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Kundenrezensionen

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am 5. Mai 2005
Also als erstes: Auch ich will haertere CDs von Limp Bizkit Wie die Vorgaenger es waren. Es ist auch richtig das das Wes der Band bei diesem Album fehlt und man das merkt.
Trotzdem ist es ein musikalisch sehr gutes Album auch wenn viele alte LB Fans anderer Meinung sind!
Das Album startet so wie wir LB kennen - mit NuMetal bei "Re-Entry", "Eat you alive" und "Gimme the mic" doch dann wird das Album anders als seine Vorgaenger. Es sind ueberwiegend depressive, duestere Rockballaden. Ein Highlight ist hierbei ganz klar "Build a bridge" und mir gefÀllt auch das umstrittene "Behind Blue Eyes" sehr gut! Mit "Red Light- Green Light" feat. Snoop Dogg befindet sich wie bei den Vorgaengern ein obligatorischer HipHop Track der das Album auflockert und Clubqualitaet besitzt. Gegen Ende des Albums kommt mit "Head For The Barricade" noch einaml ein harter Song daher.
Das Album ist musikalisch einwandfrei und nur so stark kritisiert, da die Fans Angst hatten ihre MetalBand Limp Bizkit zu verlieren, doch wir wissen heute nach der Rueckkehr von Wes Borland und dem Erscheinen von "The unquestionable Truth Part1",dass Limp Bizkit nur einmalig ruhig geworden sind. Freunde von hartem Metal sollten dem Album eine Chance geben, allen anderen Rock und Musikfans rate ich nur:
Kaufen!
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am 29. Oktober 2003
Ist "Results may vary" eine typische Limp Bizkit Platte? Auf keinen Fall! Denn die Töne, die Fred hier anstimmt, setzen sich von den anderen Alben ab.
Von den Vorgängerlaben ist man eher gewohnt, eine Platte zu kaufen, auf der zum größten Teil harte und rockige Stücke, als "Balladen" zu finden sind. Hier hat sich das Verhältnis geändert.
Ich bin selbst Limp Fan seit „Significant other" und deshalb war ich auch etwas überrascht, als ich das Album das erste Mal durchhörte. Ich erwartete viele schnelle, harte Titel wie auf den Vorgängeralben, doch das Ergebnis viel anders aus:
Der Teil der Songs, die eher ruhig und nachdenklich sind, hat stark zugenommen. „Results may vary" steht im starken Kontrast zu „Chocolate starfish and the hot dog flavoured water",
auf dem fast nur schnelle, harte Tracks drauf waren.
Deswegen ist der Titel „Resultate können variieren" auch gut gewählt; er bezieht sich auf die Resultate beim Zuhören. Denn einigen Hörern könnte diese Seite von Limp Bizkit missfallen, aber anderen wieder besser gefallen. Limp Fans werden sicherlich positiv überrascht sein, denn das, was Fred auf dieses Album gepackt hat ist zwar nicht mehr ganz so hart, hat aber eine sehr gute Qualität. Ich persönlich hätte nicht gedacht, dass Fred so gut singen kann, wie er es z.B. in „Behind blue eyes" beweist.
Harter Rock und die ruhigen Titel halten sich im Gesamtbild fast die Waage, wobei die ruhigen Songs ein kleines wenig überwiegen. (Liegt das an der „Britney- Phase"???)
Der einzige Titel, der aus dem Gefüge herausfällt, ist „Red light - green light". Er reiht sich in die Serie von „Getcha groove on" sowie „N 2 gether now" und profitiert durch die Unterstützung von Snoop Dogg.
Fazit: Das neue Limp Bizkit Album hat eine andere Wellenlänge als die Älteren. Aber das interessante ist, dass man hier eine (positive) Weiterentwicklung der Band beobachten kann. Rock Fans sollten auf jeden Fall zugreifen!!!
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am 30. Oktober 2003
Limp Bizkit sind dabei erwachsen zu werden ;-)
Zunächst klingt "Results May Vary" ungewöhnlich ruhig & nachdenklich für die 5 Jungs. Die Songs sind meist ruhig & melodisch, mit sehr guten Texten von Fred.
