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am 29. Januar 2005
LEBEN, LIEBEN, LACHEN. Und eine Mitgliedschaft im Videoclub.-- So die Untertitelung dieses genialen, vielschichtigen Werkes von Terry Gilliam, in dem soviel Lebensweisheit steckt, dass es eine Freude ist. Der Film ist voller Symbolik, vieles erschließt sich erst bei mehrmaligem Ansehen...-zum Inhalt: Jack Lucas (hervorragend gespielt von Jeff Bridges) ist ein erfolgreicher Radiomoderator, seine Sendungen gestaltet er locker-flapsig und sehr zynisch. So sagt Lucas eines Tages während der Sendung unbedacht zu einem labilen Anrufer, er solle Schluß machen mit den Leuten, die ihn ablehnen und quälen. Gesagt, getan - der labile Anrufer schnappt sich ein Gewehr und erschießt die Besucher einer Yuppie-Bar. Dadurch ist nicht nur Jacks Karriere, sondern auch sein Leben ruiniert. Er ist völlig am Boden, die Schuld erdrückt ihn, als ihm ein seltsamer Penner das Leben rettet. Dieser Penner heißt Parry (genial gespielt von Robin Williams) und zwischen Parrys und Jacks Leben erschließt sich ein besonderer Zusammenhang. Mehr wird hier nicht verraten, nur soviel: der Film wirft die Schuldfrage auf und er zeigt z.B. warum jemand zum Penner und obdachlos werden kann. Zudem wird die Frage der Medienverantwortung angerissen und vieles vieles mehr. Der Film ist so vielschichtig, dass er wirklich unheimlich viele Lebensbereiche abdeckt und zurecht wurde dieses Werk 1991 Gewinner des Silbernen Löwen in Venedig und für 5 Oscars nominiert. Mercedes Ruehl gewann die begehrte Trophäe als beste Nebendarstellerin. Verdient hätte ihn hier jeder gehabt, Bridges und Williams spielen die Rollen ihres Lebens, der Film ist göttlich (nicht nur der Gral) und zeitlos! Ungewöhnlich, geistreich, rührend, fesselnd und komisch zugleich! Ein Fantasy-Erlebnis der Extraklasse! I like New York in June...how about you ? -- I like this film forever...one of my all-time-favourites!****
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am 7. September 2013
Über den Film ist schon viel geschrieben worden, meiner Meinung nach der beste von Terry Gilliam. Leider kursieren zur blu-ray auf einigen deutschen Rezensionsseiten negative Tests, die sich vor allem auf die Bildqualität beziehen. Daher möchte ich bemerken, dass die blu-ray den originalen Film hervorragend wiedergibt. Das Bild ist scharf und kontrastreich. Allerdings wird auch die Körnigkeit des Materials realistisch abgebildet. Hier wird nichts geglättet oder weggefiltert. Der Film sieht so aus wie damals im Kino. Dies ist in meinen Augen aber ein Vorteil. Sicher keine Referenz-blu-ray, aber richtig gut.
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am 27. September 2006
Ein Film der an die Nieren geht, der aber auch die Hoffnung auf ein Happy End beinhaltet. Robin Williams brilliert als traumatisierter Obdachloser Parry, dessen Leben durch den Mord an seiner Frau ausser Kontrolle geraten ist. Jeff Bridges, ebenfalls großartig, spielt den Radiomoderator Jack Lucas, der bedenkenlos und unüberlegt durch seine zynischen Kommentare das Unheil heraufbeschwört hat. Erst nach und nach erschließt sich dem Zuschauer der Zusammenhang zwischen diesen beiden und es entwickelt sich eine Geschichte voller Tragik und Komik. Neben den Hauptdarstellern sind auch die Nebenrollen perfekt besetzt: Mercedes Ruehl spielt die Lebensgefährtin von Lucas und mit Amanda Plummer bekommt der Film eine wunderschöne und rührende Liebesgeschichte obendrein.

