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am 7. Juni 2012
>>> ZUM FILM <<<
Wenn man sieht, wie mainstreamorientiert - und austauschbar - die neueren Filme von David Fincher sind, mag man kaum glauben, dass er einstmals Filme gedreht hat, die tiefe Spuren in der Filmgeschichte hinterlassen haben. Wenn auch ALIEN 3 im Jahr 1992 für den damaligen Regiedebütanten ein Projekt war, bei dem er aufgrund zahlreicher Querelen nur scheitern konnte, so lässt der Film doch erahnen, wie gut er hätte werden können, wenn Fincher ein paar Jahre später mit dessen Realisierung betraut worden wäre. So lief er erst mit SIEBEN und natürlich mit FIGHT CLUB zur Höchstform auf. Dazwischen schickte er noch Michael Douglas in THE GAME auf einen surrealen und abgründigen Trip, bei dem ein ebenfalls überragender Film nur unter einem inkonsequenten und unglaubwürdigen Ende zu leiden hat.

FIGHT CLUB hingegen ist in jeder einzelnen Filmminute mehr als konsequent und zeigt einen grandiosen Mix aus Satire, Drama, Thriller und Actionfilm. Mehr noch: Diese sehr brutale und anarchistische Gesellschaftskritik war 1999 ein genialer Blick zurück auf das damals ausklingende 20. Jahrhundert.
Das auf einer Romanvorlage basierende Drehbuch wurde von einem Autor geschrieben, der sein Skript am Ende seines Lebens vermutlich als seinen kreativen Höhepunkt bezeichnen wird: Geschliffene Off-Komentare, Dialoge und originelle Storyideen geben sich im Minutentakt die Klinke in die Hand, um eine Geschichte zu erzählen, die irgendwo zwischen Wahnsinn und Genialität der handelnden Charaktere angesiedelt ist.
Und doch fühlten sich zum Zeitpunkt der Kinoauswertung zahlreiche Zuschauer von der Geschichte und der Fincher'schen Art der Inszenierung überfordert. Zu schräg, zu düster, zu abgründig und zu nicht-linear wurde FIGHT CLUB erzählt. Ein Film, der seine volle Wirkung erst erzielen kann, wenn man bereit ist, ihm und seinen Protagonisten uneingeschränkt zu folgen. Soll heißen: FIGHT CLUB zielt voll auf die Synapsen seiner Zuschauer (was schon der brilliant animierte Vorspann andeutet), verlangt von diesen jedoch 100% Aufmerksamkeit. Das Fazit: Der Film erfüllte nicht die Erwartungen der Geldgeber und der damalige 20th Century Fox-Chef, der den Film und David Fincher jederzeit unterstützt hat, musste seinen Hut nehmen. Aber nur Dank Finchers grandioser, wenn auch wenig massentauglicher Inszenierung und dem breiten Kreuz des damaligen 20th Century Fox-Chefs existiert dieser Geniestreich überhaupt. Dieses einzigartige und mutige Monument von einem Film sucht tatsächlich seinesgleichen.

Dass unter David Finchers meisterhafter Regie Edward Norton, Brad Pitt und Helena Bonham Carter zur Höchstform auflaufen, braucht schon beinahe nicht mehr erwähnt zu werden - dass jedoch Meat Loaf mit einer unerwartet beeindruckenden Leistung zu gefallen weiß, hingegeben schon.

FIGHT CLUB ist sicher nicht für jeden leicht zugänglich und sicher auch nicht jedermanns Sache. Wenn Zuschauer ihm jedoch vorwerfen, gefährlich und / oder gewaltverherrlichend zu sein oder ihn pauschal als "öde Pseudo-Kunst" bezeichnen, dann müssen sich jene Zeitgenossen völlig zu Recht die Frage gefallen lassen, ob sie den Film verstanden haben haben...