Das dies alles nicht mehr die "Power" von "Chocolat Starfish" hat, dürfte viele abschrecken, was jedoch nicht unbedingt negativ ist. Da die dritte LP imo Limp fast zum völligen Kommerz werden lies und kleine Kinder die Straße entlang hüpften und "Keep rulin, rulin...." sangen, kann ich nicht sagen, dass mich dieser Schritt weg vom totalen Mainstream stört.
Die ersten drei Nummern rocken noch so richtig, danach wird's sehr ruhig, viele Balladen, vielleicht etwas zu viele. Zum Schluss gibt's dann mit "Behind blue eyes" noch einen absoluten Oberhammer. Eine der schönsten Balladen evermade, wie ich finde.
Alles in allem ist "Results may Vary" kein typisches LB-Album. Viele ruhige, nachdenkliche Lieder, alle sehr melodisch und professionell. Toll gespielte Instrumente, ein immer besser werdender Sänger.....das alles macht die LP zu einem Highlight, allerdings nicht für die Nu-Metal-Kommerz-Mitläufer.
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am 10. März 2004
Mit ihrem letzten Album "Results May Vary" spalten Limp Bizkit die Nation in zwei Lager: da sind erstens die maßlos enttäuschten Bizkit Fans der ersten Stunde, deren Meßlatte wohl immer noch hauptsächlich bei "Significant Other" liegen müßte und zweitens die Rock/Pop-Radiohörer, die durch die Hitsingle "Behind Blue Eyes" auf die Band aufmerksam geworden sind. Die nachfolgenden Ausführungen richten sich separat an beide Parteien, denn dieses Album bedarf einer eher differenzierten Betrachtung.
Significant Other Fans zuerst, da ich selbst zu diesem Lager gehöre:
Es bleibt nur ein Fazit: maßlose Enttäuschung. Wo bitte sind die in der Amazon-Rezension versprochenen ultrafetten Grooves? Wo bleiben die breitwandigen Gitarrenriffs? Hip-Hop/Crossover-Metal? Mit der guten alten Vergangenheit hat dieser Silbling wirklich nichts mehr zu tun. Ich persönlich habe den Eindruck, Fred Durst hat sich entweder durch seine angeblichen diversen Liebschaften mit allerlei Popsternchen beeinflussen lassen oder durch seine Arbeit als Produzent ein bißchen zu viel von seinen Schützlingen abgeschaut. "Creamer" hätte in der Form ebenso von Puddle of Mudd stammen können, "Down Another Day" vielleicht von Staind (wobei Mr. Durst an den charismatischen Gesang deren Frontmanns auch mit dem Einsatz von Harmonizern nicht herankommt). Der gute alte Voll-auf-die-Zwölf-Gitarrensound hat sich mit dem Abgang Bolands ebenfalls aus der Band verabschiedet; zurück bleibt bis auf ein paar mehr oder weniger rühmliche Ausnahmen lediglich ein seichtes Geklampfe. Aber sind wir doch einmal ehrlich zu uns selbst: daß Fred Durst seinem Namen früher oder später alle Ehre machen würde, indem es ihm nach mehr Popularität dürstete, die er lediglich über einen Ausverkauf der Band ans Popradio realisieren konnte, war eigentlich klar. Daher gerade noch 2 Sterne aus dem Metal Lager.
Jetzt die Rezension für die Pop-Radiohörer:
Ich kenne das Gefühl: irgendwo hört man ein Lied, das von einer Band stammt, mit deren Stilrichtung man eigentlich nichts anfangen kann. Dann kommt immer die große Frage - lohnt sich der Kauf der gesamten CD? Das vorliegende Werk kann ich (von wenigen Ausnahmen abgesehen) auch dem regelmäßigen Rock/Pop Radiohörer empfehlen. Sicher, da gibt es Lieder der etwas härteren Gangart wie der eigentliche Opener "Eat You Alive" oder "Head for the Barricade". Auch verleugnen Limp Bizkit ihre Hip Hop Einflüsse nicht gänzlich, so taucht hier und da schon einmal der berüchtigte Sprechgesang auf. Alles in allem sind derartige Ausrutscher aber zu vernachlässigen, bietet die Platte doch insgesamt 16 Songs, von denen 10 in der ruhigeren Ecke anzusiedeln und durchaus pop-kompatibel sind. Obwohl diese Platte mit dem modernen Heavy Metal oder dem Hip Hop der Marke Eminem so überhaupt nichts mehr zu tun hat, eignet sich das vorliegende Album hervorragend für alle Pop Fans, die ihren Horizont ein wenig erweitern möchten. Und mal ganz ehrlich: "Behind Blue Eyes" gefällt sogar mir wirklich gut. Daher 4,5 Sterne aus dem Pop Lager.
