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am 26. April 2013
Stellen Sie sich eine Welt vor in der keine Morde mehr geschehen. Ein Wunschtraum? Nicht so im Washington DC des Jahres 2054. Dort verhaftet nämlich eine Abteilung mit dem Namen Pre-Crime potentielle Mörder noch bevor sie ihre Tat begehen können. Ermöglicht wird ihr dies durch die sogenannten Pre-Cogs, die Pre-Cognitiven, 3 Menschen denen es möglich ist die Zukunft vorherzusagen. John Anderton (Tom Cruise) ist der Leiter dieser Abteilung und hat es geschafft die Mordrate in seiner Stadt auf null herunter zu schrauben. Aufgrund dieses Erfolgs soll Pre-Crime nun auch im ganzen Land eingeführt werden. Doch bevor dies möglich wird, soll der Regierungsbeamte Danny Witwer (Colin Farrell) noch einmal genau kontrollieren ob auch alles mit rechten Dingen zugeht. Doch in dem Moment da er beginnt sich in die Abläufe einzumischen, beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen. Plötzlich steht eine Vorhersage im Raum die besagt dass Anderton in 36 Stunden selbst einen Mord begehen wird. Ist das alles ein abgekartetes Spiel oder sind tatsächlich Geschehnisse angestoßen worden, die ihn zu dieser Tat verleiten werden? Um seine vermeintliche Unschuld zu beweisen flieht Anderton...und die Jagd auf ihn beginnt.

Eigentlich war es ja nur eine Frage der Zeit bis die beiden Hollywood Schwergewichte Steven Spielberg und Tom Cruise endlich aufeinander treffen mussten. Wenn es dann zu einem solchen "Gipfeltreffen" kommt, sind die Erwartungen natürlich dementsprechend groß. Und glücklicherweise werden wir nicht enttäuscht.

Minority Report ist futuristische Action auf absolut höchstem Niveau. Wo andere Regisseure sich im unendlichen Getümmel der CGI-Sequenzen verlieren und den eigentlichen Inhalt der Story aus den Augen verlieren, bleibt Spielberg konsequent; und zwar sowohl optisch als auch inhaltlich. Bereits die Einrichtung der Pre-Crime Zentrale schwankt angenehm zwischen technisch verspielt und funktionell nüchtern. In den "Außenaufnahmen" begegnen uns einerseits gewaltige Wolkenkratzer an denen sich eine Art Verkehrsleitsystem der Superlative in 3-Dimensionaler Richtung erstreckt, auf der anderen Seite aber auch klassische Reihenhäuser im viktorianischen Stil. Insgesamt punktet das komplette Ambiente durch eine Art "Realismus", will meinen, eine Zukunft, die man sich wirklich vorstellen könnte und wie sie uns der technische Fortschritt eines Tages tatsächlich bescheren könnte.

Der gern und oft getroffene Vergleich zu dem Genreklassiker Blade Runner kommt dabei nicht von irgendwoher. Einerseits basieren beide Werke auf Geschichten des Autors Philip K. Dick. Auf der anderen Seite erzeugen die beiden Filme eine ähnliche bedrückende und beklemmende Stimmung. Einen großen Beitrag zum Erschaffen dieser Stimmung trägt einmal mehr Starkameramann Janusz Kaminski, der mittlerweile neben Scorewriter John Williams nahezu untrennbar mit Spielberg-Produktionen verbunden ist und bereits bei A.I., Schindlers Liste uvm. die Visionen des Meisters verwirklichen durfte. Auch dieses mal ist es ihm wieder gelungen mit den ihm typischen Verfremdungsfiltern körnige Bilder auf die Leinwand zu zaubern und den ohnehin depressiv angehauchten Grundtenor noch zu verstärken.

Gerade dieser Stil ist natürlich eine Härteprüfung für die DVD Technik. Die Kompression muss alles technisch machbare herausholen um das Bild einerseits nicht zu sehr zu verfremden, andererseits einen hohen Detailgrad und speziell die Körnigkeit so darzustellen wie sie vom Regisseur gedacht sind.
Doch Fox liefert einen wirklich guten Job ab. Das Bild ist (insonfern man das aus genannten Gründen überhaupt so nennen darf) kontrast- und detailreich. Selbst in dunklen Szenen werden noch genügend Kleinigkeiten herausgestellt um auch per Beamer noch Spaß am Ergebnis zu haben. Es wird spannend sein demnächst mal die BluRay zu testen und den Vergleich zur DVD heranzuziehen.

