Fashion Sale Hier klicken Strandspielzeug Neuerscheinungen Cloud Drive Photos Alles für die Schule Learn More 8in1 Promotion Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic festival 16

Kundenrezensionen

4,8 von 5 Sternen
10
4,8 von 5 Sternen
5 Sterne
9
4 Sterne
0
3 Sterne
1
2 Sterne
0
1 Stern
0
Format: Audio CD|Ändern
Preis:25,12 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 28. April 2007
Kaum ein anderer Musiker wurde zu seinen frühen Zeiten so geradezu abgöttisch verehrt wie der junge Bob Dylan. Für tausende junge, von der Starrheit und Unfreiheit der amerikanischen Gesellschaft der 50er und frühen 60er Jahre abgestoßene Menschen war der junge Dichtergott mit Gitarre und Harmonika, der schneidend nasalen Gesangsstimme und der rebellischen Attitüde ein Idol, dem seine Gemeinde durch das ganze Land hinterherreiste und bei jedem Konzert gefesselt an seinen Lippen hing. Bei diesem Auftritt, aufgezeichnet am Halloween - Abend 1964 in der New Yorker Philharmonic Hall, der über lange Zeit nur für teueres Geld als Bootleg zu haben war, erlebt man noch einmal die hypnotische Wirkung, die der 23 - jährige Dylan auf seine Fans hatte, kaum ein Jahr später änderte sich das Verhältnis für viele nachhaltig, als der Meister plötzlich mit elekrischer Gitarre und Band auftrat und damit einen großen Teil seiner treuen Anhängerschaft verschreckte, nicht das letzte Mal, wie man sehen kann, wenn man Dylans lange Karriere Revue passieren läßt.

Doch an diesem Abend herrschte noch absolute Einigkeit zwischen Künstler und Publikum. Frenetisch wird das Idol begrüßt und er weiß, was er seinen Fans schuldig ist, gibt sofort eine brillante Version seiner Protesthymne "The Times They Are A - Changin'" zum besten, worauf er gleich das wunderschöne "Spanish Harlem Incident" folgen läßt. Den nächsten Song, "Talkin' John Birch Paranoid Blues", kennt man von seinen Alben unter dem Titel "I Shall Be Free", nur ist der Text hier völlig anders, Dylan macht sich über die hysterische Angst der amerikanischen Gesellschaft vor dem Kommunismus lustig und gibt den verbohrten Kleinbürger, der in Rosenbüschen nach der roten Gefahr sucht. Das Publikum lauscht andächtig, beklatscht jeden Song begeistert, kennt sogar das niemals auf Platte erschienene "Who Killed Davey Moore?" auswendig und Dylan, heutzutage völlig untypisch, streut immer wieder Scherze ein ("It's Halloween, i got my Bob Dylan - Mask on.") und "vergißt" ab und an seinen Text, um sich von den Zuschauern aushelfen zu lassen. Die begeisterte Zuhörerschaft wird für ihre rege Beteiligung mit einer weiteren Reihe großartiger Songs belohnt, "Gates of Eden", "It's Alright, Ma (I'm Only Bleeding)" das Dylan als "a very funny song" ankündigt und in echte Textschwierigkeiten gerät (der Song war noch nicht mal aufgenommen) und das ebenfalls noch sehr neue "Mr. Tambourine Man". Den ersten Teil beschließt er mit einer hervorragenden Version von "A Hard Rain's A - Gonna Fall", um im zweiten Teil mit "Talkin' World War III Blues" nahtlos an den politischen Protest anzuknüpfen. "Don't Think Twice, It's All Right" singt er geradezu frenetisch, gerät gewollt nahe an die Grenze zur Selbstparodie um anschließend die ebenfalls hochverhehrte Joan Baez auf die Bühne zu holen und mit ihr ein zwar harmonisch nicht ganz einwandfreies, dafür aber hochklassiges Set zu spielen: "Mama, You Been On my Mind", "Silver Dagger" (das, hier muß ich Frau Baez widersprechen, nicht von Dylan stammt) und wunderbare Versionen von "With God On Our Side" und "It Ain't Me, Babe". Als Zugabe und um noch einmal die begeisterte Zuhörerschaft zu belohnen, gibt es noch "All I Really Want To Do", seinen größten Hit zu dieser Zeit, man trennt sich in absoluter Einigkeit, die Zeiten sollten sich schon sehr bald ändern.