Zusammengefaßt muß ich den Freunden der Vorgängeralben vom Kauf dieser Scheibe abraten, dazu ist das Album einfach viel zu angepaßt. Allen Freunden von Bands wie Coldplay oder Raemonn sei Results May Vary aber wärmstens ans Herz gelegt. Daher insgesamt neutrale Bewertung.
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am 23. September 2003
Als ich auf ihrer Homepage von einem neuem Album las, war ich sehr gespannt wie sich der Wechsel des Gitarristen auf die neuen Songs auswirken würde.
Das Album "results may vary" (trifft auf Rezensionen wohl auch zu) umfasst 16 sehr unterschiedliche Titel. Darunter befinden sich ungewöhnlich viele Songs in denen Fred Durst singt (zumindest versucht er es - hört sich nicht immer schlecht an). Es gibt allerdings auch die altbekannten mehr oder weniger harten Rap-Metall-Songs. Man könnte sagen, dass zumindest eine Weiterentwicklung stattgefunden hat. Und damit ist nicht nur eine Produktions- und Aufnahmeentwicklung gemeint, sondern vor allem eine musikalische. Übrigens ist diesmal wieder ein Rapper gefeatured worden, Snoop Dogg.
Ich gebe dem Album vier Sterne weil ich der Meinung bin, dass es ein gelungenes Werk ist (sehr abwechslungsreich) und nach dem Weggang von Wes Borland ein Beweis für den Zusammenhalt der Band ist. Das neue Mitglied hat sich meiner Meinung nach gut eingefügt in den typischen Limp Bizkit-Sound; aber darüber hinaus vielleicht sogar ein paar Impulse gesetzt sich zu verändern.
Selbstverständlich ist das Album nicht das Beste was es an musikalischen Werken gibt und ich bin der Auffassung, dass ein Album fünf Sterne nur verdient, wenn es ein Meisterwerk ist (und das ist dieses nicht). Wer schon lange Bizkit-Fan ist wird sicherlich auf seine Kosten kommen, auch wenn viele möglicherweise mit dem Gesang und den teilweise sehr ruhigen Songs nichts anfangen können.
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am 19. September 2003
das neue limpbizkit album results may vary ist eingetroffen und da die band ja polarisiert wie kaum eine andere, kann ich mir vorstellen, daß es vielleicht einige menschen gibt, die sich über das neue album auslassen werden - mal abgesehen von denjenigen, die sich kategorisch weigern, die neue platte anzuhören. ich kann euch raten... testet die scheibe mal an!
mein musikgeschmack hat sich mal abgesehen von ein paar ausnahmen in den letzten monaten ein wenig von der nu-metal schiene und dem ganzen dazugehörigen mist verabschiedet, aber ich muß sagen, daß mir die neue scheibe der "schlaffen kekse" sogar einigermaßen gefällt! und wenn ich sage "einigermaßen", dann heißt das wahrscheinlich eher "gut", denn ich hatte nicht die geringsten erwartungen an die platte!
es wurde schon seit geraumer zeit in einigen foren und artikeln viel schlechtes und abwertendes über die band geschrieben und ich hab mich daran meist nicht beteiligt, weil ich die significant other und vor allem die erste scheibe three dollar bill y'all echt klasse fand. ok, die chocolate starfish... war eher enttäuschend, weil es nur auf den kommerziellen erfolg gemünzt war und das noch nicht mal so funktioniert hat, wie es sich die band bzw. das management vorgestellt hat. bei dem album haben sie doch für fast jeden song ein video gedreht und ihn als single auf den markt geworfen und kein song war ein top ten-hit!
