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Kundenrezensionen

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am 16. August 2003
Open Hearts, ein Film, der beweist, wie mit den einfachsten Mitteln (d.h. ohne Kamerastative, zusätzliche Beleuchtung oder Musik) die größte emotionale Wirkung erzeugt werden kann.
Der Film handelt von einem Paar und einer Kleinfamilie, deren Wege und Schicksale sich durch einen Unfall vermischen.
Marie ist diejenige, die Joachim überfährt, der daraufhin querschnittsgelähmt ist. Niels, der Mann von Marie ist der zuständige Arzt. Da Joachim durch seinen Unfall keinen Sinn mehr in seinem Leben sieht, ist er auch verbittert gegenüber seiner Partnerin, Cecilie und lässt sie nicht an ihn heran kommen. Niels, der natürlich mitbekommt wie sehr Cecilie unter der Situation leidet, versucht ihr zu helfen über diese schwere Zeit hinweg zu kommen. Von diesem Zeitpunkt an nehmen die Dinge ihren Lauf...
Das was diesen Film besonders auszeichnet ist die Glaubwürdigkeit seiner Darsteller und ihrer Gefühle, die man in dieser Form selten gesehen hat. Daher ist jede Wendung, jede Entscheidung im Film völlig nachvollziehbar. Auch wenn man manche Entscheidungen, die getroffen werden nicht unbedingt gutheißt, so kann man sie zumindest aufgrund der enormen Glaubwürdigkeit verstehen.
Ein weiteres großes Plus des Films ist eine simple Technik, die verwendet wird, um zu zeigen, was momentan der größte Wunsch des Protagonisten ist. So sieht man zum Beispiel Cecilie, die an Joachims Bett sizt und sich nichts sehnlicher wünscht, als dass er ihre Hand berührt und in einer winzigen Einstellung passiert es, aber ganz schnell wird man wieder in die Realität zurückgeholt, in der eben diese Berührung nicht stattgefunden hat. In den wenigen Sekunden der "Wunschszene" werden Emotionen erzeugt, die andere Filme in 90 Minuten nicht hin bekommen.
Jeder, der nichts gegen neue Gesichter und eine unkonventionelle Inszenierung hat, der sollte sich Open Hearts anschauen, der dieses Jahr zu Recht als bester ausländischer Film für den Oscar nominiert worden ist.
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am 20. März 2016
Das Drama wurde von der dänischen Regisseurin Susanne Bier mit dem charismatischen Mads Mikkelsen als Arzt Niels und der wunderbaren Paprika Steen als seine Ehefrau Marie gedreht. Bezaubernd und gut auch Sonja Richter als junge Köchin Cecilie, deren Verlobter Joachim (Nikolaj Lie Kaas) sich als Fahrer am Straßerand vor einer geplanten Bergtour verabschiedet, nachdem er ihr einen Verlobungsring überreicht hat und dann ohne sich umzusehen aussteigt und von Maries Wagen erfasst wird, mit dem sie ihre Tochter zu einem Termin fuhr und von dieser zur Eile gtrieben worden war. Der Wagen erfasst ohne ihre Schuld Joachim, der mit schwer verletzter Wirbelsäule und Rückenmark auf dem Asphalt landet und vom Hals abwärts für immer gelähmt und gefühllos bleiben wird.
Natürlich macht sich Marie Vorwürfe, auch viele Lokführer, vor deren Zug sich ein Lebensmüder geworfen hat, bleiben nicht selten traumatisiert und berufsunfähig. Auch Tochter Stine , die ihre Mutter zur Eile gtrieben hatte, leidet im Verlauf des Filmes erkennbar.