Was bei diesem Konzert vor allem auffällt, ist Dylans hohe Konzentration, der präzise Gesang, seine Hingabe an die Musik und seine Interaktion mit dem Publikum, das ihm bei den inszenierten kleinen "Unfällen" immer begeistert beklatscht und "aus der Patsche hilft".

Dylan mag in seiner Karriere noch weit brillanter geworden sein, seine Texte und seine Musik haben sich noch gewaltig weiterentwickelt, aber so sympathisch wie an diesem Abend wirkte er nie wieder. Das ist das große Plus an diesem Konzert, hier erlebt man noch nicht den unnahbaren Dichtergott, sondern einen noch sehr jungen, zeitweise recht schüchtern wirkenden, hochtalentierten Musiker.

Ein weiterer Pluspunkt ist die schöne Aufmachung der Doppel - CD und das informative, dem Zeitgeist entsprechend geschriebene Booklet mit vielen Photos.

Ein absolut lohnender Kauf.
11 Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. März 2004
Mit dem Halloween-Concert hat Columbia Records wieder eine Perle aus Dylan`s Bootleg-Schatzkiste veröffentlicht. Es ist das komplette Konzert vom 31.Oktober1964 aus der noch akustischen Folkstar-Zeit. Es ist vielleicht auch eines seiner besten Folk-Konzerte, denn Dylan ist "sehr gut drauf", spielt die Lieder mit echtem Gefühl und er kommuniziert auf sehr angenehne Weise mit dem Publikum, was für den späten Dylan Seltenheit wird. Die Lieder entsprechen eigentlich den Originalen, aber durch seine gefühlvolle Ausdrucksweise erhalten sie eine neue Interpretation. Weiterer Höhepunkt des Konzertes ist das Duett mit Joan Baez.
Das Halloween-Concert ist nicht nur ein Genuss für Folkies, sondern man hört Dylan auf eine sehr sanfte, ausdrucksstarke Art zu singen und seine Lust am Spielen hält den Zuhörer im Bann. 5 Sterne reichen da nicht!
"Ein Wahrer Genuss!!!"
0Kommentar| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 9. Dezember 2010
wer hier von geschäftemacherei redet, hat einerseits recht - schließlich besteht das musikbusiness nicht aus selbstlosen wohltätern - andererseits ist es schön, dass solche prätiosen ausgegraben werden, und dann auch noch in dieser qualität und um diesen preis!

zum zeitpunkt dieses konzertes war dylan 23 jahre alt, er tritt seinem publikum mit einer akkustischen gitarre, einer mundharmonika, seiner stimme und einem selbstbewußtsein auf eine art entgegen, dass einem die luft weg bleibt.

wie immer variiert er die song's, manches klingt beim ersten reinhören ein wenig geschludert, aber bei genauerem hinhören offenbart sich hier zerbrechliches, fragiles, intimes, agressives, rebellisches, lyrisches, alles perfekt getimt, alles authenthisch, alles zu seiner zeit und alles großartig.

man vergleiche diesen "mr. tambourine man" mit der version aus dem konzert von der 1966er bootleg series oder mit der vergleichsweise glattgeschliffenen und brav dahinfließenden von der rolling-thunder-revue 1975.

immer wieder erstaunlich, mit welchem facettenreichtum dieser noch so junge mann die gleichen lieder immer wieder anders spielt.

von dem damals noch gar nicht erschienenen album "bringing it all back home" gibt's auch noch eine sehr intensive version von "gates of eden" und eine version von "it's allright, ma (i'm only bleeding)", die dylan mit einer heiterkeit vorträgt, die gar nicht so recht zu dem bösen text passen will.

dann gibt's noch ein paar lieder, die er gemeinsam mit seiner damaligen muse joan baez vorträgt, hauptsächlich stammen die songs aus dem album "another side of bob dylan".