results may vary hat immer noch den typischen aufbau einer limpbizkit platte... intro - rocken - soft - hiphop - rocken - soft ...in der reihenfolge! nur sind die übergänge diesmal fließender, besser durchdacht, die songs passen besser zusammen und nach mittlerweile 3-maligem durchlauf gefallen mir die meisten ganz gut! sie sind insgesamt ruhiger (z.b. underneath the gun, down another day) und ausbalancierter (z.b. build a bridge, let me down und die hit-single eat you alive) als auf den vorgängern. es steckt mehr gefühl in den meisten stücken und diesmal nehme ich der band auch die emotionen ab, die sie in den songs rüberbringen wollen (hier empfehle ich besonders das letzte stück drown und das gelungene the who-cover behind blue eyes). die harten momente auf dem album (z.b. gimme the mic, head for the barricade und phenomenon) gefallen mir noch nicht so gut, wie auf der significant other und die three dollar bill y'all ist in diesem zusammenhang sowieso unerreicht! der hiphop-track (red light green light) ist wieder unter mithilfe eines us-hiphoppers entstanden, diesmal hat snopp doggy dog seine hand angelegt und herausgekommen ist meiner meinung nach der beste hiphop-song, wenn man ihn mit den betreffenden songs der vorgängeralben vergleicht!
limpbizkit machen mir im endeffekt einfach spaß und vor allem auf der bühne wird die band die qualität der neuen songs auf den punkt bringen, denn limpbizkit sind eine fantastische live-band!
alles in allem ist results may vary ein relativ gutes album, was ich so nicht erwartet habe, was aber die vielen kritiker auch wieder nicht befriedigen wird oder dann genauso erwartet haben wollen, ob das nun stimmt oder nicht! es ist anders als seine vorgänger und bestätigt den fan in dem glauben, daß sich sogar limpbizkit weiterentwickeln können - und das nicht zum schlechten!
der titel des albums ist definitiv gut gewählt, denn auf den amerikanischen medikamenten packungen steht results may vary als hinweis dafür, daß das betreffende medikament bei jedem patient eine andere wirkung erzielen könnte und das schafft die band mit diesem album mit sicherheit, denn an limpbizkit kommt eigentlich kaum jemand vorbei, ob es einem gefällt oder nicht!
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am 21. September 2003
Endlich ist das neue Album von Limp Bizkit da: RETS MAY VARY!
Wenn ich ehrlich bin, bin ich bis jetzt etwas enttäuscht. Das Album kann leider nicht ganz mit den Hammeralben "Significant Other" und "Chocolate Starfish and the Hotdog flavoured water" mithalten. Ob dies am fehlen von Wes Boland liegt mag wohl niemand zu beantworten wagen. Ich denke jedoch, dass sich meine Meinung noch etwas zum Positiveren ändert, wenn ich das Album ein paar mal gehört habe. Alles in Allem sind die Stücke zum größten Teil ruhiger und nicht so Powervoll wie in den letzten Alben. Für einen Limp Bizkit Fan ist dieses Album trotzdem ein Muss. Aber auch Fans ähnlicher Bands und Musikrichtungen können sich dieses Album ohne Probleme anhören.
Zum Schluss möchte ich nur noch eines sagen: Jeder hat seinen eigenen Geschmack, also holt euch das Album und hört selber rein. Nur so gibt es eine Chance auf noch mehr Alben dieser Ausnahmeband. Ich wünsch euch viel Spaß damit. MFG, Burning Devil.
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am 9. Oktober 2004
Es hat sich einiges bei den weichen Keksen seit dem letzten „richtigen" Album „Chocolate Starfish And The Hot Dog Flavored Water" geändert. Gitarrero Borland stieg Ende 2001 - kurz vor der Veröffentlichung des grottenschlechten Remix-Scheibchens „New Old Songs" - aus, was zur Folge hatte, dass die Band viele Fans verlor und nun den (zumindest äußerlich) außergewöhnlichen Wes zu ersetzen hatte. Man startete eine Anhörungstour um den Gitarristen unter den eigenen Fans zu finden, was aber kläglich fehlschlug. Man hörte Gerüchte wonach Dino Cazares (Ex-Fear Factory) zu Limp Bizkit kommen sollte.
Vorerst jedoch nahm Fred Durst höchst selbt die Klampfe in die Hand. Natürlich war dies nicht von Erfolg gekrönt und so mussten verschiedene Gitarrentechniker ran.