Ein eher unspektakulärer Film, der einen jedoch in ein Wechselbad der Stimmungen taucht und auch lange nach dem Abspann nicht loslässt. Ein Film, der in jede Sammlung gehört!
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am 24. November 2011
(leichte Spoiler)

In diesem Gilliam geht es um den ehemaligen Radiomoderator Jack (Jeff Bridges) und den Obdachlosen Parry (Robin Williams), deren Leben auf ihnen zuerst unbekannte Weise miteinander verwoben sind. Jack ist ein egozentrischer Widerling, der sich von einer Freundin aushalten lässt, seit er seinen Job beim Radio verloren hat. Eines Tages trifft er auf der obdachlosen Parry, der ihm aus einer brenzligen Lage hilft und Jack in seine verquere Welt lässt und ihn bald als Freund betrachtet. Jack dagegen hält Parry anfangs lediglich für einen irren alten Kauz und will ihn so schnell wie möglich wieder los werden. Doch Parry besteht darauf, dass Jack ihm auf der Suche nach dem Heiligen Gral hilft, da er meint, dass er ihn nur mit Jacks Hilfe erlangen kann.
Natürlich ist die Suche mach dem Gral symbolisch gemeint und muss für Parry und Jack anders gedeutet werden. Parry ist auf der Suche nach dem Gral um die Gnade Gottes zu erlangen, was eigentlich für ihn bedeutet, endlich den Tod seiner Frau vergessen zu können bzw. nicht mehr von den Erinnerungen an ihren Tod heimgesucht zu werden.
In diesem Zusammenhang ist die Figur des roten Ritters auch von großer Bedeutung, der im Film immer wieder auftaucht und Parry heimsucht. Dabei vermischt Gilliam, wie es für ihn üblich ist, die Ebene der Realität mit der des Traums/der Halluzination, wobei hier die Grenzen nicht so sehr verwischen wie in den meisten seiner anderen Filme. Dieser Ritter treibt Parry buchstäblich in den Wahnsinn und hält ihn davon ab zu vergessen, was vorgefallen ist. Dabei ist der Ritter wohl der personifizierte Tod seiner Frau, eine Bildmetapher, was man aus dem Aussehen des Ritters schleißen kann. Er trägt nämlich ein sehr zerfranstes, rotes Gewand, das zu allen Seiten absteht. Damit gleicht er dem zerfetzten Hirn von Parrys Frau, das an der Wand des Restaurants klebte, in dem sie erschossen wurde. Noch bevor man allerdings den Ritter das erste Mal sieht oder um die tragische Geschichte Parrys weiß, sieht man in seinem Unterschlupf schon ein abstraktes Bild, das lediglich wie ein roter Farbklecks aussieht (vermischt mit grau-schwarz Tönen) der in alle Richtungen spritzt. Erst später wird einem klar, was Parry da gemalt haben könnte.
Sowieso sollte man, wie eigentlich bei allen Gilliam-Filmen, mal darauf achten, was im Hintergrund zu sehen ist. Zum Beispiel hängt in der Videothek, in der Jack nun notgedrungen arbeitet, ein Plakat von Brazil", einem anderen Film Gilliams. Zudem finden sich in Parrys Unterschlupf die altbekannten, symbolischen Rohre, die Gilliam in jedem seiner Filme unterbringt, was in diesem Fall viel über Parrys Psyche aussagt, z.B. dass er eben mit einer schrecklichen Erinnerung leben muss die er nicht verdrängen kann, nicht einfach das Klo runterspülen, wie andere Menschen all das Zeug, welches sie nicht mehr sehen wollen. Durch die Rohre in seiner Behausung bleibt es für ihn immer gegenwärtig.
Es geht sowohl für Parry als auch für Jack um die Suche nach sich selbst. In diesem Zusammenhang ist vor allem die Pinocchio-Figur, die Parry mit sich herumträgt, symbolträchtig. Wobei es im Falle von Jack eher um die Suche nach Menschlichkeit geht, die von Jacks Gefühlskälte und Egoismus überlagert wird und alles Gute in ihm begräbt. So ist es auch nicht verwunderlich, dass wir Jack in einer der ersten Szenen in seinem Aufnahmeraum von oben gefilmt sehen. Der Raum ist dunkel (vielleicht so wie seine Seele), und die Schatten die das wenige Licht wirft, gleichen Gitterstäben, die Jacks Gefangenheit deutlich machen.
Möchte man den Film in seiner Gänze verstehen und deuten, so sollte man sich vorher möglicherweise mit der Gralsgeschichte um den Ritter Percival vertraut machen, da natürlich der Plot darauf aufbaut und es sehr viele Verweise auf die Sage gibt, die ich hier nicht weiter ausführen möchte (aber man beachte allein schon die Ähnlichkeit der Namen Parry - Percival).
Aber auch ohne den Hintergrund dieser Geschichte lässt sich der Film in seinen Grundaussagen verstehen und genießen. Man wird, wie bei Gilliam wohl immer der Fall, nicht müde zuzuschauen und zu beobachten, womit der Film sich nahtlos in die anderen Werke Gilliams einreiht, auch wenn er bei weitem nicht so abstrakt und surreal ist wie beispielsweise Brazil". Damit könnte er nicht nur für Gilliam-Fans eine gute Wahl sein, sondern auch für den gemeinen" Filmliebhaber, der sich eben nicht vom Film oder Regisseur verkohlt" vorkommen möchte, aufgrund der Undurchsichtigkeit der Realitätsebenen, die es bei Gilliam sonst so häufig gibt.
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am 16. Februar 2012
König der Fischer ist und bleibt ein Film der einfach nur verzaubert. Nur wenige Filme sind so verrückt und irre und gleichzeitig so real. So sensibel und gleichzeitig zynisch. So tragisch und gleichzeitig urkomisch. So modern und gleichzeitig märchenhaft. So romantisch und gleichzeitig hoffnungslos. Es ist schlicht und ergreifend das Meisterwerk der 90er Jahre !