>>> ZUR BLU RAY <<<
BILD (gesehen auf 50 Zoll-Display)
Die vorliegende Veröffentlichung ist sowohl der DVD-Fassung als auch der Blu-Ray-Erstveröffentlichung deutlich überlegen. Das Bild wurde restauriert und neu abgetastet, so dass die wichtigen Werte, wenn auch nicht referenzverdächtig, doch allesamt einer HD-Veröffentlichung würdig sind.

TON (gehört mit 7.1-Set)
Der Ton wird sowohl im "kleinen" (da datenreduzierten) DTS-HD Format dargeboten = DTS-HD HR 7.1, als auch im schon aus "alten" DVD-Zeiten bekannten DTS ES 6.1-Format. Somit dürften auch die HD-Sound-Fans zufriedengestellt werden. Der Ton zeigt sich dabei über alle Zweifel erhaben. Zwar überwiegen in FIGHT CLUB die Dialogszenen aber auch in den selteneren Actionsequenzen weiß der Sound mit einer sehr guten Surroundatmosphäre, einer ebensolchen Dynamik und beeindruckenden Bässen zu gefallen.

EXTRAS
Diese sind sehr umfangreich und werden diesem Meisterwerk auch inhaltlich mehr als gerecht. Die Highlights sind:
- 4 Audiokommentare
- Making-Of
- mehrere Deleted Scenes
- mehrere Featurettes
-> der interessierte Fan kann sich stundenlang an informativen Extras erfreuen

>>> FAZIT <<<
FIGHT CLUB ist in meinen Augen neben SIEBEN bis heute DAS ünübertroffene Highlight in David Finchers Gesamtwerk. Ein jederzeit ebenso humorvoller wie auch brutaler, durchgeknallter und origineller Blick auf die Folgen, Auswüchse und Fesseln der modernen Konsumgesellschaft inkl. dem Versuch, sich derer zu entledigen! Wer von diesem Film noch nichts gehört hat, muss die letzten Jahre im Tiefschlaf verbracht haben. Wer ihn noch nicht gesehen hat und neugierig ist, für den ist die Blu-Ray quasi ein Pflichtkauf. Von mir gibts eine DICKE Kaufempfehlung!
11 Kommentar| 15 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
VINE-PRODUKTTESTERam 4. September 2017
Der namentlich nicht genannte Protagonist (Edward Norton) ist gelangweilt von seinem Beruf und seinem Leben an sich. Während einer Geschäftsreise trifft er einen recht schrägen Typen namens Tyler Durden (Brad Pitt) und kommt mit ihm ins Gespräch. Wieder zu Hause angekommen, stellt der Protagonist fest, dass seine Wohnung durch eine Explosion völlig zerstört wurde. Er erinnert sich, Tylers Nummer zu haben, also ruft er ihn an und verabredet sich mit ihm in einer Kneipe. Schließlich zieht der Protagonist bei Tyler ein, in eine heruntergekommene Villa irgendwo in der Stadt. Beide entwickeln eine Vorliebe für Schlägereien, jedoch nach einem ungewöhnlichen Prinzip: Es sind sozusagen "freundschaftliche" Schlägereien, bei denen die Beteiligten keine Probleme miteinander haben, sondern sich einfach mal so verkloppen wollen. Das führt zur Gründung des "Fight Club", bei dem sich etliche Männer regelmäßig nachts im Keller einer Bar treffen, um sich mal so richtig gegenseitig aufs Maul zu hauen. Doch es passiert noch etwas ganz anderes: Tyler ruft das "Projekt Chaos" ins Leben, von dem der Protagonist aber nichts weiß. Dahinter verbirgt sich eine geplante Reihe von Angriffen auf die Öffentlichkeit, was irgendwann terroristische Ausmaße annimmt...