Dann wurden Infos laut, nach denen einige Gitarrenparts von Al Jourgensen (Ministry), Page Hamilton (Helmet), Rivers Cuomo (Weezer) und Head (KoRn) beigesteuert werden sollten. Als Produzent stand zu dem Zeitpunkt angeblich Rick Rubin fest. Die neue LP sollte zuerst „Less Is More", dann „Bipolar" und dann doch wieder anders heißen. Die zahlreichen weiteren Umbennungen wurden zum Running Gag, den wohl niemand außer Rotkäppchen Durst selber lustig fand. Ebenso komisch fand er es auch das Veröffentlichungsdatum immer wieder zu ändern. So war das erste Mal von April 2003 die Rede...ein richtiger Clown eben, der Herr Durst. Ende März 2003 fand man dann endlich (vielleicht auch notgedrungen) einen neuen Gitarristen: Mike Smith (früher bei Snot und theSTART). Mit ihm und Head (KoRn) performte man nach langer Abstinenz das erste Mal ohne Wes wieder live bei Wrestlemania den Song „Crack Addict" (überflüssig zu erwähnen, dass dieser Song natürlich ebenso wenig auf der Scheibe landete). Irgendwann kam man auch auf die tolle Idee sich von nun an „limpbizkit" zu schreiben. Sei es wie es sei, im Vorfeld ließ Durst verlauten das neue Doppel-Album würde „sehr heavy" werden, mehr Richtung des ersten Albums gehen, vergleichbar mit PanterAs „Cowboys From Hell". Und dann war doch noch die Affäre zwischen Durst und Spears, aber kommen wir nun endlich zum nun vorliegenden neuen Album und überprüfen wir, was aus Freds vollmundigen Versprechungen geworden ist.
Nun, dass Wes Borland ausgestiegen ist, fällt einem gleich beim Blick auf das potthäßliche Cover auf. Man fragt sich, ob man nicht versehentlich das Solo-Album vom Frontmann in den Händen hält, aber nun da Durst Alleinherrscher ist, weht ein anderer Wind.
„Listen once daily - may cause emotional reaction" - So steht es im Inneren der CD. Aufgrund des hochgradig einfallsreichen Titels „Results May Vary" hat man das Artwork im Stil eines Medikaments gehalten, dass verschiedene Reaktionen und Nebenwirkungen bewirken kann. Nun denn.
Los geht das Album mit einem zweigeteilten Intro namens „Re-Entry": Zuerst gibt's Zirkus- oder Jahrmarktsatmosphäre, in der limpbizkit angekündigt werden, dann rockt die Platte gleich gut los und Durst dünne Stimme singt ausschließlich.
Im Folgenden wird deutlich, dass es wieder ein sehr gegensätzliches Werk geworden ist. Zum einen sind da die Rap-Rock/Crossover/New Metal-Songs wie „Eat You Alive", „Gimme The Mic" oder „Phenomenon", die aber allesamt nicht an altes Niveau anknüpfen können und irgendwie nicht zünden wollen. Auch die Tatsache, dass man sich für „Head For The Barricade" bei Crazy Town (die m.E. nach längst nicht so schlecht sind, wie sie immer von allen gemacht werden) bedient - wobei, sagen es ehrlich: klaut - lässt einen doch an der Band zweifeln.
Zum anderen gibt es Balladen. Sehr viele Balladen. Diese machen mit Sonsg wie „Down Another Day", „Build A Bridge",„Lonely World" oder dem The Who-Cover „Behind Blue Eyes" den Großteil des Silberlings aus. Diese ruhigen Songs sind alle ziemlich gut gelungen. Auch wenn Herr Durst nicht der beste Sänger ist, kommen sie gut an. Zwar nichts wirklich Neues - hört sich eher ein wenig nach der einstigen Limp Bizkit-Entdeckung Staind an - aber gut.
Achja, und dann wären da noch Alternative-Rocknummern, die zum Teil Grunge-Einflüsse aufweisen. (z.B. „Underneath The Gun", „Almost Over", oder „Creamer"). Wirkt alles ganz nett. Aber das ist es eben. Alles wirkt glatt und harmlos. Irgendwie richtig durchschnittlich. Klar, Lethal hat wieder ein paar gute Samples dabei, Rivers und Otto machen ihre Sache gewohnt solide. Aber große Ausreißer gibt es nicht.
