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am 11. März 2013
Gerstäckers Bücher bieten eins ums andere Mal Tugenden, die im deutschen Literaturbetrieb oft eher naserümpfend als Anzeichen einer allzu volkstümlichen Literatur beiseite geschoben werden. Spannung und komplex gestaltete Plotlinien: das sind hierzulande Merkmale der Unterhaltungsliteratur oder der Literatur für die Jugend. Knapp und klar hier schon am Anfang der kurzen Besprechung: Wer für Spannung und komplexe Fabelkonstruktionen keinen Sinn hat, der sollte das Buch nicht lesen. Hier werden in der relativen Abgeschiedenheit einer unzugänglichen Waldlandschaft mehrere Verbrechen begangen und letztlich auch aufgeklärt. Und es gibt mehrere Liebesgeschichten, die mal gut und mal weniger gut enden. Die Einheit der Handlung wird hier zwar nicht vollkommen aufgelöst, durchaus verzweigt sich die Handlung in ein breites Netz verschiedener kleiner Ströme. Die folgen ihrer eigenen Logik und gehören doch zu einem großen Gewebe. Das ist soweit vielleicht nur Kunsthandwerk. Das aber ist hier so meisterhaft ausgestaltet, dass der vermeintliche Graben zwischen Handwerk und Kunst nur noch für Pedanten interessant ist.

Das Buch ist aber nicht nur für Liebhaber spannender Abenteuergeschichten im exotischen Ambiente interessant. Auch für Leute, die gelegentlich mal über das Gelesene nachdenken, hat er etwas zu bieten. In vielen seiner Romane - und besonders auch hier - interessiert Gerstäcker sich für die Anfänge (neudeutsch: für die Emergenz) sozialer Ordnung. Die "Regulatoren von Arkansas", das ist eine Gruppe von im wörtlichen Sinne "Recht schaffenden" Farmern, die nicht einfach tatenlos zusehen wollen, wie Banditen ihnen das Vieh stehlen und immer wieder auch Morde begehen. Sie schließen sich zu einer Art Bürgerwehr zusammen, die im rechtsfreien Raum eine Art halbgesetzlicher Ordnung herstellen. Man bewegt sich jenseits herrschender Gesetze. Weil aber die Gesetze ohne effektive Strafverfolgung reine Theorie sind, muss man eben selbst ran: mit Schnellgerichten und in der Konsequenz mit einem Strick überm Baum als Galgen. Das wird hier nicht heroisiert - der gute Held findet dieses Treiben zunächst selbst widerlich, aber angesichts der bestehenden Verbrechen wird das Vorgehen hier als verständliche Maßnahme dargestellt. Beschrieben wird hier, wie aus dem Chaos einer weitgehend gesetzlosen Ordnung langsam so etwas erwächst wie ein Rechtsstaat, in dem Gesetze nicht nur erklärt, sondern auch durchgesetzt werden.

Um auf die literarische Gestaltung zurück zu kommen: Sicherlich kommt die Charakterzeichnung nicht an die psychologische Raffinesse eines Fontane heran. Aber: im Unterschied zu den Romanen von Karl May werden hier die allermeisten Figuren - sogar die Bösewichter - zu relativ komplexen Charakteren ausgestaltet. Auch wenn die erlebte Rede als Mittel der Introspektive hier nur selten angedeutet wird, bekommt der Leser immer wieder Einblicke in Denken, Gefühle und Intentionen der Figuren. Auch wenn sich das Ganze am Ende zu einer eher monologischen Ordnung fügt, weitet sich das Konzert der Stimmen und Perspektiven zwischenzeitlich doch zu einem beeindruckend weiten Panorama.
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am 17. Februar 2013
Farmer und Indianer im Kampf gegen Pferdediebe am Mississippi

Noch gehören die fruchtbaren Prärien und wildreichen Wälder von Arkansas zum Wilden Westen, denn der Staat hat seine Organisation noch nicht so weit vorschieben können. Das nutzen Schwind1er, Glücksritter und Gewaltverbrecher aus. Besonders der Pferdediebstahl grassiert, sind Pferde doch überaus wertvoll, denn ohne sie kann der Farmer ja seine Felder nicht bestellen und in dem unerschlossenen Land keine weiten Strecken zurücklegen. Von flammendem Zorn gepackt, setzen sich die Siedler zur Wehr. Verschlagen und rücksichtslos begehen die Banditen weiterhin Gewalttat auf Gewalttat. Da schließen sich die Farmer zum Bund der Regulatoren zusammen und nehmen voll Erbitterung den Kampf zur Erzwingung der Ordnung auf. Sie bilden Volksgerichte, und wehe nun dem Banditen, der in ihre Gewalt gerät! Auf ihn wartet der Strang am nächsten Baum!

Ein sehr spannendes und unterhaltsames Buch aus dem Anfängen des Wilden Westen.
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am 22. Januar 2018
Gerstäcker hat im Gegensatz zu den meisten Roman-Autoren das Beschriebene selbst erlebt. Er ist selbst fast durch alle Bundesstaaten der USA gereist=zumeist zu Fuß, oft per Dampfboot, Er ist den Mississippi und dessen Nebenflüsse teils als Passagier, teils als Heizer hinauf und hinab gefahren und hat vieles selbst erlebt. Ein einzigartiger Schriftsteller! Er wurde sogar von Bill Clinton posthum zum Ehrenbürger von Arkansas ernannt. Er hatte ja einst die Staatsbürgerschaft der USA angenommen. GZ
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am 3. März 2014
Eines meiner Lieblingsjugendbücher. Warum ist das eigentlich kein Klassiker geworden? Jedenfalls wird man sofort von einer authentischen Stimmung gefangen genommen. Die Schießereien sind nicht so dominant, dafür schöne Landschaftsbeschreibungen.
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am 6. Oktober 2013
Sehr spannend und gut zu lesen. War angenehm überrascht. Kann ich empfehlen wenn man Interesse am alten Amerika hat. Die Menschen hatten schon einiges zu leisten. Natürlich war das Ende so richtig schön:-))
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am 9. Dezember 2013
Eine tolle Geschichte, wunderbar flüssig und spannend geschrieben. Ein besonders für abendliches Lesevergnügen geeigneter kurzweiliger Roman der noch dazu sehr authentische Einblicke in vergangene Zeiten gewährt.
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am 29. November 2014
Das Buch ist spannend geschrieben. Man erhält einen Einblick in das Leben, die Ansichten und Gewohnheiten der Siedler in dieser Zeit.
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am 6. Juli 2013
Umständlich und langatmig geschrieben, trotzdem unterhaltsam. Stil etwa wie im vorigen Jahrhundert.
Wollte doch die Handlung verfolgen, deshalb fertig gelesen.
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am 9. Februar 2014
Läßt sich teilweise etwas schwer lesen, mußte manche Stellen 2 mal lesen um Sie zu verstehen.
Ist aber sehr spannend geschrieben.
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am 26. August 2014
sollte sich die "Regulatoren in Arkansas" anschauen und lesen.

Neben den Verbrechen, die durch die Regulatoren und einen
Indianer aufgeklärt werden überzeugt das Werk
durch seine feine Beschreibung der handelnden
Personen.

Empfehlenswert!
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