wer hier zb. nur die bisher im umlauf befindlichen bootlegs (deren tonqualität mit "aus dem kübel" noch wohlwollend beschrieben ist) besitzt, braucht das hier trotzdem! diese veröffentlichung transportiert dylans bühnenpräsenz gänsehauterzeugend aus den lautsprechern, lediglich die publikumsgeräusche inclusive applaus klingen etwas verwaschen, aber wer muß das schon so genau hören...

ich schreibe das hier jetzt gar nicht, um leuten, die eh schon fast alles von dylan haben, zu sagen, dass sie dieses album auch haben müssen, nein brauchen!
ich schreibe das hier, um jeden, der den namen bob dylan schon mal gehört hat, klar zu machen, dass man hier geschichte miterleben kann und das um einen preis, der in anbetracht der ausstattung der doppel-CD mit umfangreichem booklet und schöner box und der gebotenen musikalischen qualität beinahe lächerlich ist.

solche veröffentlichungen lasse ich mir gerne gefallen - bitte mehr davon!
44 Kommentare| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. August 2006
Rein akustisch, alleine auf der Bühne, damals ganze 23 Jahre alt und schon zu diesem Zeitpunkt Songs im Repertoire, deren Klassiker-Qualitäten damals noch gar nicht erkannt sein konnten: Bob Dylan Ende Oktober 1964 live in der Philharmonic Hall New York veröffentlicht jetzt sensationell gut konserviert bzw. aufbereitet als Nr. 6 der Bootleg-Series, der sich ein Dylan Fan schlicht nicht zu entziehen vermag. Im Wortsinne wortgewaltige Texte, in seiner Einfachheit verblüffend vielfältiges Gitarrenspiel und ein gut gelaunter Dylan im Dialog mit dem Publikum, der seine inhaltsschwersten Songs mit ironischen Scherzen ansagt, 'Its alright Ma' etwa mit: 'Yes its a very funny song...'Die sorgfältig und aufwendig gemachte Veröffentlichung führt vor, warum Dylan zum (unfreiwilligen) Wortführer der 60iger Jahre werden musste, zeigt den genialen jugendlichen Poeten und Musiker und weckt Erinnerung an eine Zeit, in der viele junge Menschen überzeugt davon waren, die Welt lasse sich mit Idealismus verändern und Freiheit mache nicht am Einkommen fest.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. Juli 2012
Ein gelöster, gesprächiger und seine eigenen Ansagen immer wieder mit sympathisch läppischem Gekicher unterbrechender oder kommentierender Bob Dylan auf dem Weg vom Folkie zum die Gemeinde polarisierenden Popstar mit böser elektrischer Gitarre, nicht weniger als das bekommt man hier zu hören. "...It's just Halloween...", sagt Dylan wahrheitsgemäß nach dem als "...Lovesong..." angekündigten "Gates Of Eden", "...I have my Bob Dylan mask on..." - und die Crowd bricht, nicht zum ersten Mal, in Gelächter aus. Was für eine bezeichnende, geradezu enthüllende Selbstauskunft von einem Mann, der rätselhaft genug war/ist, um Regisseure zu Filmen wie "I'm Not There" zu inspirieren. Aber egal, wieviel an diesem Abend Maske war und wieviel echte Volksnähe, Dylans Schalk ist berückend und reicht schon, um diese 2 CDs zum Hörvergnügen zu machen. Viele Songs versieht er mit ironischen Kategorisierungen. Als vor der letzten Zugabe, dem hinreißend gejodelten "All I Really Want To Do", jemand aus dem Publikum den Kinderreim-Folksong "Mary Had A Little Lamb" fordert, fragt Dylan: "Is that a protest song?". Das zu diesem Zeitpunkt brandneue und noch nicht veröffentlichte "Its Alright, Ma (I'm Only Bleeding)" bezeichnet er als "...very funny song...", und das ist es ja nun wahrlich nicht. Nicht einmal ein halbes Jahr später war es in einer noch düstereren, schnelleren Version auf "Bringin' It All Back Home". Hier singt Dylan den Text für seine Verhältnisse sehr artikuliert, fast ein wenig gestelzt (War ihm wichtig, daß die Worte auf jeden Fall verstanden werden?), und man hört vom Publikum keinen Laut.
"It's Alright, Ma" fällt auf der Setlist insofern aus dem Rahmen, als es stellvertretend für Dylans künstlerische Entwicklung der seinerzeit nahen Zukunft steht: Noch weiter weg vom "Topical Song", inhaltlich abstrahierter, poetischer und im Gestus prophetischer. Das bis in die Neunziger hinein unveröffentlichte "Who Killed Davey Moore?" (über den mysteriösen Tod eines Federgewichtsboxers) wirkt dagegen fast grobschlächtig, trotz aller Parabelhaftigkeit, die Dylan in seiner Ansage einerseits andeutet, andererseits vernebelt: "This a song about a boxer...It's got nothing to do with boxing, it's just a song about a boxer really. And, uh, it's not even having to do with a boxer, really. It's got nothing to do with nothing. But I fit all these words together...that's all...It's taken directly from the newspapers, nothing's been changed...except for the words."