Wo sich die DVD aber auf keinen Fall verstecken muss und sicher auch der BD (bis zu einem gewissen Punkt versteht sich) Paroli wird bieten können, ist der Ton.
Fox hat sehr lange ein wirklich vorbildliches Releaseverhalten bei DVDs an den Tag gelegt und nahezu jeder Scheibe eine DTS Spur spendiert. Leider ist das heute nicht mehr so.
Das vorliegende Produkt bringt aber noch DD und DTS Spur mit und beide machen wirklich Spaß. Die DTS Spur ist dabei nicht wirklich präziser oder großartig räumlicher, legt aber eine der bedeutendsten Eigenschaften der Technologie an den Tag: der Bass ist noch einmal eine Ecke wuchtiger und generell ist der Druck im Sound etwas besser.

Doch Spielberg ist nicht nur ein Meister seines Fachs wenn es darum geht computeranimierten Wesen und Gegenständen Leben einzuhauchen, hochwertige Bilder und tolle Soundeffects zu zaubern, sondern ist auch in der Lage die von ihm eingesetzten Schauspieler zu Höchstleistungen anzutreiben. Und das gelingt ihm zweifelsohne bei Tom Cruise. Der von ihm gespielte John Anderton schwankt ständig zwischen hochprofessionellem Cop mit absolutem Pflichtbewusstsein und von Selbstzweifeln zerfressenen, verzweifelten Vater und Ehemann. Colin Farrell der hier in seiner ersten großen Rolle auftritt, stellt einen würdigen Gegenspieler zu Cruises Charakter dar. Der übertrieben smarte, fast schon schleimige Regierungsbeamte, der scheinbar nur darauf aus ist Fehler in jedem Element eines eingespielten Teams zu finden dürfte den einen oder anderen schmerzhaft an eigene Erfahrungen im realen Arbeitsleben erinnern. Einen weiteren Höhepunkt stellt erwartungsgemäß die Darbietung von Max von Sydow dar. Die scheinbar undurchdringliche Chef von Pre-Crime Lamar Burgess ist der erhabenen Statur des Charakterdarstellers förmlich auf den Leib geschrieben und wartet ebenfalls mit der einen oder anderen Überraschung auf.

Fazit:
Gene Simmons sagte seinerzeit im Zusammenhang mit der Kiss-Reunion "We'll show everybody how the big boys do it!". Dieser Satz könnte eins zu eins für Steven Spielberg (und Tom Cruise) übernommen werden. Denn Regisseure kommen und gehen, doch ihm gelingt es immer wieder die zumeist von ihm selbst hochgesetzte Messlatte zu übertreffen und einen neuen Höhepunkt auf die Leinwand zu zaubern. Ein solcher ist auch Minority Report geworden. Alle in Zukunft erscheinenden Science Fiction Action-Thriller werden sich an diesem Meisterwerk messen lassen müssen... und es beileibe nicht einfach haben.
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TOP 500 REZENSENTam 16. Dezember 2015
Bei Minority Report handelt es sich um einen gut gemachten Science-Fiction-Film, bei dem Steven Spielberg Regie führte.

Die Story:
Im Jahr 2054 gibt es in Washington keine Morde mehr. Warum? Weil drei Menschen mit besonderen Fähigkeiten zukünftige Morde voraussagen können. An dieser Stelle kommt John Anderton, ein Verbrechensbekämpfer der Zukunft ins Spiel. Er erhält die Namen von Täter und Opfer, außerdem die genaue Uhrzeit des zukünftigen Morden. Nach detaillierteren Ermittlungen ist Anderton mit einer Art "Schnelle Eingreiftruppe" vor Ort und kann den Mord verhindern. Für ihn ändert sich alles, nachdem er als Täter für einen bevorstehenden Mord vorhergesagt wird.

Blu-ray:
Das Bild ist scharf (wenn auch nicht die absolute Referenz). Der Ton ist nach meinem Empfinden kraftvoll. Die Extras auf der Blu-ray sind üppig.

Fazit:
Insgesamt handelt es um einen spannenden Science-Fiction-Krimi, der allerdings in einigen Verfolgungsszenen zu übertrieben ist und dadurch an Glaubwürdigkeit verliert.
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am 24. Juni 2015
Produkt:
- gute Qualität in Farbwiedergabe und Schattierungen (wer nicht auf die Idee kommt mit der Lupe zu suchen)
- sehr guter Ton

[Kritik oder Äusserungen des Films ist immer subjektiv und Geschmackssache]
* Empfehlung wer gerne Scifi und Action mit guter Story mag a la Steven Spielberg

Fazit: Für Filmesammler ein Muss
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am 29. Mai 2012
Nach "A.I. - Künstliche Intelligenz" machte Spielberg wieder einen Abstecher ins Science Fiction Genre. "Minority Report" basiert auf der Kurzgeschichte von Philip K. Dick und wurde von Spielberg unglaublich fesselnd, spannend und intelligent umgesetzt, ein wahres Meisterstück des Films, wie ich finde.

Im Jahr 2054 werden Verbrechen durch drei weiterentwickelte Menschen, namens "Precogs", verhindert, in dem sie die Zukunft dieser Verbrechen sehen und so an die Abteilung Pre Crime weitergeben. John Anderton arbeitet für dieses ürsprüngliche Experiment, was nun in ganz Amerika eingesetzt werden soll. Doch plötzlich steht er selbst inmitten eines Verbrechens, das er bald begehen wird...

Zunächst einmal ist "Minority Report" natürlich Science Fiction, in Form von "Uhrwerk Orange" oder "Twelve Monkeys". Die Welt wird in einer Zukunft gezeigt, die nicht zu weit weg von uns ist. Und diese Welt zeigt Steven Spielberg in einer wirklich authentischen Vision. Während die Technik sich immer weiter entwickelt, geht das Soziale, das Menschliche verloren und die fiktive Welt in dem Film wird zu einem Überwachungsstaat, der die Freiheit jedes Einzelnen immer weiter einschränkt. Ich kratze hier nur an der Oberfläche der Themen, die den Zuschauer während des Films und auch danach zum Weiterdenken animieren. Die größte Auseinandersetzung dürfte man aber mit der Idee der zukünftigen Verbrechensbekämpfung haben: Ist es gerecht, wenn ein Mensch für ein verbrechen verhaftet wird, das er nicht bagangen hat?
Durch diesen zentralen Aspekt gewinnt der Film jede Menge Tiefe und macht ihn in meinen Augen außergewöhnlich. Klar wurde die Thematik etliche Male schon aufgergiffen, aber in dieser Form und mit dieser Präzision noch nie!

Spielberg beweist Talent in allem, was er tut: Fehler oder unlogische Handlungsabläufe sucht man vergebens, anders als in "Zurück in die Zukunft", mal als bestes Beispiel aufgeführt.
Trotzdem muss man als Zuschauer mitdenken, auch wenn die vordergründige Geschichte eigentlich sehr genau erklärt wird.

Apropos: Hier zeigt sich der typische Spielberg. Die Story mit Anderton und seinem verlorenen Sohn ist nicht neu, aber wurde auch hier sehr mitreißend und autenthisch dargestellt. Das liegt vor allem am tollen Cast: Tom Cruise als John und Colin Farrell als Gegenspieler Detective Danny Witwer. Aber auch Max von Sydow brilliert als Lamar Burgess, den Director von Precrime und Samantha Morton als Precog Agatha.
Dazu die optisch, kühle Atmosphäre, die alles so einsam und bedrohlich wirken lässt. Sehr schön finde ich persönlich auch den dezenten Einsatz von CGI, viele Actionszenen wurden ohne Effekte gedreht.

Musikalisch ist natürlich John Williams wieder für den Score verantwortlich gewesen und nach "Der Soldat James Ryan" und "A.I." komponierte er wieder einen atonalen, aber aufregenden Soundtrack!

Fazit: "Minority Report" ist für mich einer von Spielbergs besten, allein wegen dem Mix aus großen Thematiken, wie Zufall und Schicksal und der ethischen Frage nach dem Recht eines Menschen. Dazu eine spannende Story mit vielen Twists und tollen Darstellern. Ein ganz klarer Beweis dafür, dass Spielbergs Name nicht umsonst für Filmklasse der besonderen Art steht. Unbedingte Kaufempfehlung!
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am 29. Juli 2015
ein total klasse Film,mit einer tollen Story,total interessanten Zukunftsvisionen und mit klassischen Auzügen,das jeder Mensch fehlerhaft und nit perfekt ist,auf jeden Fall sehr interessant und kann man sich auch öfters anschauen,als wie nur Einmal!!!
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am 7. Mai 2010
MINORITY REPORT (2002)

Zum Film muss nicht mehr viel gesagt werden: Er wird jedes Mal besser. Ich habe MINORITY REPORT jetzt zum 4ten Mal geschaut und muss sagen, so gut wie auf Blu-Ray fand ich ihn noch nie.