Die Liebe von Cecilie zu Joachim ist großartig tief, nicht unglaubwürdig, wenn wir an die Ehefrau von Stephen Hawking denken, dessen Erkrankung schon vor der Eheschließung aufgetreten und dem eine Lebensdauer von vielleicht zwei Jahren prophezeit worden war. Sie will bei Joachim bleiben, und wir leiden mit dieser hübschen warmherzigen Frau, die von Joachim grässlich zurückgewiesen, angebrüllt wird, sie solle für immer verschwinden. Erschütternd, wenn sie den hilflos auf dem Rücken liegenden Querschnitsgelähmten umarmt und sich einen seiner Arme auf den Rücken legt, von dem er schlaff wieder zurückgleitet und dann auf das Bett fällt.
Und der erste Zorn über Joachim sollte weichen und in Mitleid umschlagen, wenn man sich sein Schicksal, das ihn von einer auf die andere Sekunde aus den schönsten Träumen einer Zukunft mit einer wunderbaren Frau katapultiert hat und man Kenntnisse darüber hat, dass seine Reaktion nicht böse, undankbar oder Cecilie quälen wollend gemeint ist, sondern eine ganz und gar nicht unwahrscheinliche normale Trauerreaktion ist, solche Traumatisierten hassen oft erstmal jeden Gesunden, und ist im Verlauf sogar Ausdruck seiner Art von Liebe zu Cecilie, der er eine Zukunft mit solch einem "Krüppel" ersparen will.

Marie bittet Niels, der in der Klinik arbeitet, sich um Cecilie zu kümmerm, einerseits weil er dort arbeitet und als Arzt auch an Informationen über Joachims Schicksal kommt, andererseits reisst sie sich auch nicht darum, selber mit Cecilie Kontakt aufzunehmen, wer könnte ihr das verübeln?

Niels kümmert sich um Cecilie, und je mehr Joachim die Verlobte zurückweist, geradezu verprellt, desto mehr sucht diese Trost bei Niels, auf ihren ausdrücklichen Wunsch auch in seinen Armen. Niels erliegt der Versuchung, angesichts der Situation der Frau und seiner wunderbaren Familie nicht gerade zur Nachahmung empfohlen, aber wer will den Stab über ihn brechen? Missbilligung hin oder her, die Beziehung von Niels und Cecilie, die sich, wie wir später sehen, immer noch nicht endgültig von Joachim verabschiedet hat, wird glaubwürdig dargestellt.

Gut hat mir auch die Darstellung der Selbstvorwürfe durch ihr Verhalten nach dem Unfall mit seinen schrecklichen Folgen von Stine Bjerregard als Tochter Stine gefallen, die ihre Mutter zur Eile angetrieben hatte.

Mindestens ebenso großartig wie die bisher genannten ist das Spiel der wunderbaren Paprika Steen. Sie hat das "Glück" gehabt, Joachim nicht gesehen und nur den Aufprall gehört zu haben, wahrscheinlich hat das mit dazu beigetragen, dass sie das Geschehen relativ gut verabeitet, obwohl sie überhaupt keine kaltherzige und empathielose Frau ist. Sie ist zu bedauern, wie sie von Niels hintergangen wird, wie er auf ihren Verdacht einer Beziehung zu Cecilie scheinbar beleidigt ist und sie empört angreift, wie sie so etwas nur von ihm denken könne, wo doch auch noch sie selber ihn gebeten habe, sich um Marie zu kümmern.
Als schließlich Stine die Beziehung von ihrem Vater zu Cecilie entdeckt und Marie davon erfährt, sehen wir eine großartig gespielte Szene, in der die enttäuschte betrogene und mit Recht wütende Marie, die vor den Trümmern einer langjährigen glücklichen Ehe steht, ihren Ehemann anschreit. Dass ihr die Hand ausrutscht und Niels' Brille auf den Bodenfliegt, bevor sie ihre Tochter von? ja, Cecilie! abholt, ist sicher nachvollziebar.

Haben Joachim und Cecilie noch eine gemeinsame Zukunft? Wie diese aussehen wird, zeigt uns Susanne Bier, wie es mit Marie und Niels weitergehen wird, dürfen wir uns ausmalen, das lässt Frau Bier offen.