Auch "The Lonesome Death Of Hattie Carroll" kündigt Dylan als "...right out of the newspapers again...", aber das macht den Eindruck, als wollte er sich über Topical Songs an sich beömmeln. Die darauf folgende Version des Songs ist trotzdem völlig unironisch großartig und einer der Höhepunkte dieses Mitschnitts.
Die 4 Duette mit Joan Baez sind die leichteste Passage dieser über 100 Minuten: Baez tut ihr Möglichstes, um bei Dylans Spiel mit Einsätzen und Phrasierung nicht im Straßengraben zu landen, und auch wenn man die beiden nicht sieht, hört man doch, wie geflasht sie voneinander sind. Süß. "With God On Our Side" ist der beste Song ihres gemeinsamen Sets.
In der an sich schon wertvollen Reihe der "Bootleg Series" ist "Live 1964" ein absolutes Schmuckstück, sowohl was die dargebotene Musik angeht, als auch hinsichtlich der Abbildung eines Künstlers am Übergang von einer Phase zur nächsten. Abgerundet und ergänzt wird das Audiomaterial durch die ausführlichen und kenntnisreichen Liner Notes des Historikers und Publizisten Sean Wilentz, der damals dabei war.
22 Kommentare| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. März 2004
Mit dem Halloween-Concert hat Columbia Records wieder eine Perle aus Dylan`s Bootleg-Schatzkiste veröffentlicht. Es ist das komplette Konzert vom 31.Oktober1964 aus der noch akustischen Folkstar-Zeit. Es ist vielleicht auch eines seiner besten Folk-Konzerte, denn Dylan ist "sehr gut drauf", spielt die Lieder mit echtem Gefühl und er kommuniziert auf sehr angenehne Weise mit dem Publikum, was für den späten Dylan Seltenheit wird. Die Lieder entsprechen eigentlich den Originalen, aber durch seine gefühlvolle Ausdrucksweise erhalten sie eine neue Interpretation. Weiterer Höhepunkt des Konzertes ist das Duett mit Joan Baez.
Das Halloween-Concert ist nicht nur ein Genuss für Folkies, sondern man hört Dylan auf eine sehr sanfte, ausdrucksstarke Art zu singen und seine Lust am Spielen hält den Zuhörer im Bann. 5 Sterne reichen da nicht!
"Ein Wahrer Genuss!!!"
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. März 2004
Mit dem Halloween-Concert hat Columbia Records wieder eine Perle aus Dylan`s Bootleg-Schatzkiste veröffentlicht. Es ist das komplette Konzert vom 31.Oktober1964 aus der noch akustischen Folkstar-Zeit. Es ist vielleicht auch eines seiner besten Folk-Konzerte, denn Dylan ist "sehr gut drauf", spielt die Lieder mit echtem Gefühl und er kommuniziert auf sehr angenehne Weise mit dem Publikum, was für den späten Dylan Seltenheit wird. Die Lieder entsprechen eigentlich den Originalen, aber durch seine gefühlvolle Ausdrucksweise erhalten sie eine neue Interpretation. Weiterer Höhepunkt des Konzertes ist das Duett mit Joan Baez.
Das Halloween-Concert ist nicht nur ein Genuss für Folkies, sondern man hört Dylan auf eine sehr sanfte, ausdrucksstarke Art zu singen und seine Lust am Spielen hält den Zuhörer im Bann. 5 Sterne reichen da nicht!
"Ein Wahrer Genuss!!!"
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. April 2009
Jahrzehntelang war dieses Album nur als Bootleg erhältlich, bevor Columbia einen der interessantesten Live-Mitschnitte aus Bob Dylans Laufbahn auf den Markt gebracht hat. Die kristallklare Aufnahme aus der New Yorker Philharmonic Hall im Jahr 1964 zeigt uns Dylan in schlichter Größe - mit klarer Stimme, deutlicher Pronouncion und bemerkenswert sauberem Gitarrenspiel. Aus dem zeitlichen Abstand heraus lässt sich heute ohne Übertreibung sagen, dass dieser Auftritt ein historisches Ereignis war. Erst ein Vierteljahr war vergangen seit "Another Side of Bob Dylan", und nur wenig später sollte mit "Bringing it all Back Home" ein überwiegend elektrisches Album erscheinen, das aus der Sicht vieler Fans Dylans Abkehr von der Folkmusic markiert.