Für diejenigen, die den Film noch nicht gesehen haben, spoilere ich jetzt mal nicht. Aber es sei gesagt, dass Fight Club, der Thriller von David Fincher aus dem Jahr 1999 (es ist die Verfilmung des gleichnamigen Buchs von Chuck Palahniuk) einen der besten Story-Twists überhaupt hat - und eines der besten Enden (Stichwort: "Where is my Mind?"). An diesem Film stimmt so gut wie alles: Die Darsteller sind brilliant, die Geschichte ist spannend, originell und wendungsreich, die gesamte Inszenierung passt einfach. Die meisten Leute, die sich für harte Thriller interessieren, werden Fight Club eh schon gesehen haben - diejenigen, auf die das nicht zutrifft, sollten es unbedingt nachholen. Kaum zu glauben, dass dieser außergewöhnliche Film von dem gleichen Regisseur ist, der Jahre später so einen Langweiler-Kram wie The Social Network gedreht hat...
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am 21. Juli 2017
Versand, Verpackung und Ware einwandfrei.
Und zum Film muss man nichts mehr sagen: einer der genialsten Filme ever, aufgehübscht für "neue" Technik :)
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am 5. November 2010
Über den Film Worte zu verlieren ist undankbar. Entweder, man liebt ihn, oder man hasst ihn. Ich persönlich halte 'Fight Club' für eines der ganz großen Werke der 90er Jahre und darüber hinaus. Klar, Fight Club ist und bleibt ein Actionfilm und ein durchgeknallter noch dazu. In manchen Dingen darf man ihn nicht so ganz ernst nehmen, aber dennoch ist es ein Film, der zum nachdenken über die heutige Gesellschaft einläd. 5/5 Sterne.

Der Hauptpunkt, der trotz der vorigen BluRay zum Kauf dieser Remastered BluRay führen kan, ist natürlich die Bildqualität, eventuell die Tonqualität. Der Rest macht ohnehin keinen Unterschied. Das Bonusmaterial und auch das Menü der neuen BluRay ist identisch. Dazu später mehr. Zum Vergleich der neuen 'Remastered' BluRay mit der Alten, habe ich mit einem nicht näher genannten Programm die Filme mit jeweils deutscher und englischer DTS/6.1 Tonspur als MKV auf meine Festplatte kopiert. Ich konnte beide Dateien parallel laufen lassen und damit wunderbar die Unterschiede feststellen. Manche Interessenten für diese Remastered BluRay haben unter Umständen schon einmal Bilder der US-BluRay gesehen. Ich würde sagen, dass diese remastered BluRay der US-BluRay visuell gleich kommt. Der Kontrast ist ist bedeutend höher und die Farbbrillianz hat sich dadurch ebenfalls erfreulich gesteigert. Zuletzt hat das Maß an Details dazu gewonnen - und zwar kräftig. Waren vorher einige Details, wie z.B. der abgestorbene Baum vor Tyler Durden's Haus kaum zu sehen - kann man sie jetzt klar ausmachen. Die Original BluRay hatte in einigen wenigen Elementen (vor allem in den Logos zu Beginn des Films) einige Unreinheiten auf dem Master. Hier wurden sie entfernt. Durch die deutliche Verbesserung des Bildes bemerkt man stärker als zuvor die Körnung des Masters an sich, doch wenn man nicht gerade direkt vor der Mattscheibe klebt, bemerkt es kaum.

Eine bessere Tonqualität gibt es nicht. Die vorhandenen Tonspuren sind im Grunde identisch. Nicht nur technisch, sondern auch im Hörvergleich konnte ich keine Unterschiede feststellen. Es gibt jeweils eine Deutsche und Englische Tonspur in DTS-HD High Resolution 7.1 @ 2046Kbps, DTS-ES 6.1 @ 1509Kbps und DTS Headphone Surround 2.0 @ 255Kbps - Auf der Hülle der Remaster BluRay wird von einer DTS-HD Master Audio 7.1 Tonspur gesprochen. Der Bitrate nach stimmt Das definitiv nicht! Einen klanglichen Unterschied zwischen DTS-HD 7.1 und DTS 6.1 habe ich nicht heraus hören können. Trotzdem freue ich mich als Besitzer einer 7.x Anlage über die HD Tonspur. Nur die DTS Headphone Surround Spur klingt deutlich schwächer, mitteltonlastiger und recht hohl im Vergleich.

Das Bonusmaterial ist überaus umfangreich. Es gibt allein 13 Teaser und Trailer, ein Musikvideo, 9 Nichtverwendete Szenen, zahlloses Material aus der Produktion, Gallerien aus Produktion, Szenenfotos, Kinoaushang, Presseheft, Flugzettel und und und...

Zusammen gefasst hat diese BluRay nichts neu erfunden. Es wurde lediglich der einzige wirklich große Fehler der ersten, deutschen BluRay zu Fight Club ausgemerzt. Das Bild ist deutlich besser. Der Ton war auch schon bei der Original BluRay einwandfrei. Das Bonusmaterial ist überaus umfangreich, jedoch nicht vollständig in HD vorhanden. Im übrigen entspricht es der Original BluRay. Es gibt kleine Patzer bei der Umsetzung, aber die ändern nicht wirklich etwas an der Benotung insgesamt. Die BluRay bietet ein Wendecover, um auf der Hülle das FSK Logo los zu werden. Macht euch keine Sorgen wegen des hässlichen Bildes hier bei Amazon. Es zeigt lediglich eine zusätzliche Papphülle um eine normale Amaray Hülle mit recht hübschem Cover. Manche nehmen das als Minuspunkt, doch ich sehe es pragmatisch: Eine Amaray kann man austauschen. Das innere einer Metallbox eher nicht. 4.75/5 - aufgerundet 5/5 Sterne. Für Fans des Films lohnt sich der Kauf auch dann, wenn man die originale BluRay schon besessen hat.
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am 2. Juni 2017
Fight Club ist einfach ein Klassiker, den man unbedingt kennen sollte. Also wer ihn noch nicht gesehen hat, hat jetzt die Chance.
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am 17. März 2017
Regel Nummer 5 diesen Film kann man nicht bewerten.
Regel Nummer 6 es gibt diesen Film überhaupt gar nicht.
So!
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am 8. Dezember 2011
Es gibt viele gute Filme. Einzelne sehr gute Filme. Und wirklich wenige Meisterwerke. Der Film, der sich Ihnen hier präsentiert, ist wahrlich ein Meisterwerk. Fight Club - Die Schönheit der Zerstörung.

Die Rezensionen sind durchwegs gut ausgefallen. Eigentlich bedarf es nicht noch einem Lobgesang. Aber es muss sein. Fight Club beinhaltet alles, was mir eine moderne Geschichte erzählen soll. Ein kreativer Vulkanausbruch, der mich ab der ersten Sekunde in eine gänzlich einzigartige Welt hineinversetzt, die Perspektive eines unter Schlaflosigkeit leidenden Rückrufkoordinator einer namhaften Autofirma, und die fortan niemals langweilt, niemals plump wird, und immerzu den Köder auswirft und mich so gierig durch die Minuten des Films zieht.

Konsum, Zerstörung, Existenz, Gewalt, Männlichkeit, Kultur. Aufbauend auf diesen Film könnten ganze Philosophiekurse gefüllt werden. Das Positive dabei: Der Film bildet sich nichts ein. Er versucht nicht zu belehren, wirkt niemals prätentiös. Alle Botschaften werden in interessante Dialoge, skurrile Situationen und vor allem schlau gezeichnete Charaktere verpackt. Chuck Palahniuk konnte mit seiner Buchvorlage schon einiges an Aufsehen erregen und der zu dem Zeitpunkt relativ junge David Fincher, welcher vier Jahre zuvor mit "Sieben" begeistern konnte, wusste den Geist des Romans in umständlichen, aber lohnenden Szenen umzusetzen. Achten Sie auf die kleinen Zwischensequenzen, die hier und da mit Erzählerstimme unterlegt sind. Fincher schafft eine Symbolpracht zu kreieren, die stimmig bleibt, durch Kostüm, Kamera und Schauplatz an Kraft gewinnt. Die Bilder werden mit so einer Leichtigkeit eingestreut, als ob sie beiläufig sind, unabsichtlich hinzugefügt. Für den aufmerksamen Zuseher offenbart sich jedoch ein selten gesehener Tiefgang, der Bedeutung, in der noch kleinsten Szene findet, noch im kleinsten Baustein.

Ein Fim, der einfach alles hat. Wer ihn noch nicht gesehen hat, keine Sekunde zögern und zuschlagen! Ich bin neidisch auf Sie. Das erste Mal, ist immer am schönsten.
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am 30. Oktober 2000
Dieser Film hat mich irgendwie nachdenklich gemacht. Man muss sich mal vorstellen das in unserer Gesellschaft Millionen rumlaufen die so krank sind wie der darsteller in diesem Film. Diesen Leuten muss geholfen werden bevor sie etwas böses anstellen. Nur leider wissen die betroffenen nicht was mit Ihnen los ist. Dieser Film hat mich beindruckt er zeigt wie "man" sein kann ohne das man es merkt und wenn man zur Besinnung kommt ist es zu spät. er hätte einen Oskar verdient.
Gruss Buddy
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am 27. März 2017
Die Idee des Films und die Art der Umsetzung ist durchaus gut, insgesamt allerdings etwas zu "sinnlos, exzessiv brutal" - für meinen Geschmack.
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am 13. Juli 2017
Düsternis durchtränke unser Leben,
fight club erwache und setze ein Zeichen,
ja eben danach lasset uns hingebungsvoll streben,
gestellt schon längst sind des Dahinschleichens Weichen.

Gefahren sie herrschen und Gesellschaftskritik entstünde,
ein Film er wahrhaftig einer Sichtung nun wert,
drum somit ich ein Lob der Dichtung hiermit verkünde,
ein Werk so gefährlich wie die Kling' von Messer und Schwert.

Vor einem halben Jahre, als ich die Rezension schrieb, lief "Fight Club" von David Fincher ("Verblendung", "Sieben", "Gone Girl") im TV und ich bin von der Düsternis zwar mitnichten entzückt, halte diese aber in diesem Bereich Film für ganz und gar notwendig, sie TRÄGT Fight Club regelrecht.
Was wurde das Werk zum Erscheinungszeitpunkt verunglimpft und herabgewürdigt, Grundgütiger, welch drastische Kritik.
Heute hingegen möge man sich hüten, ein Werk wie Fight Club (war es einstmals bereits ein Relikt der Vergangenheit oder doch eher seiner Zeit voraus?) anzuprangern.

Bereits die Einleitung dringt im wahrsten Sinne des Wortes direkt in uns ein, diese "Drähte" wie sie dem Inneren unseres Gehirns gleichen, aufgegriffen in ähnlicher Form u.a. 2002 in "Metroid Prime", bemerkenswerte Bilder die haften bleiben, die direkt in das Reich unseres Gedankenguts führen, grelle und helle Schriften fungieren aller Dunkelheit zum Trotze als Kontrast und machen die Namen im Rahmen der Titelsequenz umso erkennbarer in ihrer Erscheinung - und im Übrigen spielen Namen im Gesamtwerk Fight Club ohnehin eine tragende Rolle.
Die Hauptperson, d.h. eine von ihnen, nämlich Edward Norton, wird nunmehr als vonnöten seiender erzählerischer Anker des Films eingeführt, wenn er seine Geschichte wiedergibt, hält dieses Rennboot von einem Film für einen Moment an, hält inne und lässt die Handlung nicht nur Gestalt annehmen, sondern infolgedessen auch revue passieren...
Uns ereilt sofort der Würgegriff der Wahrheit, denn der erste im Film genannte Name ist Tyler (Pitt), dieser Schatten von einer Zweitexistenz wird in seiner allgegenwärtigen Präsenz noch eine wichtige Rolle spielen.
Visuell wissen wir uns bereits berauschen zu lassen, so vermögen uns die nächtens gefilmten Hochhäuser wahrlich zu verblüffen, unsere Sinne der Sehkraft gänzlich zu betören, obgleich man für Schwärze im Bilde doch sehr viel übrig haben sollte, bunte Farben des Tageslichts werden Sie demnach vergebens suchen.
Viele Sätze werden beiläufig erwähnt und haben mehr zu sagen als wir es zunächst angenommen hätten, so etwa: "Alles ist eine Kopie."
Einige Minuten über entsteht mehr Erzählung als Dialog, Edward Norton erzählt seine Geschichte äußerst detailgenau, das begrüße ich außerordentlich, Actionfans sollten jedoch darauf vorbereitet sein, denn auch wenn das Cover sehr maskuline Züge annimmt, handelt es sich in erster Linie um ein Dialog-Drama - und eben um eines besagter Nacherzählungen, nicht jedoch um lautes Schießkino.
Die baldigen (gar leisen) Gesänge kirchlicher Art, wie wir sie aus dem Hintergrund vernehmen, verleihen der Tiefe noch mehr Charakter.
"Jeden Abend wurde ich wiedergeboren", u.a. in diesen Worten offenbart sich die Einführung der geheimnisvollen Protagonistin von Helena Bonham Carter, in Zeitlupe ist sie nun zu sehen und zu bewundern.
In seinen Gedankenwelten trifft Norton diese Dame in einer surreal anmutenden Höhle, die Bilder nicht ganz so dunkel wie eh und je, aber nach wie vor von Düsternis geprägt.
"Wenn Menschen denken dass du stirbst, hören sie dir wirklich zu", ist ebenfalls einer ihrer interessantesten Sätze, Carter steht dem Tode ausgesprochen nahe und geht wenig sorgsam mit ihrem Leben um, vielmehr täte sie auch kaum gut daran, denn ihr Zielort scheint das Jenseits zu sein, zumindest noch zum gegenwärtigen Zeitpunkt.
Norton's Leiden unter Schlaflosigkeit trägt mit dafür Sorge, dass er die Dinge teilweise sehr intensiv wahrnimmt, andererseits aber entgeht ihm im Gegenzug auch einiges Bedeutsames.
Kritiker sagten einstmals sinngemäß, der Film setze lediglich pseudophilosophische Akzente, nun, an die Tiefe von Mike Leigh's Meisterwerk "Naked" reicht "Fight Club" zwar nicht heran, auf das Wort "Pseudo", würde ich dennoch dankend verzichten wollen, Philosophie bleibt Philosophie und so auch hier!
Mutige Ansätze fanden sich auch in der Flugzeugszene, "ich bete um einen Flugzeugabsturz", ist hier der am ehesten zu erwähnende Satz, die nihilistisch anmutenden Inhalte erfassen und ergreifen Sie mit mörderischer und doch irgendwo magischer Wucht, was dem Film unheimlich viel Profil verleiht.
Tyler und Norton lernen einander nun endlich kennen, sofern sie sich nicht unbewusst längst nahe standen, alsbald hält Tyler Vorträge über Konsum und die allgegenwärtigen Was-sind-wir-Fragen, seine Worte wirken oftmals etwas zynisch, zeigen aber einen interessanten Charakter und lassen Pitt im Übrigen einen Imagewandel herbeiführen.
Tyler ist teilweise auch im Filmbereich tätig, es kommt zu klassischen Erklärungen bezüglich der Filmvorführung im Kino, kurz vor dem Abspann wird der Film auch noch einmal auf humorvolle Weise darauf zurückkommen, die Film-im-Film-Situation ist zweifelsohne recht amüsant umgesetzt worden und einige der wenigen "warmen", fast schon belustigenden Seiten dieses drastischen Dramas, kommen hier erstmals zutage.
In der ersten "Fight"-scene hat der Soundtrack abermals die Möglichkeit, ein enormes Maß an Wiedererkennungswert zu offenbaren und unter Beweis zu stellen, dass die Klänge wahrlich giftige Gestalt anzunehmen imstande sind.
Tylers Domizil des Wohnens, Norton wird selbigem beiwohnen, ist äußerst groß, dafür jedoch zerfallen, düster, verlassen und als kaum Gegenstände beinhaltend zu bezeichnen.
Ironischerweise findet der nun zwar noch nicht allzu sehr wachsende, aber doch zu leben beginnende (titelgebende) Fight Club schnell Mitglieder und diese, so schmerzhaft es auch klingt, finden Halt bei ebensolchen Treffen, es entwickelt sich zu einer Art "Religion", sich dem Club anzuvertrauen, sich selbigem hingebungsvoll zu widmen, Tyler bildet die Mitglieder regelrecht aus, etwa wie Benoit aus "Mann beißt Hund" seine Kameraleute ebenfalls "umschult".
Die stark ausgeprägten Zerstörungsgelüste sollen Tyler an einen, wie er sagt, Nullpunkt führen, unser Universum soll sozusagen ausgeblendet werden, es entwickelt sich eine neue Welt, bestehend aus Déjà-vu-Erlebnissen und brachialer Brutalität.
Im wahrsten Sinne des Wortes ließe sich auch sagen, dass der Tod und er allein, Bonham Carter und Tyler zusammengeführt hat, zudem ist es kein Zufall, sondern schicksalhafte Bestimmung des Grauens, dass Tyler und Norton derselben Frau verfallen, wenn auch im Herzen nur Norton, drum kann letzterer deren sexuelle Ausschweifungen mitnichten ertragen, gleichwohl er seine Gefühle für sie zunächst leugnet, zumindest in Gegenwart des Konkurrenten und Kontrahenten, wir jedoch wissen wie sehr er ebendiese Gefühle für sie hegt.
Sie spricht angenehm in Rätseln, es verleiht ihr mehr Tiefgang und entgegen der Ansicht anderer, wirkt dieser nicht allzu aufgesetzt auf mich.
Als erfrischende Abwechslung fungieren die kurzen Ausflüge in die Welt der Chemie, von welcher ich kaum etwas verstehe.
Tyler hält abermals Vorträge, welches Mischverhältnis von diesem führt zu welcher chemischen Reaktion von jenem und dergleichen mehr.
Kurz darauf folgen Qualen, Zeichen dringen in Edwards rechte Hand (besagter Film "Naked", den Pitt auch kennt und lobt, lässt grüßen, "...sie werden sich in festen Zeichen formatieren...das Spiel ist aus, Brian!"), Tyler verkauft uns die Leiden als ein Faszinosum, setzt Qualen mit Erleuchtung gleich, zudem zeigt sich in Bälde erneut, wie sehr Tyler Konsum abzulehnen vermag und wie er somit ein ganzes Gesellschaftssystem angreift.
Edwards einstige Zurückhaltung (die erst gegen Ende als "Echo aller Furcht" wiederkehrt) scheint langsam den Übertreibungen zu weichen und ist somit nur noch in begrenztem Maße existent, extrem ist beispielsweise die Art wie er sich von seinem Arbeitgeber löst und diesen obendrein um einige Scheine erleichtert, entledigt sich der ehemalige Chef doch nun zunehmend seiner Gelder und unterstützt damit indirekt (und unfreiwillig!) den Fight Club.
Interessant und auf eine unverschämt-einschüchternde Weise "sympathisch", ist auch die Szene mit dem Angstzuständen ausgesetzten Biologiestudenten, eine merkwürdige Art "gefördert" zu werden, wirksam womöglich durchaus, aber nicht zur Nachahmung bestimmt!
Auch in den baldigen späteren Szenen des Werkes, lässt sich dieses Ungeheuer von einem Film noch nicht so recht einem bestimmten Genre zuordnen, vielmehr fühlt es sich zu "Höherem" bestimmt, will als etwas gänzlich Eigenständiges und Unverkennbares wahrgenommen werden, anstatt einer Schublade zugeteilt zu werden und "nur" als Genrebeitrag zu gelten.
Tylers Mannschaft verwesenden Abschaums, um es mal etwas undiplomatischer auszudrücken, sitzt in Kürze lachend am Nachrichtenbildschirm, als im Fernsehen über die Missetaten ihrer Untergrundorganisation berichtet wird.
Der Grundgedanke gegen ein festgefahrenes und zugleich auch oftmals schwachsinniges System vorzugehen, ist mir auf den ersten Blick sehr sympathisch, nur treibt es der Fight Club inzwischen wahrlich zu weit, das Geschehen eskaliert wo es nur kann, die Mitglieder, inzwischen der Definition eines Verbrechers ähnelnd, werden zunehmend fanatischer, eine Art "im Team" arbeitende Terrorgemeinschaft im Zusammenhalt des Todes.
Trotz der Übertreibungen "maskuliner" Handlungen, handelt es sich in meinen Augen nicht direkt um einen Macho-Film, auch sonderlich unrealistisch erscheint er mir in unserer angeschlagenen Welt keineswegs, zumindest zelebriert der Film seine Inhalte nicht allzu sehr, sondern er kann im entferntesten Sinne auch als Kritik verstanden werden, jedoch nicht nur am Fight Club selbst, sondern in erster Linie bitteschön an alledem, wogegen der Fight Club überhaupt erst entstand und antrat, Rebellion als Religion.
Es ist - und das will wahrlich was heißen - der finsterste Fincher-Film, insbesondere ab "Projekt Chaos" kennt das Werk keine Grenzen mehr!
Norton weiß nicht mehr wie ihm geschieht beziehungsweise kann es weniger einschätzen denn je, gleichwohl er andererseits langsam erkennt in welch waghalsiges Projekt er reingeriet.
Die Fight Clubs breiten sich nunmehr überall aus und es kommt zu Identitätsfragen zwischen Norton und Tyler, Norton glaubt letzterer zu SEIN, oder glaubt er überhaupt noch irgendetwas und wenn ja, welcher Grundlage bedienen sich selbige Gedanken?
Tyler (sofern er nicht inexistent ist, wobei vermutlich selbst dann noch oder gar erst recht) kontrolliert jeden Gedanken seiner Schöpfung, seine Schöpfung ist die Gruppierung des Fight Club, ein Finale entfaltet sich nun so schnell und im Übermaße, Bonham Carters Bus in die Freiheit scheint ebenfalls erneut am falschen Ort aufzutauchen, alles erweist sich als unbeschreiblich, nichts ist mehr greifbar, wir fühlen nahezu nichts und glaubet mir: DAS ist ebenfalls ein intensives Gefühl!

Das eigentliche Ende, sozusagen das Ende der Enden, denn der ganze Film gleicht einem einzigen apokalyptischen Endstoß, ist in meinen Augen nicht konsequent genug, weswegen ich auch den fünften Stern abziehe.
Zwar stürzen Gebäude ein und Seelen wurden geradezu vernichtet, doch das lieblich-sanft Hand in Hand stattfindende Blicken auf die Skyline, Carter und Norton nun scheinbar vereint (für wie lange ist des Schusses wegen ungewiss), ist in Anbetracht des Grundtons des Films zu "harmlos", hier hätte ich mir ein Ende gewünscht, welches uns völlig erschüttert und schweißgebadet zurücklässt, das ist aber auch mein einziger nennenswerter Kritikpunkt und vielleicht benötigt ein solcher Film auch diese wenigen "leichteren" Ansätze, denn zumindest für einen derart bekannten Film, handelt es sich nun wirklich um einen Schlag in die Magengrube und umso erfreuter bin ich, dass dieser nicht sonderlich heitere Beitrag zur Filmgeschichte dennoch solchen Anklang findet.
Trotz aller Härte ein extrem sensibler, geradezu zerbrechlicher und außerordentlich feinfühliger Film, wie ich ihn Ihnen sehr ans Herz legen möchte.
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