Mit großartigen Darstellern, von denen mir Paprika Steen am meisten, aber auch die übrigen wunderbar gefallen haben, hat Susanne Bier uns ein bewegendes, glaubwürdiges Drama geschenkt, ohne falsches Pathos oder plumpen Druck auf die Tränendrüsen.
Wer schon wie ich großen Gefallen an ihrem 2006 ebenfalls mit Mikkelsen gedrehten "Nach der Hochzeit" gefunden hat, der sollte auch von "Open Hearts" (deutscher Titel "Für immer und ewig") aus dem Jahre 2002 begeistert sein, eine wahre FILMPERLE.

Doc Halliday
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am 11. Januar 2014
In einer Sekunde kann sich ein Leben entscheiden.
Das mag für sich genommen eine fade Erkenntnis sein, doch wenn..
sie einem so vorgeführt wird wie in " Open Hearts", geht sie nahe-
lässt einen das eigene Leben überdenken.
Diesmal ist es ein kurzes Versäumnis, das zu einem Unfall führt.
Das Glück eines jungen Paares, das eben noch verliebt seine Zukunft
plante, zerschmettert blitzschnell auf der Kühlerhaube eines Autos.
Ein melodramatischer Plot, der sich liest, wie für ein schwaches
Fernsehspiel- an den Haaren herbei gezogen? Nö!!
In den Händen der dänischen Regisseurin Susanne Bier wird daraus grosses
Drama, dezent und klug in Szene gesetzt, konsequent ohne offene Längen erzählt;
dabei voller Sensibilität für Situationen und brutalem Alltagsrealismus,
wie es überall geschehen kann- jedem!
Mit unaufdringlichem, bittersüßem Humor- wie eigentlich sonst nur in
französischen Filmen- halten sich die Beiläufigkeit der Normalität und
zwingender Ernst die Waage.
Auch "Open Hearts" ist ein Film (wie das Fest), der nach den Regeln von
Lars Trier`s Dogma- Manifest von 1995 entstand. Doch die technischen Zwänge
dieser Selbstbeschränkung,- das Filmen ohne künstliches Licht und ohne
"unnatürliche" Umgebungsgeräusche, die Arbeit mit der flexiblen Handkamera-
prägen nur den LOOK!!

____________________________________________________

Story:

Durch einen Verkehrsunfall werd der Student Joachim (Nikolaj Lie Kaas) vom
Hals abwärts gelähmt.
Weder er noch seine Freundin Cecilie(Paprika Steen) wissen mit dieser
neuen Situation umzugehen.
Aus der Fürsorge des Arztes Niels (Mads Mikkelsen) - dessen Ehefrau Joachim
anfuhr- entwickelt sich allmählich eine Liebesbeziehung zwischen ihm und Cecilie.

Joachim beginnt sich mit seinem Schicksal abzufinden, aber auch alle anderen Beteiligten
müssen sich neu orientieren..........-

Was passiert, wenn die Richtung, von der du glaubst, daß sich dein Leben hinbewegt,..
auf einmal zur Sackgasse wird??!

--------------------------------------------------

Anmerkung:

Sehr dramatisch und hochkarätig besetzt- Paprika Steen besonders hervorragend.
Mads Mikkelsen wie immer sehr, na was sag ich- seeeeeehr gut. Spitzenmässig.
Starkes, dänisches Kino, bei dem die Geschichte mindestens genau so fesselt...
wie ein guter Krimi!!

Sehr dicht inszeniert- der Film ist quälend in einem guten Sinn.

Mads Mikkelsen ist, was seine schauspielerischen Fähigkeiten angeht, mein Held.
Souverän und überzeugend- wie immer eben.

*****************************************************

Produktionsjahr: 2OO4

Lauflänge Film: 1O9 Minuten

EXTRAS:

San Sebastian Film- Festival, Spanien ( 3O Minuten)!!