Zur Disc: Einige haben sich über die Bildqualität enttäuschend geäußert, als hätte man hier gepfuscht. In diesem Fall trifft das jedoch nicht einmal im Ansatz zu. Spielbergs Science Fiction sah im Kino so aus und ist jetzt auf Blu-Ray genauso präsentiert, wie der Regisseur es intendiert. Der Film badet häufig in von Licht durchfluteten Bildern sodass der Transfer in hellen und dunklen Bildbereichen absichtlich Details verschluckt. Die ganze Optik des Films ist so angelegt, erst dadurch bekommt er seinen eigenen Stil. Im Vergleich zur DVD sind generell viel schärfere Bilder zu verzeichnen, die die Details der futuristischen Welt erst so richtig zur Geltung bringen. Der Sound ist einfach beeindruckend und weist häufig Referenzwerte auf.

Besser wird MINORITY REPORT nie aussehen und klingen! Klare Kaufempfehlung! Don't run!
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am 10. Mai 2013
Das ist Spielbergs bester Sci-Fi-Film. Er setzt einen Meilenstein in dieser Branche. Nicht nur die übliche schnelle Action (z.B. die fliegenden Polizisten oder andere Luftstunts) sind toll, auch die dreibeinigen Roboter sogenannte ‘Spiders‘ zum Scannen der Pupille gehören in die Schublade ‘außergewöhnlich‘, in der sich auch noch Makabres und Ekelerregendes befindet. Dafür ist hier Peter Stormare zuständig. Das Größte aber ist, dass Spielberg eine menschliche Tragödie in diese Zukunftsvision eingebettet hat mit Frau (Kathryn Morris) und Sohn. Alles ist in gerade noch so viel Fach-Chinesisch verpackt, dass es Spannung abwirft. Natürlich mit viel supertechnischem Schnickschnack als Begleitung. Und als Erholung für Auge und Ohr erleben wir die reine Natur.
Die Grundidee ist einfach: Hellseher, sogenannte Pre-Cogs (eine davon eindrucksvoll gespielt von Samantha Morton) können Morde vorhersehen, und eine schnelle Eingreiftruppe kann sie dann verhindern. Eine Wahnsinnsidee! Man ahnt aber schon bald, dass an diesem System etwas faul sein muss. Dem geht Chief Anderton (Tom Cruise) aus persönlichen Gründen nach. Kontrahent Detective Witwer (Colin Farrell) bleibt auf der Strecke und auch der oberste Direktor (Max von Sydow) muss dran glauben.
Diese Utopie spielt in einem Grenzbereich, der der Frage nachgeht: Ist das System das absolut höchste Gut, dem sich der Mensch unterzuordnen hat? Gleichzeitig wird ein autoritäres System auf seine Fragwürdigkeit hin untersucht. Und natürlich lässt Spielberg nach all dem Grauen den Film als Märchen enden. Großartig!
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am 9. Januar 2016
Man kann ihn sich auch gut ansehen selbst wenn man kein Science-Fiction-Liebhaber ist. Da der Film im Jahre 2054 spielt, kommt es natürlich schon vor dass Autos auf senkrechten Straßen (quasi an der Wand) fahren, Menschen mit entsprechenden Antrieben im Rucksack fliegen können, Spinnenähnliche Geschöpfe Gebäude nach Menschen absuchen etc. Der Film ist meines Erachtens nach aber sehr gut gemacht und so stört mich dieser Science-Fiction-Anteil des Filmes überhaupt nicht obwohl mir dieses Genre sonst eigentlich nicht so zusagt.
Die Story selbst ist sehr interessant (zukünftige Morde werden vorhergesagt) und die Pre-Crime-Einrichtung setzt dann alles daran diese Morde zu verhindern in dem sie die zukünftigen Straftäter vor dem Mord festnehmen. Während des Film zeigen sich Stärken und Schwächen des Systems...
Etwas "eklig" finde ich immer die Stelle der "Augenoperation". Wobei hier die Kameraführung sehr human ist - es wird also nichts Schlimmes gezeigt, ich stelle es mir dummerweise nur immer vor. :-)
Super finde ich versteckte Wortwitze wie die "Brechstange" (bei der man sich dann tatsächlich übergeben muss) oder Sätze sinngemäß wie "...ich habe die Augen von meiner Mutter..." (weshalb er seine eigene Augen nach der OP mitnimmt). In diesem Genre hätte ich solche Witze nicht erwartet.
Alles in allem habe ich den Film nun schon 3-4 mal innerhalb der letzten Jahre angeschaut und fand ihn immer wieder top! Absolut sehenswert!
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am 15. April 2016
Gibt es den perfekten Film ? Ein gigantisches Werk, das uns den Boden wegzieht, uns eintauchen lässt in eine fremde Welt, der atemlos macht in der Brisanz der Themen, den kleinen und grossen Regieeinfällen , der perfekt durchkomponiert uns mit jeder Sekunde das Staunen beschert , berührt und begeistert sein lässt? Selbst im amerikanischen Blockbuster Film gibt es das und ganz oft über Jahrzehnte schon hinweg, heisst der Regisseur derartiger Kinomagie Steven Spielberg.
Dass Spielberg nach der unglaublichen Anzahl an denkwürdigen Filmproduktionen anfang der Jahrtausendwende niemandem mehr etwas beweisen musste , steht fest und trotzdem überraschte er aufs neue mit zwei überwältigenden Science Fiction Epen, die bis heute zum besten und vielschichtigsten gehören , was das Genre hervorbrachte. Der eine war das letzte Projekt des kurz vorher verstorbenen Stanley Kubrick , das Spielberg unter dem Titel " A.I- Artificial Intelligence" als traumhaftes SF- Epos auf die Leinwand brachte und 2002 folgte "Minority Report", die hochästhetische und dabei absolut beklemmende Zukunftsvision eines besonders perfiden , noch(!) futuristischen Überwachungsstaates, in der ein einzelner in die Mühlen des Justizapparates gerät und im Film hochbrisante Themen wie Ethik, menschliche Verantwortung , Selbstbestimmung , Freiheit versus totale Kontrolle behandelt werden.
Aus heutigem Blickwinkel, in einer Zeit ständigen Terrors, wo die Gefahr von Selbstmordanschlägen fast bei jeder grösseren Veranstaltung greifbar scheint , sind die in " Minority Report" aufgeworfenen Fragen um mehr Sicherheit bei gleichzeitiger Einschränkung der persönlichen Freiheit so aktuell wie nie zuvor. Was wäre, wenn ein unmittelbar bevorstehendes Verbrechen vorausgesehen und dann per Polizeieinsatz schon vor Ausführung verhindert werden könnte ?! Eine phantastische Wunschvorstellung, oder doch nicht ? Die Strassen und Orte einer grossen Stadt friedlich und harmonisch, weil jeder, der im Geiste mit der Ausführung einer Straftat spielt schon per Gedankenlesen vor der Tat dingfest gemacht wird und wie beruhigend, dass selbst ein Mord im Affekt vorausgesehen werden kann....

In " Minority Report" wird uns im Jahre 2054 eine ungewöhnliche Polizeisondereinheit vorgestellt , die darauf spezialisiert ist Morde zu verhindern und den potenziellen Verbrecher für immer aus dem Verkehr zu ziehen. Paralysiert in Glasrohren eingeschlossen fristen dann die verhinderten Straftäter im Tiefschlaf ihr Leben.
Wie kommt nun diese spezielle Organisation " Pre Crime" genannt, an die wichtigen Informationen zu einer bevorstehenden Tat ?
Vor Jahren wurde im Kampf gegen Drogenmissbrauch mit genetischem Erbmaterial experimentiert. Mehr durch Zufall kamen dabei drei aussergewöhnliche Individuen zur Welt. Zwei Männer und eine junge Frau , genannt die Pre-Cogs, die die Fähigkeit besitzen Morde vorauszusehen. Diese unfassbare Eigenschaft macht sich " Pre Crime" zunutze. Wie kleine lebensunfähige Säuglinge werden die drei Lebewesen aufwendig in einer Art Halbschlaf gehalten. Alle drei Pre-Cogs liegen in einem riesenhaften kuppelartigen Raum , vollkommen von der Aussenwelt isoliert in Wassertanks mit Nährflüssigkeit im Hauptquartier des Polizeiapparates. Durch ein aufwendiges Verfahren werden die Träume, Visionen und Vorraussagen dieser drei Lebewesen auf grossen durchsichtigen Bildschirmen sichtbar gemacht . In diesen mosaikhaften Bildern, direkt aus dem Mastermind der Lebewesen, wird ein zukünftiger Mord plastisch gezeigt . Die Polizeibeamten müssen nur noch , oft in grosser Schnelligkeit wie Dirigenten am Display agierend , diese Bildsegmente verschieben, analysieren, richtig zusammensetzen, um Zeit und Ort der Tat lokalisieren zu können. Die Identität von Opfer und Täter ist auch bekannt . In kleine Kugeln eingeritzt , nur gelenkt von der Gedankenübertragung der Lebewesen , ist dort für alle sichtbar der Name des ( zukünftigen) Mörders zu lesen.
Das klingt hier komplizierter als es ist, und Steven Spielberg verwendet auch die erste halbe Stunde in atemberaubender Weise darauf uns Zuschauern an einem konkreten Fall zu verdeutlichen, wie dieser Vorgang vonstatten geht.
Ein Geschäftsmann irgendwo in Washington verabschiedet sich von seiner Ehefrau , geht aus der Tür und beobachtet wie einige Minuten später seine bessere Hälfte einen jungen Liebhaber in das Haus lässt. Blind vor Zorn schleicht er sich in das Haus zurück und will gerade mit einer Schere Frau und Nebenbuhler erstechen, als durch die Fenster dutzende Polizeibeamte in das Domizil einfallen und den Mann noch vor der Tat verhaften. Die Pre-Cogs haben diesen Mord voraus gesehen. Auch er wird wie zahllose Gewalttäter , die eben nicht ihre Gewalt ausüben konnten, jedoch IM BEGRIFF waren ein Verbrechen zu begehen, für immer in der dafür vorgesehenen Kühlkammer narkotisiert und verbringt den Rest seines Lebens in einer Art Dauerkoma.
Das gesamte System funktioniert mit grossem Erfolg. Seit sechs Jahren wurde in Washington kein einziger Mord mehr begangen.

John Anderton ( Tom Cruise) ist jung, ehrgeizig und der erfolgreichste Polizist dieses Apparates. Niemand kann so schnell, wie er die Bilder und Visionen der Pre-Cogs am Bildschirm zusammensetzen , um dann den Täter zu schnappen. Spielberg lädt diese Bilder episch auf, wie in einer grossen Sinfonie. John Anderton, der mit weit schwingenden Armen die Bilderstürme nach links und rechts auf den Monitoren verschiebt, fokussiert, heranzoomt. Dazu klassische Musik auf der Tonspur. Man bedenke , dass im Film- Entstehungsjahr 2002 noch nicht einmal das Touchscreen Handy auf dem Markt war. In dieser wie in tausend weiteren Kleinigkeiten ist Spielberg hier mehr als prophetisch. Und vor allem inszeniert er in derart spektakulärer Ästhetik in Schnitt und Ton , das atemlose Hochspannung schon in den ersten zwanzig Minuten erzeugt wird.
Doch John Anderton hat auch eine dunkle Seite. Sein Leben ist seit dem Verschwinden seines kleinen Sohnes vor mehreren Jahren aus den Fugen.
Wurde dieser aus einem Schwimmbad gekidnappt, lebt er oder ist er tot ? Auch aus dieser traumatischen Erfahrung heraus , die ihn immer wieder des nachts illegale Rauschmittel , um dem Schmerz zu entkommen, konsumieren lässt , ist " Pre Crime" sein Lebensinhalt, damit niemals wieder Verbrechen, die soviel Leid verursachen , geschehen. " Nur ein Leben in Sicherheit garantiert auch ein Leben in Freiheit ", so sein Credo.
Tief berührend ist es, wenn Anderton des Nachts immer wieder holographische Aufnahmen seines Kindes in seinem Bungalow ansieht. Der Junge scheinbar zum Greifen nahe, doch nur ein technisch aufgezeichnetes Phantom.

