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am 11. Juli 2009
Rögners Bruckner: das heißt zügige Tempi, Herausarbeitung der melodischen Bögen der Partitur, an der Orgel geschulte Orchesterdramaturgie, untypische Brucknerinterpretation, Bruckners Musik neu erleben. Das gilt im Grunde für alle Einspielungen, auch die der neunten Symphonie des Meisters von St. Florian.

Grandios anders ist Rögners Darstellung schon im ersten Satz. Wuchtig, dabei jedoch flüssig, nicht ehern, weltabgewandt und glasklar,wie bspw. bei Jochum. Von ungeheurer Vehemenz das Scherzo und schlicht außergewöhnlich das Adagio, das nolens volens zum letzten vollständigen Satz Bruckners geworden ist. Das Finale hat er begonnen, aber bekanntlich nicht mehr abschließen können. Schon 1893 schreibt Bruckner: "Also jetzt bin ich ein gebrochener Mann." Es ist die Zeit, da er beginnt, die Neunte auszukomponieren, wie er im gleichen Brief an Gertrud Bollé schreibt.

Es ist eben diese Gebrochenheit, die Rögner zum Ansatzpunkt seiner Interpretation macht. Er präsentiert einen nervösen Bruckner, einen alten sklerotischen und wassersüchtigen Mann der Angst davor hat, seine Symphonie nicht fertig stellen zu können. Keine Weihe, kein alterweiser Blick à la Jochum oder Celebidache. Keine sichere Erwartung der Erlösung. Und so reihen sich die Themen, Motive und deren Fetzen aneinander, Rögner lässt Bruckner immer nach dem großen Bogen suchen, einen Bogen, wie er im Adagio der Achten noch da war. Es entwickelt sich ein ringendes Bemühen, es gelingt aber nicht, bis hin zum größten musikalisch-emotionalen Ausbruch vor Mahler, der sogenannten verfehlten Oktave, dem kataklysmischen Moment dieser Symphonie. In Rögners Interpretation lässt Bruckner in diesem Moment los. Die Verklärung ist nun gewiss.

Was für eine Einspielung.
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