Pressekonferenz mit dt. Untertiteln!!

Eindrücke vom Festival!!

Szenen mit der Thermo- Kamera!!

Die zehn Gebote eines Dogmafilms!!

"Diesem Film, der wie wir denken, alle Grenzen sprengen wird,
geben wir eine ungewöhnliche Bewertung: 6 von 5 Sternen". ( Henrik Palle, TV 2- Goodmorning Denmark)

KLASSE DVD!!
FÜNF WOHLVERDIENTE STERNE!!
ABSOLUT ÜBERZEUGTE KAUFEMPFEHLUNG!!
NICHT NUR FÜR FANS SKANDINAVISCHER STREIFEN!!
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am 31. März 2008
"Open Hearts"... Ich gebe zu, der Titel schielt nicht gerade weg vom Mainstreamkino, was der Film aber zu bieten hat ist durchaus Neuland und ein Mitgefühl, dass in der Art umgesetzt nur wenige andere Filme erreichen. Die Story ist ansich recht alltagsmäßig; eine Situation, wie die hier geschilderte ist zwar tragisch, aber doch überall auf der Welt tag täglich Realität und Inhalt vieler Standard-Schnulzen.

Was den Film also so besonders macht? Nun, da sind zum einen die filmtechnischen Mittel, die hier sofort ins Auge stechen: die etwas wacklige Kameraführung verleiht dem ganzen ein Realitätsgefühl, in bedeutungsschwereren Momenten werden die Protagonisten sehr intensiv gezeigt, ihre Mimik, die Augenbewegung. Wunschdenken und Hintergedanken werden mittels verrauschter Ansicht dargestellt ohne dass es beim Betrachten zu anstrengend wird, was sonst häufig bei solchen "Kameraexperimenten" der Fall ist. Das ist sicher auch dem flüssigen Erzählstil zu verdanken. Dieser verliert sich nie in Bedeutungslosigkeit, alles ist sehr nachvollziehbar und auch die Schauspieler überzeugen ohne große Überinszenierung.

Auf der anderen Seite sticht da der musikalisch sehr schön untermalte Handlungsverlauf heraus. Dieser kommt ohne Klischees und inszenierte Wendepunkte aus. Alles ist realistisch aber lässt einen nicht kalt. Man kann sich sehr gut in die Protagonisten und in ihre menschliche Unfähgigkeit, mit so einschneidenden Erlebnissen klarzukommen, hineinversetzen. Besonders gut gelöst finde ich persönlich das Ende. Der Film schließt den Bogen, endet dort, wo er angefangen hat. Ohne Gewinner, ohne völlige Klarheit der Situation, aber mit einer Menge menschlicher Ungewissheit, unklaren und gebrochenen Gefühlslagen. Einfach sehr schön umgesetzt.

Fazit:
Mit diesem kleinen etwas unscheinbaren Geniestreich kann man nichts falsch machen. Wer auf Emotionalität auch ohne Klischees und Überinszenierung steht, kommt hier voll auf seine Kosten!
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am 10. April 2012
... da der Film wirklich gut ist und die Synchro wirklich sehr schlimm, habe ich Ostern damit verbracht, die Filmwelt etwas reicher zu machen - ich habe deutsche Untertitel erstellt, diese gibt es auf opensubtitles.org.

Zum Film selbst: Sehr dramatisch und unglaublich hochkarätig besetzt - Paprika Steen besonders hervorragend, Mads Mikkelsen wie immer sehr gut; Nikolaj Lie Kaas etwas unter seinen Möglichkeiten.

Leider fehlt der Geschichte die moralische Konfliktsituation, die das Werk zur Tragödie machen könnte - die von Mads Mikkelsen verkörperte Figur verhält sich viel zu eindeutig daneben. Angesichts der Ausgangslage hätte der Stoff hier durchaus differenzierter sein können, so dass die Frage nach falsch und richtig deutlich schwerer zu beantworten gewesen wäre.