Pre Crime, dieses Wunder der Verbrechensbekämpfung soll nun auf das ganze Land ausgedehnt werden. Um mögliche Fehler im System aufzudecken und zu eliminieren wird der etwas schmierige Federal Agent Danny Witwer von der Genralstaatsanwaltschaft geschickt, um das System zu überprüfen. " Ist es nicht so, dass sie hier Bürger lebenslang bestrafen, die eigentlich nichts getan haben ?" so sein Einwurf.
" Aber sie würden etwas tun" , entgegnet Anderton sofort und souverän verdeutlicht er Witwer auch gleich seine These. Eine Billardkugel, die droht aus einer Röhre auf den Boden zu kullern, würden wir auch vorzeitig mit der Hand stoppen. Warum? Weil sie sonst unweigerlich auf den Boden gefallen wäre. Doch lassen sich die Gesetze der Schwerkraft so leicht auf ein Verbrechen und vor allem auf die Komplexität des menschlichen Willens übertragen ?
Eine Frage , die für John Anderton bald über Leben und Tod entscheiden wird. Wie, wenn in einer Sekunde eine ganze Welt zusammenbricht ,starrt er auf eine neue Kugel, direkt aus den Bildern der Pre-Cogs entstanden. Den eingravierten Namen des zukünftigen Mörders kennt er.
Es ist sein eigener.
John Anderton, er selbst, wird in 72 Stunden einen grausamen Mord begehen an einem Mann, den er nicht kennt, an einem Ort an dem er noch nie war. Das System der totalen Überwachung richtet sich nun gegen ihn und ein Jäger wird zum Gejagten, verfolgt von den eigenen Leuten, ohne den Grund nur ansatzweise zu erahnen.
Ist es Manipulation um ihn aus dem Weg zu räumen, was ist mit angeblichen geheimen Minority Reports, Unterlagen die tatsächlich belegen, dass sich die Pre- Cogs in ihren Prophezeiungen auch irren können ?
Spielberg schickt Anderton und uns Zuschauer nun auf eine schweisstreibende Flucht und auf eine halsbrecherische Suche nach der Lösung vieler Rätsel, und wenn Sie, lieber Interessent sich aus dem Fernsehsessel wieder erheben, dann zittern die Beine, so unglaublich packend mit einer fulminanten Szene nach der anderen hat uns Spielberg nervenzerfetzenden Kinozauber geschenkt.

" Minority Report " ist phantastisch komponiert und reiht in allen stilistischen Facetten einen Superlativ an den nächsten. Natürlich steht die Warnung vor einer staatlichen Verhaltenskontrolle zur Verbrechensbekämpfung auch immer im Vordergrund , aber was Spielberg aus diesem Plot mit brillanter Raffinesse herausholt, lässt vor unseren Augen eine bis ins kleinste Detail durchdacht arrangierte Zukunftswelt erstehen, die bei Gott, nehmen wir einmal den etwas übernatürlichen Aspekt der Pre-cogs" heraus , nicht weit hergeholt ist.
Vom Augenscanner beim Einstieg in die U-Bahn bis zu individuellen Werbeslogans auf Tafeln , die direkt uns per Namen im Vorübergehen ansprechen . Technische Finessen , die sowohl Fluch und Segen beinhalten und von denen wir nicht weit entfernt sind.
Pre- Crime ist erschreckenderweise die allzu realistische Version einer neuen Form totalitärer Herrschaft , die jeglichen rechtsstaatlichen und menschenrechtlichen Fortschritt aushebelt und dafür sogar auch noch von der Bevölkerung beklatscht wird . Ein Grausen überkommt uns, wenn kleine mechanische Spinnentierchen aus Metall von der Organisation losgeschickt werden, um in jede Wohnung eines Mietshauses einzudringen, um die Iris der Bewohner zu scannen. In einer der spannendsten Szenen lässt sich der staatlich verfolgte John Anderton von einem Chirurg aus dem Untergrund neue Augäpfel operativ einsetzen, um nicht mehr von den Netzhautscannern an jeder Strassenecke identifiziert zu werden. Er darf die Verbände nach der Operation nicht vorzeitig lösen, aber vor der schmierigen verschlossenen Zimmertür des alten Mietshauses versammeln sich schon die ausgesandten Technikspinnen, um seine Iris zu scannen. Das sind Szenen , in denen selbst Hitchcock leichenblass, ob solchem Suspense werden würde.
Das unangenehme Gefühl beschleicht uns, hier ist viel weniger fabulierende Phantasie und mehr nahe Zukunft, als uns lieb sein kann. Wenn Autos mittlerweile auch vertikal, seitwärts und an Gebäuden herunterfahren können, was für grandiose Actionsequenzen genutzt wird, dann ist das ein fast kindlich staunend machender Gimmick. Wichtiger sind die unzähligen kleinen Verweise, die Spielberg einstreut , in denen in unserer nahen Zukunft grundlegende Prinzipien von rechtstaatlichen Garantien , von Schutz der Privatsphäre , vor allem der Unschuldsvermutung bis zum Beweis einer Straftat ad absurdum geführt werden und das, ohne dass die Bevölkerung hier Einspruch erhebt, geschweige denn einen Protest anmeldet.
In der Person von John Anderton wird das Dilemma , das entsteht , wennn staatliches Eingreifen individuelle Entscheidungsmöglichkeit verhindert, so komplex verdeutlicht, dass man nur über den Facettenreichtum von " Minority Report" staunen kann.
Um Spoiler zu vermeiden, sei nur gesagt, Anderton hat sich in all seinen Prinzipien getäuscht, und nichts ist, wie es scheint in diesem Wunderwerk der Filmkunst, das hinter jeder Überraschung noch eine weit perfidere, entlarvendere Wendung bereithält.