(Sieht man mal von dem Mini-Solo bei „Underneath The Gun" ab)
Smith hat zwar nur bei circa der Häfte der Songs die Riffs geschrieben (das resultiert daraus, dass man ein Album vor Smith aufnahm, dann eins mit ihm und daraus die besten Songs zusammenstellte), aber selbst die wirken unspektakulär. Borland kann musikalisch nicht wirklich ersetzt werden. Im Vergleich zum Vorgänger hat man immerhin gewagt Einiges zu verändern und wirkt nun teilweise reifer, gleichzeitig aber auch langweiliger.
Man wage es nicht glauben, aber Durst hat sich in seinem textlichen Schaffen gebessert. Es gibt zwar immer noch dümmliche Texte, in denen er alle Möchtergern-Bands und Poser in Baggey-Hosen attackiert (versteckte Selbstkritik?) und ziemlich prollig daher kommt. Aber es überwiegen die Zeilen, die uns einen verletzlichen, einsamen, traurigen Durst zeigen.
Aus den vielen Gastauftritten ist letztlich nichts geworden, nur Snoop Dogg rappt auf dem entspannten (und sinnfreien) „Red Light-Green Light" über einem netten Beat von Lethal und Head (KoRn) steuert zu „Gimme The Mic" ein schlechtes Riff bei. Die Produktion ist wieder mal sehr professionell, wirkt allerdings auch zu glatt und seelenlos. Einen Verantwortlichen dafür zu finden ist schwer, schließlich hatte Rick Rubin zwar bei einigen Songs die Finger im Spiel, jedoch hat man sich scheinbar wie schon bei „Chocolate Starfish" nicht verstanden und so legten Durst selbst und Terry Date nochmal Hand an. Dadurch wirkt das ganze auch teilweise unentschlossen, viele Köche verderben bekanntlich den Brei, leider ist das hier der Fall.
Auf der Japanischen und britischen Version von „Results May Vary" sind noch der erste LB-Song überhaupt, nämlich „Armpit" im neuem Sound, sowie „Let It Go" vertreten. Letzterer rechnet dann doch nochmal mit dem Herrn Borland ab; Beschimpfungen, die eine schnelle Aussöhnung oder die Aussicht auf Wiederkehr eigentlich für immer zu nichte machen sollten.
Die limitierte Auflage enthält eine 35-minütige Bonus DVD, die ein Vorgeschmack auf die im Winter 2003 geplante (aber heute immer noch nicht veröffentlichte) DVD „Poop" sein soll. Darauf enthalten sind Videos aus den Anfangstagen der Band (1994), Live-Auftritte und zum Teil sehr lustige Backstage-Aufnahmen aus den alten Zeiten mit Wes.
Nach ca. 70 Minuten ist dann Schluss. Empfehlen kann man das Album Leuten, die auf seichten Alternative Rock und entspannende Balladen stehen. Wer allerdings einen guten Sänger will, der sollte zu den ehemaligen Durst-Schützlingen von Staind und Cold greifen.
Limpbizkit haben sich etwas getraut mit dieser Platte, doch letztlich sind sämtliche Versprechungen wie Seifenblasen verplatzt.
Bewertung: 5,5/10
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am 6. Oktober 2003
Für Limp Bizkit hat es schon lange gedauert, bis sie das vorliegende Album veröffentlichen konnten. Zuerst zog Gitarrist Wes Borland, der allgemein hin als die treibende musikalische Kraft der Band angesehehn wurde, bei Limp Bizkit das Kabel aus dem Verstärker und ging seinen eigenen Weg. Dann wurde mit viel Brimborium (für einen Selbstdarsteller wie Fred Durst die angemessene Methode) ein USA-weiter Talentwettbewerb veranstaltet, bei dem dann der neue Gitarrist ermittelt werden sollte. Das ging offensichtlich ganz schön in die Hose, denn letztendlich präsentierte man Mike Smith, der früher bei Snot spielte, als neuen Mann.
Dann konnte endlich mit den Aufnahmen begonnen werden. Als Produzent wurde der legendäre Rick Rubin verpflichtet, Hoffnungen nach ungewöhnlichen Ergebnissen waren also nicht unberechtigt. Doch daraus wurde nichts. Die Aufnahmen wurden kurzerhand verworfen. Das gleiche dann nochmal beim nächsten Versuch. Außerdem standen mehrere Albumtitel zur Auswahl. Anfangs "Bipolar", dann sickerte der stimmige Titel "Panty Sniffer" durch.
