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am 18. Januar 2004
Alicia de Larrocha hat sich zeit ihres Lebens für die - auf Konzertpodien und in CD-Aufnahmen - vernachlässigte spanische Klaviermusik eingesetzt; Komponisten wie de Falla, Albeniz oder Granados wurden erst durch ihre maßstabsetzenden Einspielungen in das rechte Licht gerückt. Vor kurzem nun hat sie, im Alter von 80 Jahren, ihre lange Konzertlaufbahn beendet. Zeitgleich hat RCA die hier vorliegende Aufnahme veröffentlicht, welche allerdings schon aus dem Jahre 1994 stammt. Diese lange Zeitspanne zwischen Aufzeichnung und Veröffentlichung erscheint umso unverständlicher, je intensiver man sich dieser CD widmet - eine Aufnahme dieser Qualität der Öffentlichkeit vorzuenthalten, ist geradezu sträflich.
Mit Ausnahme der „Goyescas" ist das Klavierwerk Enrique Granados' verhältnismässig unbekannt. Umso erfreulicher ist es, hier einige selten gespielte Petitessen vorzufinden, die zuvor kaum Beachtung fanden. Zu Unrecht, wie die zum Zeitpunkt der Aufnahme noch ganz auf der Höhe ihrer Kunst befindliche Alicia de Larrocha beweist. Schon das erste Stück der „Escenes romanticas" - eine Mazurka, die jedoch herzlich wenig mit den von Chopin komponierten zu tun hat - zeigt eine verführerische Mischung romantischer Klangsprache mit dem so unnachahmlichen katalanischen Idiom. Die in Barcelona geborene Pianistin legt dabei eine elegant-unaufdringliche, sehr flüssige und in den vielen, für Granados so essentiellen Klangfarben schwelgende Spielweise an den Tag. Die etwa im fünften, „Allegro appassionato" überschriebenen Stück geforderten technischen Hürden nimmt sie mit einer beeindruckenden Lässigkeit.
Die übrigen Stücke dieses Zyklus wie auch die folgenden „Bocetos" (Skizzen) sind überwiegend kurze Charakterstücke - mal im Stück eines Nocturne, mal tänzerisch - und stehen dabei Schumann näher als etwa Chopin. Insbesondere die abschließenden „Cuentos de la juventud" gemahnen nicht nur vom Titel an die Kinderszenen op. 15 des deutschen Komponisten, auch wenn Granados zweifellos eine ganz eigene Klangsprache entwickelt hat. De Larrocha zeigt dabei viel Einfühlungsvermögen und führt den geneigten Hörer in eine faszinierende, intime Klangwelt. Zweifellos handelt es sich dabei nicht um Meisterwerke pianistischer Kompositionskunst; jedoch auch um weit mehr als nur leichte Salonmusik. Das Stück „Canción de mayo" etwa sei ein exzellentes Beispiel für das melodische Geschick Granados' auch und gerade im Umgang mit der kurzen Form genannt.
Die klangtechnisch hervorragend eingefangene Aufnahme hat zwar ein lieblos verfaßtes Booklet und eine relativ kurze Spielzeit (52 Minuten), kann aber aus musikalischen Erwägungen heraus nur wärmstens empfohlen werden.
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