Dennoch starkes dänisches Kino, bei dem die Geschichte beinahe so fesselt wie ein guter Krimi. Sehr dicht inszenziert, offiziell Dogma, allerdings hat Susanne Bier sich die Freiheit genommen, einige Fetzen Filmmusik zu verwenden - sicherlich Geschmackssache, ob das nötig war.
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am 9. Februar 2006
Was ich nicht verstehen kann: Der Film ist ein Dogma-Film, d.h. folgt strengen Massregeln; u.a. dürfen nur Handkameras verwendet werden, Spezialeffekte und künstliche Belichtung sind verboten. Unter diesen Gesichtspunkten scheint es mir geradezu grotesk, dass es für diejenigen, die das wollen, nicht möglich ist, die Originaltonspur des Films mit deutschen Untertiteln zu sehen. Halten uns die DVD Produzenten für zu blöd oder zu faul?
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am 21. Mai 2013
Joachim's life changes in the blink of an eye when he gets hit by a car while seeing off his soon to be wife Cecilie. When he wakes up again the doctors tell him that he will remain paraplegic for the rest of his life. Joachim decides to break up with Cecilie against her own will to spare her to marry a disabled man and withdraws back into himself - bitter and depressed. All attempts of Cecilie to stay by his side are fruitless...Joachim expressively forbids her to visit him again. Cecilie is lonely and begins a friendship with Niels which is not only a doctor at Joachim's hospital, but also the husband of the woman who was involved in Joachim's car accident. Niels and Cecilie's relationship grows closer and soon they're having an affair...
Open Hearts is one awesome piece of Danish cinema about how ridiculous and hard life can be at times. The cast (Sonja Richter as Cecilie,Nikolaj Lie Kaas as Joachim, Mads Mikkelsen as Niels) couldn't have been better and the story is very touching and reflects almost philosophically about relationships and life while it never feels like an intellectual overstatement, but can be described as a very truthful story about three people who're looking for a way out of their personal crises and the existential perplexity they are in.
However, the DVD is a catastrophe because the image editing is the worst and one has only two options to watch the movie: either in Danish without any subtitles or the dubbed German version. It is beyond me why. It wouldn't have been that hard to just provide English or German subtitles for the Danish version. That's the reason for my decision to give it only 3 stars instead of 5.
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am 7. März 2014
Ein wundervoller Film im Dogma95-Stil. Schnell hat man sich an die Kameraführung und Erzählweise des Filmes gewöhnt und wird in den Bann dieses Filmes, der die Bezeichnung Drama definiert, gezogen. Die Geschichte ist so nah an der Realität geschrieben dass man mit den Protagonisten mitfühlen kann. Dieser Film handelt über das Suchen und Finden der Liebe, festhalten und loslassen. Absolut fabelhaft umgesetzt und lebensnah, nichts ist überzogen dargestellt. Einfach aus dem Leben gegriffen. Ein sehr realistischer Film darüber, wie das Leben manchmal läuft. Nicht vernünftig und logisch, sondern von Gefühlen und Instinkten geleitet, die häufig nicht zu unserer Moral passen mögen
Die großartigen Schauspieler setzen diesen dramatischen Stoff sehr gut um und man ist sofort gebannt bis hin zum Ende. Einzig die Synchronisation lässt an manchen Stellen etwas zu wünschen übrig. Ein erfrischend lebensnaher Film ohne Theatralik und Schönmalerei.
Sehr zu empfehlen für Menschen, die gerne tiefgründige Filme mögen. Wer aber auf das übliche Mainstream-Kino setzt, sollte von diesem Juwel die Finger lassen.
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am 4. September 2013
Das war meine erste Mads Mikkelsen DVD. Ich bin von ihm als Schauspieler begeistert. Beide Darsteller passen gut in diese Rollen. Ein Drama wie es aus dem Leben gegriffen ist. Was wäre, wenn der Partner einen Unfall hat und nie mehr laufen kann? Das wird in diesem Film gezeigt. Ich finde diesen Film nicht schlecht und das Ende kann zu Tränen rühren. Ein Muss für Drama Fans und Mads Mikkelsen Fans.
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am 22. März 2013
Auch das Unglück und der böse Zufall gehören zu unserem Leben.
Plötzlich ist nichts mehr so wie es war, und nichts ist für immer und ewig – auch die Liebe nicht.
„Elsker dig for evigt“ "Ich liebe Dich für ewig" ist der Originaltitel des für den Oscar nominierten Films von Susanne Bier, der 2002 auf den Festivals (Nordische Filmtage in Lübeck, Toronto, San Sebastian) für Furore sorgte und zum erfolgreichsten Dänischen Film wurde.