Letztendlich wurde der Öffentlichkeit ein schlechtes Album mit dem nun vorliegenden Namen präsentiert.
Das kommt teilweise daher, dass ohne Borland der Band die Ideen fehlen. Zwar ist Fred Durst immer noch ein unglaublich schlechter Mann hinterm Mikrofon, was vorher allerdings durch eben jenen Gitarristen noch kompensiert werden konnte. Nun musste Durst also die Marschroute vorgeben, weshalb es wahrscheinlich auch so lange bis zum Release gedauert hat. Neue Ideen - nein. Nicht mal wieder aufgewärmte Ideen, wie auf "Chocolate Starfish..." zu hören war. Rhythmen, Riffs, alles völlig orientierungslos zusammen geschustert. "Pass The Mic" heißt ein Song von den Beastie Boys (1992), und genau so hört sich "Gimme The Mic" an; dies gipfelt dann darin, dass Durst "y'all" auf "y'all" reimt; außerdem kommen die seit "Starfish" typischen Zutaten (sprich 398 mal "Motherf...er") hinzu.
Vielleicht ist Herr Durst abseits von Plattenaufnahmen, Medienrummel oder Ähnlichem gar kein so schlechter Mensch. Aber was er auf diesen Tonträger hinauf fabriziert hat, kann man leider nur als verkorksten, pseudo-hasserfüllten Müll bezeichnen. Er pinkelt Britney Spears ans Bein, nachdem sie ihn nach nur zwei Wochen versetzt hatte, obwohl er kurz darauf im Fernsehen übelst über sie herzog. (Ohne für Frau Spears eine Lanze brechen zu wollen, es geht hier um Herrn Durst) Dann heult er über die Radio und MTV, wie sie doch immer nur die gleichen Bands spielen, und ignoriert dabei, dass er sich mehrmals für MTV gradezu prostituiert hat; (unter anderem zahlte er damals diversen Sendern Geld, damit Limp Bizkit Airplay bekommt).
Ganz zu schweigen von vielen Schlampereien oder weiteren Ideenklauerein.
Vielleicht wäre es ein gutes Album geworden, wenn die Musik Argumente liefern könnte. Tut sie aber nicht (siehe Borland), keine zwingenden Melodien, keine Energie.
Deshalb bleibt die ganze Aufmerksamkeit bei Rotkäppchen, und man kann ihn sich schon vorstellen, wie er heulend und dreist vorm Mikrofon hin- und herhopst und immer den gleichen Müll ausstößt.
Wie konnte es überhaupt so weit kommen?
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am 29. November 2003
Irgendwie bin ich extrem zufrieden mit "Results may vary", weil ich nach Borlands Ausstieg mit einer kreativen Talfahrt gerechnet hatte.
Ja, es ist deutlich zu hören, daß da ein neuer Gitarrist am Werke ist, der zwar nicht so experimentell und verspielt wie der gute Wes zu Werke geht, jedoch in seiner minimalistisch-rhytmusorientierten Art auch einen unverkennbaren Stil spielt. Wers nicht glaubt, kanns auf dem Snot- Album "A tribute to Lynn Stait" nach hören. Aber auch sonst hat sich einiges verändert im Hause Durst und Co.. Heuer legt man etwas mehr Gewicht auf den Rocksong an sich, vernachlässigt die auf den ersten drei Alben bis zum Exzess gepredigte Crossover-Groove-Schule und wagt sich an Akustik-Balladen, wenn auch nur in Cover-Form.
Gott sei Dank möchte sich auch der tolle Fred musikalisch weiterentwickeln, was großartig ist, da ich mit meinen 27 Lenzen weder an Bettgeschichten mit blonden US-Einzellern der Marke Spesrs, noch an Rotkäppchen-Style, sondern nur an guter Musik interessiert bin. Und von der gabs in der Vergangenheit so viel, daß ich sie nicht ignorieren konnte. Danke, daß ihr euch und mir eine Perspektive geschaffen habt. Limp Bizkit kann und soll in dieser Form auf jeden Fall auch in den nächsten 20 Jahren stattfinden .Sehr gutes Album.
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