Heute ist offensichtlich, Folkmusic war immer auch ein Ausdruck der individuellen Möglichkeiten ihrer Performer, doch 1965 schrien viele Fans Verrat, als Bob Dylan zur elektrischen Gitarre griff. Pete Seeger griff beim Newport Folk-Festival zur Axt, um die Stromleitungen zur Bühne zu kappen. Zwischen alledem lag also dieser Konzertabend. Ein Abend unter Freunden, so scheint es, mit für heutige Verhältnisse eher langen Ansagen und in einer - trotz der unüberschaubar großen Halle - fast persönlichen Atmosphäre. Doch vielleicht auch der Abschied von einem Image, oder besser: einer Erwartungshaltung, die sich zu diesem Zeitpunkt überlebt hatte. Bob Dylan wollte keine Folk-Ikone sein.

Fakt ist: Was zu dieser Zeit geschah, war keine Weichenstellung, sondern eher das weite Öffnen einer Tür. Seither kann jeder auf seine ganz eigene Weise Musik machen. Crosby, Stills Nash & Young haben mit "4 Way Street" ein legendäres Album eingespielt, das beide Seiten der Band zeigt, elektrisch und akustisch. Tracy Chapman kann heutzutage ein großes Publikum mit Band oder solo an der Akustik-Gitarre überzeugen. Aber das das alles so ist, verdankt sich sehr weitgehend Bob Dylan und seinem Mut zur Veränderung.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. September 2012
Einfach Bob Dylan - Einfach Klasse
Bob Dylan ist einzigartig , er ist der Grösste was Texte und Musik anbelangt
keiner wurde öfter gecovert
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. März 2004
...könnte das Motto dieser Veröffentlichung lauten. Auf der einen Seite erhält der Käufer eines der klassischen Dylan-konzerte in einwandfreiem Sound, auf der anderen Seite muß man sich natürlich fragen wer einen etwa 40 (!) Jahre alten Mitschnitt braucht, von welchem er ohnehin wahrscheinlich das Boot... im Regal stehen hat. Auf der einen Seite erhält man ein komplettes akustisches Konzert zur Tour von "Another Side of..." und erlebt den jungen Meister in guter Form, auf der anderen Seite zeigt diese Veröffentlichung ein weiteres Mal die Unfähigkeit des Managements von Dylan (oder wer auch immer verantwortlich sein mag) zeitgemäßes Material zu veröffentlichen. Die Liste der Fehlgriffe ist lang (Ultimate Collection, Songauswahl Dylan Unplugged CD, Bonus DVD Bootleg Series 5, Dylan SACD-Remasters etc.) und hört wohl niemals (Unplugged DVD). Mich würde es nicht wundern wenn zu Weihnachten "The Bootleg Series Vol. 7: The complete Gaslight Tapes" erscheinen würde ;-) Highlights auf dem Album sind die Songs "Gates of Eden" und "It's allright, Ma"! Schlimm sind die Darbietungen mit Joan Baez. Hier zieht es dem Zuhörer fast die Schuhe aus...
33 Kommentare| 9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden