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Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen
184
4,7 von 5 Sternen
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am 17. Februar 2007
Gleich Vorweg, ich finde alle Toolalben spitze. Jedes Album dieser Band ist traumhaft schön, sehr ausgereift und vor allem musikalisch auf höchstem Niveau.

Lateralus, das Album das vielen nicht allzusehr gefallen hat, da es eine Art Umschwung war, ist meiner Meinung nach mit eines der genialsten Platten die es gibt. Perfektionistische Meldoien, Tracks die sich vom ruhigen, hypnotischen immer mehr und mehr erweitern. Songstrukturen gibt es hier nicht - und das ist gut!

Die ALben von Tool, sind alle eine ganz eigene Entdeckungsreise, tiefgründige und trotzdem paradoxe texte, gepaart mit den wohl ausbalnciertesten Drumparts, die man errreichen kann, mit genialem Sänger, nettem Basseinsatz und nicht zuletzt genial einsetzender Gitarre.

Lateralus ist wie ein Fluss, der in einem Wasserfall mündet und anschließend ruhig weiterfließt. So könnte man auch gut die einzelnen Lieder beschreiben, die alles in allem ein göttliches Gesamtwerk abgeben.

Für mich ist Lateralus schlicht und einfach genial.

So hypnotische und fesselnde Musik wird heute nur noch selten produziert.

Und live ist die Band auch der Hammer! ! !
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am 22. Januar 2007
Als ich "Lateralus" von Tool das erste mal in meinen CD Player gelegt habe, wusste ich in keinster Weise was mich erwartet, aber ich war überrascht, als sich die ersten mechanisch und klinisch reinen Klänge von Tool wie gewaltige Lavawalzen in meine Gehörgänge prügelten um dort ewig zu verweilen.

Das ist mittlerweile knapp fünf Jahre her und die Begeisterung für Lateralus hat in keinster Weise abgenommen. Zugegebenermaßen ist es schwer einen Zugang zu den pompösen und komplexen Klangstrukturen zu finden, doch wer diesen erst einmal hat, wird seine helle Freude daran haben. Es lohnt sich auf jeden Fall sich mit Tool zu beschäftigen.
Aber was bietet Lateralus wirklich? Klinisch reine Sounds wie Krankenhauskacheln, gewaltige Groovemonster mit komlipzierten, aber ebenso eingängigen Rhythmen, die man nie wieder vergisst, egal wie sehr man es versucht, intelligente Spannungsbögen die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen, Höhepunkte die keine Erwartung unbefriedigt lassen und vorallem eins: Derben Gitarrensound und Drumsalven voll auf die Zwölf. Dazu Maynard James Keenans unverwechselbares Goldkehlchen, das in allen Ton- und Stimmungslagen einfach perfekt mit der Musik harmoniert. Hier unterstreicht sich alles gegenseitig und kürzt sich doch gegenseitig weg. Eins baut auf dem anderen auf und stürzt es gleichzeitig in den Abgrund.
Wer Lateralus kauft, bekommt ein Klangerlebnis, das sogleich verstörend wie intensiv ist und das man so nie wieder vergessen wird.

Der Stil der auf dem Vorgängeralbum "AEnima" vorgelegt wurde, wird hier bis ins Detail verbessert und erschafft ein Klangwerk, dass mir mehr als einmal die Tränen in die Augen getrieben hat. Die Texte sind einfach göttlich.

Man kann Tool Größenwahn vorwerfen, oder behaupten ihre Musik sei unzugänglich und nicht nachvollziehbar. Doch wer ein wenig Geduld aufbringt, wird diese Musik nie wieder loslassen können.

Zusätzlich habe ich mir vor kurzem auch noch die Vinylversion dieser Platte gekauft. Soundmäßig wird hier nochmal eins drauf gelegt. Die Tracks machen auf Platte nochmal um einiges mehr her und das Hörerlebnis wird angenehm verfeinert. Leider gab es auch einige Kritikpunkte an der LP-Version.

So war bei der ersten Scheibe, das Mittelloch zu klein und musste erst noch größer geschnitten werden. Ausserdem war es anscheinend durch die begrenzte Spielzeit pro Seite nicht möglich die beiden Tracks "Disposition" und "Reflection" hintereinander zu packen, wodurch der gut arrangierte Übergang natürlich dahin ist.
Trotzdem kann ich das Ding allen Leuten empfehlen, die mit Tool auch nur ein bisschen was anfangen können und natürlich auf Vinyl stehen.
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am 10. Dezember 2005
Diese CD ist in allen Kriterien, mit der man ein Album bewerten kann auf allerhöchstem Niveau und ist sowohl musikalisch als auch soundmäßig gesehen, das Beste, das ich bisher gehört habe.
Tool an sich ist eine, zugegeben, gewöhnungsbedürftige progressive Rockband, da man normale Rhythmen, Songstrukturen und Titellängen oftmals vergeblich sucht.
Grundsätzlich bei allen Songs überzeugt der Schlagzeuger mit Polyrhythmen, die auf aller höchsten technischem Niveau liegen und wirklich so komplex sind, dass sie auch nach 500X hören immer noch Überraschungen zeigen.
Die Gitarrenarbeit ist, abgesehen vom rhythmischen, nicht ganz so virtuos, jedoch technisch absolut solide gespielt und zu jedem Zeitpunkt songdienlich.
Der Bassist beeindruckt mit interessanten Wendungen und Riffs, die alles andere sind als stures Grundtonspielen im Takt der Bassdrum.
Letztendlich ist der Gesang absolut überzeugend und mitreißend.
Jeder Song für sich ist ein Epos.
Das Album fängt mit dem grolligen "The Grudge" an, das in einem fast unerkennbaren 5/4 Takt steht.
Dann kommt "The Patient", dass einem Wechselbad von Gefühlen gleichkommt und bei dem sich ruhige Teile mit krachigen Gitarrenriffs abwechseln.
Dann kommt "Schism". Ein Titel der wirklich so gut ist, dass es wert wäre, nur für diesen Titel die CD zu kaufen. Ein geniales Bassriff wird von interessanter Gitarren und Drum arbeit begleitet und mit interessantem Gesang gekrönt. Wirklich jede Sekunde dieses Songs, bis zum phänomenalen, krachenden Ende zieht einen in den Bann.
"Parabol" und "Parabola" sind im Grunde ein Song, einmal ganz ruhig und einmal rockig. Der rockige Part bietet dabei wunderschöne Gitarrenmelodien und einen Gesang, der sogar zum Mitsingen animiert.
"Ticks and Leeches" kracht einfach drauf los, hat aber einen interessanten Instrumentalzwischenteil, der sich dann zum genialen, rockigen Ende hin steigert.
"Lateralis" (könnte ein Druckfehler auf dem Cover sein) begeistert mit sehr coolem Gesang, unnachahmlichen Schlagzeugrhythmen und ist ein geniales Gesamtwerk.
"Disposition" ist ein ruhiges, relativ kurzes (5 min.) Stück, dass mit einer exotischen Bassmelodie (inklusive Bass Flageoletts, die ich noch nie gehört habe) und interessanten Bongo Rhythmen überzeugt.
Dieser Titel geht dann zu "Reflection" über, einem extrem langen Stück, das mit einem fast meditativen Percussion Intro, das aber keinesfalls langweilig ist, beginnt und dann irgendwann in einen relativ harten Teil mit genialem Gesang übergeht.
"Triad" ist ein Instrumentalstück, das mit eingängigen Riffs und interessanten Drums fesselt.
Soundtechnisch betrachtet stellt "Lateralus" alles in den Schatten, was ich bisher gehört habe. Der Sound ist 100% glasklar, jedes noch so kleine Detail eines jeden Instruments ist absolut naturgetreu zu hören und zu genießen. Der Drum-Sound ist eine Wucht, aber zu jeder Zeit definiert und jedes Teil des riesigen Drum Kits ist differenziert zu hören. Die Base klingt genial, Snare und Toms absolut perfekt und die vielen Becken sind ein Hörgenuss.
Die Gitarre und der Bass klingen absolut genial und der Sound passt immer zum Song. Man hört an manchen Stellen selbst das Verstärkerrauschen des Gitarrenamps. Das ist jedoch kein schlechtes Zeichen, sondern zeigt wie naturgetreu alles aufgenommen ist. Der Gesang ist glasklar, alle zusätzlichen Synthie-Sounds kommen überzeugend (wer einen guten Subwoofer besitzt sollte sich den Anfang von "The Grudge" mal richtig laut anhören!). Das Stereo Panorama ist ausgewogen und alles ist passend verteilt.
Abschließend gesehen ist "Lateralus" die CD, die ich mir kaufen würde, wenn ich mir in meinem Leben eine CD kaufen könnte.
Die Musik wird nicht Jedem gefallen, vor allem nicht dem, der „normale" Musik, wie sie im TV kommt, erwartet. Aber wenn man sich drauf einlässt, wird die CD auch nach 5 Jahren hören nicht langweilig, man entdeckt immer wieder Neues und ist immer wieder aufs neue fasziniert!
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Ich habe mir "Lateralus" damals, als es erschienen ist, gekauft; also vor über zehn Jahren. Ich hatte gelesen, was für eine tolle Band Tool doch sein sollen. Als ich die CD dann hörte, machte sich ein wenig Ernüchterung breit. So umwerfend fand ich die Musik gar nicht. Dazu muss ich sagen, dass ich damals gerade mal 20 Jahre alt war und sich mein Musikgeschmack noch im "Wachstum" befand. Heute finde ich "Lateralus" großartig. Tool klingen einzigartig, schon nach wenigen Sekunden eines ihrer meist überlangen und zuerst sperrig anmutenden Lieder erkennt man, um wen es sich handelt. Und obwohl ihre Songs fast durchgängig Überlänge haben, werden sie doch zu keiner Sekunde langweilig. Sie sind Progressive Metal, ohne auf Egomanen-Frickeleien zu setzen. Somit klingt der Vierer eher wie eine technisch anspruchsvollere Version von Alice In Chains als zum Beispiel eine 1000-Noten-pro-Sekunde-Frickelband wie Dream Theater. Diese Riffs, diese Bassläufe ("Schism" hat einen der besten Bassläufe überhaupt), diese Drum-Rhythmen, dieser spezielle Gesang: das alles ist grandios. Bei Tool spielen ausschließlich Vollprofis, die zwar zeigen, was sie können, dies aber nicht zur reinen Selbstdarstellung verkommen lassen. Hier zählt der Song. Und Songs der Spitzenklasse bietet "Lateralus", zum Beispiel mit "The Grudge", "Schism", "Parabola" oder dem Titeltrack. Diese sind nicht auf Anhieb eingängig, dafür ist ihre Komplexität einfach zu groß. Refrains gibt es nur hin und wieder mal, und die vertrackten Rhythmen (50 Taktwechsel pro Song kommen da schon mal vor, darunter dann auch so etwas wie ein 13/8-Takt) überfordern manch einen Hörer straighter Rockklänge. Aber so wirr das alles in Schriftform klingt, irgendwann krallen sich die Songs doch im Gehör fest. Und diese einzigartige, düstere, pyschedelische Grundstimmung habe ich auch noch bei keiner anderen Band herausgehört. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich diese Band schätzen gelernt habe, doch heute möchte ich sie -und vor allem ihr in meinen Ohren bestes Album "Lateralus"- nicht mehr missen. Ich kann verstehen, wenn jemand Tool als überbewertet bezeichnet, denn so dachte ich vor über zehn Jahren auch noch. Aber die Zeit gibt der Musik Recht.
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am 15. Februar 2013
Eins vorweg, diese Rezension bezieht sich auf die Picture LP. Das Lateralus Album im Allgemeinen bekommt von mir 5 Sterne. Die besagte Vinylausgabe kommt als Doppel-LP daher, jede Plattenseite ist mit einem Bild des menschlichen Körpers versehen. Sieht schick aus. Das Gatefold-Cover ist holografisch gestaltet. Nun ist allgemein bekannt, dass Picture LP qualitativ schlechter klingen als normales schwarzes Vinyl. Das ist hier der Fall, die Scheiben knacken und knistern, auch nach 2-3 Wäschen unverändert. Besonders hörbar wird das in den leiseren Passagen. Meine haben zudem noch Höhenschläge, das heißt der Tonarm macht eine Berg und Talfahrt.
Mein Fazit: Wer dieses Meisterwerk von Tool richtig genießen will, sollte lieber auf die CD zurückgreifen oder ggf. auf den Download.
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am 27. Juli 2007
Wie ausgeprägt sich eine Band doch entwickeln kann...
Bei den Jungs von Tool baut alles in irgendeiner Form aufeinander auf, mit jedem Album werden die Melodien komplexer, die Songs länger und die Löcher, die ins Innerste dieser Klangkonstrukte vordringen, werden immer tiefer gegraben. Und bei der Genialität der Arrangements übertreffen sie sich jedes mal selbst aufs Neue.
Keines der Alben klingt wie das andere, aber der Spirit ist allgegenwärtig und jagt wohlige Schauer über den Rücken.
Was also soll man nun vom dritten, echten Streich dieses Quartetts erwarten, als einen Longplayer, der die 5 Jahre Wartezeit von 1996 bis 2001 mehr als nur entschädigt? Die Erwartungen wurden sogar noch übertroffen...
Mit "The Grudge" als Opener haben Tool gleich einen Track an den Anfang gesetzt, der so ziemlich das komplette Arsenal an krummen Takten, knallhart-melodischen Riffs, raffinierter Schlagzeugarbeit und dem allseitsbekannten Sturm-im-Wasserglas-mit-Gänsehaut-Garantie-Orkan-Effekt auf einmal abbrennt; der Hörer wird sofort mit alten Suchtgefühlen konfrontiert. Diesen Track kann man getrost als Prolog des gesamten Albums interpretieren, denn die nachfolgenden Tracks gehen viel mehr auf die einzelnen "Themenbereiche" ein, wenn man es denn so nennen kann. So ist die gesamte Atmosphäre des Mittelteils düster, düster, düsterererererer. Beispielhatf hierfür sind Songs wie "Schism", "Lateralus" oder "Reflection". Es baut sich der Tool-typische Spannungsbogen auf, der von Song zu Song stärker gespannt wird - um sich mit dem letzten richtigen und komplett instrumentalen Track "Triad" schließlich mit aller Kraft zu entladen. Spaßig hierbei zum Schluss die Vertonung des Anrufs eines angeblich ehemaligen Angestellten aus AREA 51 bei einem amerikanischen Radiosender, der von Aliens und Gehirnwäschen berichtet und dessen Leitung und zufällig auch die Hälfte aller Anschlüsse der USA von einer auf die andere Sekunde mitten im Gespräch ausfallen. Der Track endet so abrupt wie das Gespräch, der Hörer (zumindest ich) bleibt mit einem mulmigen Gefühl zurück.
Was hier geschaffen wurde, übertrifft ein weiteres Mal das erwartet Unerwartete. Dieses Album sollte für jeden Zweifler nun der endgültige Augenöffner sein und beweisen, dass hier eine Musik geschaffen wird, der nun noch nichteinmal mehr der Begriff "Progressive" gerechtzuwerden vermag. Es klingt von Mal zu Mal mehr, als ob die Band ihre Einflüsse und Eingebungen aus einem Paralleluniversum beziehe. Umso beachtlicher ist es, dass es sich hierbei doch um ganz normale Menschen handelt, die ihre gerufenen Geister nicht durch Produzenten und wechselnde Plattenverträge vertreiben, sondern sich nur noch mehr in tiefsinnige Beschwörungen verstricken. Allein das zollt gewaltigen Respekt...
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am 7. September 2005
Tool entwickeln sich nicht weiter. Natürlich sind da gewisse typisch "toolische" Elemente, die sind aber eigentlich eher konstant und finden sich sowohl auf "Opiate", als auch auf "Undertow", "AEnima" und "Lateralus". Ansonsten machen Tool aber auf jedem Album was anderes und erfinden sich eher neu, statt sich weiterzuentwickeln. Am ehesten lässt sich das Album aber wahrscheinlich mit AEnima vergleichen.
Zuerst mal die Eckdaten: 78 Minuten, längster Song 11 Minuten, 14 Tracks inkl. Hidden Track.
Der Musikstil auf diesem Album lässt sich schwer beschreiben. Prog-Metal? Art-Metal? Es ist jedenfalls teilweise orientalisch angehaucht ("Disposition"/"Reflection"/"Triad"). Sehr atmosphärisch, spirituell angehauchte Texte und hypnotisierende Rhythmen und mehr als je zuvor werden Effekte eingesetzt. Die Tracks haben alle Überlänge oder hängen zusammen, das laut-leise Spiel, das hier perfekt inszeniert wird und das häufige Wiederholen von Melodien tragen nur zum hypnotisierenden Effekt bei.
Die Melodien sind komplex, die Lyrics kryptisch. Man wird aus dem Album zunächst nicht schlau und wird davon eher abgeschreckt. Man muss es einfach ein paar mal hören, um Zugang zu finden. Außerdem sollte man sich voll auf die Musik konzentrieren, das ist nichts für's Auto oder zum nebenbei Quake zocken oder so.
Die Produktion ist im Vergleich zu den anderen Alben kristallklar und makellos. Das muss so sein, weil alles andere nicht zur Musik passen würde. Die Musik ist nämlich nicht nur hypnotisch und atmosphärisch sondern auch mathematisch präzise. Alles scheint durchdacht. Manche sagen "Das ist kalte, seelenlose Musik".
Ja, die Durchdachtheit und Präzision mögen jetzt nicht so direkt von einer Seele in der Musik zeugen, aber warum werde ich dann so mitgerissen von dieser Musik?
Man muss einfach das Gesamtbild betrachten. Der Gesang von Maynard James Keenan ist zum Beispiel sowas von emotional, da kann mir keiner erzählen, dass das kalte Musik ist. Erst wunderschöner Gesang, dann auf einmal ein Wutausbruch - auch hier der gekonnte Einsatz von laut und leise und der Spannungsbogen. Ja, der Typ kann singen. Ist vielleicht nicht jedermanns Sache, dieser Gesang, aber ich halte ihn für genial.
Bei den Instrumenten ist zwar alles sehr präzise und durchdacht, gleichzeitig sind aber Schlagzeug und Gitarre so abgemischt, dass Präzision mit Urgewalt verbunden wird. Besonders das Schlagzeug von Danny Carey ist extrem geil... wer "Ticks & Leeches" gehört hat, weiß wovon ich rede. Wow.
Tool schaffen es sehr gut, sowohl leise als auch laute Musik zu machen. "Ticks & Leeches" kommt zum beispiel eher brachial daher, während "Reflection" sehr leise ist und einen in andere Sphären entführt. Auch der Wechsel zwischen laut und leise innerhalb der Songs ist einfach nur erstaunlich ("The Patient"/"Schism"/"Parabol/Parabola")
Es ist ganz einfach die ganz große Musik, die einen einsaugt, plattwalzt und wieder ausspuckt. Wunderschöne Musik, die unter die Haut geht. Eines der ganz wenigen Alben, die ich so oft hören kann wie ich will und wo man herausfinden will, was mit den Texten gemeint ist, wo man gerne ruminterpretiert. Maynard James Keenan singt über spirituelle Themen, über große Themen.
Das ist wohl auch einer der großen Kritikpunkte, die viele haben: Die Texte seien pseudo-intelligent und wen interessiert's, was Keenan über Gott denkt? Gegenfrage: Wen interessiert's, was John Lennon über Krieg denkt oder was Eric Clapton über Frauen denkt? Texte sind nunmal Texte und Lateralus hat halt enigmatische Texte, deren Schönheit nicht sofort offenbar wird.
Und was pseudo-intelligent angeht: Es sind halt philosophische Themen, da gibt's nix handfestes. Und richtig: _Die_ intelligente Botschaft vermittelt keiner von Keenans Texten. Ja, irgendwo ist das vielleicht "pseudo-intelligent", ihr habt ja sooo recht. Mich jedenfalls sprechen die Texte an und regen mich zum nachdenken an.
Ich will jetzt gar nicht anfangen, die Songs einzeln zu bewerten, weil dieses Album - mehr als je zuvor bei Tool - eher als Gesamtwerk anstatt als Ansammlung von einzelnen Liedern betrachtet werden sollte.
Vielen gefällt diese Musik nicht und so sehr ich die Kritik verstehen kann - ich finde, dass Lateralus einfach ein Meisterstück ist. Basta.
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am 28. Mai 2004
Mir bleibt wohl nur, mich bei meinen Vorrednern anzuschließen. Dieses Album beinhaltet all die Emotionen, all die Gefühle und all die Ausdruckskraft, die einige Bands nicht mal in ihrem gesamten Lebenswerk auszudrücken vermögen. Bestes Beispiel ist dafür der Titletrack "Lateralus", dessen Rhythmus auf einem Teil der Fibonacci-Folge beruht. Allein das spricht für die Komplexität dieses Tracks - er klingt unregelmäßig, stolpernd und doch irgendwie fest und Teil eines großen ganzen. Die brachialen Powerchords, die das anfangs ruhige Intro dann zunichte machen, scheinen eine pure Explosion zu sein. Wenn dann noch Maynards Stimme ebenso stolpernd, hinfällig im Vers einsetzt, ist's entweder um einen geschehen oder man blickt vollkommen verstört auf den CD-Player.
Ich habe ein ganzes Jahr gebraucht, um diesen einen Track zu verstehen. Ihn lieben zu lernen. Und danach ließ er mich - genauso wie das gesamte Album - nicht mehr los.
Für all diejenigen, die progressiven, härteren und emotionalen Rock & Metal mögen, wärmstens empfohlen.
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am 3. November 2014
Nett anzuschauen und sicher was für die Sammlung allerdings lässt die Tonqualität zu wünschen übrig. Neu Ausgepackte Platte knistert bereits.
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am 14. Mai 2001
Sie haben es geschafft. Womit niemand ernsthaft rechnen konnte: Tool haben ein besseres Album als das zukunftsweisende Werk von 1997, AENIMA, in Metall gebrannt. Bevor jemand entrüstet 'Gotteslästerung' oder ähnliches ruft, lasst mich kurz ausführen, warum.
AENIMA war ein wütendes, verwirrendes, Gemütbewegendes Sammelsurium von 'Songs', das nur hier und da Zugänglichkeit zeigte und sich erst nach intensiver Beschäftigung öffnete (dann allerdings mit einer Intensität, die ihresgleichen suchte). Die Messlatte sehr hoch, ging dieselbe Formation diesmal anders an die Produktion heran und erschafften ein Ungetüm, das sich eindeutig nicht mehr zügeln lässt. Drummer Carey sagte einmal, die Musik käme nicht von ihnen, sie wären nur ein Medium dafür. Diese Aussage lässt sich an 'Lateralus' am besten nachvollziehen. Gründe?
-Eben Drummer Carey: sein Schlagzeuggeprügel ist mit Abstand das Beste was ich von der Kombination Mensch+Schlagfell+Sticks gehört habe. Es ist streckenweise so unglaublich, dass man .. ja, dass mans eben nicht glaubt und die Begriffe 'Elektronik' und 'mehrschichtige Aufnahmen' einem durch den Kopf spuken.
-Die Intensität, die Sänger Keenan hier den Tönen aus seiner Kehle verleiht. Von rührendem Geflüster über mehrstimmige Melodien bis hin zum ohrenbetäubenden Geschrei ist hier alles so überzeugend eingehaucht, dass man am liebsten dem Jungen dauernd auf die Schulter klopfen möchte. Dauernd.
-Die beiden Saitenbearbeiter Jones und Chancellor harmonieren bestens und sind an Innovativität kaum zu überbieten. Wesentlich überzeugender als ihre bisherige Arbeit, selbst die auf AENIMA.
Hier haben 4 Talente ihre Energie kanalisiert und ein Biest erschaffen, das einem mit Leichtigkeit Angst, Wärme, Glück oder Wut einflössen kann. Süchtig macht es sowieso. Es ist nicht empfehlenswert, es im Dunkeln allein anzuhören, ganz ohne Festhalte-Gelegenheit. Denn wenn man einmal hier reinfällt, gibt es keinen Weg mehr um die Repeat-Taste. Der Ratschlag ist ernst gemeint und gilt besonders für den Hidden Track, der für akute Atemnot sorgen kann. Ein weinender Mann erzählt inmitten von undeutbarem Geschrei von einer Invasion durch Aliens, während im Hintergrund Carey an den Drums explodiert. Sehr beängstigend.
Die Mystik mit der sich die Band gern umgibt setzt sich hier bestens fort und wirft sehr unangenehme Fragen auf - und damit hat die Band erreicht, was sie wollte. Das Album ist übrigens perfekt produziert und auch wunderschön anzusehen.
Absolut empfehlenswert für Menschen mit klarem Verstand und stabilem Gemüt.
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