Kurz zum Inhalt. Jack Lucas (Jeff Bridges), ein Zyniker wie er Buche steht, gibt in seiner Radio Show seinen Zuhörern und Anrufern allabendlich die volle Breitseite und hat damit so einen Erfolg, das er sogar kurz vor seiner eigenen TV-Show steht.
Eines Abends gibt er einem deprimierten Anrufer den folgenschweren Rat, seine Probleme mit einem Amoklauf zu lösen. Gesagt, Getan''

Mehr zu verraten wäre eine Sünde. Die Story ist so komplex und voller interessanter Figuren und aberwitzigen Szenen das jede Sekunde ein Highlight ist.

Terry Gilliam schuf ein Werk, das mich immer wieder aufs Neue begeistert. Sei es die Szene im New Yorker Central Station, wo alle wie von Geisterhand anfangen zu Tanzen (Magisch !!), die Cabareteinlage im Großraumbüro (Skurril !!), der Raub des heiligen Grals (Grotesk !!) oder nackt im Central-Park (Aberwitzig !!). All diese widersprüchlichen Szenen (und viele mehr)vereint Gilliam zu einem wunderbaren Kaleidoskop von Bildern, Emotionen und einem Hauch von Gesellschaftskritik.

Doch die legendäre Bildsprache Gilliams wäre nichts ohne die ohne Ausnahme herausragenden Darsteller. An erster Stelle natürlich Jeff Bridges, einer der besten Schauspieler unserer Zeit. Zu Beginn zynisch und selbstgefällig schafft er die Wandlung über einen versoffenen Loser zu einem Romantiker mit Schuldgefühlen und Selbstzweifel mit Bravour. Eine Performance, die zwei Oscars verdient hätte!! Dann natürlich Robin Williams, der so perfekt für seine Rolle ist, das sie kein anderer hätte spielen können. Genial, tragisch und herrlich durchgeknallt,ohne, wie in seinen späteren Werken leider öfters geschehen, zu übertreiben. Dies wurde mit einem Golden-Globe belohnt. Mercedes Ruehl schafft es, aus ihrer eigentlichen Rolle als Stichwortgeberin eine tragende Figur zu entwickeln, ohne die der Film wohl nicht so funktionieren würde. Einfach großartig und zurecht mit dem Oscar als beste Nebendarstellerin gewürdigt. Auch Amanda Plummer und Michael Jeter liefern hier ihre wohl beste Leistung aller Zeiten ab!

König der Fischer ist eine Parabel über Schuld und Sühne, um Vergebung und dem Schicksal, zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein, oder das Falsche zu einer "falschen" Person zu sagen. Er lebt von seinen Gegensätzen und ist so außergewöhnlich , das einfach nur der Gedanke daran,das es diesen Film überhaupt gibt ,eine reine Freude ist! Und welcher Film kann das schon von sich behaupten?
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am 6. Oktober 2012
Kannte den Film nicht, bis ich zufällig wo las, dass der gut sein soll.
Zuerst kommt er ziemlich strange rüber, aber nach kurzer Zeit ist man total in diese Welt eingetaucht! Sehenswert bis zur letzten Minute - aber Achtung: ist keiner dieser lustigen Filme von R.W., auch wenn man sich das zuerst denkt.
Toller, tiefgründiger Film - absolut empfehlenswert!
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am 4. Februar 2013
Ein sehr empfehlenswerter, tief bewegender Film, der deutlich macht, welche Konsequenzen bewusste oder unbewusste Handlungen von uns Menschen für Folgen haben können.
Je tiefer man in dieses Gedankengut eintaucht, umso klarer wird es, dass ALLE unserer Taten oder Gedanken Folgen nach sich ziehen, über deren Ausmaß wir uns normalerweise keinerlei Gedanken machen. Das geistige Prinzip von Ursache und Wirkung wird hier auf eine sehr drastisch Weise deutlich gemacht.
Bis zu dem Moment, wo wir mit unseren eigenen tiefsten Tiefen, unseren Schattenseiten, konfrontiert werden und erkennen, dass nur eine "heilige" Handlung dem ein Ende setzen kann und wir so die Wahrheit hinter den Schleiern erkennen. Ab dem Moment, wo wir unser wahres Selbst entdecken und über unsere vermeintliche eingeschränkte Identität hinauswachsen, ist jede Handlung bewusst und heilsam. Für uns selbst, für alle Wesenheiten in diesem Universum und darüber hinaus.
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am 15. Februar 2012
Wenn man heute von jemandes Erfolg spricht, denkt man oft in erster Linie an die so genannte Karriere. Geld, Macht und Ruhm scheinen für viele die wichtigsten Ziele zu sein, doch wer darüber seine Menschlichkeit vergisst, kommt dem ersrtrebten Glück dennoch nicht näher. Kaum ein Film hat das eindrücklicher zum Ausdruck gebracht als "König der Fischer", wo ein Radiomoderator vom unbekümmerten Superstardasein in die totale Bedeutungslosigkeit und Depression stürzt und sich selber nur retten kann, indem er einen anderen Menschen rettet, den er durch seine Fehler in den Ruin getrieben hat. Trotzdem ist der Film alles andere als ein trockenes moralisches Lehrstück, sondern sprüht nur so von originellen Humor. Kein Wunder, wo hier doch Terry Gilliam (vormals Monty Pythons) für die Regie verantwortlich ist, dessen Talent für das Fantastisch-Skurille schon viele unvergessliche Filme hervorgebracht hat (12 Monkeys, Brazil etc.). Durch den genialen Einfall, die Artus-Mythologie in diese sonst so moderne Geschichte einzuarbeiten, bekommt der Film eine märchenhafte Qualität und macht deutlich, dass man auch heutzutage noch gut daran tut, sich auf die Suche nach dem heiligen Gral zu begeben.

Jeff Bridges (der offensichtlich eine Vorliebe für heruntergekommen Charaktere hat - siehe "Crazy Heart" oder "Big Lebowski") spielt den mit zynischen Sprüchen um sich werfenden Radiostar Jack Lucas. Dieser steht kurz davor endlich seine ersehnte, eigene TV-Show zu bekommen, als ein psychisch verwirrter Anrufer seine herzlosen Ratschläge zu ernst nimmt und in einem hippen Innenstadt Club mit einer Schrottflinte ein Massaker anrichtet. Nun steht Jack vor den Trümmern seiner Karriere und versucht trotz der rührenden Fürsorge seiner Freundin Anne (Mercedes Ruehl, die für ihre Leistung einen Oscar gewann) seine Schuldgefühle mit Alkohol zu ertränken. Doch als er eines Tages im betrunkenen Zustand von zwei Halbstarken angegriffen wird, kommt ihm überraschend der wie ein Sandler gekleidete Parry zur Hilfe, der sich selber als Ritter ausgibt, der auf der Suche nach dem heiligen Gral ist. Jack hält Parry zunächst einfach für einen Spinner, doch als er erfährt, dass dieser einst ein erfolgreicher Literaturprofessor war und erst durch den Tod seiner Frau bei eben jenem Massaker, das Jack indirekt durch seine Sprüche ausgelöst hat, in eine tiefe psychische Krise gestürzt ist, beginnt er sich um den ungewöhnlichen Menschen zu kümmern. Er verbringt Zeit mit ihm und den anderen Sandlern in New York und lernt so die Welt aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Schließlich hilft er Parry dabei, die Frau seiner Träume zu erobern, doch dann geraten die Dinge aus den Fugen und die Suche nach dem heiligen Gral wird dringlicher denn je...