Kopenhagen. Ein schwerer Verkehrsunfall ereignet sich. Niemand trägt die Schuld: Doch die Last der verheerenden Folgen müssen alle tragen: Der Geographiestudent Joachim (Nikolaj Lie Kaas) ist vom Hals abwärts gelähmt. Weder er noch seine Freundin, die 23-jährige Köchin Cecilie (Sonja Richter), die gerade heiraten wollten, wissen mit der neuen Situation umzugehen.
Voll innerer Wut über sein Schicksal fühlt Joachim sich durch Cecilies Besuche, ihre Liebe, ihre Küsse und ihr Mitleid gedemütigt. Er wird aggressiv und beleidigend, und verbietet ihr schließlich, sie im Krankenhaus zu besuchen. Sie kommt trotzdem und liegt weinend auf seinem toten Körper…
Marie (Paprika Steen), die Frau, die Joachim anfuhr, bittet ihren Ehemann Niels (Mads Mikkelsen), der als Arzt in dem Krankenhaus arbeitet, sich um Cecilie zu kümmern.
Aus der ärztlichen Fürsorge entwickelt sich allmählich eine starke Liebesbeziehung.
Niels, der seine Frau noch nie betrogen hat und seine Tochter und zwei Söhne liebt, wird vollkommen aus seinem bisherigen Leben herausgeschleudert. Heimlich trifft er sich mit Cecilie in ihrer Wohnung und kauft ihr schließlich ein Sofa, zwei Lampen und ein Doppelbett. Die bisherige Ordnung wird zerstört, alle Beziehungen sind zerrüttet ...

Susanne Bier: "In 'Open Hearts' beschreiben wir nicht die äußeren Effekte des Dramas. Wir wollten die inneren Veränderungen aufzeigen. Was passiert, wenn die Richtung, von der du glaubst, dass sich dein Leben dort hinbewegt, auf einmal zur Sackgasse wird?"

Der Film über die Zerbrechlichkeit von Liebe und Leben wurde nach den Regeln des Dogma 95-Manifestes gedreht.
Neben den techischen Besonderheiten (Verrauschte Bilder, unruhige Kameraführung, Gesichter und Augen dominieren)
überzeugt der Film durch sein Gespür für die Unberechenbarkeit des Lebens und unserer Gefühle. Dabei stehen Tragik und leise Komik wie in der Wirklichkeit, oft unmittelbar nebeneinander. Wenn wir uns mit offenen Herzen in scheinbar ausweglosen Situationen begegnen, gibt es immer eine Perspektive, auch wenn diese in die nächste Katastrophe führt.
Susanne Bier kann sich, wie in allen ihren wunderbaren Filmen, auf ein hervorragendes Schauspielerensemble verlassen, das dem Ganzen eine große Glaubwürdigkeit gibt.
Susanne Bier gehört inzwischen zu den ganz großen Regisseure. Jeder ihrer Filme trifft uns mitten ins offene Herz.
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