gerät angesichts der alles einnehmenden Darstellung Pacinos, ist dabei nur allzu natürlich.
Was diesen Film ausmacht, ist einfach der fehlende Bombast heutiger Filmproduktionen, was durchaus positiv gemeint ist. In dem gesamten Film wird nicht ein Computer zur Generierung verwendet, es geht nur um pure, "simple" Charakterdarstellung auf höchstem Niveau. Auch wird nicht mit aller Gewalt auf die Tränendrüse des Zuschauers gedrückt, sondern gekonnt Emotionen anhand der Bilder ausgelöst.
Filme dieser Marke werden nur noch höchst selten produziert, was einfach sehr schade anzusehen ist, aber auch wohl am aussterben echter Schauspielchoriphäen wie z.B. Al Pacino oder Robert De Niro liegt, die nunmehr eben im etwas höheren Alter angelangt sind. Der Film ist absolut zu empfehlen für diejenigen, die nicht nur auf pure Effektshows stehen, sondern eher an tatsächlicher Filmkunst interessiert sind. Dies hier ist echtes Kino!
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