Terry Gilliam hat zweiellos mit dem bestens für besonders exzentrische Rollen geeigneten Robin Williams einen absoluten Glücksgriff für diesen Film getan. Der so erfrischende Charme, den Williams in der Figur des Parry zu entfalten vermag, macht diesen sonst so ernsten Film auch zu einem Loblied auf die reine Lebensfreude. Losgelöst von den Zwängen des normalen Lebens, lebt Parry mit seinen obdachlosen Freunden ein Leben jenseits aller einengenden Konventionen und genießt es aus vollem Herzen in den Tag hineinzuträumen und nachts nackt im Central Park zu liegen. Inspiriert von Parcival, dem heiligen Unschuldigen im mittelalterlichen Artusmythos, stellt Parry die komplette Antithese zu dem abgebrühten und desillusionierten Jack dar, der in seiner verbitterten Sicht auf die Welt alles einfach nur schlecht findet. Doch gerade weil Parry ein so emotionaler Mensch ist, kann er den Tod seiner Frau nur so schwer überwinden und braucht dazu die Hilfe von Jack. Dieser lernt dafür im Gegenzug die einfachen Dinge des Lebens wieder zu genießen, an das Gute zu glauben und nicht nur auf Ruhm und Reichtum versessen zu sein.

"König der Fischer" gelingt es auf einzigartige Weise aktuelle soziale Probleme wie Armut und Depression mit den zauberhaften Strukturen des Märchens zu verbinden. Wenn der Film am Ende sogar auf ein Happy End zusteuert, mag das vielleicht als etwas zu verklärende Sicht auf so ernste Themen erscheinen. Aber "König der Fischer" ist insofern immun gegen diese Kritik, als die Botschaft des Films gerade die ist, das man das Leben nicht zu ernst nehmen darf , sondern die Sorgen durch Fantasie und Hoffnung ins Positive wenden soll. Die Grundeinstellung mit der man den Dingen begegnet, kann zum positiven verändert werden und die graue Welt einen magischen Glanz zurückbekommen. Und in diesem Sinne darf man sich aus ganzen Herzen über dieses bewegende Großstadtmärchen von Terry Gilliam freuen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 24. August 2006
Über die DVD braucht man nicht viele Worte verlieren, Standard eben - aber der Film:

wenige Filme gingen mir so ans Herz wie dieser: am ehesten liesse sich der Film als mystische Tragikkomödie zusammenfassen - aber alleine die Darstellung von Williams und Bridges ist ein Kauf wert. Zudem spielt Mercedes Ruehl die desillusionierte Freundin überaus überzeugend, und das "love interest" von Parry, einfach herrlich.

Auf ein wenig irren Humor und ein Hang zur Romatik sollte man gefasst sein - dann ist der Film einfach unbeschreiblich gut!
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am 9. April 2013
Gilliam kennt man ja aus Monty Python Zeiten. Seine skurilen, teils opulenten Inszenierungen sind legendär. In diesem Film bringt er diese Attribute zur Hochblüte! Williams spielt sich wieder einmal selbst, aber das muss ihm auch erst einmal einer nachmachen. Bridges habe ich durch diesen Film kennen gelernt und ich wurde zum Fan.
Die Altersempfehlung würde ich unbedingt ernst nehmen, allen die diese Bedingung erfüllen und an Schauspiel als solchem interessiert sind und die Action dann mögen, wenn es der Geschichte dient, nicht umgekehrt sei dieser Film wärmstens ans Herz gelegt.
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