Nicht abwarten, bis der Verbrecher seine Absicht verwirklicht- das klingt so humanistisch, beruhigend und Beifall heraufbeschwörend, wie möglich.
Doch wie schnell sind wir dann bald selbst ein Verbrecher , nähmen wir als einziges Indiz unsere Gedanken, schuldig und auf der Anklagebank sitzend? Führt Sicherheitsdenken irgendwann in eine neue Form von- Zweck heiligt die Mittel- , moderne , uns doch das Leben so komfortabel gestaltende Technik und neue Sicherheitsstrukturen, die Perfektion suggerieren bald in die komplette Aushöhlung der Individualität , und wir alle unterwerfen uns freiwillig den neuen Götzen ?
" Du hast bis zuletzt die Wahl , welchen Weg du gehst " wird auf dem nervenzerrenden Höhepunkt von " Minority Report" eine der Pre- Cogs dem kommenden Mörder John Anderton zuflüstern. Und genau darum geht es. Wer irgendwann staatlich entmündigt nicht mehr die Wahl zur freien Entscheidung ob gut oder böse hat , wer Eigenverantwortung und Gewissensentscheidung an die herrschende Klasse abgeben darf und muss , andere Instanzen, Konzerne mit eigenen Interessen den Weg von vorneherein bestimmen, ist das die neue Diktatur .
Spielberg evoziert all diese Gedanken und Fragestellungen und noch unzählige mehr. Sein komplexer, dabei unfassbar spannender und spektakulärer " Minority Report" ist Orwells " 1984" ebenbürtig. Seine futuristische Sinfonie des Schreckens - eine Warnung vor dem gläsernen Menschen, die gerade im aktuellen Zeitgeschehen uns mehr als aufrütteln sollte.
Staat, System ,Ideologien, Fortschrittshörigkeit , fixe Prinzipien , all dies steht bei Spielberg auf dem Prüfstand. Wo bleibt der einzelne Mensch , der hier ins Räderwerk der Mächte gerät, wie es Kafka nicht eindringlicher hätte aufzeigen können ?
Spielberg lässt sein gigantisches Epos vordergründig versöhnlich enden, vielleicht wäre es sonst auch einen Deut zu grausam gewesen.
Der Finger in der Wunde bleibt jedoch und " Minority Report" ,der vor 14 Jahren das Licht der Leinwand erblickte, ist so unfassbar eindringlich, bestürzend, packend und überwältigend wie am ersten Tag.
Ein Geniestreich.
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am 23. Juli 2016
Erschreckend vorstellbare Technologien / Requisiten werden hier eingesetzt um das Thema Gewaltprävention sehr wirkungsvoll in Szene zu setzen. Die Handlung um die "Precogs" selbst und deren Visionen, wodurch Verbrechen schon im Vorfeld erkannt und verhindert werden können, sind doch weitaus fiktiver. Mit einer packenden, fesselnden Geschichte, optischer Brillianz, turbulenten Action-Szenen, vielen Höhen und Tiefen, einem grossartigen Spannungsaufbau und überraschenden Wendungen wird das Spielgeschehen in keiner Minute langweilig.
Trotz des rasanten Spieltempos, vermittelt der Film sogar hintergründig die Aussage, dass jedes, auch angeblich "perfekte" System manipulierbar und eine absolute Sicherheit lediglich eine Illusion ist.
Tom Cruise glänzt in der Rolle des Cop, der seine Reputation wiederherstellen muss. Auch Colin Farrell überzeugt als "Jäger".
Sehr beeindruckend und glaubwürdig war jedoch Samantha Morton in der Rolle des Precogs " Agatha".
Insgesamt eine sehr spannende, ideenreiche Inszenierung, die zweifellos Steven Spielbergs Handschrift trägt.
Allerdings habe ich ein paar seiner sonst so originell und witzig eingestreuten Elemente in den Dialogen doch ein wenig vermisst.
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